DE4116194A1 - Verfahren und vorrichtung zum verbinden der kettbahnen beim zettelbaumpartiewechsel - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum verbinden der kettbahnen beim zettelbaumpartiewechselInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden der aus
laufenden, alten Kettbahn mit der anlaufenden, neuen Kett
bahn beim Zettelbaumpartiewechsel, insbesondere in einer
Zettel-Schlichtanlage. Sie betrifft ferner eine Vorrichtung
zum Durchführen des Verfahrens.
Beim Zettelbaumpartiewechsel werden die von dem die Zettel
bäume tragenden Zettelbaumgestell bzw. Ablaufgestell bahn
förmig gelieferten Kettfäden in der bisherigen Praxis
büschelweise mit den neu eingeführten Kettfäden verknotet.
Während des Vorgangs des Verknotens muß die Anlage stillge
setzt werden. Das Anknoten dauert bei Zuführung der Kettbah
nen von beispielsweise 16 Zettelbäumen etwa 1 Stunde; bei
nachgeschalteter Färbe-Schlichtanlage wird hierfür eine
weitere Stunde als Anlaufzeit benötigt. Außer dem Aufwand an
Produktionszeit der Anlage ergeben sich bei einem Partie
wechsel auch erhebliche Verluste an Material; beim Färben
werden die Teile der Kette, die in der Stillstands- oder An
laufszeit in der Anlage standen oder liefen, wertlos. Sie
sind insbesondere auch nicht als zweite Wahl geeignet. Die
entsprechende Verlustlänge der Kette kann erheblich sein. In
einer Zettel-Schlichtanlage gehen durch Stillstands- und An
laufzeit etwa 500 laufende Meter der Kettfadenschar verlo
ren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Zettelbaum-
Partiewechsel so schnell vorzunehmen, daß die jeweilige An
lage, insbesondere auch eine Färbe-Schlichtanlage, zumindest
bei Einschaltung eines Kompensators kontinuierlich weiter
laufen kann.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht für das eingangs genann
te Verfahren im Grundsatz darin, daß die auslaufende, alte
Kettfadenschar bzw. Kettbahn flächig festgeklemmt wird, daß
der Anfang der anlaufenden, neuen Kettbahn flächig an die
flächig festgelegte alte Kettbahn angelegt wird und daß die
alte und neue Kettbahn zumindest an einem sich quer zur
Kettrichtung erstreckenden Längsstreifen flächig zusammenge
klebt werden.
Das erfindungsgemäße Klemmen der auslaufenden Kettbahn und
das flächige Anlegen oder Ankleben der anlaufenden Kettbahn
läßt sich zugleich auf der ganzen Kettbahnbreite auf mecha
nische Weise innerhalb einer Zeit von weniger als 3 Minuten
ausführen. Während dieser Zeit, in der die Kettbahn insge
samt festgeklemmt ist, braucht die nachgeschaltete Anlage
keineswegs gestoppt zu werden, denn für eine Schlichtanlage,
Färbe-Schlichtanlage oder dergleichen lassen sich ohne wei
teres Kompensatoren schaffen - und in die Anlage einschalten -,
die eine Laufzeit von 3 Minuten überbrücken.
Für das Anlegen der neuen Kettbahn auf deren ganzer Breite
an die alte Kettbahn werden ebenfalls nur wenige Augenblicke
gebraucht, wenn während des Ablaufs der vorangehenden Kett
bahn entsprechende Vorbereitungen getroffen werden, wenn al
so die neue Kettbahn bereits in einer unmittelbar zu dem er
findungsgemäßen Anlegen an die alte Kettbahn passenden flä
chigen Position bereitgehalten wird.
Weiterhin liegen die beiden Kettbahnen in der erfindungsge
mäß herzustellenden Verbindung nur auf einem schmalen, sich
insbesondere quer zur Kettrichtung erstreckenden, geklebten
Streifen aufeinander. Nur dieser schmale Streifen ist für
die Weiterverwendung unbrauchbar. Da er nur geklebt ist,
besitzt er zudem eine so geringe Stärke, daß in der nachge
schalteten Anlage etwa vorkommende Quetschwalzen für den
Durchlauf des geklebten Bereichs im allgemeinen nicht gelöst
werden müssen. Wenn schließlich im Zuge der Anlage Teilstäbe
oder dergleichen in der Kettbahn vorkommen, können diese
durch eine den geklebten Bereich auf dessen Weg längs der
Anlage begleitende Person mit Leichtigkeit übergesetzt wer
den.
