DE4108135A1 - Endlosfoerderer zur entleerung eines speicherbehaelters - Google Patents
Endlosfoerderer zur entleerung eines speicherbehaeltersInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Endlosförderer zur Entlee
rung eines Speicherbehälters, insbesondere eines landwirt
schaftlichen Ladebehälters für Halmerntegut, an dessen Boden
der Fördertrum des Endlosförderers verläuft, mit sich quer zur
Umlaufrichtung erstreckenden und mit dem Endlosförderer umlau
fenden Förderleisten.
Ein solcher Endlosförderer, bei dem die umlaufenden Förderlei
sten als Profillatten oder als gezahnte Leisten ausgebildet
sind, ist in Verbindung mit einem fahrbaren Ladebehälter be
kannt, der mittels einer an der Vorderseite des fahrbaren Lade
behälters vorgesehenen Aufnahme- und Beschickungseinrichtung
von oben mit Erntegut gefüllt wird. Der Ladebehälter weist
einen im wesentlichen dreieckigen Querschnitt mit einer senk
rechten Seitenwand und einem entsprechend längeren zur anderen
Seite hin ansteigenden Boden auf, der von den Fördertrumen
zweier paralleler in Fahrtrichtung hintereinander angeordneter
Endlosförderer gebildet ist. Ist der Behälter mit Erntegut ge
füllt, wird er an die Verwendungsstelle oder ggf. zu einem Fut
tersilo gefahren, worauf die beiden Endlosförderer angetrieben
werden und das Erntegut über die seitlich vorspringende Ober
kante des Behälterbodens bzw. Ladebehälters auswerfen.
Wünschenswert ist ein möglichst schnelles Entleeren des Ladebe
hälters, was durch eine hohe Umlaufgeschwindigkeit der als Ket
tenförderer ausgebildeten Endlosförderer sowie durch hoch auf
ragende Förderleisten begünstigt wird. Bei gefülltem Ladebehäl
ter lastet jedoch auf dem Behälterboden bzw. auf den Fördertru
men ein beträchtlicher Ladedruck, so daß der Umlaufgeschwindig
keit und der Höhe der Förderleisten Grenzen gesetzt sind. Kri
tisch ist hier insbesondere das Anfahrmoment beim Einsetzen des
Entleerungsvorgangs, das vom Ladedruck und der Profilhöhe der
Förderleisten abhängig ist. Die ganze Vorrichtung muß im Hin
blick auf dieses zu erbringende maximale Drehmoment ausgelegt
werden, was mit einem entsprechend hohen Gewicht der Vorrich
tung und einem unerwünschten hohen Bodendruck beim Einbringen
der Ernte verbunden ist.
Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den
eingangs beschriebenen Endlosförderer zur Behälterentleerung in
leichter Bauweise so auszubilden, daß nur ein vergleichsweise
niedriges Anfahrmoment zu erbringen ist und trotzdem mit einer
hohen Entleerungsleistung gearbeitet werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an den
Förderleisten Förderorgane mit querverlaufenden Schwenkachsen
gelagert sind, die in eine aufragende Förderstellung vorge
spannt sind und bei einer die Vorspannkraft Übersteigenden Be
lastung in eine entgegengesetzt zur Förderrichtung weisende
förderfreie Ruhestellung niederschwenkbar sind.
Infolge dieser Ausbildung ist es möglich, vergleichsweise nied
rige Förderleisten vorzusehen, denen zwar eine niedrige Förder
leistung aber auch ein geringes Anfahrmoment zugeordnet ist.
