Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Steuer- oder
Regelsystem zum Steuern der Abgabe eines Antriebsdrehmoments
für ein Kraftfahrzeug. Insbesondere betrifft die Erfindung ein
Steuersystem zum Steuern der Größe des Antriebsdrehmoments,
welches an angetriebene Räder abgegeben werden soll, um die
Fahrleistungen des Fahrzeugs zu optimieren. Noch spezieller
betrifft die Erfindung ein Steuersystem zum Steuern des An
triebsdrehmoments hauptsächlich in Abhängigkeit von dem er
forderlichen Drehmoment, welches an angetriebene Räder abge
geben werden soll.
Die japanische erste (ungeprüfte) Patentveröffentlichung
(Tokkai) Showa 60-1 92 843 beschreibt ein Steuersystem zum Ein
stellen des Antriebsdrehmoments, welches in Reaktion auf die
Betätigung eines Gaspedals erzeugt wird. Das beschriebene
System stellt einen Drosselklappenöffnungswinkel in Richtung
auf einen eingestellten Winkel ein auf der Grundlage der Be
triebsgröße des Gaspedals und einer Motorumdrehungsgeschwin
digkeit. Andererseits beschreibt die japanische erste (unge
prüfte) Gebrauchsmusterveröffentlichung (Jikkai) Showa G2-
1 93 151 eine ähnliche Steuerung für einen Dieselmotor, bei
welcher ein Fliehkraftregler anstelle der Drosselklappe ge
steuert wird. Weiterhin beschreibt die japanische erste
Patentveröffentlichung (Tokkai) Showa 63-25 355 eine Einstel
lung der Motorausgangsleistung in Abhängigkeit von dem Fahr
zeugfahrzustand, um die gewünschte Fahrleistung zu erreichen.
Bei den voranstehend angegebenen oder anderen bereits vorge
schlagenen Motorsteuersystemen wird das Motorausgangsdreh
moment gesteuert durch Steuerung in Richtung auf ein Ziel
drehmoment hin, entsprechend einer Betriebsgröße eines Gas
pedals. In der Praxis wird das Zieldrehmoment, welches in
Beziehung auf die Betriebsgröße des Gaspedals eingestellt
wird, angepaßt unter Berücksichtigung des möglichen maxima
len Drehmoments (nachstehend als "kritisches Drehmoment"
bezeichnet) abhängig von dem Straßen-/Reifenschlupf in rück
gekoppelter Weise. Das Steuersystem wird so eingerichtet,
daß es eine Steuerung der Motorausgangsleistung ermöglicht
auf der Grundlage des Motorausgangsdrehmoments, welches ent
sprechend der Betriebsgröße des Gaspedals erzeugt werden
soll, und hierbei neigt das an die angetriebenen Räder abzu
gebende Antriebsdrehmoment dazu, insbesondere auf Straßen
mit verhältismäßig niedriger Reibung übermäßig groß zu wer
den. Daher wird es erforderlich, ein getrenntes Antischlupf
steuersystem zur Verfügung zu stellen.
Im allgemeinen ist die Verbrennungskraftmaschine eines Kraft
fahrzeuges mit den angetriebenen Rädern über eine Kraftüber
tragung verbunden, die ein Automatikgetriebe oder einer auto
matischen Transaxle-Anordnung aufweist, einschließlich eines
Drehmomentwandlers. In einem solchen Fall kann das an die an
getriebenen Räder zu übertragende Drehmoment nicht präzise
allein dadurch gesteuert werden, daß das Motorausgangsdreh
moment gesteuert wird, und zwar infolge eines Schlupfes am
Drehmomentwandler. Darüber hinaus hängen die Reaktionseigen
schaften der Abgabe des Antriebsdrehmoments nicht nur von den
Motoreigenschaften ab, sondern auch von den Reaktionseigen
schaften des Automatikgetriebes oder der automatischen Trans
axle-Anordnung.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt daher in der
Bereitstellung eines Steuersystems zur Steuerung der Dreh
momentabgabe primär auf der Grundlage des erforderlichen Dreh
moments, wobei der Radschlupf auf einem annehmbaren Wert ge
halten wird.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht in
der Bereitstellung eines Steuersystems, welches ein Ausgangs
drehmoment einer Brennkraftmaschine in Beziehung auf die er
forderliche Abgabe des Antriebsdrehmoments an die angetriebe
nen Räder einstellen kann, wobei die Eigenschaften der dem
Motor zugeordneten Kraftübertragung berücksichtigt werden.
Zur Erzielung der voranstehenden und weiterer Vorteile steuert
ein Steuersystem gemäß der vorliegenden Erfindung für ein
Kraftfahrzeug die Abgabe des Drehmoments für angetriebene
Räder. Im wesentlichen steuert das Steuersystem ein Ausgangs
drehmoment einer Brennkraftmaschine für ein Kraftfahrzeug in
Richtung auf ein Motorausgangszieldrehmoment, welches auf der
Grundlage einer Gaspedalbetriebsgröße abgeleitet wird. Das
Motorausgangszieldrehmoment kann entsprechend zugeordneter
Zustände modifiziert werden, beispielsweise in bezug auf den
Grad der Straßenreibung, oder in bezug auf die Kraftübertra
gung einschließlich eines Drehmomentwandlers und eines Ge
triebes. Das Steuersystem kann weiterhin eine Auswahl der
Motorausgangsleistungssteuerung und der Getriebeschaltsteue
rung abhängig von den Fahrzeug-Fahrzuständen treffen.
Gemäß einer Zielrichtung der Erfindung umfaßt ein Steuersystem
zum Steuern der Verteilung eines Antriebsdrehmoments für an
getriebene Räder:
Eine erste Einrichtung zur manuellen Eingabe einer Drehmoment
anforderung bezüglich des Antriebsdrehmoments, welches an
angetriebene Räder verteilt werden soll, zum Steuern des Fahr
zeugfahrverhaltens, wobei die erste Einrichtung ein Dreh
momentanforderungsanzeigesignal erzeugt;
eine zweite Einrichtung zur Überwachung einer Motorumdrehungs
geschwindigkeit zur Erzeugung eines Motorgeschwindigkeits
anzeigedatums;
eine dritte Einrichtung zur Ableitung eines Motorausgangs
zieldrehmoments auf der Grundlage des Drehmomentanforderungs
anzeigesignals und des Motorgeschwindigkeitsanzeigesignals;
eine vierte Einrichtung zur Feststellung eines Fahrzeug-Fahr
zustandes auf der Grundlage eines vorausgewählten Fahrzeug
fahrparameters, der die Wandlung des Motorausgangsdrehmoments
in die Vortriebskraft zur Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges zum
Fahren beeinflußt, um einen Korrekturfaktor für das Motoraus
gangszieldrehmoment abzuleiten, und um das Motorausgangsziel
drehmoment auf der Grundlage des Korrekturfaktors zu modifi
zieren; und
eine fünfte Einrichtung zum Steuern des Fahrzeug-Fahrzustandes
zur Einstellung der Motorgeschwindigkeit zur Erzeugung eines
Motorausgangsdrehmoments, welches mit dem modifizierten Motor
ausgangszieldrehmoment übereinstimmt.
Bei der bevorzugten Ausführungsform überwacht die vierte Ein
richtung den Radschlupf und leitet den Korrekturfaktor ab,
welcher ein maximales Antriebsdrehmoment repräsentiert, das
an ein angetriebenes Rad angelegt werden kann, um das Rad an
zutreiben, während der Radschlupf innerhalb eines vorbestimm
ten akzeptierbaren Bereiches gehalten wird. Die vierte Ein
richtung kann einen Radgeschwindigkeitssensor zur Überwachung
der Radgeschwindigkeit des angetriebenen Rades umfassen, einen
Raddrehmomentsensor zur Überwachung des Antriebsdrehmoments
an dem angetriebenen Rad, einen Fahrzeuggeschwindigkeitssensor
zur Überwachung der Fahrzeugbewegungsgeschwindigkeit, eine
Einrichtung zur Ableitung der Winkelbeschleunigung des Rades
auf der Grundlage der überwachten Radgeschwindigkeit des an
getriebenen Rades, eine Einrichtung zur Ableitung eines dyna
mischen Reibungskoeffizienten auf der Grundlage des Antriebs
drehmoments auf dem angetriebenen Rad und der Winkelbeschleu
nigung an dem angetriebenen Rad, und eines Radschlupfes auf
der Grundlage der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Radgeschwin
digkeit des angetriebenen Rades. Weiterhin kann die vierte
Einrichtung darüber hinaus eine Einrichtung zur Ableitung
einer maximalen dynamischen Reibung auf der Grundlage der
dynamischen Reibung an jedem angetriebenen Rad und des Rad
schlupfes an jedem angetriebenen Rad umfassen, sowie eine
Einrichtung zur Ableitung einer Grenze für das Antriebsdreh
moment, welches an jedes angetriebene Rad verteilt werden
soll, als Korrekturfaktor auf der Grundlage der maximalen
dynamischen Reibung. Zusätzlich kann die vierte Einrichtung
den Status einer Kraftübertragung zur Übertragung des
Motorausgangsdrehmoments an das angetriebene Rad umfassen,
um eine Antriebsdrehmomentkraftübertragungscharakteristik
abzuleiten, wobei die vierte Einrichtung ein Antriebsziel
drehmoment ableitet, welches an das angetriebene Rad verteilt
werden soll, und ein Verhältnis zwischen dem Motorausgangs
drehmoment und dem an das angetriebene Rad abgegebenen Dreh
moment ableitet, also Korrekturfaktor zum Modifizieren des
Motorausgangszieldrehmoments, so daß das an das angetriebene
Rad zu verteilende Antriebsdrehmoment in Hinsicht auf das An
triebszieldrehmoment gesteuert wird. In einem solchen Fall
kann die vierte Einrichtung ein Getriebeübersetzungsverhält
nis feststellen und ein Eingangs-/Ausgangs-Übersetzungsver
hältnis an einem Drehmomentwandler, um das Verhältnis des
Motorausgangsdrehmoments zu dem Antriebsdrehmoment abzuleiten.
Darüber hinaus kann das Steuersystem vorzugsweise eine sech
ste Einrichtung aufweisen, um Motorreaktionscharakteristiken
einzustellen in Abhängigkeit von dem Fahrzeug-Fahrzustand zur
Einstellung eines entsprechenden Motorgeschwindigkeitsvaria
tionsverhältnisses. In einem derartigen Fall kann die sechste
Einrichtung eine der folgenden Bedingungen überwachen: Fahr
zeuglenkungszustand, Regenzustand, Fahrzeugbelastungszustand,
Belastung auf dem angetriebenen Rad und Straßengradient, um
hiervon abhängig die Motorreaktionscharakteristik zu setzen.
Alternativ hierzu kann das Steuersystem eine sechste Einrich
tung umfassen zum Steuern des Übersetzungsverhältnisses eines
automatischen Fahrzeuggetriebes, und eine siebte Einrichtung
zur Überwachung eines Fahrzeug-Fahrzustandes zum selektiven
Einsetzen der Motorausgangsdrehmomentssteuerung und der Ge
triebeübersetzungsverhältnissteuerung abhängig von dem Fahr
zeug-Fahrzustand. In einem solchen Fall kann die siebte Ein
richtung eine Vorhersage treffen für das Fahrzeugverhalten
auf der Grundlage des Fahrzeug-Fahrzustandes zur Auswahl
entweder der Motorausgangsdrehmomentssteuerung oder der Ge
triebeübersetzungsverhältnissteuerung, je nachdem, welche
größere Anforderungen stellt. Vorzugsweise kann die siebte
Einrichtung ein Versicherungspegelrepräsentationsdatum ablei
ten, um die Größe der Anforderung für die Motorausgangsdreh
momentssteuerung bzw. die Getriebeübersetzungsverhältnis
steuerung vorherzusagen, wobei das Versicherungspegelreprä
sentationsdatum abgeleitet wird auf der Grundlage des Fahr
zeug-Fahrzustandes, und die siebte Einrichtung wählt entwe
der die Motorausgangsdrehmomentssteuerung oder die Getriebe
übersetzungsverhältnissteuerung aus, je nachdem, welche ein
größeres Versicherungspegelrepräsentationsdatum aufweist.
In einem solchen Fall kann die sechste Einrichtung zumindest
eine der folgenden Größen überwachen: Eine Gaspedalbetriebs
größe, eine durchschnittliche Fahrzeuggeschwindigkeit, einen
Fahrzeugbewegungswiderstand, einen Fahrzeuglenkzustand, oder
eine Bremsfrequenz.
Die vorliegende Erfindung wird nachstehend im einzelnen anhand
einer eingehenden Beschreibung zusammen mit den beigefügten
Zeichnungen der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
näher erläutert, woraus weitere Vorteile und Merkmale hervor
gehen und wodurch die Erfindung jedoch nicht eingeschränkt
werden soll, vielmehr soll dies zum besseren Verständnis und
zur besseren Erläuterung dienen.
