DE4110832A1 - Loesbare spannverbindung - Google Patents
Loesbare spannverbindungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine lösbare Spannverbindung, insbe
sondere zum Verbinden von Stangen oder Rohren, auch mit
unrundem Querschnitt, miteinander.
Mit Hilfe der Erfindung sollen Stangen oder Rohre derart
miteinander verbunden werden, daß diese weder verdreht noch
verwunden werden und unter Gewährleistung einer leichten
Lösbarkeit keine axialen Verschiebungen oder Torsionen der
Stangen oder Rohre gegeneinander zugelassen werden.
Anwendungen der Erfindung sind beispielsweise bei Bootshaken
und an Teleskopstangen für Fensterputzer oder Schirmständer,
aber auch als Spannelemente an Zerspanungsmaschinen zu sehen.
Bekannt sind z. B. Spannelemente, die zur Verbindung zylin
drischer Körper geeignet sind. Dabei wird mittels eines
Gewindes ein Konus in einen Innenkonus hineingezogen, so daß
der Konus auf das oder die zu spannenden Teil(e) zumindest
mittelbar eine radiale Spannkraft ausübt.
Mit derartigen Spannelementen führt allerdings die zur
Erzeugung der erforderlichen Spannkraft notwendige, zumeist
kraftvolle, Drehbewegung am Gewindeteil sehr häufig zu einer
Verwindung oder Verdrehung der zu spannenden Körper.
Sind z. B. sehr große Spannkräfte notwendig, wie z. B. an einer
Teleskopstange eines Reinigungsgerätes, um die durch Seifen
lauge verminderte Haftreibung am Spannelement zu kompensie
ren, führt eine derartige Verdrehung oder Verwindung sehr
häufig zur Zerstörung der Stangen, welche aus Gewichtsgründen
meist sehr dünnwandig sind oder aus leichtem Material
(Kunststoff oder Aluminium) bestehen.
Nachteilig ist an den bekannten Spannelementen weiterhin, daß
die Spannkraft eine Gegenwirkung erzeugt, die darin besteht,
daß sich diese Spannelemente nur schwer, und häufig wieder
unter der Gefahr des Verdrehens oder Verwindens, lösen
lassen.
Auch sind derartige Spannelemente zumeist aus fertigungstech
nischer Sicht ungünstig gestaltet.
Diese erwähnten Nachteile werden durch die Erfindung vermie
den.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Spannverbindung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die
sich durch einen fertigungstechnisch günstigen Aufbau und
durch eine bedienungsfreundliche Handhabung sowohl beim
Spannen als auch beim Lösen auszeichnet und die Wirkungen auf
die zu spannenden Teile minimiert werden.
Zur Lösung der Aufgabe wird davon ausgegangen, daß eine
lösbare Spannverbindung aus einem Außenteil und einer inneren
Spannhülse besteht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei der
Spannverbindung das Außenteil zweigeteilt gestaltet ist und
einen Konusteil sowie einen Gewindeteil aufweist. Dabei ist
der Konusteil zum Gewindeteil drehbar gestaltet. In axialer
Richtung sind diese beiden Teile zueinander festgelegt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung besitzt der Konusteil
zumindest eine konische Innenform. Auf der Seite, an der die
Innenform am meisten geöffnet ist, weist das Konusteil eine
Ringnut auf.
In diese Ringnut greift ein Ringwulst des Gewindeteiles ein.
Dieses Gewindeteil besitzt ein entsprechendes Innengewinde.
In einer zweiten bevorzugten Ausstattung ist die Spannhülse
in ihrer inneren Gestalt mit der äußeren Form der zu
spannenden Rohre oder Stangen identisch.
An einer Seite zeigt die Spannhülse eine konische Außenge
staltung mit dem gleichen Konuswinkel, den der Konusteil des
Außenteiles in seinem Inneren besitzt. An der anderen Seite
ist die Spannhülse mit einem Gewinde versehen, welches das
Gegenstück zum Innengewinde des Gewindeteiles darstellt.
