DE4035374A1 - Verfahren zum feinstbearbeiten eines gotischen spitzbogenprofils - Google Patents
Verfahren zum feinstbearbeiten eines gotischen spitzbogenprofilsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Feinstbearbeiten eines
gotischen Spitzbogenprofils. Bei dem Verfahren werden gleichzeitig
eine linke und eine rechte Flanke eines gotischen Spitzbogenprofils,
insbesondere einer gotischen Spitzbogenrille, die
eine Kugelführung, ein Führungslager für eine Linearbewegung,
ein Kugellager oder dergleichen enthält, in denen Kugeln abrollen,
feinstbearbeitet.
In diesem Zusammenhang ist unter einem gotischen Spitzbogenprofil
bzw. einer gotischen Spitzbogenrille eine Rille zu verstehen,
deren Querschnitt senkrecht zu der Rille eine Gestalt besitzt,
in der die Mittelpunkte der identischen Kreisbögen der
rechten und linken Flanke gegeneinander versetzt sind.
Im Stand der Technik wird im allgemeinen eine gotische Spitzbogenrille,
die eine Rille oder Nut für darin abrollende Kugeln
eines Kugellagergewindes, eines Führungslagers für eine Linearbewegung,
eines Kugellagers oder dergleichen ist, nur durch
Schleifen feinbearbeitet werden, jedoch fand eine Feinstbearbeitung
oder sogenanntes Supfinieren nicht statt.
Des weiteren ist es bekannt, daß beim Spufinieren ein Oberflächenteil
einer gotischen Spitzbogenrille in der Nähe des Berührungspunktes
der darin ablaufenden Kugeln bearbeitet wird,
nicht jedoch die gesamte Oberfläche.
Bei einem im Stand der Technik bekannten Verfahren, wie es anhand
von Fig. 13 näher beschrieben wird, weist eine gotische
Spitzbogenrille, eine rechte und linke Flanke 1 bzw. 2 auf, wobei
ein Mittelpunkt OR eines Kreisbogens mit dem Radius R der rechten
Flanke 1 gegenüber einem Mittelpunkt OL eines Kreisbogens
des gleichen Radius R der linken Flanke 2 in Horizonatalrichtung
um einen Abstand a versetzt ist. Ein Schnittpunkt OB von geraden
Linien, die von den Mittelpunkten OR und OL unter einem Winkel
von 45° in bezug auf die horizontale Richtung gezogen sind, ist
der Mittelpunkt einer Kugel 3, die in der Rille abläuft und die
Schnittpunkte PR und PL der geraden Linien und der rechten
Flanke 1 und der linken Flanke 2 sind die Berührungspunkte der
Kugel mit der rechten Flanke 1 und der linken Flanke 2. Wird ein
Supfinierstein 4 mit einem Radius größer als der Radius der
Kugel 3 und kleiner als ein Radius R der Rille verwendet und
schwingt der Supfinierstein 4 um eine Schwingungsachse, die
durch den Mittelpunkt OB der verwendeten Kugel 3 und senkrecht
zu der Zeichnung verläuft, so erfolgt die Feinstbearbeitung in
der Nähe der Drehpunkte PR und PL der gotischen Spitzbogenrille
in bezug auf die eingesetzte Kugel 3.
In diesem Fall liegt der Grund für die Verwendung eines Supfiniersteins
4 mit einem Radius, dessen Querschnitte größer als der
Radius der Kugel 3 und kleiner ist als der Radius der rechten und
linken Flanke 1 bzw. 2 ist, darin, daß eine strenge Einpassung
während der fortschreitenden Feinstbearbeitung mit in Rechnung
gestellt wird.
