DE4113388C2 - Stromregelventil mit einstellbarer, einem Regelkolben nachgeschalteten Drossel - Google Patents
Stromregelventil mit einstellbarer, einem Regelkolben nachgeschalteten DrosselInfo
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- DE4113388C2 DE4113388C2 DE19914113388 DE4113388A DE4113388C2 DE 4113388 C2 DE4113388 C2 DE 4113388C2 DE 19914113388 DE19914113388 DE 19914113388 DE 4113388 A DE4113388 A DE 4113388A DE 4113388 C2 DE4113388 C2 DE 4113388C2
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Stromregelventil mit
einstellbarer, einem Regelkolben nachgeschalteten Dros
sel, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Mit nachgeschalteter Drosselblende versehene Stromregelventile, die als 2-Wege- oder 3-
Wege-Stromregelventile ausgebildet sein können, sind aus der DE-AS 13 03 132 und der US 3556135 bekannt und werden
dazu eingesetzt, den eingestellten Ölstrom auch bei
Druckschwankungen konstant zu halten, um auf diese
weise trotz unterschiedlicher Belastungen am Verbrau
cher dessen Arbeitsgeschwindigkeit konstant zu halten.
Durch die Einstellbarkeit der dem Regelkolben nachge
schalteten Drossel ist das Einsatzgebiet dieser Strom
regelventile erweiterbar. Durch Verstellung der Drossel
ändert sich das Druckgefälle an der Drosselstelle, wo
durch der Durchfluß auf einen anderen, konstanten Wert
eingestellt wird.
Es ist bekannt, derartige Stromregelventile über einen
Drehknopf (DE-AS 13 03 132) oder über einen Rollenhebel zu verstellen. Beide
Betätigungen eignen sich nur bedingt dafür, das Strom
regelventil in einem Regelkreis zu betreiben. Bei der
Betätigung über Rollenhebel kommt das Problem hinzu,
daß sich die Stellkraft mit dem Verstellweg ändert, so
daß zur genauen Einstellung des Stromregelventils eine
Wegmessung und eine geeignete Rückführung vorgesehen
sein müssen.
Aus der DE-OS-23 26 749 ist es bekannt, zur Betätigung ei
nes Wegeventils mit einem Drehschieber einen elektromagne
tischen Drehantrieb zu verwenden. Bei derartigen Lösungen
ist es allerdings erforderlich, zur Feststellung der Ist-
Drehposition des Drehschiebers entsprechende Erfassungsele
mente vorzusehen und diese in einem geschlossenen Regel
kreis zu verschalten.
In der Druckschrift DE-GM 66 08 448 ist ein Stromregelven
til offenbart, bei dem zur Veränderung des Durchflusses ein
Steuerkolben über einen Schrittmotor ansteuerbar ist, so
daß ein mit dem Steuerkolben in Wirkverbindung stehender
Drehkolben um seine Längsachse verdreht und somit auch die
Drehposition eines Flachschiebers verstellbar ist, der mit
dem Drehkolben verbunden ist und über den ein Durch
flußquerschnitt einstellbar ist. Eine direkte Ansteuerung
des Flachschiebers über den Schrittmotor erfolgt bei dieser
Konstruktion nicht.
Die DE-AS 11 06 573 zeigt eine Absperreinrichtung mit einem
Ventilkörper, dessen Öffnungs- bzw. Schließstellung über
einen Elektromotor einstellbar ist, dem eine elektromagne
tisch wirkende Bremseinrichtung zugeordnet ist, um den Ven
tilkörper bei eingeschalteter Bremseinrichtung in einer
vorbestimmten Öffnungsstellung zu halten. Diese wirkt je
doch nur im angesteuerten Zustand, so daß beispielsweise
bei einem Stromausfall der Ventilkörper nicht in der vorbe
stimmten Einstellposition verbleibt.
