DE4025899A1 - Verfahren und vorrichtung zum bestimmen der gleichmaessigkeit eines pruefgutes aus textilen garnen od. dgl. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum bestimmen der gleichmaessigkeit eines pruefgutes aus textilen garnen od. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen der
Gleichmäßigkeit eines Prüfgutes aus textilen Garnen,
Vorgarnen, Bändern, od. dgl. mittels einer Meßeinrich
tung, von der Informationen bezüglich
Gleichmäßigkeitsparamettern ermittelt werden, bei
spielsweise mittels eines kapazitiven Meßorganes,
welches Masseschwankungen des Prüfgutes in
proportionale Signalstromschwankungen umwandelt, sowie
eine Vorrichtung hierfür.
Bekannt ist, daß bei der Herstellung von textilen
Garnen, Vorgarnen, Bändern, od. dgl. periodisch Fehler
auftreten, welche meist beim Herstellen dieser textilen
Gespinste von den entsprechenden Spinnvorrichtungen
erzeugt werden. Beispielsweise können infolge eines
Unrundlaufens eines Streckwerkes bzw. seiner Walzen
oder auch infolge unterschiedlicher
Abnutzung oder unterschiedlicher Durchmesser der Walzen
verdickte oder verdünnte Bereiche an den Gespinsten
entstehen, welche unerwünscht sind und zu Ausschuß
führen. Aus diesem Grunde werden in der Regel von
hergestellten textilen Produkten in Abständen Proben
entnommen und auf Fehler untersucht. Die Untersuchungen
beziehen sich auf verschiedene Parameter betreffend die
Masseschwankung, Haarigkeit, Zugfestigkeit, Feinheit,
Drehung usw.. Die Probenentnahme geschieht sowohl
anhand ganzer Kopse wie auch Schichten von gewendelten
Kardenbändern aus Kannen od. dgl..
Die Untersuchung des entnommenen Prüfgutes geschieht
heute beispielsweise durch Messung des Gewichtes im
Verhältnis zu einer vorbestimmten Länge oder aber
mittels optischer oder elektrischer Meßeinrichtungen.
Eine letztgenannte Meßeinrichtung ist beispielsweise
aus der CH-PS 6 63 427 und der CH-PS 6 71 105 bekannt.
Hierbei handelt es sich um eine Meßeinrichtung, bei
der das Garn bzw. Band durch ein kapazitives Meßorgan
geführt wird. Hier wird zwischen zwei Leiterplatten ein
Stromfluß erzeugt, wobei sich beim Durchführen des
Garnes durch den Raum zwischen diesen beiden Leiter
platten die Spannung und insbesondere die Dielektri
zitätskonstante ändert. Die durch ein derartiges Meß
organ angezeigten Meßwerte werden jedoch erheblich
verändert, wenn das durchgeführte Prüfgut einen unter
schiedlichen Wassergehalt aufweist. Dies bedeutet
wiederum, daß es beispielsweise bei einem ansteigenden
Feuchtigkeitsgehalt des Prüfgutes zu einem Ausschlag
der Meßeinrichtung kommt, obwohl keinerlei Masseunter
schied und damit kein Fehler festzustellen ist. Deshalb
wird bei den bekannten Meßeinrichtungen die Anweisung
gegeben, daß das Prüfgut vorher klimatisiert wird.
Die Klimatisierung kann dabei mehrere Tage andauern und
birgt immer noch die Gefahr in sich, daß erhebliche
Feuchtigkeitsunterschiede beispielsweise außen und
innen an einem Kops oder im äußeren und inneren
Bereich einer Kardenwendel vorhanden sind. Aus diesem
Grund bleibt das Prüfverfahren ungenau. Es entstehen
immer noch auf den unterschiedlichen Feuchtigkeits
gehalt zurückzuführende Ausschläge sowohl im Spektro
gramm als auch bei den Massen- und Längenvariations
koeffizienten.
Zu erwähnen ist auch, daß das Prüfgut, je nachdem in
welchem Bereich der Spinnvorrichtung es sich befindet,
von der von der Spinnvorrichtung ausgestrahlten Wärme
unterschiedlich und sogar partiell unterschiedlich aus
getrocknet wird, so daß eine gesicherte Prüfung nicht
erfolgen kann.
