DE4112681C2 - Verteilerkasten - Google Patents
VerteilerkastenInfo
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Classifications
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- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B6/00—Light guides; Structural details of arrangements comprising light guides and other optical elements, e.g. couplings
- G02B6/44—Mechanical structures for providing tensile strength and external protection for fibres, e.g. optical transmission cables
- G02B6/4439—Auxiliary devices
- G02B6/444—Systems or boxes with surplus lengths
- G02B6/4441—Boxes
- G02B6/4446—Cable boxes, e.g. splicing boxes with two or more multi fibre cables
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- Mechanical Coupling Of Light Guides (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verteilerkasten für
Lichtwellenleiter, bei dem eine Vielzahl von Lichtwellenleiter
über Eingänge in das Innere des Verteilerkastens geführt und
über Ausgänge aus diesem herausgeführt sind.
Die Übertragung von Daten erfolgt heutzutage zunehmend über
sogenannte Lichtwellenleiter. Wie in der US-A-4 911 662
beschrieben ist, sind hierzu Verteilerkästen in Schrankform
entwickelt worden, bei denen auf der Eingangsseite über eine
Vielzahl von Eingängen eine entsprechende Anzahl von
Lichtwellenleiter in den Innenraum eingeführt und auf diese
Weise gesammelt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite des
Verteilerkastens münden die Lichtwellenleiter in Kupplungen, in
die von außen Lichtwellenleiterabschnitte, die entsprechend
passende Kupplungen aufweisen, eingesteckt werden können. Die
anderen Enden der Lichtwellenleiterabschnitte können dann über
Kupplungen mit einem Gerät zur Verarbeitung der optischen
Signale verbunden werden. Solche Verteilerkästen sind sehr
kostenaufwendig, und zwar insbesondere wegen der Kupplungen an
den Ausgängen. Diese Kupplungen verursachen wegen ihrer
Vielzahl einen beträchtlichen Anteil der Kosten.
Die DE 38 41 607 A1 und die DE 40 10 935 A1 zeigen Kassetten
zur Aufnahme von Lichtwellenleitern im Spleißstellenbereich,
d. h. in einem Bereich, in dem zwei aus Lichtwellenleitern
bestehende Bändchen miteinander verbunden werden. Dazu werden
die Bändchen in die einzelnen Lichtwellenleiter aufgeteilt,
jeweils zusammengehörende Lichtwellenleiter miteinander
verbunden und die verbleibenden Überlängen der Bändchen in eine
Kassette aufgezogen, bis die miteinander verbundenen Bändchen
straff sitzen. Für den Anschluß einzelner Lichtwellenleiter
an Verarbeitungsgeräte und damit als Verteilerkasten sind diese
Kassetten nicht einzusetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verteilerkasten
der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß er wesentlich
kostengünstiger hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder
Lichtwellenleiter im Innenraum des Verteilerkastens um eine
oder mehrere Umlenkrollen geführt ist, wobei die bzw.
wenigstens eine davon im wesentlichen quer zur kürzesten
Verbindungslinie zwischen Ein- und Ausgang und unabhängig von
den zu anderen Lichtwellenleitern gehörenden Umlenkrollen
beweglich geführt ist, und daß die Lichtwellenleiter wenigstens
so lange ausgebildet sind, daß sie in der Stellung der
Umlenkrollen, in der die Lichtwellenleiter den größten Weg
zwischen Ein- und Ausgang einnehmen, über die Ausgänge nach
außen überstehen.
Nach der Erfindung ist in dem Verteilerkasten für jeden
Lichtwellenleiter eine Speichereinrichtung vorgesehen, die je
nach Größe eine entsprechende Länge des Lichtwellenleiters
aufnehmen kann. Soll der jeweilige Lichtwellenleiter mit einem
Gerät verbunden werden, kann er aus dem Verteilerkasten über
den Ausgang herausgezogen werden. Dabei sorgen Umlenkrollen für
eine saubere Führung der Lichtwellenleiter. Bei dem
erfindungsgemäßen Verteilerkasten gibt es keine Aufteilung der
Lichtwellenleiter mehr zwischen Verteilerkasten und dem
jeweiligen Gerät, das mit dem Lichtwellenleiter verbunden
werden soll. Entsprechend fallen Kupplungen am Ausgang des
Verteilerkastens weg. Hierdurch wird eine erhebliche
Kosteneinsparung trotz des zusätzlichen Aufwandes für die
Umlenkrollen erreicht.
