DE4035374C2 - - Google Patents
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- B24B19/02—Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group for grinding grooves, e.g. on shafts, in casings, in tubes, homokinetic joint elements
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Feinstschleifen
eines gotischen Spitzbogenprofils.
Aus der Literaturstelle "Fertigungstechnik und Betrieb"
1982 (8), Seiten 474-476 ist das Feinziehschleifen oder
Superfinish, auch als Schwingschleifen oder Supfinieren
bezeichnet, bekannt.
Das Feinziehschleifen ist ein Feinbearbeiten durch Spannen
mit einem vielschneidigen Werkzeug aus gebundenem Korn
unter ständiger Flächenberührung zwischen Werkzeug und
Werkstück zur Verbesserung von Maß, Form und Oberfläche
vorbearbeiteter Werkstücke. Die erzielten Oberflächen
weisen parallele sich kreuzende Rillen auf.
Das Prinzip der Feinziehschleifbearbeitung von Wälzlagern,
beschrieben anhand eines Wälzlageraußenringes, geht
darüber hinaus und besteht darin, daß der Außenring eine
Drehbewegung um seine Längsachse ausführt, wobei das
Feinziehschleifwerkzeug mit seiner Arbeitsfläche, die in
ihrer Form der zu bearbeitenden Laufbahn angepaßt sein muß,
mit einer bestimmten Kraft auf die Oberfläche der Laufbahn
gepreßt wird. Das Werkzeug führt zusätzlich eine
Schwingbewegung um eine Achse aus, die senkrecht zur
Längsachse des Lagerringes und näherungsweise durch den
künftigen Rollkörpermittelpunkt verläuft. Aufgrund der sich
überlagernden Dreh- und Schwingbewegung bildet sich eine
resultierende etwa sinusförmige Bewegung aus, die die
Ursache für die parallelen sich kreuzenden Arbeitsspuren
ist. Der Kreuzungswinkel zwischen den Bearbeitungsspuren wird
als Überschneidungswinkel bezeichnet.
Beim Profilfeinziehschleifen tritt keine ausgesprochene
Flächenberührung auf, sondern eine kreuzförmige
Linienberührung mit teilweiser kurzzeitiger
Flächenberührung. Die Ursache für diese besonderen
Berührungsverhältnisse liegt in der doppelt gekrümmten
Bearbeitungsfläche und den nicht parallel verlaufenden
Bewegungskomponenten.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung werden gleichzeitig
eine linke und eine rechte Flanke eines gotischen
Spitzbogenprofils, insbesondere einer gotischen
Spitzbogenrille, die eine Kugelführung, ein Führungslager
für eine Linearbewegung, ein Kugellager oder dergleichen
enthält, in denen Kugeln abrollen, feinstbearbeitet.
In diesem Zusammenhang ist unter einem gotischen
Spitbogenprofil bzw. einer gotischen Spitzbogenrille eine
Rille zu verstehen, deren Querschnitt senkrecht zu der
Rille eine Gestalt besitzt, in der die Mittelpunkte der
identischen Kreisbögen der rechten und linken Flanke
gegeneinander versetzt sind.
Im Stand der Technik wird im allgemeinen eine gotische
Spitzbogenrille, die eine Rille oder Nut für darin
abrollende Kugeln eines Kugellagergewindes, eines
Führungslagers für eine Linearbewegung, eines Kugellagers
oder dergleichen ist, nur durch Schleifen feinbearbeitet
werden, jedoch fand eine Feinstbearbeitung oder sogenanntes
Supfinieren nicht statt.
Desweiteren ist es bekannt, daß beim Supfinieren ein
Oberflächenteil einer gotischen Spitzbogenrille in der Nähe
des Berührungspunktes der darin ablaufenden Kugeln
bearbeitet wird, nicht jedoch die gesamte Oberfläche.
Bei einem im Stand der Technik bekannten Verfahren, wie es
anhand von Fig. 13 näher beschrieben wird, weist eine
gotische Spitzbogenrille, eine rechte und linke Flanke 1
bzw. 2 auf, wobei ein Mittelpunkt OR eines Kreisbogens mit
dem Radius R der rechten Flanke 1 gegenüber einem
Mittelpunkt OL eines Kreisbogens des gleichen Radius R der
linken Flanke 2 in Horizontalrichtung um einen Abstand a
versetzt ist. Ein Schnittpunkt OB von geraden Linien, die
von den Mittelpunkten OR und OL unter einem Winkel von 45°
in bezug auf die horizontale Richtung gezogen sind, ist der
Mittelpunkt einer Kugel 3, die in der Rille abläuft und die
Schnittpunkte PR und PL der geraden Linien und der rechten
Flanke 1 und der linken Flanke 2 sind die Berührungspunkte
der Kugel mit der rechten Flanke 1 und der linken Flanke 2.
