DE4118392B4 - Exzenterschleifer - Google Patents
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Abstract
Exzenterschleifer mit einem in einem Gehäuse (10) aufgenommenen drehenden Antriebsmotor, auf dessen Abtriebswelle (15) ein Exzenter (16) drehfest sitzt, mit einer Schleiftelleraufnahme (20), die mit zur Achse der Abtriebswelle (15) exzentrischer Drehachse in dem Exzenter (16) drehbar gelagert ist, und mit einem an der Schleiftelleraufnahme (20) lösbar befestigten Schleifteller (21), wobei der Schleifteller (21) mittels einer Zusatzvorrichtung (26) am Gehäuse (10) derart festgelegt ist, dass eine Rotationsbewegung des Schleiftellers (21) unterbunden ist, ohne dessen Exzenterverschiebung zu behindern, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzvorrichtung (26) einen am Gehäuse (10) befestigbaren Führungswinkel (31) mit Langloch (33) und einen am Schleifteller (21) gehaltenen Stift (34) aufweist, der in das Langloch (33) hineinragt und an dessen Längsseiten formschlüssig anliegt und dass die größte lichte Weite des Langloches (33) größer ist als die doppelte Exzentrität (e) zwischen den Drehachsen von Abtriebswelle (15) bzw. Exzenter (16) und Schleiftelleraufnahme (20).
Description
- Die Erfindung betrifft einen Exzenterschleifer der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
- Bei solchen Exzenterschleifern ohne Zwangsrotation bzw. ohne zwangsweise Drehmitnahme des Schleiftellers wird der Schleifteller nur durch die Lagerreibung zur Rotation veranlasst und kann, wenn diese wesentlich größer ist als die auf die Schleiffläche des Schleiftellers wirkende Reibkraft, bis zur Drehzahl der Abtriebswelle des Antriebsmotors hochdrehen.
- Es ist schon eine mit einem Exzenterschleifvorsatz ausgerüstete Winkelschleifmaschine bekannt (
DE 38 05 926 A1 ), bei welcher eine Rotation des Schleiftellers durch ein elastisch verformbares Zwischenglied verhindert wird, das einerseits am Gehäuse der Winkelschleifmaschine und andererseits am Schleifteller angreift. Dadurch führt der Schleifteller eine kreisende Hin- und Herbewegung aus, wie sie von einem Schwing- oder Vibrationsschleifer her bekannt ist. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Maßnahmen einen Exzenterschleifer in einen Schwingschleifer umzurüsten.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.
- Der erfindungsgemäße Exzenterschleifer mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß durch ein einfaches Zubehör ein Exzenterschleifer in einen Schwingschleifer umgerüstet werden kann. Wird zudem noch gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der üblicherweise runde Schleifteller eines Exzenterschleifers durch einen Schleifteller mit mindestens einer Unstetigkeit in der Tellerkontur verwendet, z. B. ein dreieckförmiger oder rechteckiger Teller, so ist mit dem Exzenterschleifer ein Eckenschleifen möglich. Damit wird ein weiteres Anwendungsgebiet für den Exzenterschleifer eröffnet.
- Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Exzenterschleifers möglich.