Da der Gewindeteil mit dem Konusteil in der Ringnut über den
Ringwulst drehbar miteinander verbunden sind, können nur
axiale Kräfte auf das Konusteil übertragen werden. Damit wird
die Spannhülse nur in axialer Richtung in den Konusteil
hineingezogen. Eine Übertragung der Drehbewegung auf die zu
spannenden Rohre oder Stangen wird somit vermieden.
Eine Verdrehung der gesamten Spannverbindung wird durch die
Innengestaltung der Spannhülse verhindert.
Dadurch, daß der Ringwulst in der Ringnut eingerastet ist,
wird beim Lösen automatisch über das Gewinde der Konusteil
von der Spannhülse gezogen, wodurch das Lösen erheblich
erleichtert wird.
In einer dritten bevorzugten Ausgestaltung ist der Konusteil
im Bereich seiner Ringnut in axialer Richtung mehrfach ge
schlitzt. Damit wird eine Elastizität in diesem Bereich
erzielt, die eine einfache Montage des Konusteiles mit dem
Gewindeteil ermöglicht, was durch eine Fase an der Stirnseite
an der Seite der Nut am Konusteil und durch eine Fase an der
Stirnseite des Gewindeteiles, an der sich der Ringwulst
befindet, erleichtert wird.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, die Spann
hülse in axialer Richtung zweigeteilt zu gestalten. Damit
wird die fertigungstechnisch problematische Innenkon
turgestaltung wesentlich erleichtert. Dabei können in einer
zweckmäßigen Ausgestaltung beide Teile an einer Seite
gelenkig miteinander verbunden sein.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die Spann
hülse in ihrem konusförmigen Teil mindestens einen axialen
Führungsschlitz auf. Der Konusteil des Außenteiles zeigt auf
seiner Innenseite mindestens eine Nase, die mit dem axialen
Führungsschlitz der Spannhülse korrespondiert. Bei der
Zusammensetzung der Spannvorrichtung greift diese Nase in den
Schlitz ein. Damit wird jegliche Verdrehung der Spannhülse
gegenüber dem Außenteil vermieden.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die Anpassung
der inneren Gestaltung der Spannhülse an die äußere Form der
zu spannenden Rohre oder Stangen dadurch unterstützt, daß die
Innenseite der Spannhülse mindestens eine Nase aufweist, die
in Vertiefungen, welche in der Oberfläche der zu spannenden
Gegenstände vorhanden sind, eingreifen. Eine Drehung der
Spannhülse auf den Rohren oder Stangen kann somit ausge
schlossen werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird im folgenden anhand
von Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Spann
verbindung zur teleskopischen Verbindung zweier
Rohre,
Fig. 2 eine Ansicht des Gewindeteiles des Außenteiles,
Fig. 3 eine Ansicht des Konusteiles des Außenteiles,
Fig. 4 eine Vorderansicht einer axial geteilten Spannhülse
und
Fig. 5 eine Seitenansicht einer Spannhülse.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die erfindungsgemäße
lösbare Spannverbindung aus einem Außenteil mit einem
Konusteil 1 und einem Gewindeteil 2. Mit der Spannverbindung
werden die Außenstange 3 und die Innenstange 4 teleskopisch
miteinander verbunden. Das Konusteil 1 ist der Innenstange 4
und das Gewindeteil 2 der Außenstange 3 zugeordnet. Das
Konusteil 1 weist eine konische Innenform 5 und das
Gewindeteil 2 ein Innengewinde 6 auf.
An der am weitesten geöffneten Seite des Konusteiles 1 zeigt
dieses eine innenliegende Ringnut 7. In diese Ringnut 7
greift ein Ringwulst 8, die sich am Gewindeteil 2 befindet,
ein. An der Stirnseite des Gewindeteiles 2 ist der Ringwulst
mit einer Fase 11 versehen. Im Inneren der Außenteile 1 und 2
befindet sich eine Spannhülse 9.