Die vorbeschriebenen Ventileinrichtungen mit elektromotori
schem Antrieb haben des weiteren noch den Nachteil gemein
sam, daß verursacht durch Spiel in der Lagerung der Stell
glieder und der Antriebseinrichtung die Positioniergenauig
keit des Verstellantriebs unzureichend ist.
Aus der nachveröffentlichten DE-OS 40 11 593 ist ein ein
stellbares Druckventil bekannt, bei dem in einem Ventilge
häuse ein Ventilkörper aufgenommen ist, der über eine Ven
tilfeder vorgespannt ist, deren Federvorspannung über einen
mit einem Schrittmotor in Wirkverbindung stehenden Ventil
teller veränderbar ist. Die jeweilige Federtellerposition
kann über eine elektromagnetische Haltebremse festgelegt
werden. Dieses Druckventil weist keine Drosselblende auf,
die drehbar in einer Steuerbuchse aufgenommen ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Stromregelventil zu schaffen, bei dem die Verstellgenauig
keit mit geringem schaltungstechnischem Aufwand im Bereich
der Ansteuerung angehoben werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Stromregelventil mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Ansteuerung der Drossel
blende ist nicht nur eine sehr schnelle, sondern auch
eine sehr exakte Verstellung der Ventilcharakteristik
erzielbar, wobei sich durch die Kombination des
Schrittmotors mit elektromagnetischer Haltebremse der
besondere Vorteil ergibt, daß der Schrittmotor keinen
Betrieb im geschlossenen Regelkreis erfordert. Eine
hohe und reproduzierbare Stellgenauigkeit ist bereits
dann gegeben, wenn der Schrittantrieb als offene Steue
rung ausgebildet wird, wobei vorzugsweise Weg-, Ge
schwindigkeits- und/oder Richtungssignale vorgegeben
werden. Durch die sehr gute Leistungscharakteristik von
Schrittmotoren kann der für den Antrieb der Drossel
blende benötigte Bauraum verhältnismäßig klein gehalten
werden, da dem Motor nachgeschaltete Untersetzungsge
triebe entfallen können. Der Bauraum wird zusätzlich
dadurch minimiert, daß Sensoren für einen Stellungs-Re
gelkreis der Drosselblende entfallen. Die für die Ver
stellung der Drosselblende erforderlichen Nennmomente
des Schrittmotors bewegen sich in einem Bereich, in dem
ein großes Spektrum von möglichen Schrittfrequenzen
vorliegt. Es ist dementsprechend der zusätzliche Vor
teil erzielbar, daß die Verstellung der Charakteristik
des Stromregelventils mit sehr einfachen Maßnahmen an
den jeweiligen Hydraulikkreis angepaßt werden kann.
Die Auflösung der Regelven
til-Verstellung kann dabei zum einen durch Wahl der
Schrittfrequenz und zum anderen durch die Geometrie der
Blende selbst in weiten Grenzen beeinflußt werden, so
daß das erfindungsgemäße Stromregelventil für unter
schiedlichste Anwendungsgebiete, wie z. B. unterschied
liche Leistungsbereiche eingesetzt werden kann, ohne am
Grundaufbau des Ventils etwas ändern zu müssen.
Die Kombination von Schrittmotor und elektromagne
tischer Haltebremse erweist sich als besonders vorteilhaft, da die
Haltebremse es ermöglicht, bei Stromausfall (Störfall)
die Charakteristik des Stromregelventils beizubehalten.
Dabei führt die Haltebremse auch zu einer Energieein
sparung, da der Schrittmotor nach Einstellung des ge
wünschten Drosselwertes abgeschaltet werden kann.