Jedoch ist bei dem bekannten Feinstbearbeitungsverfahren für
gotische Bogenrillen zu beachten, daß die Feinstbearbeitung
primär und in der Nähe der Kontaktpunkte der Kugel mit der Rille
erfolgt und daß die gesamte Oberfläche der gotischen Bogenrille
nicht gleichmäßig mitbearbeitet wird. Daraus resultiert, daß die
Radiusgröße der Rille und der Betrag der Versetzung a, die in
dem vorausgegangenen Verarbeitungsschritt festgelegt wurden,
beispielsweise beim Schneiden, während der Feinstbearbeitung
geändert werden und daß die Gestalt der gekrümmten Rille abgebaut
und die Rauheit der Oberfläche ungleichförmig wird. Dadurch
kommt es zu einem Problem derart, daß die Berechnung eines
Wertes für die Radiusgröße der Rille nach der Feinstbearbeitung
schwierig wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Feinstbearbeiten
eines gotischen Spitzbogenprofils so zu verbessern, daß die
gesamte gotische Spitzbogenrille gleichmäßig feinstbearbeitet
wird, die Radiusgröße der Rille und der Betrag der Versetzung
nicht geändert werden, die Rauheit der Oberfläche gleichförmig
ist und die Größe des Radius der Rille nach der Feinstbearbeitung
gleich einem gewünschten Wert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine
Schwingungsachse eines Supfiniersteins um einen vorgegebenen
Winkel in bezug auf eine Längsrichtung des gotischen Spitzbogenprofils
während der Bewegung des Supfiniersteins in Längsrichtung
geneigt ist, daß der vorgegebene Winkel derart bestimmt
wird, daß ein Umriß des gotischen Spitzbogenprofils in einem
Querschnitt senkrecht zu der Schwingungsachse weitgehend einem
einzelnen Kreisbogen mit einer Minimalabweichung von dem tatsächlichen
Umriß entspricht und daß der Supfinierstein um die
geneigte Schwingungsachse zum Feinstbearbeiten des gotischen
Spitzbogenprofils schwingt.
Die weitere Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich aus den
Kennzeichen der Unteransprüche.
Mit der Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß beide Flanken
mit einer gotischen Spitzbogenrille durch die Schwingung des Supfiniersteins
mit völlig gleichmäßigem Abtrag feinstbearbeitet
werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Hauptteils einer gotischen
Spitzbogenrille in einer Nut, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren feinstbearbeitet wird, wobei dieses
Verfahren auf eine Nut mit einem Kugelgewinde angewandt
wird,
Fig. 2 eine Seitenansicht von rechts der Nut nach Fig. 1,
Fig. 3 ein Diagramm zum Erklären des Prinzips des Verfahrens,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Koordinaten der Nut,
Fig. 5A und 5B eine Beziehung zwischen einer Mittellinie und
einer Umfangslänge des Gewindes,
Fig. 6 eine Schnittansicht der Nut der gotischen Spitzbogenrille,
Fig. 7 eine Seitenansicht von rechts nach Fig. 6,
Fig. 8 eine Ansicht von verschiedenen Torsionskurven,
Fig. 9 eine Querschnittsansicht entlang der Linie X′,
Fig. 10 ein Diagramm zum Erläutern der Berechnungsart des Umrisses
eines Querschnitts orthogonal zu einer Schwingungsachse
der Nut,
Fig. 11 ein Diagramm zum Erläutern der Näherungsbestimmung eines
optimalen einzelnen Kreisbogens in einem Querschnitt
senkrecht zu der Schwingungsachse der Nut,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform
nach der Erfindung, die bei einem Führungslager für
eine Linearbewegung angewandt wird, und
Fig. 13 eine Schnittansicht zum Erläutern eines bekannten
Feinstbearbeitungsverfahrens für eine gotische Spitzbogenrille.
