DE4029026A1 - Welle fuer verbrennungsmotoren - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Welle für Verbrennungsmotoren,
insbesondere Nocken- oder Kurbelwellen, mit einem Funk
tionselemente aufweisenden Funktionsteil und einem an dem
Funktionsteil gehaltenen Antriebsteil.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Her
stellen einer Welle für Verbrennungsmotoren aus einem
Funktionselemente aufweisenden Funktionsteil und einem an
dem Funktionsteil gehaltenen Antriebsteil.
Bei den bekannten Wellen für Verbrennungsmotoren, wie
beispielsweise Nocken- und Kurbelwellen, wird, wenn das
Funktionsteil gegossen sein sollte, die gesamte Welle
mitsamt dem Antriebsteil in einem Stück gegossen. Aufgrund
der gießtechnischen Herstellung des Antriebsteils in einem
Stück mit dem Funktionsteil kann die geometrische Form des
Antriebsteils nicht frei gewählt werden, sondern ist den
bei einem Gießverfahren üblichen Beschränkungen unter
worfen. Darüberhinaus kann auch das Antriebsteil nicht in
beliebiger Weise bearbeitet werden und somit ist auch
durch die Bearbeitung die Möglichkeit, das Antriebsteil in
gewünschten Formen auszubilden, eingeschränkt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Welle
der gattungsgemäßen Art sowie ein Herstellungsverfahren
für eine derartige Welle derart zu verbessern, daß das
Antriebsteil mit beliebigen geometrischen Formen herstell
bar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Welle der eingangs beschrie
benen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das An
triebsteil und das Funktionsteil getrennte Teile sind und
daß das Antriebsteil an dem Funktionsteil durch Schweißen
angefügt ist.
Die erfindungsgemäße Lösung hat den großen Vorteil, daß
das Antriebsteil durch seine Herstellung getrennt vom
Funktionsteil in beliebigen Formen durch entsprechende
formgebende Bearbeitung herstellbar ist und durch das An
schweißen an das Funktionsteil dann die endgültige Welle
hergestellt wird. Damit entfallen auch bei der Formgebung
des Antriebsteils Rücksichtnahmen auf die Form desselben,
die dadurch, daß dieses - wie aus dem Stand der Technik
bekannt - in einem Stück mit dem Funktionsteil gegossen
werden soll, bedingt sind.
Ferner ist man bei der erfindungsgemäßen Lösung frei in
der Werkstoffwahl. Man kann das Funktionsteil aus einem
ersten, für diese Funktion geeigneten Werkstoff herstellen
und das Antriebsteil aus einem zweiten für diesen geeig
neten Werkstoff, so daß beispielsweise eine Gewichtser
sparnis bei der erfindungsgemäßen Welle möglich ist.
Darüberhinaus bietet die erfindungsgemäße Lösung auch den
Vorteil das Funktionsteil nach anderen Produktionsver
fahrensschritten herzustellen als das Antriebsteil und
beide nach diesen unterschiedlichen Verfahrensschritten
miteinander zu verschweißen und lediglich die letzten
Bearbeitungsschritte an der ganzen Welle durchzuführen.
Somit können Funktionsteil und Antriebsteil im wesent
lichen ohne Rücksicht auf das jeweils andere Teil konzi
piert sein.
Das Verschweißen des Antriebsteils mit dem Funktionsteil
kann grundsätzlich in unterschiedlichster Art und Weise
erfolgen. So ist beispielsweise eine Laserschweißung oder
auch eine Elektronenstrahlschweißung denkbar.
Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn das Antriebsteil
an das Funktionsteil durch eine Reibschweißung ange
schweißt ist, da dann die Ausrichtung des Antriebsteils
zum Funktionsteil bereits durch das Reibschweißverfahren
definiert festlegbar ist und somit Fluchtungsfehler
zwischen diesen vermeidbar sind.
