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DE4103389A1 - Verfahren zum herstellen von werkstuecken zur oertlichen versteifung von gegenstaenden aus schmiegsamem material, insbesondere innenkappen fuer schuhe - Google Patents

Verfahren zum herstellen von werkstuecken zur oertlichen versteifung von gegenstaenden aus schmiegsamem material, insbesondere innenkappen fuer schuhe

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DE4103389A1
DE4103389A1 DE19914103389 DE4103389A DE4103389A1 DE 4103389 A1 DE4103389 A1 DE 4103389A1 DE 19914103389 DE19914103389 DE 19914103389 DE 4103389 A DE4103389 A DE 4103389A DE 4103389 A1 DE4103389 A1 DE 4103389A1
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DE
Germany
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plastic
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carrier
soft
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DE19914103389
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Inventor
Albert Lang
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Individual
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    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C70/00Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts
    • B29C70/68Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts by incorporating or moulding on preformed parts, e.g. inserts or layers, e.g. foam blocks
    • B29C70/78Moulding material on one side only of the preformed part
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    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
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    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29L2031/00Other particular articles
    • B29L2031/48Wearing apparel

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Composite Materials (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von thermoplastischen Kunststoff, insbesondere Polyamid enthaltenden Werkstücken gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In der Schuhindustrie werden zur Stabilisierung des Schuhoberteils im Bereich der Schuhspitze Vorderkappen eingearbeitet. Vorderkappen sind vorgefertigte, zunächst ebene, plattenartige Werkstücke, deren Umriß der Form des Vorderblattes des betreffenden Schuhes angepaßt ist und die vor dem Aufleisten und Zwicken des Schuhoberteils auf die entsprechende Stelle der Innenseite des Vorderblattes aufgebracht und mit diesem fest verbunden werden. Als wirksamen Grundstoff enthalten diese Werkstücke thermoplastischen Kunststoff, insbesondere Polyamid, das sich durch Anwendung von Wärme erweichen und so in eine beliebige räumliche Form bringen läßt, in der es nach dem Abkühlen erstarrt. Je nach Dicke besitzt die Vorderkappe dann eine gewisse Sprungelastizität, die für eine formerhaltende Versteifung des Schuhvorderteils ausgenützt wird.
Da der thermoplastische Kunststoff aus technischen Gründen nicht unmittelbar auf das Vorderblatt eines Schuhoberteils aufgetragen werden kann, ist es üblich, ein Porenräume aufweisendes Trägermaterial mit dem verflüssigten Kunststoff zu tränken. Dieses Trägermaterial ist meist ein Geflecht, ein Gewebe oder auch ein Vlies, das mit dem Kunststoff nach dessen Erstarren eine Bahn bildet, aus der die Werkstücke für die Vorderkappen mit einer ihrem Verwendungszweck entsprechenden Umrißform ausgestanzt werden.
Die Vorderkappen werden als flache Werkstücke mittels sogenannter Bügelpressen unter gleichzeitiger Anwendung von Wärme und Druck auf das jeweilige Vorderblatt aufgebracht, sozusagen aufgebügelt. Durch die Wärme wird der thermoplastische Kunststoff aktiviert, d. h. erweicht, so daß er auch schon in eine gewisse dreidimensionale Form gebracht werden kann; er entfaltet in diesem Zustand auch eine gewisse Klebkraft, so daß er durch gleichzeitige Anwendung von Druck mit dem Vorderblatt verbunden werden kann. Da das Trägermaterial mit dem thermoplastischen Kunststoff getränkt ist, kann im gleichen oder auch in einem nachfolgenden Arbeitsgang, der allerdings eine erneute Aktivierung des thermoplastischen Kunststoffs voraussetzt, auch ein Innenfutter aufgebügelt werden.
Praktisch sieht das so aus, daß die Bedienperson einer Bügelpresse an ihrem Arbeitsplatz eine den unterschiedlichen Schuhformen entsprechende Anzahl unterschiedlicher Vorderkappentypen vorrätig halten muß. Diese müssen schon vorweg mit Wärme beaufschlagt werden, um den thermoplastischen Kunststoff vorzuaktivieren; dadurch soll verhindert werden, daß sich die Vorderkappe auf dem Vorderblatt bei der Zuführung beider Teile zur Bügelpresse etwa verschiebt. Die Bedienperson greift dabei die zu dem zu versteifenden Vorderblatt passende voraktivierte Vorderkappe, legt sie auf das Vorderblatt und führt beide in den Arbeitsbereich der Bügelpresse. In der Bügelpresse wird dann durch Zufuhr von Wärme die Vorderkappe voll aktiviert und durch Anwendung von Druck fest mit dem Vorderblatt verbunden. Dabei kann dem Vorderblatt auch schon eine die endgültige Schuhform andeutende dreidimensionale Form gegeben werden.