Bei der vorgenannten grundsätzlichen Lösung der der Erfin
dung zugrundeliegenden Aufgabe werden die auslaufende und
die anlaufende Kettbahn insgesamt flächig auf einem
Querstreifen miteinander verbunden. Beispielsweise wenn
hierbei eine sichere Kupplung aller Fäden nicht
gewährleistet werden kann und/oder wenn in der nachgeschal
teten Anlage ein entsprechend dicker geklebter Streifen un
erwünscht ist, kann es gemäß weiterer Erfindung günstig
sein, die auslaufende, alte Kettbahn vor dem Klemmen in
mehrere Teilkettbahnen aufzuteilen, jede auslaufende Teil
kettbahn einzeln - gesehen in Längsrichtung der gesamten
Kettbahn - an gegeneinander versetzten Bereichen zu klemmen
und mit je einer neuen Teilkettbahn zu verkleben sowie nach
dem Lösen der einzelnen Klemmungen die Teilkettbahnen wieder
zu einer Gesamtkettbahn zu vereinigen.
Durch die genannte weitere Ausgestaltung des erfindungsgemä
ßen Verfahrens wird erreicht, daß in der wiedervereinigten
Gesamtkettbahn zwei oder mehr Klebestreifen mit - geringem -
Abstand zueinander in Kettrichtung aufeinanderfolgen, so daß
der Verbindungsbereich der alten und der neuen Kettbahn sich
über eine Kettbahnlänge von z. B. 1 bis 2 m erstreckt. Nur
dieser aus mehreren Streifen bestehende Klebebereich ist
dann für die Weiterverarbeitung unbrauchbar. Er kann ebenso
wie ein einziger geklebter Streifen durch die gesamte nach
folgende Anlage so begleitet und z. B. über Teilstäbe überge
setzt werden, daß ein Stillstand, insbesondere auch in einer
Färbe-Schlichtanlage, - jedenfalls wegen der Verbindung -
nicht erforderlich ist.
Eine saubere Klebung im verklebten Bereich wird gemäß weite
rer Erfindung erzielt, wenn das Ende der auslaufenden, alten
Kettbahn nach dem Klemmen abgeschnitten wird. Die Klebever
bindung selbst läßt sich auf einfache Weise und sauber her
stellen, wenn man von beiden Seiten der flächig aufeinander
liegenden alten und neuen Kettbahnteile einseitig mit Kleb
stoff beschichtete Klebestreifen gegeneinander an die Kett
bahn andrückt. Das Abschneiden des Endstücks bzw. der End
stücke der alten Kettbahn ist außer für den Abtransport des
bisherigen Ablaufgestells insbesondere auch dann vorteil
haft, wenn andernfalls das Endstück der Kettbahn das Zufüh
ren und Anlegen des Anfangs der neuen Kettbahn behindern
würde.
Eine bevorzugte Vorrichtung zum Durchführen des erfindungs
gemäßen Verfahrens ist im Prinzip gekennzeichnet durch von
der Kettbahn zu durchlaufende Klemm/Klebemittel zum Klemmen
der alten Kettbahn und durch Greifermittel zum Anlegen der
neuen Kettbahn an die alte Kettbahn. Die Klemm/Klebe-Mittel
können sich oberhalb und/oder unterhalb des normalen Lauf
wegs der Kettbahn zwischen Zettelbaumgestell und Schlichtan
lage oder dergleichen befinden. Sie bleiben normalerweise
inaktiv, erst wenn das Ende der auslaufenden, alten Kettbahn
signalisiert wird, treten die Klemm-Mittel in Aktion und ar
retieren die alte Kettbahn flächig. Anschließend wird die
anlaufende neue Kettbahn mit Hilfe der Greifermittel flächig
an den geklemmten Bereich der alten Kettbahn angelegt, wor
auf ein Verkleben der beiden Kettbahnen miteinander mit Hil
fe der dann aktivierten Klebemittel erfolgt. Nach dem Ver
kleben werden die Greifermittel sowie die Klemm- und Klebe-
Mittel gelöst, und die Kettbahn läuft, nunmehr von einer
neuen Ablaufstelle her, im wesentlichen unverändert weiter.