Wenn die Kraft des Schrittmotors über eine Mitnehmer
buchse, eine Stellwelle und eine Kupplung, vorzugsweise eine Klauenkupplung auf die
Drosselblende übertragen wird, können herkömmliche
Schrittmotoren ohne weitgreifende Umkonstruktionen am
Ventilgehäuse angebracht werden. Über die Mitnehmer
buchse bzw. die Stellwelle erfolgt dann jeweils die An
passung an die betreffende Ventilkonstruktion. Die erfindungsgemäße
Ausgestaltung schafft dementspre
chend die Voraussetzungen für einen modularen Aufbau
des Stromregelventils, der sich positiv auf den Her
stellungsaufwand dieses Ventils auswirkt. Von zusätzli
chem Vorteil ist dabei, daß über
die Mitnehmerbuchse gleichzeitig montagetechnisch be
dingte Fluchtungsabweichungen der Achsen des Schrittmo
tors einerseits und der Drosselblende andererseits kom
pensiert werden können.
Der von der Mitnehmerbuchse in axialer Richtung bean
spruchte Bauraum wird erfindungsgemäß
dazu genutzt, die
Welle des Schrittmotors von Axialkräften zu entlasten,
die ansonsten vom Stromregelventil über die Drossel
blende und die Stellwelle eingeleitet würden. Die
Bewegungsübertragung vom Schrittmotor zu Drosselblende
kann dadurch weitgehend frei von Störkräften gehalten
werden, wodurch die Hysterese des Verstellantriebs gün
stig beeinflußt wird. Die elektrischen Steuerimpulse
können auf diese Art und Weise direkt den Winkelschrit
ten zugeordnet werden, so daß der Schrittantrieb als
offene Steuerung ausgeführt werden kann. Durch die Ein
leitung der druckbedingten Axialkräfte über den Radialflansch
der Mitnehmerbuchse in ein Axiallager wird dar
über hinaus die Folgegenauigkeit des Schrittmotors zu
sätzlich angehoben.
Eine besonders reibungsarme Lagerung des Antriebs für
die Drosselblende bei Bereitstellung höchster Einstell
genauigkeit ergibt sich dann, wenn zu beiden Seiten des
Radialflansches jeweils ein Axiallager, vorzugsweise in
Form eines Axial-Wälzlagers vorgesehen wird.
Mit der Weiterbildung des Patentanspruchs 10 ergibt
sich eine spielfreie Positionierung der Stellwelle in
axialer Richtung, mit der toleranzbedingte Maßabwei
chungen der einzelnen Komponenten kompensiert werden
können.
Der erfindungsgemäße Aufbau des Stromregelventils er
laubt es, durch einfache konstruktionstechnische Maß
nahmen einen Drehanschlag für die Verstellbewegung der
Drosselblende bereitzustellen. Dieser Drehanschlag kann
in vorteilhafter Weise dazu genutzt werden, für den
Schrittmotor einen Referenzpunkt bereitzustellen, so
daß ein Abgleich mit dem Hydraulik-Steuerkreis möglich
wird.
Besonders raumsparend läßt sich der Drehanschlag dann
integrieren, wenn die Gehäuse für das Ventil, für die
Zwischenwelle und für den Motor modular hintereinander
geschaltet werden, wobei der Drehanschlag im Bereich
der Zentrierungen zwischen dem Ventilgehäuse und dem
angrenzenden Gehäusemodul vorgesehen wird, was Gegen
stand der Patentansprüche 5 bis 7 ist. Durch Austausch
bzw. durch Versetzen der Anschläge in Umfangsrichtung
kann auf den Verstellbereich des Stromregelventils ge
zielt Einfluß genommen werden, was vorzugsweise in Ver
bindung mit einem Austausch des Gehäusemoduls ge
schieht, der die Brücke zwischen dem Schrittmotor und
dem eigentlichen Ventilgehäuse bildet.
Wenn eine Steuerschaltung vorgesehen wird, mit der beim
Start des Schrittmotors eine synchrone Lüftung des
Schrittmotors einerseits und der elektromagnetischen
Haltebremse andererseits erfolgt, kann die Stellgenau
igkeit bei Minimierung der Leistungsverluste auf einem
sehr hohen Niveau gehalten werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand
der übrigen Unteransprüche.