Alternativ zum Reibschweißen ist es auch denkbar, daß das
Antriebsteil an das Funktionsteil durch eine Lichtbogen
schweißung mit umlaufendem Lichtbogen angeschweißt ist.
Die Lichtbogenschweißung mit umlaufendem Lichtbogen ist
ebenfalls eine Schweißtechnik, die Fehlausrichtungen,
beispielsweise auch durch ungleichmäßige Erwärmung von
Antriebsteil und Funktionsteil, vermeidet dadurch, daß
durch den umlaufenden Lichtbogen eine sehr gleichmäßige
Schweißung erfolgt.
Hinsichtlich der Form des Antriebsteils wurden bislang
keine näheren Angaben gemacht. So ist es besonders vor
teilhaft, wenn das Antriebsteil einen Antriebsflansch
umfaßt.
Insbesondere, um bei modernen Wellen für Verbrennungs
motoren Gewicht zu sparen, ist es vorteilhaft, wenn der
Antriebsflansch als Antriebsrad ausgebildet ist, was bei
der erfindungsgemäß aufgebauten Welle problemlos möglich
ist.
Ferner ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß das An
triebsteil einen Anschlußstutzen umfaßt, mit welchem
dieses an das Funktionsteil anschweißbar ist.
Insbesondere bei all denjenigen Wellen für Verbrennungs
motoren, in welche Zusatzeinrichtungen, wie z. B. Verstell
einrichtungen, eingebaut werden sollen oder bei welchen
Gewicht gespart werden soll, ist es vorteilhaft, wenn das
Antriebsteil eine in dieses axial eindringende zentrale
Ausnehmung aufweist, welche vorzugsweise von seiten des
Antriebsflansches oder des Antriebsrades in das Antriebs
teil eindringt.
Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn die zentrale Aus
nehmung das Antriebsteil axial vollständig durchsetzt.
Bei der erfindungsgemäßen Welle ist es ebenfalls in ein
facher Weise möglich, die zentrale Ausnehmung so auszu
bilden, daß diese ein Innenformschlußelement aufweist.
Des weiteren ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß das
Antriebsteil eine Aufnahme für ein Axiallager für die
Welle aufweist. Diese Aufnahme kann dadurch, daß eine von
dem Funktionsteil unabhängige Formgebung des Antriebsteils
möglich ist, in besonders kostengünstiger Weise am An
triebsteil hergestellt werden.
Vorzugsweise ist die Aufnahme so ausgebildet, daß sie eine
Ringfläche und insbesondere auch eine Zylinderfläche auf
weist, an welchen sich das Axiallager abstützt.
Dadurch, daß das Antriebsteil unabhängig von dem Funk
tionsteil herstellbar ist, wird bei der erfindungsgemäßen
Lösung die Möglichkeit geschaffen, daß das Antriebsteil
aus Stahl hergestellt ist.
Günstig ist es dabei, wenn das Antriebsteil aus Baustahl
hergestellt ist.
Besonders vorteilhaft ist die Herstellung des Antriebs
teils aus Einsatzstahl oder vergütbarem Stahl oder
Nitrierstahl, da sich mit derartigen Stählen in einfacher
Weise an Teilen des Antriebsteils die Bauteileigenschaften
verbessern lassen.
Alternativ zur Herstellung des Antriebsteils aus Stahl ist
es vorteilhaft, wenn das Antriebsteil aus Grauguß herge
stellt ist.
Vorzugsweise wird ein Grauguß mit Kugelgraphit verwendet.
Besonders bei Verwendung von Grauguß für das Antriebsteil
ist es vorteilhaft, wenn dieser Grauguß schalenhartguß
freier Grauguß ist.
Eine Alternative der erfindungsgemäßen Lösung sieht vor,
daß das Funktionsteil gegossen ist. Besonders bevorzugt
ist ein Ausführungsbeispiel, bei welchem das Funktionsteil
aus Grauguß hergestellt ist.
