DE19747341A1 - Regeleinrichtung für Verdrängerpumpen - Google Patents
Regeleinrichtung für VerdrängerpumpenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Regeleinrichtung für Ver
drängerpumpen, insbesondere Flügel- und Rollenzellenpumpen,
die einen Druckraum aufweisen, der über eine Bohrung, in
welcher ein Regelkolben gegen die Kraft einer Feder ver
schiebbar ist, mit einem an einen Auslaß angeschlossenen
Druckkanal in Verbindung steht. Der Regelkolben steuert den
Auslaßquerschnitt eines Drosselkanals in Abhängigkeit von
der Pumpendrehzahl bzw. vom Förderstrom. In einer Gehäuse
bohrung ist außerdem ein Stromregelventil mit einem durch
die Kraft einer Feder belasteten Regelkolben vorhanden.
Eine derartige Regeleinrichtung ist aus der WO-A1-
96/09475 bekannt. Mit dieser Regeleinrichtung wird eine
fallende Förderstromkennlinie erreicht. Um unterschiedliche
Formen der Förderstromkennlinie zu ermöglichen müssen un
terschiedliche Federn und unterschiedliche Kolbendurchmes
ser verwendet werden. Wird jedoch eine Förderstromkennlinie
mit einem unstetigen Verlauf, beispielsweise mit einem stu
figen Verlauf, gewünscht, so läßt sich eine solche Kennli
nie nur mit erhöhtem Aufwand, beispielsweise durch die Ver
wendung von zwei nach einander wirkenden Federn verwirkli
chen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit mög
lichst geringem Bauaufwand eine Regeleinrichtung für belie
bige, darunter auch fallende, Förderstromkennlinien zu
schaffen, die einen unstetigen Verlauf aufweisen. Unter
schiedliche Formen der Kennlinie sollen leicht darstellbar
sein.
Diese Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 gekennzeich
nete Regeleinrichtung gelöst. Der Regelkolben besitzt we
nigstens eine Steuerkante, durch die in Verbindung mit der
Öffnung des Drosselkanals die Querschnittsfläche des Dros
selkanals während einer Bewegung des Regelkolbens in Rich
tung auf den Federraum verkleinert wird. Außerdem besitzt
der Regelkolben wenigstens eine weitere Steuerkante, durch
die in Verbindung mit der Öffnung des Drosselkanals die
Querschnittsfläche des Drosselkanals während der Bewegung
des Regelkolbens in Richtung auf den Federraum vergrößert
wird. Mit einer solchen Ausführung ist es möglich, daß die
Förderstromkennlinie der Verdrängerpumpe von dem Punkt an
einen fallenden Verlauf aufweist, an dem die erste Steuer
kante beginnt, die Öffnung des Drosselkanals zu überdecken
und damit die offene Querschnittsfläche des Drosselkanals
zu verkleinern. Damit wird der an den Verbraucher gelie
ferte Förderstrom verringert. Von einem zweiten Punkt an,
an dem die zweite Steuerkante in den Bereich der Öffnung
des Drosselkanals eintritt, wird in diesem Bereich die of
fene Querschnittsfläche des Drosselkanals zunehmend vergrö
ßert. Damit ergibt sich eine Unstetigkeitsstelle im Verlauf
der Förderstromkennlinie, beispielsweise dahingehend, daß
die Kennlinie von diesem Punkt weniger steil oder gar nicht
mehr abfällt. Die durch die erste Steuerkante abgeregelte
Menge wird durch die zweite Steuerkante bestimmt nachgere
gelt.
Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen angegeben. Besonders
einfach lassen sich die Steuerkanten ausführen, wenn die
erste Steuerkante durch eine Verschneidung zwischen der dem
Federraum zugewandten Stirnfläche des Regelkolbens und der
zylindrischen Umfangsfläche des Regelkolbens gebildet ist.