Nachstehend wird anhand schematischer Zeichnungen ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein einstellbares
Stromregelventil längs der Achse der
verstellbaren Drossel; und
Fig. 2 ein Prinzip-Schaltbild eines ein
stellbaren 2-Wege-Stromregelventils,
das mit einer verstellbaren Drossel
blende gemäß Fig. 1 ausgestattet
sein kann.
Zur Erläuterung der Erfindung soll zunächst auf die
Fig. 2 Bezug genommen werden, mit der das Funktions
schema eines einstellbaren 2-Wege-Stromregelventils
kurz erläutert werden soll. Das Stromregelventil ist
mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet und besteht im we
sentlichen aus zwei Komponenten, nämlich einem gewöhn
licherweise als Druckwaage bezeichneten Regelkolben 4
und einer diesem nachgeschalteten einstellbaren Drossel
6. Die Durchflußrichtung des Stromregelventils ist von
A nach B, so daß sich vor dem Ventil der Systemdruck P1
aufbaut. Um den Druckabfall P2-P3 an der einstellba
ren Drossel 6 gleich zu halten, wird der Druck P3
stromab der einstellbaren Drossel 6 über eine erste
Steuerleitung 8 auf eine erste Stellfläche A3 des Re
gelkolbens 4 und der Druck P2 stromauf der einstellba
ren Drossel 6 über eine zweite Steuerleitung 10 auf
eine zweite Stellfläche A2 des Regelkolbens 4 gegeben.
Eine Regelkolbenfeder, die auf die erste Stellfläche A3
einwirkt, ist mit 12 bezeichnet. In der Regelposition
bei durchströmtem Ventil befindet sich der Regelkolben
4 kräftemäßig im Gleichgewicht, wobei der Druckabfall
P3-P2 bestimmt wird durch den Quotienten aus der
Kraft- der Regelfeder 12 und der Größe der ersten bzw.
zweiten Stellfläche A2 bzw. A3. Aufgrund dessen, daß
nur geringe Federwege auftreten, kann dieser Quotient
als konstant angenommen werden, so daß auch der
Druckabfall über der einstellbaren Drossel 6 konstant
bleibt, auch wenn sich der Druck P3 am Verbraucher än
dert.
Die Einstellbarkeit der Drossel 6 erlaubt es, das
Stromregelventil an die Bedürfnisse des betreffenden
Verbrauchers bzw. des jeweiligen Hydraulikkreises anzu
passen, was beispielsweise dann von Vorteil ist, wenn
unterschiedliche Verbraucher über ein Mehrwegeventil
versorgt werden müssen. Zu diesem Zweck ist das erfin
dungsgemäße Stromregelventil mit einem besonderen An
trieb für die Drosselblende ausgestattet, der nachste
hend unter Bezug auf die Fig. 1 näher erläutert werden
soll.
Der Schnitt gemäß Fig. 1 ist senkrecht zu einer Achse
202 des allgemein mit 200 bezeichneten einstellbaren
Stromregelventils geführt. Mit 400 ist der Regelkolben
bezeichnet und mit der Bezugsnummer 600 allgemein die
dem Regelkolben 400 nachgeschaltete einstellbare Dros
sel mit dem Durchfluß vom Ventilraum 206 zum Anschluß
208.
Aus der Darstellung geht hervor, daß die Achse 602 der
einstellbaren Drossel 600 senkrecht auf
der die Achse 202 enthaltenden Mittelebene 210 des Re
gelventilgehäuses 204 steht. Der Aufbau der einstellba
ren Drossel und der zugehörige Antrieb ist folgenderma
ßen ausgeführt:
In einer mit 604 bezeichneten Bohrung ist eine Steuer
buchse 606 aufgenommen, die Steuerdurchbrüche 608 und
610 aufweist. Die Steuerbuchse 606 wird mittels eines
Paßstiftes 612 positioniert, der von der gemäß Fig. 1
linken Seite in eine entsprechende Paßausnehmung der
Bohrung 604 einsetzbar ist. In ein Innengewinde 614 der
Steuerbuchse 606 ist eine Einstellmutter 616 ge
schraubt, die sich an einer Verschlußplatte 618 ab
stützt, die mit dem Ventilgehäuse 204 verschraubt ist.