Es zeigt:
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild der ersten Aus
führungsform eines Antriebsdrehmoment-Abgabesteuer
systems gemäß der Erfindung, mit einer Erläuterung
der diskreten zu implementierenden Funktionen;
Fig. 2 ein Blockschaltbild der ersten Ausführungsform des
Antriebsdrehmoment-Abgabesteuersystems mit einer
Darstellung des ersten bevorzugten Aufbaus des
Steuersystems;
Fig. 3 und 4 Flußdiagramme der bei der ersten Ausfüh
rungsform des Steuersystems implementierten Ab
läufe;
Fig. 5 ein Diagramm mit einer Darstellung einer Tabelle
für die Brennstoffeinspritzmenge, welche bei der
ersten Ausführungsform des Steuersystems verwendet
wird;
Fig. 6 ein Diagramm mit einer Darstellung einer Tabelle für
den Drosselklappenöffnungswinkel, welche bei der
ersten Ausführungsform des Steuersystems verwendet
wird;
Fig. 7 ein schematisches Blockschaltbild mit einer Darstel
lung der Ablaufvorgänge, die bei der ersten Ausfüh
rungsform des Steuersystems verwendet werden sollen;
Fig. 8 ein Flußdiagramm mit einer Darstellung der Steuerung
des kritischen Drehmoments, welche bei der ersten
Ausführungsform des Steuersystems verwendet werden
soll;
Fig. 9 ein diskretes Blockschaltbild mit einer Darstellung
der Drehmomentverteilung und des physikalischen Kopp
lungsmodells;
Fig. 10 ein Diagramm mit einer Darstellung der Eigenschaf
ten, die zur Ableitung des maximalen dynamischen
Reibungskoeffizienten verwendet werden;
Fig. 11 ein schematisches Blockschaltbild einer zweiten
Ausführungsform eines Antriebsdrehmoment-Abgabe
steuersystems gemäß der Erfindung, welches auf
diskrete Weise anhand der zu implementierenden
Funktionen erläutert wird;
Fig. 12 ein Blockschaltbild der zweiten Ausführungsform
des Antriebsdrehmoment-Abgabesteuersystems mit
einer Darstellung der zweiten bevorzugten Kon
struktion des Steuersystems;
Fig. 13 ein Flußdiagramm der bei der zweiten Ausführungs
form des Steuersystems implementierten Vorgänge;
Fig. 14 ein Diagramm mit einer Darstellung von Tabellen
daten für das Zielantriebsdrehmoment, welche bei
der zweiten Ausführungsform des Steuersystems
verwendet werden;
Fig. 15 ein Diagramm mit einer Darstellung der Reaktions
charakteristikmodelle, die entsprechend einem Lenk
winkel ausgewählt werden sollen;
Fig. 16 ein Diagramm mit einer Darstellung der grundlegen
den Eigenschaften eines Drehmomentwandlers;
Fig. 17 ein Blockschaltbild eines Schaltkreises zur Wand
lung einer Motorzielgeschwindigkeit in einen
Motorausgangdrehmomentszielwert;
Fig. 18 ein Diagramm mit einer Darstellung einer Daten
tabelle zur Ableitung eines Drosselklappenventil-
Öffnungswinkels auf der Grundlage des Motoraus
gangsdrehmomentzielwertes und einer Motorgeschwin
digkeit;
Fig. 19 ein Diagramm mit einer Darstellung einer Daten
tabelle eines Antriebsdrehmomentzielwertes ab
hängig von dem Fahrzeugfahrzustand;
Fig. 20 ein Diagramm mit einer Darstellung modellarti
ger Auswahleigenschaften zur Auswahl von Reak
tionscharakteristikmodellen, die abhängig von
dem Fahrzeugfahrzustand ausgewählt werden sol
len, beispielsweise Bedingungen wie Regen usw.;
Fig. 21 ein schematisches Blockschaltbild der dritten
Ausführungsform eines Antriebsdrehmoment
Abgabesteuersystems gemäß der Erfindung, wel
ches auf diskrete Weise anhand von zu implemen
tierenden Funktionen erläutert wird;
Fig. 22 ein Blockschaltbild der dritten Ausführungsform
des Antriebsdrehmoment-Abgabesteuersystems mit
einer Darstellung der ersten bevorzugten Konstruk
tion des Steuersystems;
Fig. 23 ein Blockschaltbild mit der Darstellung eines
Systems;
Fig. 24 bis 39 Diagramme mit einer Darstellung von Teil
nehmerfunktionen, die bei der dritten Ausführungs
form des Steuersystems verwendet werden; und
Fig. 40 ein Flußdiagramm mit einer Darstellung einer Rou
tine zur selektiven Steuerung eines Motors oder
eines Getriebes; und
Fig. 41 ein Flußdiagramm mit einem Steuerverfahren bei
einer Muster-Trigger-artigen Steuerung.
Es wird nunmehr Bezug auf die Figuren genommen, insbeson
dere auf Fig. 1, in welcher die erste Ausführungsform ei
nes Antriebsdrehmoment-Abgabesteuersystems für ein Kraft
fahrzeug in Form einer diskreten Schaltung erläutert ist,
in welcher jeweilige Blöcke Funktionen repräsentieren, die
dem vorzunehmenden Steuervorgang zugeordnet sind. Das An
triebsdrehmoments-Abgabesteuersystem gemäß der ersten Aus
führungsform umfaßt eine Antriebsrad-Drehmomentableitungs
stufe 102, in welcher ein an angetriebenen Rädern erzeugtes
Antriebsdrehmoment abgeleitet wird auf der Grundlage eines
Ausgangsdrehmoments einer Brennkraftmaschine. Das Steuer
system weist darüber hinaus eine Radgeschwindigkeitsüber
wachungsstufe 104 zur Überwachung der Drehgeschwindigkeit
der jeweiligen angetriebenen Räder auf. Die Radgeschwindig
keitsüberwachungsstufe 104 erzeugt die Radgeschwindigkeit
anzeigende Daten, welche die überwachte Drehgeschwindigkeit
der angetriebenen Räder repräsentieren. Die Radgeschwindig
keitsanzeigedaten werden einer Radwinkelbeschleunigungs-Ab
leitungsstufe 106 zugeführt. In der Radwinkelbeschleunigungs-
Ableitungsstufe 106 werden die Radgeschwindigkeitsanzeige
daten verarbeitet, um Radwinkelbeschleunigungsanzeigedaten
zu erhalten. Eine Radbelastungsüberwachungsstufe 108 ist
vorgesehen, um die Last auf einem jeweiligen antriebenen Rad
zu überwachen. Die Antriebsraddrehmomentdaten, die von der
Antriebsraddrehmoment-Ableitungsstufe 102 erzeugt werden,
die Radwinkelbeschleunigungsanzeigedaten von der Radwinkel
beschleunigungs-Ableitungsstufe 106, und die Radbelastungs
anzeigedaten von der Radbelastungsüberwachungsstufe 105 wer
den einer Ableitungsstufe 110 für dynamische Reibung zuge
führt. Die Daten werden in der Ableitungsstufe 110 für dyna
mische Reibung verarbeitet, um eine dynamische Reibung zwi
schen den angetriebenen Rädern und der Straßenoberfläche zu
erhalten.
Weiterhin ist eine Radgeschwindigkeits-Überwachungsstufe
112 vorgesehen, um die Fortbewegungsgeschwindigkeit der Fahr
zeugkarosserie zu überwachen und Fahrzeuggeschwindigkeits
anzeigedaten zu erzeugen. Die Fahrzeuggeschwindigkeits
anzeigedaten werden einer Radschlupfableitungsstufe 114
zusammen mit Radgeschwindigkeitsanzeigedaten von der Rad
geschwindigkeitsüberwachungsstufe 104 zugeführt. In der Rad
schlupfableitungsstufe 114 werden Radschlupfanzeigedaten er
zeugt auf der Grundlage der Fahrzeuggeschwindigkeitsanzeige
daten und der Radgeschwindigkeitsanzeigedaten in bezug auf
jedes der angetriebenen Räder. Die Radschlupfanzeigedaten und
die die dynamische Reibung anzeigenden Daten von der Ablei
tungsstufe 110 für die dynamische Reibung werden einer Maxi
malreibungsableitungsstufe 116 zugeführt. Eine maximale Rei
bung wird in der Maximalreibungsableitungsstufe 116 auf der
Grundlage der die dynamische Reibung anzeigenden Daten und der
Radschlupfanzeigedaten erhalten. Angesichts der in der Maxi
malreibungsableitungsstufe 116 erhaltenen Maximalreibungs
anzeigedaten wird ein kritisches Drehmoment erhalten, welches
ein maximales Antriebsdrehmoment darstellt, welches jedem an
getriebenen Rad zugeführt werden kann, um die Räder optimal
anzutreiben, ohne eine nicht akzeptierbare Größe des Rad
schlupfes hervorzurufen, und hierzu dient eine Ableitungs
stufe 118 für das kritische Drehmoment. Ein kritisches Dreh
moment anzeigende Daten werden daher in der Ableitungsstufe
118 für das kritische Drehmoment erzeugt und einer Drehmoment
begrenzungsableitungsstufe 120 zugeführt. In der Drehmoment
begrenzungsableitungsstufe 120 werden Drehmomentbegrenzungs
anzeigedaten erzeugt angesichts des kritischen Drehmoments,
welches durch die das kritische Drehmoment anzeigende Daten
repräsentiert werden, welche eine Obergrenze für ein Aus
gangsdrehmoment der Brennkraftmaschine darstellen. In der
Praxis werden die Drehmomentbegrenzungsanzeigedaten abge
leitet durch Auswahl eine Minimalwertes des kritischen Dreh
moments für jeweilige angetriebene Räder, und durch Multi
plizieren des ausgewählten Minimalwertes für das kritische
Drehmoment mit einer Anzahl angetriebener Räder, an welche
das Motorausgangsdrehmoment verteilt wird. Auf der Grund
lage der Drehmomentbegrenzungsanzeigedaten von der
Drehmomentbegrenzungsableitungsstufe 120 werden Motorausgangs
begrenzungsdaten abgeleitet in einer Ausgangsbegrenzungsstu
fe 122. Die Motorausgangsbegrenzungsdaten werden einer Motor
ausgangssteuerstufe 124 zugeführt zum Steuern des Betriebs des
Motors, um so die Ausgangsleistung (das Ausgangsdrehmoment)
des Motors in einen Bereich zu steuern, der niedriger ist als
die Ausgangsgrenze, welche durch die Motorausgangsbegrenzungs
daten festgelegt ist.
Allgemein leitet die dargestellte Ausführungsform des Steuer
systems einen Ausgangsdrehmomentzielwert der Brennkraftmaschi
ne auf der Grundlage einer Gaspedalbetriebsgröße ab oder ei
ner Gaspedalposition und der Motorgeschwindigkeit. Um den Aus
gangsdrehmomentzielwert zu erreichen, wird eine Brennstoff
versorgungsmenge gesteuert, beispielsweise eine Brennstoff
einspritzmenge und eine Lufteinlaßflußrate oder ein Drossel
klappenöffnungswinkel. Die praktische Konstruktion des Steuer
systems unter Verwendung der ersten Ausführungsform ist in
Fig. 2 erläutert.
Bei dem in Fig. 2 erläuterten Steuersystem sind Radgeschwin
digkeitssensoren 102, welche die voranstehend genannte Rad
geschwindigkeitsüberwachungsstufe bilden, vorgesehen, um die
Drehgeschwindigkeit jeweiliger Fahrzeugräder zu überwachen,
einschließlich angetriebener Räder, die durch das Motoraus
gangsdrehmoment angetrieben werden, und nicht angetriebener
Räder, die nicht mit dem Motor verbunden sind und daher sich
entsprechend der Bewegung des Fahrzeuges frei drehen können.
Bei einem Fahrzeug, welches eine Kraftübertragungsanordnung
mit vier angetriebenen Rädern hat, werden alle Räder als an
getriebene Räder eingesetzt. Die Radgeschwindigkeitssensoren
102 erzeugen Radgeschwindigkeitsanzeigesignale VFL, VFR,
VRL und VRR, die jeweils die Drehgeschwindigkeit des zu
gehörigen Rades repräsentieren. Das allgemein als
Radgeschwindigkeitsanzeigesignal bezeichnete Signal kann durch
"Vÿ" repräsentiert werden. Weiterhin sind Radbelastungssenso
ren 104 vorgesehen, welche die Radbelastungsüberwachungsstufe
bilden, und zwar für die jeweiligen Fahrzeugräder, um die Rad
belastung jedes der Räder zu überwachen, und um so Rad
belastungsanzeigesignale WFL, WFR, WRL und WRR zu er
zeugen. Allgemein wird die Radbelastung nachstehend durch
"Wÿ" repräsentiert.
Das Steuersystem umfaßt weiterhin einen Kurbelwinkelsensor
132 zur Überwachung der Winkellage der Kurbelwelle und zur
Überzeugung eines Kurbelreferenzsignals und eines Kurbellager
signals. Ein Gaspedalpositionssensor 134 ist einem Gaspedal
zugeordnet, um die Betriebsgröße des Gaspedals zu überwachen
und ein Gaspedalpositionsanzeigesignal zu erzeugen. Weiterhin
ist ein Hubsensor 136 vorgesehen, um die relative Entfernung
zwischen einer Fahrzeugkarosserie und einem Radaufhängungs
teil zu überwachen und um ein Radaufhängungshubanzeigesignal
zu erzeugen. Ein Getriebegangpositionssensor 140 ist in einem
Getriebe 138 vorgesehen, um die momentane Gangposition oder
den Betriebsbereich des Getriebes nachzuweisen, um so ein Ge
triebegangpositionsanzeigesignal zu erzeugen. Die voranstehend
genannten Sensoren sind mit einer CPU 130 eines Mikroprozes
sors verbunden, welcher einen Kern des Steuersystems bildet.
