DE102007018388B4 - Befestigungseinrichtung für das Ende eines Rollbalgs - Google Patents
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Abstract
Befestigungseinrichtung (1) für das Ende eines Rollbalgs aus einem elastomeren Material am Deckel oder Abrollkolben einer Luftfeder oder eines Luftfederdämpfers unter Verwendung eines Halteprofils und eines auf das Halteprofil aufsteckbaren und dasselbe spannend einfassenden Spannrings, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil eine das Ende (4) des Rollbalgs (5) umfassende und an einer Stelle an ihrem Umfang unterbrochene ringförmige Einlage (6) ist, die mit dem Ende (4) des Rollbalgs (5) in eine umlaufende nutförmige Vertiefung (3) an der Befestigungsstelle des Anschlussteils (2) einfügbar ist.
Description
- Technisches Gebiet
- Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einer Befestigungseinrichtung für das Ende eines Rollbalgs aus einem elastomeren Material am Deckel oder Abrollkolben einer Luftfeder oder eines Luftfederdämpfers unter Verwendung eines Halteprofils und eines auf das Halteprofil aufsteckbaren und dasselbe spannend einfassenden Spannrings.
- Stand der Technik
- In der
DE 197 40 981 A1 ist die Befestigung des Endes eines Schlauchrollbalgs auf einem Anschlussteil mit einem radial verformbaren Spannring gezeigt. Dieses Verfahren wird allgemein bei wulstlosen Balgenden angewendet. Der Spannring wird durch plastisches radiales Verformen fest auf das Ende des Schlauchrollbalgs und damit auf dem Anschlussteil aufgebracht. - Eine andere Möglichkeit der Befestigung der Enden eines Schlauchrollbalgs ist in der
DE 41 18 576 A1 gezeigt. Dort wird auf die Außenoberfläche des Endbereichs des Schlauchrollbalgs ein Klemmring aufgeschoben. Dadurch wird das Ende des Rollbalgs festgeklemmt. - Aus der
DE 41 18 577 A1 ist eine Befestigung eines Rollbalgs bekannt, bei der ein Halteprofil verwendet wird und ein Spannring auf das Halteprofil aufgesteckt wird. Das Halteprofil ist umfangselastisch, was durch abwechselnd von oben und unten eingebrachte Schnitte erreicht wird. Außerdem hat es hakenartige Rastmasen, die in das Ende des Rollbalgs eingreifen. Dieses Halteprofil ist aufwendig in der Herstellung und auch nur in eine speziell angepasste Befestigungsstelle einsetzbar. - Darstellung der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Verklemmung für die Enden eines Schlauchrollbalgs zu erstellen, die auf einfache Weise herstellbar ist und starke Zugbelastungen aufnehmen kann. Eine Vereinfachung der Montage wird angestrebt.
- Die Lösung der gestellten Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Die Unteransprüche 2 bis 12 stellen vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes dar. Bei einer Befestigungseinrichtung der eingangs genannten Art wird eine das Ende des Schlauchrollbalgs umfassende und wenigstens an einer Stelle an seinem Umfang unterbrochene ringförmige Einlage verwendet, die mit dem Ende des Schlauchrollbalgs in eine umlaufende nutförmige Vertiefung an der Befestigungsstelle des Anschlussteils einfügbar ist und von einem die Einlage spannend einfassenden Spannring umschlungen wird. Hierdurch wird eine Befestigung erreicht, bei der der Spann- oder Klemmring nicht mehr über ein Backenfutter radial plastisch deformiert werden muss. Nach Anbringung der Einlage mit dem Rollbalgende in die nutförmige Vertiefung am Anschlussteil genügt es, wenn der Spannring in axialer Richtung über die Einlage gesteckt und damit eine Verklemmwirkung erzielt wird.
- In vorteilhafter Weise wird die nutförmige Vertiefung durch zwei im Winkel zueinander stehenden Seitenflächen der Nut gebildet. Die Einlage selbst wird mit ihrer Außenseite konisch ausgebildet, so dass sie mit ihren Wänden etwa parallel zu den Seitenflächen der Nut verläuft.
