DE4111297C1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektronisches Schaltgerät, z. B. einen induk
tiven, kapazitiven oder optoelektronischen Näherungsschalter oder einen
Strömungswächter, mit einem von außen beeinflußbaren Anwesenheitsindika
tor, z. B. einem Oszillator, mit einem dem Anwesenheitsindikator nachge
ordneten Schaltverstärker, mit einem von dem Anwesenheitsindikator über
den Schaltverstärker steuerbaren elektronischen Schalter, z. B. einem Tran
sistor, einem Thyristor oder einem Triac, und mit einem Zustandsindikator,
wobei der Anwesenheitsindikator dann den Schaltzustand des elektronischen
Schalters umsteuert, wenn der Beeinflussungszustand des Anwesenheitsindi
kators eine vorgegebene Ansprechschwelle überschreitet oder unterschreitet,
und wobei durch den Zustandsindikator unterschiedliche Beeinflussungszu
stände des Anwesenheitsindikators bzw. unterschiedliche Schaltzustände des
elektronischen Schalters angezeigt werden.
Elektronische Schaltgeräte der hier grundsätzlich in Rede stehenden Art
sind kontaktlos ausgeführt und werden seit nunmehr etwa zwanzig Jahren in
zunehmendem Maße anstelle von elektrischen, mechanisch betätigten Schalt
geräten, die kontaktbehaftet ausgeführt sind, verwendet, insbesondere in
elektrischen bzw. elektronischen Meß-, Steuer- und Regelkreisen. Das gilt
insbesondere für sog. Näherungsschalter, d. h. für elektronische Schaltge
räte, die berührungslos arbeiten. Mit solchen Näherungsschaltern wird indi
ziert, ob sich ein Beeinflussungselement, für das der entsprechende Nähe
rungsschalter sensitiv ist, dem Näherungsschalter hinreichend weit genähert
hat. Hat sich nämlich ein Beeinflussungselement, für das der entsprechende
Näherungsschalter sensitiv ist, dem Näherungsschalter hinreichend weit ge
nähert, so steuert der einen wesentlichen Bestandteil des Näherungsschal
ters bildende Anwesenheitsindikator den elektronischen Schalter um; bei
einem als Schließer ausgeführten Schaltgerät wird der nichtleitende elektro
nische Schalter nunmehr leitend, während bei einem als Öffner ausgeführten
Schaltgerät der leitende elektronische Schalter nunmehr sperrt. (Mit Schalt
geräten der in Rede stehenden Art kann auch indiziert werden, ob eine physi
kalische Größe eines Beeinflussungsmediums, für die das Schaltgerät sensitiv
ist, einen entsprechenden Wert überschreitet oder unterschreitet.
Wesentlicher Bestandteil von elektronischen Schaltgeräten der zuvor beschrie
benen Art ist also u. a. der von außen beeinflußbare Anwesenheitsindikator.
Als Anwesenheitsindikator kann z. B. ein induktiv oder kapazitiv beein
flußbarer Oszillator vorgesehen sei; es handelt sich dann um induktive oder
kapazitive Näherungsschalter (vgl. z. B. die deutschen Offenlegungsschriften
bzw. Auslegeschriften bzw. Patentschriften 19 51 137, 19 66 178, 19 66 213,
20 36 840, 21 27 956, 22 03 038, 22 03 039, 22 03 040, 22 03 906, 23 30 233,
23 31 732, 23 56 490, 26 13 423, 26 16 265, 26 16 773, 26 28 427, 27 11 877,
27 44 785, 29 43 911, 30 04 829, 30 38 692, 31 20 884, 32 09 673, 32 38 396,
33 20 975, 33 26 440, 33 27 329, 34 20 236, 34 27 498, 35 19 714, 36 05 499,
37 22 334, 37 22 335, 37 22 336, 37 23 008).
Als Anwesenheitsindikator kann auch ein Fotowiderstand, eine Fotodiode oder
ein Fototransistor vorgesehen sein; es handelt sich dann um optoelektronische
Näherungsschalter (vgl. z. B. die deutschen Offenlegungsschriften 28 24 582,
30 38 102, 33 27 328, 35 14 643, 35 18 025, 36 05 885).