Die CPU 130 bearbeitet die Eingangssignale zur Ableitung ei
nes Zielausgangsdrehmoments des Motors, und leitet auf diese
Weise eine Brennstoffeinspritzmenge ab, die zur Erzeugung des
Zielausgangsdrehmoments erforderlich ist. Auf der Grundlage
der auf diese Weise abgeleiteten Brennstoffeinspritzmenge er
zeugt die CPU 130 einen Brennstoffeinspritzimpuls, der eine
Impulsbreite aufweist, die der Brennstoffeinspritzmenge ent
spricht. Auf wohlbekannte Weise wird die Brennstoffeinspritz
menge erhalten durch Nachsehen in einer Tabelle, und zwar
einer Brennstoffeinspritzmengentabelle 146, die in einem
Datenspeicher 144 gespeichert ist, bezüglich Brennstoffein
spritzsteuerparametern, beispielsweise Motorgeschwindigkeit,
Motorbelastung usw. Der Brennstoffeinspritzimpuls wird einem
oder mehreren Brennstoffeinspritzventilen 150 zugeführt, die
in einem Lufteinlaßsystem 158 des Motors angeordnet sind, um
letztere so anzutreiben, daß sie die gesteuerte Brennstoff
menge einspritzen. Zur selben Zeit wird eine Einlaßluftfluß
rate eingestellt auf eine erforderliche Rate durch Steuern
des Drosselklappenöffnungswinkels zu einem Drosselklappen
öffnungszielwinkel hin. Zum Steuern des Drosselklappenöff
nungswinkels wird der Drosselklappenöffnungszielwinkel erhal
ten durch Nachschlagen in einer Tabelle, und zwar in einer
Drosselöffnungswinkeltabelle 148 in dem Datenspeicher 144.
Auf der Grundlage des so erhaltenen Drosselklappenöffnungs
zielwinkels treibt eine Servotreiberschaltung 154 einen Ser
vomotor 156 an, um die Winkellage eines Drosselventils 160
in dem Einspritzsystem 158 einzustellen. Ein Drosselwinkel
sensor 142 ist dem Servomotor 156 zugeordnet, um die Winkel
lage des Drosselventils festzustellen und um ein Drosselwin
kelsignal RR der Servotreiberschaltung 154 als ein Rück
kopplungssignal zuzuführen. Mit dieser Anordung treibt die
Servotreiberschaltung 154 den Servomotor 156 rückgekoppelt,
um den Drosselklappenöffnungswinkel präzise auf den Zielwert
einzustellen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen
Flußdiagramme, welche den Ablauf der
Steuervorgänge erläutern, die durch die erste Ausführungsform
des Steuersystems gemäß der Erfindung ausgeführt werden. Fig.
3 zeigt eine Routine zur Ableitung eines Motorausgangsdreh
momentszielwertes T0, einer Brennstoffeinspritzmenge TI,
und eines Drosselklappenöffnungszielwinkels R0, um so das
Motorausgangszieldrehmoment zu erhalten. Die in Fig. 3 darge
stellte Routine wird periodisch alle 10 ms getriggert.
In einem Schritt 1002 wird das Gaspedalpositionsanzeigesignal
a ausgelesen. Daraufhin wird in einem Schritt 1004 ein Motor
geschwindigkeitsanzeigedatum Ne auf der Grundlage entweder des
Kurbelreferenzsignals oder des Kurbelwinkelsignals auf an sich
bekannte Weise erhalten. Daraufhin wird in einem Schritt 1006
das Motorausgangszieldrehmoment T0 berechnet durch folgende
Gleichung:
T₀ = k₁ · a - K₂ · Ne (1)
worin k1 und k2 Parameter sind, welche Drehmomentausgangs
eigenschaften festlegen, wobei k1 eine proportionale Kon
stante ist zum Ableiten des Motorausgangsdrehmoments gegen
über der Gaspedalpositionsdaten, und k2 eine proportionale
Konstante ist zum Ableiten des Motorausgangsdrehmoments gegen
über der Motorgeschwindigkeit. Die proportionalen Konstanten
k1 und k2 werden auf der Grundlage einer externen Bela
stung auf der Abtriebswelle des Motors erhalten, wobei die
externe Belastung auf der Grundlage des Fahrzeuggewichtes und
des Getriebeübersetzungsverhältnisses abgeleitet wird.
In einem Schritt 1008 wird eine Drehmomentsvariationsanforde
rungsanzeigezielmarke F überprüft. Wenn die Drehmomentsvaria
tionsanforderungsanzeigezielmarke F, die im Schritt 1008 über
prüft wird, gesetzt ist, so wird das Motorausgangszieldreh
moment T0 gesetzt als die Motorausgangsdrehmomensgrenze
TMAX in einem Schritt 1010. Einzelheiten des Prozesses im
Schritt 1010 werden nachstehend noch diskutiert.
In einem Schritt 1012 wird eine grundlegende Brennstoffein
spritzmenge Tp abgeleitet. Auf wohlbekannte Weise wird die
grundlegende Brennstoffeinspritzmenge Tp abgeleitet auf
der Grundlage des Motorausgangszieldrehmoments T0 und der
Motorgeschwindigkeitsanzeigedaten Ne. Die Ableitung der
grundlegenden Brennstoffeinspritzmenge Tp wird durchgeführt
durch Nachschlagen in einer Tabelle, nämlich der Brennstoff
einspritzmengentabelle 146, die ebenfalls in Fig. 5 erläutert
ist. Es ist ersichtlich, daß das Nachschlagen in der Tabelle
in dem Schritt 1012 bezüglich des Motorausgangszieldrehmoments
T0 und der Motorgeschwindigkeit Ne erfolgt. Die Variations
charakteristik der grundlegenden Brennstoffeinspritzmenge Tp
wird eingestellt unter Bezug auf die Leistung und die Eigen
schaften des Motors. Daraufhin wird in einem Schritt 1014 die
Brennstoffeinspritzmenge TI mit verschiedenen Korrektur
werten modifiziert, beispielsweise einem Beschleunigungs
anreicherungskoeffizienten, einem Anreichungskoeffizienten
für einen kalten Motor, einem vom Luft/Brennstoff-Verhältnis
abhängigen Koeffizienten, einem Rückkopplungskorrektur
koeffizienten, usw., um eine Brennstoffeinspritzmenge TI
abzuleiten. Dann wird in einem Schritt 1016 der Drosselklap
penöffnungszielwinkel R0 abgeleitet anhand des Motor
ausgangszieldrehmoments T0 und der Motorgeschwindigkeit Ne.
Dann wird in einem Schritt 1016 der Drosselklappenöffnungs
zielwinkel R0 auf der Grundlage des Motorausgangsziel
drehmoments T0 und der Motorgeschwindigkeit Ne abgeleitet.
In der Praxis erfolgt die Ableitung des Drosselklappenöff
nungszielwinkels R0 durch Nachschlagen in einer Tabelle,
und zwar in der Drosselklappenöffnungswinkeltabelle 148, die
in Fig. 6 dargestellt ist. Die gemäß Fig. 6 dargestellte
Variationscharakteristik kann variabel sein abhängig von der
Leistung des Motors und dessen Eigenschaften.
In einem Schritt 1018 wird die Brennstoffeinspritzmenge
TI ausgegeben und an den Ausgangsanschluß der CPU 130
angelegt. Daher wird der Brennstoffeinspritzimpuls, der
die Impulsbreite aufweist, die der Brennstoffeinspritz
menge II entspricht, durch das Brennstoffeinspritzven
til 150 mit gegebener Zeitvorgabe synchron zur Drehung
des Motors eingespritzt. Daraufhin wird der Drosselklap
penöffnungszielwinkel R0, der auf diese Weise erhalten
wurde, der Servotreiberschaltung 154 in einem Schritt 1020
zugeführt. Die Servotreiberschaltung 154 treibt auf diese
Weise den Servomotor 156 an, um eine Winkelverstellung des
Drosselventils 160 auf den Drosselklappenöffnungszielwinkel
R0 hin zu bewirken.
Fig. 4 zeigt eine Routine zur Ableitung von Ausgangsdreh
momenteigenschaften des Motors. Da die gezeigte Routine
keine Hochgeschwindigkeitsdatenverarbeitung erfordert, wie
dies für die Routine gemäß Fig. 3 erforderlich ist, kann
die gezeigte Routine jedesmal dann ausgeführt werden, wenn
ein Getriebegangschaltvorgang auftritt, oder bei der Ver
arbeitung eines Hintergrundjobs.
In einem Schritt 1102 werden die Getriebegangpositions
anzeigedaten oder die Getriebegeschwindigkeitsverhältnis
anzeigedaten von dem Getriebegangpositionssensor 140
ausgelesen. Dann werden in Schritten 1104 und 1106 Über
prüfungen durchgeführt, ob die momentane Gangposition im
ersten Bereich oder im zweiten Bereich liegt. Ist die
Getriebegangposition so, wie sie im Schritt 1104 über
prüft wird, so wird das Übersetzungsverhältnisdatum M1
für den ersten Geschwindigkeitsbereich aus dem Daten
speicher 144 ausgelesen und in einem Schritt als das
Gangübersetzungsdatenregister m gesetzt. Wenn andererseits
das momentane Getriebeübersetzungsverhältnis so ist, wie dies
in dem Schritt 1106 überprüft wurde, so wird das Gangüber
setzungsdatum M2 für den zweiten Geschwindigkeitsbereich
von dem Datenspeicher 144 ausgelesen und in einem Schritt
1110 in dem Getriebeübersetzungsdatenregister m gesetzt.
Falls das momentane Getriebeübersetzungsverhältnis, welches
im Schritt 1106 überprüft wird, nicht den zweiten Geschwin
digkeitsbereich darstellt, so wird das Getriebeübersetzungs
datum für einen dritten Geschwindigkeitsbereich M3 ausge
lesen und in einem Schritt 1112 in dem Getriebeübersetzungs
datenregister m gesetzt.
Dann wird in einem Schritt 1114 das Fahrzeuggewicht W auf der
Grundlage des Radaufhängungshubanzeigesignals des Hubsensors
136 abgeleitet. In der Praxis kann das Fahrzeuggewicht W mit
tels folgender Gleichung berechnet werden:
W = W₀ + L/k (2)
wobei L ein Absenkungshub der Fahrzeugkarosserie aus der
neutralen Höhenlage ist, und k der Federkoeffizient (Feder
konstante) der Radaufhängung ist.
Dann wird in einem Schritt 1116 eine proportionale Konstante
k1, welche die Ausgangsdrehmomentscharakteristiken gegenüber
der Gaspedalposition festlegt, abgeleitet auf der Grundlage
des Fahrzeuggewichtes W und der Getriebeübersetzungsdaten m.
In der Praxis wird die proportionale Konstante k1 mittels
folgender Gleichung abgeleitet:
k₁ = K₁ · W/m (3)
Dann wird in einem Schritt 1118 eine proportionale Konstante
k2 abgeleitet, welche die Ausgangsdrehmomentcharakteristiken
gegenüber der Motorgeschwindigkeit Ne festlegt, und zwar auf
der Grundlage des Fahrzeuggewichtes W und der Getriebeüber
setzungsdaten m. In der Praxis wird die proportionale Konstan
te k2 abgeleitet mittels folgender Gleichung:
k₂ = K₂ · W/m² (4)
wobei k1 und k2 experimentell erhaltene Konstanten sind
für ein optimales Gefühl beim Fahren des Fahrzeuges.
Der Ablauf der Motorausgangsdrehmomentsteuerung wird unter
Bezug auf Fig. 7 diskutiert, bei welcher der Betriebsablauf
der ersten Ausführungsform des Steuersystems auf diskrete
Weise erläutert ist. Fig. 7 zeigt ein Modell, welches die
Tätigkeit des Fahrzeugs darstellt unter Vernachlässigung von
Leistungsverlusten im Motor und der Kraftübertragung. In dem
gezeigten Modell kann die Beziehung zwischen der Variations
größe a der Gaspedalposition und einer Fahrzeugkarosserie
beschleunigung α durch die folgende Gleichung dargestellt
werden:
wobei D der Fahrwiderstand ist, S der Laplace-Operator, und
G1 bis G3 Verstärkungen.
Bei der voranstehenden Gleichung (5) repräsentiert das erste
Element auf der rechten Seite die Reaktionseigenschaften der
Fahrzeugkarosseriebeschleunigung α gegenüber der Gaspedal
position a. Andererseits repräsentiert das zweite Element auf
der rechten Seite der Gleichung (5) die Reaktionseigenschaf
ten der Fahrzeugkarosseriebeschleunigung in bezug auf den
Fahrzeug-Fahrwiderstand D. Diese Faktoren bestimmen das Ge
fühl beim Fahren des Fahrzeuges.
Die Verstärkungen G1 bis G3 können mit den folgenden
Gleichungen abgeleitet werden:
G₁ = k₁ · (m/R) · (g/W) (6)
G₂ = k₂ · (m/R)² · (g/W) (7)
G₃ = g/W (8)
wobei R den effektiven Radius eines Reifens darstellt und g
die Erdbeschleunigung.
