DE10122204A1 - Aufzugssicherheitssystem - Google Patents
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Abstract
Förderanlage (2), aufweisend eine Steuerung, einen Antriebsmotor und einen Sicherheitsschalter (18), der an ein sicherheitsrelevantes Teil (8, 10) der Förderanlage (2) angeschlossen ist und einen sicheren Zustand der Förderanlage (2) von einem unsicheren Zustand der Förderanlage (2) unterscheiden kann und mit der Steuerung verbunden ist, um in einem unsicheren Zustand die Stromzufuhr zu dem Antriebsmotor zu unterbinden, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschalter (18) derart ausgebildet ist, dass er zusätzlich zu dem sicheren und dem unsicheren Zustand einen Warnzustand erfassen kann.
Description
Die Erfindung betrifft eine Förderanlage, insbesondere eine Personen
förderanlage, wie beispielsweise einen Aufzug oder einen Fahrsteig oder
eine Fahrtreppe, aufweisend eine Steuerung, einen Antriebsmotor und
einen Sicherheitsschalter, der einen sicheren Zustand der Förderanlage
von einem unsicheren Zustand der Förderanlage unterscheiden kann
und mit der Steuerung verbunden ist, um in einem unsicheren Zustand
die Stromzufuhr zu dem Antriebsmotor zu unterbinden.
Derartige Förderanlagen sind sowohl in der Form von Aufzügen wie auch
in der Form von Fahrtreppen oder Fahrsteigen vielfältig im Einsatz. Mit
dem Sicherheitsschalter werden sicherheitsrelevante Zustände der ent
sprechenden Förderanlage überwacht. Bei Aufzugsanlagen werden
beispielsweise kontinuierlich die Aufzugsschachttüren und, soweit vor
handen, die Aufzugskabinentüren überwacht. Wird eine der Türen geöff
net, so wird über eine Steuerung die Stromzufuhr zu dem Antriebsmotor
außer Betrieb gesetzt, bis die Tür und damit der Sicherheitsschalter wie
der korrekt geschlossen ist und die Stromzufuhr zu dem Antriebsmotor
wiederhergestellt ist. Die Türen von Aufzugsanlagen sind wartungsinten
sive Bauteile. So sind beispielsweise die Aufzugsschachttüren typischer
weise mit entsprechenden Aufhängern, an denen Laufrollen befestigt
sind, in zugehörigen Führungsschienen eingehängt, die im Türsturz der
Schachttüröffnung untergebracht sind. Die Schachttür kann eine oder
mehrere Türtafeln aufweisen. Es gibt mittig öffnende Schachttüren und
seitlich öffnende Schachttüren, sowie solche Schachttüren, bei denen in
eine Bewegungsrichtung mehrere Türtafeln teleskopisch miteinander ge
öffnet bzw. geschlossen werden. Der Antrieb der Schachttüren erfolgt
beispielsweise über ein Antriebsseil bzw. ein Antriebsband, das ebenfalls
in dem Türsturz der Schachttür angeordnet ist. Die Schachttüren müssen
korrekt eingestellt sein, um ein sicheres Öffnen und Schließen der Türen
sicherzustellen. Ähnlich sind an der Kabine Kabinentüren angeordnet.
Aktuell werden bei den Aufzugstüren zweiteilige Sicherheitskontakte ver
wendet, wobei der eine Teil zwei knapp nebeneinander liegende Öffnun
gen aufweist, und der andere Teil im Wesentlichen einem U-förmigen
Metallbügel entspricht, der im korrekt geschlossenen Zustand der Tür in
die beiden Öffnungen des anderen Teils ragt und darin den Kontakt zwi
schen zwei elektrischen Anschlüssen schließt. Dabei sind beide Teile des
Sicherheitsschalters an gegeneinander öffnenden bzw. schließenden
Türtafeln angebracht, insbesondere in einem Bereich oberhalb des Tür
sturzes.