Wird ein Supfinierstein 4 mit einem Radius größer als der
Radius der Kugel 3 und kleiner als ein Radius R der Rille
verwendet und schwingt der Supfinierstein 4 um eine
Schwingungsachse, die durch den Mittelpunkt OB der
verwendeten Kugel 3 und senkrecht zu der Zeichnung
verläuft, so erfolgt die Feinstbearbeitung in der Nähe der
Drehpunkte PR und PL der gotischen Spitzbogenrille in
bezug auf die eingesetzte Kugel 3.
In diesem Fall liegt der Grund für die Verwendung eines
Supfiniersteins 4 mit einem Radius, dessen Querschnitt
größer als der Radius der Kugel 3 und kleiner als der
Radius der rechten und linken Flanke 1 bzw. 2 ist, darin,
daß eine strenge Einpassung während der fortschreitenden
Feinstbearbeitung mit in Rechnung gestellt wird.
Jedoch ist bei dem bekannten Feinstbearbeitungsverfahren
für gotische Bogenrillen zu beachten, daß die
Feinstbearbeitung primär und in der Nähe der Kontaktpunkte der
Kugel mit der Rille erfolgt und daß die gesamte Oberfläche
der gotischen Bogenrille nicht gleichmäßig mitbearbeitet
wird. Daraus resultiert, daß die Radiusgröße der Rille und
der Betrag der Versetzung a, die in dem vorausgegangenen
Verarbeitungsschritt festgelegt wurden, beispielsweise beim
Schneiden, während der Feinstbearbeitung geändert werden
und daß die Gestalt der gekrümmten Rille abgebaut und die
Rauheit der Oberfläche ungleichförmig wird. Dadurch kommt
es zu einem Problem derart, daß die Berechnung eines Wertes
für die Radiusgröße der Rille nach der Feinstbearbeitung
schwierig wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum
Feinstbearbeiten eines gotischen Spitzbogenprofils so zu
verbessern, daß die gesamte gotische Spitzbogenrille
gleichmäßig feinstbearbeitet wird, die Radiusgröße der
Rille und der Betrag der Versetzung nicht geändert werden,
die Rauheit der Oberfläche gleichförmig ist und die Größe
des Radius der Rille nach der Feinstbearbeitung gleich
einem gewünschten Wert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine
Schwingungsachse eines Schwingschleifsteins in einer
Horizontalebene in bezug auf die Längsrichtung des
gotischen Spitzbogenprofils um einen vorgegebenen
Neigungswinkel geneigt ist und durch einen Mittelpunkt
eines Kreisbogens auf einem vertikalen Zugang der
Horizontalebene hindurchgeht, wobei der Kreisbogen den
Querschnitt des gotischen Profils senkrecht zu der
geneigten Schwingungsachse darstellt, und einem einzelnen
Kreisbogen mit einem minimalen Fehler entspricht, daß der
vorgegebene Neigungswinkel und der Mittelpunkt durch
Veränderung des Neigungswinkels der Schwingungsachse Stück
für Stück bestimmt werden, daß die Mittelpunkte der
angenäherten Kreisbögen und ein minimaler
Kreisbogennäherungsfehler jedes Profilquerschnitts für
jeden unterschiedlichen Neigungswinkel berechnet wird, daß
die minimalen Kreisbogennäherungsfehler für die
unterschiedlichen Neigungswinkel miteinander verglichen
werden, um einen kleinsten Kreisbogennäherungsfehler zu
bestimmen sowie einen Mittelpunkt des Kreisbogens und einen
Neigungswinkel, die diesem kleinsten
Kreisbogennäherungsfehler entsprechen, und daß der
Schwingschleifstein um die geneigte Schwingungsachse
während seiner Bewegung in Längsrichtung bei gleichzeitigem
Feinstbearbeiten beider Flanken des gotischen
Spitzbogenprofils schwingt.
Die weitere Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich
aus den Kennzeichen der Unteransprüche.
Mit der Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß beide
Flanken einer gotischen Spitzbogenrille durch die
Schwingung des Schwingschleifsteins mit völlig
gleichmäßigem Abtrag feinstbearbeitet werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Hauptteils einer gotischen
Spitzbogenrille in einer Nut, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren feinstbearbeitet wird, wobei dieses
Verfahren auf eine Nut mit einem Kugelgewinde angewandt
wird,
Fig. 2 eine Seitenansicht von rechts der Nut nach Fig. 1,
Fig. 3 ein Diagramm zum Erklären des Prinzips des Verfahrens,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Koordinaten der Nut,
Fig. 5A und 5B eine Beziehung zwischen einer Mittellinie und
einer Umfangslänge des Gewindes,
Fig. 6 eine Schnittansicht der Nut der gotischen Spitzbogenrille,
Fig. 7 eine Seitenansicht von rechts nach Fig. 6,
Fig. 8 eine Ansicht von verschiedenen Torsionskurven,
Fig. 9 eine Querschnittsansicht entlang der Linie X′,
Fig. 10 ein Diagramm zum Erläutern der Berechnungsart des Umrisses
eines Querschnitts orthogonal zu einer Schwingungsachse
der Nut,
Fig. 11 ein Diagramm zum Erläutern der Näherungsbestimmung eines
optimalen einzelnen Kreisbogens in einem Querschnitt
senkrecht zu der Schwingungsachse der Nut,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform
nach der Erfindung, die bei einem Führungslager für
eine Linearbewegung angewandt wird, und
Fig. 13 eine Schnittansicht zum Erläutern eines bekannten
Feinstbearbeitungsverfahrens für eine gotische Spitzbogenrille.
