DE4025062A1 - Verfahren zum beschichten eines gegenstandes - Google Patents
Verfahren zum beschichten eines gegenstandesInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Es ist bekannt, Gegenstände im Tauchverfahren mit im Aus
gangszustand flüssigen Materialien, zum Beispiel Lacken
(im folgenden nur als "Lack" bezeichnet), zu beschichten
und diese Beschichtung durch nachfolgende Maßnahmen in
ihren endgültigen Zustand zu bringen, also zum Beispiel
zu härten beziehungsweise zu trocknen.
Solche Beschichtungen sind zum Beispiel auch erforder
lich, um Wärmetauschern, hier besonders Wärmetauscher aus
Kupfer beziehungsweise Kupferlegierungen, mit Kühlschlan
gen und Lamellenblock einen Schutz gegen Verzunderung und
Korrosion zu geben, um sie so langfristig dem Angriff der
Abgase der beheizenden Flammen sowie den aus den Abgasen
ausfallenden aggressiven Kondensaten aussetzen zu können.
Solche besonders komplex geformten Gegenstände mit Vor
sprüngen und Hinterschneidungen "schöpfen" beim Heraushe
ben aus dem Tauchbad. Diese Materialmengen bilden Lackne
ster mit den dem Fachmann vertrauten Nachteilen, daß auf
der antrocknenden Lackfläche nachträglich ablaufende
Lackmengen sogenannte Läufer bilden beziehungsweise aus
Lackmengen, die in Hinterschneidungen stehen, Lösungsmit
tel verdampft und sich eine Lackhaut bildet, die noch
flüssigen Lack einschließt und die bei weiterem Erwärmen
aufplatzt und dadurch sogenannte "Kocher" erzeugt.
Solche Erscheinungen sind nicht nur unschön, sie können
auch den Wärmedurchgang in unerwünschter Weise beeinflus
sen und Ausgangspunkte für Korrosionsvorgänge darstellen,
da zu dicke Schichten zum Abplatzen neigen und unbe
schichtete Oberflächenbereiche freilegen können.
Es ist bekannt, diese komplex geformten Teile entspre
chend konstruktiv auszubilden, zum Beispiel mit Ablauf
öffnungen an hinterschnittenen Stellen zu versehen. Mit
solchen Maßnahmen wird jedoch häufig dem Bestimmungszweck
entgegengearbeitet, weil zum Beispiel Ablauföffnungen
zwischen der Wand eines Wärmetauschers und den ihn umlau
fenden Kühlschlangen den Wärmeübergang zwischen Wandung
und Rohr nachteilig beeinflussen.
Daher stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren anzugeben,
mit dem komplex geformte Gegenstände, wie es besonders
Wärmetauscher für brennstoffbefeuerte Heizungsanlagen
sind, in Tauchbädern mit schützenden Lackbeschichtungen
versehen werden können, ohne die vorgenannten Nachteile
in Kauf nehmen zu müssen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der
zu beschichtende Gegenstand nach dem Herausheben aus dem
Tauchbad aus seiner Ursprungslage gezielt in eine andere
Lage verbracht wird.
Dabei ist es zunächst einmal unerheblich, ob diese Lage
änderung gleitend oder taktweise erfolgt und welches Aus
maß schlußendlich eingestellt wird. Ebenso wird die Mög
lichkeit einer Lageveränderung gleichzeitig oder nach
einander um eine oder mehrere Achsen des Gegenstandes
offengelassen.
Weiter kann die Güte der Beschichtung dadurch beeinflußt
werden, daß die Teilvorgänge - Absenken in das Tauchbad,
Herausheben aus dem Tauchbad und Herbeiführen der Lageän
derung - mit gezielt unterschiedlichen Geschwindigkeiten
erfolgen.
Wird der zu beschichtende Gegenstand nämlich erfindungs
gemäß deutlich schneller aus dem Tauchbad herausgehoben
als bisher üblich, so stellt sich der überraschende Ef
fekt ein, daß die Beschichtung insgesamt gleichmäßig dic
ker wird als bei kleineren Aushebgeschwindigkeiten. Damit
ist es möglich, die erforderliche Schichtstärke auch bei
niedrigen Viskositäten des Tauchmaterials zu erzielen.
Es soll der zu beschichtende Gegenstand, hier also ein
Wärmetauscher, der Einfachheit halber als quaderförmiger
Hohlkörper betrachtet werden, der von den Flächen FA, FB,
FC und FD begrenzt wird. Diese sind ihrerseits jeweils
von Kanten bcbc beziehungsweise acac eingeschlossen.
Es stellen dar:
Fig. 1 einen Wärmetauscher in vorzugsweiser Tauchlage,
Fig. 2 einen Wärmetauscher in vorzugsweiser Schwenklage,
Fig. 3 einen Wärmetauscher als Quader betrachtet zur Def
inition seiner Lage im Raum,
Fig. 4, 5 und 6 ein Ausführungsbeispiel zum erfin
dungsgemäßen Verfahrensablauf.