- Zeichnung
- Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutern. Es zeigen:
-
1 eine Seitenansicht eines zum Schwingschleifer umgerüsteten Exzenterschleifers, teilweise geschnitten, -
2 ausschnittweise eine Seitenansicht eines zu einem Schwingschleifer umgerüsteten Exzenterschleifers gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, teilweise geschnitten, -
3 eine Draufsicht des Schleiftellers des Exzenterschleifers in2 , -
4 eine Darstellung der von dem Punkt A des Schleiftellers in3 , während des Schleifvorgangs beschriebenen Bahnkurve, -
5 vier Beispiele für eine mögliche Schleiftellerform, jeweils in Draufsicht und in Seitenansicht. - Beschreibung der Ausführungsbeispiele
- Der in
1 in Seitenansicht und teilweise geschnitten dargestellte Exzenterschleifer weist ein Gehäuse10 auf, von dem ein Handgriff11 , vorzugsweise einstückig, etwa rechtwinklig absteht. Auf der Unterseite des Handgriffs11 erstreckt sich etwa parallel und mit Abstand von diesem ein Handschutzbügel12 , der von dem freien Ende des Handgriffs11 ausgeht und in das Gehäuse10 übergeht. In die vom Handgriff11 und Handschutzbügel12 begrenzte Durchtrittsöffnung13 für die Finger, der den Handgriff11 umschließenden Arbeitshand ragt, aus der Unterseite des Handgriffs11 eine Griffleiste14 hinein, die zum Ein- und Ausschalten eines im Gehäuse10 untergebrachten rotierenden Antriebsmotors dient. Von dem Antriebsmotor ist in1 lediglich dessen Abtriebswelle15 zu sehen. Auf der Abtriebswelle15 sitzt drehfest ein Exzenter16 , der mit einem Lagerzapfen161 über ein Radiallager17 im Gehäuse10 drehbar gelagert ist. Die Drehachse des Exzenters16 fluchtet dabei mit der Achse der Abtriebswelle15 . Auf der vom Radiallager17 abgekehrten Seite trägt der Exzenter16 eine Ausnehmung18 , in welcher ein zweites Radiallager19 aufgenommen ist, das zur drehbaren Lagerung einer Schleiftelleraufnahme20 dient. Die Achse des zweiten Radiallagers19 und damit die Drehachse der Schleiftelleraufnahme20 im Exzenter16 ist dabei gegenüber den fluchtenden Drehachsen von Exzenter16 und Abtriebswelle15 um eine Exzentrität e (vergl. auch2 und3 ) versetzt. An der Schleiftelleraufnahme20 ist ein Schleifteller21 lösbar befestigt, wozu der Schleifteller21 eine von einem Tragbügel22 (2 ) durchzogene mittige Ausnehmung23 aufweist. Durch eine entsprechende Bohrung im Tragbügel22 ist eine Befestigungsschraube24 hindurchgeführt und in einer mit der Drehachse der Schleiftelleraufnahme20 koaxiale Gewindebohrung25 in der Schleiftelleraufnahme24 verschraubt. Auf der Unterseite der Schleiftelleraufnahme20 vorstehende Zapfen35 greifen dabei formschlüssig durch entsprechende Ausnehmungen im Tragbügel22 hindurch und legen den Schleiferteller20 undrehbar an der Schleiftelleraufnahme20 fest. Bis auf den Tragbügel22 ist der Schleifteller21 aus Kunststoff hergestellt, wobei beim Spritzen des Schleiftellers21 der Tragbügel22 gleich mit eingespritzt wird. Der Schleifteller21 trägt in bekannter Weise Mittel zur austauschbaren Befestigung einer Schleiffläche, wie Schleifpapier oder ähnliches. - Bei eingeschaltetem Antriebsmotor wird durch die Rotation der Abtriebswelle
15 der Exzenter16 in Rotation um seine mit der Abtriebswelle15 fluchtende Drehachse versetzt. Durch den umlaufenden Exzenter16 wird die Schleiftelleraufnahme20 und damit der Schleifteller21 in eine kreisende Hin- und Herbewegung versetzt, wobei der Schleifteller21 über die Lagerreibung im zweiten Radiallager19 zu einer Drehbewegung mitgenommen wird. Diese Drehbewegung des Schleiftellers21 wird dann unterbunden, wenn die Anpreßkraft des Schleiftellers21 auf dem Werkstück wesentlich größer ist als die Lagerreibung. - Dieser an sich bekannte Exzenterschleifer ist mittels einer Zusatzvorrichtung
