Die Erfindung betrifft einen Vergußtransformator mit einem am Boden oder am
Deckel offenen, aus Isolierstoff bestehenden Gehäuse, einem in dem Gehäuse
eingesetzten Transformatorblock, am Gehäuse in Ausnehmungen der Seitenwände
angebrachten, an den Transformatorblock elektrisch angeschlossenen, ein oder
mehrere Isoliergehäuse aufweisenden Anschlußklemmen oder einer den Transfor
matorblock im Gehäuse festlegenden und isolierenden, das Gehäuse füllenden
Vergußmasse, wobei jede Anschlußklemme innerhalb des Gehäuses einen Innen
leiteranschluß, insbesondere einen Lötanschluß und außerhalb des Gehäuses
einen Außenleiteranschluß, insbesondere einen Schraubanschluß, aufweist. Ge
genstand der Erfindung ist eine elektrische Anschlußklemme für einen solchen
Vergußtransformator.
Vergußtransformatoren erfreuen sich zunehmender Beliebtheit; insbesondere
die immer häufiger verwendeten Niedervolt-Halogenleuchten haben zu erhöhten
Produktionsstückzahlen von Vergußtransformatoren geführt.
Die bislang bekannten Vergußtransformatoren, die zuvor kurz beschrieben wor
den sind, weisen im aus Isolierstoff bestehenden Gehäuse an verschiedenen
Stellen die erforderlichen Durchbrechungen auf. Insbesondere sind Durch
brechungen in Form von Ausnehmungen für den Einsatz der elektrischen An
schlußklemmen in den Seitenwänden vorgesehen. Diese Ausnehmungen sind in
verschiedenen Höhen an einer oder mehreren Seitenwänden des Gehäuses vor
gesehene Bohrungen, durch die die Anschlußklemmen von außen her in das Ge
häuse hineingesteckt werden. Ausnehmungen in den Seitenwänden des Gehäuses
werden auch für Sicherungshalter, ggf. Entstörkondensatoren und Leuchtanzei
gen benötigt. Nicht selten müssen zehn und mehr Ausnehmungen im aus Isolier
stoff bestehenden Gehäuse ausgestanzt oder gebohrt werden.
Schon die zuvor erläuterten Herstellungsschritte sind aufwendig. Aufwendig
ist aber auch, daß die zunächst sehr dünnflüssige Vergußmasse dazu tendiert,
durch die Ausnehmungen in den Seitenwänden des Gehäuses auszutreten. Man
muß also die Anschlußklemmen gegenüber dem Gehäuse selbst abdichten, sei es
durch Dichtringe in einer auf der Innenseite des Gehäuses liegenden Ver
schraubung, sei es durch Dichtklebstoffe oder Lackstriche. Auch das be
deutet herstellungstechnischen Aufwand.
Schließlich müssen die in der Seitenwand des Gehäuses sitzenden Anschluß
klemmen mit ihren Innenleiteranschlüssen elektrisch mit dem Transformator
block verbunden werden. Das muß bei eingesetztem Transformatorblock und
eingesetzten Anschlußklemmen geschehen. Dabei sind die Innenleiteranschlüs
se der Anschlußklemmen häufig relativ weit im Gehäuse versenkt angeordnet
und daher entsprechend schwierig zu erreichen.
Vergußtransformatoren der in Rede stehenden Art werden zumeist mit einem
am Boden offenen Gehäuse geliefert. Vom offenen Boden her wird auch die
Vergußmasse in das Gehäuse eingegossen. Montiert wird dann ein solcher Ver
gußtransformator nach Aushärten der Vergußmasse in umgekehrter Lage, also
mit der offenen Seite nach unten. Es gibt aber auch Vergußtransformatoren,
die an ihrer Oberseite, also am Deckel offen sind und nach Aushärten der
Vergußmasse nicht gewendet, sondern an der offenen Seite mit einem Deckel
oder Kopfstück verschlossen werden.
Der Lehre der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, anzugeben, wie ein Ver
gußtransformator der in Rede stehenden Art herstellungstechnisch erheblich
vereinfacht werden kann.