Eine Vorrichtung für das Durchführen eines Verfahrens zur
Feinstbearbeitung einer gotischen Spitzbogenrille wird im
folgenden erläutert. In den Fig. 1 und 2 ist eine Mittelachse
einer Nut 6 mit einem Kugelgewinde, die in einem nicht gezeigten
Futter befestigt ist, mit x bezeichnet. Eine Horizontalachse y
durchläuft einen Punkt O auf der Mittelachse x und eine
Vertikalachse ist mit z bezeichnet. Die Nut 6 ist mit einer
gotischen Spitzbogenrille 7 mit einem Vorhaltewinkel β im Punkt
OB in Fig. 13 in bezug auf die Horizontalachse y ausgebildet und
im Querschnitt senkrecht bzw. orthogonal zu einer Linie x′, die
senkrecht zu einer Längsrichtung, das ist die Voreilrichtung y′
und durch den Punkt O hindurchläuft, hat die Gestalt der
voranstehend erwähnten gotischen Bogenrille.
In Fig. 1 durchläuft eine Schwingungsachse y′′ den Punkt O und
ist um einen Schwingungswinkel γ in bezug auf die Gewindeachse
y′ geneigt. Diese Schwingungsachse y′′ ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich,
unterhalb des Punktes O in einem Abstand h in Richtung
z angeordnet. Eine Schwingungsspindel 8, die um die Schwingungsachse
y′′ schwingt, ist nahe der Nut 6 angeordnet und ein
Supfinierstein 10 ist an einer Spitze eines Schwingungsarms 90
angebracht, der an der Schwingungsspindel 8 befestigt ist. Daraus
resultiert, daß der Supfinierstein 10 um die Schwingungsachse
y′′ in eine Richtung A mit einem Radius r (vergl. Fig. 3)
schwingen kann. Des weiteren wird die Nut 6 um die Achse x in
Richtung B gedreht und in Synchronisation mit der Drehung, das
bedeutet, für jede einzelne Drehung der Nut 6 werden die Schwingungsspindel
8 und der Schwingungsarm 9 und der Supfinierstein 10
um eine Ganghöhe in Richtung C parallel zu der Achse x bewegt.
Obwohl dies nicht gezeigt ist, wird der Supfinierstein 10 gegen
die gotische Spitzbogenrille 7 der Nut 6 durch eine Druckeinrichtung
für den Supfinierstein gedrückt, die an einem Teil des
Schwingungsarms 9 angebracht ist.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, kann die Gestalt eines Querschnitts
der gotischen Spitzbogenrille 7 entlang einer Linie x′′
senkrecht zu der Schwingungsachse y′′, die in bezug auf die
Voreilrichtung y′ der gotischen Spitzbogenrille 7 um den
Schwingungswinkel γ geneigt ist, als ein einzelner Kreisbogen
angesehen werden, der dem gesamten Querschnitt angenähert ist.
Während des Betriebs der voranstehend unter Bezugnahme auf die
Fig. 1 bis 3 beschriebenen Vorrichtung, wird die Schwingungsspindel
8 in Richtung C in Synchronisation mit der Drehung der
Nut 6 in Richtung B bewegt. Wenn die Schwingungsspindel 8 in
Richtung A schwingt, so schwingt der Supfinierstein 10 um die
Schwingungsachse y′′, während er gegen die gotische Spitzbogenrille
7 der Nut 6 durch die Druckeinrichtung für den Supfinierstein
gepreßt wird, die an dem Schwingungsarm 9 angeordnet ist
und sowohl die rechte als auch die linke Flanke der Oberfläche
der gotischen Spitzbogenrille 7 werden gleichzeitig feinstbearbeitet.
Dabei ist die Schwingungsachse y′′ des Supfiniersteins 10 in
bezug auf die Voreilrichtung y′ der gotischen Spitzbogenrille 7
um den Schwingungswinkel γ geneigt und der Supfinierstein 10
führt eine Feinstbearbeitung mit dem Radius r und mit einem
Schwingungszentrum aus, das unterhalb des Punktes O der Achse z
im Abstand h angeordnet ist. Dementsprechend kann die Gestalt
des Querschnitts der gotischen Spitzbogenrille 7 entlang der
Linie x′′ senkrecht zu der Schwingungsachse y′′ als ein einzelner
Kreisbogen mit einem Minimalfehler betrachtet werden und
somit wird die gesamte Oberfläche der Rille 7 durch einen
gleichförmigen Abtrag feinstbearbeitet.
