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DE4033813A1 - Verfahren zur verbesserung des pflanzenwachstums - Google Patents

Verfahren zur verbesserung des pflanzenwachstums

Info

Publication number
DE4033813A1
DE4033813A1 DE4033813A DE4033813A DE4033813A1 DE 4033813 A1 DE4033813 A1 DE 4033813A1 DE 4033813 A DE4033813 A DE 4033813A DE 4033813 A DE4033813 A DE 4033813A DE 4033813 A1 DE4033813 A1 DE 4033813A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plant growth
dolomite
soln
fertiliser
chalk
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE4033813A
Other languages
English (en)
Inventor
Harald Dr Strauch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HYDROKULTUR GREGG NORDKIRCHEN
Original Assignee
HYDROKULTUR GREGG NORDKIRCHEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HYDROKULTUR GREGG NORDKIRCHEN filed Critical HYDROKULTUR GREGG NORDKIRCHEN
Priority to DE4033813A priority Critical patent/DE4033813A1/de
Publication of DE4033813A1 publication Critical patent/DE4033813A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G31/00Soilless cultivation, e.g. hydroponics

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Hydroponics (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verbesserung des Pflanzenwachstums in einer Hydro­ kultur mit einem wasserunlöslichen Kunstharz-Ionen­ austauscher als Langzeitdünger und einer gesonderten Ca-Zugabe zur Nährlösung.
Ein solches gattungsbildendes Verfahren wird in der DE-AS 28 19 871 vorgeschlagen. Bei dieser Lehre, die sich auf die Haltung von Pflanzen in Hydrokultur be­ zieht, erfolgt die Ca-Versorgung der Pflanze da­ durch, daß Gips dem Ionenaustauscher-Dünger zuge­ setzt wird. Gips geht bei Zimmertemperatur sofort in Lösung über und stellt daher keine ideale Verbindung mit einem Langzeitdünger dar.
In einem "offenen System" gemäß der DE-AS 20 13 592 findet eine ständige Zufuhr und ein ständiger Ab­ transport von Wasser statt, um optimale Feuchtig­ keitsgehalte für die Kulturen zu erreichen. Hierbei liegt ein aktiver Wasseraustausch vor. Diese aus dem Jahr 1970 stammende und der Öffentlichkeit 1971 be­ kanntgewordene Lehre bezieht sich also auf eine Pflanzenhaltung, die mit der Pflanzenhaltung in einem geschlossenen System nicht vergleichbar ist. Von einem "geschlossenen System" spricht man, wenn die Pflanzenhaltung in wäßriger Lösung erfolgt, z. B. in einer Hydrokultur. Die Pflanzen stehen, nachdem sie Wasserwurzeln gebildet haben, dauerhaft im Nährlösungsanstau. Bei diesem System findet kein aktiver Wasseraustausch statt. Das durch die Pflan­ zen verbrauchte Wasser wird durch neues ergänzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Langzeitdünger zu schaffen, bei dem auch eine aus­ reichende lang andauernde Ernährung der Pflanze mit Calcium und Magnesium sichergestellt ist.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Ca-Versorgung der Pflanze durch eine Zugabe von kohlensaurem Dolomitkalk (CaCO3 MgCO3) zur Nährlösung erfolgt.
Durch diesen Zusatz werden dem Gießwasser Salze zu­ geführt, die für den Pflanzenaufbau notwendig sind und den Austausch von Makro- und Mikronährstoffen aus dem Langzeitdünger fördern. Das an sich schwer lösliche Calcium- bzw. Magnesiumcarbonat wird aber auch durch die von den Wurzeln ausgeschiedene Koh­ lensäure in Lösung gebracht und steht den Pflanzen bzw. dem Ionenaustauscher zur Verfügung.
Gegenüber der gattungsbildenden Verfahrensweise wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die Ca-Ver­ sorgung der Pflanze durch eine Zugabe von kohlensau­ rem Dolomitkalk erfolgt. Das hat den Vorteil, daß aufgrund der relativ schweren Löslichkeit des Dolo­ mits der Austauschvorgang der Nährstoffe in einer wäßrigen Nährlösung über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen in idealer Weise erfolgt.
