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DE4036507A1 - Antimikrobiell ausgeruestete waessrige kunstharzdispersionen - Google Patents

Antimikrobiell ausgeruestete waessrige kunstharzdispersionen

Info

Publication number
DE4036507A1
DE4036507A1 DE19904036507 DE4036507A DE4036507A1 DE 4036507 A1 DE4036507 A1 DE 4036507A1 DE 19904036507 DE19904036507 DE 19904036507 DE 4036507 A DE4036507 A DE 4036507A DE 4036507 A1 DE4036507 A1 DE 4036507A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thiadiazole
dispersions
deriv
polymer dispersion
antimicrobial
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19904036507
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dr Walek
Jutta Naumann
Ulf Dr Thust
Ekkehard Dr Schiewald
Hans-Dieter Dr Pfeiffer
Kurt Trautner
Hans-Dieter Klaeger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemie GmbH Bitterfeld Wolfen
Original Assignee
Chemie GmbH Bitterfeld Wolfen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemie GmbH Bitterfeld Wolfen filed Critical Chemie GmbH Bitterfeld Wolfen
Publication of DE4036507A1 publication Critical patent/DE4036507A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/02Emulsion paints including aerosols
    • C09D5/024Emulsion paints including aerosols characterised by the additives
    • C09D5/025Preservatives, e.g. antimicrobial agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/36Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
    • C08K5/45Heterocyclic compounds having sulfur in the ring
    • C08K5/46Heterocyclic compounds having sulfur in the ring with oxygen or nitrogen in the ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
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  • Paints Or Removers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft antimikrobiell ausgerüstete wäßrige Kunstharzdispersionen auf Polyacrylat- bzw. Polyvinylacetbasis und daraus hergestellte Anstrichstoffe. Sie kann sowohl zur Konservierung der Dispersionen selbst als auch zum Schutz der daraus hergestellten Anstrichfilme vor mikrobiellem Befall angewendet werden.
Wäßrige Dispersionen von Kunstharzen, die als Dispersionsanstrichstoffe große wirtschaftliche Bedeutung besitzen, bedürfen sowohl zur Sicherung der Stabilität während der Lagerung bis zur Anwendung als auch zur Vermeidung mikrobieller, vor allem pilzlicher Angriffe auf den erzeugten Anstrichstoffilmen des Zusatzes geeigneter antimikrobieller Wirkstoffe. Das betrifft während der Lagerung vorwiegend eine bakterizide Wirkung in der wäßrigen Phase und anschließend vorwiegend eine fungizide Wirkung im festen Anstrichstoffilm. Diesen Anforderungen genügen nur wenige Substanzen.
Es ist bekannt, für diese Zwecke als antimikrobiellen Zusatz Benzisothiazolon-(3) zu verwenden. Diese Substanz ist sehr gut wirksam, jedoch technisch schwer zugänglich und unökonomisch. Bekannt ist auch die Verwendung von Dithiocarbamaten und Thiuram. Sie sind jedoch erst bei hohen Konzentrationen ausreichend wirksam und beeinflussen die Überstreichbarkeit mit trocknenden Ölen bzw. Alkydharzen negativ.
Flüchtige Wirkstoffe wie Aldehyde sind nicht dauerwirksam, Phenole sind zu toxisch bzw. geruchsintensiv und organische Zinnverbindungen sind für Innenräume aufgrund ihrer hohen Toxizität nicht verwendbar.
Bekannt sind auch Versuche, diesen Mängeln durch Kombinationen von Wirkstoffen entgegenzuwirken. (DD-PS 1 07 848 und DD-PS 2 33 941). Man erreicht jedoch damit nur ausreichende Lagerstabilität, aber keine genügende Filmstabilität.
Weiterhin ist bekannt, daß ein Teil der den erfindungsgemäßen antimikrobiellen Zusätzen zugrundeliegenden Wirkstoffe aufgrund ihrer fungiziden Wirkung gegen phytopathogene Pilze als Pflanzenschutzmittel vorgeschlagen worden ist (z. B. DD-PS 2 22 770). Dabei wird eine Wirkung speziell gegen Schadpilze aus der Gruppe der Oomyceten, insbesondere gegen Phytophthora infestans, nachgewiesen.
Ziel der Erfindung ist es, einen geeigneten antimikrobiell wirksamen und mindertoxischen Zusatz zu wäßrigen Kunstharzdispersionen und damit formulierten Anstrichstoffen zu finden, durch den sowohl eine gute Konservierung der Dispersionen als auch ein sicherer Schutz der daraus hergestellten Anstrichfilme vor mikrobiellem Angriff erreicht werden soll.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, neue antimikrobiell ausgerüstete wäßrige Kunstharzdispersionen zu entwickeln. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß wäßrigen Kunstharzdispersionen auf Basis von Polyvinylacetat oder Polyacrylat und daraus hergestellten Anstrichstoffen, die an sich bekannte Zusatzstoffe (z. B. Pigmente) enthalten, als antimikrobielle Wirkkomponente substituierte Thiadiazole der allgemeinen Formel
in der X=Br oder Cl
n=1 oder 2
und R=Phenyl oder
bedeuten, zugefügt werden.
Die Wirkstoffe lassen sich nach literaturbekannten Verfahren durch Halogenierung und anschließende Oxidation der entsprechenden Cyanimidodithiokohlensäure-monoestersalze herstellen (z. B. US-PS 37 36 328; Z. Chem. 20, (1980), 370). Sie werden den Kunstharzdispersionen zugesetzt und sind bereits in Konzentrationen von 0,01 Masseanteilen in % wirksam. Für praktische Zwecke der Konservierung und Ausrüstung sind Konzentrationen von 0,05-0,5 Masseanteilen in % je nach Belastung des Anstrichstoffes zu empfehlen.
Für die Gewährleistung der Lagerstabilität reichen bereits 0,05- 0,1 Masseanteile in % aus, während zur Filmstabilisierung je nach gewünschter Dauerwirkung und auftretender Keimbelastung 0,1-0,5 Masseanteile in % zum Einsatz kommen.
Zur Erzielung optimaler Verteilung im Medium können die Wirkstoffe feinvermahlen, z. B. naßfeinvermahlen, angeteigt mit Wasser und mit Tensiden kombiniert werden.
Die Wirkstoffe sind stabil, mindertoxisch und beeinflussen die Ökosphäre unter den Anwendungsbedingungen nicht negativ.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1 Prüfung der wäßrigen Kunstharzdispersion auf Keimfreiheit Versuchsbeschreibung
Die technische Dispersion wird mit der angegebenen Konzentration der zu prüfenden Wirkstoffe gemischt. Anschließend wird eine Probe (1 ml) entnommen und in ein abgeflammtes, mit Sabourand- Nährmedium (I) und parallel mit Thioglykolat-Nährmedium (II) gefülltes Reagenzglas gegeben.
Die Proben mit dem Kulturmedium I werden 10 Tage bei 22-24°C und die mit dem Kulturmedium II 10 Tage bei 30-32°C im Brutschrank bebrütet. Anschließend erfolgt die Begutachtung. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefaßt. Dabei bedeutet
+ ohne mikrobiellen Befall
+/- kaum mikrobieller Befall
- mikrobieller Befall
Tabelle 1
Bewertung der Kunstharzdispersion auf Keimfreiheit
Beispiel 2 Lagertest der wäßrigen Kunstharzdispersion Versuchsbeschreibung
1 kg Kunstharzdispersion wird mit der angegebenen Konzentration der zu prüfenden Wirkstoffe gemischt und in einem Prüfglas bei Raumtemperatur gelagert.
Die Bewertung auf mikrobiellen Befall erfolgt monatlich nach folgendem Boniturschema
1=kein Befall
2=schwacher Befall
3=starker Befall
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 enthalten.
Tabelle 2
Mikrobieller Befall gelagerter wäßriger Kunstharzdispersionen
Beispiel 3 Prüfung der Filmstabilität des Anstrichfilmes Versuchsbeschreibung
Anstrichträger aus Filterpapier werden mit der zu prüfenden Kunstharzdispersion beschichtet. Die getrockneten Filme werden in Petrischalen aus Mineralsalz bzw. Nähragar gelegt und jeweils mit Sporensuspension von Penicillium funiculosum (A) Pullularia pullulans (B) und Aspergillus niger (C) besprüht. Danach erfolgt eine 6wöchige Bebrütung im Brutschrank bei 25°C mit wöchentlicher Beurteilung auf Wachstum nach folgendem Boniturschema
1=überwuchert
2=mittlerer Bewuchs
3=schwacher Bewuchs
4=kein Bewuchs
Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengestellt.
Tabelle 3
Pilzbewuchs des Anstrichfilmes