Zur Einstellung der Blende wirkt der Steuerdurchbruch
610 mit einer Drosselblende 620 zusammen, die im we
sentlichen die Form eines schräg abgeschnittenen
Hohlzylinders hat, der mit Passung in der Innenbohrung 621
der Steuerbuchse 606 aufgenommen ist. Die schräg
abgeschnittene Stirnseite der Drosselblende 620 bildet
dementsprechend eine Steuerkante zur Einstellung des
Druckabfalls an der einstellbaren Drossel 600.
Auf der der Steuerkante abgewandten Seite der Drossel
blende 620 ist eine zentrische Klauenkupplung 622 aus
gebildet, die für den Drehantrieb der Drosselblende 620
dient. Die Klauenkupplung 622 wird gegen den mit 624
bezeichneten Drosselraum durch ein Ventilelement 626
abgeschirmt, das durch die Kraft einer Feder 628, die
sich an einem Bund 630 eines Zentrierstifts 632 ab
stützt, gegen eine Innenschulter 634 der Drosselblende
620 gedrückt wird. Auf diese Weise wird ein Ventilsitz
mit axialer Spielfreiheit ausgebildet.
Mit ihrer der Steuerkante abgewandten Stirnseite stützt
sich die Drosselblende 620 an einer Paßscheibe 636 ab,
deren Material vorzugsweise derart gewählt wird, daß
möglichst geringe Reibungskräfte zwischen Paßscheibe 636
und Drosselblende 620 auftreten.
Der Antrieb der Drosselblende 620 erfolgt über einen
Schrittmotor 640 mit elektromagnetischer Haltebremse
642, dessen Achse 644 mit der Achse 602 der einstellba
ren Drossel 600 zusammenfällt.
Der Schrittmotor 640 ist unter Zuhilfenahme eines Zen
trierfortsatzes 646 an einen als Zwischengehäuse die
nenden Gehäusemodul 648 angeflanscht, der seinerseits
mit dem Ventilgehäuse 204 fest verschraubt ist. Zu die
sem Zweck weist der Gehäusemodul 648 eine Zentrieraus
nehmung 650 und das Ventilgehäuse 204 einen korrespon
dierenden Zentrierfortsatz 212 auf, wobei zwischen die
sen beiden Komponenten ein Dichtungsring 638 angeordnet
ist.
Im Gehäusemodul 648 erfolgt zum einen die Drehan
triebskopplung zwischen einer Abtriebswelle 652 des
Schrittmotors 640 mit einer Stellwelle 654 und zum an
deren eine reibungsarme Axial-Abstützung der Stellwelle
654, um den Schrittmotor mit integrierter elektromagne
tischer Haltebremse vor druckkraftbedingten Axialbela
stungen abzuschirmen.
Die Stellwelle 654 steht mit nicht näher bezeichneten
Klauenfortsätzen in Eingriff mit der Klauenkupplung 622
und sie ist unter Zuhilfenahme von Dichtungen 656
abgedichtet aus dem Ventilgehäuse 204 herausgeführt.
Außerhalb des Ventilgehäuses 204 geht die Zwischenwelle
654 über eine Schulter in einen Bund 658 über, der sich
an einer Mitnehmerbuchse 660 abstützt.
Die Mitnehmerbuchse 660 übergreift die einander zuge
wandten Enden der Zwischenwelle 654 einerseits und der
Abtriebswelle 652 andererseits und ist mit diesen je
weiligen Enden verstiftet, um eine dreh- und axialfeste
Verbindung zwischen diesen Wellen bereitzustellen.