Die zuvor aufgezeigte Aufgabe ist dadurch gelöst, daß die Ausnehmungen im
Gehäuse, insbesondere also die zur Anbringung der Anschlußklemmen dienen
den Ausnehmungen im Gehäuse als von dem dem offenen Boden oder Deckel zu
gewandten Rand ausgehende Schlitze ausgeführt sind und die Breite der Schlit
ze der Breite entspricht, die eine Anschlußklemme oder mehrere Anschlußklem
men gemeinsam in deren Anbringungsbereich aufweisen. Erfindungsgemäß werden
die erforderlichen Ausnehmungen, insbesondere also die Ausnehmungen für die
Anschlußklemmen, aber auch gegebenenfalls erforderliche sonstige Ausnehmun
gen, beispielsweise für Sicherungshalter oder Leuchtanzeigen, am dem offenen
Boden (oder dem Deckel) zugewandten Rand des Gehäuses konzentriert. Das Ge
häuse ist also im übrigen vollständig geschlossen. Die Ausnehmungen sind da
bei in herstellungstechnisch einfacher Weise als vom Rand ausgehende Schlitze
ausgeführt. Der Begriff des Schlitzes ist hierbei weit zu verstehen, auch
ein relativ breiter Ausschnitt mit der Breite mehrerer Anschlußklemmen ist
insoweit ein Schlitz im Sinne der Lehre der Erfindung.
Wesentlich ist zunächst, daß die als Schlitze ausgeführten Ausnehmungen im
Gehäuse herstellungstechnisch sehr einfach angebracht werden können. Sie
können sogar beim Spritzen des aus Isolierstoff bestehenden Gehäuses schon
werkzeugtechnisch vorgesehen sein. Wesentlich ist ferner, daß sich die An
schlußklemmen (bzw. Sicherungshalter oder Leuchtanzeigen) an dem ohne wei
teres zugänglichen Rand des Gehäuses befinden, so daß die Innenleiteran
schlüsse der Anschlußklemmen leicht zugänglich sind. Sie liegen nämlich
nicht, wie im Stand der Technik, versenkt tief innerhalb des Gehäuses, son
dern leicht zugänglich am Rand des offenen Bodens bzw. Deckels des Gehäu
ses. Schließlich sind die vom Rand ausgehenden Schlitze unabhängig von ih
rer Breite mit den Isoliergehäusen der Anschlußklemmen (bzw. den Isolier
gehäusen von Sicherungshaltern oder Leuchtanzeigen) gegenüber der anfäng
lich sehr dünnflüssigen Vergußmasse wesentlich leichter abzudichten als
Durchbrechungen und Ausnehmungen tiefer unten in den Seiten des Gehäuses.
Das liegt einerseits wieder an der leichteren Zugänglichkeit, andererseits
am im Inneren des Gehäuses wirksamen Druck der Vergußmasse, der selbstver
ständlich nahe dem Spiegel der Vergußmasse wesentlich geringer ist als tief
unten im Inneren des Gehäuses.
Für die weitere Ausgestaltung der Erfindung gibt es nun zwei unterschied
liche Wege. Einerseits können die Oberseiten (bzw. Unterseiten) der Isolier
gehäuse der Anschlußklemmen (und sonstigen Bauteile) mit dem zugeordneten
Rand des Gehäuses fluchten. Dann müssen die Isoliergehäuse in die Ausneh
mungen so eingesetzt sein, daß die bis zum Rand reichende Vergußmasse seit
lich nicht austreten kann. Andererseits kann man einen erfindungsgemäßen
Vergußtransformator auch so konstruieren, daß der dem offenen Boden oder
Deckel zugewandte Rand des Gehäuses zur Bildung der Ausnehmungen gegenüber
der obersten Deckfläche des Gehäuses um die wirksame Höhe der Isoliergehäu
se der Anschlußklemmen zurückgesetzt ist. Bei dieser Konstruktion ist der
für den Spiegel der Vergußmasse relevante Rand, der gleichzeitig auch den
inneren Rand der als Schlitze ausgeführten Ausnehmungen darstellt, gegen
über der Fluchtlinie der obersten Deckfläche des Gehäuses um die wirksame
Höhe der Isoliergehäuse der Anschlußklemmen zurückgesetzt. Auf diese Weise
kann man auf eine Abdichtung der Isoliergehäuse der Anschlußklemmen in den
von diesem rückspringenden Rand gebildeten Ausnehmungen verzichten. Die
nur bis zu dem rückspringenden Rand reichende Vergußmasse ist vollständig
in dem vollständig dichten Gehäuse eingeschlossen. Zwar liegt dann der
Spiegel der Vergußmasse um die wirksame Höhe der Isoliergehäuse der An
schlußklemmen unterhalb der Fluchtlinie der obersten Deckfläche des Gehäu
ses, das stört aber in der Praxis nicht.