Bei dem Drosselöffnungswinkelvariationsverhältnis gegenüber
der Variation der Gaspedalposition wird k1 in der voranste
henden Gleichung variiert. Wenn k1 auf einen größeren Wert
gesetzt wird, so wird das Variationsverhältnis der Fahrzeug
beschleunigung α gegenüber der Variation der Gaspedalposition
größer um so die Verstärkung G1 größer zu machen. In einem
solchen Fall kann ein kräftigeres Fahrzeug-Fahrgefühl erhal
ten werden. Wenn andererseits die Verstärkung G2 auf einen
größeren Wert gesetzt wird, so tritt ein Differenziereffekt
zur Vergrößerung von Fluktuationen auf, und dies verschlech
tert die Fahrfähigkeit des Fahrzeuges. Wie aus der voranste
henden Gleichung (7) deutlich wird, entspricht k2, zugeord
net der Verstärkung G2 dem Gradienten von tang δ der Dreh
momentkurve in Fig. 7. Wenn der Drosselklappenöffnungswinkel
nur abhängig von der Gaspedalposition gesteuert wird, so wird
k2 die einzige Charakteristik des bestimmten Motors und
kann nicht frei gesetzt werden.
Da bei der gezeigten Ausführungsform das Motorausgangsziel
drehmoment bestimmt wird anhand der Gaspedalposition und der
Motorgeschwindigkeit, wird es möglich, den Wert von k2 auf
einen gewünschten Wert zu setzen. Verständlicherweise existie
ren optimale Werte für G1 und G2 für ein optimales Gefühl
beim Fahren. Diese optimalen Werte können über Versuche fest
gestellt werden durch Einstellung von k1, k2 und m.
Wenn andererseits die Werte k1 und k2 nicht abhängig von
externer Belastung eingestellt werden können, beispielsweise
Fahrzeuggewicht W und Übersetzungsverhältnis m, so können die
Verstärkungen G1 und G2 nicht auf Werten zum Erhalten ei
nes optimalen Gefühls beim Fahren gehalten werden, wenn sich
das Fahrzeuggewicht und/oder das Getriebeübersetzungsverhält
nis ändert. Beispielsweise kann in einem niedrigen Über
setzungsverhältnis zur Erhöhung des Übersetzungsverhältnisses
m die Verstärkung G2 quadratisch bezüglich m variiert wer
den. Hierdurch kann ein Rütteln des Fahrzeugs hervorgerufen
werden. Auf ähnliche Weise kann das Fahrzeuggewicht W die Ver
stärkungen G1 und G2 beeinflussen.
Unter der Annahme, daß das Übersetzungsverhältnisdatum gleich
m0 ist, das Fahrzeuggewicht gleich W0 ist, und daß die
optimalen Werte für k1 und k2 k10 bzw. k20 sind, kön
nen die Verstärkungen über die folgenden Gleichungen abgelei
tet werden:
G₁ = k₁₀ · (m₀/R) · (g/W₀) (9)
G₂ = k₂₀ · (m₀/R)² · (g/W₀) (10)
Hierbei können unter der weiteren Annahme, daß sich das Über
setzungsverhältnis m und das Fahrzeuggewicht W ändern, k1
und k2 ausgedrückt werden durch:
k₁ = k₁₀ · (m₀/W₀) · W/m = K₁ · W/m (11)
k₂ = k₂₀ · (m₀²/W₀) · (W/m²) = K₂ · W/m² (12)
Wie hieraus deutlich wird, können durch Setzen von k1 und
k2 in Beziehung zu m und W die Verstärkungen G1 und G2
optimale Werte sein, wie dies in den voranstehenden Gleichun
gen (9) und (10) gezeigt ist.
Wie aus der voranstehenden Diskussion deutlich wird, ist die
gezeigte Ausführungsform dazu befähigt, die Brennstoffein
spritzmenge und die Lufteinlaßflußrate abhängig vom Zieldreh
moment konstant zu steuern. Daher läßt sich gemäß der gezeig
ten Ausführungsform durch Steuern des Motorausgangszieldreh
moments ein optimales Gefühl beim Fahren des Fahrzeugs errei
chen.
Zwar steuert die gezeigte Ausführungsform die Lufteinlaßfluß
rate auf der Grundlage des Zieldrehmoments durch Bereitstel
lung des Drosselöffnungszielwinkels R0, jedoch ist es auch
möglich, die Lufteinlaßflußrate auf der Grundlage des Drossel
klappenöffnungszielwinkels zu steuern, um einen Einlaßvakuum
druck auf einen Zielwert hin zu steuern.
Die gezeigte Ausführungsform führt eine Steuerung des kriti
schen Drehmoments durch. Die folgende Diskussion wird präsen
tiert für ein Fahrzeug, welches eine Kraftübertragung mit
Vierradantrieb hat. Zur Durchführung der Steuerung des kri
tischen Drehmoments sind die Radgeschwindigkeitssensoren 102,
die Radbelastungssensoren 104, und der Fahrzeuggeschwindig
keitssensor 112 vorgesehen. Der Radgeschwindigkeitssensor
102 kann gezahnte Rotoren und elektromagnetische Aufnahme
einrichtungen aufweisen, die jeweiligen Rotoren zugeordnet
sind. Andererseits kann der Fahrzeuggeschwindigkeitssensor
112 einen Ultraschallsensor aufweisen, zur Überwachung der
Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit unter Verwendung des Dopp
lereffektes.
Fig. 8 zeigt ein Flußdiagramm mit einer Darstellung des Ab
laufs der Steuerung des kritischen Drehmoments, wie dieser bei
der gezeigten Ausführungsform des Steuersystems eingesetzt
werden soll. Bei dieser Ausführungsform werden in einem
Schritt 1202 folgende Signale ausgelesen: Radgeschwindig
keitsanzeigesignale Vÿ, die Radbelastungsanzeigesignale
Wÿ und das Fahrzeuggeschwindigkeitsanzeigesignal V. Auf der
Grundlage der Radgeschwindigkeitsanzeigesignale Vÿ wird eine
Winkelbeschleunigung Δωÿ angetriebener Räder in einem
Schritt 1204 abgeleitet. In einem Schritt 1206, beim Anlassen
des Fahrzeugs oder wenn das Motorausgangsdrehmoment im wesent
lichen gering ist, werden die Drehmomentverteilung und Kopp
lung berechnet unter Verwendung des physikalischen Modells von
Fig. 9, und daraufhin wird ein Antriebsdrehmoment Tÿ an dem
angetriebenen Rad abgeleitet auf der Grundlage des Motoraus
gangszieldrehmoments T0. Daraufhin wird in einem Schritt
1208 die dynamische Reibung µÿ zwischen dem angetriebenen
Rad und der Straßenoberfläche berechnet auf der Grundlage des
Drehmoments Tÿ für das angetriebene Rad, der Radwinkel
beschleunigung Δωÿ, und der Radbelastung Wÿ. Es kann näm
lich unter der Annahme, daß der ideale Reifenradius r beträgt
und das Rotationsträgheitsmoment des Reifens im Rotationszen
trum Iÿ ist, das Rotationsträgheitsmoment ausgedrückt werden
durch:
Iÿ · Δωÿ = Tÿ - µÿ · Wÿ · r (13)
Die voranstehende Gleichung kann modifiziert werden, um die
dynamische Reibung µÿ durch die folgende Gleichung auszu
drücken:
µÿ = (Tÿ - Iÿ · Δωÿ)/(Wÿ · r) (14)
Wie hieraus deutlich wird, kann die dynamische Reibung µÿ
abgeleitet werden auf der Grundlage des Drehmoments Tÿ des
angetriebenen Rades, der Raddrehwinkelbeschleunigung Δωÿ,
und der Radbelastung Wÿ.
In einem Schritt 1210 wird der Radschlupf Sÿ abgeleitet
auf der Grundlage der Fahrzeuggeschwindigkeit V und der Rad
geschwindigkeiten Vÿ an den angetriebenen Rädern. Dann wird
in einem Schritt 1212 eine Vorhersage getroffen für eine maxi
male dynamische Reibung µÿMAX anhand des Schlupfes Sÿ für
das angetriebene Rad und der dynamischen Reibung µÿ unter
Verwendung der in Fig. 10 dargestellten Charakteristiken. Dann
wird in einem Schritt 1214 das kritische Drehmoment TÿMAX
abgeleitet. Das kritische Drehmoment TÿMAX repräsentiert
die Obergrenze für das Drehmomentkriterium des angetriebenen
Rades, wobei ein nicht hinnehmbarer Radschlupf erzeugt wird.
Dann wird die Summe ΣTÿMAX des kritischen Drehmoments
TÿMAX abgeleitet in einem Schritt 1216. Der Summenwert
ΣTÿMAX repräsentiert eine obere Grenze TMAX des zu erzeu
genden Motorausgangsdrehmoments. Alternativ hierzu wird das
kleinste kritische Drehmoment MIN(TÿMAX) als das gemeinsame
kritische Drehmomentdatum ausgewählt. Das gemeinsame kritische
Drehmomentdatum wird durch die Anzahl (4) der angetriebenen
Räder multipliziert, um die Motorausgangsdrehmomentsgrenze
TMAX abzuleiten. Die letztgenannte Vorgehensweise kann dann
nützlich sein, wenn der Präzisionsgrad bei der Vorhersage der
maximalen dynamischen Reibung µÿMAX nicht so hoch ist.
Daraufhin wird in einem Schritt 1218 die Motorausgangsdreh
momentsgrenze TMAX verglichen mit dem Motorausgangszieldreh
moment T0. Wenn die Motorausgangsdrehmomentsgrenze TMAX
größer oder gleich dem Motorausgangszieldrehmoment T0 ist,
so wird in einem Schritt 1220 die Zieldrehmomentsvariations
anforderungsanzeigemarke F zurückgesetzt. Andererseits wird,
wenn die Motorausgangsdrehmomentsgrenze TMAX kleiner ist als
das Motorausgangszielmoment T0, die Zielmotordrehmoments
variationsanforderungsanzeigemarke F in einem Schritt 1222
gesetzt.
Durch das voranstehend beschriebene Verfahren kann das Motor
ausgangsdrehmoment eingestellt werden abhängig von dem Rei
bungszustand der Straßenoberfläche.
Fig. 11 ist eine schematische und diskrete Erläuterung der
zweiten Ausführungsform eines Steuersystems gemäß der Erfin
dung zum Steuern der Abgabe des Antriebsdrehmoments. Die
gezeigte Ausführungsform umfaßt eine Gaspedalpositionsüber
wachungsstufe 201, eine Getriebeübersetzungsverhältnis- oder
Getriebegeschwindigkeitsverhältnisüberwachungsstufe 202, eine
Drehmomentwandlerausgangsgeschwindigkeitsüberwachungsstufe
203, und eine Motorgeschwindigkeitsüberwachungsstufe 204. Die
Gaspedalpositionsüberwachungsstufe 201 erzeugt ein Gaspedal
positionsanzeigedatum, welches einer Zielantriebsdrehmoments
einstellstufe 205 zugeführt werden soll, in welcher ein Ziel
antriebsdrehmoment gesetzt wird basierend auf der Gaspedal
position, die durch die Gaspedalpositionsanzeigedaten m re
präsentiert wird. Weiterhin wird der Zielantriebsdrehmoments
einstellstufe 205 ein Fahrzeugbewegungszustandsanzeigedatum
von einer Fahrzeugbewegungszustandsüberwachungsstufe 210 zu
geführt. Andererseits übermittelt die Getriebeübersetzungs
verhältnisüberwachungsstufe 202 ein Getriebeübersetzungsan
zeigedatum an eine Zielmotorgeschwindigkeitseinstellstufe 206.
Die Drehmomentwandlerausgangsgeschwindigkeitsüberwachungs
stufe 203 liefert ebenfalls ein Drehmomentwandlerausgangs
geschwindigkeitsanzeigedatum an die Zielmotorgeschwindigkeits
einstellstufe 206. Die Getriebegeschwindigkeitsverhältnis
anzeigedaten und die Drehmomentwandlerausgangsgeschwindig
keitsanzeigedaten werden in der Motorzielgeschwindigkeits
einstellstufe 206 verarbeitet, um die Zielmotorgeschwindig
keit festzusetzen. Die Fahrzeugbewegungszustandüberwachungs
stufe 210 führt die Fahrzeugbewegungszustandsanzeigedaten
weiterhin einer Reaktionscharakteristikmodelleinstufe 211 zu.
Die Reaktionscharakteristikeinstellstufe 211 bearbeitet die
Fahrzeugbewegungszustandsanzeigedaten, um eine mehrerer Reak
tionscharakteristiken einzustellen.
Eine Motorgeschwindigkeitssteuerstufe 207 ist mit der Motor
geschwindigkeitsüberwachungsstufe 204 verbunden sowie mit der
Motorzielgeschwindigkeitseinstellstufe 206 und der Reaktions
charakteristikeinstellstufe 211. Die Motorgeschwindigkeits
steuerstufe 207 umfaßt eine Motorausgangszieldrehmomentein
stellstufe 208 und eine Einlaßluftflußratensteuerstufe 209.