Dieser Grauguß ist günstigerweise ein Grauguß mit Kugel
graphit.
Alternativ dazu ist es aber auch denkbar, einen Grauguß
mit lamellarem Graphit, vorzugsweise mit feinlamellarem
Graphit und besonders bevorzugt mit D-Graphit zu verwenden.
Da beim Funktionsteil ebenfalls in besonders stark be
lasteten Bereichen eine Härtung erforderlich ist, ist vor
zugsweise vorgesehen, daß das Funktionsteil umschmelzge
härtet ist.
Alternativ zum Herstellen des Funktionsteils als um
schmelzgehärtetes Teil ist es ebenfalls günstig, wenn das
Funktionsteil aus Schalenhartguß hergestellt ist.
Eine Alternative zu einem gegossenen Funktionsteil ist ein
solches aus Stahl. Dies bietet produktionstechnische Vor
teile, da Stahl durch automatisierbare Verfahren, insbe
sondere spanabhebende Verfahren, formgebend bearbeitbar
ist.
Vorzugsweise wird als Stahl Baustahl verwendet.
Die Eigenschaften dieses Baustahls, insbesondere die Ver
schleißfestigkeit, können durch die Verwendung von Ein
satzstahl und Nitrierstahl verbessert werden.
Es lassen sich aber auch vorteilhafte Eigenschaften
erreichen, wenn der Stahl ein Werkzeugstahl ist.
Insbesondere dann, wenn die erfindungsgemäße Welle durch
Reibschweißen zwischen dem Antriebsteil und dem Funktions
teil hergestellt ist, besteht die Möglichkeit, diese
beiden stumpf gegeneinander zu schweißen. Noch besser ist
es jedoch, insbesondere um die Qualität der Schweißung
einstellbar und reproduzierbar zu machen, wenn das Funk
tionsteil ein dem Antriebsteil zugewandtes hohles Ende
aufweist, wobei in diesem Fall außerdem das Antriebsteil
vorzugsweise mit der zentralen Ausnehmung versehen ist, so
daß jeweils Ringflächen miteinander verschweißt werden.
Im einfachsten Fall ist dabei vorgesehen, daß das Funk
tionsteil eine dem Antriebsteil zugewandte Sackbohrung
aufweist.
Zur Gewichtsersparnis ist es dabei aber ebenfalls denkbar,
wenn das Funktionsteil ein dem Antriebsteil abgewandtes
hohles Ende aufweist, oder es ist auch bei extremer
Gewichtsersparnis denkbar, daß das Funktionsteil eine
dieses in axialer Richtung durchsetzende Ausnehmung auf
weist.
Bei einem im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung besonders
bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die
Welle eine Nockenwelle und das Funktionsteil ein Nocken
teil derselben ist, wobei die Funktionselemente dann von
den Nocken gebildet werden.
Die eingangs genannte erfindungsgemäße Aufgabe wird aber
auch bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Antriebsteil und
das Funktionsteil getrennt herstellbare Teile sind und daß
das Antriebsteil durch Schweißen an das Funktionsteil an
gefügt wird. Dieses erfindungsgemäße Verfahren führt zu
einer Welle mit den vorstehend bereits genannten Vor
teilen.
Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn das Antriebsteil
mit dem Funktionsteil durch eine Reibschweißung verbunden
wird.
Alternativ zur Reibschweißung ist auch eine Lichtbogen
schweißung mit einem umlaufenden Lichtbogen denkbar.
Bei der Herstellung des Antriebsteils ist es zweckmäßig,
wenn dieses vor dem Schweißen formgebend vorbearbeitet
wird.
Besonders vorteilhaft ist eine spanend formgebende Vorbe
arbeitung des Antriebsteils, wobei insbesondere die Mög
lichkeit gegeben ist, das Antriebsteil beidseitig form
gebend vorzubearbeiten.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Verfahrens sieht dabei vor, daß das Antriebsteil nach dem
Schweißen formgebend fertigbearbeitet wird, da dann die
erfindungsgemäße Welle als Ganzes zur Fertigbearbeitung in
entsprechenden Aufnahmen gehalten werden kann.