Im übrigen betrifft die Lehre der Erfindung auch eine elektrische Anschluß
klemme für einen Vergußtransformator. Eine solche elektrische Anschlußklem
me weist wie üblich ein Isoliergehäuse, mindestens einen Innenleiteran
schluß, insbesondere einen Lötanschluß, mindestens einen Außenleiteran
schluß, insbesondere einen Schraubanschluß, und eine galvanische Verbindung
zwischen dem Innenleiteranschluß und dem Außenleiteranschluß, insbesondere
einer Stromschiene auf. Für den Einsatz im Rahmen der Lehre der Erfindung
ist eine solche elektrische Anschlußklemme dadurch besonders geeignet, daß
das Isoliergehäuse im Querschnitt entlang der Hauptebene U-förmig oder umge
kehrt U-förmig ausgeführt ist, nämlich einen Schlitz zur Aufnahme eines Ran
des des Gehäuses des Vergußtransformators aufweist, und die Verbindung zwi
schen dem Innenleiteranschluß und dem Außenleiteranschluß dem Querschnitt
des Isoliergehäuses folgend ebenfalls etwa U-förmig ausgeführt ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele
darstellenden Zeichnung näher erläutert; in der Zeichnung zeigt
Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung, schematisch, ein erstes
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Vergußtransformators,
Fig. 2 den Bereich der Anschlußklemme des Vergußtransformators nach
Fig. 1 im Schnitt,
Fig. 3 den in Fig. 2 dargestellten Bereich nochmals ausschnittweise in
einer Draufsicht,
Fig. 4 das Gehäuse eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungs
gemäßen Vergußtransformators,
Fig, 5, 6, 7, 8, jeweils in einer Fig. 2 ähnlichen Darstellung, Ausführungen eines
erfindungsgemäßen Vergußtransformators mit verschiedenen elektri
schen Anschlußklemmen,
Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verguß
transformators mit ringförmigem Gehäuse und
Fig. 10 eine Gruppe von für den Einsatz bei einem Vergußtransformator
gemäß Fig. 9 besonders geeigneten elektrischen Anschlußklemmen.
Fig. 1 läßt das Grundprinzip des erfindungsgemäßen Vergußtransformators sehr
gut erkennen. Der Vergußtransformator aus Fig. 1 weist zunächst ein am Bo
den 1 offenes, am bodenseitigen Rand 2 mit Befestigungsösen 3 versehenes,
aus Isolierstoff bestehendes Gehäuse 4 auf. In dem Gehäuse 4 eingesetzt fin
det sich ein Transformatorblock 5, der hier nur schematisch angedeutet ist.
Am Gehäuse 4 in Ausnehmungen 6 der Seitenwände 7 angebracht und an den Trans
formatorblock 5 elektrisch angeschlossen sind jeweils einzelne Isolierge
häuse 8 aufweisende Anschlußklemmen 9. Hier ist lediglich eine einzige An
schlußklemme 9 dargestellt, um die Übersichtlichkeit nicht zu beeinträch
tigen. Weiter ist hier angedeutet, daß eine den Transformatorblock 5 im
Gehäuse 4 festlegende und isolierende, das Gehäuse 4 füllende Vergußmas
se 10 vorgesehen ist.