Eine Vorrichtung für das Durchführen eines Verfahrens zur
Feinstbearbeitung einer gotischen Spitzbogenrille wird im
folgenden erläutert. In den Fig. 1 und 2 ist eine Mittelachse
einer Nut 6 mit einem Kugelgewinde, die in einem nicht gezeigten
Futter befestigt ist, mit x bezeichnet. Eine Horizontalachse y
durchläuft einen Punkt O auf der Mittelachse x und eine
Vertikalachse ist mit z bezeichnet. Die Nut 6 ist mit einer
gotischen Spitzbogenrille 7 mit einem Vorhaltewinkel β im Punkt
OB in Fig. 13 in bezug auf die Horizontalachse y ausgebildet und
im Querschnitt senkrecht bzw. orthogonal zu einer Linie x′, die
senkrecht zu einer Längsrichtung, das ist die Voreilrichtung y′
und durch den Punkt O hindurchläuft, hat die Gestalt der
voranstehend erwähnten gotischen Bogenrille.
In Fig. 1 durchläuft eine Schwingungsachse y′′ den Punkt O und
ist um einen Schwingungswinkel γ in bezug auf die Gewindeachse
y′ geneigt. Diese Schwingungsachse y′′ ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich,
unterhalb des Punktes O in einem Abstand h in Richtung
z angeordnet. Eine Schwingungsspindel 8, die um die Schwingungsachse
y′′ schwingt, ist nahe der Nut 6 angeordnet und ein
Supfinierstein 10 ist an einer Spitze eines Schwingungsarms 9
angebracht, der an der Schwingungsspindel 8 befestigt ist. Daraus
resultiert, daß der Supfinierstein 10 um die Schwingungsachse
y′′ in eine Richtung A mit einem Radius r (vergl. Fig. 3)
schwingen kann. Des weiteren wird die Nut 6 um die Achse x in
Richtung B gedreht und in Synchronisation mit der Drehung, das
bedeutet, für jede einzelne Drehung der Nut 6 werden die Schwingungsspindel
8 und der Schwingungsarm 9 und der Supfinierstein 10
um eine Ganghöhe in Richtung C parallel zu der Achse x bewegt.
Obwohl dies nicht gezeigt ist, wird der Supfinierstein 10 gegen
die gotische Spitzbogenrille 7 der Nut 6 durch eine Druckeinrichtung
für den Supfinierstein gedrückt, die an einem Teil des
Schwingungsarms 9 angebracht ist.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, kann die Gestalt eines Querschnitts
der gotischen Spitzbogenrille 7 entlang einer Linie x′′
senkrecht zu der Schwingungsachse y′′, die in bezug auf die
Voreilrichtung y′ der gotischen Spitzbogenrille 7 um den
Schwingungswinkel γ geneigt ist, als ein einzelner Kreisbogen
angesehen werden, der dem gesamten Querschnitt angenähert ist.
Während des Betriebs der voranstehend unter Bezugnahme auf die
Fig. 1 bis 3 beschriebenen Vorrichtung, wird die Schwingungsspindel
8 in Richtung C in Synchronisation mit der Drehung der
Nut 6 in Richtung B bewegt. Wenn die Schwingungsspindel 8 in
Richtung A schwingt, so schwingt der Supfinierstein 10 um die
Schwingungsachse y′′, während er gegen die gotische Spitzbogenrille
7 der Nut 6 durch die Druckeinrichtung für den Supfinierstein
gepreßt wird, die an dem Schwingungsarm 9 angeordnet ist
und sowohl die rechte als auch die linke Flanke der Oberfläche
der gotischen Spitzbogenrille 7 werden gleichzeitig feinstbearbeitet.
Dabei ist die Schwingungsachse y′′ des Supfiniersteins 10 in
bezug auf die Voreilrichtung y′ der gotischen Spitzbogenrille 7
um den Schwingungswinkel γ geneigt und der Supfinierstein 10
führt eine Feinstbearbeitung mit dem Radius r und mit einem
Schwingungszentrum aus, das unterhalb des Punktes O der Achse z
im Abstand h angeordnet ist. Dementsprechend kann die Gestalt
des Querschnitts der gotischen Spitzbogenrille 7 entlang der
Linie x′′ senkrecht zu der Schwingungsachse y′′ als ein einzelner
Kreisbogen mit einem Minimalfehler betrachtet werden und
somit wird die gesamte Oberfläche der Rille 7 durch einen
gleichförmigen Abtrag feinstbearbeitet.