Am einen Ende 1 eines Wärmetauschers 2 ist zwischen
den Flächen FA bis FD ein Lamellenblock 3 eingeschlos
sen, der von Rohren durchsetzt ist, die Lamellen sind
parallel zu den Flächen FB und FD angeordnet. Das gegen
überliegende Ende des Quaders und der übrige Raum zwi
schen den Flächen ist leer. Außen ist, um den Hohlkörper
umlaufend, eine Rohrwendel 4 befestigt, die am Ende 5
des Hohlkörpers, das dem Lamellenblock 3 gegenüber
liegt, in Anschlußstutzen 6 ausläuft.
Am Wärmetauscher 2 bilden besonders die Bereiche 7 der
Rohrwendel 5 schöpfende Stellen, von denen in der Vor
zugslage gemäß Fig. 2 überschüssige Materialmengen ab
laufen können.
Die jeweils verfahrensgemäße Lage des zu beschichtenden
Wärmetauschers im Raum wird gemäß Fig. 3 durch die Ach
sen x, y, z und w definiert.
Der Wärmetauscher wird zunächst an einer nicht darge
stellten Halterung befestigt und dann dem nachstehend de
tailliert beschriebenen Verfahren unterworfen.
Nachdem der Wärmetauscher eine Vorbehandlung, die für die
Erfindung nicht wesentlich ist und daher nicht beschrie
ben wird, durchlaufen hat, wird er in einen Behälter, der
mit einem geeigneten flüssigen Beschichtungsmaterial ge
füllt ist, eingetaucht, und zwar so weit, daß lediglich
die Anschlußstutzen von der Beschichtungsmasse
freibleiben.
Die Eintauchgeschwindigkeit hat keinen Einfluß auf die
Güte der Beschichtung. Sie erfolgt aus verschiedenen
technischen Gründen zweckmäßig mit der Geschwindigkeit,
die der später zu diskutierenden Aushebegeschwindigkeit
entspricht. Der Wärmetauscher 2 hat beim Eintauchen eine
definierte Lage, und zwar befindet sich bei senkrechter
Y-Achse der Lamellenblock 3 unten und die Anschlußstutzen
oben, so daß die Flächen FA bis FD senkrecht stehen.
Die im Tauchbecken befindliche Beschichtungsmasse wird
ständig umgewälzt, um ein Absetzen von Festkörpern und
damit eine Entmischung zu verhindern. Weiter ist die Um
wälzung erforderlich, um vom eingetauchten Körper mitge
schleppte Luftblasen zu entfernen, damit diese nicht spä
ter auf dem Körper Fehlstellen in der Beschichtung verur
sachen. Ebenso ist es erforderlich, um eine gleichmäßige
Beschichtung zu erzielen, für eine gleichbleibende Visko
sität der Beschichtungsmasse zu sorgen, indem die Tempe
ratur der Beschichtungsmasse konstant eingeregelt wird.
Die Beschichtungsmasse wird auf einer Temperatur von 15
bis 25°C, vorzugsweise 20 ±1°C, gehalten. Nach Errei
chen der eingestellten Eintauchtiefe kann der Aushebevor
gang beginnen, dabei ist die Aushebegeschwindigkeit für
die Beschichtungsgüte maßgebend. Diese Aushebegeschwin
digkeit wird viskositätsabhängig auf einen Wert zwischen
2,5 bis 15 m/min., vorzugsweise 3 bis 4,5 m/min., einge
stellt.
Beim Ausheben hat der Wärmetauscher vorzugsweise noch
seine oben definierte Ausgangslage. Es ist jedoch mög
lich, die Lage des Wärmetauschers bereits im Tauchbecken
oder während des Aushebevorgangs zu verändern.
Mach dem Ausheben kann es zweckmäßig sein, dem Wärmetau
scher eine kurzzeitige translatorische Bewegung vorzugs
weise in senkrechter Richtung zu erteilen, die sinnvoll
anzustrebende Beschleunigung hängt von der Viskosität der
Beschichtungsmasse ab.
Nach dem Ausheben verweilt der Wärmetauscher für einen
Zeitraum von 10 bis 60 Sekunden, vorzugsweise 30 bis 40
Sekunden, über dem Tauchbad, um einem großen Teil der
überflüssigen Beschichtungsmasse Gelegenheit zum Ablaufen
zurück in das Tauchbad zu geben. Nach Ablauf der Verweil
zeit erfolgt ein Verschwenken des Wärmetauschers, um nun
mehr überschüssiges Material von anderen, besonders den
schöpfenden Stellen ablaufen zu lassen.