Aus Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 1 erkennt man hinsichtlich der Anschluß
klemme 9, daß diese im Grundsatz innerhalb des Gehäuses 4 einen Innenlei
teranschluß 11, hier dargestellt als Lötanschluß, außerhalb des Gehäuses 4
einen Außenleiteranschluß 12, hier dargestellt als Schraubanschluß, und im
Isoliergehäuse 8 eine das Gehäuse 4 in der Ausnehmung 6 durchsetzende, den
Innenleiteranschluß 11 mit dem Außenleiteranschluß 12 verbindende Strom
schiene 13 aufweist.
Ist das, was zuvor beschrieben worden ist, grundsätzlich bei den aus der
Praxis bekannten Vergußtransformatoren auch schon verwirklicht, so gilt
nun für die in den Fig. 1 und 2 in einem ersten Ausführungsbeispiel darge
stellte Erfindung, daß die Ausnehmungen 6 im Gehäuse 4 als von dem dem of
fenen Boden 1 oder Deckel zugewandten Rand 2 ausgehende Schlitze ausgeführt
sind und die Breite der Schlitze der Breite entspricht, die eine Anschluß
klemme 9 oder mehrere Anschlußklemmen 9 gemeinsam im Anbringungsbereich auf
weisen. Im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind nebeneinander
fünf Ausnehmungen 6 in Form von für jeweils ein Isoliergehäuse 8 einer An
schlußklemme 9 passenden Schlitzen vorgesehen. Man könnte diese fünf Aus
nehmungen 6 auch zu einer einzigen Ausnehmung 6 entsprechend größerer Brei
te vereinigen, in die dann eine Klemmenleiste mit fünf Anschlußklemmen 9
abdichtend eingesetzt werden könnte. Man erkennt, daß es sehr einfach ist,
die Anschlußklemme 9 von der offenen Seite des Gehäuses 4 einzusetzen, wie
es auch sehr einfach ist, die Ausnehmungen 6 in der Seitenwand 7 des Gehäu
ses 4 auszubilden.
Fig. 1 macht ferner deutlich, daß das Gehäuse 4 des Vergußtransformators
durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen im übrigen vollständig geschlossen
ist, daß also keinerlei Öffnungen vorliegen, die abgedichtet werden müßten,
um das Austreten von Vergußmasse 10 aus dem Gehäuse 4 zu verhindern.
Das in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellte erste Ausführungsbeispiel eines er
findungsgemäßen Vergußtransformators zeichnet sich nun dadurch aus, daß die
Oberseiten bzw. Unterseiten der Isoliergehäuse 8 der Anschlußklemmen 9 mit
dem zugeordneten Rand 2 des Gehäuses 4 fluchten. Fig. 2 macht das besonders
deutlich, wobei erkennbar ist, daß der Spiegel der Vergußmasse 10 in etwa
mit der Oberseite (bzw. Unterseite) des Isoliergehäuses 8 der hier einge
setzten Anschlußklemme 9 und damit mit dem Rand 2 des Gehäuses 4 fluchtet.
Um nun zu verhindern, daß die anfänglich ja sehr dünnflüssige Vergußmasse 10
an den Ausnehmungen 6 aus dem Gehäuse 4 austritt, kann man vorsehen, daß,
wie Fig. 3 zeigt, die Isoliergehäuse 8 der Anschlußklemmen 9 Nuten aufwei
sen, in die die Ränder der Ausnehmungen 6 eingreifen. Um den Abdichtungs
effekt zu vergrößern, können, wie ebenfalls in Fig. 3 gezeigt ist, in den
Nuten Dichtungen 14 vorgesehen sein. Dabei sollte die Anordnung so abge
stimmt sein, daß auch bei unterschiedlichen Dicken der Seitenwände 7 des
Gehäuses 4 stets ein völlig abdichtender Eingriff der Ränder der Ausneh
mungen 6 in die Nuten mit den dort vorgesehenen Dichtungen 14 gewährlei
stet ist. Dazu sollte insbesondere die Eigenelastizität des Isoliergehäu
ses 8 der Anschlußklemme 9 passend bestimmt sein.