Bei hoher Belastung, wie sie bei vollem Speicherbehälter und
insbesondere beim Anfahren gegeben ist, schwenken die Förderor
gane nieder und leisten keinen Beitrag zur Entleerung des Be
hälters, so daß zunächst nur eine vergleichsweise langsame Ent
leerung durch die flachen Förderleisten bewirkt wird. Mit zu
nehmender Leerung des Behälters und dadurch sinkendem Ladedruck
richten die kontinuierlich umlaufenden Förderorgane sich jedoch
(zunehmend) auf und tragen dann zu einer erhöhten Förderlei
stung bei, so daß trotz der geringen Drehmomentanforderung und
der damit verbundenen leichten Bauweise doch eine insgesamt
schnelle Entleerung erreicht wird.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen, die auf eine
mit sinkender Leistungsanforderung des Förderantriebs steigende
Entleerungsleistung und auf eine Anpassung der Förderorgane an
das zu entleerende Gut gerichtet sind, ergeben sich aus den Un
teransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen verfahrbaren Ladebehälter
mit dem Endlosförderer, wobei der Ladebehälter voll
ständig mit Erntegut gefüllt ist;
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung, wobei jedoch
der Ladebehälter bereits teilweise entleert ist;
Fig. 3 eine vergrößerte perspektivische Teildarstellung des
Endlosförderers; und
Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 3 mit einer zu
sätzlichen Fördergabelabstützung.
Gemäß Fig. 1 ist ein mit Erntegut 1 gefüllter Ladebehälter 2
vorgesehen der auf einem Fahrwerk 3 abgestützt ist, das einen
Rahmen 4 und Räder 5 aufweist. Der dargestellte Ladebehälter 2
ist für eine Seitenentladung vorgesehen, jedoch könnte statt
dessen auch eine Heckentladung vorgesehen sein, was einer 90°-
Drehung des Ladebehälters 2 gegenüber dem Fahrwerk 3 ent
spricht. Die Heckentladung erleichtert die Einhaltung einer ma
ximal zulässigen Transportbreite.
Der Ladebehälter 2 weist eine senkrecht verlaufende Seitenwand
6 mit einer Oberkante 7 und einer Unterkante 8 auf, an die ein
zur anderen Behälterseite hin ansteigender Boden 9 anschließt,
der sich etwa bis in die Höhe der Oberkante 7 erstreckt. Der
Ladebehälter 2 weist dementsprechend einen im wesentlichen
dreieckigen Querschnitt auf und ist mit einer vorderen und ei
ner hinteren Stirnwand 10 von entsprechender Form versehen.
Unter dem Ladebehälter ist ein ebenfalls ansteigender Endlos
förderer 11 angeordnet, dessen oberes Fördertrum 12 unmittelbar
oberhalb des Bodens 9 verläuft und dessen unteres Rücklauftrum
im Abstand unterhalb des Bodens 9 verläuft. Der Endlosförderer
11 ist in bekannter Weise mit Antriebs- und Umlenkrädern (nicht
dargestellt) versehen. Wie aus Fig. 3 zu ersehen handelt es
sich beim Endlosförderer 11 um einen Doppelkettenförderer.
Falls ein Bandförderer verwendet wird, kann ein gesonderter Bo
den 9 entfallen und dieser vom Fördertrum des Bandförderers ge
bildet sein.
Wie Fig. 3 zeigt weist der Endlosförderer 11 zwei im Abstand
zueinander umlaufende Ketten 14, 15 auf, zwischen denen sich
querverlaufende flache Förderleisten 16 erstrecken, die an bei
den Enden durch Befestigungsmittel 17 fest mit den Ketten ver
bunden sind. Ggf. könnten die Förderleisten 16, von denen in
Fig. 3 nur eine dargestellt ist, auch nach beiden Seiten über
das Kettenpaar 14, 15 überstehen. Ebenso könnten in Anpassung
an die Länge des Ladebehälters 2 zwei oder mehr Endlosförderer
hintereinander angeordnet sein, damit der Ladebehälter Ober
seine ganze Länge gleichzeitig oder auch in Längenabschnitten
nacheinander entleert werden kann.
Jede Förderleiste 16 trägt nahe ihrer vorlaufenden Vorderkante
18 Förderorgane 19 in Form von Zinken 20, die paarweise zu För
dergabeln 21 miteinander verbunden sind. Wie dargestellt sind
vier Ober die Länge der Förderleiste 16 bzw. die Breite des
Endlosförderers 11 verteilte Fördergabeln 21 mit insgesamt acht
Zinken 20 vorgesehen.