Im folgenden wird die Art und Weise beschrieben, in der der
Schwingungswinkel γ, die Position h in Richtung zu und der
Radius r des Supfiniersteins 10 erhalten werden.
Wie in Fig. 4 gezeigt, sind die Achse x, die Achse y und die
Achse z in bezug auf die Nut 6 festgelegt. Ein Punkt PA markiert
eine Arbeitsstellung. In den Fig. 5A und 5B besitzt die
Gewindelinie einen Steigungswinkel β, eine Umfangslänge lc in
bezug auf die Achse x, wobei der Zusammenhang durch folgende
Gleichung:
in welcher D der Durchmesser der Gewindelinie und l die Ganghöhe
der Gewindelinie ist, gegeben ist.
Des weiteren ist aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich, daß mit einem
Umfangswinkel Φ, der die Umfangslänge lc einschließt, folgende
Gleichungen Gültigkeit haben:
Mit den Gleichungen (1) bis (3) ergibt sich die Gleichung für
eine orthogonale Projektionskurve, die weiterhin als eine Torsionskurve
für eine willkürliche Gewindelinie bezeichnet wird.
Als nächstes wird eine Kugelrille einer üblichen Kugelgewindenut
betrachtet. Da die rechte und linke Flanke der Rille symmetrisch
sind, genügt es, nur eine Flanke, das ist die rechte
Flanke im vorliegenden Fall, zu untersuchen.
Wie aus den Fig. 8 und 9 entnommen werden kann, sind die Koordinaten
x, x′, y und z sowie verschiedene Symbole in den Zeichnungen
näher definiert. In diesen stellt l eine Ganghöhe, dm
einen Durchmesser eines geometrischen Ortes der Rollbewegung des
Mittelpunktes der verwendeten Kugel 3, β einen Voreilwinkel,
dm einen Durchmesser der Nut 6, a den Betrag der Versetzung, R
einen Radius der Nut, Xb eine Breite eines Reliefeinschnitts und
Yc die Höhe einer Auskehlung dar.
Der Punkt P stellt einen Punkt auf der Rille zu einem willkürlichen
Winkel U auf einem Querschnitt senkrecht zu der Rille
dar, der weiterhin als ein orthogonaler Rillenquerschnitt in
einer x′-z Ebene bezeichnet wird. Der Punkt P gibt einen Punkt
an, an dem eine Torsionskurve einer Gewindelinie, die durch den
Punkt P hindurchläuft, die Achse x schneidet. Mit k ist ein
Abstand des Punktes P von der Achse y bezeichnet. Die Beziehung
für die Torsionskurve der Gewindelinie, die durch den Punkt P
hindurchläuft, ist durch die folgende Gleichung (5) bestimmt:
in der D der Durchmesser der Gewindelinie durch den Punkt P der
Rille ist. Ein Abstand k′ des Punktes P auf der Rille in dem
orthogonalen Rillenquerschnitt von der Achse z ist durch die
folgende Gleichung gegeben:
Der Durchmesser DU der Gewindelinie, die durch den Punkt P verläuft,
ist durch die folgende Gleichung gegeben:
DU = dm - a + 2 R cos U (7)
Des weiteren sind die Koordinaten des Punktes P in der x-y Ebene
durch kx, ky gegeben, wobei für kx und ky gilt:
kx = k′xcos β (8)
ky = k′x · sin β (9)
Mit den voranstehenden Gleichungen wird ein Wert für ku in der
Gleichung der Torsionskurve der Gewindelinie, die durch den
Punkt P hindurchläuft, erhalten, in dem die Gleichungen (6),
(7), (8) und (9) in die Gleichung (5) eingesetzt werden:
Somit kann die Torsionskurve der Gewindelinie, die durch den
Punkt P der Rillle bei einem willkürlichen Winkel U auf dem
orthogonalen Rillenquerschnitt hindurchläuft, durch die
Gleichungen (5), (7) und (10) ausgedrückt werden. Dabei sind die
folgenden Beziehungen erfüllt:
Wie aus Fig. 10 ersichtlich, ist in der x-y-Ebene ein Schnittpunkt
zwischen jeder Torsionskurve und einer Schwingungsachsenquerschnittlinie
(x′′-Achse) für die Koordinaten xu, yu festgelegt.