Im folgenden wird die Art und Weise beschrieben, in der der
Schwingungswinkel γ, die Position h in Richtung z und der
Radius r des Supfiniersteins 10 erhalten werden.
Wie in Fig. 4 gezeigt, sind die Achse x, die Achse y und die
Achse z in bezug auf die Nut 6 festgelegt. Ein Punkt PA markiert
eine Arbeitsstellung. In den Fig. 5A und 5B besitzt die
Gewindelinie einen Steigungswinkel β, eine Umfangslänge lc in
bezug auf die Achse x, wobei der Zusammenhang durch folgende
Gleichung:
in welcher D der Durchmesser der Gewindelinie und l die Ganghöhe
der Gewindelinie ist, gegeben ist.
Des weiteren ist aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich, daß mit einem
Umfangswinkel Φ, der die Umfangslänge lc einschließt, folgende
Gleichungen Gültigkeit haben:
Mit den Gleichungen (1) bis (3) ergibt sich die Gleichung für
eine orthogonale Projektionskurve, die weiterhin als eine Torsionskurve
für eine willkürliche Gewindelinie bezeichnet wird.
Als nächstes wird eine Kugelrille einer üblichen Kugelgewindenut
betrachtet. Da die rechte und linke Flanke der Rille symmetrisch
sind, genügt es, nur eine Flanke, das ist die rechte
Flanke im vorliegenden Fall, zu untersuchen.
Wie aus den Fig. 8 und 9 entnommen werden kann, sind die Koordinaten
x, x′, y und z sowie verschiedene Symbole in den Zeichnungen
näher definiert. In diesen stellt l eine Ganghöhe, dm
einen Durchmesser eines geometrischen Ortes der Rollbewegung des
Mittelpunktes der verwendeten Kugel 3, β einen Voreilwinkel,
dm einen Durchmesser der Nut 6, a den Betrag der Versetzung, R
einen Radius der Nut, Xb eine Breite eines Reliefeinschnitts und
Yc die Höhe einer Auskehlung dar.
Der Punkt P stellt einen Punkt auf der Rille zu einem willkürlichen
Winkel U auf einem Querschnitt senkrecht zu der Rille
dar, der weiterhin als ein orthogonaler Rillenquerschnitt in
einer x′-z Ebene bezeichnet wird. Der Punkt P gibt einen Punkt
an, an dem eine Torsionskurve einer Gewindelinie, die durch den
Punkt P hindurchläuft, die Achse x schneidet. Mit k ist ein
Abstand des Punktes P von der Achse y bezeichnet. Die Beziehung
für die Torsionskurve der Gewindelinie, die durch den Punkt P
hindurchläuft, ist durch die folgende Gleichung (5) bestimmt:
in der D der Durchmesser der Gewindelinie durch den Punkt P der
Rille ist. Ein Abstand k′ des Punktes P auf der Rille in dem
orthogonalen Rillenquerschnitt von der Achse z ist durch die
folgende Gleichung gegeben:
Der Durchmesser DU der Gewindelinie, die durch den Punkt P verläuft,
ist durch die folgende Gleichung gegeben:
DU = dm - a + 2 R cos U (7)
Des weiteren sind die Koordinaten des Punktes P in der x-y Ebene
durch kx, ky gegeben, wobei für kx und ky gilt:
kx = k′x cos β (8)
ky = k′x · sin β (9)
Mit den voranstehenden Gleichungen wird ein Wert für ku in der
Gleichung der Torsionskurve der Gewindelinie, die durch den
Punkt P hindurchläuft, erhalten, in dem die Gleichungen (6),
(7), (8) und (9) in die Gleichung (5) eingesetzt werden:
Somit kann die Torsionskurve der Gewindelinie, die durch den
Punkt P der Rillle bei einem willkürlichen Winkel U auf dem
orthogonalen Rillenquerschnitt hindurchläuft, durch die
Gleichungen (5), (7) und (10) ausgedrückt werden. Dabei sind die
folgenden Beziehungen erfüllt:
Wie aus Fig. 10 ersichtlich, ist in der x-y-Ebene ein Schnittpunkt
zwischen jeder Torsionskurve und einer Schwingungsachsenquerschnittlinie
(x′′-Achse) für die Koordinaten xu, yu festgelegt.
Dieser Schnittpunkt wird als ein Wert einer Lösung einer
Gleichung mit zwei Unbekannten der Gleichung (5) der Torsionskurve
und einer Gleichung erhalten, welche die Schwingungsachsenquerschnittlinie
beschreibt, das ist
y = x tan (τ - β) (13)
Die Koordinaten (x′′u, zu) jedes Punktes auf einem Schwingungsachsenquerschnitt
(x′′-z-Ebene) sind durch folgende Gleichungen gegeben:
Somit kann die Gestalt des Schwingungsachsenquerschnitts durch
die Berechnung der Koordinaten (x′′u, zu) der Gleichung (14)
für jeden der Winkel U auf dem orthogonalen Rillenquerschnitt
und durch Auftragen der Rechenergebnisse erhalten werden.