In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die beweglichen
Umlenkrollen jeweils beidseits in Führungsnuten lose geführt
sind. Dies kann beispielsweise durch Einfassen der Achsen der
Umlenkrollen in die Führungsnuten geschehen. Vorteile weist
jedoch eine Lösung auf, bei der die Führungsnuten derart
paarweise gegenüberstehen, daß sie die Umlenkrollen am Umfang
einfassen. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Lichtwellenleiter
in diesen Führungsnuten laufen zu lassen, so daß sie
voneinander getrennt sauber geführt sind.
Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, für jeden
Lichtwellenleiter zwischen Eingang und Ausgang mehrere
bewegliche Umlenkrollen nebeneinander anzuordnen und parallel
beweglich zu führen, um größere Längen an Lichtwellenleiter im
Verteilerkasten unterbringen zu können.
Zweckmäßigerweise sind die beweglichen Umlenkrollen vertikal
geführt, und zwar vorzugsweise unterhalb der von den Ein- und
Ausgängen gebildeten Ebene. Dies hat den Vorteil, daß die
Umlenkrollen als beschwerende Gewichte dienen können, die die
Lichtwellenleiter gespannt und damit sauber geführt halten.
Dabei ist es von Vorteil, wenn zur Begrenzung des
Bewegungsbereichs obenseitig jeweils eine Stützrolle vorgesehen
ist.
Schließlich sieht die Erfindung vor, daß die Ausgänge mit
Klemmeinrichtungen zum Festklemmen der Lichtwellenleiter
vorgesehen sind, wobei diese Klemmeinrichtungen vorzugsweise
gegen die Ausziehrichtung wirken.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines
Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht. Sie zeigt in einem
Vertikalschnitt einen Verteilerkasten (1) in Teildarstellung.
Der Verteilerkasten (1) hat ein Gehäuse (2), das als
geschlossener Kasten ausgebildet ist. Das Gehäuse (2) hat eine
Eingangsseite (3) und eine Ausgangsseite (4).
Auf der Eingangsseite (3) sind horizontal nebeneinander
- senkrecht zur Zeichnungsebene - eine Vielzahl von
Durchbrüchen (5) vorgesehen, über die Lichtwellenleiter (6) in
den Innenraum des Gehäuses (2) eingeführt werden. Für jeden
Lichtwellenleiter (6) ist eine eigene Speichereinrichtung (7)
vorgesehen. Diese weist im oberen Bereich ein Halteblech (8)
auf, an der zwei vertikale Führungsprofile (9, 10) aufgehängt
sind, welche innenseitig vertikale Führungsnuten (11, 12)
aufweisen. In den Führungsnuten (11, 12) wird eine Umlenkrolle
(13) geführt, wobei die Umlenkrolle (13) mit ihrem Umfang in
die Führungsnuten (11, 12) lose einfaßt. Sie kann sich in den
Führungsnuten (11, 12) auf- und abbewegen und dabei auch
drehen.
Eingangsseitig wird der Lichtwellenleiter (6) über eine Rundung
(14) am oberen Ende des Führungsprofils (9) in die
Speichereinrichtung (7) eingeführt. Der Lichtwellenleiter (6)
verläuft dann senkrecht innerhalb der Führungsnut (11) nach
unten und liegt dann untenseitig am Umfang der Umlenkrolle (13)
an. Er verläuft dann innerhalb der Führungsnut (12) des
Führungsprofils (10) wieder nach oben und tritt dann über eine
am oberen Ende des Führungsprofils (10) angebrachte Rundung
(15) aus der Speichereinrichtung (7) heraus. Das Gewicht der
Umlenkrolle (13) sorgt dafür, daß der Lichtwellenleiter (6)
gestreckt gehalten wird und damit innerhalb der Führungsnuten
(11, 12) verbleibt. Der Lichtwellenleiter (6) verläuft nach der
Rundung (15) horizontal zur Ausgangsseite (4) des Gehäuses (2)
und wird dort über eine Rundung (16) durch einen Ausgang (17)
nach außen geführt.
