DE4114363A1 - Schaltungsanordnung zur leistungsteuerung eines mosfet mit sourceseitiger last - Google Patents
Schaltungsanordnung zur leistungsteuerung eines mosfet mit sourceseitiger lastInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur
Leistungssteuerung eines MOSFET mit sourceseitiger Last mit
Mitteln zur Impulsbreitensteuerung der Gatespannung des MOSFET,
die eine Bootstrap-Schaltung enthalten.
Eine derartige Schaltungsanordnung ist beispielsweise aus Elrad
(1989) Heft 11, S.48 bekannt. Um die Leistung einer Last, z. B.
einer Glühbirne zu regeln, eignet sich in vielen Fällen die Me
thode der Impulsbreitenmodulation. Als Leistungsschalter im Nie
derspannungsbereich werden meistens MOS-Feldeffekt-Transistoren
wegen ihres niedrigen Durchlaßwiderstandes bevorzugt. Werden
derartige Schaltungen in der Kfz-Technik angewendet, so tritt
die Schwierigkeit auf, daß die Last einseitig an Masse ange
schlossen werden muß. Der Schalter liegt dann auf Plus-Poten
tial. Da aus Kostengründen nur n-Kanal-MOSFET-Feldeffekt-Tran
sistoren eingesetzt werden, muß zur Ansteuerung am Gate eine
Spannung angelegt werden, die um die Einsatzspannung des MOSFET
größer als die Betriebsspannung sein muß.
Um dieses Problem zu lösen, haben sich zwei Verfahren bewährt.
Das erste Verfahren ist die Ladungspumpe. Bei diesem Verfahren
wird ein Kondensator über eine Diode auf die Betriebsspannung
aufgeladen und z. B. durch ein Rechtecksignal hoher Frequenz
wird dann die Spannung am Kondensator um den Amplitudenwert des
Rechtecksignals erhöht. Die so entstandene Spannung am Konden
sator kann sich nun in die Gate-Kapazität des MOSFET entladen
und diesen leitend steuern. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch
dann, wenn eine periodische Abschaltung erforderlich ist, weil
dabei das Gate immer voll entladen und nachher wieder schnell
aufgeladen werden muß. Des weiteren kann die verhältnismäßig
hohe Pumpfrequenz Anlaß für Funkstörprobleme sein.
Das zweite Verfahren ist das Bootstrap-Verfahren, bei dem ein
sogenannter Bootstrap-Kondensator Verwendung findet. Ist die
Last abgeschaltet, so wird der Bootstrap-Kondensator über eine
Diode auf die Betriebsspannung aufgeladen. Beim Einschalten des
MOSFET-Feldeffekt-Transistors verschiebt die nun an der Last an
liegende Betriebsspannung die am Bootstrap-Kondensator anliegen
de Spannung um eben diesen Wert. Für eine periodische Abschal
tung der Last, wie es ja bei der Impulsbreitenmodulation der
Fall ist, bietet die Bootstrap-Anordnung daher eine gute Lösung.
Selbst wenn die Last nur kurz abgeschaltet wird, kann sich der
Bootstrap-Kondensator wieder aufladen. Die Schaltfrequenz muß
jedoch so hoch gewählt werden, daß an der Last durch das Takten
der Betriebsspannung keine störenden Effekte auftreten, sondern
nur der Effektivwert des Stromes variierbar ist. Bei Glühlampen
sind z. B. etwa 100 Hz nötig, damit kein Flackern bemerkbar ist.
Wenn nun eine Durchsteuerung des MOSFET mit 100% gefordert ist,
das heißt, der MOSFET immer leitend geschaltet sein soll, so
ist dies mit dem Bootstrap-Verfahren nicht möglich. Hier müßte
vom Bootstrap-Verfahren auf das Verfahren der Ladungspumpe um
geschaltet werden. Dies bedeutet einen entsprechend hohen
Schaltungsaufwand.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung zur Lei
stungssteuerung eines MOSFET mit sourceseitiger Last anzugeben,
die es ermöglicht, einen MOSFET mittels Bootstrap-Schaltung bis
nahezu 100% Einschaltdauer anzusteuern.
Die Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1. Weiterbildungen sind Kennzeichen der Unteransprü
che.
Die erfindungsgemäße Schaltung ermöglicht es, nach dem Errei
chen der höchstmöglichen Einschaltdauer, die sich bei der vor
erst eingestellten Impulsfrequenz ergibt, die Impulsfrequenz
kontinuierlich immer mehr zu erniedrigen, so daß die sehr kurz
zeitige Lastabschaltung nun sehr selten vorkommt und ein fast
dauernder, also beinahe 100%iger Einschaltzustand erreicht
wird. Für die Ansteuerung einer Glühlampe wird hier die Tatsa
che ausgenutzt, daß bei so schmalen Impulsen das Abschalten der
Glühlampe optisch für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehm
bar ist, d. h. auch eine tiefere Wiederholfrequenz als 100 Hz nun
möglich ist. Weiterhin bietet die Verwendung eines MOSFET als
Leistungsschalter den Vorteil, daß die Gate-Kapazität auch bei
längeren Auffrischungspausen genügend hoch geladen bleibt.
Die Erfindung wird anhand zweier Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung zur Lei
stungssteuerung eines MOSFET mit sourceseitiger Last.