Des weiteren wird für den Schwingungsachsenquerschnitt, wie er in
Fig. 11 gezeigt ist, ein Schwingungszentrum (O, - h) des Supfiniersteins,
der einen angenäherten Radius r hat, auf der z′′
Achse gewählt und in bezug auf einen Punkt (x′′ui, zui) auf dem
Schwingungsachsenquerschnitt, entsprechend einem Winkel Ui (i=1,
2, . . ., n) ein Radius ri von jedem Näherungszentrum. In einer
optimalen kreisbogenförmigen Näherung werden ein Schwingungsachsenwinkel
γ des Supfiniersteins und ein Abstand h des Schwingungszentrums und
ein Supfiniersteinradius r, bei dem ein Wert eines Kreisbogens
mit einem Näherungsfehler e=rmax-rmin für einen Näherungsradius
einem Minimum wird, mittels eines Computers berechnet.
In dem Berechnungsbeispiel konnte ein einzelner Kreisbogen mit
einem Näherungsfehler von 1,5 μm in dem wesentlichen Bereich
des Kugelkontaktpunktes von ±10° (U) und mit einem Schwingungsachsenwinkel
von 24,2° und einem Schwingungszentrum von 20,285 mm
angenähert werden. Dieser Wert mit einem
derartigen Genauigkeitsgrad ist ausreichend zufriedenstellend
und bei einer ausgeführten Feinstbearbeitung war die Genauigkeit
der Rillengestalt vergleichbar mit dem berechneten Wert. In bezug
auf die Rillengestalt im Schwingungsachsenquerschnitt in
Fig. 11 ist der Fehler vergrößert dargestellt.
Fig. 12 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei der
ein Führungslager für eine Linearbewegung bearbeitet wird. Bei
diesem Führungslager 12 für eine Linearbewegung wird ein Supfinierstein
entlang einer Längsrichtung einer gotischen Spitzbogenrille
13 hin- und herbewegt, und dabei mit einer vorgegebenen
Kraft gegen die Rille 13 gepreßt. Der Supfinierstein schwingt in
einem orthogonalen Schwingungsachsenquerschnitt, der um einen
Schwingungsachsenwinkel γ in bezug auf einen orthogonalen
Rillenquerschnitt geneigt ist. In diesem orthogonalen Schwingungsachsenquerschnitt
kann die gotische Spitzbogenrille als ein
einzelner Kreisbogen mit einem Minimalfehler betrachtet werden
und der Schwingungsachsenwinkel γ des Supfiniersteins, der Abstand
h des Schwingungszentrums und der Radius r des Supfiniersteins
können mittels eines ähnlichen Rechenverfahrens, wie
voranstehend beschrieben ist, bestimmt werden.
Die voranstehend beschriebenen Ausführungsformen beziehen sich
auf eine Nut mit einem Kugelgewinde bzw. mit einem Führungslager
für Linearbewegung, jedoch ist die Erfindung ebenso auf eine
gotische Spitzbogenrille mit einem Außengewinde anwendbar, die
ein Kugelgewinde, ein Kugellager oder dergleichen aufweist. Im
Falle eines Außengewindes ist der Aufbau einer Vorrichtung zum
Bearbeiten des Gewindes im wesentlichen ähnlich zu der Vorrichtung
für ein Innengewinde und im Falle eines Kugellagers ist die
Hin- und Herbewegung des Supfiniersteins nicht notwendig und es
ist nur erforderlich, das Kugellager oder den Supfinierstein in
einer Richtung entlang der gotischen Spitzbogenrille zu drehen.
Ebenso kann die Berechnung einer optimalen Kreisbogennäherung
für die Schwingungen des Supfiniersteins in ähnlicher Weise ausgeführt
werden.
Wie voranstehend beschrieben wurde, schwingt bei der Feinstbearbeitung
der gotischen Spitzbogenrille gemäß der vorliegenden
Erfindung der Supfinierstein um eine Schwingungsachse,
die um einen vorgegebenen Schwingungswinkel in bezug auf die
Achsenrichtung der gotischen Spitzbogenrille geneigt ist. Da die
Gestalt der gotischen Spitzbogenrille in einem Querschnitt senkrecht
zu der Schwingungsachse als ein einzelner Kreisbogen mit
einem Minimalfehler betrachtet werden kann, wird die Feinstbearbeitung
beider Flanken der gotischen Spitzbogenrille zur
gleichen Zeit mit einem konstanten Abtrag insgesamt durchgeführt.