Die Erfinder haben sich zum Ziel gesetzt, ein Verfahren
und eine Vorrichtung der oben genannten Art zu ent
wickeln, mittels welchen das Prüfverfahren eines Prüf
gutes aus textilen Gespinsten wesentlich beschleunigt
werden kann und die Ergebnisse einen sicheren Anhalts
punkt für tatsächlich vorhandene Fehler im Prüfgut
ergeben.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß das Prüfgut vor
dem Einführen in die Meßeinrichtung getrocknet wird.
Während nach dem Klimatisieren immer noch etwa 5-10%
Feuchtigkeit in dem Prüfgut vorhanden ist, wird beim
erfindungsgemäßen Trocknen der Feuchtigkeitsgehalt auf
einen möglichst geringen Wert abgesenkt, so daß er
keinen Einfluß mehr auf die Signalabgabe eines Meß
organs der Meßeinrichtung hat.
Der Trockungsvorgang soll so erfolgen, daß auch
gleichzeitig eine Vergleichmäßigung der Restfeuchtig
keit in dem Prüfgut stattfindet.
Bevorzugt erfolgt die Trocknung unter Luftzirkulation
in der Trockeneinrichtung. D.h., die mit Feuchtigkeit
angereicherte Luft in der Nähe des Prüfgutes wird
weggeführt und wieder durch trockenere Luft zur
Aufnahme von Feuchtigkeit ersetzt.
Bevorzugt wird die Luftzirkulation sogar so ausge
staltet, daß trockene Luft in die Trockeneinrichtung
eingeführt und die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft
wieder abgeführt wird. Hierbei kann eine Messung der
Differenz der Luftfeuchtigkeit in der trockenen und in
der mit Feuchtigkeit angereicherten abgeführten Luft
erfolgen, welche als Maß für die Trocknung des Prüf
gutes dient. Sobald dieses Maß einen bestimmten Grenz
wert unterschreitet, kann das Prüfgut als genügend
getrocknet gelten, so daß es der Meßeinrichtung zuge
führt werden kann.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß das Prüfgut
während der Trocknung in vorgegebenen Zeitabständen
gewogen wird. Unterschreitet die Gewichtsdifferenz
zwischen einem stattfindenden Wiegevorgang und dem
vorangegangenen Wiegevorgang einen bestimmten Wert, so
ist auch dies ein Maß für die genügende Trocknung des
Prüfgutes.
In der Praxis hat sich herausgestellt, daß eine Trock
nung in einem Ofen bei ca. 105°C über 2-4 Stunden als
ausreichend gilt. Dies hängt selbstverständlich zum
einen davon ab, ob Garne oder Bänder getrocknet werden,
zum anderen ist ausschlaggebend, ob das Prüfgut auf
Kopsen oder in Kardenwendeln in die Trockeneinrichtung
eingebracht wird oder diese Trockeneinrichtung nur als
Garn oder Band im Durchlaufverfahren durchläuft. Aller
dings ist die Zeiteinsparung gegenüber einem Klima
tisieren deutlich erkennbar.
Gedacht ist auch daran, das Prüfgut insgesamt oder im
Durchlaufverfahren unter dem Einfluß einer Mikrowelle
zu trocknen. Dies dürfte sich schonender auf das Prüf
gut auswirken als beispielsweise die Beaufschlagung mit
Heißluft.
Über die Reglereinheit kann im übrigen auch die
Steuerung der Trockeneinrichtung und/oder der Meßein
richtung erfolgen. Auf diese Weise wird verhindert,
daß nur teilweise getrocknetes Prüfgut in die Meß
einrichtung geführt wird. Ermittelt z. B. die Regler
einheit eine genügende Trocknung, so kann eine Abzugs
einrichtung an der Meßeinrichtung in Tätigkeit
versetzt und das Prüfgut aus der Trockeneinrichtung
abgezogen werden. Sollte während des Abziehens die
Feuchtigkeitsdifferenz beispielsweise zwischen in die
Trockeneinrichtung eintretender und aus der Trocken
einrichtung austretender Luft ansteigen, so bewirkt die
Reglereinheit ein Stoppen der Abzugseinrichtung. Bei
der Ausgestaltung dieser Steuerung soll dem erfinde
rischen Gedanken keine Grenze gesetzt sein.