Die zuvor erläuterte Anordnung von Nuten mit darin angeordneten Dichtungen 14
hat weiterhin den Vorteil, daß die Ränder der Ausnehmungen 6 beim Einsetzen
der Anschlußklemmen 9 in das Gehäuse 4 als Führungen dienen und im montier
ten Zustand für einen zusätzlichen Halt der ganzen Anordnung sorgen.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ergibt sich
eine vollständig glatte Oberfläche von Vergußmasse 10 bis zum Rand 2 und
zu den Befestigungsösen 3 am Gehäuse 4. Wenn man davon ausgeht, daß im hier
dargestellten Ausführungsbeispiel das Gehäuse 4 am Boden 1 offen ist, so
läßt sich nach Umdrehen des Gehäuses 4 mit ausgehärterer Vergußmasse 10
der Vergußtransformator insgesamt auf einer ebenen Grundplatte ohne wei
teres montieren.
Fig. 4 zeigt nun ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Vergußtransformators, hier allerdings nur ein entsprechendes Gehäuse 4. In
diesem Gehäuse 4 befinden sich in allen vier Seitenwänden 7 durchgehende
Ausnehmungen 6 mit der gemeinsamen Breite mehrerer Anschlußklemmen 9. Wenn
man nun in alle diese Ausnehmungen 6 entsprechende Anschlußklemmen 9 ein
setzen würde, könnte man eine Abdichtung in prinzipiell gleicher Weise
wie beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 vornehmen. Das in Fig. 4
dargestellte Gehäuse 4 bietet aber noch eine grundsätzliche andere Gestal
tungsmöglichkeit. Man kann nämlich dieses Gehäuse 4 auch so beschreiben,
daß der dem offenen Boden 1 oder Deckel zugewandte Rand 2 des Gehäuses 4
zur Bildung der Ausnehmungen 6 gegenüber den Befestigungsösen bzw. gegen
über der obersten Deckfläche des Gehäuses 4 um die wirksame Höhe der Iso
liergehäuse 8 der Anschlußklemmen 9 zurückgesetzt ist. In diesem Fall wür
den sich die in den Ausnehmungen 6 befindlichen Bereiche der Isolierge
häuse 8 der Anschlußklemmen 9 stets oberhalb des Spiegels der Vergußmasse
10 befinden, die Vergußmasse 10 würde also auch hier bis zum Rand 2 reichen,
dieser wäre aber zur Bildung der Ausnehmungen 6 gegenüber der Fluchtlinie
der Befestigungsösen 3 nach unten versetzt. In diesem Fall befindet sich
die Vergußmasse 10 in einem mit Ausnahme des Bodens 1 (bzw. des Deckels)
allseitig geschlossenen Gehäuse 4 ohne jede randseitige Unterbrechung. Die
Isoliergehäuse 8 der Anschlußklemmen 9 liegen oberhalb des Spiegels der Ver
gußmasse 10 in den Ausnehmungen 6, brauchen wegen dieser Anordnung darin
aber nicht abgedichtet zu sein. Wenn man berücksichtigt, daß hier die wirk
same Höhe der Isoliergehäuse 8 typisch etwa 3 bis 4 mm beträgt, so kann man
ohne weiteres nachvollziehen, daß die etwas tiefere Lage des Spiegels der
ausgehärteten Vergußmasse 10 für die Anordnung des Vergußtransformators
auf einen Sockel ganz unproblematisch ist. Entsprechendes gilt für ein am
Deckel offenes Gehäuse 4, auf das dann einfach ein entsprechendes Deckel
teil aufgesetzt werden müßte.
Die Fig. 5 bis 8 machen nun verschiedene Anordnungsmöglichkeiten für An
schlußklemmen 9 und damit auch verschiedene Gestaltungsformen von Anschluß
klemmen 9 deutlich.