Alternativ dazu ist es aber auch denkbar, daß das An
triebsteil vor dem Schweißen formgebend fertigbearbeitet
wird und daß nach dem Schweißen beispielsweise eine
Fertigbearbeitung des Funktionsteils durch Aufnahme oder
Spannen am fertigbearbeiteten Antriebsteil erfolgt.
In all den Fällen, in welchen die Fertigbearbeitung nach
dem Schweißen erfolgt, wird vorzugsweise so vorgegangen,
daß das Antriebsteil nach dem Schweißen durch Spannen der
Welle am Funktionsteil fertigbearbeitet wird.
Hinsichtlich der Bearbeitung des Funktionsteils selbst
wurden bislang keine näheren Angaben gemacht. So sieht
eine denkbare Vorgehensweise vor, daß das Funktionsteil
nach dem Anfügen an das Antriebsteil spanend formgebend
bearbeitet wird, wobei diese Bearbeitung insbesondere eine
Fertigbearbeitung ist, bei welcher vorzugsweise mindestens
das Funktionsteil spanend fertigbearbeitet, beispielsweise
fertiggeschliffen, wird.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung besteht die Möglich
keit, daß eine spanende formgebende Bearbeitung des Funk
tionsteils erst nach dem Anschweißen des Antriebsteils
erfolgt.
Alternativ dazu ist es aber auch möglich, daß das Funk
tionsteil vor dem Anfügen an das Antriebsteil weitgehend
spanend formgebend vorbearbeitet, beispielsweise vorge
schliffen, wird.
Besonders dann, wenn das Antriebsteil noch zusätzlich eine
dieses axial vollständig durchsetzende zentrale Aufnehmung
aufweist, bietet das erfindungsgemäße Verfahren den großen
Vorteil, daß vor dem Schweißen die das Antriebsteil axial
durchsetzende zentrale Ausnehmung durch Räumen bearbeitet
wird, wobei insbesondere an die Bearbeitung eines Innen
formschlußelements gedacht ist.
Im Rahmen der bisherigen Beschreibung des erfindungsge
mäßen Verfahrens wurden keine näheren Ausführungen zur
Bearbeitung der Schweißverbindung gemacht. Dabei ist es
besonders vorteilhaft, wenn die Schweißverbindung nach dem
Schweißen durch Erwärmen zur Verlangsamung des Abkühlens
und damit zur Härteverminderung thermisch entspannt wird.
Diese Vorgehensweise bringt insbesondere dann große Vor
teile, wenn das Antriebsteil und das Funktionsteil aus
unterschiedlichen Materialien sind oder wenn das Antriebs
teil und das Funktionsteil aus sich beim Schweißen
härtenden Materialien sind.
Als besonders zweckmäßig hat es sich dabei erwiesen, wenn
die Schweißverbindung zum Entspannen induktiv erwärmt wird.
Schließlich hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die
Schweißverbindung spanabhebend nachbearbeitet wird, um
beispielsweise einen Schweißwulst zu entfernen.
Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Welle
sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung
derselben sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
sowie der zeichnerischen Darstellung einiger Ausführungs
beispiele. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil eines ersten Aus
führungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Welle;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das erste Ausführungs
beispiel in Fig. 1 und
Fig. 3 eine Teilansicht eines zweiten Ausführungs
beispiels einer erfindungsgemäßen Welle.
Ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Welle, ausgebildet als Nockenwelle, umfaßt ein als Ganzes
mit 10 bezeichnetes Nockenteil, an welchem Nocken 12 ange
formt sind.
Dieses Nockenteil ist vorzugsweise aus Kugelgraphit auf
weisendem Grauguß in Form von Schalenhartguß hergestellt.