Ferner kann es sich in einem Fall als ratsam erweisen,
das Prüfgut als Kops, Kardenwendel od. dgl. insgesamt
in die Trocknungseinrichtung einzugeben. Gedacht ist
aber auch daran, von einem außerhalb der Trocken
einrichtung angeordneten Kops od. dgl. das
entsprechende Garn oder Band abzuziehen und beispiels
weise mehrfach geschlungen durch die Trockeneinrichtung
zu ziehen.
Welche Anordnung hier günstiger ist, muß die Praxis
zeigen.
Des weiteren wird es sicherlich günstiger sein, wenn
Trockeneinrichtung und Meßeinrichtung zu einem Gerät
zusammengefaßt werden, da hier dann das Prüfgut keinen
Umwelteinflüssen zwischen Trockeneinrichtung und Meß
einrichtung ausgesetzt wird. Im Rahmen der Erfindung
liegt jedoch auch eine Trennung der beiden
Vorrichtungsbestandteile, wobei ein kurzfristiges Aus
setzen des getrockneten Prüfgutes gegenüber der Umwelt
keine gravierende Feuchtigkeitsaufnahme mit sich
bringen dürfte.
Versuche in der Praxis haben gezeigt, daß durch die
erfindungsgemäße Trocknung des textilen Produktes
sowohl das Spektrogramm betreffend die Masse wesentlich
vergleichmäßigt wird. Jetzt stattfindende Ausschläge
deuten nur noch auf wirkliche Fehler hin, so daß
wesentlich gezielter eine Beobachtung von Spinn
maschinen erfolgen kann. Der Variationskoeffizient der
Masse sinkt ganz erheblich ab.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Er
findung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der
Zeichnung; diese zeigt in
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vor
richtung zur Durchführung eines erfindungs
gemäßen Verfahrens zum Bestimmen der Gleich
mäßigkeit eines Prüfgutes;
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels der Vorrichtung nach
Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Teils
eines weiteren Ausführungsbeispiels der
Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 4 einen Ausschnitt eines Massespektrogrammes
eines klimatisierten textilen Bandes;
Fig. 5 einen Ausschnitt eines Massespektrogrammes
eines in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
getrockneten textilen Bandes;
Fig. 6 eine diagrammartige Gegenüberstellung von
klimatisierten und getrockneten Strecken
bändern bezüglich der Ungleichmäßigkeit des
Massenvariationskoeffizienten;
Fig. 7 eine diagrammartige Gegenüberstellung gemäß
Fig. 6 und von anschließend in bestimmten
Zeitabständen klimatisierten Streckenbändern;
Fig. 8 eine diagrammartige Gegenüberstellung von
klimatisierten und getrockneten Streckenbän
dern bezüglich der Ungleichmäßigkeit des
Längenvariationskoeffizienten.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsge
mäßen Verfahren zum Bestimmen der Gleichmäßigkeit
eines Prüfgutes weist gemäß Fig. 1 eine Trocknungs
einrichtung 1 sowie eine dieser zugeordnete Meßein
richtung 2 auf. In der Trocknungseinrichtung 1 steht
auf einem Träger 3 ein Kops 4, von dem ein Prüfgarn 5
abgezogen wird. Dieses Prüfgarn 5 ist über eine Umlenk
rolle 6 innerhalb der Trocknungseinrichtung 1 geführt
und tritt durch eine Austrittsöffnung 7 aus der Trock
nungseinrichtung 1 aus.
Nach einem teilweisen Umschlingen einer weiteren Um
lenkrolle 8 wird das Prüfgarn 5 durch ein Meßorgan 9
gezogen, wozu eine Abzugseinrichtung 10 dient, die im
vorliegenden Ausführungsbeispiel aus zwei Walzen 11 und
12 besteht, zwischen denen das Prüfgarn 5 eingeklemmt
ist.
In das Innere das Trocknungseinrichtung 1 tritt über
einen Zuluftschacht 13 Warmluft ein, wobei der Eintritt
durch einen Ventilator 14 mit entsprechenden Schaufeln
15 beschleunigt wird.
Zum Aufheizen der Zuluft ist in dem Zuluftschacht 13
eine nur schematisch angedeutete Heizeinrichtung 16
vorgesehen.
Ferner besitzt die Trocknungseinrichtung 1 eine Luft
austrittsöffnung 17, aus der mit Feuchtigkeit ange
reicherte Trocknungsluft wieder aus der Trocknungs
einrichtung 1 entweichen kann.
Sowohl in der Luftaustrittsöffnung 17 als auch im
Zuluftschacht 13 sind Sensoren 18 bzw. 19 zur Ermitt
lung der Temperatur und des Feuchtigkeitsgehaltes der
eintretenden bzw. der austretenden Luft vorgesehen.
Diese Sensoren 18 bzw. 19 geben ihre Werte an eine
Reglereinheit 20, über die insbesondere die Meßein
richtung 2 und hier vor allem die Abzugseinrichtung 10
gesteuert wird. Die entsprechende Verbindung ist mit 21
gekennzeichnet. Selbstverständlich ist es auch möglich,
über die Reglereinheit 20 die Trocknungseinrichtung 1,
d. h. insbesondere die Heizeinrichtung 16, den
Ventilator 14 und die Länge der Verweildauer des
Prüfgutes in der Trocknungseinrichtung 1 zu bestimmen.
Die Reglereinheit 20 hat ferner die Aufgabe, den Unter
schied zwischen der Luftfeuchtigkeit im Zuluftschacht
13 und in der Luftaustrittsöffnung 17 zu ermitteln.
Hieraus können Rückschlüsse auf den Trocknungsgrad des
Garnes 5 gezogen werden.
Eine andere Möglichkeit der Ermittlung des Trocknungs
grades besteht darin, daß der Kops 4 periodisch der
Trocknungseinrichtung 1 entnommen und gewogen wird.
Sobald ein bestimmter Grenzwert des Gewichtsunter
schiedes zwischen einer vorgenommenen und einer voran
gegangenen Gewichtsermittlung unterschritten wird, kann
davon ausgegangen werden, daß das Garn 5 genügend
trocken ist. Erfindungsgemäß kann dieser Vorgang auch
beim Verbleiben des Kopses 4 in der Trocknungsein
richtung 1 vollzogen werden, wobei dann dem Träger 3
eine entsprechende Wiegeeinrichtung zugeordnet sein
sollte, deren Ergebnis periodisch abgefragt wird.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist der Kops
4 mit seinem Träger 3 außerhalb einer Trocknungs
einrichtung 1a angeordnet. Hier wird nur das Garn 5
durch die Trocknungseinrichtung 1a gezogen und durch
laufend getrocknet. Deshalb ist für die Trocknungs
einrichtung 1 zusätzlich eine Garneintrittsöffnung 22
vorgesehen. In diesem Ausführungsbeispiel sind zwar
noch Ventilatorschaufeln 15 in einem Zuluftschacht 13
angedeutet, weshalb auch eine entsprechende Luft
austrittsöffnung 17 vorgesehen ist. Allerdings könnte
es sich hier auch bei dieser Trocknungseinrichtung 1a
um eine solche handeln, welche mit Mikrowelle arbeitet.
Eine Trocknung mittels Mikrowelle erfolgt wesentlich
schneller, weshalb die gewählte Durchzugstrecke des
Garnes 5 durch die Trocknungseinrichtung 1a ausreichen
müßte. Ferner besteht hier nicht die Notwendigkeit,
das Garn auf einem Kops von außen nach innen zu
trocknen, wobei der Trocknungsvorgang der inneren Garn
wicklungen auf dem Kops 4 wesentlich länger dauert.
Sollte ein direkter Durchzug des Garnes 5 durch eine
entsprechende Trocknungseinrichtung 1a nicht aus
reichen, so ist nach dem Ausführungsbeispiel einer
Trocknungseinrichtung 1b gemäß Fig. 3 vorgesehen,
daß das Garn 5 in Schleifen durch die Trocknungs
einrichtung 1b von einer Garneintrittsöffnung 22 zu
einer Garnaustrittsöffnung 7 gezogen wird. Die Schlei
fenbildung wird mittels entsprechender Umlenkrollen 23
bewirkt. Bezüglich der Garnführung innerhalb der Trock
nungseinrichtung 1 soll jedoch dem erfinderischen
Gedanken keine Grenze gesetzt sein.
In der Praxis dürfte es sich als günstig erweisen, wenn
Trocknungseinrichtung 1 und Meßeinrichtung 2 als
kompaktes Gerät ausgebildet sind. Es ist jedoch
möglich, beide Vorrichtungsteile auch separat
voneinander zu betreiben und beispielsweise das
getrocknete Garn zwischenzulagern. Allerdings besteht
hier die Gefahr, daß es wieder zu einer Feuchtigkeits
aufnahme kommt, welche zu negativen Ergebnissen bei der
Prüfung des Garnes führt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann in einer be
schriebenen Vorrichtung nicht nur Garn von einem Kops
bzw. Garn auf einem Kops getrocknet werden, sondern es
ist auch die Trocknung von beispielsweise aus einer
Kanne entnommenem Kardenband möglich. In der Regel
werden zur Prüfung aus der Kanne mehrere Schichten von
gewendeltem Kardenband entnommen. Diese Schichten
können dann in die Trocknungseinrichtung 1 eingebracht
oder außerhalb positioniert werden, wobei dann nur das
Kardenband durch die Trocknungseinrichtung 1 gezogen
wird. Jedoch soll auch darauf nicht die Erfindung
beschränkt werden, sondern sich auf die Prüfung aller
möglichen textilen Produkte beziehen.
In den Fig. 4 und 5 sind die Massespektrogramme
eines Bandes gegenübergestellt, welches zum einen nach
bekannten Verfahren nur klimatisiert wurde (Fig. 4),
während das Massespektrogramm gemäß Fig. 5 von einem
erfindungsgemäß getrockneten Band stammt. Es ist
deutlich erkennbar, daß die in Fig. 4 noch vor
handenen überragenden Ausschläge 24, welche auf einen
Fehler im Band hindeuten, in Fig. 5 nicht mehr vor
handen sind.
Das bedeutet, daß diese Ausschläge 24 auf einen über
höhten Feuchtigkeitsgehalt an dieser Stelle in dem Band
zurückzuführen waren und nicht etwa auf einen Spinn
fehler.
Aus Fig. 6 ist ferner zu erkennen, daß nur klima
tisiertes Streckenband (Sk) einen wesentlich höheren
Variationskoeffizienten bezüglich der Masse aufweist
als erfindungsgemäß getrocknetes Streckenband (St).
Damit wird deutlich, daß der Feuchtigkeitsgehalt des
Prüfgutes einen erheblichen Einfluß auf die Ungleich
mäßigkeit hat.
Auch Fig. 7 zeigt, daß die Differenz von klimati
siertem zu getrocknetem Prüfgut bezüglich des Masse
variationskoeffizienten sehr groß ist. Ferner wurde
hier einmal getrocknetes Streckenband nach dem Trocknen
wieder akklimatisiert. Nach einem 24-stündigen Akklima
tisieren ist eine Steigerung des Variationskoeffizien
ten zu beobachten, ebenfalls nach einem 95-stündigen
Akklimatisieren, allerdings ist dann die Steigerung
geringer als beim ersten Schritt.
Auch das Diagramm für den Längenvariationskoeffizien
ten, d. h. Massenvariationskoeffizienten bei Abschnit
ten bestimmter Länge, gemäß Fig. 8 ergibt einen guten
Aufschluß über die Vorteile des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Deutlich ist der Unterschied des
Variationskoeffizienten zwischen klimatisiertem und
getrocknetem Streckenband (Sk bzw. St) sowohl bei 1 m
wie auch bei 3 m Abschnitten zu erkennen.