Schwenkgeschwindigkeit und Richtung der Schwenkbewegung
sowie Ausmaß der Verschwenkung hängen von den Bedingungen
ab, die die Formgebung des Körpers mit sich bringt. Vor
zugsweise erfolgt die Schwenkung um die z-Achse, und zwar
bis in eine Position, die von der Ausgangslage um 90° ab
weicht. Dabei ist die Position auch, wiederum abhängig
von der Gestalt des zu beschichtenden Körpers, zwischen
45 und 135° sinnvoll zu variieren. Abhängig von der Ge
stalt des zu beschichtenden Teiles ist es im Rahmen der
Erfindung ohne weiteres auch vorgesehen den Körper nach
dem Ausheben oder während des Aushebevorgangs auch um ei
ne andere Achse beziehungsweise um mehrere Achsen gleich
zeitig zu verschwenken, das heißt, ihn gegebenenfalls
auch eine Taumelbewegung ausführen zu lassen. In dieser
verschwenkten Lage wird der zu beschichtende Körper zwi
schen 30 und 180 Sekunden, vorzugsweise 60 bis 100 Sekun
den, gehalten. Danach wird er in eine andere Lage ver
schwenkt. Dieses Verschwenken ist vorzugsweise ein Zu
rückschwenken in die Ausgangslage, wobei die neue Posi
tion sowohl auf dem kürzesten Weg wie auch durch Abfahren
des Restwertes zu 360° erreicht werden kann.
Nach Erreichen dieser letzt beschriebenen Lage kann der
Körper abtransportiert werden, um ihn den im Beschich
tungs- und Lackierwesen üblichen Prozeduren, wie zum Bei
spiel Abdunsten von Lösungsmitteln, Trocknen oder Ein
brennen zu unterziehen.
Claims (19)
1. Verfahren zum Beschichten eines Körpers im
Tauchverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß der
Körper während des Tauchvorganges aus seiner Ur
sprungslage verschwenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Körper während des Tauchvorganges,
nämlich beim Ausheben aus seiner Ursprungslage,
verschwenkt wird.
3. Verfahren zum Beschichten eines Körpers im
Tauchverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß der
Körper nach dem Ausheben aus dem Tauchbad ver
schwenkt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper nur
um eine seiner Achsen verschwenkt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Körper um mehr als
eine seiner Achsen gleichzeitig oder nacheinan
der verschwenkt wird, so daß der Körper gege
benenfalls eine Taumelbewegung ausführt.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Körper um die z-Achse verschwenkt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß das Ausmaß der Verschwenkung 45 bis
135° beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß das Ausmaß der Verschwenkung vorzugs
weise 90 ±10° beträgt.
9. Verfahren zum Beschichten eines Körpers im
Tauchverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß der
Körper einer kurzzeitigen translatorischen Bewe
gung unterworfen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß der translatorischen Bewegung ein Ver
schwenken nach einem der Ansprüche 2 bis 8
folgt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
des Tauchbades auf 15 bis 25°C eingeregelt
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Badtemperatur vorzugsweise auf 20
±1°C eingeregelt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 2 bis Anspruch 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Aushebegeschwin
digkeit 2,5 bis 15 m/min. beträgt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Aushebegeschwindigkeit vorzugsweise
3 bis 4,5 m/min. beträgt.
15. Verfahren zum Beschichten eines Körpers im
Tauchverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß der
Körper nach dem Ausheben aus dem Tauchbad in ei
ner verschwenkten oder vorzugsweisen unver
schwenkten Lage 10 bis 60 Sekunden verweilt.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß die Verweildauer vorzugsweise 30 bis 40
Sekunden beträgt.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß der Körper nach einer ersten Verweil
phase verschwenkt oder erneut verschwenkt wird
und in dieser Lage 30 bis 180 Sekunden verweilt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß die zweite Verweildauer vorzugsweise 60
bis 100 Sekunden beträgt.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß eine weitere Verschwenkung vorzugsweise
in die ursprüngliche Ausgangsposition des Kör
pers erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904025062 DE4025062A1 (de) | 1989-08-10 | 1990-08-04 | Verfahren zum beschichten eines gegenstandes |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3926674 | 1989-08-10 | ||
| DE19904025062 DE4025062A1 (de) | 1989-08-10 | 1990-08-04 | Verfahren zum beschichten eines gegenstandes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4025062A1 true DE4025062A1 (de) | 1991-02-14 |
Family
ID=25883956
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904025062 Ceased DE4025062A1 (de) | 1989-08-10 | 1990-08-04 | Verfahren zum beschichten eines gegenstandes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4025062A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0518474A1 (de) * | 1991-06-10 | 1992-12-16 | Ford Motor Company Limited | Verfahren zur Herstellung degradierter Beschichtung auf einem Substrat |
| DE10212513A1 (de) * | 2002-03-21 | 2003-10-09 | Acrycolor Gmbh | Neues Färbeverfahren für Groß- und Kleinteile aus Kunststoff mit spezieller Färbestraße Modell AC 2002 MZ/RS; Typ 001 |
| DE10116242B4 (de) * | 2001-03-31 | 2013-08-01 | Volkswagen Ag | Anordnung zur Befestigung eines schwenkbaren Anbauteils |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2902352B2 (de) * | 1979-01-22 | 1980-12-04 | B & W Transportsysteme Gmbh, 2400 Luebeck | Verfahren und Vorrichtung zum Tauchbeschichten von Werkstücken, insbesondere von Containern |
| DE3739602A1 (de) * | 1987-11-23 | 1989-06-01 | Zeidler Kg Maschf Heinrich | Verfahren und vorrichtung zum glasieren keramischer hohlkoerper |
-
1990
- 1990-08-04 DE DE19904025062 patent/DE4025062A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
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