An dem Nockenteil 10 ist durch eine Schweißverbindung 14
ein als Ganzes mit 16 bezeichnetes Antriebsteil gehalten,
welches einen Antriebsflansch 18 aufweist, an welchem ein
Antriebsrad 20 befestigbar ist. Von diesem Antriebsflansch
weg erstreckt sich in Richtung des Nockenteils ein als
Ganzes mit 22 bezeichneter Anschlußstutzen, welcher an den
Antriebsflansch 18 unmittelbar angeformt ist und sich bis
zur Schweißverbindung 14 erstreckt. Dieser Anschlußstutzen
umfaßt eine als Ganzes mit 24 bezeichnete Aufnahme für ein
Axiallager der Nockenwelle, welche eine Zylinderfläche 26
und zwei einander gegenüberliegende und die Zylinderfläche
26 begrenzende Ringflächen 28 und 30 aufweist.
Ferner umfaßt das Antriebsteil 16, wie in Fig. 2 darge
stellt, eine zentrale Ausnehmung 32, welche sich koaxial
zu einer Achse 34 des Antriebsteils 16 in dieses
hineinerstreckt, und zwar von seiten des Antriebsflansches
18 bis zur Schweißverbindung 14. Im Anschluß an den An
triebsflansch ist dabei die Ausnehmung 32 mit einer als
Innenformschlußelement dienenden Verzahnung 36 versehen,
in welche beispielsweise Zusatzaggregate zu der Nocken
welle, vorzugsweise eine Nockenverstellung mit Gegenform
schlußelementen, einsetzbar sind.
An die Ausnehmung 32 schließt sich eine endseitige Aus
nehmung 38 des Nockenteils an, welche sich koaxial zu
einer Rotationsachse 40 in ein als Ganzes mit 42 bezeich
netes vorderes Ende des Nockenteils 10 hineinerstreckt,
und zwar bis zu einem Boden 44, welcher die endseitige
Ausnehmung 38 abschließt. Dabei hat vorzugsweise die end
seitige Ausnehmung 38 denselben Durchmesser wie die Aus
nehmung 32.
Im verschweißten Zustand sind das Antriebsteil 16 und das
Nockenteil 10 koaxial zueinander ausgerichtet, so daß die
Achsen 34 und 40 zusammenfallen.
Das Antriebsteil 16 ist seinerseits vorzugsweise aus ver
gütetem Baustahl hergestellt und durch eine Reibschweißung
mit dem Nockenteil 10 verschweißt, wobei das Antriebsteil
16 und das Nockenteil mit einander zugewandten stumpfen
Stirnflächen 48 bzw. 50 gegeneinander gepreßt und ge
schweißt sind, und ein Schweißwulst 46, welcher die
Schweißverbindung 14 umgibt, entsteht.
Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
das Nockenteil 10 aus Kugelgraphitguß mit einer per
litischen Matrix hergestellt, wobei das Graugußeisen mit
Kugelgraphit folgende Zusammensetzung aufweist:
| C|3,60 -3,90% | |
| Si | 1,90 -2,60% |
| Mn | 0,10 -0,50% |
| P | 0,04 -0,10% |
| S | 0,005-0,015% |
| Cr | 0,05 -0,15% |
| Cu | 0,25 -0,50% |
und wobei die carbidstabilisierenden Spurenelemente wie
Wismuth, Zinn, Selen, Tellur, Antimon, Molybdän, Vanadium
und Titan eine Summenkonzentration von mehr als 0,15 %
aufweisen.
Bei einem dritten Ausführungsbeispiel, dargestellt in Fig.
