DE4016112C2 - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
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- B22D47/00—Casting plants
- B22D47/02—Casting plants for both moulding and casting
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
- Control Of Conveyors (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine automatische Gießereianlage nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Um den Anforderungen an hohe Produktivität und wirtschaftliche
Fertigung gerecht zu werden, besteht bei derartigen
Gießereianlagen vielfach die Notwendigkeit, den Fertigungsprozeß
möglichst weitgehend zu automatisieren. Hierbei findet
auch zunehmend die elektronische Datenverarbeitung Anwendung.
Eine Gießereianlage der eingangs genannten Art ist aus der
US-PS 42 24 979 bekannt. Dort werden die Sandformen nach
Durchfahren der Gießstation auf einem in der Gießereihalle
serpentinenartig geführten Zwischenförderer weitergefördert,
um in einer ersten Auskühlphase so lange abkühlen zu können,
bis sie in Container umgelagert und auf weiteren Zwischenförderern
in der Form von selbstfahrenden Wagen in Parkstraßen
zur weiteren Abkühlung gefahren werden. Dabei werden
Position, Geschwindigkeit und Wartezeit der Containerwagen
in einen Rechner eingegeben bzw. von diesem gesteuert.
Problematisch ist dort jedoch, daß aufgrund der vorgegebenen
Fördergeschwindigkeit des an die Gießstation anschließenden,
serpentinenartigen Zwischenförderers relativ lange Förderstrecken
erforderlich sind, um die erforderlichen Abkühlzeiten
zu erreichen, und daß hierzu häufig nicht der erforderliche
Raum zur Verfügung steht.
Aus der CH-PS 6 41 987 ist es bekannt, Formen mit codierten
Nummern zu versehen, die an der Gießstation zusammen mit der
Chargennummer erfaßt und in einen Rechner eingegeben werden.
Mittels eines ortsfesten Lesegeräts kann die Position jeder
Gießform ermittelt werden. Der Rechner entscheidet dann in
Abhängigkeit von den Eingabewerten aus einer Probeentnahmestelle
und aus dem Labor, ob die Gießform in Ordnung ist
oder auf ein Ausschußgleis gefahren werden soll.
Bei einer aus der DD-PS 2 03 834 bekannten Gießereianlage
wird die Gießstation in der Weise gesteuert, daß beispielsweise
ein Modellwechsel oder Ausschuß in der Formstation in
einen Rechner eingegeben wird und die entsprechenden Daten
synchron mit dem Takt der Formbewegung an die Gießstation
übermittel werden. Dort werden diesen Daten Gießparameter
zugeordnet, die als Steuersignale für die Gießstation benutzt
werden, damit ein fehlerfreier Gießvorgang sichergestellt
und vermieden wird, daß ein Eingießen in fehlerhafte
Sandformen erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine automatisierte
Gießereianlage der eingangs genannten Art zu schaffen,
die einen möglichst geringen Platzbedarf aufweist und dabei
die Anzahl nicht zum Gießen verwendeter Formen weitgehend
reduziert.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß die Merkmale
des Anspruchs 1 vorgesehen.
Aufgrund der Ausbildung der beiden Zwischenförderer als quer
zur Förderrichtung verschiebbare Verschiebeförderer können
die erforderlichen Abkühlzeiten für die mit Metallschmelze
gefüllten Sandformen auch ohne lange Förderstrecken sichergestellt
werden, da die Sandformen unmittelbar nach der Gießstation
seitlich verschoben und dort in einer Parkposition
abgestellt werden. Dort verbleiben die Sandformen so lange,
bis sie die gewünschte Temperatur erreicht haben und zur
Entformstation weiter gefördert werden.
Durch die Parameter-Aufzeichnungseinheit, die Rechnereinheit
und die Steuereinheit kann der Zeitpunkt für die Querbewegung
des mit dem Formenförderer ausgerichteten Verschiebeförderers
in solcher Weise berechnet werden, daß das Risiko,
durch die Querverschiebung Formen zu öffnen oder zu beschädigen,
die sich im Übergangsbereich zwischenk dem Formförderer
und dem Verschiebebeförderer befinden, sehr klein ist. Dies
ist insbesondere bei Formen mit noch nicht gehärtetem Inhalt
von großer Wichtigkeit, da hierdurch ein Auslaufen der
Metallschmelze und eine damit verbundene Unterbrechung des
Betriebs vermieden werden kann.
Eine weitere Sicherheitsmaßnahme gegen die Beschädigung von
Formen im Übergangsbereich zwischen dem Formförderer und dem
Verschiebeförderer wird durch die vorteilhafte Weiterbildung
nach Anspruch 2 erreicht, bei der vor der Querbewegung des
Verschiebeförderers zwischen der auf dem Formförderer liegenden
vordersten Form und der zuletzt auf den Verschiebeförderer
übergebenen Form ein zusätzlicher Abstand eingehalten
wird.
