DE4118140C2 - Anordnung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in einer Handhabungsvorrichtung - Google Patents
Anordnung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in einer HandhabungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur lösbaren Befestigung
von dentalen Gipsmodellen in einer Modellaufnahmevorrichtung
und einer profilierten Modellmontageplatte zur Befestigung des
Gipsmodelles mittels einer in der Modellaufnahmevorrichtung
eingebrachten Magneteinrichtung und mit als der Modellaufnah
mevorrichtung hervorstehenden Zentrierstiften, die in Zen
trierbohrungen in der Modellmontageplatte eingreifbar sind
(DE-AS 12 91 854).
Bei bekannten Anordnungen zur lösbaren Befestigung von Gips
modellen des Unter- und Oberkiefers in den Rahmenteilen von
Dental-Artikulatoren werden Profilierte Montageplatten oder
Sockel verwendet, die mittels in den Rahmenteilen befindlicher
Schrauben befestigt werden. In den Montageplatten befinden
sich Vertiefungen zur Aufnahme von zusätzlichen Stiften, die
aus dem Rahmenteil hervorstehen und als Arretierungshilfe zur
exakten Fixierung der an den Montageplatten befestigten Gips
modelle dienen. Die jeweils dem Gipsmodell zugewandte Seite
der Montageplatte ist mit Erhöhungen zum Angipsen der Gips
modelle versehen.
Diese Anordnungen sind in der Handhabung verhältnismäßig unbe
quem und können schnell zum Verschleiß der Montageplatten
infolge des wiederholten Befestigens und Lösens führen.
Aus diesem Grund sind Anordnungen bekannt, bei denen anstelle
der Schraube zur Befestigung Magnetplatten Verwendung finden,
die ein schnelles und leichtes Befestigen bzw. Lösen der
Montageplatten erlauben.
Eine derartig ausgestattete Anordnung ist beispielsweise aus
der DE 35 11 928 C1 bekannt. Hiernach wird ein einstellbarer
Primärsockel für zahntechnische Artikulatoren beschrieben, mit
dem es ermöglicht werden soll, mehrere Artikulatoren so ein
zustellen, daß bei montierten Modellen eine praktisch 100%ige
Reproduzierbarkeit der eingestellten Positionen gewährleistet
ist. Der einstellbare Primärsockel besteht dazu aus einer
ersten artikulatorseitigen Sockelplatte und einer zweiten se
kundärmodellseitigen Sockelplatte, zwischen denen ein
Kunststoff zur dauerhaften Verbindung beider Teile eingebracht
ist. In der Sockelplatte befindet sich eine zentrale Gewinde
bohrung zur Befestigung an einem Artikulatorarm. Zur Halterung
eines Gipsmodelles ist die Sockelplatte an deren Unterseite
mit einer napfartigen Aufnahme zur Aufnahme einer Magnetplatte
versehen. Die Einstellung der relativen Lage der Sockelplatten
zueinander erfolgt unter Zuhilfenahme eines Justiersockels,
welche zwischen den Primärsockeln in einem Artikulator vor dem
Aushärten des Kunststoffes anzuordnen ist.
Nachteilig an dieser Lösung ist, daß die erforderliche Justage
verhältnismäßig aufwendig ist und leicht zu Montagefehlern
führen kann. Das ist umso mehr der Fall, wenn gegebenenfalls
zwei Primärsockel gleichzeitig zu justieren sind.
Mit der DE-AS 12 91 854 wird ein weiterer Artikulator offen
bart, bei dem die Gipsmodelle unter Zuhilfenahme einer Mag
netanordnung sowohl am unteren Arm des Artikulators, als auch
an einem am Oberteil des Artikulators angeschraubten Kugelge
lenk lösbar befestigt werden. Die Magnetanordnung besteht aus
einer Trägerplatte und einem Permanentmagneten sowie zugehöri
gen Paßstiften.
Die Befestigung der Magnetanordnungen durch Schraubverbindun
gen ist einerseits erheblich verschleißbehaftet und besitzt
andererseits den Nachteil, daß sich die Gipsmodelle bei deren
Bearbeitung oder Kontrolle in einem Artikulator lockern kön
nen.
Desweiteren sind Anordnungen bekannt, bei denen zur Befesti
gung Magnetplatten verwendet werden, die sowohl in der Monta
geplatte als auch im Gipsmodell eingearbeitet sind.
Nachteilig hierbei ist einerseits die große Bauhöhe und ande
rerseits die Vielzahl der zur Befestigung der Gipsmodelle
erforderlichen Arbeitsgänge.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Anord
nung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in einer Hand
habungsvorrichtung zu schaffen, die kostengünstig herzustellen
ist und eine einfache und sichere Handhabung bei guter Lagefi
xierung und Zentrierung der Gipsmodelle gewährleistet.