3, sind insoweit, als dieses dieselben Teile wie das erste
Ausführungsbeispiel aufweist, dieselben Bezugszeichen ver
wendet, so daß diesbezüglich auf die Ausführungen zum
ersten Ausführungsbeispiel verwiesen werden kann.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist allerdings
anstelle des Antriebsflansches 18 unmittelbar ein An
triebsrad 60 an den Anschlußstutzen 22 angeformt, so daß
das Antriebsteil 16 selbst unmittelbar das Antriebsrad 60
aufweist.
Beide Ausführungsbeispiele werden vorzugsweise so herge
stellt, daß das Nockenteil 10 gegossen und das Antriebs
teil 18 durch spanende Bearbeitung formgebend vorbear
beitet wird. Dieses vorbearbeitete Antriebsteil 16 und das
gegossene Nockenteil 10 werden anschließend durch die
Reibschweißung miteinander verbunden, wobei der Schweiß
wulst 46 entsteht.
Die nunmehr zusammengefügte Nockenwelle wird im Bereich
der Schweißverbindung 14 soweit erforderlich entspannt,
wozu möglichst unmittelbar nach dem Reibschweißen die
Nockenwelle in eine separate Position überführt, die
Schweißverbindung 14 induktiv erwärmt und langsam zur
Härteverminderung abgekühlt wird.
Anschließend erfolgt ein spanabhebendes Nachbearbeiten der
Schweißverbindung 14, insbesondere des Schweißwulstes 46.
Bei der nunmehr als Ganzes vorliegenden Nockenwelle wird
zuerst das Nockenteil, insbesondere die Nocken, durch die
üblichen bekannten Schleifverfahren fertigbearbeitet, so
daß der Nockenteil 10 in seiner endgültig geschliffenen
Form vorliegt.
Durch Aufnahme des fertigbearbeiteten Nockenteils 10 wird
nunmehr die Fertigbearbeitung des Antriebsteils 16 durch
Überdrehen oder Schleifen desselben vorgenommen, so daß
schließlich die Nockenwelle in fertigbearbeitetem Zustand
vorliegt, bei welcher sämtliche Abmessungen die gleichen
Toleranzen aufweisen, wie bei einer aus einem Stück ge
gossenen und bearbeiteten bekannten Nockenwelle.
Claims (47)
1. Welle für Verbrennungsmotoren, insbesondere Nocken-
oder Kurbelwellen mit einem Funktionselemente auf
weisenden Funktionsteil und einem an dem Funktions
teil gehaltenen Antriebsteil, dadurch
gekennzeichnet, daß das Antriebsteil
(16) und das Funktionsteil (10) getrennte Teile sind
und daß das Antriebsteil (16) an dem Funktionsteil
(10) durch Schweißen angefügt ist.
2. Welle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil (16) an das Funktionsteil (10) durch
eine Reibschweißung angeschweißt ist.
3. Welle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil (16) an das Funktionsteil (10) durch
eine Lichtbogenschweißung mit umlaufendendem Licht
bogen angeschweißt ist.
4. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsteil (16)
einen Antriebsflansch (18) umfaßt.
5. Welle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antriebsflansch als Antriebsrad (60) ausgebildet
ist.
6. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsteil (16)
einen Anschlußstutzen (22) umfaßt, mit welchem dieses
an das Funktionsteil (10) anschweißbar ist.
7. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsteil (16)
eine in dieses axial eindringende zentrale Ausnehmung
(32) aufweist.
8. Welle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die zentrale Ausnehmung (32) ein Innenformschluß
element (36) aufweist.
9. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsteil (16)
eine Aufnahme (24) für ein Axiallager für die Welle
aufweist.
10. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsteil (16) aus
Stahl hergestellt ist.
11. Welle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil (16) aus Baustahl hergestellt ist.
12. Welle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil (16) aus Einsatzstahl hergestellt
ist.
13. Welle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil (16) aus vergütbarem Stahl herge
stellt ist.
14. Welle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil (16) aus Nitrierstahl hergestellt
ist.
15. Welle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Antriebsteil (16) aus Grauguß
hergestellt ist.