In einer weiteren Ausgestaltung kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung im Rahmen einer Gesamtanlage gekennzeichnet sein
durch zwei den Klemm/Klebemitteln wechselweise vorgeschalte
te Zettelbaumgestelle und einen den Klemm/Klebemitteln nach
geschalteten Ablaufkompensator mit einer für den Wechsel der
Zettelbaumpartie ausreichenden Speicherkapazität. Durch das
Vorschalten des alternativ anzuschließenden Zettelbaumge
stells wird das Anlegen der neuen Kettbahn auf ein zeit
liches Mindestmaß beschränkt, weil die neue Kettbahn während
des Ablaufs der alten Kettbahn bereits so in den Greifermit
teln vorbereitet werden kann, daß sie bei Bedarf sofort in
der für das Anlegen und Ankleben richtigen Position zur Ver
fügung steht. Durch die Anordnung eines Ablaufkompensators
zwischen den Klemm/Klebemitteln und der nachgeschalteten An
lage wird erreicht, daß letztere während des Verbindens der
Kettbahnen unverändert weiterlaufen kann.
Eine noch weitere Verbesserung der erfindungsgemäßen Vor
richtung besteht darin, daß die Klemm/Klebemittel zwei oder
mehr übereinanderliegende Etagen zum gleichzeitigen Anlegen
und Ankleben von aus der Gesamtkettbahn abgeteilten Teil
kettbahnen besitzt. Hierdurch wird die oben beschriebene, in
Längsrichtung der Kette versetzte Verbindung der Teilketten
herstellbar. Vorteilhaft werden die zwei oder mehr Etagen
besitzenden Klemm/Klebemittel mit entsprechend vielen über
einander gelagerten Umlenkwalzen zum Führen je einer Teil
kettbahn vor und nach dem Durchlauf durch den Klemm/Klebe-
Bereich ausgestattet. Wenn die Aufteilung der Gesamtkett
bahn in die einzeln zu verklebenden Teilkettbahnen derart
erfolgt, daß die Teilketten aus der Ebene der ursprünglichen
Transportrichtung der Gesamtkettbahn verschiedene Etagen an
gehoben und nach dem Durchlauf durch die Klebeeinrichtung
wieder zurück in die ursprüngliche Ebene transportiert wer
den, ergibt sich wegen der unterschiedlich großen Laufwege
von Natur aus ein gegenseitiger Versatz der gegebenenfalls
hergestellten Verbindungsstreifen.
Zum Bereitstellen der neuen Kettbahn oder der entsprechenden
Teilkettbahnen werden erfindungsgemäß Greifermittel vorgese
hen. Diese Greifermittel können vorzugsweise als eine die
Kettbahn bzw. Teilkettbahn flächig aufnehmende Fadenkluppe
ausgebildet sein, die in die Klemm/Klebemittel hinein ver
fahrbar gelagert und antreibbar ist. Die Greifermittel kön
nen in einer ersten Alternative mit den Klemm/Klebemitteln
kombiniert sein; dann ist nur ein Satz der Greifermittel er
forderlich. Wenn das Vorbereiten der einzelnen Teilkettbah
nen in den Greifern usw. sowie das Austauschen der Zettel
baumgestelle bei Verwendung nur eines Satzes von Greifermit
teln Probleme bereiten sollte, kommt es nach einer zweiten
Alternative in Frage, die Greifermittel mit dem vorgeschalte
ten Zettelbaumgestell zu kombinieren. Dann sind natürlich
zum Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung zwei Sätze von
Greifermitteln vorzusehen. Der dadurch bedingte größere Auf
wand wird in der Praxis häufig durch Handhabungsvorteile und
genauere Positionierung der Teilketten relativ zu einander -
also auch einem Qualitätsgewinn - aufgewogen.