In der Praxis setzt die Motorausgangszieldrehmomenteinstell
stufe 208 das Motorausgangszieldrehmoment auf der Grundlage
des Reaktionscharakteristikmodells, welches in der Reaktions
charakteristikmodelleinstellstufe 211 festgesetzt wird. Dann
wird das Motorzieldrehmoment so festgesetzt, daß die Motor
geschwindigkeit, wie sie durch die Motorgeschwindigkeitsüber
wachungsstufe 204 überwacht wird, eingestellt werden kann in
Richtung auf die Motorzielgeschwindigkeit, die in der Motor
zielgeschwindigkeitseinstellstufe 206 festgesetzt wird. Um
das Motorausgangszieldrehmoment zu erhalten, welches in der
Motorausgangszieldrehmomenteinstellstufe 208 eingestellt wird,
wird die Einlaßluftflußrate in der Einlaßluftflußratensteuer
stufe 209 gesteuert.
Fig. 12 zeigt einen bevorzugten Aufbau des Steuersystems
zur Ausführung der zweiten Ausführungsform der Erfindung.
Wie hieraus deutlich wird, ist eine CPU 220 mit einem
Gaspedalpositionssensor 201m verbunden, einem Lenkwinkelsen
sor 234, einem Drehmomentwandlerausgangsgeschwindigkeitssen
sor 242, der einer Abtriebswelle 240 eines Drehmomentwandlers
238 zugeordnet ist, einem Verschiebepositionssensor 244, der
den Betriebsbereich eines Automatikgetriebes 246 überwacht,
und mit einem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 248, der einer
Propellerwelle zugeordnet ist, die durch den Ausgang des Auto
matikgetriebes angetrieben wird. Ähnlich wie bei der voran
stehenden Ausführungsform überwacht der Gaspedalpositionssen
sor 201 eine Gaspedalposition zur Bereitstellung des Gaspedal
positionsanzeigesignals Acc. Andererseits überwacht der Dreh
momentwandlerausgangsgeschwindigkeitssensor 242 die Dreh
geschwindigkeit der Abtriebswelle 240 des Drehmomentwandlers
238, um ein Drehmomentwandlerausgangsgeschwindigkeitsanzeige
signal Nt auszugeben. Der Verschiebepositionssensor 244 be
stimmt den Betriebsbereich des Automatikgetriebes 246 zur Er
zeugung eines Geschwindigkeitsverhältnisanzeigesignals P als
ein Datum, welches die Fahrbelastung repräsentiert, beispiels
weise den Fahrwiderstand, das Untersetzungsverhältnis usw.
Der Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 248 liefert das Fahrzeug
geschwindigkeitsanzeigesignal Vsp, und der Lenkwinkelsensor
234 erzeugt ein Lenkwinkelanzeigesignal α. Obwohl dies nicht
im einzelnen dargestellt ist, empfängt die CPU 220 weitere
Daten bezüglich der Regenmenge R, bezüglich der Bedingungen
bei Steigungen, bezüglich der Fahrzeugbelastung W, bezüglich
der Radbelastung N, usw. Zur Überwachung derartiger externer
Parameter, welche die Motorsteuerung beeinflussen, kann eine
Überwachung durch einen Regensensor, einen Beschleunigungs
messer, einen Radaufhängungshubsensor, und dergleichen, vor
gesehen sein.
Die CPU 220 bearbeitet die Eingangsdaten zur Ableitung eines
Drosselöffnungszielwinkels R0 unter Verwendung der Dros
selöffnungswinkeltabelle 221. Das Drosselöffnungszielwinkel
anzeigesignal R0 wird der Servotreiberschaltung 222
zugeführt, um den Servomotor 226 anzutreiben und so den Dros
selklappenöffnungswinkel in Richtung auf den Drosselklappen
zielöffnungswinkel einzustellen. Die Winkelposition des Dros
selventils 228, die auf diese Weise eingestellt wird, wird
durch den Drosselwinkelsensor 230 überwacht, der ein Drossel
winkelanzeigesignal Rr liefert, welches zur Servotreiber
schaltung 222 zurückgeführt wird. Daher wird rückgekoppelt der
Drosselklappenöffnungswinkel in Richtung auf den Drosselklap
penzielöffnungswinkel (automatisch) gesteuert. Die CPU 220
führt weiterhin eine Brennstoffeinspritzsteuerung durch zum
Steuern der Brennstoffeinspritzmenge, die durch ein Brenn
stoffeinspritzventil 232 eingespritzt werden soll.
Fig. 13 zeigt den Ablauf der Steuervorgänge, die bei der zwei
ten Ausführungsform des Steuersystems gemäß der Erfindung
durchgeführt werden sollen. Der gezeigte Ablauf wird perio
disch oder zyklisch getriggert, beispielsweise alle 10 ms.
In einem Schritt 2002 wird das Gaspedalpositionsanzeigesignal
Acc ausgelesen. Dann wird in einem Schritt 2004 eine Motor
geschwindigkeit Ne abgeleitet basierend auf dem Kurbelrefe
renzsignal oder dem Kurbelpositionssignal, auf eine an sich
wohlbekannte Weise. Auf ähnliche Weise wird die Drehmoment
wandlerabtriebswellengeschwindigkeit Nt abgeleitet auf der
Grundlage eines Impulszuges von dem Drehmomentwandlerausgangs
geschwindigkeitsanzeigesignal, in einem Schritt 2006. Dann
wird in einem Schritt 2008 das Übersetzungsverhältnisanzeige
signal P ausgelesen, welches die Übersetzung des Getriebes
repräsentiert. Weiterhin wird in einem Schritt 2010 eine Fahr
zeuggeschwindigkeit Vsp abgeleitet auf der Grundlage des Fahr
zeuggeschwindigkeitsanzeigesignals, und ein Lenkwinkel α wird
auf der Grundlage des Lenkwinkelanzeigesignals abgeleitet.
In einem Schritt 2014 wird ein Antriebszieldrehmoment Tor
abgeleitet. Das Motorausgangszieldrehmoment Tor wird
abgeleitet auf der Grundlage der Gaspedalposition Acc und
des Fahrzeug-Fahrzustandes, repräsentiert durch die Fahrzeug
geschwindigkeit Vsp und den Lenkwinkel α. Wie dies in Fig.
14 dargestellt ist, wird basierend auf der Fahrzeuggeschwin
digkeit Vsp und dem Lenkwinkel α eine mehrerer Datentabellen
für das Motorausgangszieldrehmoment Tor ausgewählt. In der
Praxis wird die Datentabelle ausgewählt anhand des Lenkwinkels
α. Unter Verwendung der ausgewählten Tabelle wird das Motor
ausgangszieldrehmoment Tor abgeleitet durch Nachschlagen in
der Tabelle anhand der Fahrzeuggeschwindigkeit Vsp und des
Lenkwinkels α. Dies erfolgt in der Motorausgangszieldreh
momentsdatentabelle so, daß das Motorausgangszieldrehmoment
auf einen niedrigeren Wert gesetzt wird, entsprechend einem
Anstieg der Fahrzeuggeschwindigkeit Vsp und der Gaspedal
betriebsgröße Acc. Zwar verwendet die gezeigte Ausführungs
form die Motorausgangszieldrehmomentstabelle zur Ableitung
des Motorausgangszieldrehmoments, jedoch ist es natürlich
möglich, das Motorausgangszieldrehmoment arithmetisch abzu
leiten. In einem solchen Fall kann das Motorausgangszieldreh
moment Tor durch die folgende Gleichung abgeleitet werden:
Tor = k₁ · Acc - K₂ · Vsp - k₃ · α (15)
In einem Schritt 2016 wird ein Reaktionscharakteristikmodell
H(s) ausgewählt, um die Reaktionscharakteristiken für die
Motorausgangsdrehmomentssteuerung festzulegen. In der Praxis
werden mehrere Reaktionscharakteristikmodelle festgesetzt,
wie dies in Fig. 5 gezeigt ist. Wie am deutlichsten aus Fig.
5 hervorgeht, wird eines der Reaktionscharakteristikmodelle
ausgewählt anhand des Lenkwinkels α. Bei dem gezeigten Bei
spiel wird die Variationsrate des Motorausgangsdrehmoments
verringert entsprechend einer Vergrößerung des Lenkwinkels
α für eine gemäßigte Variation des Motorausgangsdrehmoments.
Andererseits wird in einem Bereich, in welchem der
Lenkwinkels α klein ist, der Variationsbereich des Motor
ausgangsdrehmoments auf einen größeren Wert eingestellt für
bessere Reaktionscharakteristiken.
In einem Schritt 2018 wird ein Drehmomentwandlerausgangsziel
drehmoment Ter abgeleitet auf der Grundlage des Getriebe
übersetzungsverhältnisses Gr, entsprechend der Verschiebeposi
tion P, und das Motorausgangszieldrehmoment Tor wird aus der
folgenden Gleichung abgeleitet:
Ttr = Tor ÷ Gr (16)
Basierend auf dem Drehmomentwandlerausgangszieldrehmoment
Ttr und der Drehmomentwandlerausgangsgeschwindigkeit Nt
wird die Motorzielgeschwindigkeit Ner abgeleitet im Schritt
2018.
Wie dies in Fig. 16 dargestellt ist, werden die
Charakteristiken des Drehmomentwandlers 238, definiert
durch eine Drehmomentkapazität τ und einen Wirkungsgrad
η, abhängig von einem Eingangs/Ausgangs-
Übersetzungsverhältnis zwischen einer
Eingangsgeschwindigkeit, die der Motorgeschwindigkeit
Ne entspricht, und der Drehmomentwandler-
Ausgangsgeschwindigkeit Nt bestimmt. Daher kann auf
wohl bekannte Weise ein Modell für das
Ausgangsdrehmoment Tt an dem Drehmomentwandler 238
ausgedrückt werden durch die folgende Gleichung:
im nichtgekoppelten Bereich:
Tt = A₀ · Nt² + A₁ · Nt · Ne + A₂ · Ne² (17)
im gekoppelten Bereich:
Tt = B₀ · Nt² + B₁ · Nt · Ne + B² · Ne² (18)
wobei A0∼A2 und BO∼B2 einzigartige Konstanten des
jeweiligen Drehmomentwandlers 238 darstellen.
Die voranstehende Gleichung kann aus der quadratischen
Gleichung für die Drehmomentkapazität τ (=Tt/Ne2)
abgeleitet werden, die ausgedrückt wird durch das
Eingangs/Ausgangs-Drehgeschwindigkeitsverhältnis Nt/Ne
wie folgt:
Tt/Ne² = C₀ · (Nt/Ne)² + C₁ · Nt/Ne + C₂ (19)
wobei CO∼C2 Konstanten sind, welche die Krümmung einer
Kurve angeben, die die voranstehende quadratische
Gleichung darstellt.
Andererseits läßt sich der Wirkungsgrad η ausdrücken
durch:
η = (Nt/Tt)/(Ne/Te) (20)
wobei Te ein Eingangsdrehmoment darstellt.
Unter der Annahme, daß die Motorgeschwindigkeit
(Motorzielgeschwindigkeit) zum Erhalten des
Drehmomentwandler-Ausgangs-Zieldrehmoments Ttr = Ner,
lassen sich die voranstehenden Gleichungen (18) und (19)
in folgender Weise modifizieren:
Ttr = A₀ · Nt² + A₁ · Nt · Ner + A₂ · Ner² (21)
Nimmt man das Drehmomentwandler-Ausgangs-Zieldrehmoment
Ttr und die Drehmomentwandler-Ausgangsgeschwindigkeit Nt
als Parameter, so kann die Motorzielgeschwindigkeit Ner
erhalten werden durch Lösen der gekoppelten Gleichungen
für die voranstehenden Gleichungen (21) und (2). In
einem solchen Fall gibt die auf diese Weise erhaltene
Motorzielgeschwindigkeit Ner die Drehmomentwandler-
Charakteristik wieder, die bestimmt wird durch das
Motorausgangs-Zieldrehmoment Tor, das
Getriebeübersetzungsverhältnis Gr und die
Drehmomentwandler-Ausgangsgeschwindigkeit Nt.
Hierbei sollte berücksichtigt werden, daß zwar die
gezeigte Ausführungsform die Motorzielgeschwindigkeit
Ner durch ein arithmetisches Verfahren ableitet, daß es
jedoch möglich ist, vorher eine Nachschlagtabelle
aufzusetzen, in welcher nachgeschlagen wird, anhand des
Drehmomentwandler-Ausgangs-Zieldrehmomente Ttr und der
Drehmomentwandler-Ausgangsgeschwindigkeit Nt.
Durch das voranstehende Verfahren kann das
Motorausgangsdrehmoment gesteuert werden entsprechend
der Gaspedalbetriebsgröße, selbst wenn der Motor mit
einem Drehmomentwandler zusammengekoppelt ist.
Daraufhin wird in einem Schritt 2020 das Motorausgangs-
Zieldrehmoment Ter abgeleitet unter Verwendung des
Antwort-Charakteristikmodells H(s), welches in dem
Schritt 2016 ausgewählt wurde. In der Praxis wird das
Motorausgangs-Zieldrehmoment Ter so bestimmt, daß die
Motorgeschwindigkeit Ne gleich der
Motorzielgeschwindigkeit Ner wird, die in dem Schritt
2018 erhalten wurde. In dem praktischen Vorgang der
Ableitung des Motorausgangs-Zieldrehmoments Ter wird das
bekannte I.M.C.-Verfahren (International Model
Control) verwendet, wie dies zur Erläuterung und
schematisch in Fig. 17 dargestellt ist. Durch Verwendung
des I.M.C.-Modells läßt sich ein modellangepaßtes
Steuersystem einrichten, welches eine Stabilität des
Steuersystems zur Verfügung stellt, trotz des Vorliegens
von Modellanpassungsfehlern oder einer
Parameterfluktuation. Daher ist ein derartiges Verfahren
recht wirksam zum Steuern eines Motors, bei welchem eine
verhältnismäßig große Anzahl nichtlinearer
Variationsfaktoren vorliegt, beispielsweise die
Verbrennung, die zu einer beträchtlichen Fluktuation
führt.
