DE4108126C2 - Flügelzellenpumpe - Google Patents
FlügelzellenpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flügelzellenpumpe, bei der eine
Verbindung zwischen Pumpenauslaß und Druckkammer über einen
Druckkanal vorgesehen ist, mit einer Drosselvorrichtung vor
einem Druckauslaß, wobei die Drosselvorrichtung einen Einsatz
mit einer Drosselbohrung aufweist, und mit einem Durchfluß
steuerventil zur Beeinflussung des Fluidstromes durch einen
an der Druckkammer vorgesehenen Überströmauslaß in Abhängig
keit des Druckes in der Druckkammer und eines Druckes stromab
der Drosselvorrichtung. Derartige Flügelzellenpumpen eignen
sich insbesondere für Servolenkanlagen in Kraftfahrzeugen.
Bei herkömmlichen Flügelzellenpumpen für Servolenkanlagen be
stand die Zielsetzung, einen möglichst konstanten Förderstrom
bei sich verändernden Antriebsgeschwindigkeiten der Pumpe zu
ermöglichen.
Bei Hilfslenkanlagen für Fahrzeuge besteht bei hohen Ge
schwindigkeiten ein zunehmendes Bedürfnis nach einer Ausle
gung, bei der bei ansteigender Fahrgeschwindigkeit das Lenk
reaktionsverhalten verstärkt werden soll. Diese Art der Re
aktion soll dem Fahrzeugführer selbst bei hohen Geschwindig
keiten ein zuverlässiges Straßengefühl vermitteln. Die zuneh
mende Förderleistung der Pumpe bei höheren Drehgeschwindig
keiten bzw. Drehzahlen führt jedoch zu einer Zunahme der hy
draulischen Lenkkraftunterstützung und der Anteil der vom
Fahrer aufzubringenden mechanischen Arbeit wird herabgesetzt.
Eine Flügelzellenpumpe der eingangs genannten Art ist aus der
DE 32 11 948 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Pumpe ist die
Drosselvorrichtung gegenüber einem Druckauslaß angeordnet, so
daß die Orientierung der Drosselbohrung der Strömungsrichtung
des Fluides entspricht. Der Förderstrom der Pumpe wird durch
teilweises Verschließen der Drosselbohrung mittels einer Fe
der geregelt, die an dem Durchflußsteuerventil angebracht
ist.
Weiterhin ist aus der DE 29 15 809 A1 eine Flügelzellenpumpe
bekannt, bei der der Förderstrom bei hohen Drehzahlen abge
riegelt wird, um einen gewünschten Regeldruck auch bei höhe
ren Drehzahlen einzuhalten. Hierzu wird die Hochdruckseite
mit der Niederdruckseite der Pumpe kurzgeschlossen, so daß
die Öffnung der Drosselbohrung nicht mehr in der Hauptströ
mungsrichtung des Fluides liegt, sondern vielmehr mit einem
Tot- oder Turbulenzbereich kommuniziert.
Eine weitere Pumpe ist aus der GB 1 459 161 A bekannt. Bei
dieser bekannten Pumpe wird eine Drosseleinrichtung von einer
Auslaß- und Drosselöffnung in einem zylindrischen Einsatz ge
bildet, welche in Winkelrichtung verstellbar in Querrichtung
zu der Achse in einem Druckkanal zwischen einer Druckkammer
der Pumpe und einem Durchflußsteuerventil angeordnet ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Flügelzellenpumpe der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
der ein ausreichender Steuerbereich des Förderstroms, insbe
sondere eine Abregelung bei hohen Drehzahlen, durch geringen
fertigungstechnischen Aufwand und ohne die Zuhilfenahme zu
sätzlicher mechanischer Stellglieder erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Pumpe dadurch
gelöst, daß die Öffnung der Drosselbohrung in dem Druckkanal
angeordnet ist und die Drosselbohrung rechtwinklig zu einer
Strömung vom Pumpauslaß zur Druckkammer verläuft.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer bevorzugten Aus
führungsform unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung
näher erläutert.