Alternativ, bei seitlich öffnenden Türen, ist der eine Teil an einer sich öff
nenden Türtafel angebracht, während der andere Teil beispielsweise an
der Türleibung oder dem Türrahmen angebracht ist. Der Türschalter ist
derart eingestellt, dass bei einem korrekten Schließen der Tür der Kon
takt geschlossen ist. Ein Justieren des Türschalters ist erforderlich, um
sicherzustellen, dass ab einem bestimmten Öffnungsspalt, bei
spielsweise zwischen den beiden Türtafeln, der Kontakt nicht mehr ge
schlossen ist. Wenn dieser Zustand erreicht ist, wird die Stromzufuhr zu
dem Antriebsmotor unterbunden, und der Betrieb der Aufzugsanlage
kann erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Aufzugstüren
neu justiert worden sind und wieder korrekt schließen.
Der übliche mit dem Betrieb verbundene Verschleiß, aber auch Gewalt-
einwirkung auf die Aufzugstür, beispielsweise durch gewaltsames Öffnen
der Tür etc., führen dazu, dass die Tür nicht mehr korrekt schließt. In
beiden Fällen wird der unkorrekte bzw. unsichere Schließzustand nicht
von einem Augenblick auf den nächsten erreicht, sondern der Übergang
von einem korrekten zu einem unkorrekten Schließzustand geht allmäh
lich vonstatten. Die üblicherweise verwendeten Sicherheitsschalter sind
nicht in der Lage, diese allmähliche Verschlechterung zu erfassen. Le
diglich ab einem bestimmten Verschleißzustand bzw. Fehlausrichtungs
zustand wird dieser von dem Sicherheitsschalter erfasst und von einem
Augenblick auf den anderen die Aufzugsanlage außer Betrieb genom
men. Solche plötzlichen Außerbetriebnahmen von Aufzugsanlagen sind
aus mehreren Gründen unerwünscht. Zum einen sind die Betreiber von
Aufzugsanlagen grundsätzlich unzufrieden, wenn diese plötzlich ausfal
len und der Kundendienst gerufen werden muss, um sie wieder in Betrieb
zu setzen. Zum anderen ist ein hoher personeller und logistischer Auf
wand gefordert, um im Prinzip rund um die Uhr die Wartung und Wiede
rinbetriebnahme wartungsbedürftiger Aufzugsanlagen sicherzustellen.
Ähnlich stellt sich die Situation bei Fahrtreppen oder Fahrsteigen dar.
Diese haben typischerweise ein sogenanntes Trittband, welches aus ei
ner Vielzahl von aneinander angeschlossenen Trittelementen, d. h. Tritt
stufen bzw. Palettenkörpern, besteht, die von einem Antriebsmotor von
einer Eintrittslandestelle zu einer Austrittslandestelle bewegt werden.
Seitlich der Trittelemente bzw. Palettenkörper ist eine sogenannte Fuß
verkleidung vorgesehen. Aus sicherheitstechnischen Gründen müssen
die Abstände zwischen den Trittelementen und der Fußverkleidung in
nerhalb relativ enger Grenzen gehalten werden. Auch hier erfolgt die
Überwachung typischerweise mittels entsprechender Sicherheitsschalter.
Typischerweise lösen die Sicherheitsschalter aus, wenn dieser Abstand
überschritten wird und nehmen dann die Fahrtreppe bzw. den Fahrsteig
außer Betrieb. Die negativen Auswirkungen dieser unerwünschten Au
ßerbetriebnahme sind im Prinzip die gleichen wie sie vorangehend bei
den Aufzugsanlagen beschrieben wurden.
Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Förderanlagen
der beschriebenen Art bereitzustellen, die einerseits die sicherheitstech
nischen Vorgaben erfüllen und andererseits das Risiko einer plötzlichen
Außerbetriebnahme infolge des Detektierens eines unsicheren Zustands
deutlich minimieren.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Sicher
heitsschalter derart ausgebildet ist, dass er zusätzlich zu dem sicheren
und dem unsicheren Zustand einen Warnzustand erfassen kann.