In Fig. 2 ist eine Ansicht des Gewindeteiles 2 des
Außenteiles dargestellt. Daraus ist ersichtlich, daß die
Außenfläche des Gewindeteiles 2 mit Griffmulden 10 versehen
ist und eine im wesentlichen zylindrische Außenform besitzt.
Der Konusteil 1 des Außenteiles ist in Fig. 3 dargestellt.
Für diesen Konusteil 1 wurde eine konische Außengestaltung
gewählt. Auf der Seite des größten Durchmessers des Konus
teiles 1 befindet sich die Ringnut 7. An dieser Seite ist das
Konusteil 1 an seiner äußeren Begrenzung mit einer Fase 11
versehen. Von der Fase 11 bis zur Ringnut 7 sind in axialer
Richtung Schlitze 12 eingebracht, so daß das Konusteil 1 in
diesem Bereich flexibel gestaltet ist.
Im Bereich des kleinsten Durchmessers des Konusteiles 1 zeigt
dieses in seiner konischen Innenkontur 5 eine Nase 13. Diese
Nase 13 greift in einen in der Spannhülse 9 befindlichen
korrespondierenden Führungsschlitz 14 ein.
In Fig. 4 und 5 ist die Spannhülse 9 näher dargestellt. Die
innere Gestaltung der Spannhülse 9 ist an die äußere Form der
zu spannenden Stangen 3 und 4, die in diesem Ausführungs
beispiel einen runden Querschnitt aufweisen, angepaßt. Auf
die Innenkontur dieser Spannhülse 9 ist eine Nase 15
aufgebracht, die in eine entsprechende Vertiefung der
Außenstange 3 eingreift.
An der Seite der Spannhülse 9, die in den Konusteil 1 des
Außenteiles eingreift, zeigt die Spannhülse 9 eine konische
Außengestaltung 16, mit dem gleichen Konuswinkel, den der
Konusteil 1 des Außenteiles besitzt. In diesem Bereich der
konischen Außengestaltung 16 ist der bereits beschriebene
Führungsschlitz 14 eingebracht.
An der anderen Seite ist die Spannhülse 9 mit einem
Außengewinde 17 versehen, welches das Gegenstück zum Innen
gewinde 6 des Gewindeteiles 2 darstellt.
Die Spannhülse 9 ist in axialer Richtung zweigeteilt. Beide
Teile sind jedoch an einer Seite gelenkig miteinander
verbunden.
Es ist ersichtlich, daß zur Montage des Außenteiles durch die
flexible Gestaltung des Konusteiles 1 im Bereich der Ringnut
7 dieser, erleichtert durch die Fasen 11, durch einfaches
Stecken mit dem Gewindeteil 2 verbunden werden kann. Nach
dieser Montage sind beide Teile 1 und 2 des Außenteiles der
erfindungsgemäßen lösbaren Spannverbindung drehbar miteinan
der verbunden. Durch die Nase 15, die in der Außenstange 3
eingerastet ist, wird eine Verdrehung der Spannhülse 9
bezüglich der zu spannenden Stange 3 vermieden. Weiterhin
wird eine Drehung des Konusteiles 1 infolge der Gestaltung
der Kombination aus Nase 13 und Führungsschlitz 14 ebenfalls
vermieden. Somit kann sich durch Drehung des Gewindeteiles 2
über das Innengewinde 6 und das Außengewinde 14 die
Spannhülse 9 nur in axialer Richtung bewegen.
Bei Drehung des Gewindeteiles 2 wird somit, ohne daß ein
zusätzliches Festhalten erforderlich ist oder Verdrehungen an
den Stangen 3 und 4 auftreten, ein Festziehen oder Losdrücken
der Konusverbindung zwischen Konusteil und Spannhülse er
reicht. Somit wird eine Erfüllung der erfindungsgemäßen
Aufgabenstellung erzielt.