In Fig. 17 repräsentiert der Block G(s) die Reaktions-
Charakteristik bei der Steuerung der Drosselklappen-
Winkelposition zum Einstellen des
Motorausgangs-Drehmoments in Hinsicht auf das
Motorausgangs-Zieldrehmoment, betreffend die Steuerung.
GM(s) repräsentiert ein Modell des Steuerungssubjekts,
also der Antwortcharakteristik der Drosselklappen-
Winkelpositionssteuerung. C(s) repräsentiert eine
vorwärtszuführungsartige Modellanpassungskompensation,
die folgendermaßen ausgedrückt werden kann:
C(s) = H(s)/GM(s) (23)
Hieraus ist ersichtlich, daß in Fig. 17 das System zum
Einsatz des I.M.C.-Verfahrens bei einem
zeitsequentiellen System erläutert ist. Allerdings wird
in der Praxis das Motorausgangs-Zieldrehmoment Ter
periodisch mit einer Abtastperiode T (beispielsweise 10
ms) abgeleitet.
In einem Schritt 2022 wird auf der Grundlage des
Motorausgangs-Zieldrehmoments Ter und der momentanen
Motorgeschwindigkeit Ne der Drosselklappen-
Offnungszielwinkel R0 abgeleitet. In der Praxis erfolgt
die Ableitung des Drosselklappen-Öffnungszielwinkels R0
durch Nachschlagen in einer Tabelle anhand der
Drosselklappenöffnungswinkel-Zieltabelle 221, in welcher
der Drosselklappenöffnungswinkel in einer Form
gespeichert ist, wie sie in Fig. 18 erläutert ist. Das
Nachschlagen in der Tabelle wird anhand des
Motorausgangs-Zieldrehmoments Ter und der momentanen
Motorgeschwindigkeit Ne anhand der Tabelle von Fig. 18
durchgeführt.
Wie hieraus deutlich wird, sind die Charakteristiken der
Drosselklappen-Öffnungswinkelvariation, wie diese in der
Tabelle von Fig. 18 festgesetzt ist, variabel in
Abhängigkeit von den spezifischen Motorcharakteristiken
und/oder der spezifischen Leistung des Motors.
In einem Schritt 2024 ist das Drosselklappen-
Öffnungswinkelzieldatum R0 Ausgangsgröße für die
Servotreiberschaltung 222 zum Antrieb des Servomotors
226, um den aktuellen Drosselklappen-Öffnungswinkel in
Hinsicht auf den Drosselklappen-Öffnungszielwinkel
einzustellen. Durch Einstellung des Drosselklappen-
Öffnungswinkels in Hinsicht auf den Drosselklappen-
Öffnungszielwinkel R0 wird die Lufteinlaßflußrate
eingestellt, um die Motorzielgeschwindigkeit Ner zu
erhalten, wodurch das Motorausgangs-Zieldrehmoment Ter
erreicht wird.
Zwar wird die gezeigte Ausführungsform diskutiert anhand
der Konzentration der Lufteinlaßflußrate zum Erreichen
der Motorzielgeschwindigkeit und des Motorausgangs-
Zieldrehmoments, jedoch kann das Steuersystem auch die
Brennstoffeinspritzmenge steuern, um das gewünschte
Antriebsdrehmoment an den angetriebenen Rädern zu
erhalten.
Wie voranstehend ausgeführt wurde, läßt sich die
gezeigte Ausführungsform auch dazu einsetzen, den
Motorfahrzustand an die Umgebungsbedingungen anzupassen,
beispielsweise Straßenoberflächenzustände und dgl.
Hierbei ist zu berücksichtigen, daß im Falle des
Straßenoberflächenzustandes die Reibung zwischen Straße
und Reifen variabel ist, abhängig von einer trockenen
oder nassen Straßenoberfläche. Daher kann die Regengröße
R eingeführt werden als einer der Faktoren für die
Umgebung des Fahrzeugfahrzustandes. Ein derartiger
Umgebungsfaktor kann in Betracht gezogen werden bei der
Auswahl des Reaktionscharakteristikmodells. Zwar können
mehrere und unterschiedliche, die Umgebungsbedingungen
definierende Faktoren in Betracht gezogen werden, um
eine Antriebsdrehmomentabgabe für die angetriebenen
Räder durchzuführen, jedoch wird die nachfolgende
Diskussion erfolgen anhand der Auswahl des
Reaktions-Charakteristikmodells abhängig von der
Regenbedingung, die mittels eines Regensensors überwacht
werden kann. Als Beispiel für den Regensensor werden
nachstehend durch Bezugnahme die folgenden U.S.-Patente
eingeschlossen: 45 27 105, 45 42 325, 45 84 508 und
46 03 316, die am 2. Juli 1985, bzw. am 17.September
1985, 22. April 1986 und 29. Juli 1986 ausgegeben wurden.
In einem solchen Fall wird das Antriebszieldrehmoment
Tor abgeleitet durch Nachschlagen in einer Tabelle die
in Fig. 19 erläutert ist, abhängig von der
Gaspedalposition Acc und dem Fahrzeugfahrzustand, wie
dieser durch die Fahrzeuggeschwindigkeeit Vsp und den
Regenzustand R gegeben ist. Wie aus Fig. 19 deutlich
wird, wird bei einem regnerischen Zustand die Reibung
der Straßenoberfläche µ niedrig, und erzeugt so eine
nicht akzeptierbar hohe Größe des Radschlupfes auf
einfache Weise und daher wird das Antriebszieldrehmoment
Tor auf einen niedrigeren Wert gesetzt als bei einem
Zustand mit trockener Straßenoberfläche. Zwar verwendet
die gezeigte Ausführungsform eine Nachschlagetabelle zur
Ableitung des Antriebszieldrehmoments Tor, es kann
jedoch ein äquivalentes Antriebszieldrehmoment
arithmetisch gemäß der folgenden Gleichung abgeleitet
werden:
Tor = K₁ · Acc - k₂ · Vsp - k₃ · R (24)
wobei k1∼k3 Konstanten sind.
Daraufhin wird das Reaktions-Charakteristikmodell
ausgewählt in Abhängigkeit von dem Regenzustand. Wie
dies in Fig. 20 dargestellt ist, gibt es bei der
gezeigten Ausführungsform gemäßigtere
Antwortcharakteristiken zum Erzielen einer geringeren
Variationsrate des Antriebsdrehmoments bei heftigerem
Regen. Das auf diese Weise abgeleitete
Antriebszieldrehmoment Tor wird in das
Drehmomentwandler-Ausgangszieldrehmoment Ttr umgewandelt
durch ein ähnliches Verfahren wie voranstehend
beschrieben. Die Motorzielgeschwindigkeit Ner wird
festgesetzt auf der Grundlage des Drehmomentwandler-
Ausgangszieldrehmoments Ttr und der Drehmomentwandler-
Ausgangsgeschwindigkeit Nt, so daß die
Motorgeschwindigkeit in Richtung auf die
Motorzielgeschwindigkeit Ner eingestellt werden kann
unter Verwendung der Reaktions-Charakteristiken, die
abhängig von dem Regenzustand ausgewählt wurden. Der
Drosselklappenöffnungswinkel R0 wird auf diese Weise
abgeleitet zum Einstellen des
Drosselklappenöffnungswinkels zur Erzielung der
Motorzielgeschwindigkeit Ner und um daher auf diese
Weise das Motorausgangs-Zieldrehmoment Ter zu erhalten.
Als Fahrzeugfahrzustand kann der
Fahrzeugbelastungszustand, beispielsweise das
Passagiergewicht und das Gewicht des Gepäcks, in
Betracht gezogen werden. In einem solchen Fall kann der
Belastungszustand des Fahrzeuges nachgewiesen werden
durch Nachweis des Hubs der relativen Verschiebung
zwischen der Fahrzeugkarosserie und einem
Radaufhängungsteil. Für diesen Nachweis kann der
Hubsensor, der bei der ersten Ausführungsform verwendet
wurde, nützlich sein. Wie aus Fig. 19 hervorgeht, kann
zu dem Zweck, ein äquivalentes Beschleunigungsgefühl
unabhängig von dem Fahrzeugbelastungszustand zu
erhalten, die Reaktions-Charakteristik auf einen
größeren Variationsbereich des Antriebszieldrehmoments
Tor bei größerer Fahrzeugbelastung gesetzt werden. Für
den Fall, daß das Antriebszieldrehmoment Tor
arithmetisch abgeleitet werden soll, kann die folgende
Gleichung verwendet werden:
Tor = k₁ · Acc - k₂ · Vsp + k₃ · W (25)
Weiterhin kann, wenn der Fahrzeugfahrzustand bergauf-
und bergabwärts dazu verwendet werden soll, das
Antwortcharakteristikmodell festzulegen, die
Straßenneigung Rs ausgewählt werden durch einen
Beschleunigungssensor beim Fahren im stabilen Zustand.
ln einem solchen Fall wird eine Charakteristik mit
höherer Reaktion festgesetzt bei einer größeren
Neigungsgröße bergaufwärts, um das Gefühl beim
Beschleunigen des Fahrzeuges zu vereinheitlichen. In
einem solchen Fall kann die folgende Gleichung verwendet
werden, um das Antriebszieldrehmoment abzuleiten:
Tor = k₁ · Acc - k₂ · Vsp + k₃ · Rs (26)
Weiterhin wird, wenn die Radbelastung N als Parameter
genommen wird zur Auswahl des
Reaktions-Charakteristikmodells, der Radbelastungssensor
verwendet, der bei der ersten Ausführungsform eingesetzt
wurde. Alternativ hierzu kann die Radbelastung
arithmetisch abgeleitet werden durch Berechnung einer
abwärts gerichteten Kraft auf der Grundlage der
aerodynamischen Eigenschaften des spezifischen
Fahrzeuges, wobei die aerodynamischen Eigenschaften
durch Versuche festgestellt werden können und in dem
Datenspeicher des Steuersystems festgelegt werden, und
auf der Grundlage der Fahrzeuggeschwindigkeit Vsp.
Hieraus wird deutlich, daß die größere Radbelastung eine
größere Traktionsgröße auf dem Rad hervorruft, und daß
daher ein Charakteristikmodell mit höherer Reaktion
ausgewählt werden kann bei einer größeren Radbelastung,
wie dies aus Fig. 19 deutlich wird.
Fig. 21 zeigt eine dritte Ausführungsform eines
Antriebsdrehmomentsabgabe-Steuersystems gemäß der
vorliegenden Erfindung. Fig. 21 erläutert schematisch
den allgemeinen Aufbau der dritten Ausführungsform des
Steuersystems gemäß der Erfindung. Wie hieraus deutlich
wird, ist die gezeigte Ausführungsform darauf gerichtet,
selektiv eine Schaltsteuerung eines Automatikgetriebes
und des Motors durchzuführen, um optimal die Abgabe des
Antriebsdrehmoments an angetriebene Räder einzustellen.
Zu diesem Zweck umfaßt die dargestellte Ausführungsform
eine Überwachungsstufe 302, die aus mehreren Sensoren
bestehen kann, die jeweils vorausgewählte
Steuerparameter überwachen. Auf der Grundlage der
überwachten Steuerparameter wird in einer Stufe 304 eine
Entscheidung getroffen, ob das
Getriebeübersetzungsverhältnis oder die
Motorausgangsleistung eingestellt werden soll, um ein
optimales Antriebsdrehmoment an den angetriebenen Rädern
zu erhalten. Eine selektive Steuerung des
Automatikgetriebes und des Motorausgangsdrehmoments wird
durchgeführt abhängig von dem Ergebnis der Beurteilung
in einer Steuerstufe 306 zum Steuern entweder des
Automatikgetriebes 308 oder der Brennkraftmaschine 310.
Hieraus wird deutlich, daß die gezeigte Ausführungsform
einsetzbar ist für entweder die erste oder zweite
voranstehend genannte Ausführungsform, verbunden mit
einer Steuerung für ein Automatikgetriebe. Beispielhaft
zeigt Fig. 22 ein Beispiel für die dritte
Ausführungsform des Steuersystems zur selektiven
Durchführung der Motorausgangs-Drehmomentsteuerung und
der Übersetzungsverhältnissteuerung für das
Automatikgetriebe. Zur Erleichterung des Verständnisses
sind der Radgeschwindigkeitssensor und der
Radbelastungssensor gemäß der ersten Ausführungsform von
Fig. 2 in Fig. 22 weggelassen. Diese Sensoren können
allerdings als vorhanden angesehen werden zur
Durchführung einer vom Radschlupf abhängigen
Drehmomentbegrenzungssteuerung.
Bei dem in Fig. 22 dargestellten Aufbau ist zusätzlich
zu dem Kurbelwinkelsensor 332, dem
Gaspedalpositionssensor 334, dem Hubsensor 336, dem
Getriebebetriebsbereichsensor 340 und dem
Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 312 bei dem Steuersystem
ein Lenkwinkelsensor 314 vorgesehen, der einem Lenkrad
316 zugeordnet ist, um eine Lenkwinkelverschiebung zu
überwachen, und ein Bremsschalter 318, der das
Niederdrücken eines Bremspedals 320 feststellt. Die
voranstehend angegebenen Sensoren sind mit der CPU 330
eines Mikroprozessors verbunden, der einen Kern des
Steuersystems bildet.