Als Anwesenheitsindikator kann schließlich auch eine Temperaturmeßschaltung
vorgesehen sein; es handelt sich dann um Strömungswächter (vgl. z. B. die
deutschen Offenlegungsschriften bzw. Patentschriften 37 13 981, 38 11 728,
38 25 059, 39 11 008, 39 43 437).
Bei induktiven Näherungsschaltern gilt für den Oszillator, solange ein Metall
teil einen vorgegebenen Abstand noch nicht erreicht hat, K×V = 1 mit
K = Rückkopplungsfaktor und V = Verstärkungsfaktor des Oszillators, d. h. der
Oszillator schwingt. Erreicht das entsprechende Metallteil den vorgeschriebe
nen Abstand, so führt die zunehmende Bedämpfung des Oszillators zu einer
Verringerung des Verstärkungsfaktors V, d. h. die Amplitude der Oszillator
schwingung geht zurück bzw. der Oszillator hört auf zu schwingen. Bei kapa
zitiven Näherungsschaltern gilt für den Oszillator, solange ein Ansprechkörper
die Kapazität zwischen einer Ansprechelektrode und einer Gegenelektrode noch
nicht erreicht hat, K×V < 1, d. h. der Oszillator schwingt nicht. Erreicht
der Ansprechkörper den vorgegebenen Abstand, so führt die steigende Kapazität
zwischen der Ansprechelektrode und der Gegenelektrode zu einer Vergrößerung
des Rückkopplungsfaktors K, so daß K×V = 1 wird, d. h. der Oszillator be
ginnt zu schwingen. Bei beiden Ausführungsformen - induktiver Näherungs
schalter und kapazitiver Näherungsschalter - wird abhängig von den unter
schiedlichen Zuständen des Oszillators der elektronische Schalter, z. B. ein
Transistor, ein Thyristor oder ein Triac, gesteuert.
Optoelektronische Näherungsschalter weisen einen Lichtsender und einen Licht
empfänger auf und werden auch als Lichtschranken bezeichnet. Dabei unter
scheidet man zwischen einem Lichtschrankentyp, bei dem der Lichtsender und
der Lichtempfänger auf entgegengesetzten Seiten einer Überwachungsstrecke
angeordnet sind, und einem Lichtschrankentyp, bei dem der Lichtsender und
der Lichtempfänger am gleichen Ende einer Überwachungsstrecke angeordnet sind,
während ein am anderen Ende der Überwachungsstrecke angeordneter Reflektor
den vom Lichtsender ausgehenden Lichtstrahl zum Lichtempfänger zurückreflek
tiert. In beiden Fällen spricht der Anwesenheitsindikator an, wenn der norma
lerweise vom Lichtsender zum Lichtempfänger gelangende Lichtstrahl durch ein
in die Überwachungsstrecke gelangtes Beeinflussungselement unterbrochen wird.
Es gibt jedoch auch Lichtschranken des zuletzt beschriebenen Lichtschranken
typs, bei dem der vom Lichtsender kommende Lichtstrahl nur durch ein entspre
chendes Beeinflussungselement zum Lichtempfänger zurückreflektiert wird.
Im folgenden wird als Beispiel immer ein induktiver Näherungsschalter behandelt.
Gleichwohl gelten alle Ausführungen jedoch immer auch für andere Arten von
elektronischen Schaltgeräten der eingangs beschriebenen und zuvor erläuterten
Art, insbesondere für kapazitive und optoelektronische Näherungsschalter und
für Strömungswächter.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil von elektronischen Schaltgeräten der
eingangs und zuvor beschriebenen Art ist der Zustandsindikator, durch den
unterschiedliche Beeinflussungszustände des Anwesenheitsindikators bzw.
unterschiedliche Schaltzustände des elektronischen Schalters angezeigt werden.