26 zu einem Schwing- oder Vibrationsschleifer umrüstbar. Die Zusatzvorrichtung26 ist dabei so ausgebildet, daß der Schleifteller21 am Gehäuse10 undrehbar festgelegt ist, ohne dessen Verschiebung durch den Exzenter16 zu behindern. Die Zusatzvorrichtung26 unterbindet also ausschließlich die über die Lagerreibung angeregte Rotationsbewegung des Schleiftellers21 . Die in1 dargestellte Zusatzvorrichtung26 weist ein Schwingelement27 aus einem elastischem Material, z. B. Gummi oder Kunststoff auf, das einerseits in einer am Schwingteller21 ausgebildeten Aufnahme28 und andererseits in einer am Gehäuse10 , genauer nahe dem hinteren Ende des Handschutzbügels12 , ausgebildeten Aufnahme29 befestigt ist, wobei das Schwingelement27 sich etwa parallel zu dem Handschutzbügel12 erstreckt, und zwar auf dessen von dem Handgriff11 abgekehrten Seite. Das Schwingelement27 besitzt eine axiale Dehnfähigkeit, die größer ist als die doppelte Exzentrität e zwischen den Drehachsen von Exzenter16 und Schleiferaufnahme20 . Wird ein Schwingelement27 mit geringerer Dehnfähigkeit verwendet, so muß in mindestens einer der beiden Aufnahmen28 ,29 eine axiale Verschiebbarkeit des Schwingelements27 vorgesehen werden. Als Schwingelement27 kann auch eine Stahlfeder verwendet werden. - Der Schleifteller
21 besitzt nicht wie beim herkömmlichen Exzenterschleifer eine kreisrunde Form sondern eine Außenkontur mit mindestens einer Unstetigkeit, wie Spitze oder Ecke. In5 sind verschiedene Ausführungsformen des Schleiftellers21 dargestellt. So kann der Schleifteller21 dreieckförmig mit geradlinigen Seitenkanten (5a ) oder konvexen Seitenkanten (5b ) oder rechteckförmig (5c ) ausgebildet sein. Der Schleifteller21 kann aber auch Kreisform mit einer daran tangential angeformten Spitze besitzen (Fig. d). Durch die Spitzen oder Ecken am Schleifteller21 läßt sich der Anwendungsbereich des umgerüsteten Exzenterschleifers auf Eckenschleifen erweitern. Die Schleiffläche30 ist dabei üblicherweise auf der vom Gehäuse10 abgekehrten Unterseite des Schleiftellers21 angeordnet und überzieht dabei die gesamte zur Verfügung stehende Unterseite (5a ,5b ,5c ). Wie5c zeigt, kann eine zusätzliche Schleiffläche30' auch auf der dem Gehäuse10 zugekehrten Oberseite des Schleiftellers21 vorgesehen werden, und zwar ausschließlich in dem Bereich, der über das Gehäuse10 vorsteht. Bei dem Schleifteller in5d ist ausschließlich eine Schleiffläche30'' ausschließlich im vorderen Bereich der Unterseite des Schleiftellers21 vorgesehen. Die Schleifflächen30 ,30' ,30'' sind in5 schematisch durch eine bürstenartige Struktur angedeutet. - Der in
4 ausschnittweise dargestellte Exzenterschleifer, der durch die Zusatzvorrichtung26 ebenfalls zu einem Schwingschleifer umgerüstet ist, ist identisch aufgebaut wie der zu1 beschriebene Exzenterschleifer, so daß gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Eine Modifikation besteht in der Ausbildung der Zusatzvorrichtung26 zur undrehbaren Festlegung des Schleiftellers21 am Gehäuse10 . Diese besitzt einen am Gehäuse10 befestigten Führungswinkel31 , der einen am Gehäuse10 mittels einer Schraube32 befestigten langen Schenkel311 und einen davon rechtwinklig abgebogenen, parallel zum Schleifteller21 verlaufenden kurzen Schenkel312 aufweist. Im kurzen Schenkel312 ist ein Langloch33 eingebracht, dessen maximale lichte Weite größer ist als die doppelte Exentrität e zwischen den Drehachsen von Exzenter16 bzw. Abtriebswelle15 und Schleiftelleraufnahme20 . Zu der Zusatzvorrichtung26 gehört ferner ein am Schleifteller21 befestigter Stift34 , der von der dem Gehäuse10 zugekehrten Oberseite des Schleiftellers21 rechtwinklig absteht