Die Anordnung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in
einer Handhabungsvorrichtung erhält eine profilierte Modell
montageplatte zur Befestigung des Gipsmodells und eine Auf
nahmevorrichtung, die mit aus dieser hervorstehenden Zentrier
stiften versehen ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch ge
löst, daß die Magneteinrichtung aus einem in die Modellaufnah
mevorrichtung eingelassenen ferromagnetischen Topf besteht, in
dem eine Magnetplatte herausnehmbar angeordnet ist.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Topf mit einer
Bohrung zum Hindurchführen einer Befestigungsschraube verse
hen, um beispielsweise Justagearbeiten durchführen oder art
fremde Modellmontageplatten befestigen zu können.
Weiterhin ist vorgesehen, daß die Magnetplatte mit einer Boh
rung zum Hindurchführen einer Befestigungsschraube versehen
ist, die für die Funktion der erfindungsgemäßen Anordnung
nicht erforderlich ist, aber in besonderen Einsatzfällen, z. B.
zur Verwendung artfremder Modellmontageplatten ohne Entfernung
der Magnetplatte, verwendet werden kann.
Die besonderen Vorteile der Erfindung sind darin zu sehen, daß
eine leichte und bequeme sowie schnelle Austauschbarkeit der
Magnetplatte, beispielsweise bei nachlassender Magnetkraft,
erreicht wird. Des weiteren ermöglicht die Anordnung des fer
romagnetischen Topfes ein Auswechseln der Magnetplatte, um mit
magnetlosen Systemen zu arbeiten. Außerdem wird eine sichere
Befestigung durch eine gute Lagepositionierung der Magnetplat
te gewährleistet. Durch den einfachen Ausbau der erfindungs
gemäßen Anordnung kann diese kostengünstig hergestellt werden.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1 einen Dental-Artikulator mit eingesetzter Modellmonta
geplatte, und
Fig. 2 eine perspektivische Detaildarstellung des Dental-
Artikulators nach Fig. 1.
Der Dental-Artikulator zur Aufnahme von erfindungsmäßigen
Modellmontageplatten 1 besteht gemäß Fig. 1 aus einem Unter
teil 2 mit einer Aufnahmevorrichtung 3, einer zugehörigen
Magneteinrichtung 4 und einem am Unterteil 2 befestigten Rah
men 5, sowie einem Oberteil 6. Das Ober- und Unterteil 6; 2
ist vorzugsweise aus Aluminium hergestellt.
Der Rahmen 5 ist U-förmig mit oben offenen Schenkeln
ausgeführt und im oberen Bereich mit je einer Kondylarkugel
7 versehen. Am Oberteil 6 sind mittels Arretierschrauben 8
zwei Kondylargehäuse 9 verschwenkbar befestigt, die auf den
Kondylarkugeln 7 aufliegen. Mittels einer Arretiermutter 10
kann die Bewegbarkeit der Kondylarkugeln 7 innerhalb der
Kondylargehäuse 9 entsprechend der anatomischen Erforder
nisse eingestellt werden.
Das Oberteil 6 ist weiterhin mit einer oberen Aufnahmevor
richtung 11 und einer zugehörigen Magneteinrichtung 12
versehen. Zusätzlich kann im Bereich der Aufnahmevorrichtung
11 eine Befestigungsschraube angeordnet werden.
Die Befestigungsschrauben sind für die Befestigung von
erfindungsgemäßen Modellmontageplatten 1 nicht erforderlich,
können aber beispielsweise bei bestimmten Arbeitsgängen, wie
der Kontrolle des Dental-Artikulators, verwendet werden.
Die Aufnahmevorrichtungen 11; 3 dienen zur Aufnahme der
Modellmontageplatten 1 mit daran befestigten Gipsmodellen
des Ober- und Unterkiefers.
Am vorderen Ende des Oberteiles 6 kann ein nicht dargestell
ter verdreh- und winkelverstellbarer Incisalteller befestigt
werden. Mit Hilfe des Incisaltellers können bei Anwendung
des Dental-Artikulators über einen am vorderen Ende des
Unterteiles 2 befestigbaren Incisalstift die Kieferbewegun
gen auf bekannte Art und Weise simuliert werden.
In Fig. 1 und 2 ist die Anordnung der Magneteinrichtung 4 in
dem Unterteil 2 des Dental-Artikulators mit einem in das
Unterteil 2 in einer Ausfräsung 13 flächenbündig eingelas
senen Topf 14 dargestellt, in dem eine Magnetplatte 15
zentrisch eingelegt ist. Die Magnetplatte 15 wird durch die
einwirkenden Magnetkräfte im Topf 14 sicher gehalten. In der
Mitte des Topfes 14 befindet sich eine Bohrung 16, die mit
einer entsprechenden Bohrung im Oberteil 6 zur Aufnahme von
Befestigungsschrauben fluchtet.
Die Magnetplatte 15 kann ebenfalls mit einer Mittelbohrung
versehen sein. Da die Magnetplatte 15 herausnehmbar ist,
kann die Mittelbohrung auch weggelassen werden. Ebenso ist
es möglich, die Magnetplatte 15 direkt in der Ausfräsung 13,
z. B. durch Kleben, zu befestigen.
Zur Befestigung und Zentrierung der Modellmontageplatte 1
befinden sich neben der Magneteinrichtung 4 im Oberteil 6
angeordnete und hervorstehende Zentrierstifte 17.