Durch die Möglichkeit, einen Warnzustand vor dem Erreichen eines un
sicheren Zustands zu erfassen, besteht die Möglichkeit, über die Sicher
heitssteuerung diesen Warnzustand anzuzeigen. Eine entsprechende
Warnmeldung kann beispielsweise über eine Fernwartungsleitung direkt
an das Wartungsunternehmen geschickt werden. Andererseits kann eine
beliebige Anzeigeeinrichtung alternativ oder zusätzlich den Aufzugswart
im Gebäude informieren, woraufhin dieser den Kundendienst kommen
lässt. Die Förderanlage kann so eingestellt sein, dass bei einem typi
schen Betrieb der Warnzustand beispielsweise mindestens vierzehn Ta
ge vor dem Erreichen eines unsicheren Zustands abgegeben wird, so
dass ausreichend Zeit ist, im Rahmen einer geplanten Wartung die Neu
justierung der Anlage vorzunehmen bzw. die defekten Teile auszutau
schen. Es ist auch möglich, den Sicherheitsschalter derart auszubilden,
dass er kontinuierlich den Verschleißzustand der Anlage anzeigt, statt
nur ab einem gewissen Zwischenzustand einen Warnzustand zu melden.
Natürlich ist es auch möglich, mehrere Zwischenzustände, sozusagen im
Sinne von unterschiedlichen Warnniveaus, zu erfassen. Vorzugsweise
handelt es sich bei dem Sicherheitsschalter um einen Näherungsschal
ter, wobei ein induktiv arbeitender Näherungsschalter besonders bevor
zugt ist. Alternativ sind auch kapazitiv arbeitende Schalter oder Einrich
tungen vorgesehen, die beispielsweise mit Licht, Ultraschall, etc. den si
cherheitsrelevanten Abstand zwischen zwei Teilen bestimmen.
Besonders bevorzugt sind generell solche Sicherheitsschalter, die nicht
manipulierbar sind. So haben beispielsweise einfache Abstandsmesser,
die mit Ultraschall oder Licht arbeiten, den Nachteil, dass mit einem
Spiegel oder einem anderen Gegenstand eine geschlossene Tür vorge
täuscht werden kann. Deshalb sind insbesondere induktive Näherungs
schalter vorgesehen, die zweiteilig aufgebaut sind, wobei der "passive
Teil" vorzugsweise aus einem magnetischen Material wie Ferrit mit einer
bestimmten Magnetfeldstärke besteht, auf die der Sensorteil "geeicht" ist.
Eine derartige Schalterkonstruktion kann nicht leicht durch einen beliebi
gen Magneten manipuliert werden. Dieser Punkt ist besonders deshalb
wichtig, da vermehrt Aufzugssurfer versuchen, die Sicherheitseinrichtun
gen in Aufzugsanlagen zu überwinden, um auf dem Dach der Aufzugs
kabine mitzufahren.
Vorzugsweise ist der Sicherheitsschalter derart ausgebildet, dass er bei
jedem der drei Schalterzustände einen bestimmten von Null verschiede
nen Wert der Ausgangsgröße, z. B. Spannung, Strom, Widerstand, etc.,
als Ausgangssignal abgibt. In dem Fall eines Schalters, der anstelle der
drei diskreten Werte in der Lage ist, einzelne oder kontinuierliche Zwi
schenwerte zu generieren, wird entsprechend ein kontinuierlicher Werte
bereich, der Null nicht miteinschließen soll, als Ausgangssignal abgege
ben. Bei einem solchen Schalter, der in seinem Normalbetrieb nur Signale
abgibt, die einen bestimmten vorgegebenen von Null verschiede
nen Wert haben oder innerhalb eines bestimmten definierten Wertebe
reichs liegen, lässt sich zusätzlich eine Plausibilitätskontrolle durchfüh
ren. Ist nämlich z. B. bei einem Schalter mit der Spannung als Ausgangs
größe das von der Steuerung empfangene Ausgangssignal null Volt, so
kann man davon ausgehen, dass entweder im Schalter selbst ein Fehler
vorliegt oder aber die Kabelverbindung zwischen Schalter und Steuerung
unterbrochen ist. Je nach Schaltertyp kann eine deutlich höhere Span
nung als die übliche Ausgangsspannung des Schalters beispielsweise
einen Kurzschluss im Schalter und damit ebenfalls einen Schalterfehler
anzeigen. Damit lässt sich die Betriebssicherheit der Anlage beträchtlich
erhöhen.