Zunächst sind elektronische, berührungslos arbeitende Schaltgeräte mit einem
Zustandsindikator bekannt, bei denen der Zustandsindikator, z. B. als licht
emittierende Diode (LED) ausgeführt, nur die dualen Informationen "Ansprech
schwelle unterschritten" und "Ansprechschwelle überschritten" liefert, als
lichtemittierende Diode (LED) ausgeführt, also nicht leuchtet oder leuchtet.
Regelmäßig ist dabei der Zustandsindikator so an das übrige Schaltgerät ange
schlossen, daß er die dualen Informationen "elektronischer Schalter gesperrt"
bzw. "elektronischer Schalter leitend" liefert.
Bei elektronischen Schaltgeräten der in Rede stehenden Art ist die Ansprech
schwelle - leider - keine unabhängig von Umgebungseinflüssen fixierbare
Größe. Sie wird vielmehr, ausgehend von einem gewollten und bei der Herstel
lung mehr oder weniger genau fixierten Wert durch Umgebungseinflüsse verän
dert, bei induktiven Näherungsschaltern z. B. durch Temperatureinflüsse, bei
kapazitiven Näherungsschaltern z. B. durch Temperatureinflüsse und durch
Feuchtigkeitseinflüsse, bei photoelektronischen Näherungsschaltern z. B.
durch Temperatureinflüsse und durch mögliche Verschmutzungen der Optik. Ein
dem theoretischen Schaltpunkt benachbarter Bereich - unterhalb und oberhalb
des theoretischen Schaltpunktes - gilt deshalb als "unsicherer Bereich".
Im übrigen ist eine elektrische Überwachungseinrichtung für einen Näherungs
schalter, insbesondere einen induktiven Näherungsschalter, bekannt (vgl. die
DE-OS 34 40 027), bei der zur Überwindung von Schwierigkeiten, während sich
der Näherungsschalter innerhalb des Hysteresebereichs befindet, der Näherungs
schalter nach dem Überwachungsprozeß stets wieder in den Zustand versetzt,
den er zu Beginn des Überwachungsprozesses inne hatte.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das elektronische Schaltgerät,
von dem die Erfindung ausgeht, so auszugestalten und weiterzubilden, daß bei
seinem Einbau und bei seiner Justage die Problematik "unsicherer Bereich durch
Umgebungseinflüsse" berücksichtigt werden kann.
Das erfindungsgemäße Schaltgerät, bei dem die zuvor hergeleitete und aufge
zeigte Aufgabe gelöst ist, ist nun zunächst und im wesentlichen dadurch
gekennzeichnet, daß ein Änderungsgenerator vorgesehen ist und mittels des
Änderungsgenerators die Einstellung des Schaltabstands intern periodisch
- um einen "Unsicherheitsteil" - geändert wird, nämlich der Schaltabstand
verringert oder vergrößert wird, daß eine nach der Änderung der Einstel
lung des Schaltabstands evtl. auftretende signifikante Änderung des Aus
gangssignals des Schaltverstärkers nicht zu einer Änderung des Schaltzu
stands des elektronischen Schalters führt und daß aus der signifikanten
Änderung des Ausgangssignals des Schaltverstärkers der Zustandsindikator
oder ein weiterer Zustandsindikator angesteuert wird. "Unsicherheitsteil"
des Schaltabstands meint dabei den Teil des Schaltabstands, der sich als
Änderung - ungewollt - durch die weiter oben beschriebenen Umgebungsein
flüsse ergeben kann. Durch den erfindungsgemäß vorgesehenen Änderungsge
nerator werden also periodisch die durch Umgebungseinflüsse maximal mög
lichen Änderungen des Schaltabstands simuliert. Folglich zeigt bei dem er
findungsgemäßen elektronischen Schaltgerät der Zustandsindikator oder ein
weiterer Zustandsindikator an, ob sich der Beeinflussungszustand des An
wesenheitsindikators, wenn er eine vorgegebene Ansprechschwelle überschrit
ten oder unterschritten hat, in einem "sicheren Bereich" oder in einem "un
sicheren Bereich" befindet. Dabei meint "sicherer Bereich", daß Umgebungs
einflüsse einen vorliegenden Beeinflussungszustand des Anwesenheitsindika
tors nicht signifikant bzw. einen vorliegenden Schaltzustand des elektro
nischen Schalters nicht ändern können.
Dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen elektronischen Schaltgerät der Zu
standsindikator - oder ein weiterer Zustandsindikator - anzeigt, ob sich der
Beeinflussungszustand des Anwesenheitsindikators, wenn er eine vorgegebene
Ansprechschwelle überschritten oder unterschritten hat, in einem "sicheren
Bereich" befindet, ist die Möglichkeit geschaffen, das Schaltgerät so einzu
bauen und zu justieren, daß es durch Umgebungseinflüsse nicht anspricht,
vielmehr dann und nur dann anspricht, wenn der Beeinflussungszustand des
Anwesenheitsindikators durch ein Beeinflussungselement, für das der Anwesen
heitsindikator sensitiv ist, gewollt beeinflußt wird.
Im einzelnen gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die zuvor allgemein
erläuterte Lehre der Erfindung auszugestalten und weiterzubilden.
Weiter oben ist bereits ausgeführt worden, daß unabhängig davon, daß die Lehre
der Erfindung auf eine Vielzahl elektronischer Schaltgeräte unterschiedlicher
Art, insbesondere auf induktive, kapazitive und optoelektronische Näherungs
schalter und auf Strömungswächter, anwendbar ist, als Beispiel ein indukti
ver Näherungsschalter behandelt wird. Hier sei ergänzend angemerkt, daß im
weiteren davon ausgegangen wird, daß der Schaltabstand des als Beispiel be
handelten induktiven Näherungsschalters durch einen im Oszillator des induk
tiven Näherungsschalters vorgesehenen Schaltabstand-Widerstand bzw. durch ein
Schaltabstand-Widerstandsnetzwerk bestimmt ist. Gleichwohl gelten alle fol
genden Ausführungen auch für andere Arten der Bestimmung des Schaltabstands
des als Beispiel behandelten induktiven Näherungsschalters.
Andererseits sollen elektronische Schaltgeräte der hier grundsätzlich in
Rede stehenden Art eine möglichst hohe Schaltfrequenz haben. Andererseits
reicht es aus, wenn der Zustandsindikator, mit dem angezeigt wird, ob sich
der Beeinflussungszustand des Anwesenheitsindikators, wenn er eine vorge
gebene Ansprechschwelle überschritten oder unterschritten hat, in einem
"sicheren Bereich" oder in einem "unsicheren Bereich" befindet, mit einer
relativ niedrigen Anzeigefrequenz arbeitet. Folglich empfiehlt es sich, den
Änderungsgenerator mit einer relativ niedrigen Änderungsfrequenz, z. B. mit
5 Hz oder weniger, die Einstellung des Schaltabstands ändern zu lassen. Dann
wird bei dem erfindungsgemäßen elektronischen Schaltgerät die Schaltfrequenz
durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen nicht beeinträchtigt.
Weist bei einem als induktiver Näherungsschalter ausgeführten erfindungsge
mäßen elektronischen Schaltgeräts der Oszillator zur Einstellung des Schalt
abstands einen Schaltabstand-Widerstand oder ein Schaltabstand-Widerstands
netzwerk auf, so kann durch den Änderungsgenerator der wirksame Widerstands
wert des Schaltabstand-Widerstands bzw. des Schaltabstand-Widerstandsnetz
werks geändert werden. Ganz konkret kann das dann, wenn der Oszillator zur
Einstellung des Schaltabstands ein Schaltabstand-Widerstandsnetzwerk auf
weist, dadurch realisiert werden, daß durch den Änderungsgenerator ein Ein
zelwiderstand des Schaltabstand-Widerstandsnetzwerks kurzgeschlossen wird.