Fig. 5 zeigt zunächst die in den Fig. 1 bis 3 schon dargestellte und im Zu
sammenhang mit dieser Darstellung beschriebene Anschlußklemme 9. Hier liegt
der Spiegel der Vergußmasse 10 oberhalb des Innenleiteranschlusses 11 und
es gilt, daß der Innenleiteranschluß 11 vollständig innerhalb der Verguß
masse 10 liegt. Das ist natürlich isolationstechnisch günstig.
Fig. 6 zeigt im Vergleich eine elektrische Anschlußklemme 9, die in Ver
bindung mit einem Gehäuse 4 gemäß Fig. 4 eingesetzt werden kann, bei der
also das Isoliergehäuse 8 in der Ausnehmung 6 oberhalb des Spiegels der
Vergußmasse 10 liegt. Hier gilt nun, daß der Innenleiteranschluß 11 der An
schlußklemme 9 jedenfalls teilweise außerhalb der Vergußmasse 10 liegt.
Natürlich muß der Innenleiteranschluß 11 aber nach oben (später nach unten)
elektrisch isoliert sein. Dazu ist bei dem hier dargestellten Ausführungs
beispiel eine besondere Maßnahme am Isoliergehäuse 8 der Anschlußklemme 9
vorgesehen, gilt nämlich, daß das Isoliergehäuse 8 der Anschlußklemme 9
eine den Innenleiteranschluß 11 umgehende, in die Vergußmasse 10 endsei
tig eintauchende Schutzkappe 15 aufweist.
An dieser Stelle empfiehlt sich eine kurze Erläuterung der Herstellungsmög
lichkeiten eines erfindungsgemäßen Vergußtransformators. Man kann bei dem
erfindungsgemäßen Vergußtransformator die Innenleiteranschlüsse 11 der An
schlußklemmen 9 noch vor dem Aufsetzen bzw. Einsetzen der Anschlußklemmen 9
mit der entsprechenden Wicklung bzw. den entsprechenden Wicklungen des
Transformatorblocks 5 elektrisch verbinden, im dargestellten Ausführungs
beispiel verlöten. Dann lassen sich anschließend die Anschlußklemmen 9 in
die Ausnehmungen 6 einsetzen bzw. auf den entsprechenden Rand 2 des Gehäu
ses 4 aufstecken. Danach erst erfolgt dann das Vergießen mit der Verguß
masse 10. Man kann auch erst die Isoliergehäuse 8 der Anschlußklemmen 9 me
chanisch mit dem Gehäuse 4 verbinden, anschließend die Innenleiteranschlüs
se 11 bearbeiten und schließlich die Vergußmasse 10 einfüllen. So würde man
vielleicht eher beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 verfahren, wobei die
Schutzkappe 15 vor dem Einfüllen der Vergußmasse 10 nach unten geklappt
würde, so daß sie endseitig in die Vergußmasse 10 eintaucht und von ihr
fixiert ist.
Die Fig. 5 und 6 haben hier gemeinsam, daß die Anschlußklemmen 9 so angeord
net sind, daß der späteren Positionierung des Gehäuses 4 in umgekehrter An
ordnung Rechnung getragen wird. Hier ist also das Gehäuse 4, wie oben schon
mehrfach erläutert, am Boden 1 offen; es wird später bei ausgehärteter Ver
gußmasse 10 umgekehrt auf einem Sockel angeordnet. Dieser Ausgestaltung tra
gen die Anschlußklemmen 9 hier dadurch Rechnung, daß sie mit auf dem Kopf
stehenden Außenleiteranschlüssen 12 eingesetzt sind. Im Endzustand liegen
dann die Außenleiteranschlüsse 12 so, daß sie von oben her leicht betätigt
werden können. Das gilt insbesondere für Schraubanschlüsse, dem hier darge
stellten bevorzugten Beispiel.
Fig. 7 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 nur durch
die andersartige Ausrichtung der Anschlußklemme 9. Diese ist hier an einem
am Deckel offenen Gehäuse 4 angeordnet; dieses Gehäuse 4 wird also später
nicht mehr gewendet. Es wird vielmehr ein hier nicht erkennbares Deckelteil
aufgesetzt.