Die CPU 330 bearbeitet die Eingangssignale zur Ableitung
eines Ausgangszieldrehmoments des Motors und leitet so
eine Brennstoffeinspritzmenge ab, die zur Erzeugung des
Ausgangszieldrehmoments erforderlich ist. Auf der
Grundlage der auf diese Weise abgeleiteten
Brennstoffeinspritzmenge erzeugt die CPU 330 einen
Brennstoffeinspritzimpuls, der eine Impulsbreite
aufweist, die der Brennstoffeinspritzmenge entspricht.
Auf wohlbekannte Weise wird die Brennstoffeinspritzmenge
abgeleitet durch Nachschlagen in einer Tabelle, und zwar
in einer Brennstoffeinspritzmengentabelle 346, die in
einem Datenspeicher 344 gespeichert ist, anhand von
Brennstoffeinspritzsteuerparametern, beispielsweise
Motorgeschwindigkeit, Motorbelastung und dgl. Der
Brennstoffeinspritzimpuls wird einem oder mehreren
Brennstoffeinspritzventilen 350 zugeführt, die in einem
Lufteinlaßsystem 358 des Motors vorgesehen sind, um
diesen durch Einspritzen der gesteuerten Brennstoffmenge
anzutreiben. Zum selben Zeitpunkt wird eine
Einlaßluftflußrate eingestellt in Richtung auf eine
erforderliche Rate hin durch Steuern des
Drosselklappen-Öffnungswinkels in Richtung auf einen
Drosselklappen-Öffnungszielwinkel hin. Zum Steuern des
Drosselklappen-Öffnungswinkels wird ein Drosselklappen-
Öffnungszielwinkel abgeleitet durch Nachschlagen in
einer Tabelle, und zwar in einer Drosselklappen-
Öffnungswinkeltabelle 348 in dem Datenspeicher 344. Auf
der Grundlage des Drosselklappen-Öffnungszielwinkels,
der auf diese Weise abgeleitet wird, treibt eine
Servotreiberschaltung 354 einen Servomotor 356 zur
Einstellung der Winkelposition eines Drosselventils 360
in dem Einspritzsystem 358. Ein Drosselwinkelsensor 342
ist dem Servomotor 356 zugeordnet, um die
Drosselklappen-Winkelposition festzustellen und so ein
Drosselwinkelsignal RR der Servotreiberschaltung 354 als
ein Rückkopplungssignal zuzuführen. Mit dieser Anordnung
treibt die Servotreiberschaltung 354 den Servomotor 356
in rückgekoppelter Weise zur präzisen Einstellung des
Drosselklappen-Öffnungswinkels auf den Zielwert hin.
Der Ablauf der Motorausgangsdrehmomentsteuerung ist im
wesentlichen derselbe wie bei der Erläuterung bezüglich
der voranstehenden ersten Ausführungsform. Daher
konzentriert sich die nachfolgende Diskussion auf die
Auswahl der Motorausgangs-Drehmomentssteuerung und der
Getriebeübersetzungsverhältnis-Steuerung. Fig. 23
erläutert den Funktionsablauf in der CPU 330, der
ablaufen soll, um das Steuerschema festzulegen, abhängig
von den Eingangs-Steuerparametern. Dies umfaßt, wie
dargestellt, eine Durchschnittsgaspedal-Betriebsgröße
Ava, die abgeleitet wird durch Mitteln des
Gaspedalpositionssignals a von dem
Gaspedalpositionssensor über eine vorbestimmte
Zeiteinheit, eine Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa in
einer vorbestimmten Zeiteinheit, eine Laufverteilung
VrΔa der Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa, einen
integrierten Wert der Lenkwinkelverschiebung ΣSTr, der
abgeleitet wird durch Integrieren des Lenkwinkelsignals
über eine vorbestimmte Zeiteinheit, eine Bremsfrequenz
Tb, die abgeleitet wird durch Messen und Summieren der
Gesamtanwendungszeit der Bremse, und diese vorgenannten
Größen werden abgeleitet in einer
Signalverarbeitungsstufe 362, zusammen mit dem
Fahrzeugeschwindigkeits-Anzeigesignal Vsp und dem
Gaspedalpositionssignal a. Die Laufverteilung VrΔa läßt
sich folgendermaßen ausdrücken:
wobei M und N vorbestimmte Konstanten sind.
Weiterhin wird auf der Grundlage des
Motorausgangszieldrehmoments T0 und der aktuellen
Durchschnittsbeschleunigung α des Fahrzeuges der
Fahrwiderstand D abgeleitet unter Verwendung einer
Tabelle f(T0, α). Beispielsweise kann der Fahrwiderstand
abgeleitet werden aus der Gaspedalbetriebsgröße bei dem
Fahrzeugfahrzustand, in welchem die
Fahrzeugbeschleunigung gleich Null ist. Alternativ
hierzu kann der Fahrwiderstand D auf einer ebenen Straße
abgeleitet werden aus dem Fahrzeuggewicht und dem
Motorausgangs-Drehmoment.
Die durchschnittliche Gaspedalbetriebsgröße Ava, die
Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa, die Laufverteilung
VrΔa der Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa, der
integrierte Wert der Lenkwinkelverschiebung εSTr und
die Bremsfrequenz Tb werden einer
Fuzzy-Logikvorhersagestufe 364 zugeführt. In der
Fuzzy-Logikvorhersagestufe 364 werden die gelieferten
Daten verarbeitet, um den Fahrzeugfahrzustand
festzustellen, und so eine Beurteilung zu treffen, ob
eine höhere Priorität bezüglich der Steuerung an die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung gegeben wird
oder an die Motorausgangs-Drehmomentsteuerung. Um dies
zu ermöglichen, können Teilnehmerfunktionen in dem
Datenspeicher 344 gespeichert sein. Das Verfahren zur
Vorhersage des Fahrzeugfahrzustandes und zur
Beurteilung, welcher Steuerung eine höhere Priorität
gegeben soll, wird nachstehend beschrieben.
Beispielhaft wird eine Diskussion gegeben zur Auswahl
von Steuerungen auf der Grundlage der
Teilnehmerfunktion, die der
Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa zugeordnet ist. Wie
dies durch die durchgezogene Linie in Fig. 24(a)
dargestellt ist, kann eine eingangsseitige
Teilnehmerfunktion, die repräsentativ ist für die
vorhergesagte Getriebesteuerungsanforderung, auf einen
größeren Fuzzy-Wert gesetzt werden für eine
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung, wenn die
Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa relativ hoch ist, auf
der Grundlage der Beurteilung, daß der Fahrer eine
starke Beschleunigung des Fahrzeugs verlangt und daher
verlangt, daß ein größeres Drehmoment den angetriebenen
Rädern zugeführt wird. Dies geschieht dadurch, daß im
Falle der Motorausgangsdrehmomentsteuerung eine
Zeitverzögerung bezüglich einer Vergrößerung des
Ausgangsdrehmoments vorhanden sein sollte. Andererseits
kann, wie durch eine unterbrochene Linie in Fig. 24(a)
dargestellt ist, eine eingangsseitige
Teilnehmerfunktion, die repräsentativ ist für die
Anforderung der vorhergesagten Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung, auf einen größeren Fuzzy-Wert
gesetzt werden, wenn die Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit
Δa relativ gering ist. Dies geschieht daher, daß eine
niedrige Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa eine
geringere Anforderung des Fahrers bezüglich einer hohen
Beschleunigung darstellt. In diesem Fall ist es
vorzuziehen, zur Erzielung eines größeren Komforts beim
Fahren eine häufige Betätigung eines
Getriebegangschaltvorgangs zu vermeiden.
Dann wird unter Verwendung von Fig. 24(b) der
vorhergesehene Anforderungsgrad für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung abgeleitet als
ein Bereich (mit anderen Worten: ein integrierter Wert).
Entsprechend wird unter Verwendung von Fig. 24(c) der
vorhergesagte Anforderungsgrad für die Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung abgeleitet als ein Bereich. Ein
Schwerpunkt der logischen Summe (OR) wird dann
abgeleitet mit den jeweiligen Bereichen, welche den
vorhergesagten Anforderungsgrad für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung bzw. die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung darstellen. Wenn der
auf diese Weise abgeleitete Schwerpunkt verschoben ist
in Richtung auf die Seite der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung hin, so kann
eine Beurteilung getroffen werden, daß der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung eine Priorität
gegeben werden soll. Entsprechend kann, wenn der
Schwerpunkt in Richtung auf die Seite der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung versetzt ist, eine
Beurteilung getroffen werden, daß der Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung eine Priorität gegeben werden soll.
Bei dem in Fig. 24(a) erläuterten Beispiel werden unter
der Annahme, daß die Gaspedalbetriebsgeschwindigkeit Δa
an dem Punkt A liegt, der Fuzzy-Wert FAT, der den
vorhergesagten Anforderungsgrad für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung darstellt, und
der Fuzzy-Wert FEN, der den vorhergesagten
Anforderungsgrad für die Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung darstellt, abgeleitet. Basierend auf
dem Fuzzy-Wert FAT wird der Bereich SAT abgeleitet, wie
dies in Fig. 24(b) gezeigt ist. Entsprechend wird der
Bereich SEN abgeleitet, basierend auf dem Fuzzy-Wert
FEN wie dies in Fig 24(c) gezeigt ist Dann wird wie
in Fig. 25 dargestellt, durch Erhalten einer logischen
Summe der Bereich SAT und SEN ein Summenbereich Stotal
eingerichtet. Dann wird der Schwerpunkt G des
Summenbereiches Stotal abgeleitet. Bei dem dargestellten
Beispiel ist der Schwerpunkt G versetzt in Richtung auf
die Seite der Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung
(A/T), und daher kann eine Beurteilung getroffen werden,
daß der Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung eine
höhere Priorität gegeben wird als der Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung.
Wie aus Fig. 25 deutlich wird, weist das gezeigte
Beispiel eine Totbandzone N auf. Wenn der Schwerpunkt
sich innerhalb der Totbandzone befindet, so bleibt die
Steuerung unverändert, um zu vermeiden, daß die
Steuerung nach einem neuen Wert sucht oder hin- und
herschaltet.
Im Falle der Auswahl der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung und der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung auf der Grundlage
einer Teilnehmerfunktion, die der Laufverteilung VrΔa
der Gaspedalbetriebsgröße a und der durchschnittlichen
Gaspedalposition Ava zugeordnet ist, wird die
Teilnehmerfunktion auf einen größeren Fuzzy-Wert
gesetzt, der die vorhergesagte Anforderung für die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung repräsentiert, wenn
die Laufverteilung VrΔa groß und die durchschnittliche
Gaspedalposition Ava klein ist, wie dies durch
durchgezogene Linien in den Fig. 26 und 27 gezeigt ist.
Die Teilnehmerfunktionen in den Fig. 26 und 27 werden
für ein nicht erforderliches Schalten des
Getriebeübersetzungsverhältnisses gesetzt. Der
Schaltpunkt des Getriebeübersetzungsverhältnisses wird
nämlich bestimmt entsprechend der
Fahrzeuggeschwindigkeit Vsp und der
Gaspedalbetriebsposition a. Daher repräsentieren eine
große Laufverteilung VrΔa und eine kleine
durchschnittliche Gaspedalposition Ava eine häufige
Variation der Gaspedalbetriebsposition. Daher wird, wenn
der Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung eine höhere
Priorität gegeben wird als der Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung, ein häufiges Schalten des
Getriebeübersetzungsverhältnisses veranlaßt, und dies
verschlechtert die Fahreigenschaften des Fahrzeuges.
Andererseits kann eine Beurteilung getroffen werden, daß
sich das Fahrzeug mit relativ hoher Geschwindigkeit
bewegt, wenn die Laufverteilung VrΔa klein und die
durchschnittliche Gaspedalposition Ava groß ist. In
einem solchen Fall wird es vorgezogen, um der
Beschleunigungsanforderung zu entsprechen, daß die
Teilnehmerfunktion gesetzt wird, die einen größeren
Fuzzy-Wert ergibt, welcher die vorhergesagte Anforderung
für das Getriebeübersetzungsverhältnis repräsentiert,
wie dies durch unterbrochene Linien in den Fig. 26 und
27 dargestellt ist.
In einem solchen Fall wird unter Verwendung der Fig. 28
der Bereich, der den Grad der vorhergesagten Anforderung
für die Motorsteuerung repräsentiert, definiert durch
die durchgezogene Linie, und der Bereich, der den Grad
der vorhergesagten Anforderung für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung repräsentiert,
wird durch die unterbrochene Linie definiert. Mit der
logischen Summe (OR) beider Bereiche wird der
Schwerpunkt abgeleitet zur Bereitstellung einer höheren
Priorität für entweder die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung oder die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung, abhängig von der
Verschieberichtung des Schwerpunkts relativ zum Zentrum.