Zur Lehre der Erfindung gehört, daß eine nach der Änderung der Einstellung
des Schaltabstands auftretende signifikante Änderung des Ausgangssignals des
Schaltverstärkers nicht zu einer Änderung des Schaltzustands des elektro
nischen Schalters führt. Das kann dann, wenn dem elektronischen Schalter eine
eine Öffner- oder Schließercharakteristik vorgebende Programmiereinheit vor
geschaltet ist, dadurch realisiert sein, daß dann, wenn nach der Änderung
der Einstellung des Schaltabstands eine signifikante Änderung des Ausgangs
signals des Schaltverstärkers auftritt, die Programmiereinheit umprogrammiert
wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele
darstellenden Zeichnung nochmals erläutert; es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Teils eines ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen elektronischen Schaltgerätes, nämlich
eines induktiven Näherungsschalters,
Fig. 2 eine zu dem Blockschaltbild nach Fig. 1 gehörende schaltungstech
nische Realisierung eines Teils eines ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen induktiven Näherungsschalters und
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende schaltungstechnische Realisierung
eines Teils eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungs
gemäßen induktiven Näherungsschalters.
In den Figuren ist jeweils nur ein Teil eines erfindungsgemäßen elektronischen
Schaltgerätes, nämlich eines erfindungsgemäßen induktiven Näherungsschalters
dargestellt. Dargestellt ist nämlich als von außen beeinflußbarer Anwesen
heitsindikator ein Oszillator 1, der durch ein sich näherndes bzw. sich ent
fernendes, nicht dargestelltes Metallteil beeinflußbar ist, ein dem Oszillator
1 nachgeordneter Schaltverstärker 2, zu dem ein Demodulator 3 und ein Schmitt
trigger 4 gehören, und ein Zustandsindikator 6 (Fig. 1) bzw. zwei Zustandsin
dikatoren 5, 6 (Fig. 2 und 3); nicht dargestellt ist also ein zu dem induk
tiven Näherungsschalter auch noch gehörender, von dem Oszillator 1 über den
Schaltverstärker 2 steuerbarer elektronischer Schalter, bei dem es sich z. B.
um einen Transistor, einen Thyristor oder einen Triac handeln kann. Der An
wesenheitsindikator, im dargestellten Ausführungsbeispiel also der Oszillator
1, steuert dann den Schaltzustand des nicht dargestellten elektronischen Schal
ters um, wenn der Beeinflussungszustand des Anwesenheitsindikators eine vor
gegebene Ansprechschwelle überschreitet oder unterschreitet, wenn also in den
dargestellten Ausführungsbeispielen sich das nicht dargestellte Metallteil
bis auf einen vorgegebenen Schaltabstand genähert bzw. von einem vorgegebenen
Schaltabstand entfernt hat. Durch den Zustandsindikator 5, bei dem es sich
wie bei dem Zustandsindikator 6 um eine LED handelt, werden unterschiedliche
Beeinflussungszustände des Oszillators 1 bzw. unterschiedliche Schaltzustände
des nicht dargestellten elektronischen Schalters angezeigt.
Der Zustandsindikator 6 zeigt nun an, ob sich der Beeinflussungszustand des
Anwesenheitsindikators, wenn er eine vorgegebene Ansprechschwelle über
schritten oder unterschritten hat, ob sich also in den dargestellten Aus
führungsbeispielen der Oszillator 1, wenn sich das nicht dargestellte Me
tallteil bis auf einen vorgegebenen Schaltabstand genähert bzw. von einem
vorgegebenen Schaltabstand entfernt hat, in einem "sicheren" Bereich befin
det. Dabei meint "sicherer Bereich", wie bereits weiter oben ausgeführt, daß
Umgebungseinflüsse einen vorliegenden Beeinflussungszustand des Anwesenheits
indikators, also des Oszillators 1, nicht signifikant bzw. einen vorliegen
den Schaltzustand des nicht dargestellten elektronischen Schalters nicht
ändern können.
Moderner Technologie entsprechend wird bei dem erfindungsgemäßen elektroni
schen Schaltgerät teilweise mit einem integrierten Schaltkreis, also einem
IC 7, gearbeitet. Wie die Fig. 1 zeigt, enthält das IC 7 einen Teil des Oszil
lators 1, den Schaltverstärker 2 mit dem Demodulator 3 und dem Schmitttrigger 4,
eine Reglereinheit 8 und eine Programmiereinheit 9; in den Fig. 2 und 3 sind
Einzelheiten des IC 7 nicht dargestellt.