Die weitere Steuerkante ist dann als Begrenzungskante einer
an der zylindrischen Umfangsfläche des Regelkolbens ange
ordneten Ringnut ausgeführt.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel sind beide Steu
erkanten durch je eine Begrenzungskante zweier an der zy
lindrischen Umfangsfläche des Regelkolbens angeordneten
Ringnuten gebildet. Dadurch können die Förderstromkennli
nien vielfältiger eingestellt werden. Beispielsweise ergibt
sich eine viskositätsabhängige Förderstromkennlinie, die
besonders gute Kaltstarteigenschaften besitzt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier in der
Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläu
tert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Verdränger
pumpe mit der Regeleinrichtung, wobei sich
der Regelkolben in seiner Grundstellung be
findet;
Fig. 2 einen Teilquerschnitt nach der Linie II-II
in Fig. 1;
Fig. 3 die Einzelheit III der Fig. 1 in vergrößer
tem Maßstab;
Fig. 4 die Einzelheit III aus Fig. 3, jedoch mit
verschobenem Regelkolben;
Fig. 5 die Einzelheit III wie in Fig. 3, jedoch
nach einem zweiten Ausführungsbeispiel.
Die Erfindung wird anhand des Beispieles einer Flügel
zellenpumpe beschrieben. Mit gleicher Wirkung kann die Er
findung jedoch auch bei anderen Verdrängerpumpen, bei
spielsweise bei Rollenpumpen, angewendet werden. Die Flü
gelzellenpumpe dient zum Fördern von Drucköl aus einem
nicht dargestellten Behälter zu einem nicht dargestellten
Verbraucher, beispielsweise einer Hilfskraftlenkung.
In einem Gehäuse 1 ist ein Pumpenpaket 2 eingesetzt,
das aus einem Rotor 3, einem Kurvenring 4 und mehreren Ar
beitsschiebern 5 besteht. Der Rotor 3 ist über eine An
triebswelle 6 in einem Lagergehäuse 7 gelagert.
Zwischen den Arbeitsschiebern 5 und dem Kurvenring 4
sind nicht dargestellte Arbeitskammern in der Form von Ver
drängerzellen gebildet, die an ihren beiden axialen Seiten
von zwei Steuerplatten 8 und 9 begrenzt sind. In den Steu
erplatten 8 und 9 sind in bekannter Weise Drucköffnungen 10
und nicht dargestellte Saugöffnungen vorgesehen. Die Druck
öffnungen 10 stehen in Verbindung mit einem Druckraum 10A.
Ein Bypass-Stromregelventil 11 mit einem durch eine
Feder belasteten Kolben 11A für die Regelung des zu einem
Druckanschluß geführten Drucköls ist in bekannter Weise in
dem Lagergehäuse 7 angeordnet. Die Ausbildung des Stromre
gelventils 11 und eines außerdem noch vorhandenen, nicht
sichtbaren Druckbegrenzungsventils ist allgemein bekannt,
beispielsweise aus der US-A-5 098 259 und wird daher nicht
näher beschrieben. Ebenso sind die Saug- und Druckkanäle,
die die Arbeitskammern mit einem Sauganschluß, dem Stromre
gelventil 11 und dem Druckbegrenzungsventil verbinden, in
dem Lagergehäuse 7 angeordnet. Auch diese Kanäle sind all
gemein bekannt und werden deshalb nicht näher beschrieben.
Eine Blende des Bypass-Stromregelventils 11 ist in dem La
gergehäuse 7 in der Form eines Drosselkanals 12 angeordnet.
Der Drosselkanal 12 erstreckt sich von einer Boh
rung 13, die in dem Lagergehäuse im wesentlichen parallel
zu der Achse der Antriebswelle 6 angeordnet ist, zu einem
Auslaßkanal 14. Die Öffnung des Drosselkanals 12 mündet in
der Bohrung 13 in einen Federraum 15, der eine Feder 16
enthält. Die Feder 16 stützt sich einerseits an dem Ende
der Bohrung 13 in dem Lagergehäuse 7 und andererseits an
einem Regelkolben 17 ab, der in der Bohrung 13 verschiebbar
geführt ist. Die Drucköffnungen 10 stehen über einen Umge
hungskanal 18 ständig mit dem Federraum 15 und damit mit
der Öffnung des Drosselkanals 12 in Verbindung. Der Umge
hungskanal 18 ist, wie aus dem Querschnitt der Fig. 2 er
sichtlich, im wesentlichen T-förmig ausgebildet und zweck
mäßigerweise in dem Lagergehäuse 7 eingegossen. Der Umge
hungskanal 18 ist zu der Bohrung 13 hin offen. Der Regel
kolben 17 ist gegen die Kraft der Feder 16 verschiebbar. In
jeder Stellung des Regelkolbens 17 bleibt über den Umge
hungskanal 18 eine Verbindung von den Drucköffnungen 10 zu
dem Federraum 15 erhalten.