Fig. 2 zeigt den zeitlichen Verlauf der Gatespannung des MOSFET
für drei Leistungswerte.
In Fig. 1 ist der Drainanschluß des MOSFET 1 über eine Eingangs
klemme 2 mit der Betriebsspannung UB verbunden. Der Source-An
schluß des MOSFET 1 ist über eine Last 3 mit einem festen Be
zugspotential, z. B. Masse, verbunden. Weiterhin ist eine Schal
tungsanordnung 4 vorgesehen, die ein erstes Ausgangssignal er
zeugt, welches dem Gate-Anschluß des MOSFET 1 zugeführt wird.
Schließlich ist ein steuerbarer Oszillator 5 vorgesehen, dessen
Ausgangsfrequenz der Schaltungsanordnung 4 zugeführt wird und
der durch ein zweites von der Schaltungsanordnung 4 erzeugtes
Ausgangssignal gesteuert wird. Die Schaltungsanordnung 4 ent
hält sowohl eine Bootstrap-Anordnung als auch eine Schaltungs
anordnung zur Impulsbreitenmodulation. Der Schaltungsanordnung
4 wird außerdem ein Signal 6 zugeführt, das das Tastverhältnis
des ersten Ausgangssignals steuert.
Weiterhin enthält sie Mittel, die ein Signal zum Steuern des
Oszillators erzeugen.
Soll die Last abgeschaltet werden, so liegt das erste Ausgangs
signal der Schaltungsanordnung 4 unterhalb der Einsatzspannung
des MOSFET 1. Soll nun die Leistung der Last kontinuierlich er
höht werden, so erzeugt der steuerbare Oszillator eine Impuls
folge fester Frequenz, welche durch das zweite Ausgangssignal
der Schaltungsanordnung 4 bestimmt wird. Die Impulsbreite der
Impulse wird nun durch die Schaltungsanordnung 4 entsprechend
dem durch das Signal 6 eingestellten Leistungswert geregelt und
über die Bootstrap-Anordnung dem Gate-Anschluß des MOSFET 1
zugeführt. Die Breite der Ein-Impulse wird je nach gewünschter
Leistung bis zu einem für die Bootstrap-Anordnung maximalen
Wert durch die Schaltungsanordnung 4 eingestellt. Für eine mitt
lere Leistung ist der zeitliche Verlauf der Gatespannung in Fig.
2 mit A und bei gleicher Impulsfrequenz der maximale für die
Bootstrap-Anordnung mögliche Gatespannungsverlauf mit B bezeich
net. Soll weiterhin der Leistungsverbrauch der Last 3 erhöht
werden, so erzeugt die Schaltungsanordnung 4 nun ein Steuersi
gnal, das die Frequenz des steuerbaren Oszillators 5 erniedrigt.
Auf diese Weise kann eine nahezu 100%ige Impulsbreitenmodulation
erzeugt werden. Der für diesen Fall entsprechende Gatespannungs
verlauf ist in Fig. 2 mit C bezeichnet. Je nach Anwendungsfall
könnte die Impulsfrequenz des Oszillators aber auch mit Zunahme
der Impulsbreite erniedrigt werden. Dies hängt vor allem von
der Art des Verbrauchers und der Anwendung ab. Hat die Last 3
eine nichtlineare Leistungskennlinie, so kann z. B. durch ent
sprechende Steuerung der Impulsfrequenz des Oszillators 5 eine
Linearisierung der Leistungskennlinie erfolgen.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zur Leistungssteuerung eines MOSFET (1)
mit sourceseitiger Last (3) mit
- a) Mitteln (4) zur Impulsbreitensteuerung der Gatespannung des MOSFET (1), die eine Bootstrap-Schaltung enthalten,
dadurch gekennzeichnet, daß
- b) ein in seiner Frequenz einstellbarer Oszillator (5) zur Er zeugung einer Impulsfolge vorgesehen ist, der ein Ausgangs signal erzeugt,
- c) das Ausgangssignal des steuerbaren Oszillators (5) dem Mittel (4) zur Impulsbreitensteuerung zugeführt wird,
- d) Mittel vorgesehen sind, die die Impulsfrequenz des steuerba ren Oszillators (5) in Abhängigkeit von der Impulsbreite steuern.
2. Schaltungsanordnung zur Leistungssteuerung eines MOSFET (1)
mit sourceseitiger Last (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Impulsfrequenz mit Zunahme der Impulsbreite erniedrigt
wird.
3. Schaltungsanordnung zur Leistungssteuerung eines MOSFET mit
sourceseitiger Last (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Impulsfrequenz mit Zunahme der Impulsbreite bis zu einer
vorgegebenen Impulsbreite konstant bleibt und nach Erreichen
der vorgegebenen Impulsbreite bei konstanter Impulsbreite
verringert wird.
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Non-Patent Citations (4)
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| "Variable frequenmcy-duty cycle slow start control for switched-mode power supplies" * |
| B. ROEHR: "VMOS transistors interface ICs to high power loads" * |
| COMPUTER DESIGN, Bd. 20, Nr. 11, November 1981, S. 233-240 * |
| IBM TECHNICAL DISCLOSURE BULLETIN, Bd. 31, Nr. 10, März 1989, S. 252-254, Armonk, New York, US * |
Also Published As
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