Dieser Schnittpunkt wird als ein Wert einer Lösung einer
Gleichung mit zwei Unbekannten der Gleichung (5) der Torsionskurve
und einer Gleichung erhalten, welche die Schwingungsachsenquerschnittlinie
beschreibt, das ist
y = x tan (τ - β) (13)
Die Koordinaten (x′′u, zu) jedes Punktes auf einem Schwingungsachsenquerschnitt
(x′′-z-Ebene) sind durch folgende Gleichungen gegeben:
Somit kann die Gestalt des Schwingungsachsenquerschnitts durch
die Berechnung der Koordinaten (x′′u, zu) der Gleichung (14)
für jeden der Winkel U auf dem orthogonalen Rillenquerschnitt
und durch Auftragen der Rechenergebnisse erhalten werden.
Des weiteren wird für den Schwingungsachsenquerschnitt, wie er in
Fig. 11 gezeigt ist, ein Schwingungszentrum (0, - h) des Supfiniersteins,
der einen angenäherten Radius r hat, auf der y′′
Achse erhalten und in bezug auf einen Punkt (x′′ui, zui) auf dem
Schwingungsachsenquerschnitt, entsprechend einem Winkel Ui (i=1,
2, . . ., n) ein Radius ri von jedem Nährungszentrum. In einer
optimalen kreisbogenförmigen Näherung werden ein Schwingungswinkel
γ des Supfiniersteins und ein Abstand h des Zentrums und
ein Supfiniersteinradius r, bei dem ein Wert eines Kreisbogens
mit einem Näherungsfehler e=rmax-rmin für einen Näherungsradius
einem Minimum wird, mittels eines Computers berechnet.
In dem Berechnungsbeispiel konnte ein einzelner Kreisbogen mit
einem Näherungsfehler von 1,5 μm in dem wesentlichen Bereich
des Kugelkontaktpunktes von ±10° (U) und mit einem Schwingungsachsenwinkel
von 24,2° angenähert werden. Dieser Wert mit einem
derartigen Genauigkeitsgrad ist ausreichend zufriedenstellend
und bei einer ausgeführten Feinstbearbeitung war die Genauigkeit
der Rillengestalt vergleichbar mit dem berechneten Wert. In bezug
auf die Rillengestalt im Schwingungsachsenquerschnitt in
Fig. 11 ist der Fehler vergrößert dargestellt.
Fig. 12 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei der
ein Führungslager für eine Linearbewegung bearbeitet wird. Bei
diesem Führungslager 12 für eine Linearbewegung wird ein Supfinierstein
entlang einer Längsrichtung einer gotischen Spitzbogenrille
13 hin- und herbewegt, und dabei mit einer vorgegebenen
Kraft gegen die Rille 13 gepreßt. Der Supfinierstein schwingt in
einem orthogonalen Schwingungsachsenquerschnitt, der um einen
Schwingungsachsenwinkel γ in bezug auf einen orthogonalen
Rillenquerschnitt geneigt ist. In diesem orthogonalen Schwingungsachsenquerschnitt
kann die gotische Spitzbogenrille als ein
einzelner Kreisbogen mit einem Minimalfehler betrachtet werden
und der Schwingungsachsenwinkel γ des Supfiniersteins, der Abstand
h des Schwingungszentrums und der Radius r des Supfiniersteins
können mittels eines ähnlichen Rechenverfahrens, wie
voranstehend beschrieben ist, bestimmt werden.