Vorzugsweise ist die Steuerung derart ausgebildet, dass sie das Signal
des Sicherheitsschalters verarbeitet und bei Erfassen eines unsicheren
Zustands die Stromzufuhr zu dem Antriebsmotor unterbindet, bei Erfas
sen eines Zwischenzustands zwischen ganz sicher und unsicher die
Stromzufuhr nicht unterbindet, aber ein Warnsignal generiert, bei Erfas
sen eines sicheren Zustands die Stromzufuhr nicht unterbindet und auch
kein Warnsignal generiert und bei Erfassen eines Spannungswerts der
keinem der vorgegebenen Spannungswerte des Sicherheitsschalters
entspricht, feststellt, dass die Sicherheitsschaltung nicht funktioniert und
entsprechend die Stromzufuhr unterbindet. Ein solcher Wert, der keinem
der vorgegebenen Werte des Sicherheitsschalters entspricht, liegt bei
spielsweise dann vor, wenn kein Signal bei der Steuerung ankommt oder
wenn wesentlich höhere Werte als die vorgegebenen Ausgangswerte bei
der Steuerung ankommen. Die Steuerung kann entweder durch eine
Hardwareschaltung entsprechend ausgebildet sein, alternativ ist es auch
möglich, die Steuerung mit einem Mikroprozessor auszubilden, in dem
ein entsprechender Programmalgorithmus in Form eines Datenverarbeitungsprogramms
abgelegt ist, welches bei Betrieb kontinuierlich und in
bestimmten Abständen den oder die Sicherheitsschalter abfragt.
Die vorliegende Erfindung kann entweder zusammen mit den bisher übli
chen Sicherheitsketten beispielsweise in Aufzugsanlagen verwendet
werden. Bei solchen Sicherheitsketten sind typischerweise die einzelnen
Schachttürkontakte in Reihe geschaltet, wobei das Öffnen eines einzel
nen Schachttürkontakts die Stromzufuhr zu dem Antriebsmotor unterbin
det. In dieser Sicherheitskette sind typischerweise der sogenannte
Schachtgrubennothalteschalter sowie der Inspektionsschalter auf dem
Dach der Kabine angeordnet. Bei einer derartigen Reihenschaltung ist es
günstig, den Sicherheitsschalter derart auszubilden, dass zusätzlich zu
dem offenen Zustand des Schalters, bei dem der Widerstand im We
sentlichen unendlich ist, und dem geschlossenen Zustand des Schalters,
bei dem im Wesentlichen der Widerstand Null ist, ein Zwischenzustand
mit einem bestimmten vorgegebenen Widerstand von dem Schalter ein
genommen wird. Entsprechend kommt bei der Anlagensteuerung eine
definiert reduzierte Spannung an, die von der Anlagensteuerung als ein
Warnzustand erfasst werden kann. Alternativ ist es möglich, die Warnzu
stände nicht über die Sicherheitskette an die Steuerung weiterzuleiten,
sondern separate Verbindungen zur Steuerung vorzusehen, um über
diesen Weg den Warnzustand an die Steuerung weiterzuleiten.
Es ist generell besonders bevorzugt, die vorliegende Erfindung zusam
men mit moderneren Sicherheitssystemen vorzusehen, bei denen die
einzelnen Sicherheitsschalter einzeln abgefragt werden und deren Zu
standsmeldungen separat an die Aufzugssteuerung weitergeleitet wer
den. Ein Beispiel für ein derartiges Sicherheitssystem für Aufzüge, wel
ches ein Bussystem zur Datenweiterleitung verwendet, ist in US 6,173,814 B1
beschrieben.
Vorzugsweise handelt es sich bei der Förderanlage um einen Aufzug,
und der Sicherheitsschalter ist vorzugsweise ein Türkontaktschalter, der
den Schließzustand der Tür feststellt.