16. Welle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil (16) aus Grauguß mit Kugelgraphit
hergestellt ist.
17. Welle nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß das Antriebsteil (16) aus
schalenhartgußfreiem Grauguß hergestellt ist.
18. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil (10)
aus Grauguß hergestellt ist.
19. Welle nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Grauguß mit Kugelgraphit
hergestellt ist.
20. Welle nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Grauguß mit lamellarem
Graphit hergestellt ist.
21. Welle nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Grauguß mit feinlamellarem
Graphit hergestellt ist.
22. Welle nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Grauguß mit D-Graphit
hergestellt ist.
23. Welle nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß das Funktionsteil (10) aus um
schmelzhärtbarem Grauguß hergestellt ist.
24. Welle nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß das Funktionsteil (10) aus
Schalenhartguß hergestellt ist.
25. Welle nach einem des voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil (10)
aus Stahl hergestellt ist.
26. Welle nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Baustahl hergestellt ist.
27. Welle nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Einsatzstahl hergestellt
ist.
28. Welle nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Nitrierstahl hergestellt
ist.
29. Welle nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
das Funktionsteil (10) aus Werkzeugstahl hergestellt
ist.
30. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil (10)
ein dem Antriebsteil (16) zugewandtes hohles Ende
(42) aufweist.
31. Welle nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Welle eine Nocken
welle und das Funktionsteil ein Nockenteil (10)
derselben ist.
32. Verfahren zum Herstellen einer Welle für Ver
brennungsmotoren, insbesondere Nocken- oder Kurbel
wellen, aus einem Funktionselemente aufweisenden
Funktionsteil und einem an dem Funktionsteil ge
haltenen Antriebsteil, insbesondere nach einem der
voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebsteil und das Funktionsteil getrennt her
gestellte Teile sind und daß das Antriebsteil durch
Schweißen an das Funktionsteil angefügt wird.
33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebsteil mit dem Funktionsteil durch eine
Reibschweißung verbunden wird.
34. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebsteil mit dem Funktionsteil durch eine
Lichtbogenschweißung mit umlaufendem Lichtbogen ver
bunden wird.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 34, dadurch
gekennzeichnet, daß das Antriebsteil vor dem
Schweißen formgebend vorbearbeitet wird.
36. Verfahren nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebsteil vor dem Schweißen spanend form
gebend vorbearbeitet wird.
37. Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 36, dadurch
gekennzeichnet, daß das Antriebsteil nach dem
Schweißen formgebend fertigbearbeitet wird.
38. Verfahren nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebsteil nach dem Schweißen durch Spannen
der Welle am Funktionsteil fertigbearbeitet wird.
39. Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 36, dadurch
gekennzeichnet, daß das Antriebsteil vor dem
Schweißen formgebend fertigbearbeitet wird.
40. Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 39, dadurch
gekennzeichnet, daß das Funktionsteil nach dem An
fügen an das Antriebsteil spanend formgebend bear
beitet wird.
41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet,
daß das Funktionsteil nach dem Anschweißen an das An
triebsteil fertigbearbeitet wird.
42. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet,
daß das Funktionsteil nach dem Anschweißen an das
Antriebsteil mindestens fertiggeschliffen wird.
43. Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 42, dadurch
gekennzeichnet, daß das Funktionsteil vor dem An
schweißen an das Antriebsteil spanend formgebend vor
bearbeitet wird.
44. Verfahren nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet,
daß das Funktionsteil vor dem Anschweißen an das An
triebsteil vorgeschliffen wird.
45. Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 44, dadurch
gekennzeichnet, daß die gefügte Schweißverbindung
durch Erwärmen und langsames Abkühlen zur Härtever
minderung entspannt wird.
46. Verfahren nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet,
daß die gefügte Verbindung induktiv erwärmt wird.
47. Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 46, dadurch
gekennzeichnet, daß die gefügte Verbindung spanab
hebend nachbearbeitet wird.
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