In der einzigen Fig. 1 der Zeichnung ist eine Längsschnitt
ansicht durch eine Flügelzellenpumpe nach der Erfindung
gezeigt.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung ist ein Gehäuse 18 ge
zeigt, das mittels einer Abdeckung 21 geschlossen ist. Es ent
hält einen Nockenring 4, der zwischen zwei Endplatten 5 und 6
angeordnet ist. Der Nockenring 4 ist drehfest mit den Endplat
ten 5 und 6 verbunden. Ein mit Radialschlitzen versehener,
zylindrischer Rotor 3, der mit einer Antriebswelle 2 verbun
den ist, ist in dem Nockenring 4 angeordnet. Flügel 3a werden
in den Schlitzen des Rotors 3 derart geführt, daß sie radial
beweglich sind. Zwischen dem äußeren Umfang des Nockenrings 4
und der Abdeckung 21 ist in der Abdeckung 21 eine Druckkammer
8 ausgebildet, die in Verbindung mit einem Druckkanal 7 in der
Endplatte 6 steht. Der Druckkanal 7 ermöglicht, daß das Druck
medium von einer Pumpenauslaßöffnung 1 der Endplatte 5 in die
Druckkammer 8 strömt. In Abhängigkeit von der Drehzahl
der Pumpe ermöglicht ein Durchflußsteuerventil 20, daß
das Druckmedium von der Druckkammer 8 in einen Überströmauslaß 10
strömt. Das Durchflußsteuerventil 20 hat einen auf den Druck
ansprechenden Schieber 14, der in einer Schieberbohrung 9 in
dem Gehäuse 18 aufgenommen ist. Die Bohrung 9 hat ein Ende,
welches direkt in die Druckkammer 8 mündet, und sie hat ein
gegenüberliegendes Ende, welches geschlossen ist. Der Schie
ber ist mittels einer Feder 15 vorbelastet, welche in einer
Stützkammer 16 angeordnet ist, die in der Bohrung 9 zwischen
dem Schieber 14 und dem geschlossenen Ende der Bohrung 9 ge
bildet wird.
Zwischen dem Pumpenauslaß 1 und der Druckkammer 8 ist in einem
Druckkanal 7 ein hohler, zylindrischer Drosseleinsatz 25 vor
gesehen, der eine Auslaß- und Drosselöffnung 23a hat. Der
Einsatz 25, der passend über die Endplatte 6 in das Gehäuse 18
eingesetzt ist, hat eine axiale Drosselbohrung 23, deren eines Ende
als Auslaß- und Drosselöffnung 23a dient. Der Ein
satz 25 ist in dem Druckkanal 7 quer zu der Einströmungs
richtung des Druckmediums (mit einem Pfeil a angedeutet) an
geordnet. Mit Hilfe des Einsatzes 25 wird die Querschnitts
fläche des Druckkanals 7 örtlich in ihren Abmessun
gen vermindert. Durch die Öffnung 23a, die axiale Drosselbohrung 23,
und einen Kanal 24, wird das Druckmedium zu einem Verbrau
cher, beispielsweise eine Servolenkanlage gefördert.
Ein Druck wird auf an sich bekannte Weise von
einem Druckauslaß 13 zu einer Öffnung 17 übertragen, die sich zu einer
Stützkammer 16 des Durchflußsteuerventils 20 öffnet.
Der Einsatz 25 kann entweder in der Mitte oder in einem Abstand
von der Mitte des Druckkanales angeordnet sein. Hierdurch wird
die Durchflußquerschnittsfläche im Druckkanal 7 mehr oder we
niger vermindert.