Für den in den Figuren dargestellten induktiven Näherungsschalter gilt, daß
dann, wenn sich das nicht dargestellte Metallteil bis auf einen vorgegebenen
Schaltabstand genähert bzw. von einem vorgegebenen Schaltabstand entfernt hat,
wenn also der Oszillator 1 signifikant beeinflußt worden ist, die Einstellung
des Schaltabstands intern periodisch geändert wird, nämlich der Schaltabstand
verringert bzw. vergrößert wird, daß eine nach der Änderung der Einstellung
des Schaltabstands evtl. auftretende signifikante Änderung des Ausgangssig
nals des Schaltverstärkers 2 nicht zu einer Änderung des Schaltzustands des
nicht dargestellten elektronischen Schalters führt und daß aus der signifi
kanten Änderung des Ausgangssignals des Schaltverstärkers 2 der Zustandsindi
kator 6 angesteuert wird.
In den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen eines erfindungs
gemäßen induktiven Näherungsschalters weist der Oszillator 1 ein Schaltab
stand-Widerstandsnetzwerk 10 auf. Dabei wird zur Änderung des Schaltabstands
der wirksame Widerstandswert des Schaltabstand-Widerstandsnetzwerks 10 geän
dert; es wird nämlich ein Einzelwiderstand 11 des Schaltabstand-Widerstands
netzwerks 10 kurzgeschlossen, und zwar durch einen vom Ausgang des Schaltver
stärkers 2 angesteuerten Schalttransistor 12.
Erfindungsgemäß ist ein Änderungsgenerator 13 vorgesehen und wird mittels des
Änderungsgenerators 13 die Einstellung des Schaltabstands - um einen weiter
oben erläuterten "Unsicherheitsteil" - periodisch geändert, vorzugsweise mit
einer relativ niedrigen Änderungsfrequenz, z. B. mit 5 Hz oder weniger.
Weiter oben ist bereits darauf hingewiesen worden, daß das IC 7 eine Program
miereinheit 9 aufweist. Die Programmiereinheit 9, die dem nicht dargestellten
elektronischen Schalter vorgeschaltet ist, gibt eine Öffner- oder Schließer
charakteristik vor. Eine nach der Änderung der Einstellung des Schaltabstands
auftretende signifikante Änderung des Ausgangssignals des Schaltverstärkers 2
führt deshalb nicht zu einer Änderung des Schaltzustands des nicht dargestell
ten elektronischen Schalters, weil dann, wenn nach der Änderung der Einstellung
des Schaltabstands eine signifikante Änderung des Ausgangssignals des Schalt
verstärkers 2 auftritt, die Programmiereinheit 9 umprogrammiert wird.
Im folgenden soll nun nochmals die Funktionsweise des in den Figuren darge
stellten induktiven Näherungsschalters erläutert werden:
Nähert sich das nicht dargestellte Metallteil dem Näherungsschalter bis auf
einen vorgegebenen Schaltabstand, dann führt dies zu einer signifikanten Än
derung des Ausgangssignals des Schaltverstärkers 2. Dadurch wird der nicht
dargestellte elektronische Schalter umgesteuert. Im übrigen wird periodisch
- durch den Änderungsgenerator 13 - die Einstellung des Schaltabstands ge
ändert, nämlich der wirksame Schaltabstand verringert, und zwar dadurch, daß
der Einzelwiderstand 11 des Schaltabstand-Widerstandsnetzwerks 10 kurzge
schlossen wird. Ändert sich durch die Änderung der Einstellung des Schalt
abstands das Ausgangssignal des Schaltverstärkers 2 signifikant, dann wird
diese Information in bezug auf den Schaltzustand des nicht dargestellten
elektronischen Schalters "unterdrückt"; es wird nämlich die Programmierein
heit 9 umprogrammiert. Kurzfristig nach der vom Änderungsgenerator 13 her
rührenden Änderung der Einstellung des Schaltabstands wird diese Änderung
wieder eliminiert, wird der Einzelwiderstand 11 des Schaltabstand-Wider
standsnetzwerks 10 also wieder "aktiviert". Das wiederholt sich ständig,
mit der Änderungsfrequenz des Änderungsgenerators 13, so daß der Schaltver
stärker 2 ständig umschaltet. Diese Umschaltung des Schaltverstärkers 2
wird mit Hilfe des Zustandsindikators 6 angezeigt; eine am Schaltverstär
ker 2 auftretende, ständig sich wiederholende Umschaltung ist also ein Indiz
dafür, daß sich das den Oszillator 1 beeinflussende, nicht dargestellte Me
tallteil im "unsicheren Bereich" befindet.