In dem Falle, daß die Auswahl der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung und der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung durchgeführt wird,
basierend auf der Teilnehmerfunktion, die der
durchschnittlichen Fahrzeuggeschwindigkeit VSP und der
Lenkfrequenz ΣSTr zugeordnet ist, wird die
Teilnehmerfunktion so gesetzt, wie dies in den Fig. 29
und 30 gezeigt ist. Wenn die durchschnittliche
Fahrzeuggeschwindigkeit VSP höher ist als eine
vorbestimmte Geschwindigkeit (mittlere Geschwindigkeit)
und wenn die Lenkfreqenz ΣSTr groß ist, so wird es
vorgezogen, eine abrupte Änderung des Drehmoments
während eines Lankvorganges zu verhindern. Daher wird
eine höhere Priorität der Teilnehmerfunktion gegeben
durch Zuordnen eines großen Fuzzy-Wertes, der eine
größere Anforderung für eine
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung repräsentiert, wie
dies durch durchgezogene Linien in den Fig. 29 und 30
gezeigt ist.
In einem solchen Fall wird unter Verwendung von Fig. 31
der Bereich, der den Grad der Vorhersageanforderung für
die Motorsteuerung darstellt, definiert durch die
durchgezogene Linie, und der Bereich, der den Grad der
Vorhersageanforderung für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung repräsentiert,
wird durch die unterbrochene Linie festgelegt. Mit der
logischen Summe (OR) beider Bereiche wird der
Schwerpunkt abgeleitet zur Bereitstellung einer höheren
Priorität für entweder die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung oder aber die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung, abhängig von der
Verschieberichtung des Schwerpunktes in bezug auf das
Zentrum.
Andererseits kann, wenn die durchschnittliche
Fahrzeuggeschwindigkeit VSP höher ist als die
vorhergesagte Geschwindigkeit, und wenn die Lenkfrequenz
ΣSTr niedrig ist, eine Beurteilung getroffen werden, daß
sich das Fahrzeug geradlinig mit verhältnismäßig hoher
Geschwindigkeit bewegt. Daher ist, wie voranstehend
erläutert, eine höhere Beschleunigungscharakteristik
erwünscht. In einem solchen Fall wird die
Teilnehmerfunktion so gesetzt, daß sie einen größeren
Fuzzy-Wert aufweist, der eine größere
Vorhersageanforderung für die Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung repräsentiert, wie dies in den Fig.
32 und 33 dargestellt ist.
Wenn andererseits die durchschnittliche
Fahrzeuggeschwindigkeit VSP im wesentlichen niedrig und
die Lenkfrequenz ΣSTr groß ist, so kann eine Beurteilung
getroffen werden, daß das Fahrzeug so gefahren wird, wie
es zum Parken und dgl. erforderlich ist. In einem
solchen Fall ist eine abrupte Drehmomentänderung nicht
wünschenswert. Daher wird in einem solchen Fall die
Teilnehmerfunktion so gesetzt, daß sie einen größeren
Fuzzy-Wert aufweist, der eine höhere
Vorhersageanforderung für die Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung repräsentiert, wie dies durch eine
unterbrochene Linie in den Fig. 32 und 33 dargestellt
ist. Wenn jedoch die durchschnittliche
Fahrzeuggeschwindigkeit VSP im wesentlichen niedrig ist,
werden dann, wenn die Lenkfrequenz ΣSTr niedrig ist, die
Teilnehmerfunktionen so gesetzt, daß sie einen größeren
Fuzzy-Wert aufweisen, der eine größere
Vorhersageanforderung für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung repräsentiert.
In einem solchen Fall wird unter Verwendung von Fig. 34
der Bereich, der den Grad der Vorhersageanforderung für
die Motorsteuerung repräsentiert, festgelegt durch die
durchgezogene Linie, und der Bereich, der den Grad der
Vorhersageanforderung für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung repräsentiert,
wird durch die unterbrochene Linie festgelegt. Mit der
logischen Summe (OR) beider Bereiche wird der
Schwerpunkt abgeleitet zur Bereitstellung einer höheren
Priorität für entweder die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung oder aber die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung, abhängig von der
Verschieberichtung des Schwerpunkts relativ zum Zentrum.
In dem Falle, in welchem die Teilnehmerfunktion in bezug
auf den Fahrzeugfortbewegungswiderstand D festgesetzt
wird, führt ein kleinerer
Fahrzeugfortbewegungswiderstand D zu einem größeren
Fuzzy-Wert zur Auswahl der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung, wie dies in
Fig. 35 gezeigt ist. Als eine typische Situation für
einen kleineren Fahrzeugfortbewegungswiderstand läßt
sich das Fahren bergabwärts ansehen. In diesem Fall kann
es vorzuziehen sein, wirksam eine Motorbremsung
durchzuführen. Unter diesem Aspekt kann eine höhere
Priorität für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung vorzuziehen
sein. Wenn andererseits der Fahrzeugfahrwiderstand hoch
ist, so ergibt sich ein größerer Fuzzy-Wert zur Auswahl
der Motorausgangs-Drehmomentsteuerung. Eine typische
Situation für einen größeren Fahrwiderstand ist das
Bergauffahren. Wenn in einem solchen Fall der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung hohe Priorität
gegeben wird, kann das Getriebe in einen Zustand mit
häufigen Schaltvorgängen versetzt werden. Um dies zu
verhindern ist es vorzuziehen, der Motorausgangs-
Drehmomentsteuerung eine höhere Priorität zu geben.
In einem solchen Fall wird unter Verwendung der Fig. 36
der Bereich, der den Grad der Vorhersageanforderung für
die Motorsteuerung repräsentiert, definiert durch die
durchgezogene Linie, und der Bereich, der den Grad der
Vorhersageanforderung für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung repräsentiert,
wird durch die unterbrochene Linie festgelegt. Mit der
logischen Summe (OR) beider Bereiche wird der
Schwerpunkt abgeleitet zur Bereitstellung einer höheren
Priorität für entweder die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung oder aber die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung, abhängig von der
Verschieberichtung des Schwerpunkts relativ zum Zentrum.
In dem Fall, in welchem die Steuerauswahl durchgeführt
wird auf der Grundlage der durchschnittlichen
Fahrzeuggeschwindigkeit VSP und der Bremsfrequenz Tb
wird ein größerer Fuzzy-Wert der vorhergesagten
Anforderung für die Motorausgangs-Drehmomentsteuerung
gegeben, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit VSP niedrig
und die Bremsfrequenz Tb hoch ist, wie dies durch die
durchgezogene Linie in Fig. 43 dargestellt ist. In einem
solchen Fall kann eine Beurteilung getroffen werden, daß
sich das Fahrzeug in einem Verkehrsstau und dgl. bewegt.
Daher kann die Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung
in einem solchen Zustand, wenn ihr eine höhere Priorität
gegeben wird, häufige Schaltvorgänge verursachen, und
dies verschlechtert die Fahreigenschaften des Fahrzeugs.
Daher ist es vorzuziehen, der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung eine höhere Priorität
z 06675 00070 552 001000280000000200012000285910656400040 0002004039517 00004 06556u geben. Wenn andererseits die durchschnittliche
Fahrzeuggeschwindigkeit VSP niedrig und die
Bremsfrequenz Tb ebenfalls niedrig ist, so kann der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung die höhere
Priorität gegeben werden, wie dies in Fig. 43
dargestellt ist.
In einem solchen Fall wird unter Verwendung der Fig. 44
der Bereich, der den Grad der Vorhersageanforderung für
die Motorsteuerung repräsentiert, definiert durch die
durchgezogene Linie, und der Bereich, der den Grad der
vorhergesagten Anforderung für die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung repräsentiert,
wird durch die unterbrochene Linie definiert. Mit der
logischen Summe (OR) beider Bereiche wird der
Schwerpunkt abgeleitet zur Bereitstellung einer höheren
Priorität entweder der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung oder der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung, abhängig von der
Verschieberichtung des Schwerpunkts relativ zum Zentrum.
In der Praxis kann die Auswahl der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung bzw. der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung durchgeführt werden
durch das in Fig. 45 erläuterte Verfahren.
In einem Schritt 3202 sind Eingangsgrößen das
Gaspedalpositions-Anzeigesignal a, die durchschnittliche
Gaspedalbetätigungsgeschwindigkeit Δa, die
Laufverteilung VrΔa und die Lenkfrequenz ΣSTr usw. Dann
wird eine Fuzzy-Vorhersage durch das voranstehende
Verfahren in einem Schritt 3204 durchgeführt. Auf der
Grundlage der Fuzzy-Vorhersage in dem Schritt 3204 wird
eine Unterscheidung getroffen, ob die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung oder die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung ausgewählt werden
soll, und zwar in einem Schritt 3026. Wenn die
ausgewählte Steuerung die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung ist, so wird
eine Überprüfung durchgeführt, ob eine Anforderung zum
Umschalten des Übersetzungsverhältnisses existiert, in
einem Schritt 3028. Anderenfalls wird eine Überprüfung
durchgeführt, ob eine Anforderung zum Steuern des
Motorausgangs-Drehmoments vorliegt, in einem Schritt
3030. Falls nicht, geht das Vefahren direkt zum
Abschnitt END über. Andererseits - falls ja - wird ein
Befehl zur Aufrechterhaltung des momentanen Zustandes in
einem Schritt 3032 ausgegeben.
Wenn andererseits in dem Schritt 3026 die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung ausgewählt wird, so
wird eine Überprüfung durchgeführt, ob die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerungsanforderung vorliegt,
in einem Schritt 3034. Falls ja, so wird die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung in einem Schritt 3036
durchgeführt. Andererseits wird, falls die
Motorausgangs-Drehmomentsteuerungsanfrage nicht
existiert, eine Überprüfung durchgeführt, ob eine
Anforderung für eine
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung vorliegt, und
dann geht der Ablauf über zu dem Schritt 3032 oder
andererseits geht das Verfahren direkt zum Schritt END
über.
In dem Verfahren im Schritt 3032 hält das Verfahren
zeitweilig an in einem Wartemodus für etwa 10 Sekunden,
so daß der Befehl zur Aufrechterhaltung des momentanen
Zustandes als Ausgangsgröße ausgegeben wird, nachdem ein
vorgegebener Zeitraum verstrichen ist, beispielsweise 10
Sekunden.
Zwar wurde die vorliegende Erfindung voranstehend
anhand bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
diskutiert, jedoch sollte die Erfindung nicht hierauf
beschränkt oder auf die voranstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel festgelegt sein. Die Interpretation
der Erfindung sollte so erfolgen, daß sämtliche
Ausführungsformen und Modifikationen eingeschlossen
sind, die verwirklicht werden können, ohne von dem
Grundprinzip der Erfindung abzuweichen, wie es sich aus
den gesamten Anmeldeunterlagen ergibt.
Zwar verwendet beispielsweise die voranstehende
Ausführungsform die Fuzzy-Steuerung zur Auswahl entweder
der Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung oder der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung, jedoch ist es
möglich, Muster für jeweilige Parameter einzurichten, um
eine Auswahl ohne Verwendung der Fuzzy-Vorhersage
durchzuführen. Fig. 41 erläutert ein Beispiel für das
Verfahren zur Auswahl der
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung und der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung. In einem Schritt 3202
sind die Gaspedalpositionsdaten a und die
Laufverteilungsdaten VrΔa Eingangsgrößen und werden
ausgelesen. Dann werden in einem Schritt 3204 die
Laufverteilungsdaten VrΔa verglichen mit einem
vorbestimmten Wert α. Falls die Laufverteilungsdaten
VrΔa größer oder gleich dem vorbestimmten Wert α sind,
so werden die Gaspedalpositionsdaten a verglichen mit
einem vorbestimmten Wert β in einem Schritt 3206. lst
das Gaspedalpositionsdatum a kleiner oder gleich dem
vorbestimmten Wert β, so erfolgt eine Auswahl der
Motorausgangs-Drehmomentsteuerung in einem Schritt 3208.
Andererseits geht das Verfahren direkt zu END über, wenn
das Gaspedalpositionsdatum a größer ist als der
vorbestimmte Wert β, wie dies im Schritt 3206 überprüft
wurde. Wenn andererseits die Laufverteilung VrΔa, wie
sie in dem Schritt 3204 überprüft wurde, kleiner ist als
der vorbestimmte Wert α, so wird das
Gaspedalpositionsdatum a verglichen in einem Schritt
3210 mit dem vorbestimmten Wert β. Wenn das
Gaspedalpositionsdatum kleiner ist als der vorbestimmte
Wert β, dann wird in einem Schritt 3212 die
Getriebeübersetzungsverhältnissteuerung ausgewählt.
Anderenfalls geht das Verfahren direkt zu END über.
Wie auf natürliche Weise deutlich wird, ist es, um das
Verfahren gemäß Fig. 41 einzurichten, selbstverständlich
möglich, zusätzliche Parameter einzuführen,
beispielsweise die durchschnittliche
Fahrzeuggeschwindigkeit VSP, die Lankwinkelposition oder
den Fahrzeugfahrwiderstand.
Es wird darauf hingewiesen, daß zwar die dritte
Ausführungsform des Drehmomentsteuersystems in
Kombination mit der von der Drehmomentanforderung
abhängigen Motorausgangs-Drehmomentsteuerung erläutert
wurde, daß jedoch das voranstehend beschriebene
Verfahren für jede Art der Motorsteuerung einsetzbar
ist, verbunden mit einer Gangschaltsteuerung eines
Automatikgetriebes, um ein optimales
Fahrzeugfahrverhalten zu erreichen.