Zu den Klemm/Klebemitteln selbst gehören vorzugsweise pneu
matisch wirkende Mittel zum Klemmen und/oder Anpressen beim
Kleben. Pneumatisch betätigte Klemmbalken und dergleichen
können bei Bedarf sehr schnell aktiviert und ebenso schnell
entlastet werden; außerdem führen sie auch bei Undichtheiten
nicht zu einer Verschmutzung der Anlage bzw. des bearbeite
ten Materials.
Schließlich ist es im allgemeinen günstig, insbesondere bei
Verklebung einzelner vorher gebildeter Teilkettbahnen, eine
Schneidevorrichtung zum Abtrennen des Endes der alten Kett
bahn vorzusehen.
Anhand einer schematischen Darstellung eines Ausführungsbei
spiels werden Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Gesamtansicht einer Zettel
Schlichtanlage;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Klemm/Klebe-Vorrich
tung;
Fig. 3 die Vorrichtung nach Fig. 2 in Klemm
position; und
Fig. 4 die Vorrichtung nach Fig. 2 in Klebe
position.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer Zettel-
Schlichtanlage. Von einem insgesamt mit 1 bezeichneten Zet
telbaumgestell, auf dem z. B. zwanzig einzelne Zettelbäume 2
ablaufen können, wird eine Gesamtkettbahn 3 vereinigt abge
rollt. Im Ausführungsbeispiel läuft die Gesamtkettbahn 3
durch eine insgesamt mit 4 bezeichnete, erfindungsgemäße
Klemm/Klebevorrichtung und einen daran anschließenden Ab
laufkompensator 5, durch eine Schlichtanlage 6, durch Vor
trockner 7, Trockner 8, eventuell einen weiteren Kompensator
9, zu einem Kettbaum 10.
Die Einzelheiten der vorgenannten Elemente 1 bis 3 sowie 6
bis 10 können in üblicher, dem Fachmann bekannter, Weise
ausgestaltet werden. Eine erfindungsgemäße Besonderheit
besteht darin, daß zusätzlich zu dem jeweils ablaufenden
Zettelbaumgestell 1 ein weiteres, insgesamt mit 11
bezeichnetes, für den nächsten Partiewechsel vorgesehenes,
zweites Zettelbaumgestell 11 bereitgestellt wird, dessen von
der Gesamtheit der Zettelbäume 12 gelieferte Gesamtkettbahn
13 einer Greifervorrichtung 14 vorgelegt wird, die die ein
zelnen Teilkettbahnen 15 in Greifern 16 zum Anlegen an die
in der Klemm/Klebevorrichtung 4 flächig geführten
Teilkettbahnen 17 der Gesamtkettbahn 3 bereithalten.
Nach Fig. 1 wird vorgesehen, bei einem Partiewechsel im we
sentlichen nur die Zettelbaumgestelle 1 und 11 auszu
tauschen. Die Schnittstelle zwischen den beim Partiewechsel
verbleibenden und ausgetauschten Teilen verläuft dann in et
wa bei der Linie A (in der Zeichnung von Fig. 1 rechts von
der Greifervorrichtung 14). Alternativ kann die Schnittstel
le aber auch weiter nach links (in Fig. 1) gelegt werden, so
daß sie in etwa bei der Linie B liegt. In diesem letzteren
Fall gehört zu jedem Zettelbaumgestell 1 und 11 eine geson
derte Greifervorrichtung 14 und den darin symbolisierten
Teilwalzen 19 (Fig. 2).
Anhand der Fig. 2 bis 4 werden Einzelheiten zum Betrieb der
erfindungsgemäßen Klemm/Klebevorrichtung 4 mit angeschlos
sener Greifervorrichtung 14 erläutert. Die Gesamtkettbahn 3
wird vom Zettelbaumgestell 1 kommend an einer Umlenkwalze 18
(Fig. 1) aus der Ebene der Gesamtkettbahn heraus, vorzugs
weise nach oben, zu beispielsweise vier Teilwalzen 19 gelei
tet, wobei z. B. jede von vier Teilwalzen 19 etwa ein Viertel
der Gesamtkettbahn 3 aufnimmt und bei Normalbetrieb etwa ho
rizontal sowie im wesentlichen ohne Berührung durch die Kle
bevorrichtung 4 zu einer weiteren Gruppe von Teilwalzen 20
leitet, von denen aus die Teilkettbahnen 17 zu einer Verei
nigungswalze 21 (Fig. 1), beispielsweise am Eingang des Ab
laufkompensators 5, laufen. Für einen Zettelbaumpartiewech
sel werden erfindungsgemäß vor allem zwei Vorrichtungen,
nämlich die Klemm/Klebevorrichtung 4 und die Greifervorrich
tung 14 benötigt.