und in das Langloch33 im kurzen Schenkel312 des Führungswinkels31 hineinragt. Der Durchmesser des Stiftes34 ist wenig kleiner bemessen als die lichte Weite des Langlochs33 quer zu dessen maximalen Ausdehnung, so daß der Stift34 im Langloch33 mit geringem Spiel geführt ist. Der Schleifteller21 weist ähnlich der Darstellung in5d eine Kreisform mit einer daran tangential angeformten Spitze auf, dessen die Spitze bildender vorderste Punkt in der Draufsicht in3 mit A gekennzeichnet ist. Weiterhin ist in3 der Führungswinkel31 mit Langloch33 und darin geführten Stift34 zu sehen. Beim Einschalten des Antriebsmotors führt der Schleifteller21 eine kreisende Hin- und Herbewegung aus, wobei der Punkt A eine Bahnkurve beschreibt, wie sie in4 dargestellt ist. Die Oszillation d des Punktes A ist durch das Verhältnis a/c = b/d einstellbar. Die Strecken a, b, c und d sind in3 eingezeichnet, wobei a der Abstand des Stiftes34 von der Drehachse der Schleiftelleraufnahme20 , b der Abstand des Stiftes34 vom Punkt A, c die doppelte Exzentrität e zwischen den Drehachsen von Exzenter16 und Schleiftelleraufnahme20 und d die Oszillation, d. h. die maximale Querauslenkung, des Punktes A ist. Letztere läßt sich durch die Verschiebung des Stiftes34 auf dem Schleifteller21 einstellen.
Claims (6)
- Exzenterschleifer mit einem in einem Gehäuse (
10 ) aufgenommenen drehenden Antriebsmotor, auf dessen Abtriebswelle (15 ) ein Exzenter (16 ) drehfest sitzt, mit einer Schleiftelleraufnahme (20 ), die mit zur Achse der Abtriebswelle (15 ) exzentrischer Drehachse in dem Exzenter (16 ) drehbar gelagert ist, und mit einem an der Schleiftelleraufnahme (20 ) lösbar befestigten Schleifteller (21 ), wobei der Schleifteller (21 ) mittels einer Zusatzvorrichtung (26 ) am Gehäuse (10 ) derart festgelegt ist, dass eine Rotationsbewegung des Schleiftellers (21 ) unterbunden ist, ohne dessen Exzenterverschiebung zu behindern, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzvorrichtung (26 ) einen am Gehäuse (10 ) befestigbaren Führungswinkel (31 ) mit Langloch (33 ) und einen am Schleifteller (21 ) gehaltenen Stift (34 ) aufweist, der in das Langloch (33 ) hineinragt und an dessen Längsseiten formschlüssig anliegt und dass die größte lichte Weite des Langloches (33 ) größer ist als die doppelte Exzentrität (e) zwischen den Drehachsen von Abtriebswelle (15 ) bzw. Exzenter (16 ) und Schleiftelleraufnahme (20 ). - Schleifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (
34 ) auf der dem Gehäuse (10 ) zugekehrten Oberseite des Schleiftellers (21 ) rechtwinklig absteht und dass das Langloch (33 ) in einer parallel zum Schleifteller (21 ) verlaufenden Abwinklung (312 ) des Führungswinkels (31 ) angeordnet ist. - Schleifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifteller (
21 ) eine Außenkontur aufweist, die mindestens eine Unstetigkeit, wie Spitze oder Ecke, aufweist. - Schleifer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifteller (
21 ) rechteckig oder dreieckförmig mit geraden oder konvexen Seitenlinien ausgebildet ist. - Schleifer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifteller (
21 ) kreisförmig mit einer daran tangential angeformten Spitze (A) ausgebildet ist. - Schleifer nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifteller (
21 ) eine Schleiffläche (30 ) auf seiner vom Gehäuse (10 ) abgekehrten Unterseite trägt, die die Unterseite vollständig oder teilweise im Bereich der Unstetigkeit bedeckt, und/oder eine Schleiffläche (30 min) auf seine dem Gehäuse zugekehrten Oberseite im Bereich des über das Gehäuse (10 ) vorstehenden Überstandes des Schleiftellers (21 ) trägt.
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