An seinem, dem Federraum 15 zugewandten Ende besitzt
der Regelkolben 17 eine Steuerkante 19, die durch die Ver
schneidung zwischen der dem Federraum 15 zugewandten Stirn
fläche des Regelkolbens 17 und seiner zylindrischen Um
fangsfläche gebildet ist. Die Steuerkante 19 wirkt mit der
Öffnung des Drosselkanals 12 zusammen derart, daß bei einer
Verschiebung des Regelkolbens 17 in Richtung auf den Feder
raum 15 die offene Querschnittsfläche des Drosselkanals 12
verkleinert wird. Die Steuerkante 19 kann als scharfe Kan
te, als Stufe oder als Fase ausgebildet sein. Durch eine
derartige Ausgestaltung der Steuerkante 19 kann der Dros
selvorgang beeinflußt werden.
In der Nähe seines, dem Federraum 15 zugewandten Endes
besitzt der Regelkolben 17 eine weitere Steuerkante 20, die
durch eine Begrenzungskante einer an der zylindrischen Um
fangsfläche des Regelkolbens 17 angeordneten Ringnut 21
gebildet ist.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel, das in Fig. 5
dargestellt ist, ist eine erste Steuerkante 22 an einer
Begrenzungskante einer ersten Ringnut 23 gebildet. Eine
zweite Steuerkante 24 ist durch eine Begrenzungskante einer
zweiten Ringnut 25 gebildet. Die beiden Ringnuten 23 und 25
sind in der Nähe der dem Federraum 15 zugewandten Stirnflä
che des Regelkolbens 17 an der zylindrischen Umfangsfläche
des Regelkolbens 17 gebildet.
Im folgenden wird die Funktion des Regelkolbens 17
beschrieben: In der Ausgangsstellung, solange die Pumpe
steht, drückt die Feder 16 den Regelkolben 17 gegen die
Steuerplatte 9. Der Förderdruck der Pumpe wirkt in den
Drucköffnungen 10 und damit als Staudruck auf der dem Fe
derraum 15 abgewandten Stirnfläche des Regelkolbens 17.
Sobald die durch den Staudruck auf die Stirnfläche ausgeüb
te Kraft die Kraft der Feder 16 übersteigt, wird der Re
gelkolben 17 in Richtung auf den Federraum 15 verschoben.
Dabei wird zunächst durch die Steuerkante 19 die offene
Querschnittsfläche des Drosselkanals 12 verkleinert. Bei
einem weiteren Verschieben des Regelkolbens 17 gelangt die
zweite Steuerkante 20 in den Bereich der Öffnung des Dros
selkanals 12, so daß die offene Querschnittsfläche des
Drosselkanals 12 mit zunehmender Verschiebung des Regelkol
bens 17 in diesem Bereich vergrößert wird. Dadurch kann
nach anfänglicher Verkleinerung der offenen Querschnitts
fläche und damit abfallender Förderstromkennlinie die offe
ne Querschnittsfläche im weiteren Verlauf der Verschiebung
des Regelkolbens 17 konstant gehalten bzw. kontinuierlich
vergrößert werden. Damit kann die Steigung der Förderstrom
kennlinie im Abregelbereich der Verdrängerpumpe feinfühlig
variiert werden. Alleine durch eine Veränderung der Gestalt
des Regelkolbens 17 kann die Förderstromkennlinie leicht
variiert werden. Eine solche andere Form des Regelkol
bens 17 ist anhand der Fig. 5 oben beschrieben.