Die Klemm/Klebevorrichtung 4 besteht im gezeichneten Ausfüh
rungsbeispiel für jede Teilkettenbahn 17 aus oberhalb und
unterhalb der Teilkettenbahn 17 angeordneten Klemmbacken 22
und 23, wobei die eine Klemmbacke 22 maschinenfest und die
andere Klemmbacke 23 relativ zur Normalebene der Teilkett
bahn 17 in Pfeilrichtung beweglich, z. B. mit Hilfe eines mit
Druckluft zu beaufschlagenden Schlauchs 24, gelagert sein
soll. Auf die der jeweiligen Teilkettenbahn 17 zugewendeten
Flächen der Klemmbacken 22, 23 wird je ein Klebeband 25,
vorzugsweise mit Klebeschutzrücken, aufgelegt. Das Klebeband
25 erstreckt sich ebenso wie die Klemmbacken 22, 23 über die
ganze Breite der zu bearbeitenden Kettbahn 3 bzw. 17. Unter
halb jeder Teilkettbahn 17 befindet sich benachbart zu den
Klemmbacken 22 und 23 ein Teilstab 26, der mit einem Klemm
balken 27 zusammenarbeitet. Am Klemmbalken 27 wird vorzugs
weise ein Schneidmesser 28 angebracht. Der Teilstab 26 kann
auf einer Führung 29 vertikal verfahrbar gelagert werden.
Zum Aktivieren des Klemmbalkens 27 kann Druckluft eingesetzt
werden.
Die Greifervorrichtung 14 besitzt für jede Etage der Klemm/-
Klebevorrichtung 4 eine sich über die Bahnbreite erstrecken
de Fadenkluppe 30, in die zur Vorbereitung des Partiewech
sels je eine Teilkettbahn 15 (Fig. 1) des für den Wechsel
vorgesehenen zweiten Zettelbaumgestells 11 während des Abar
beitens des ersten Zettelbaumgestells 1 eingelegt wird. Die
Fadenkluppe 30 besteht beispielsweise aus zwei sich über die
ganze Breite der Kettbahn 13 erstreckenden Klemmleisten 31,
32, die an beiden Enden an je einem Träger 33 befestigt
sind. Mit Hilfe dieser seitlich der Bahn angeordneten Träger
33 können die Klemmleisten 31, 32 in den Bereich der Klemm
/Klebevorrichtung 4 geschoben werden. Zum Klemmen oder Lösen
der jeweilig von der Fadenkluppe 30 gehaltenen Teilkettbahn
15 werden an den Trägern 33 Mittel, z. B. in einem den ein
zelnen Träger 33 bildenden Rohr geführte Stangen, vorgese
hen, die eine gegenseitige Verschiebung der Klemmleisten 31,
32 auf einen entsprechenden Befehl zulassen. Auch hierfür
können ebenso wie für die Bewegung der Träger 33 selbst
Pneumatikantriebe vorgesehen werden.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Bei Normalbetrieb werden die Klemm/Klebemittel so weit von
der Ebene der jeweiligen Kettbahn bzw. Teilkettbahn entfernt
gehalten, daß eine Berührung ausgeschlossen ist. Die Teil
kettbahnen 17 laufen jedoch ständig von der Umlenkwalze 18
über die Teilwalzen 19 und 20 zur Vereinigungswalze 21.