- Die Unterbrechung an der Einlage erlaubt ein Auseinanderdrücken beim Einlegen in die Nut und ist auch gleichzeitig so ausgebildet, dass sie ein entsprechendes Zusammendrücken zum Einspannen des Rollbalgs durch den aufgesteckten Spannring erlaubt. Außerdem ist die Unterbrechung der Einlage stufenförmig ausgebildet, so dass eine weitgehend gleichmäßige Anpressung am Rollbalg erreicht wird.
- Zur Unterstützung des Aufstecksvorgangs des Spannrings auf die Einlage hat die Außenseite der Einlage eine Einführschräge. In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens wird die Einlage und der Spannring mit ihren aneinander anliegenden Flächen so ausgeführt, dass beim aufgeschobenen Spannring eine selbstklemmende Reibschlussverbindung entsteht.
- Möglichst ist aber auch, die Einlage mit Sicherungshaken zu versehen, um für den aufgeschobenen Spannring eine Halterung zu erreichen. Um den Aufschiebevorgang des Spannrings nicht zu stören, können die Sicherungshaken wegklappbar ausgebildet sein.
- Die vorliegende Verbindung eignet sich besonders gut für Schlauchrollbälge deren Enden wulstlos sind. Es ist somit möglich, die Schlauchrollbälge von einem vorgefertigten Schlauch abzulängen.
- Zur Unterstützung der Verbindung der Enden des Schlauchrollbalgs kann das Ende des Schlauchrollbalgs die Einlage und den Spannring umschlingen. Hierdurch wird eine verringerte Zugkraft am Ende des Rollbalgs erreicht.
- Die Vorbefestigungseinrichtung eignet sich besonders gut für die Anbringung am Rand des Abrollkolbens für den Rollbalg.
- Kurzbeschreibung der Zeichnung
- Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
- Es zeigt:
-
1 Im Längsschnitt die Befestigungseinrichtung an einem Rand des Abrollkolbens, -
2 eine Seitenansicht des Abrollkolbens mit der Befestigungseinrichtung und -
3 in vergrößerter Ausführung einen Kolbenrand mit eingelegter Einlage für eine reibschlüssige Verbindung. - Ausführung der Erfindung
- In der
1 ist schematisch die Befestigungseinrichtung1 im Längsschnitt auf der linken Seite eines Abrollkolbens2 gezeigt. Anstelle des Kolbens2 kann auch ein Deckel als Anschlussteil verwendet werden. In den Rand16 des Kolbens2 ist die nutförmige Vertiefung3 angebracht, in die das Ende4 des schematisch gezeigten Schlauchrollbalgs5 eingelegt wird. Um das Ende4 des Rollbalgs wird die ringförmige Einlage6 aufgelegt, wodurch das Ende4 des Rollbalgs5 in die Nut3 eingedrückt wird. Die Einlage6 ist an einer Stelle auf ihrem Umfang unterbrochen, so dass sie aufgeweitet werden kann und somit über den äußeren Nutrand und den Rollbalg5 geschoben werden kann. Über die Einlage6 wird sodann der Spannring7 gesteckt und dabei die Einlage6 an das Ende4 des Rollbalgs5 gepresst und die Verklemmung des Rollbalgs5 mit dem Kolben2 hergestellt. - In der Darstellung ist die bevorzugte Ausführungsform der nutförmigen Vertiefung
3 gezeigt, bei der die Nut durch zwei im Winkel zueinander stehende Seitenflächen8 und9 gebildet ist. Die Einlage6 ist mit ihren in der Vertiefung3 liegenden Außenseiten10 und11 konisch ausgebildet und hat die gleichen Winkel wie die Seitenflächen8 und9 der Vertiefung3 . Durch die leicht schräg ausgebildete radiale Außenseite12 der Einlage6 wird durch den Spannring7 am innenliegenden Teil der Einlage6 ein verstärkter Anpressdruck erreicht. Um ein Abrutschen des Spannrings7 von der Einlage6 zu verhindern, sind an der Einlage6 Sicherungshaken13 angebracht, welche den Spannring7 gegen eine Lockerung schützen. Diese Sicherungshaken13 können wegklappbar ausgebildet sein, damit sie den Aufsteckvorgang des Spannrings7 nicht behindern. Bei dem Rollbalg5 handelt es sich um einen Schlauchrollbalg, dessen Ende4 wulstlos ist. Außerdem ist das Ende4 des Schlauchrollbalgs5 derart in die Vertiefung3 eingelegt, dass im Betrieb der Rollbalg5 die Einlage6 und den Spannring, wie auf der Figur gezeigt, umschlingen, wodurch eine besonders gute Verteilung der Zugkräfte erreicht wird. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Anbringung der Befestigungseinrichtung1 an einem Abrollkolben2 für einen Rollbalg5 . - In der