Die Löslichkeit der Carbonate ist in starkem Maße vom Gehalt an freiem CO2-Gehalt im Wasser abhängig. Die Löslichkeit von CO2 vermindert sich im Wasser bei Temperaturerhöhung, so daß auch die Löslichkeit von Dolomit mit steigender Nährlösungstemperatur ab­ nimmt. Durch die Einwirkung der Zentralheizung stei­ gen die Nährlösungstemperaturen insbesondere bei Ge­ fäßen auf Fensterbänken deutlich an. Die geringe Löslichkeit von CO2 bei steigender Nährlösungstempe­ ratur verringert dabei die Löslichkeit von Dolomit und wirkt einer verstärkten Nährstofffreisetzung aus dem Ionenaustauscher-Dünger entgegen. Dies ist des­ halb von Bedeutung, weil ungünstige Lichtverhält­ nisse während der winterlichen Heizperiode bei star­ ker Nährstofffreisetzung zu unharmonischem Pflanzen­ wachstum führen würden.
°C
mg CO₂/l
14
2033
16 1904
18 1789
20 1689
25 1450
30 1250
Andererseits fördern optimale Lichtverhältnisse das Pflanzenwachstum erheblich. Stark wachsende Pflanzen scheiden gegenüber schwach wachsenden Pflanzen mehr Kohlendioxid aus, welches im Wasser Dolomit ver­ stärkt in Lösung bringt und dadurch den Austausch­ vorgang des Ionenaustauscher-Düngers fördert.
Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, daß der Zusatz von Dolomit die Pufferkapazität in der Nährlösung erhöht, so daß sich bei Verwendung von Trinkwasser geringerer Härte (Härtebereich 1 und 2) nach wenigen Tagen eine schwachsaure Nährlösung mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5 einstellt. Dieser pH-Bereich ermöglicht den meisten Pflanzen in Hydrokulturen eine optimale Nährstoffaufnahme.
Die Kohlensäure, die von den Wurzeln ausgeschieden wird, löst einen Teil des Calcium- bzw. Magnesiumcarbonat bis sich ein Gleichgewicht zwischen gelö­ stem Calcium bzw. Magnesium und freier Kohlensäure eingestellt hat - die sogenannte Gleichgewichts-Koh­ lensäure. Dieser Vorgang läßt sich folgendermaßen darstellen:
Werden nun dem Wasser Calcium- bzw. Magnesium-Ionen, z. B. für
  • a) den Nährstoffaustausch aus dem Langzeitdünger,
  • b) die eigene Ernährung der Pflanzen
entzogen, steht erneut freie Kohlensäure für einen weiteren Lösungsprozeß zur Verfügung. Der Vorgang wird beendet, wenn der Vorrat an Nährstoffen aus dem Langzeitdünger erschöpft ist.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Verbesserung des Pflanzenwachstums in einer Hydrokultur mit einem wasserunlöslichen Kunst­ harz-Ionenaustauscher als Langzeitdünger und einer gesonderten Ca-Zugabe zur Nährlösung, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Ca-Versorgung der Pflanze durch eine Zugabe von kohlensaurem Dolomitkalk (CaCO3 MgCO3) zur Nährlösung erfolgt.
DE4033813A 1989-11-09 1990-10-18 Verfahren zur verbesserung des pflanzenwachstums Ceased DE4033813A1 (de)

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DE4033813A DE4033813A1 (de) 1989-11-09 1990-10-18 Verfahren zur verbesserung des pflanzenwachstums

Publications (1)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT217487B (de) * 1960-05-30 1961-10-10 Karl Dipl Ing Dr Techn Schutt Verfahren zur individuell dosierbaren Nährstoffversorgung von Pflanzen mit Flüssigdüngern
DE2819871A1 (de) * 1977-05-06 1978-11-09 Interhydro Ag Verfahren zur verbesserung des wachstums von pflanzen in einer hydrokultur

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT217487B (de) * 1960-05-30 1961-10-10 Karl Dipl Ing Dr Techn Schutt Verfahren zur individuell dosierbaren Nährstoffversorgung von Pflanzen mit Flüssigdüngern
DE2819871A1 (de) * 1977-05-06 1978-11-09 Interhydro Ag Verfahren zur verbesserung des wachstums von pflanzen in einer hydrokultur

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Brockhaus ABC Chemie, Bd.1, S.476/77 VEB F.A.Brockhaus Verl. Leipzig, 1965 *

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