Der Aufbau der Magneteinrichtung 12 im Oberteil 6 entspricht
dem im Unterteil 2, so daß auf eine gesonderte Beschreibung
verzichtet wird.
Die Modellmontageplatte 1, die üblicherweise aus Kunststoff
besteht, ist mit zwei profilierten parallel zueinander
liegenden Flächen versehen, von denen eine Fläche zum
Angipsen eines Gipsmodells vorgesehen ist und die andere
Fläche mit einer runden eingelassenen magnetisierbaren
Metallplatte 18 ausgestattet ist (Fig. 2). Diese Metall
platte 18 enthält zur Herstellung eines Unterschnittes am
Umfang eine Verzahnung oder Rändelung, um einen genügend
sicheren Sitz in der Modellmontageplatte 1 zu gewährleisten.
Neben der eingelassenen Metallplatte 18 sind Zentrieröffnun
gen 19 vorgesehen, die entsprechend der Lage der Zentrier
stifte 17 angeordnet sind.
Zusätzlich ist es möglich, daß auf der Seite der Modellmontage
platten 1, auf der die Metallplatte 18 eingelassen ist,
Zentrierstifte ausgebildet sind, die beim Einsetzen der
Montageplatte 1 in das Ober- oder Unterteil 6; 2 dieses
seitlich umgreifen. Dadurch wird eine schnelle und bequeme
Positionierung der Modellmontageplatte 1 auf der Aufnahme
vorrichtung 11; 3 ermöglicht. Durch die im Ober- bzw.
Unterteil 6; 2 eingelassene Magnetplatte 15 wird ein
zuverlässiger Sitz der Modellmontageplatte 1 und deren
leichte Auswechselbarkeit gewährleistet.
Bezugszeichenliste
1 Modellmontageplatte
2 Unterteil
3 Aufnahmevorrichtung
4 Magnetisierungseinrichtung
5 Rahmen
6 Oberteil
7 Kondylarkugel
8 Arretierschraube
9 Kondylargehäuse
10 Arretiermutter
11 Aufnahmevorrichtung
12 Magneteinrichtung
13 Ausfräsung
14 Topf
15 Magnetplatte
16 Bohrung
17 Zentrierstift
18 Metallplatte
19 Zentrieröffnung.
2 Unterteil
3 Aufnahmevorrichtung
4 Magnetisierungseinrichtung
5 Rahmen
6 Oberteil
7 Kondylarkugel
8 Arretierschraube
9 Kondylargehäuse
10 Arretiermutter
11 Aufnahmevorrichtung
12 Magneteinrichtung
13 Ausfräsung
14 Topf
15 Magnetplatte
16 Bohrung
17 Zentrierstift
18 Metallplatte
19 Zentrieröffnung.
Claims (3)
1. Anordnung zur lösbaren Befestigung von dentalen Gipsmodel
len in einer Modellaufnahmevorrichtung mit einer profi
lierten Modellmontageplatte zur Befestigung des Gipsmo
dells mittels einer in der Modellaufnahmevorrichtung ein
gebrachten Magneteinrichtung und mit aus der Modellaufnah
mevorrichtung hervorstehenden Zentrierstiften, die in Zen
trierbohrungen in der Modellmontageplatte eingreifbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Magneteinrichtung (12) aus einem in die Modellaufnah
mevorrichtung (3; 11) eingelassenen ferromagnetischen Topf
(14) besteht, in dem eine Magnetplatte (15) herausnehmbar
angeordnet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Topf (14) mit einer Bohrung (16)
zum Hindurchführen einer Befestigungsschraube versehen
ist.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Magnetplatte (15)
mit einer Bohrung zum Hindurchführen einer Befestigungs
schraube versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914118140 DE4118140C2 (de) | 1991-06-03 | 1991-06-03 | Anordnung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in einer Handhabungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914118140 DE4118140C2 (de) | 1991-06-03 | 1991-06-03 | Anordnung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in einer Handhabungsvorrichtung |
Publications (2)
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|---|---|
| DE4118140A1 DE4118140A1 (de) | 1992-12-10 |
| DE4118140C2 true DE4118140C2 (de) | 1995-05-11 |
Family
ID=6433064
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914118140 Revoked DE4118140C2 (de) | 1991-06-03 | 1991-06-03 | Anordnung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in einer Handhabungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE20304375U1 (de) | 2003-03-17 | 2003-07-10 | TMHS-Dentaltechnik GmbH, 67059 Ludwigshafen | Transfersockel |
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| DE8200084U1 (de) * | 1982-01-05 | 1982-08-05 | Schretzenmayer jun., Martin, 8881 Zöschingen | Artikulator montageplatte fuer zahntechnische artikulatoren |
| DE3511928C1 (de) * | 1985-04-01 | 1986-05-22 | Roos, Hans-Joachim, Dr., 8940 Memmingen | Einstellbarer Primaersockel fuer zahntechnische Artikulatoren |
-
1991
- 1991-06-03 DE DE19914118140 patent/DE4118140C2/de not_active Revoked
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE4118140A1 (de) | 1992-12-10 |
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