Führt die zuvor erläuterte Änderung der Einstellung des Schaltabstands nicht
zu einer signifikanten Änderung des Ausgangssignals des Schaltverstärkers 2,
so befindet sich das den Oszillator 1 beeinflussende, nicht dargestellte Me
tallteil also im "sicheren Bereich".
Bei der zuvor erläuterten Arbeitsweise indiziert der Zustandsindikator 6 aktiv
den "unsicheren Bereich"; befindet sich das nicht dargestellte Metallteil im
"unsicheren Bereich", so leuchtet die als Zustandsindikator 6 vorgesehene LED.
Selbstverständlich kann durch eine einfache Inversion auch dafür gesorgt wer
den, daß dann, wenn sich das nicht dargestellte Metallteil im "sicheren Be
reich" befindet, die als Zustandsindikator 6 vorgesehene LED leuchtet.
Die Figuren zeigen im übrigen Schaltungsdetails, die zuvor nicht beschrieben
worden sind, die der Fachmann jedoch ohne weiteres diesen Figuren entnehmen
kann. Alle Schaltungsdetails, die die Figuren zeigen, gehören zur Erfindung,
auch wenn sie zuvor nicht beschrieben worden sind.
Einige der in den Figuren dargestellten Schaltungsdetails sollen nun noch kurz
angesprochen werden:
Führt der Änderungsgenerator 13 das Signal L, so ist der Schalttransistor 12
leitend, der Einzelwiderstand 11 des Schaltabstand-Widerstandsnetzwerks 10
kurzgeschlossen. (In Fig. 1 ist der Schalttransistor 12 "normal betrieben"
dargestellt. Im Gegensatz dazu ist in Fig. 2 der Schalttransistor 12 "invers
betrieben" dargestellt, wodurch eine geringere Sättigungsspannung erreicht
wird.). Sobald am Verbindungspunkt einer am Änderungsgenerator 13 liegenden
Reihenschaltung aus einem Ladewiderstand 14 und einem Ladekondensator 15
das Signal L ansteht, führt der Ausgang eines dort mit seinem Eingang ange
schlossenen Schmitttriggers 16 das Signal L. Der Ausgang des Schmitttriggers
16 geht an einen Eingang eines aus zwei NOR-Gattern 17, 18 bestehenden Exklu
siv-ODER-Gatters 19, dessen anderer Eingang am Änderungsgenerator 13 liegt.
Der Ausgang des Exklusiv-ODER-Gatters 19 liegt an einem Eingang der als Ex
klusiv-ODER-Gatter ausgeführten Programmiereinheit 9, deren anderer Eingang
am Schaltausgang 20 des Schaltverstärkers 2 liegt.
Das, was vorher erläutert worden ist, gilt für einen Teil der in den Fig. 1
und 2 dargestellten Schaltungsdetails. In bezug auf von in Fig. 3 dargestell
ten Schaltungsdetails noch folgendes:
Bei der in Fig. 3 dargestellten schaltungstechnischen Realisierung eines Teils
eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen induktiven Näherungs
schalters ist - statt des gemäß den Fig. 1 und 2 vorgesehenen Schalttransistors
12 - ein NAND-Gatter 21 vorgesehen, dessen Eingänge miteinander verbunden sind,
so daß am Ausgang ein gegenüber dem Signal am Eingang inverses Signal entsteht.