Im Bereich des Ausgangs (17) ist ein Klemmfederblatt (18)
vorgesehen, das in einem Block (19) innerhalb des Gehäuses (2)
eingespannt ist und den Lichtwellenleiter (6) mit Vorspannung
gegen die Rundung (16) drückt. Hierdurch wird der
Lichtwellenleiter (6) zwischen Klemmfederblatt (18) und Rundung
(16) eingeklemmt. Das freie Ende des Klemmfederblattes (18) ist
verdickt ausgebildet und ragt über eine Öffnung (20) nach
außen. Auf diese Weise kann das Klemmfederblatt (18) von außen
angehoben und damit die Verklemmung des Lichtwellenleiters (6)
aufgehoben werden.
Die vorbeschriebene Speichereinrichtung (7) ist in einer der
Anzahl der Lichtwellenleiter (6) entsprechenden Anzahl
nebeneinander, d. h. senkrecht zur Zeichnungsebene gesehen
hintereinander angeordnet. Sofern ein bestimmter
Lichtwellenleiter (6) an ein hier nicht näher dargestelltes
Gerät angeschlossen werden soll, wird er am Ausgang (17) nach
Hochheben des Klemmfederblattes (18) in der gewünschten Länge
herausgezogen. Dabei wird die Umlenkrolle (13) entsprechend der
ausgezogenen Länge des Lichtwellenleiters (6) angehoben, und
zwar bis maximal in die oben gestrichelt gezeichnete Position.
Dort kommt sie an zwei Stützrollen (21, 22) zur Anlage. Ist
genügend Länge Lichtwellenleiter (6) aus dem Gehäuse (2)
herausgezogen worden, wird das Klemmfederblatt (18) wieder sich
selbst überlassen, so daß es den Lichtwellenleiter (6)
einklemmt. Wird der Lichtwellenleiter (6) nicht mehr benötigt,
kann er in das Gehäuse (2) nach Anheben des Klemmfederblattes
(8) zurückbewegt werden, wobei das Gewicht der Umlenkrolle (13)
für ein selbsttätiges Einholen des Lichtwellenleiters (6)
sorgt, bis sie wieder ihre unterste Position erreicht hat.
Claims (9)
1. Verteilerkasten für Lichtwellenleiter, bei dem eine Vielzahl
von Lichtwellenleiter über Eingänge in das Innere des
Verteilerkastens geführt und über Ausgänge aus diesem
herausgeführt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Lichtwellenleiter (6) im
Innenraum des Verteilerkastens (1) um eine oder mehrere
Umlenkrollen (13) geführt ist, wobei die Umlenkrolle (13)
oder wenigstens eine davon quer zur kürzesten
Verbindungslinie zwischen Ein- und Ausgang (6, 17) und
unabhängig von den zu anderen Lichtwellenleitern gehörenden
Umlenkrollen beweglich geführt ist, und daß die
Lichtwellenleiter (6) wenigstens so lang ausgebildet sind,
daß sie in der Stellung der Umlenkrollen (13), in der die
Lichtwellenleiter (6) den größten Weg zwischen Ein- und
Ausgang (5, 17) einnehmen, über die Ausgänge (17) nach außen
überstehen.
2. Verteilerkasten nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Umlenkrollen
(13) jeweils beidseits in Führungsnuten (11, 12) lose
geführt sind.
3. Verteilerkasten nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnuten (11, 12)
derart paarweise gegenüberstehen, daß sie die Umlenkrollen
(13) am Umfang einfassen.
4. Verteilerkasten nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtwellenleiter (6) in den
Führungsnuten (11, 12) verlaufen.
5. Verteilerkasten nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Eingang (5) und Ausgang
(17) für jeweils einen Lichtwellenleiter (6) mehrere
bewegliche Umlenkrollen (13) nebeneinander angeordnet und
parallel geführt sind.
6. Verteilerkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Umlenkrollen
(13) vertikal geführt sind.
7. Verteilerkasten nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollen (13) unterhalb
der von den Ein- und Ausgängen (5, 17) gebildeten Ebene
vertikal geführt sind.
8. Verteilerkasten nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des
Bewegungsbereichs obenseitig jeweils eine oder mehrere
Stützrollen (21, 22) vorgesehen ist bzw. sind.
9. Verteilerkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge (17) mit
Klemmeinrichtungen (18) zum Festklemmen der
Lichtwellenleiter (6) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE4112681A DE4112681C2 (de) | 1990-04-21 | 1991-04-18 | Verteilerkasten |
Publications (2)
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| DE4112681A1 DE4112681A1 (de) | 1991-10-24 |
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Family Applications Before (1)
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Family Cites Families (3)
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