Jede Fördergabel 21 ist aus einem Federstahldraht hergestellt
und weist einen mittleren Befestigungsabschnitt 22 auf, der
mittels eines Schraubbolzens 23 an der Förderleiste 16 festge
legt ist. An die Enden des Befestigungsabschnitts 22 schließt
sich jeweils ein als Vorspannfeder wirkender Torsionsfederab
schnitt 24 an, in dem der Federstahldraht wendelförmig um eine
allen Torsionsfederabschnitten 24 der Förderleiste 16 gemein
same querverlaufende Schwenkachse 25 gewickelt ist. Die geraden
und von den Torsionsfederabschnitten 24 tangential vorspringen
den Federstahldrahtenden bilden dann die Zinken 20, die von den
Torsionsfederabschnitten 24 gemäß Fig. 3 normalerweise in ei
ner senkrecht gegenüber der Förderleiste 16 aufragenden Stel
lung gehalten werden.
Gemäß Fig. 4 können die Fördergabeln 21 jeweils mit einer zu
sätzlichen Abstützung 26 versehen sein, die aus zwei von der
Förderleiste 16 parallel aufragenden Lagerplatten 27 und 28 be
steht, durch deren koaxiale Bohrungen 29 sich ein Stützrohr 30
erstreckt, auf das die Fördergabel 21 mit ihren beiden wendel
förmigen Torsionsfederabschnitten 24 aufgeschoben und zwischen
den beiden Lagerplatten 27 und 28 angeordnet ist. In diesem
Falle bestimmt das Stützrohr 30, dessen Außendurchmesser dem
Innendurchmesser der Torsionsfederabschnitte 24 angepaßt ist,
die in Fig. 3 eingezeichnete Schwenkachse 25. Das Stützrohr 30
ist in seiner Einbaulage gegenüber den Lagerplatten 26 und 27
durch zwei an seinen Enden außerhalb des Lagerplattenpaars
durchgesteckte Splinte 31 bzw. durch einen verbreiterten An
schlagkopf und einen Splint 31 gesichert, was einen einfachen
Ausbau oder Austausch der Fördergabeln 21 ermöglicht. Im übri
gen sind die Fördergabeln 21 auch hier unter Verwendung einer
Mutter 32 und einer Unterlegscheibe 33 mittels des Schraubbol
zens 23 an ihrem Befestigungsabschnitt 22 festgelegt. Die Ab
stützung 26 trägt dazu bei, die Fördergabeln 21 vor Übermäßigen
Beanspruchungen und einem gegebenenfalls damit verbundenen
Bruch zu schützen.
Die Funktionsweise der mit dem Endlosförderer 11 umlaufenden
Zinken 20 ist aus Fig. 1 und 2 zu ersehen. Bei gemäß Fig. 1
vollständig gefülltem Ladebehälter 2 herrscht in diesem nahe
der Unterkante 8 der maximale Ladedruck. Mit zunehmender Ent
fernung von der Unterkante 8 verringert sich aber die örtliche
Füllhöhe und damit auch der Ladedruck. Des weiteren nimmt der
Ladedruck insgesamt während des Entleerungsvorgangs ab. Wenn
nun bei gefülltem Ladebehälter 2 der Endlosförderer 11 einge
schaltet wird, sind die den Fördertrum 12 durchlaufenden Zinken
20 im der Unterkante 8 benachbarten Bereich vollständig nieder
geschwenkt, so daß dort nur mit einer geringen Förderleistung
gearbeitet wird, die im wesentlichen auf die flache Förderlei
ste 16 zurückgeht. Auch bei vollständig gefülltem Ladebehälter
2 richten sich die Zinken 20 bereits ein wenig auf, wenn sie
bei ihrem Umlauf innerhalb des Fördertrums 12 ansteigen und da
durch in geringerem Maße vom Ladedruck bzw. dem Förderrückdruck
belastet werden. In entsprechendem Maße erhöht sich auch ihre
Förderwirkung. Mit zunehmender Entleerung (Fig. 2) stellen sich
die Zinken 20 beim Durchlaufen des Fördertrums 12 zunehmend
steiler ein, so daß die Förderleistung ständig ansteigt, was im
Interesse einer schnellen Entleerung liegt. Innerhalb des Rück
lauftrums 13 sind die Zinken 20 unabhängig vom jeweiligen Fül
lungsgrad unbelastet und stehen daher senkrecht ab.