Entsprechendes wie zuvor Fig. 7 erläutert, gilt auch für das in Fig. 8 dar
gestellte weitere Ausführungsbeispiel für die Anordnung einer Anschlußklem
me 9 an dem Gehäuse 4 eines erfindungsgemäßen Vergußtransformators. Hier
ist die Ausnehmung 6 für das Isoliergehäuse 8 der Anschußklemme 9 ebenfalls
durch den ebenfalls gegenüber der obersten Deckfläche des Gehäuses 4 zurück
gesetzten Rand 2 gebildet. Die oberste Deckfläche des Gehäuses 4 wird durch
das hier lediglich gestrichelt angedeutete Deckelteil 16 definiert, das spä
ter auf das Gehäuse 4 aufgesetzt wird.
Fig. 9 zeigt einen Vergußtransformator mit einem ringförmigen Gehäuse 4.
Hier erkennt man wiederum die erfindungsgemäß vom Rand 2 ausgehende Aus
nehmung 6. Wegen der Bogenform der Seitenwand 7 dieses Gehäuses 4 ist das
abdichtende Einsetzen von elektrischen Anschlußklemmen 9 hier jedenfalls
dann schwierig, wenn mehrere Anschlußklemmen 9 in einer Ausnehmung 6 Seite
an Seite eingesetzt werden sollen. Fig. 10 zeigt für diesen Anwendungsfall
eine besonders bevorzugte Ausführungsform, die dadurch gekennzeichnet ist,
daß mehrere Anschlußklemmen 9 in form eines Anschlußklemmenstreifens mit
zwischen den Isoliergehäusen 8 ausgebildeten, flexiblen Biegestegen 17 aus
geführt sind. Arbeitet man hier mit einer ähnlichen Konstruktion wie in Fig.
4, so sind besondere Abdichtungen nicht erforderlich, da ja der Spiegel der
Vergußmasse 10 nur bis zum rückspringenden Rand 2, durch den die Ausneh
mung 6 gebildet ist, reicht. Ist eine Gestaltung wie in Fig. 1 vorgesehen,
so kann man vorsehen, daß die Biegestege 17 mit dem Rand der Ausnehmung 6
zugeordneten Dichtlippen versehen sind.
In jedem Fall empfiehlt es sich, daß man die Anschlußklemmen 9 in den Sei
tenwänden 7 des Gehäuses 4, d. h. in den Ausnehmungen 6 bzw. am Rand 2 me
chanisch fixieren kann. Dazu kann es sich empfehlen, daß am Gehäuse 4 einer
seits und an den Isoliergehäusen 8 der Anschlußklemmen 9 andererseits ein
ander zugeordnete Rastausformungen vorgesehen sind.
Die Fig. 5 und 8 machen besonders deutlich, welche Auswirkungen die erfin
dungsgemäße Gestaltung eines Vergußtransformators auf die Form der dabei
zu verwendenden elektrischen Anschlußklemmen 9 hat. Bei den Fig. 5, 6 und 7
ist nämlich zu erkennen, daß das Isoliergehäuse 8 im Querschnitt entlang
der Hauptebene U-förmig oder umgekehrt U-förmig ausgeführt ist, nämlich
einen Schlitz zur Aufnahme eines Rande 2 des Gehäuses 4 des Vergußtrans
formators aufweist, und daß die galvanische Verbindung 13 zwischen dem In
nenleiteranschluß 11 und dem Außenleiteranschluß 12, hier in Form einer
Stromschiene, dem Querschnitt des Isoliergehäuses 8 folgend ebenfalls etwa
U-förmig ist. Fig. 3 macht in diesem Zusammenhang dann deutlich, daß für
bestimmte Einsatzzwecke am Isoliergehäuse 8 Dichtungen 14 zur abdichtenden
Verbindung mit dem Gehäuse 4 vorgesehen sein können. Schließlich machen die
Fig. 6, 7 und 8 deutlich, daß eine bevorzugte Gestaltung darin bestehen
kann, daß am Isoliergehäuse 8 im Bereich des Innenleiteranschlusses 11 eine
Schutzkappe 15 klappbar ausgebildet bzw. angelenkt ist.