2 ist die Befestigungseinrichtung1 schematisch in der Seitenansicht gezeigt. Hier ist die stufenförmig ausgebildete Unterbrechung14 gestrichelt sichtbar gemacht. Außerdem sind die Sicherungshaken13 und ihre Verteilung auf den Umfang der Einlage6 zu erkennen. - Die in der
3 gezeigte Ausführungsform zeigt eine Ausbildung der Einlage6 mit einer Außenseite12 , die eine Schräge aufweist. Beim Einsatz eines Spannrings7 mit der gleichen Schräge auf seiner Innenfläche kann hier eine sehr gleichmäßige Anpressung der Einlage6 an den nicht näher gezeigten Rollbalg erreicht werden. Dabei kann die Schräge12 auf der Einlage6 mit der entsprechenden Schräge des Spannrings7 so gewählt werden, dass eine selbstklemmende Reibschlussverbindung zwischen den beiden Teilen entsteht. Um das Aufstecken des Spannrings7 auf die Einlage6 zu erleichtern, ist die Außenseite12 der Einlage6 mit einer Einführschräge15 versehen.
Claims (12)
- Befestigungseinrichtung (
1 ) für das Ende eines Rollbalgs aus einem elastomeren Material am Deckel oder Abrollkolben einer Luftfeder oder eines Luftfederdämpfers unter Verwendung eines Halteprofils und eines auf das Halteprofil aufsteckbaren und dasselbe spannend einfassenden Spannrings, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil eine das Ende (4 ) des Rollbalgs (5 ) umfassende und an einer Stelle an ihrem Umfang unterbrochene ringförmige Einlage (6 ) ist, die mit dem Ende (4 ) des Rollbalgs (5 ) in eine umlaufende nutförmige Vertiefung (3 ) an der Befestigungsstelle des Anschlussteils (2 ) einfügbar ist. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (
6 ) auf ihrer Innenseite zwei im Winkel zueinander stehende Flächen (10 ,11 ) hat. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (
3 ) durch zwei im Winkel zueinander stehende Seitenflächen (8 ,9 ) gebildet ist. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Vertiefung (
3 ) liegenden Außenseiten (10 ,11 ) der Einlage (6 ) konisch ausgebildet sind. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterbrechung (
14 ) der Einlage (6 ) stufenförmig ausgebildet ist. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite (
12 ) der Einlage (6 ) eine Einführungsschräge (15 ) hat. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannring (
7 ) mit der Einlage (6 ) eine selbstklemmende Reibschlussverbindung bildet. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (
6 ) Sicherungshaken (13 ) zur Halterung des Spannrings (7 ) hat. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungshaken (
13 ) wegklappbar ausgebildet sind. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (
4 ) des Rollbalgs (5 ) wulstlos ist. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchrollbalg (
5 ) die Einlage (6 ) und den Spannring (7 ) umschlingt. - Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (
6 ) und der Spannring (7 ) am Rand (16 ) des Abrollkolbens (2 ) für den Rollbalg (5 ) angeordnet sind.
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| DE200710018388 DE102007018388B4 (de) | 2007-04-17 | 2007-04-17 | Befestigungseinrichtung für das Ende eines Rollbalgs |
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