Da die Abmessungen der Querschnittsfläche des Druckkanals 7
in der Zone des Drosseleinsatzes herabgesetzt werden, nimmt
der statische Druck, der in dieser Zone auftritt, mit anstei
gender Drehzahl ab. Die Fördermenge des Druckmediums, die unter
statischem Druck abgegeben wird, nimmt mit zunehmender Dreh
geschwindigkeit bzw. Drehzahl ab. Der Druck in der Stützkam
mer 16 des Durchflußsteuerventils 20 nimmt mit zunehmender
Drehzahl ab. Die Neigung des Durchflußsteuerventils 20 zum
Öffnen steigt mit ansteigender Drehzahl bzw. Drehgeschwindig
keit an. Somit wird der Förderstrom bei zunehmender Drehzahl
der Pumpe herabgesetzt.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist die Drosselöffnung 23a
in dem Druckkanal 7 unter einem Winkel von 90° bezüglich der
Einströmungsrichtung des Druckmediums (Pfeil a) angeordnet.
Bei einer solchen Anordnung des Drosseleinsatzes 25 nimmt der
Förderstrom bei ansteigender Drehgeschwindigkeit bzw. Drehzahl
der Pumpe in starkem Maße ab. Somit erhält man einen Förder
strom mit einer fallenden Förderleistungstendenz bei anstei
gender Drehzahl.
Claims (6)
1. Flügelzellenpumpe, bei der eine Verbindung zwischen Pum
penauslaß (1) und Druckkammer (8) über einen Druckkanal (7)
vorgesehen ist,
mit einer Drosselvorrichtung vor einem Druckauslaß (13, 24), wobei die Drosselvorrichtung einen Einsatz (25) mit einer Drosselbohrung (23) aufweist,
und mit einem Durchflußsteuerventil (20) zur Beeinflussung des Fluidstromes durch einen an der Druckkammer (8) vorgese henen Überströmauslaß (10) in Abhängigkeit des Druckes in der Druckkammer (8) und eines Druckes stromab der Drosselvorrich tung,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (23a) der Drosselbohrung (23) in dem Druckka nal (7) angeordnet ist, und die Drosselbohrung (23) recht winklig zu einer Strömung (Pfeil a) vom Pumpenauslaß (1) zur Druckkammer (8) verläuft.
mit einer Drosselvorrichtung vor einem Druckauslaß (13, 24), wobei die Drosselvorrichtung einen Einsatz (25) mit einer Drosselbohrung (23) aufweist,
und mit einem Durchflußsteuerventil (20) zur Beeinflussung des Fluidstromes durch einen an der Druckkammer (8) vorgese henen Überströmauslaß (10) in Abhängigkeit des Druckes in der Druckkammer (8) und eines Druckes stromab der Drosselvorrich tung,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (23a) der Drosselbohrung (23) in dem Druckka nal (7) angeordnet ist, und die Drosselbohrung (23) recht winklig zu einer Strömung (Pfeil a) vom Pumpenauslaß (1) zur Druckkammer (8) verläuft.
2. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einsatz (25) in den Druckkanal (7) hineinragt und da
bei die Durchflußquerschnittsfläche des Druckkanales (7) ver
mindert.
3. Flügelzellenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Einsatz (25) hohlzylindrisch ausgebildet
ist und die Drosselbohrung (23) sich von einer Drosselöffnung
(23a) in der Stirnseite des Einsatzes (25) in diesem axial
erstreckt.
4. Flügelzellenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnung (23a) in der
Mitte des Druckkanales (7) angeordnet ist.
5. Flügelzellenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Durchflußsteuerventil (20) ei
nen direkt an die Druckkammer (8) angrenzenden Kolbenab
schnitt (14) aufweist, der axial bewegbar in einer Bohrung
(9) aufgenommen ist.
6. Flügelzellenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Druckkammer (8) von einem äuße
ren Umfang eines Nockenringes (4) einer Pumpeinheit (3, 3a,
4, 5, 6) begrenzt wird.
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Ipc: F04C 15/04 |
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Owner name: HITACHI, LTD., TOKIO/TOKYO, JP |
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