Um die vom Ventil über die Stellwelle 654 eingeleiteten
axialen Kräfte vom Schrittmotor 640 mit integrierter
elektromagnetischer Haltebremse abzuhalten und um auf
diese Weise die Folgegenauigkeit des Schrittmotors mög
lichst hoch zu halten, ist im Gehäusemodul 648 zusätz
lich eine Axiallageranordnung vorgesehen, die nachste
hend näher beschrieben werden soll:
Die Mitnehmerbuchse 660 weist auf der dem Bund 658 ab
gewandten Seite einen Radialflansch 662 auf, der zu
beiden Seiten mit Axial-Kugellagern 664, 666 zusammen
wirkt. Über die Kugellager 664, 666 wird der Radial
flansch 662 reibungsarm axial positioniert, indem eine
durch ein Federpaket 668 beaufschlagte Druckscheibe 670
das Lager 666 gegen den Radialflansch 662 und dieser
über das Lager 664 eine weitere Druckscheibe 672 gegen
das Motorgehäuse 674 spannt. Das Federpaket 668 stützt
sich an einem Ringblock 676 ab, der am Grund der die
Axiallagerung aufnehmenden Bohrung 678 anliegt. Mit 680
ist eine Dichtungspackung bezeichnet.
Die Einstellung des Druckregelventils 200 auf einen er
forderlichen Strömungsmittel-Durchflußwert erfolgt
durch die Ansteuerung des Schrittmotors mit elektroma
gnetischer Haltebremse unter Zuhilfenahme einer ange
paßten elektronischen Schaltung, die bewirkt, daß die
Motor-Abtriebswelle 652 proportional zu den betreffen
den Eingangssignalen in Form von Weg-, Geschwindig
keits- und/oder Richtungssignalen verdreht wird. Diese
Drehbewegung wird auf die Zwischenwelle und über die
Klauenkupplung 622 auf die Drosselblende 620 übertra
gen, wodurch der Durchflußquerschnitt entsprechend va
riiert wird. Bei Motorstart wird synchron die elektro
magnetische Kupplung 642 mit dem Motor gelüftet, so daß
möglichst geringe Leistungsverluste auftreten. Bedingt
durch die erfindungsgemäße Axiallagerung wird die Mo
tor-Abtriebswelle 652 des Schrittmotors 640 selbst bei
hohen Drücken im Drosselraum 624 nicht spürbar bela
stet, so daß der Schrittmotor eine hohe Folgegenauig
keit erhält. Die Kugellager 664, 666 sorgen für eine
sehr reibungsarme Drehkraftübertragung, wodurch der
Schrittantrieb eine sehr kleine Hysterese erhält, die
zu einer direkten Zuordnung zwischen den elektrischen
Steuerimpulsen und den gewünschten Winkelschritten
führt.
Nach Abschluß der Stellbewegung wird der Motor automa
tisch abgeschaltet, und die elektromagnetische Halte
bremse tritt in Funktion, wobei eine weitere Stromver
sorgung des Antriebs nicht mehr erforderlich ist.
Das vorstehend beschriebene einstellbare Stromregelven
til ist darüber hinaus mit einer Drehwinkelbegrenzung
ausgestattet, die dafür sorgt, daß bestimmte Grenzwerte
der Drosseleinstellung nicht über- bzw. unterschritten
werden. Diese Drehwinkelbegrenzung wird nachfolgend nä
her erläutert:
Zwischen der Stirnfläche 214 des Zentrieransatzes 212
des Regelventilgehäuses 204 und der Bodenfläche 682 der
Zentrierausnehmung 650 des Gehäusemoduls 648 ist ein
Freiraum 684 ausgebildet, der von einem Anschlagstift
686 überbrückt wird. Der Anschlagstift wirkt mit einem
Radialstift 690 zusammen, der in einer Radialbohrung
des Bundes 658 der Zwischenwelle 654 fest aufgenommen
ist.
Bei Erreichen der erwünschten Grenz-Drehwinkelstellung
schlägt der Radialstift 690 gegen den Anschlagstift
686, wodurch auch die Drehbewegung der Drosselblende
620 gestoppt wird.