Fig. 1 entspricht den Verhältnissen, wie sie beim Anfahren des
Endlosförderers 11 vorliegen. Wie ohne weiteres ersichtlich
sind hier die Zinken 20 nicht oder nur in geringem Maße förder
wirksam, so daß nur ein vergleichsweise geringes Anfahrmoment
aufzubringen ist, wofür eine leistungsschwache Antriebseinrich
tung und eine leichtere Bauweise völlig ausreichen.
Der beschriebene Ladebehälter 2 ist für Halmerntegut vorgese
hen, namentlich Futtergut und Häckselgut. Dabei können die Zin
ken 20 in ihrer Form und Anordnung an das Erntegut angepaßt
werden, das beispielsweise grün (frisch), trocken, kurz oder
faserig sein und unterschiedliche spezifische Gewichte aufwei
sen kann. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, die Erfin
dung bei anderen Erzeugnissen anzuwenden, wozu ggf. andere als
zinkenförmige Förderorgane eingesetzt werden können, die aber
in gleicher Weise unter entsprechend hoher Belastung nieder
schwenkbar sind. Die einfache Befestigung der Förderorgane 19
mittels Schrauben 23 ermöglicht einen einfachen Austausch der
Förderorgane 19.
Claims (5)
1. Endlosförderer zur Entleerung eines Speicherbehälters, ins
besondere eines landwirtschaftlichen Ladebehälters (2) für
Halmerntegut (1), an dessen Boden der Fördertrum des
Endlosförderers verläuft, mit sich quer zur Umlaufrichtung
erstreckenden und mit dem Endlosförderer (11) umlaufenden
Förderleisten (16), dadurch gekennzeichnet, daß an den För
derleisten (16) Förderorgane (19) mit querverlaufenden
Schwenkachsen (25) gelagert sind, die in eine aufragende
Förderstellung vorgespannt sind und bei einer die Vorspann
kraft Übersteigenden Belastung in eine entgegengesetzt zur
Förderrichtung weisende förderfreie Ruhestellung nieder
schwenkbar sind.
2. Endlosförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
den Förderorganen (19) Vorspannfedern (24) zugeordnet sind,
deren Vorspannkraft mit zunehmendem Niederschwenken an
steigt, so daß innerhalb eines Belastungsbereichs die För
derorgane (19) mehr oder minder stark in Teilförderstellun
gen niedergeschwenkt werden.
3. Endlosförderer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Förderorgane (19) Zinken (20) sind.
4. Endlosförderer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förderorgane (19) als Federzinken mit einem in der
Schwenkachse (25) angeordneten wendelförmigen Torsionsfe
derabschnitt (24) und einem tangential vorspringenden Zin
kenabschnitt (20) ausgebildet sind.
5. Endlosförderer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zinken (20) paarweise zu Förderga
beln (21) miteinander verbunden sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914108135 DE4108135C2 (de) | 1991-03-13 | 1991-03-13 | Ladewagen für landwirtschaftliches Halmgut |
| AT47892A AT400791B (de) | 1991-03-13 | 1992-03-11 | Ladewagen für landwirtschaftliches halmgut |
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|---|---|---|---|
| DE19914108135 DE4108135C2 (de) | 1991-03-13 | 1991-03-13 | Ladewagen für landwirtschaftliches Halmgut |
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|---|---|
| DE4108135A1 true DE4108135A1 (de) | 1992-09-17 |
| DE4108135C2 DE4108135C2 (de) | 1996-07-11 |
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ID=6427196
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914108135 Expired - Fee Related DE4108135C2 (de) | 1991-03-13 | 1991-03-13 | Ladewagen für landwirtschaftliches Halmgut |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT400791B (de) |
| DE (1) | DE4108135C2 (de) |
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Also Published As
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| ATA47892A (de) | 1995-08-15 |
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