Dieses Verfahren des Herstellens und Aufbringens der Vorderkappen ist sehr arbeits- und materialintensiv. Erfahrungsgemäß ergibt sich beim Stanzen der Vorderkappen aus dem bahnenförmigen Material ein Abfall von etwa 25%, der entsorgt werden muß. Außerdem müssen die ausgestanzten Stücke je nach Qualität des herzustellenden Schuhwerks an zumindest einem freien Rand geschärft werden, um die Versteifung auslaufen zu lassen und den Rand der Vorderkappen nicht durch das Oberleder hindurch sichtbar zu machen. Dies bedingt einen zusätzlichen Arbeitsgang, bei dem wieder vor allem staubförmiger Abfall anfällt. Kleberbeschichtete Werkstücke müssen vor allem bei hochwertigem Schuhwerk an den geschärften Rändern nachbeschichtet werden, um auch diese Stellen sauber verkleben zu können.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, um sowohl die Herstellung solcher Vorderkappen zu vereinfachen, den Abfall zu vermeiden, als auch die spätere Handhabung und das Aufbringen auf das zu versteifende Material zu vereinfachen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der Grundgedanke der Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß es möglich ist, einen verflüssigten thermoplastischen Kunststoff mittels eines Druckvorganges auf eine Trägerbahn aufzutragen, von der es als vorgefertigtes Werkstück wieder abgelöst werden kann; um die Ablösung zu erleichtern, sollte eine Trägerbahn mit dichter Oberfläche verwendet werden, z. B. ein Silikonpapier. Durch den Auftrag im Wege eines Druckverfahrens kann dem Werkstück schon von vornherein der für seinen jeweiligen Verwendungszweck bestimmte Umriß gegeben werden, so daß Abfall nicht mehr anfällt. Durch Auftrag des Kunststoffes in zwei oder mehr Lagen lassen sich unterschiedlich dicke Werkstücke erzielen je nach dem Grad der gewünschten Versteifung. Durch Abtreppung am Rande läßt sich auch ein auslaufender Rand erzielen, so daß der bisher der Verarbeitung der Werkstücke vorangehende Arbeitsgang des Schärfens entfällt.
Da die Werkstücke sich nach dem Druckvorgang auf der Trägerbahn an ganz bestimmten Stellen befinden, läßt sich nach der Erfindung auch das Aufbringen der Werkstücke auf das zu versteifende Material wesentlich vereinfachen und erleichtern. Die Trägerbahn mit den aufgedruckten Werkstücken kann zu Rollen aufgerollt gehandhabt werden. Somit ist es nur mehr notwendig, eine aufgerollte Trägerbahn mit den darauf befindlichen Werkstücken dem Arbeitskopf der betreffenden Bügelpresse zuzuordnen, so daß der zu versteifende Materialzuschnitt ebenfalls nur an eine bestimmte Stelle gelegt zu werden braucht, um das Werkstück von der Trägerbahn auf den Zuschnitt zu übertragen und mit diesem zu verbinden. Die von den Werkstücken befreite Trägerbahn kann danach wieder aufgerollt und gegebenenfalls sogar wiederverwendet werden. Um unterschiedliche Werkstücke für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben, können einer Bügelpresse auch mehrere Rollen zugeordnet werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Anbringung einer - bekannten - Vorderkappe an der Innenseite eines Schuhvorderblattes in Draufsicht,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus einer Trägerbahn mit einem Werkstück nach der Erfindung in Draufsicht und
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 3.
In Fig. 1 ist ein Vorderblatt 1 für einen Schuh dargestellt, auf dessen - rauhe - Innenseite eine diesem in Form und Umriß angepaßte Vorderkappe 2 aufgebracht ist. Nach dem Stand der Technik besteht die Vorderkappe 2 aus einem ebenen Werkstück aus einer Gewebe- oder Vliesbahn, das mit einem thermoplastischen Kunststoff, z. B. Polyamid, getränkt ist. Die Vorderkappe 2 ist an ihrem unteren Rand 3 geschärft, d. h. abgeschrägt, damit sich ihr Rand im fertigen Schuhoberteil nicht als Kante abzeichnet.
Das Vorderblatt 1, auf das die Vorderkappe in ebenem Zustand z. B. mittels einer Bügelpresse aufgebracht wurde, kann dabei auch eine etwas gekrümmte, dreidimensionale Form erhalten, um es dann im Anschluß an diesen Arbeitsgang leichter auf einen Leisten aufziehen und zwicken zu können.
In den Fig. 3 und 4 ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt. Fig. 3 zeigt eine Trägerbahn 4 aus einem Material mit dichter Oberfläche, wie z. B. Silikonpapier, auf das ein als Vorderkappe geeignetes Werkstück 5 durch einen Druckvorgang, z. B. Tiefdruck, aufgetragen wurde. Das Werkstück 5 besteht, wie vor allem Fig. 4 erkennen läßt, aus drei Lagen 5a, 5b und 5c, die sich im Bereich des oberen Randes 6 decken, also gleichen Umriß aufweisen, während im Bereich des unteren Randes 7 eine Lage immer etwas kürzer ist als die andere benachbarte Lage. Dadurch entsteht eine abgetreppte Ausbildung, die, ähnlich wie der geschärfte Rand 3 bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2, dazu dient, im endgültig verarbeiteten Zustand den Rand der Vorderkappe 5 nicht durch das Oberleder hindurchtreten zu lassen.
Neben dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen viele andere Möglichkeiten der Realisierung der Erfindung. So können durch den Druckvorgang - neben Tiefdruck erscheint auch ein Siebdruck möglich - durch eine unterschiedliche Anzahl von Lagen selbstverständlich unterschiedliche Dicken der Werkstücke 5 erreicht werden. Auch kann die Abtreppung wie am Rand 7 nicht nur an einem Rand, sondern an allen Rändern vorgesehen werden. Auch kann die Anordnung der Schichten in umgekehrter Richtung erfolgen, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt, d. h. die flächenmäßig kleinste Schicht kann als unterste auf die Trägerbahn und die größte Schicht als oberste Schicht gedruckt werden; sie greift dann über die Ränder der jeweils unteren Schichten über. Dies hat im endgültigen Zustand den Vorteil, daß die flächenmäßig größte Schicht unmittelbar an dem Vorderblatt anliegt und so die Stufen der inneren Schichten überdeckt.
Selbstverständlich ist die Anwendung der Erfindung weder auf Vorderkappen (in gleicher Weise können auch Hinterkappen gefertigt werden), noch auf die Anwendung in der Schuhindustrie überhaupt beschränkt. In grundsätzlich gleicher Weise können auch andere Waren aus schmiegsamem Material, insbesondere Lederwaren, wie z. B. Koffer, Taschen oder dergleichen, oder Textilien an entsprechenden Stellen sprungelastisch versteift werden.

Claims (5)

1. Verfahren zum Herstellen von thermoplastischen Kunststoff, insbesondere Polyamid enthaltenden Werkstücken zur örtlichen Versteifung von Gegenständen aus schmiegsamem Material, wie Leder, Kunststoff oder dergleichen, insbesondere von Innenkappen für Schuhe, wobei die Werkstücke durch vorwiegend gleichzeitige Anwendung von Wärme zur Aktivierung des Kunststoffes und Druck mit dem zu versteifenden Material verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff in verflüssigtem Zustand in Form des betreffenden Werkstücks im Wege eines Druckverfahrens auf eine Trägerbahn (4) aufgetragen wird, von der das Werkstück (5) unmittelbar auf das zu versteifende Material übertragbar und im gleichen Arbeitsvorgang mit diesem verbindbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerbahn (4) aus einem Material mit dichter Oberfläche, wie z. B. Silikonpapier, besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff in zwei oder mehr Lagen (5a, 5b, 5c) auf die Trägerbahn (4) aufgetragen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Lagen (5a, 5b, 5c) einen unterschiedlich großen, aber in der Form zumindest bereichsweise ähnlichen Umriß aufweisen, derart, daß an zumindest einem Rand (7) des Werkstücks (5) eine Abtreppung entsteht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der verflüssigte Kunststoff durch Tiefdruck auf die Trägerbahn (4) aufgetragen wird.
DE19914103389 1991-02-05 1991-02-05 Verfahren zum herstellen von werkstuecken zur oertlichen versteifung von gegenstaenden aus schmiegsamem material, insbesondere innenkappen fuer schuhe Withdrawn DE4103389A1 (de)

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