Somit wird der Vorteil erzielt, daß die Rillengestalt
nicht verändert bzw. abgebaut wird, die Radiusgröße der Rille
und der Betrag der Versetzung sich nicht ändern und somit eine
gleichförmig feinbearbeitete Oberfläche erhalten wird.
Claims (4)
1. Verfahren zum Feinstbearbeiten eines gotischen Spitzbogenprofils,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Schwingungsachse eines Schwingschleifsteins in
einer Horizontalebene in bezug auf die Längsrichtung (y′)
des gotischen Spitzbogenprofils um einen vorgegebenen
Neigungswinkel (γ) geneigt ist und durch einen Mittelpunkt
(O, ± h) eines Kreisbogens auf einem vertikalen Zugang der
Horizontalebene hindurchgeht, wobei der Kreisbogen den
Querschnitt des gotischen Profils senkrecht zu der geneigten
Schwingungsachse darstellt, und einem eienzelnen Kreisbogen
mit einem minimalen Fehler entspricht, daß der vorgegebene
Neigungswinkel (γ) und der Mittelpunkt (O, ± h)
durch Veränderung des Neigungswinkels der Schwingungsachse
Stück für Stück bestimmt werden, daß die Mittelpunkte der
angenäherten Kreisbögen und ein minimaler Kreisbogennäherungsfehler
jedes Profilquerschnitts für jeden unterschiedlichen
Neigungswinkel berechnet wird, daß die minimalen
Kreisbogennäherungsfehler für die unterschiedlichen Neigungswinkel
miteinander verglichen werden, um einen kleinsten
Kreisbogennäherungsfehler zu bestimmen sowie einen
Mittelpunkt des Kreisbogens und einen Neigungswinkel, die
diesem kleinsten Kreisbogennäherungsfehler entsprechen,
und daß der Schwingschleifstein um die geneigte Schwingungsachse
während seiner Bewegung in Längsrichtung bei
gleichzeitigem Feinstbearbeiten beider Flanken des
gotischen Spitzbogenprofils schwingt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das gotische Spitzbogenprofil als ein Innengewinde in
einer Nut ausgebildet und die Schwingungsachse um den
vorgegebenen Neigungswinkel (γ) in bezug auf die Längsrichtung
in einer Horizontalebene (x′-y′ Ebene) geneigt ist,
die durch die Längsachse (y′) und die dazu senkrechte
Achse (x′) bestimmt ist, daß die Schwingungsachse durch
den Mittelpunkt (O, - h) auf der Vertikalachse z der
Horizontalebene (x′-y′) hindurchgeht, wobei der Mittelpunkt
um eine vorgegebene Distanz (h) gegenüber dem
Ursprung (O) der Horizontalebene (x′-y′ Ebene) abgesenkt ist,
daß der vorgegebene Winkel (γ) und die vorgegebene Distanz
(h) so bestimmt werden, daß ein Umriß des gotischen
Spitzbogenprofils in einem Querschnitt senkrecht zu
der Schwingungsachse (y′′) dem einzigen Kreisbogen mit
einem Minimalfehler entspricht, wobei der weiterhin als
Schwingungsachsenwinkel bezeichnete, vorgegebene Winkel (γ)
und die weiterhin als Schwingungszentrum (O, - h) bezeichnete,
vorgegebene Distanz (h) durch folgende Schritte bestimmt
werden:
- (i) Auswahl eines willkürlichen Schwingungsachsenwinkels (γ),
- (ii) Bestimmung der Koordinaten (x′′u, zu) jedes Punktes auf einem Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene) für den willkürlich gewählten Schwingungsachsenwinkel, entsprechend den Gleichungen mit den Koordinaten xu und yu eines Schnittpunktes zwischen jeder Torsionskurve des gotischen Spitzbogenprofils und einer Schwingungsachsenquerschnittsgeraden (x′′-Achse) und dem Durchmesser Du einer durch den Schnittpunkt verlaufenden Gewindelinie,
- (iii) Auswahl eines angenommenen Schwingungszentrums im Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene),
- (iv) Bestimmung eines Radius r eines Kreisbogens, der durch jeden Punkt (x′′u, zu) auf dem Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene) hindurchgeht sowie eines Kreisbogennäherungsfehlers e=rmax-rmin aus einem maximalen Radius rmax und einem minimalen Radius rmin,
- (v) Änderung des angenommenen Schwingungszentrums und Wiederholung des Schritts (iv) zur Bestimmung eines Kreisbogennäherungsfehlers e,
- (vi) Vergleich der Kreisbogennäherungsfehler für die verschiedenen, angenommenen Schwingungszentren im gleichen Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z) und Bestimmung eines minimalen Kreisbogennäherungsfehlers e und eines, diesem minimalen Kreisbogennäherungsfehler entsprechenden, angenommenen Schwingungszentrums,
- (vii) schrittweise Änderung des willkürlichen Schwingungsachsenwinkels (γ) und Wiederholung der Schritte (ii) bis (vi) für jeden der unterschiedlichen Schwingungsachsenwinkeln (γ), um einen minimalen Kreisbogennäherungsfehler e und sein zugehöriges angenommenes Schwingungszentrum (O, -h) zu bestimmen,