Bezugszeichenliste
1 Konusteil
2 Gewindeteil
3 Außenstange
4 Innenstange
5 konische Innenform
6 Innengewinde
7 Ringnut
8 Ringwulst
9 Spannhülse
10 Griffmulde
11 Fase
12 Schlitz
13 Nase
14 Führungsschlitz
15 Nase
16 konische Außengestaltung
17 Außengewinde
2 Gewindeteil
3 Außenstange
4 Innenstange
5 konische Innenform
6 Innengewinde
7 Ringnut
8 Ringwulst
9 Spannhülse
10 Griffmulde
11 Fase
12 Schlitz
13 Nase
14 Führungsschlitz
15 Nase
16 konische Außengestaltung
17 Außengewinde
Claims (8)
1. Lösbare Spannverbindung, insbesondere zum Verbinden von
Stangen oder Rohren, auch mit unrundem Querschnitt, mit
einem Außenteil und einer inneren Spannhülse, da
durch gekennzeichnet, daß das Außen
teil (1 und 2) zweigeteilt gestaltet ist und einen
Konusteil (1) sowie einen Gewindeteil (2) aufweist, wobei
der Konusteil (1) und der Gewindeteil (2) zueinander
drehbar und in axialer Richtung zueinander festgelegt
ausgeführt sind.
2. Lösbare Spannverbindung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Konusteil (1)
zumindest eine konische Innenform (5) besitzt und auf der
Seite, auf der die Innenform (5) am meisten geöffnet ist,
eine Ringnut (7) aufweist, in die ein Ringwulst (8) des
Gewindeteiles (2) eingreift und dieses Gewindeteil (2)
ein Innengewinde (6) besitzt.
3. Lösbare Spannverbindung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannhülse (9) in ihrer inneren Gestalt mit der äußeren
Form der zu spannenden Rohre oder Stangen (3 und 4)
identisch ist und die an einer Seite eine konische
Außengestaltung (16) mit dem gleichen Konuswinkel, den
der Konusteil (1) in seinem Inneren besitzt, zeigt und an
der anderen Seite mit einem Außengewinde (17) versehen
ist, welches das Gegenstück zum Innengewinde (6) des
Gewindeteiles (2) darstellt.
4. Lösbare Spannverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Konusteil (1) im Bereich seiner Ringnut (7) in axialer
Richtung mehrfach geschlitzt ist.
5. Lösbare Spannverbindung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spannhülse (9) in
axialer Richtung zweigeteilt ist.
6. Lösbare Spannverbindung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß beide Teile der
geteilten Spannhülse (9) an einer Seite gelenkig mitein
ander verbunden sind.
7. Lösbare Spannverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannhülse (9) im Bereich ihrer konischen Außengestaltung
(16) mindestens einen axialen Führungsschlitz (14)
aufweist und daß der Konusteil (1) des Außenteiles (1 und
2) auf seiner Innenseite mindestens eine Nase (13) zeigt,
die mit dem axialen Führungsschlitz (14) der Spannhülse
(9) korrespondiert.
8. Lösbare Spannverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Anpassung der inneren Gestaltung der Spannhülse (9) an
die äußere Form der zu spannenden Rohre oder Stangen (3)
durch die Gestaltung der Innenseite der Spannhülse (9)
unterstützt wird, indem diese mindestens eine Nase (15)
aufweist, die in Vertiefungen, welche in die Oberfläche
der zu spannenden Rohre oder Stangen (3) eingebracht
sind, eingreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914110832 DE4110832A1 (de) | 1991-04-04 | 1991-04-04 | Loesbare spannverbindung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914110832 DE4110832A1 (de) | 1991-04-04 | 1991-04-04 | Loesbare spannverbindung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4110832A1 true DE4110832A1 (de) | 1992-10-08 |
Family
ID=6428777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914110832 Withdrawn DE4110832A1 (de) | 1991-04-04 | 1991-04-04 | Loesbare spannverbindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4110832A1 (de) |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |