DE4018435A1 - Leitungsfuehrungsvorrichtung - Google Patents
LeitungsfuehrungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Leitungsführungsvorrichtung
gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
Geräte mit einer hin- und drehbaren Vorrichtung, bei
spielsweise Roboter, bedürfen oft vielfältiger
elektrischer, pneumatischer und/oder hydraulischer
Versorgung von einer feststehenden Vorrichtung. Häufig
ist auch eine Signalübertragung von der drehbaren
Vorrichtung zur feststehenden Vorrichtung und/oder
umgekehrt erforderlich. Die drehbare Vorrichtung muß
über eine Leitungsanordnung mit der feststehenden
Vorrichtung in Verbindung stehen, wobei möglichst große
Drehwinkel erreicht werden sollen, ohne daß die
Leitungsanordnung die Drehungen behindert oder stark
belastet wird.
Für elektrische Verbindungen ist die Versorgung mittels
Schleifkontakten bekannt. Diese Lösung ermöglicht zwar
beliebig hohe Drehwinkel, ist jedoch problematisch.
Es kommt relativ bald zu einer Abnutzung und Ver
schmutzung der Schleifkontakte, was die Standdauer
begrenzt.
Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Kabel
schlepp. Dabei werden Versorgungskabel in Form von
Schlaufen um den Fuß der drehenden Vorrichtung ver
legt, was einen erhöhten horizontalen Platzbedarf zur
Folge hat. Zudem werden dabei nur Drehwinkel erreicht,
die häufig nicht ausreichen, und die Kabel werden
stark mechanisch belastet, besonders in den Umkehr
punkten des Kabelschlepps.
Leitungsspiralen, bei denen die Leitungen uhrfederartig
um den Fuß der drehbaren Vorrichtung gewickelt sind,
ermöglichen relativ hohe Drehwinkel bei verhältnis
mäßig geringem Platzbedarf, bergen jedoch die Gefahr von
Leitungsverwerfungen in sich, was die Leitungen stark
belastet. Dem kann man dadurch abhelfen, daß man die
Leitungsspirale mit ein- und ausdrehend vorspannenden
Federelementen ausrüstet, durch welche die Leitung
stets in Spiralform gehalten wird. Dies erfordert
jedoch einen Konfektions- und Kostenaufwand, der häufig
nicht tragbar ist.
Es ist die Idee entstanden, zur Verbindung einer hin- und
herdrehbaren Vorrichtung mit einer feststehenden Vor
richtung eine in dauerhafte Wendelform gebrachte Lei
tungsanordnung zu verwenden, deren eines Ende mit der
feststehenden Vorrichtung und deren anderes Ende mit der
drehbaren Vorrichtung verbunden ist. Es sind elektrische
Kabel bekannt, die eine dauerhafte Wendelform aufweisen.
Beispiele hierfür sind Versorgungsleitungen für Rasier
apparate oder Kabel zur Verbindung von Telefonapparaten
und Telefonhörern. Diese dauerhafte Wendelform erreicht
man dadurch, daß man für solche Kabel Kunststoffe mit
Memory-Effekt verwendet und man diese Kabel in erwärmten
Zustand in die gewünschte Wendelform bringt, die sie nach
dem Abkühlen beibehalten. Für wendelförmig gewickelte
Kabel mit großem Wendeldurchmesser und/oder hohem Eigen
gewicht ist der Memory-Effekt jedoch zu schwach, so daß
die gewünschte Wendelform nicht erhalten bleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Einsatz
von Leitungsanordnungen in Wendelform zur Verbindung
hin- und herdrehbarer Vorrichtungen mit feststehenden
Vorrichtungen zu ermöglichen.
Eine Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben
und kann den Unteransprüchen gemäß vorteilhaft weiter
gebildet werden.
Dadurch, daß erfindungsgemäß die Leitungswendel von
einer Stützvorrichtung in Wendelform gehalten wird,
die die beim Ein- und Ausdrehen auftretende
Änderungen des Wendeldurchmessers ermöglicht oder mit
macht, behält die Leitungsanordnung in allen Dreh
stellungen der drehbaren Vorrichtung ihre Wendelform.
Meist wird es ausreichen, rings um den Wendel
umfang einige Haltereinrichtungen anzuordnen, vorzugs
weise in gleichmäßigem Umfangsabstand, an denen die
Wendel unterstützt wird, während sie dazwischen frei
hängt. Wieviele Haltereinrichtungen rings um den Wendel
umfang benötigt werden, hängt von dem Durchmesser
und/oder dem Gewicht der Leitungsanordnung ab. Im
Extremfall kann man die Stützvorrichtung ring
zylindrisch ausbilden, wobei zwischen einer inneren
Zylinderwand und einer äußeren Zylinderwand eine
wendelförmige Rampe geführt ist, auf der die Leitungs
wendel über im wesentlichen ihre gesamte Länge abge
stützt wird.
Vorzugsweise wird man die Wendel über ihre gesamte
axiale Länge abstützen. In manchen Fällen mag es auch
ausreichen, die Wendel über nur einen Teil ihrer
axialen Länge abzustützen.
Man kann die einzelnen Halteeinrichtungen so ausbilden,
daß sie eine Abstützung über eine derartige radiale
Breite bilden, daß die Wendel in den Halteeinrichtungen
genügend Platz für maximale Änderungen des Wendel
durchmessers findet, die beim maximalen Hin- und
Herdrehen der drehbaren Vorrichtung verursacht werden.
Man kann die Halteeinrichtungen aber auch so ge
stalten, daß sie mit dem sich ändernden Wendeldurch
messer mitgehen, indem sie in Radialrichtung der
Wendel mit der ihren Durchmesser ändernden Wendel ver
fahrbar sind oder aufgrund elastischer Halterung den
Durchmesseränderungen der Wendel folgen können.
Die einzelnen Halteeinrichtungen können als Sprossen
leitern ausgebildet sein, wobei benachbarte Wendel
lagen durch benachbarte Sprossenzwischenräume ge
fädelt sind. Die derselben Wendellage zugeordneten
Sprossen unterschiedlicher um den Wendelumfang ange
ordneter Sprossenleiter sind dabei vorzugsweise auf
der Wendelsteigung entsprechender unterschiedlicher
axialer Höhe angeordnet. Entweder sind die Sprossen so
breit ausgelegt, daß sie die Durchmesserveränderung
der Wendel im Rahmen der maximalen Änderungen des
Wendeldurchmessers ermöglichen. Oder die Breite der
Sprosse entspricht im wesentlichen nur dem Durchmesser
der zur Wendel geformten Leitungsanordnung. In diesem
Fall ist die Sprossenleiter radial verfahrbar, so daß
sie bei sich änderndem Wendeldurchmesser mit der
Wendel mitgeht.
Anstelle der Sprossenleitern kann man auch Rahmen ohne
Sprossen verwenden, die eine Breite entsprechend
dem Durchmesser der Leitungsanordnung haben und in denen
die einzelnen Wendellagen sich berührend übereinander
gestapelt sind. Der Rahmen ist in Radialrichtung der
Wendel verfahrbar, um bei Durchmesseränderungen der
Wendel mit der Wendel mitgehen zu können. Man kann auch
an den entsprechenden Umfangsstellen, an denen je eine
Halteeinrichtung angeordnet ist, jeder Wendellage je
ein einzelnes Führungselement, beispielsweise in
Ringform, zuordnen und die zu einer Halteeinrichtung
gehörenden Führungselemente mittels elastischer
Elemente, vorzugsweise Federn, miteinander und/oder
mit ortsfesten Haltevorrichtungen verbinden. Durchmesser
änderungen der Wendel werden dabei von den elastischen
Elementen aufgefangen.
Vorzugsweise bildet man alle rings um die Wendel ange
ordneten Halteeinrichtungen auf die gleiche Art aus.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, rings um den
Wendelumfang mehrere Halteeinrichtungen unterschied
licher Gestaltungsart anzuordnen.
Möchte man die drehbare Vorrichtung mit der fest
stehenden Vorrichtung über mehrere Leitungsanordnungen,
beispielsweise mehrere elektrische Kabel, verbinden,
kann man entsprechend viele Leitungswendeln konzentrisch
zueinander anordnen, die von einer entsprechenden
Anzahl zueinander konzentrischer Stützvorrichtungen in
Wendelform gehalten werden. Dabei können die konzentrisch
angeordneten Stützvorrichtungen miteinander zu gemein
samen Mehrfach-Stützvorrichtungen integriert sein.
In manchen Anwendungsfällen mag es vorteilhaft sein,
die Leitungswendel durch Verwendung von Kunststoff
material mit Memory-Effekt vorzuformen. Dadurch kann
es möglich sein, mit weniger rings um den Wendelumfang
angeordneten Halteeinrichtungen auszukommen als bei
einer nicht vorgeformten Leitungsanordnung.
Soll für die hin- und herdrehbare Vorrichtung eine
relativ große Anzahl von maximalen Drehungen ermöglicht
werden, kann dies möglicherweise zu derart großen
Änderungen des Wendeldurchmessers führen, daß die
Wendel zu stark verformt wird. Für diesen Fall kann man
zwei oder auch mehr Wendeln kaskadenartig in Reihe
schalten, wobei ein Ende der gesamten Kaskadenschaltung
mit der feststehenden Vorrichtung und das andere Ende
der gesamten Kaskadenschaltung mit der drehbaren Vor
richtung verbunden ist. Benachbarte Wendeln sind in
einer ihnen gemeinsamen drehenden Ebene miteinander
verbunden, die vorzugsweise durch eine drehbare
Scheibe gebildet ist. Bei Drehung der drehbaren Vor
richtung werden die drehbaren Ebenen zwangsweise ange
trieben, beispielsweise über ein von der drehbaren
Vorrichtung angetriebenes Getriebe, und zwar mit ab
nehmender Umdrehungsgeschwindigkeit von der mit der
drehbaren Vorrichtung verbundenen Leitungswendel zu
der mit der feststehenden Vorrichtung verbundenen
Leitungswendel.
Eine Kaskadenanordnung, die hierfür geeignet ist, ist in
der gleichzeitig eingereichten eigenen Patentanmeldung
P ....... (unser Zeichen K 34 130/6; Titel "Spiralige
Leitungsanordnung") beschrieben,
deren Inhalt hiermit durch
ausdrückliche Bezugnahme auf diese andere Anmeldung zum
Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung gemacht
wird.
Erfindungsgemäß verwendet man also eine Stützvor
richtung mit Halteeinrichtungen, deren Breite keine
Änderung des Wendeldurchmessers erlaubt, die jedoch
radial verfahrbar sind, oder man verwendet Halte
einrichtungen, die breit genug oder flexibel genug sind,
um eine ausreichende Änderung des Wendeldurchmessers
zu gestatten. Es ist auch möglich, beide Eigenschaften
zu verbinden.
Die Erfindung wird nun anhand von bevorzugten Aus
führungsformen näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungs
form einer erfindungsgemäßen Leitungs
führungsvorrichtung, bei der eine
Leitungswendel durch einen Endes fixierte
Sprossenleitern geführt wird;
Fig. 2 eine Ausführungsform einer erfindungsge
gemäßen Leitungsführungsvorrichtung, bei
der die Leitungswendel durch einen Endes
verfahrbare Sprossenleitern geführt wird;
Fig. 3 eine Teilschnittansicht einer Aus
führungsform einer erfindungsgemäßen
Leitungsführungsvorrichtung, bei der die
Leitungswendel mittels beiden Endes ver
fahrbaren Rahmen geführt wird;
Fig. 4 eine Seitenansicht einer Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Leitungsführungs
vorrichtung, bei der die Leitungswendel
mittels Führungselementen geführt wird,
die von Halteanordnungen in Form beiden
Endes verfahrbarer starrer Stange gehalten
sind;
Fig. 5a bid 5c Seitenansichten von Ausführungsformen er
findungsgemäßer Leitungsführungsvor
richtungen, bei denen die Leitungswendel
mittels Führungselementen geführt wird, die
durch Federn auslenkbar in Position ge
halten werden;
Fig. 6 eine schematisierte Draufsicht auf eine
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Leitungsführungsvorrichtung mit einer
Vielzahl umfangsmäßig verteilter Halte
einrichtungen;
Fig. 7 eine Ausführungsform einer erfindungsge
mäßen Leitungsführungsvorrichtung zum
Führen von drei Rundkabeln; und
Fig. 8 eine Ausführungsform einer erfindungsge
mäßen Leitungsführungsvorrichtung zum
Führen von drei Flachbandkabeln.
Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Leitungsführungsvorrichtung, bei der
ein Rundkabel 11 mittels zweier diametral einander
gegenüberstehend angeordneter Sprossenleitern 13
wendelförmig geführt wird. Die Kabelwendel (im
folgenden einfach Wendel genannt) ist koaxial zu einer
hin- und herdrehbaren Vorrichtung 17 angeordnet. In
Fig. 1 ist die drehbare Vorrichtung 17 lediglich als
deckelartiges Gebilde dargestellt, die sich am oberen
Ende eines Drehfußes 31 befindet. Sie kann zu einem
drehbaren Körper eines Roboters oder irgendeines anderen
hin- und herdrehbaren Körpers gehören.
Jede Sprossenleiter weist eine Anzahl von Sprossen 19
auf, zwischen denen Sprossenzwischenräume 21 gebildet
sind. Jede Wendellage ist zwischen zwei zugehörige
Sprossenzwischenräume 21 der beiden Sprossenleitern
13 geführt, und zwar so, daß die Sprossenzwischenräume
21 beider Sprossenleitern 13 der Reihe nach belegt
werden. Die Anzahl der Sprossenzwischenräume 21 einer
jeden Sprossenleiter 13 hängt von der Anzahl der
Wendellagen ab, die von den Sprossenleitern 13 ge
führt werden sollen. Beide Sprossenleitern 13 sind
am in Fig. 1 oberen Ende offen, so daß bei einer Dreh
bewegung der drehbaren Vorrichtung 17 die obere
Wendellage in die dadurch gebildeten offenen Sprossen
räume 23 abgelegt werden kann. Die in Fig. 1 unteren
Enden der Sprossenleitern 13 sind mittels Schrauben
25 ortsfest montiert, vorzugsweise auf der fest
stehenden Vorrichtung 27. Die drehbare Vorrichtung 17
weist an ihrer Unterseite im Umfangsbereich zwei
Halteösen 29 auf, durch welche die oberste Wendellage
des Kabels 11 geführt ist, um diese mit der drehbaren
Vorrichtung 17 mitzudrehen. Der Drehfuß 31 kann
entweder zusammen mit der drehbaren Richtung 17 dreh
bar sein oder er kann ortsfest sein und die drehbare
Vorrichtung 17 nur drehbar halten.
Beim Verdrehen der drehbaren Vorrichtung 17 ändert sich
der Durchmesser der Wendel 15. Wird die drehbare Vor
richtung 17 in Richtung des in Fig. 1 gezeigten
Drehpfeiles gedreht, wird auf die Wendel 15 eine Zug
kraft ausgeübt, welche zu einer Verringerung des
Wendeldurchmessers führt. Wird die verdrehbare Vor
richtung 17 dagegen in der anderen Richtung gedreht,
wird auf die Wendel 15 eine Schubkraft ausgeübt, welche
zu einer Vergrößerung des Wendeldurchmessers führt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der
Erfindung haben die Sprossen 19 eine derartige Breite,
daß die Wendel 15 alle unterschiedlichen Wendeldurch
messer annehmen kann, die bei der maximalen Ver
drehbarkeit der drehbaren Vorrichtung 17 auftreten.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform befinden
sich die einzelnen Sprossen 19 der beiden Sprossen
leitern 13 auf gleicher axialer Höhe. In Abhängigkeit
von der Wendelsteigung kann man aber auch die Sprossen
19 der beiden Sprossenleitern 13 auf unterschiedlicher
axialer Höhe anordnen.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer Leitungsführungs
vorrichtung, bei welcher ebenfalls zwei Sprossen
leitern 13 vorgesehen sind, deren Sprossenbreite jedoch
nur wenig größer als der Durchmesser des Kabels 11 ist.
Beide Sprossenleitern sind an ihren in Fig. 2 unteren
Enden in Radialrichtung der Wendel 15 verfahrbar ge
halten und zwar mittels je eines Gleitstückes 33, das
in einer radial verlaufenden Gleitnut 35 verschiebbar
gehalten ist. Bei dieser Ausführungsform kann das
Kabel 11 zwar noch in den Sprossenzwischenräumen 21
gleiten. Für eine Änderung des Wendeldurchmessers ist
jedoch innerhalb der Sprossenzwischenräume 21 kein
Raum. Änderungen des Wendeldurchmessers wird durch
die radiale Verfahrbarkeit der Sprossenleitern 13
Rechnung getragen. Dabei ist die Länge einer jeden
Gleitnut 35 so gewählt, daß die Sprossenleitern 13
die maximale Wendeldurchmesseränderung mitmachen
können, die bei maximaler Verdrehung der drehbaren
Vorrichtung 17 auftritt.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform werden
als Halteeinrichtungen parallel zur Wendelachse ver
laufende Rahmen 37 verwendet, die beiden Endes mit
je einem Gleitstück 33 versehen sind, das je in einer
radial verlaufenden Gleitnut 35 verschiebbar geführt
ist. Die einzelnen Wendellagen der Kabelwendel 15
liegen einander berührend übereinander in dem Rahmen
37. Die radiale Breite des Rahmens 37 ist nur gering
fügig größer als der Durchmesser des Rundkabels 11,
so daß die einzelnen Wendellagen sauber übereinander
gehalten werden.
Die Rahmen 37, von denen in Fig. 3 nur einer gezeigt
ist, sind wieder soweit in Radialrichtung der Wendel
verfahrbar, daß den maximalen Durchmesseränderungen
Rechnung getragen wird, die bei maximaler Verdrehung
der drehbaren Vorrichtung 17 auftreten können.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei
welcher diametral gegenüber je eine parallel zur
Wendelachse verlaufende, starre Haltestange 39 ange
ordnet ist. An jeder Haltestange 39 ist eine der An
zahl der Wendellagen entsprechende Zahl von Führungs
elementen in Form von Führungsringen 41 angeordnet.
Der Durchmesser der Führungsringe ist nur wenig größer
als der Durchmesser des Rundkabels 11. Die Halte
stangen 39 sind an beiden Enden in Radialrichtung der
Wendel verfahrbar gelagert. Hierfür sind an den Halte
stangen 39 lineare Kugel- oder Rollenlager 43 vorge
sehen, die in Lagernuten 45 in Radialrichtung verfahr
bar sind. Die Lagernuten 45 an beiden Enden der Halte
stangen 39 sind in ortsfesten Körpern vorgesehen.
Anstelle von Führungsringen 41 können auch Führungs
rohre vorgesehen sein, die eine der Wendelkrümmung
entsprechende Rohrkrümmung aufweisen.
Die Fig. 5a bis 5c zeigen Ausführungsformen, die
Führungsringe 41 wie die in Fig. 4 gezeigte Aus
führungsform besitzen, die jedoch mittels Federelementen
in Radialrichtung der Wendel auslenkbar gehalten sind.
Bei der in Fig. 5a gezeigten Ausführungsform ist jeder
Führungsring 41 über ein Radialfederelement 47 mit einer
ortsfesten Vorrichtung 49 verbunden. Einer Wendel
durchmesseränderung folgen die Führungsringe 41 unter
elastischer Verformung der Radialfederelemente 47.
Bei der in Fig. 5b gezeigten Ausführungsform sind die
einzelnen Führungsringe 41 miteinander über Axial
federelemente 51 verbunden. Die axial äußeren Führungs
ringe 41 sind über Axialfederelemente 51 mit ortsfesten
Körpern 49 verbunden. Einer Wendeldurchmesseränderung
folgen die Führungsringe 41 durch elastische Verformung
der Axialfederelemente 51.