- (viii) Vergleich der minimalen Kreisbogennäherungsfehler e für die unterschiedlichen Schwingungsachsenwinkel (γ), die gemäß Schritt (vii) erhalten werden, um einen minimalen Kreisbogennäherungsfehler e und sein zugehöriges Schwingungszentrum (O, -h) zu bestimmen, und
- (ix) Bestimmung des vorgegebenen Winkels (γ) von dem
minimalen Kreisbogennäherungsfehler e, der gemäß Schritt
(viii) gefunden wurde, und Bestimmung der vorgegebenen
Distanz (-h) von dem Schwingungszentrum (O, -h) entsprechend
dem minimalen Kreisbogennäherungsfehler e, der gemäß dem
Schritt (viii) bestimmt wurde,
und daß der Schwingungsschleifstein um die geneigte und abgesenkte Schwingungsachse während der Drehung der Nut schwingt und synchron mit der Drehung der Nut um eine Ganghöhe pro Drehzahl parallel zu einer Drehachse der Nut bewegt wird und dabei das gotische Spitzbogenprofil feinstschleift.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das gotische Spitzbogenprofil als ein Außengewinde
eines Kugelgewindes ausgebildet ist und die Schwingungsachse
um den vorgegebenen Neigungswinkel (γ) in bezug auf
die Längsrichtung in einer Horizontalebene (x′-y′ Ebene)
geneigt ist, daß die Schwingungsachse durch den Mittelpunkt
(O, +h) hindurchgeht, der um eine vorgegebene Distanz
(+h) gegenüber einem Ursprung (O) der Horizontalebene
(x′-y′ Ebene) angehoben ist, daß der vorgegebene
Winkel (γ) und die vorgegebene Distanz (h) so bestimmt
werden, daß ein Umriß des gotischen Spitzbogenprofils in
einem Querschnitt senkrecht zu der Schwingungsachse (y′′)
dem einzigen Kreisbogen mit einem Minimalfehler entspricht,
wobei der weiterhin als Schwingungsachsenwinkel bezeichnete,
vorgegebene Winkel (γ) und die weiterhin als
Schwingungszentrum (O, h) bezeichnete, vorgegebene Distanz
(h) durch folgende Schritte bestimmt werden:
- (i) Auswahl eines willkürlichen Schwingungsachsenwinkels (γ),
- (ii) Bestimmung der Koordinaten (x′′u, zu) jedes Punktes auf einem Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z′ Ebene) für den willkürlich gewählten Schwingungsachsenwinkel, entsprechend den Gleichungen mit den Koordinaten xu und yu eines Schnittpunktes zwischen jeder Torsionskurve des gotischen Spitzbogenprofils und einer Schwingungsachsenquerschnittsgeraden (x′′-Achse) und dem Durchmesser Du einer durch den Schnittpunkt verlaufenden Gewindelinie,
- (iii) Auswahl eines angenommenen Schwingungszentrums im Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene),
- (iv) Bestimmung eines Radius r eines Kreisbogens, der durch jeden Punkt (x′′u, zu) auf dem Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene) hindurchgeht sowie eines Kreisbogennäherungsfehlers e = rmax-rmin aus einem maximalen Radius rmax und einem minimalen Radius rmin,
- (v) Änderung des angenommenen Schwingungszentrums und Wiederholung des Schritts (iv) zur Bestimmung eines Kreisbogennäherungsfehlers e,
- (vi) Vergleich der Kreisbogennäherungsfehler für die verschiedenen, angenommenen Schwingungszentren im gleichen Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z) und Bestimmung eines minimalen Kreisbogennäherungsfehlers e und eines, diesem minimalen Kreisbogennäherungsfehler entsprechenden, angenommenen Schwingungszentrums,
- (vii) schrittweise Änderung des willkürlichen Schwingungsachsenwinkels (γ) und Wiederholung der Schritte (ii) bis (vi) für jeden der unterschiedlichen Schwingungsachsenwinkeln (γ), um einen minimalen Kreisbogennäherungsfehler e und sein zugehöriges angenommenes Schwingungszentrum (O, h) zu bestimmen,
- (viii) Vergleich der minimalen Kreisbogennäherungsfehler e für die unterschiedlichen Schwingungsachsenwinkel (γ), die gemäß Schritt (vii) erhalten werden, um einen minimalen Kreisbogennäherungsfehler e und sein zugehöriges Schwingungszentrum (O, h) zu bestimmen, und
- (ix) Bestimmung des vorgegebenen Winkels (γ) von dem
minimalen Kreisbogennäherungsfehler e, der gemäß Schritt
(viii) gefunden wurde, und Bestimmung der vorgegebenen
Distanz (h) von dem Schwingungszentrum (O, h) entsprechend
dem minimalen Kreisbogennäherungsfehler e, der gemäß dem
Schritt (viii) bestimmt wurde,
und daß der Schwingschleifstein um die geneigte und angehobene Schwingungsachse während der Drehung des Außengewindes des Kugelgewindes schwingt und synchron mit der Drehung des Kugelgewindes um eine Ganghöhe pro Drehung des Kugelgewindes parallel zu einer Drehachse des Kugelgewindes bewegt wird, und dabei das gotische Spitzbogenprofil feinstschleift.