Positionszahlenliste
1 Trocknungseinrichtung
2 Meßeinrichtung
3 Träger
4 Kops
5 Prüfgarn
6 Umlenkrolle
7 Austrittsöffnung
8 Umlenkrolle
9 Meßorgan
10 Abzugseinrichtung
11 Walze
12 Walze
13 Zuluftschacht
14 Ventilator
15 Schaufel
16 Heizeinrichtung
17 Luftaustrittsöffnung
18 Sensor
19 Sensor
20 Reglereinheit
21 Verbindung
22 Garneintrittsöffnung
23 Umlenkrolle
24 Ausschlag
A Amplitude
P Prüfgutabschnitt
Q mittlerer normaler Querschnitt
2 Meßeinrichtung
3 Träger
4 Kops
5 Prüfgarn
6 Umlenkrolle
7 Austrittsöffnung
8 Umlenkrolle
9 Meßorgan
10 Abzugseinrichtung
11 Walze
12 Walze
13 Zuluftschacht
14 Ventilator
15 Schaufel
16 Heizeinrichtung
17 Luftaustrittsöffnung
18 Sensor
19 Sensor
20 Reglereinheit
21 Verbindung
22 Garneintrittsöffnung
23 Umlenkrolle
24 Ausschlag
A Amplitude
P Prüfgutabschnitt
Q mittlerer normaler Querschnitt
Claims (16)
1. Verfahren zum Bestimmen der Gleichmäßigkeit eines
Prüfgutes aus textilen Garnen, Vorgarnen, Bändern,
od. dgl. mittels einer Meßeinrichtung, von der In
formationen bezüglich Gleichmäßigkeitsparameter
ermittel werden, beispielsweise eines kapazitiven
Meßorgans, welches Masseschwankungen des Prüfgutes
in proportionale Signalstromschwankungen umwandelt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Prüfgut vor dem Einführen in die Meßein
richtung getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trocknung unter Luftzirkulation in der
Trocknungseinrichtung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei der Trocknung Luft zu- und abge
führt und die Luftfeuchtigkeitsdifferenz zwischen
der zugeführten und abgeführten Luft als Maß für
die Trocknung ermittelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Prüfgut während der Trocknung in
vorgegebenen Zeitabständen gewogen und die Gewichts
differenz als Maß bzw. Begrenzung für die Trocknung
ermittelt wird.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung in
einem Ofen bei ca. 105°C über 2-4 Stunden durchge
führt wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung unter
Einfluß einer Mikrowelle erfolgt.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung des
Prüfgutes im Durchlaufverfahren durch einen Ofen,
eine Trockenstrecke od. dgl. erfolgt.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgut als
Kops, Garnspule, Vorgarnspule oder als aus einer
Kanne entnommene gewendelte Bandschicht getrocknet
wird.
9. Vorrichtung zum Bestimmen der Gleichmäßigkeit eines
Prüfgutes aus textilen Garnen, Vorgarnen, Bändern,
od. dgl. mittels einer Meßeinrichtung, von der In
formationen bezüglich Gleichmäßigkeitsparameter
ermittelt werden, beispielsweise mittels eines
kapazitiven Meßorgans, welches Masseschwankungen
des Prüfgutes in proportionale Signalstrom
schwankungen umwandelt, dadurch gekennzeichnet, daß
der Meßeinrichtung (2) eine Trocknungseinrichtung
(1) zum Trocknen des Prüfgutes (5) zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Prüfgut (5) als Kops (4), Kardenbandwendel
od. dgl. insgesamt innerhalb der Trocknungsein
richtung (1) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß ein Kops (4), Kardenbandwendel od. dgl.
außerhalb der Trocknungseinrichtung (1) lagert und
das Prüfgut (5) im Durchlaufverfahren durch die
Trocknungseinrichtung (1) gezogen wird.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungs
einrichtung (1) eine Lufteintritts- und eine Luft
austrittsöffnung (22, 17) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß an die Lufteintrittsöffnung (22) ein
Zuluftschacht (13) ggfs. mit Ventilator (14) und
Heizeinrichtung (16) anschließt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß nahe der Lufteintritts- und
Luftaustrittsöffnung (22, 17) Sensoren zur Ermitt
lung der Luftfeuchtigkeit und/oder Temperatur vor
gesehen und mit einer Reglereinheit (20) verbunden
sind.
15. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß dem Prüfgut
(5) eine Wiegeeinrichtung zugeordnet ist.
16. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trocknungseinrichtung (1) ein Mikrowellenofen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4025899A DE4025899C2 (de) | 1990-08-16 | 1990-08-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Gleichmässigkeit eines Prüfgutes aus textilen Garnen |
| CH176291A CH683131A5 (de) | 1990-08-16 | 1991-06-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Gleichmässigkeit eines Prüfgutes aus textilen Garnen oder dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4025899A DE4025899C2 (de) | 1990-08-16 | 1990-08-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Gleichmässigkeit eines Prüfgutes aus textilen Garnen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4025899A1 true DE4025899A1 (de) | 1992-02-20 |
| DE4025899C2 DE4025899C2 (de) | 2000-06-08 |
Family
ID=6412325
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4025899A Expired - Fee Related DE4025899C2 (de) | 1990-08-16 | 1990-08-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Gleichmässigkeit eines Prüfgutes aus textilen Garnen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH683131A5 (de) |
| DE (1) | DE4025899C2 (de) |
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