Bei der in Fig. 5c gezeigten Ausführungsform sind die
Führungsringe 41 einerseits mittels Axialfederelementen
51 miteinander und andererseits je über ein Radial
federelement 47 mit einem ortsfesten Körper 49 verbunden.
Die an den beiden axialen Ende befindlichen Führungs
ringe 41 sind außerdem über Axialfederelemente 51
mit einer ortsfesten Vorrichtung 49 verbunden. Die
Ausführungsform nach Fig. 5c besitzt eine höhere
elastische Festigkeit als die Ausführungsformen nach
den Fig. 5a und 5b, und daher ist die Ausführungsform
nach Fig. 5c für Wendeln aus schweren Kabeln besser
geeignet.
Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 5a bis 5c wird
eine Verkleinerung des Wendeldurchmesser durch die
Federeigenschaften der Federelemente 47 und/oder 51
ermöglicht. Die Federelemente 47 und 51 müssen so
ausgelegt sein, daß sie eine dazu ausreichende Auslenkung
der Führungselemente 41 gestatten.
Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 5a und 5b kann
es zu stärkeren Verformungen gegenüber einer idealen
Wendelform kommen als bei der Ausführungsform nach
Fig. 5c, bei der alle Führungsringe 41 sowohl in
Axialrichtung als auch in Radialrichtung der Wendel
15 elastisch festgehalten werden.
Wieviele Halteeinrichtungen um den Umfang der Kabel
wendel 15 verteilt angeordnet werden, hängt von dem
Durchmesser der Kabelwendel 15 und von dem Gewicht
des Kabels 11 ab. Bei den Ausführungsformen, die in den
Fig. 1, 2 und 4 gezeigt sind, wird davon ausgegangen,
daß eine Stützvorrichtung mit zwei diametral gegen
über angeordneten Halteeinrichtungen ausreicht. Es
können aber beliebig mehr Haltereinrichtungen um den
Wendelumfang herum verteilt werden, vorzugsweise in
gleichen Winkelabständen. Dies ist in Fig 6 ange
deutet, die als Minimalanzahl zwei Halteeinrichtungen
53 in durchgezogenen Linien und gestrichelt andeutungs
weise weitere Halteeinrichtungen 53 zeigt. Die Halte
einrichtungen befinden sich zwischen zwei konzentrischen
gestrichelten Kreisen, von denen einer, beispiels
weise der innere, eine drehbare Vorrichtung 17, und
der äußere eine feststehende Vorrichtung 27, bei
spielsweise ein feststehendes Gehäuse, andeutet.
Im Extremfall kann die Anzahl der Halteeinrichtungen
auf unendlich erhöht werden, d. h., die Stützvorrichtung
besteht dann aus einem Zylinder, der über seinen
gesamten Umfang als Halteeinrichtung dient. Dabei
weisen die Innenwand und die Außenwand des Ring
zylinders einen solchen Abstand auf, daß die dazwischen
abgestützte Kabelwendel ihren Wendeldurchmesser aus
reichend verändern kann. Dabei sind entweder über
den Umfang des Ringzylinders viele im Zylinderring
raum angeordnete Sprossenleitern 13 oder Führungs
elemente 41, deren axiale Höhe an die Wendelsteigung
angepaßt ist, verteilt oder innerhalb des Ringzylinder
raums befindet sich eine wendelförmige Rampe mit einer
der Kabelwendel entsprechenden Steigung, auf der die
Kabelwendel über ihre gesamte Länge abgestützt ist.
Muß die drehbare Vorrichtung 17 mit der feststehenden
Vorrichtung 27 über mehrere Leitungen verbunden werden,
können entsprechend viele konzentrische Leitungswendel
verwendet werden, die von genauso vielen zueinander
konzentrisch angeordneten Stützvorrichtung in Wendel
form gehalten werden.
Fig. 7 zeigt eine solche Mehrfach-Stützvorrichtung für
drei Rundkabel 11a, 11b und 11c, die zu drei zueinander
konzentrischen Wendeln gehören. Die drei Stützvor
richtungen bestehen aus zwei diametral zueinander ange
ordneten Gruppen von je drei radial nebeneinander
befindlichen Sprossenleitern 13a, 13b und 13c, die an
ihren unteren Ende je mittels Schrauben 25a, 25b und
25c an einer feststehenden Vorrichtung 27 festgelegt
sind.