1
Gehäuse
2
Pumpenpaket
3
Rotor
4
Kurvenring
5
Arbeitsschieber
6
Antriebswelle
7
Lagergehäuse
8
Steuerplatte
9
Steuerplatte
10
Drucköffnung
10
A Druckraum
11
Bypass-Stromregelventil
11
A Kolben
12
Drosselkanal
13
Bohrung
14
Auslaßkanal
15
Federraum
16
Feder
17
Regelkolben
18
Umgehungskanal
19
Steuerkante
20
Steuerkante
21
Ringnut
22
Steuerkante
23
Ringnut
24
Steuerkante
25
Ringnut
Claims (3)
1. Regeleinrichtung für Verdrängerpumpen, insbesondere
Flügel- und Rollenzellenpumpen, mit folgenden Merkmalen:
- - ein Druckraum (10A) der Pumpe steht über eine Boh rung (13), in welcher ein Regelkolben (17) gegen die Kraft einer Feder (16) verschiebbar ist, und über ei nen im Bereich der Bohrung (13) im wesentlichen paral lel zu dieser angeordneten Umgehungskanal (18) ständig mit einem Federraum (15) des Regelkolbens (17) und mit einem Auslaßkanal (14) in Verbindung;
- - ein Stromregelventil (11) mit einem durch die Kraft einer Feder belasteten Kolben (11A) ist zur Regelung eines Nutzstromes angeordnet;
- - der Regelkolben (17) steuert die offene Querschnitts
fläche eines den Federraum (15) mit dem Auslaßka
nal (14) verbindenden Drosselkanals (12) in Abhängig
keit von dem Förderstrom der Verdrängerpumpe,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale: - - der Regelkolben (17) besitzt wenigstens eine Steuer kante (19, 22), durch die in Verbindung mit der Öff nung des Drosselkanals (12) die offene Querschnitts fläche des Drosselkanals (12) während einer Bewegung des Regelkolbens (17) in Richtung auf den Feder raum (15) verkleinert wird;
- - der Regelkolben (17) besitzt wenigstens eine weitere Steuerkante (20, 24), durch die in Verbindung mit der Öffnung des Drosselkanals (12) die offene Quer schnittsfläche des Drosselkanals (12) während einer Bewegung des Regelkolbens (17) in Richtung auf den Fe derraum (15) vergrößert wird.
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - die eine Steuerkante (19, 22), durch die in Verbindung mit der Öffnung des Drosselkanals (12) die offene Querschnittsfläche des Drosselkanals (12) während ei ner Bewegung des Regelkolbens (17) in Richtung auf den Federraum (15) verkleinert wird, ist durch die Ver schneidung zwischen der dem Federraum (15) zugewandten Stirnfläche des Regelkolbens (17) und der zylindri schen Umfangsfläche des Regelkolbens (17) gebildet,
- - die weitere Steuerkante (20, 24), durch die in Verbin dung mit der Öffnung des Drosselkanals (12) die offene Querschnittsfläche des Drosselkanals (12) während ei ner Bewegung des Regelkolbens (17) in Richtung auf den Federraum (15) vergrößert wird, ist durch eine Begren zungskante einer an der zylindrischen Umfangsfläche des Regelkolbens (17) angeordneten Ringnut (21) gebil det.
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - die eine Steuerkante (19, 22), durch die in Verbindung mit der Öffnung des Drosselkanals (12) die offene Querschnittsfläche des Drosselkanals (12) während ei ner Bewegung des Regelkolbens (17) in Richtung auf den Federraum (15) verkleinert wird, ist durch eine Be grenzungskante einer an der zylindrischen Umfangsflä che des Regelkolbens (17) angeordneten Ringnut (23) gebildet,
- - die weitere Steuerkante (20, 24), durch die in Verbin dung mit der Öffnung des Drosselkanals (12) die offene Querschnittsfläche des Drosselkanals (12) während ei ner Bewegung des Regelkolbens (17) in Richtung auf den Federraum (15) vergrößert wird, ist durch eine Begren zungskante einer zweiten an der zylindrischen Umfangs fläche des Regelkolbens (17) angeordneten Ringnut (25) gebildet.
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