Die beiden Eingänge des NAND-Gatters 21 liegen am Änderungsgenerator 13. Am
Änderungsgenerator 13 liegen auch die beiden miteinander verbundenen Eingänge
eines weiteren NAND-Gatters 22, dessen Ausgang mit einem Eingang eines dritten
NAND-Gatters 23 verbunden ist. Der zweite Eingang des dritten NAND-Gatters 23
liegt am Schaltgerätausgang 25, während an den Ausgang des dritten NAND-Gat
ters 23 die Kathode des als Leuchtdiode ausgeführten zweiten Zustandsindika
tors 6 angeschlossen ist. Ein an den Änderungsgenerator 13 angeschlossener
Ladekondensator 26 mit einem parallelgeschalteten Entladetransistor 27, der
wieder invers betrieben ist, verhindert, daß das Schaltgerät nicht schaltet.
Schließlich ist noch ein - wiederum invers betriebener - Hysteresetransistor
28 vorgesehen, mit dem ein Hysteresewiderstand 29 kurzschließbar ist.
Claims (5)
1. Elektronisches Schaltgerät, z. B. induktiver, kapazitiver oder optoelek
tronischer Näherungsschalter oder Strömungswächter, mit einem von außen be
einflußbaren Anwesenheitsindikator, z. B. einem Oszillator, mit einem dem
Anwesenheitsindikator nachgeordneten Schaltverstärker, mit einem von dem
Anwesenheitsindikator über den Schaltverstärker steuerbaren elektronischen
Schalter, z. B. einem Transistor, einem Thyristor oder einem Triac, und mit
einem Zustandsindikator, wobei der Anwesenheitsindikator dann den Schaltzu
stand des elektronischen Schalters umsteuert, wenn der Beeinflussungszustand
des Anwesenheitsindikators eine vorgegebene Ansprechschwelle überschreitet
oder unterschreitet, und wobei durch den Zustandsindikator unterschiedliche
Beeinflussungszustände des Anwesenheitsindikators bzw. unterschiedliche
Schaltzustände des elektronischen Schalters angezeigt werden, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Änderungsgenerator (13) vorgesehen ist und mittels
des Änderungsgenerators (13) die Einstellung des Schaltabstands intern peri
odisch - um einen "Unsicherheitsteil" - geändert wird, nämlich der Schalt
abstand verringert oder vergrößert wird, daß eine nach der Änderung der Ein
stellung des Schaltabstands evtl. auftretende signifikante Änderung des Aus
gangssignals des Schaltverstärkers (2) nicht zu einer Änderung des Schalt
zustands des elektronischen Schalters führt und daß aus der signifikanten
Änderung des Ausgangssignals des Schaltverstärkers (2) der Zustandsindikator
oder ein weiterer Zustandsindikator (6) angesteuert wird.
2. Elektronisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Änderungsgenerator (13) mit einer relativ niedrigen Änderungsfrequenz,
z. B. mit 5 Hz oder weniger, die Einstellung des Schaltabstands ändert.
3. Elektronisches Schaltgerät nach Anspruch 2, wobei der Oszillator zur Ein
stellung des Schaltabstands einen Schaltabstand-Widerstand oder ein Schalt
abstand-Widerstandsnetzwerk aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß durch den
Änderungsgenerator (13) der wirksame Widerstandswert des Schaltabstand-Wi
derstands bzw. des Schaltabstand-Widerstandsnetzwerks (10) geändert wird.
4. Elektronisches Schaltgerät nach Anspruch 3, wobei der Oszillator zur Ein
stellung des Schaltabstands ein Schaltabstand-Widerstandsnetzwerk aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß durch den Änderungsgenerator (13) ein Einzelwi
derstand (11) des Schaltabstand-Widerstandsnetzwerks (10) kurzgeschlossen
wird.
5. Elektronisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei dem elek
tronischen Schalter eine eine Öffner- oder Schließcharakteristik vorgebende
Programmiereinheit vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn
nach der Änderung der Einstellung des Schaltabstands eine signifikante Ände
rung des Ausgangssignals des Schaltverstärkers (2) auftritt, die Programmier
einheit (9) umprogrammiert wird.
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