Wenn die im gerade ablaufenden Zettelbaumgestell 1 enthalte
ne Zettelpartie ausläuft, werden alle Zettelbäume 2 ge
stoppt. Die sich an die Klemm/Klebevorrichtung 4 anschlie
ßenden Teile der Anlage werden jedoch unverändert weiterbe
trieben, dabei wird der Ablaufkompensator 5 allmählich ent
leert. Beim oder zugleich mit dem Anhalten der Zettelbäume 2
werden die Teilstäbe 26, z. B. mit Hilfe von in der Führung
29 gelagerten Schlitten 34, in der in Fig. 3 dargestellten
Weise derart nach oben in Pfeilrichtung bewegt, daß die je
weilige Teilkettbahn 17 durch Bewegung des zugehörigen
Klemmbalkens 27 (in Pfeilrichtung) zwischen diesem und dem
benachbarten Gehäuseteil 35 der angrenzenden festen Klemm
backe 22 zu fixieren ist. Wie der Vergleich von Fig. 2 und 3
zeigt, erfolgt in diesem Zusammenhang z. B. eine vertikale
Bewegung (Pfeil) des Teilstabs 26 um eine Teilung.
Nach dem Fixieren der Teilkettbahn 17 wird das unterhalb des
jeweiligen Klemmbalkens 27 positionierte Schneidmesser 28
aktiviert. Mit Hilfe dieses Messers wird die Teilkettbahn 17
nahe der Klemmung, vorzugsweise noch oberhalb der Ebene der
festen Klemmbacke 22, abgetrennt.
Sofort nach Abschneiden der (alten) Kettbahn 3 wird das bis
dahin abgearbeitete Zettelbaumgestell 1 zur Seite gefahren
und durch das zum Austausch bereitgestellte zweite Zettel
baumgestell 11 ersetzt. Die von letzterem gelieferte Gesamt
kettbahn 13 war bereits in einzelnen Teilkettbahnen 15 mit
den Greifern 16 der Greifervorrichtung 14 verbunden. Nach
dem Positionieren des zweiten Zettelbaumgestells 11 werden
daher sofort nach Fig. 4 die Fadenkluppen 30 mit den dort
gehaltenen neuen Teilkettbahnen 15 durch die Klemm/Klebevor
richtung 4 (in Pfeilrichtung) nach vorn geschoben. Vorzugs
weise werden dann die beweglichen Klemmbacken 23 mit Hilfe
der druckluftbetätigten Schläuche 24 nach oben bewegt
(Pfeil), so daß die beiden daran vorbereiteten Klebebänder
25 die alte und die neue Teilkettbahn 17 bzw. 15 zwischen
sich einschließen und miteinander verbinden.
Nach Entspannen der Schläuche 24 senken sich die beweglichen
Klemmbacken 23 wieder ab. Die Klemmleisten 31, 32 der Faden
kluppen 30 werden geöffnet und letztere werden dann in die
Reserveposition nach Fig. 2 zurückgefahren. Die neue Zettel
partie ist angeklebt und kann abgearbeitet werden.
Bezugszeichenliste
1 = Zettelbaumgestell
2 = Zettelbaum
3 = Gesamtkettbahn
4 = Klemm/Klebevorrichtung
5 = Ablaufkompensator
6 = Schlichtanlage
7 = Vortrockner
8 = Trockner
9 = Kompensator
10 = Kettbahn
11 = zweites Zettelbaumgestell
12 = Zettelbaum (11)
13 = Gesamtkettbahn (11)
14 = Greifervorrichtung
15 = Teilkettbahn (13)
16 = Greifer
17 = Teilkettbahn (3)
18 = Umlenkwalze
19 = Teilwalze
20 = Teilwalze
21 = Vereinigungswalze
22 = feste Klemmbacke
23 = bewegliche Klemmbacke
24 = Schlauch
25 = Klebeband
26 = Teilstab
27 = Klemmbalken
28 = Schneidmesser
29 = Führung
30 = Fadenkluppe
31 = Klemmleiste (30)
32 = Klemmleiste (30)
33 = Träger
34 = Schlitten
35 = Gehäuseteil
2 = Zettelbaum
3 = Gesamtkettbahn
4 = Klemm/Klebevorrichtung
5 = Ablaufkompensator
6 = Schlichtanlage
7 = Vortrockner
8 = Trockner
9 = Kompensator
10 = Kettbahn
11 = zweites Zettelbaumgestell
12 = Zettelbaum (11)
13 = Gesamtkettbahn (11)
14 = Greifervorrichtung
15 = Teilkettbahn (13)
16 = Greifer
17 = Teilkettbahn (3)
18 = Umlenkwalze
19 = Teilwalze
20 = Teilwalze
21 = Vereinigungswalze
22 = feste Klemmbacke
23 = bewegliche Klemmbacke
24 = Schlauch
25 = Klebeband
26 = Teilstab
27 = Klemmbalken
28 = Schneidmesser