Vorzugsweise handelt es sich bei der Förderanlage um eine Fahrtreppe
oder einen Fahrsteig mit einem angetriebenen Trittband und einer Fuß
verkleidung, wobei der Sicherheitsschalter den Spalt zwischen Trittband
und Fußverkleidung überwacht.
Die Erfindung und Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend
anhand eines Ausführungsbeispiels noch näher beschrieben; es zeigen:
Fig. 1 einen Teil einer erfindungsgemäßen Aufzugsanlage,
Fig. 2 beispielhafte Ausgangssignale eines Sicherheitsschalters bei einer
perfekt schließenden Aufzugstür, und
Fig. 3 Ausgangssignale eines Sicherheitsschalters bei einer dejustierten,
aber noch sicher schließenden Aufzugstür.
In Fig. 1 erkennt man eine Förderanlage 2, nämlich die wesentlichen
Teile einer Aufzugsanlage. Man erkennt insbesondere eine Aufzugskabi
ne 4, eine Schachttüröffnung 6 sowie eine aus zwei Türtafeln 8 und 10
gebildete Schachttür. Die Kabine 4 befindet sich bei geöffneten Türtafeln
8 und 10 in einer Position knapp unterhalb der Schachttüröffnung 6. Auf
dem Dach der Kabine 4 erkennt man einen Inspektions-Sicherheits
schalter TCI 12 (TCI - Top of Car Inspection), der über eine (nicht ge
zeigte) Verbindung mit der (nicht gezeigten) Aufzugssteuerung verbun
den ist.
Im oberen Bereich der Stirnflächen der Türtafeln 8 und 10 erkennt man
ein erstes Teil 14 und ein zweites Teil 16 eines Sicherheitsschalters 18,
die ebenfalls mit der Aufzugssteuerung verbunden sind. Ein geeigneter
Sicherheitsschalter 18 wurde von der Firma Bernstein AG, Deutschland,
entwickelt.
Die Kabine 4 selbst kann ebenfalls eine Kabinentür aufweisen, die auch
mit einem Sicherheitsschalter 18 versehen sein kann.
Die Türtafeln 8 und 10 sind mittels (nicht gezeigter) Aufhängungen an der
Schachtwand derart befestigt, dass sie aufeinander zu verschoben werden
können. In verschlossenem Zustand liegen die beiden Stirnseiten 20
und 22 der Türtafeln 8 und 10 im Wesentlichen aneinander an, sofern die
Türtafeln 8 und 10 an den Aufhängungen korrekt justiert sind. Durch
Verschleiß oder mechanische Einwirkung verschlechtert sich diese Ju
stierung üblicherweise im Verlauf des Betriebs, so dass der Spalt entlang
der Stirnseiten 20 und 22 entweder nicht mehr gleichmäßig ist oder zu
groß wird. Überschreitet der Spalt einen zulässigen Maximalwert, wird
die Anlage außer Betrieb genommen. Dieser Maximalwert wird von dem
Sicherheitsschalter 18 detektiert. Zusätzlich ist der Sicherheitsschalter 18
in der Lage, einen noch unterhalb des Maximalwerts liegenden Spalt
festzustellen, der schon auf eine Fehljustierung hinweist, die korrektur
bedürftig ist. Es sei darauf hingewiesen, dass sich ein kontinuierliches
Warnsignal auch nicht von einem Augenblick auf den anderen einstellt,
sondern sich schon vorab im Betrieb abzeichnet. So werden bei
spielsweise die Türtafeln 8 und 10 beim Fahren des Aufzugs im Auf
zugsschacht durch den Winddruck gegeneinander bewegt. Dadurch wird
üblicherweise schon einige Zeit vor einem kontinuierlichen Warnsignal
ein "flackerndes" Warnsignal generiert, das schon im Vorfeld von der
Aufzugssteuerung entsprechend verarbeitet werden kann.
In der Fig. 2 erkennt man den Signalverlauf eines Türkontaktschalters bei
noch ausreichend korrekter Justierung der Aufzugstür. In Fig. 2 und Fig.