Fig. 8 zeigt eine zu Fig 7 analoge Stützvorrichtung
für Flachbandkabel 55.
Selbstverständlich können in den den einzelnen
konzentrischen Stützvorrichtungen auch unterschied
liche Kabel- oder Leitungsarten untergebracht werden,
beispielsweise Rundkabel in der einen Stützvorrichtung
und Flachbandkabel in einer anderen Stützvorrichtung.
In den einzelnen Stützvorrichtungen können auch ver
schiedene Leitungen für unterschiedliche Medien unter
gebracht werden, beispielsweise elektrische Kabel in
einer Stützvorrichtung und Fluidleitungen in einer
anderen Stützvorrichtung.
Claims (17)
1. Leitungsführungsvorrichtung für eine Leitungs
anordnung, die eine hin- und herdrehbare Vorrichtung
(17) mit einer feststehenden Vorrichtung (27) ver
bindet,
gekennzeichnet durch
eine Stützvorrichtung (13; 37; 41) zur Aufnahme und
Führung einer in Wendelform gehaltenen, beim Hin
und Herdrehen der drehbaren Vorrichtung (17) einer
Wendeldurchmesseränderung unterliegenden Leitungs
anordnung (11; 55), wobei die Stützvorrichtung (13;
37; 41) der Leitungsanordnung (11; 55) derartige
Wendeldurchmesseränderungen ermöglicht und sie die
Leitungsanordnung (11; 55) bei allen auftretenden
Wendeldurchmessern in Wendelform hält.
2. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützvorrichtung mindestens zwei Halteein
richtung aufweist, die vorzugsweise gleichmäßig um
den Wendelumfang verteilt sind, sich je im Bereich
des Wendelumfangs parallel zur Wendelachse und im
wesentlichen über die gesamte axiale Wendellänge er
strecken und je im wesentlichen alle Wendellagen der
Leitungsanordnung aufnehmen.
3. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Halteeinrichtungen als Sprossen
leiter (13) ausgebildet ist, deren Sprossenzwischen
räume (21) für die Aufnahme der einzelnen Wendellagen
der Leitungsanordnung (11; 55) vorgesehen sind.
4. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitersprossen (19) eine Breite haben, die
eine ausreichende Änderung des Wendeldurchmessers
ermöglicht.
5. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite der Leitersprossen (19) im wesentlichen
dem Querschnitt der Leitungsanordnung (11; 55) ent
spricht und die Sprossenleiter (13) genügend weit
in Radialrichtung der Wendel verfahrbar ist, um eine
ausreichende Änderung des Wendeldurchmesser zu ermög
lichen.
6. Leitungsführungsvorrichtung nach mindestens einem
der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß um den Wendelumfang mehrere Sprossenleitern (13)
angeordnet sind, deren zur selben Wendellage gehörende
Sprossen (19) der Wendelsteigung entsprechend in
Wendelachsenrichtung gegeneinander versetzt sind.
7. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Halteeinrichtungen einen Rahmen (37) aufweist, der in Radialrichtung der Wendel eine dem Querschnitt der Leitungsanordnung (11; 55) entsprechende Breite aufweist und in Axial richtung der Wendel eine Schichtung mehrerer, vorzugs weise aller Wendellagen in gegenseitiger Berührung ermöglicht,
und daß der Rahmen (37) in Radialrichtung der Wendel soweit verfahrbar ist, daß er eine ausreichende Änderung des Wendeldurchmessers erlaubt.
daß mindestens eine der Halteeinrichtungen einen Rahmen (37) aufweist, der in Radialrichtung der Wendel eine dem Querschnitt der Leitungsanordnung (11; 55) entsprechende Breite aufweist und in Axial richtung der Wendel eine Schichtung mehrerer, vorzugs weise aller Wendellagen in gegenseitiger Berührung ermöglicht,
und daß der Rahmen (37) in Radialrichtung der Wendel soweit verfahrbar ist, daß er eine ausreichende Änderung des Wendeldurchmessers erlaubt.
8. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Halteeinrichtungen eine der
Anzahl der Wendellagen entsprechende Anzahl von dem
Querschnitt der Leitungsanordnung (11; 55) im wesent
lichen angepaßten ring-, rohr- oder rahmenförmigen
Führungselementen (41) aufweist, die mittels einer
sich parallel zur Wendelachse erstreckenden Halterungs
anordnung (39; 49; 47; 51) in einem dem Abstand be
nachbarter Wendellagen entsprechenden Abstand gehalten
werden.
9. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichent,
daß die Halterungsanordnung durch einen starren
Haltekörper (39) gebildet ist, der in Radialrichtung
der Wendel soweit verfahrbar ist, daß er eine aus
reichende Änderung des Wendeldurchmessers ermöglicht.
10. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Halteeinrichtungen mit je einem starren
Haltekörper (39) und daran angeordneten Führungs
elementen (41) vorgesehen sind, wobei derselben Wendel
lage zugeordnete Führungselemente (41) verschiedener
Halteeinrichtungen der Wendelsteigung entsprechend in
Axialrichtung der Wendel zueinander versetzt sind.
11. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 8
oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungsanordnung eine elastische Auslenkung
der Führungselemente (41) in Radialrichtung der Wendel
erlaubt, um eine ausreichende Änderung des Wendel
durchmessers zu ermöglichen (Figs. 5a, 5c, 5b).
12. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Führungselemente (41) mittels Feder
elementen (47, 51) miteinander und/oder mit einer
ortsfesten starren Vorrichtung (49) verbunden sind.
13. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützvorrichtung einen ringzylindrischen
Haltekörper aufweist, der zwischen einer Innenzylinder
wand und einer Außenzylinderwand eine wendelförmig
umlaufende Rampe mit einer der Steigung der Leitungs
anordnungswendel entsprechenden Steigung aufweist,
wobei die Innenzylinderwand und die Außenzylinder
wand einen radialen Abstand voneinander haben, der eine
ausreichende Veränderung des Durchmessers der Leitungs
anordnungswendel erlaubt.
14. Leitungsführungsvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der ringzylindrische Haltekörper auf der Seite der
drehbaren Vorrichtung (17) mit einem mit der dreh
baren Vorrichtung (17) mitdrehenden Deckel versehen ist,
durch den die Leitungsanordnung (11; 55) hindurchführ
bar ist.
15. Leitungsführungsvorrichtung nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Führung mehrerer Leitungsanordnungen mehrere
Stützvorrichtungen konzentrisch zueinander angeordnet
sind, die zum Stützen und Führen je einer von mehreren
zueinander konzentrischen Leitungsanordnungswendeln
vorgesehen sind (Figs. 7 und 8).
16. Leitungsführungsvorrichtung nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Leitungsanordnung durch ein
elektrisches Rund- oder Flachbandkabel (11 bzw. 55)
gebildet ist.
17. Leitungsführungsvorrichtung nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 16
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei Leitungsanordnungswendeln kaskaden
artig in Axialrichtung in Reihe geschaltet sind und
mittels eines Antriebs bei einer Drehung der drehbaren
Vorrichtung (17) mit in einem vorbestimmten Verhältnis
stehenden unterschiedlichen Umdrehungsgeschwindigkeiten
hin- oder hergedreht werden, und zwar mit abnehmender
Umdrehungsgeschwindigkeit von der mit der drehbaren
Vorrichtung (17) verbundenen Leitungsanordnungswendel
zu der mit der feststehenden Vorrichtung (27) verbundenen
Leitungsanordnungswendel.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904018435 DE4018435A1 (de) | 1990-06-08 | 1990-06-08 | Leitungsfuehrungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904018435 DE4018435A1 (de) | 1990-06-08 | 1990-06-08 | Leitungsfuehrungsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4018435A1 true DE4018435A1 (de) | 1991-12-12 |
Family
ID=6408072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904018435 Ceased DE4018435A1 (de) | 1990-06-08 | 1990-06-08 | Leitungsfuehrungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4018435A1 (de) |
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