29 = Führung
30 = Fadenkluppe
31 = Klemmleiste (30)
32 = Klemmleiste (30)
33 = Träger
34 = Schlitten
35 = Gehäuseteil
Claims (12)
1. Verfahren zum Verbinden der auslaufenden, alten Kettbahn
(3) mit der anlaufenden, neuen Kettbahn (13) beim Zettel
baum-Partiewechsel, insbesondere in einer Zettel-Schlichtan
lage,
dadurch gekennzeichnet,
daß die auslaufende, alte Kettbahn (3) flächig festgeklemmt
wird, daß der Anfang der anlaufenden, neuen Kettbahn (13)
flächig an die flächig festgelegte alte Kettbahn angelegt
wird und daß die alte und neue Kettbahn zumindest an einem
sich quer zur Kettrichtung erstreckenden Längsstreifen flä
chig zusammengeklebt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die auslaufende, alte Kettbahn (3) vor dem Klemmen in
mehrere Teilkettbahnen (17) aufgeteilt wird, daß jede aus
laufende Teilkettbahn einzeln an - gesehen in Längsrichtung
der gesamten Kettbahn - gegeneinander versetzten Bereich ge
klemmt und mit je einer neuen Teilkettbahn (15) verklebt
wird und daß nach dem Lösen der einzelnen Klemmungen die
Teilkettbahnen wieder zu einer Gesamtkettbahn vereinigt
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende der auslaufenden, alten Kettbahn (3) bzw. jeder
alten Teilkettbahn (17) nach dem Klemmen abgeschnitten wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß von beiden Seiten der flächig aufeinanderliegenden alten
und neuen Kettbahnteile mit Klebstoff beschichtete Kleb
streifen (25) gegeneinander an die Kettbahn angedrückt
werden.
5. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach
mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
von der Kettbahn zu durchlaufende Klemm/Klebemittel (4) zum
Klemmen der alten Kettbahn (3, 17) und durch Greifermittel
(14) zum Anlegen der neuen Kettbahn (13, 15) an die alte
Kettbahn.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
zwei den Klemm/Klebemitteln (4) wechselweise vorgeschaltete
Zettelbaumgestelle (1, 11) und einen den Klemm/Klebemitteln
nachgeschalteten Ablaufkompensator (5) mit einer für den
Wechsel der Zettelbaumpartie ausreichenden Speicher
kapazität.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemm/Klebemittel (4) zwei oder mehr übereinander
liegende Etagen zum gleichzeitigen Anlegen und Ankleben von
aus der Gesamtkettbahn (3) abgeteilten Kettbahnen (17)
besitzt.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei oder mehr Etagen besitzenden Klemm/Klebemittel
(4) mit entsprechend vielen übereinandergelagerten Umlenk
walzen (19, 20) zum Führen je einer Teilkettbahn (17) vor
und nach dem Durchlauf durch den Klemm/Klebebereich
ausgestattet sind.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Bereitstellen der neuen Kettbahn (13) bzw. der ent
sprechenden Teilkettbahnen (15) Greifermittel (14) vorgese
hen sind und daß jedes Greifermittel als eine die Kettbahn
flächig aufnehmende Fadenkluppe (30) ausgebildet sowie in
die Klemm/Klebemittel (4) hinein verfahrbar und antreibbar
gelagert ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Zettelbaumgestell (1, 11) ein gesondertes Greifer
mittel (14) zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Klemm/Klebemitteln (4) ein für die Zettelbaumgestel
le (1, 11) gemeinsames Greifermittel (14) zugeordnet ist.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis
11,
gekennzeichnet durch
eine den Klemm/Klebemitteln (4) zugeordnete Schneideinrich
tung (28) zum Abtrennen des Endes der alten Kettbahn (3,
17).
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