3 sind das Ausgangssignal des Sicherheitsschalters 18 in der Form einer
Spannung V gegen die Zeit t aufgetragen. In ähnlicher Weise könnte ein
Sicherheitsschalter 18 vorgesehen sein, bei dem Strom oder Widerstand,
etc. die charakteristische Ausgangsgröße darstellt. Man erkennt insbe
sondere, dass drei diskrete Spannungswerte V1, V2 und V3 vorliegen.
Dabei steht V1 für den Zustand, in dem die Tür offen ist, V2 für den Zu
stand, in dem die Tür zwar sicher geschlossen ist, aber bereits eine ge
wisse Fehljustierung vorliegt, und V3 für eine ausreichend justierte Tür.
Verfolgt man den Signalverlauf entlang der Zeitachse von links nach
rechts in Fig. 2, so beginnt er bei V1 mit der geöffneten Tür, im Verlauf
des Schließens der Tür gelangt der Schalter über den Zustand V2 zu dem
komplett geschlossenen Zustand V3, in dem die Tür ausreichend justiert
ist. Der Zustand V1 ist ein unsicherer Zustand, d. h. in diesem Zustand ist
von der Steuerung die Stromzufuhr zu der (nicht gezeigten) Antriebsma
schine unterbrochen. Die Zustände V2 und V3 gelten als sichere Zustän
de, d. h. in diesen Zuständen ist die Stromzufuhr zu der Antriebsmaschi
ne gesichert.
In Fig. 3 ist ein entsprechender Signalverlauf für eine Aufzugstür gezeigt,
die zwar noch bis zu einem sicheren Zustand schließt, die aber bereits
justierungsbedürftig ist, so dass ein Warnsignal von dem Sicherheits
schalter 18 generiert wird. Insbesondere erkennt man, dass selbst bei
komplett geschlossener Tür der Signalzustand V3 nicht erreicht wird.
Claims (7)
1. Förderanlage (2) aufweisend eine Steuerung, einen Antriebsmotor
und einen Sicherheitsschalter (18), der an ein sicherheitsrelevantes
Teil (8, 10) der Förderanlage (2) angeschlossen ist und einen sicheren
Zustand der Förderanlage (2) von einem unsicheren Zustand der För
deranlage (2) unterscheiden kann und mit der Steuerung verbunden
ist, um in einem unsicheren Zustand die Stromzufuhr zu dem An
triebsmotor zu unterbinden,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschalter (18) derart
ausgebildet ist, dass er einen zusätzlich zu dem sicheren und dem
unsicheren Zustand einen Warnzustand erfassen kann.
2. Förderanlage (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschalter (18) ein Nähe
rungsschalter ist.
3. Förderanlage (2) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschalter (18) ein induk
tiv arbeitender Näherungsschalter ist.
4. Förderanlage (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschalter (2) derart aus
gebildet ist, dass er bei jedem der drei Schalterzustände einen be
stimmten von Null verschiedenen Wert der Ausgangsgröße (V1; V2; V3)
als Ausgangssignal abgibt.
5. Förderanlage (2) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung derart ausgebildet ist,
dass sie das Signal des Sicherheitsschalters (18) verarbeitet und bei
Erfassen eines unsicheren Zustands die Stromzufuhr zu dem An
triebsmotor unterbindet, bei Erfassen eines Warnzustands die Strom
zufuhr nicht unterbindet, aber ein Warnsignal generiert, bei Erfassen
eines sicheren Zustands lediglich die Stromzufuhr nicht unterbindet
und bei Erfassen eines Spannungswertes, der keinem der vorgege
benen Spannungswerte des Sicherheitsschalters entspricht, feststellt,
dass die Sicherheitsschaltung nicht funktioniert und die Stromzufuhr
unterbindet.
6. Förderanlage (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Förderanlage (2) ein Aufzug ist und
der Sicherheitsschalter (18) ein Türkontaktschalter ist, der den
Schließzustand der Tür (8; 10) feststellt.
7. Förderanlage (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Förderanlage (2) eine Fahrtreppe
oder ein Fahrsteig mit einem angetriebenen Trittband und einer Fuß
verkleidung ist, und der Sicherheitsschalter (18) den Spalt zwischen
Trittband und Fußverkleidung überwacht.
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Family Applications (1)
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