Claims (12)
1. Stromregelventil mit einstellbarer, einem Regelkolben
nachgeschalteter Drossel, die eine Drosselblende auf
weist, welche drehbar in einer Steuerbuchse aufgenommen
ist und die mittels einer Betätigungseinrichtung an
steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Betäti
gungseinrichtung ein Schrittmotor (640) mit elektroma
gnetischer Haltebremse (642) ist, der derart an das Ge
häuse (204) des Stromregelventils (200) angeflanscht
ist, daß die Abtriebswelle (652) des Schrittmotors
(640, 642) mit der Achse (602) der Drosselblende (620)
fluchtet, wobei die Abtriebswelle (652) des Schrittmo
tors (640, 642) mittels einer Mitnehmerbuchse (660)
drehfest mit einer Stellwelle (654) verbunden ist, die
mit ihrem von der Abtriebswelle (652) abgewandten Ende
in eine Kupplung, vorzugsweise eine Klauenkupplung
(622) der Drosselblende (620) eingreift und die einen
Radialflansch (662) hat, über den auf die Stellwelle
(654) einwirkende Axialkräfte in ein Axiallager (664,
666) einleitbar sind.
2. Stromregelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Drosselblende (620) ein Drehanschlag (686,
690) zur Begrenzung des Verdrehwinkels zugeordnet ist.
3. Stromregelventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß zu beiden Seiten des Radialflansches
(662) jeweils ein Axiallager (664, 666) vorgesehen ist.
4. Stromregelventil nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerbuchse
(660) in einem zwischen Motorgehäuse (674) und Ventil
gehäuse (204) zwischengeflanschten Gehäusemodul (648)
aufgenommen ist.
5. Stromregelventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der zwischengeflanschte Gehäusemodul (648) ei
ne Zentrierausnehmung (650) für die Ankopplung an einen
Zentriervorsprung (212) am Ventilgehäuse (204) hat, und
daß im angeflanschten Zustand des Gehäusemoduls (648)
zwischen den Stirnseiten (214, 682) der Zentrierausneh
mung (650) einerseits und des Zentriervorsprungs (212)
andererseits ein Raum (648) gebildet wird, in dem sich
ein mit der Stellwelle (654) gekoppelter Anschlag (690)
relativ zu einem gehäusefesten Anschlag (686) bewegen
kann.
6. Stromregelventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß der mit der Stellwelle (654) gekoppelte An
schlag von einem Radialstift (690) gebildet ist.
7. Stromregelventil nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der gehäusefeste Anschlag (686) von
einem Axialstift (686) gebildet ist, der den Raum (684)
überbrückt.
8. Stromregelventil nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerbuchse
(660) die Abtriebswelle (652) des Schrittmotors (640,
642) und die Stellwelle (654) dreh- und verschiebefest
koppelt.
9. Stromregelventil nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Axiallager von Ku
gellagern (664, 666) gebildet sind, die sich an Druck
scheiben (670, 672) abstützen.
10. Stromregelventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Kugellager (664, 666) mittels der dem
Schrittmotor (640, 642) abgewandten Druckscheibe (670)
federnd gegen das Gehäuse (674) des Schrittmotors (640,
642) gespannt sind.
11. Stromregelventil nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schrittmotor (640,
642) eine Elektronik-Schaltung zugeordnet ist, mit der
die Bewegung des Schrittmotors (640, 642) in Abhängig
keit von elektrischen Eingangssignalen nach Richtung,
Weg und Geschwindigkeit steuerbar ist.
12. Stromregelventil nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, gekennzeichnet durch eine Steuerschaltung) mit der
beim Start des Schrittmotors (640, 642) eine synchrone
Lüftung des Schrittmotors (640) und der elektromagneti
schen Haltebremse (642) erfolgt.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19914113388 DE4113388C2 (de) | 1991-04-24 | 1991-04-24 | Stromregelventil mit einstellbarer, einem Regelkolben nachgeschalteten Drossel |
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