Claims (2)

1. Antimikrobiell ausgerüstete wäßrige Kunstharzdispersionen und damit formulierte Anstrichstoffe auf Basis von Polyvinylacetat oder Polyacrylat, gekennzeichnet dadurch, daß sie neben an sich bekannten Hilfsmitteln und Zusatzstoffen als antimikrobielle Wirkkomponente substituierte Thiadiazole der allgemeinen Formel in der X=Br oder Cl
n=1 oder 2
und R=Phenyl oder bedeutet,
enthalten.
2. Antimikrobiell ausgerüstete wäßrige Kunstharzdispersionen nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, daß die antimikrobielle Wirkkomponente in Konzentrationen von 0,01-3 Masseanteilen in % enthalten ist.
DE19904036507 1990-01-02 1990-11-16 Antimikrobiell ausgeruestete waessrige kunstharzdispersionen Withdrawn DE4036507A1 (de)

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DE4036507A1 true DE4036507A1 (de) 1991-07-04

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DE19904036507 Withdrawn DE4036507A1 (de) 1990-01-02 1990-11-16 Antimikrobiell ausgeruestete waessrige kunstharzdispersionen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0588020A1 (de) * 1992-09-16 1994-03-23 Witco GmbH Verwendung von Thiadiazolen als Biozide für den Materialschutz
CN101037562B (zh) * 2007-04-29 2010-05-26 王林山 一种内墙防霉涂料

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