4. Verfahren zum Feinstschleifen eines gotischen Spitzbogenprofils
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spitzbogenprofil als Nut für ein Linearführungslager
ausgebildet ist, daß die Schwingungsachse um
den vorgegebenen Winkel (γ) in bezug auf die Längsrichtung
in der Horizontalebene (x′-y′ Ebene) geneigt ist, die
durch eine Längsachse (y′) und ihre dazu orthogonale Achse
(x′) definiert ist, daß die Schwingungsachse durch das
Zentrum (O, h) hindurchgeht, das um eine vorgegebene Distanz
(h) gegenüber dem Ursprung (O) der Horizontalebene
(x′-y′ Ebene) angehoben oder abgesenkt wird, daß der vorgegebene
Winkel (γ) und die vorgegebene Distanz (h) so
bestimmt werden, daß ein Umriß des gotischen Spitzbogenprofils
in einem Querschnitt senkrecht zu der Schwingungsachse
(y′′) als der einzige Kreisbogen mit einem Minimalfehler
angenommen werden kann, wobei der weiterhin
als Schwingungsachsenwinkel bezeichnete, vorgegebene
Winkel (γ) und die weiterhin als Schwingungszentrum (O, h)
bezeichnete, vorgegebene Distanz (h) durch folgende
Schritte bestimmt werden:
- (i) Auswahl eines willkürlichen Schwingungsachsenwinkels (γ),
- (ii) Bestimmung der Koordinaten (x′′u, zu) jedes Punktes auf einem Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene) für den willkürlich gewählten Schwingungsachsenwinkel, entsprechend den Gleichungen mit den Koordinaten xu und yu eines Schnittpunktes zwischen jeder Geraden, die zusammen das gotische Spitzbogenprofil bilden und einer Schwingungsachse-Querschnittslinie (x′′-Achse), dem Winkel u auf einem orthogonalen Querschnitt der Nut (x-z Ebene) und dem Versetzungsbetrag a des gotischen Spitzbogenprofils,
- (iii) Auswahl eines angenommenen Schwingungszentrums im Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene),
- (iv) Bestimmung eines Radius r eines Kreisbogens, der durch jeden Punkt (x′′u, zu) auf dem Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z Ebene) hindurchgeht sowie eines Kreisbogennäherungsfehlers e=rmax-rmin aus einem maximalen Radius rmax und einem minimalen Radius rmin,
- (v) Änderung des angenommenen Schwingungszentrums und Wiederholung des Schritts (iv) zur Bestimmung eines Kreisbogennäherungsfehlers e,
- (vi) Vergleich der Kreisbogennäherungsfehler für die verschiedenen, angenommenen Schwingungszentren im gleichen Schwingungsachsenquerschnitt (x′′-z) und Bestimmung eines minimalen Kreisbogennäherungsfehlers e und eines, diesem minimalen Kreisbogennäherungsfehler entsprechenden, angenommenen Schwingungszentrums,
- (vii) schrittweise Änderung des willkürlichen Schwingungsachsenwinkels (γ) und Wiederholung der Schritte (ii) bis (vi) für jeden der unterschiedlichen Schwingungsachsenwinkel (γ), um einen minimalen Kreisbogennäherungsfehler e und sein zugehöriges angenommenes Schwingungszentrum (O, h) zu bestimmen,
- (viii) Vergleich der minimalen Kreisbogennäherungsfehler e für die unterschiedlichen Schwingungsachsenwinkel (γ), die gemäß Schritt (vii) erhalten werden, um einen minimalen Kreisbogennäherungsfehler e und sein zugehöriges Schwingungszentrum (O, h) zu bestimmen, und
- (ix) Bestimmung des vorgegebenen Winkels (γ) von dem
minimalen Kreisbogennäherungsfehler e, der gemäß Schritt
(viii) gefunden wurde, und Bestimmung der vorgegebenen
Distanz (h) von dem Schwingungszentrum (O, h) entsprechend
dem minimalen Kreisbogennäherungsfehler e, der gemäß dem
Schritt (viii) bestimmt wurde,
und daß der Schwingschleifstein um die angehobene oder abgesenkte Schwingungsachse schwingt und reziprok entlang der Längsrichtung bewegt wird und dabei das gotische Spitzbogenprofil feinstschleift.
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