Die voranstehend beschriebenen Ausführungsformen beziehen sich
auf eine Nut mit einem Kugelgewinde bzw. mit einem Führungslager
für Linearbewegung, jedoch ist die Erfindung ebenso auf eine
gotische Spitzbogenrille mit einem Außengewinde anwendbar, die
ein Kugelgewinde, ein Kugellager oder dergleichen aufweist. Im
Falle eines Außengewindes ist der Aufbau einer Vorrichtung zum
Bearbeiten des Gewindes im wesentlichen ähnlich zu der Vorrichtung
für ein Innengewinde und im Falle eines Kugellagers ist die
Hin- und Herbewegung des Supfiniersteins nicht notwendig und es
ist nur erforderlich, das Kugellager oder den Supfinierstein in
einer Richtung entlang der gotischen Spitzbogenrille zu drehen.
Ebenso kann die Berechnung einer optimalen Kreisbogennäherung
für die Schwingungen des Supfiniersteins in ähnlicher Weise ausgeführt
werden.
Wie voranstehend beschrieben wurde, schwingt bei der Feinstbearbeitung
der gotischen Spitzbogenrille gemäß der vorliegenden
Erfindung der Supfinierstein um eine Schwingungsachse,
die um einen vorgegebenen Schwingungswinkel in bezug auf die
Achsenrichtung der gotischen Spitzbogenrille geneigt ist. Da die
Gestalt der gotischen Spitzbogenrille in einem Querschnitt senkrecht
zu der Schwingungsachse als ein einzelner Kreisbogen mit
einem Minimalfehler betrachtet werden kann, wird die Feinstbearbeitung
beider Flanken der gotischen Spitzbogenrille zur
gleichen Zeit mit einem konstanten Abtrag insgesamt durchgeführt.
Somit wird der Vorteil erzielt, daß die Rillengestalt
nicht verändert bzw. abgebaut wird, die Radiusgröße der Rille
und der Betrag der Versetzung sich nicht ändern und somit eine
gleichförmig feinbearbeitete Oberfläche erhalten wird.
Claims (4)
1. Verfahren zum Feinstbearbeiten eines gotischen Spitzbogenprofils,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Schwingungsachse eines Supfiniersteins einen vorgegebenen
Winkel in bezug auf eine Längsrichtung des gotischen
Spitzbogenprofils, während der Bewegung des Supfiniersteins in
Längsrichtung geneigt ist, daß der vorgegebene Winkel derart bestimmt
wird, daß ein Umriß des gotischen Spitzbogenprofils in
einem Querschnitt senkrecht zu der Schwingungsachse weitgehend
einem einzelnen Kreisbogen mit einer Minimalabweichung von dem
tatsächlichen Umriß entspricht, und daß der Supfinierstein um
die geneigte Schwingungsachse zum Feinstbearbeiten des gotischen
Spitzbogenprofils schwingt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das gotische Spitzbogenprofil eine Rille mit einer linken
und rechten kreisbogenförmigen Flanke ist, daß die Mittelpunkte
der kreisbogenförmigen Flanken gegeneinander versetzt sind, und
daß die Rille ein Innengewinde in einer Nut aufweist und der
Supfinierstein eine Schwingungsbewegung ausführt, während die
Rille eine Rotationsbewegung ausübt, in der synchron der Supfinierstein
bei jeder Rotation, um eine Ganghähe parallel zu der
Drehachse der Rille bewegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das gotische Spitzbogenprofil eine Rille für die Aufnahme
eines Außengewindes in einer Nut aufweist und daß der Supfinierstein
eine Drehbewegung in eine Richtung entlang der Rille,
ohne Reziprokbewegung, ausführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine gotische Spitzbogenrille ein Führungslager für eine
Linearbewegung enthält, daß der Supfinierstein reziprok entlang
einer Längsrichtung der Rille unter Druck bewegt wird und in
einem orthogonalen Schwingungsachsenquerschnitt schwingt, der um
einen Schwingungswinkel γ in bezug auf einen orthogonalen
Rillenquerschnitt geneigt ist.
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1989
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-
1990
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- 1990-11-07 DE DE4035374A patent/DE4035374A1/de active Granted
Non-Patent Citations (1)
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