Aufgrund der Ausbildung nach Anspruch 3 kann auch der Gießvorgang
derart gesteuert werden, daß ein Eingießen von
Metallschmelze in diejenigen Sandformen unterbleibt, die
sich während der Querverschiebung des Verschiebeförderers in
der Nähe des Übergangsbereichs befinden. Im Falle der Verwendung
von Kernen ist es durch die Ansteuerung des Kerneinlegers
möglich, ein unnützes Einsetzen von Kernen in diejenigen
Formen zu vermeiden, die durch das Querverschieben des
Verschiebeförderers geöffnet werden könnten.
Obwohl es möglich ist, die Erfassung der erforderlichen
Parameter und den Aufbau des Steuermittels mit üblichen Verdrahtungen,
Relais, Schützen usw. zu realisieren, wird gemäß
Anspruch 4 bevorzugt eine Rechnereinheit benutzt, die insbesondere
die Speicherung der erfaßten Parameter oder der
daraus erzeugten Steuersignale von dem Zeitpunkt an, in dem
die Erfassung stattfindet, bis zu dem Zeitpunkt in dem die
betreffende Steuerfunktion ausgeführt werden muß, erleichert.
Hierdurch ist auch eine leichte Änderung der verschiedenen
Erfassung- und Steuerfunktionen durch einfaches
Umprogrammieren möglich.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der die einzige Figur eine beispielhafte Aus
führung einer automatischen Gießereianlage erfindungsgemäßer
Art zeigt. Eine derartige Anlage dient zum Gießen von Eisen oder Ei
senlegierungen in Sandformen, welche vor den
einzelnen Gießvorgängen hergestellt, und dann zur Wie
derverwendung des Formsandes zerschlagen und zerstoßen
werden.
Die Gießereian
lage ist in der Zeichnung soweit
wie möglich vereinfacht dargestellt, um das Verständ
nis der betreffenden Steuervorgänge zu
erleichtern.
Der Teil der Anlage, bei dem die tatsächlichen Gieß- und die
dazu nötigen Hilfsvorgänge stattfinden, ist im unteren Teil
der Zeichnung dargestellt und besteht aus
- - einer Formstation 11, in der ein entsprechendes Formmate rial wie Formsand zu Formteilen geformt wird, die von der Formstation 11 an ihrem in der Zeichnung rechten Ende abge geben werden,
- - einem Kerneinleger 13, mit Hilfe dessen ggf. Kerne in die in der Formstation 11 hergestellten Formen eingesetzt werden, bevor die Formen weitergefördert werden zu
- - einem Formförderer 22, der die Formen von der Formstation 11 befördert durch
- - eine Gießstation 21, in der Metallschmelze in grundsätzlich bekannter Art in die Formen eingegossen wird. Die Formen werden dann mit ihrem Inhalt an eingegossenem Metall durch den Formförderer 22 weiter bewegt zu
- - einer Reihe von Verschiebeförderern 31 und 32, bei denen außer der Förderung der Formen in Längsrichtung eine Seitenverschiebung so stattfinden kann, daß entweder der Förderer 31 oder der Förderer 32 die Fortsetzung des Form förderers 22 bildet, um die Ruhezeit der Formen und damit die Abkühlzeit zwischen der Ankunft der Formen an dem Formförderer 22 und ihrer Ablieferung zu verlängern. Diese Ablieferung erfolgt
- - an eine Entformstation 41, in der die Gußteile von den Formen und ggf. den Kernen beispiels weise durch Rütteln in einer Trommel getrennt werden. Vorzugsweise wird hierbei Wasser zugegeben, um Staub zu binden, um eine weitere Abkühlung zu erreichen und nicht zuletzt um einen geeigneten Wasserge halt des Formsandes einzustellen. Der Formsand wird von der Entformstation 41 abgeführt und gelangt dann zu
- - einer Sandbehandlungsstation 46, in der der Formsand zur Wiederverwendung in der Formstation 11 beispiels weise durch Zugabe von neuem Formsand, Bentonit, Kohlen stoffpulver und/oder anderen Bindemitteln und/oder Zusät zen aufbereitet wird.
Wie in der Zeichnung angegeben, werden die fertiggestellten,
abgekühlten und entformten Formteile von der Entformsta
tion 41 an deren in der Zeichnung untersten Ende abgenommen.
In der Zeichnung ist die Beförderung des Metalls durch die
Gießstation 21, den Formförderer 22, den Verschiebeförderer
31 und die Entformstation 41 mit einer Linie angedeutet, die
hier Strich-Punkt-Strich verläuft, d.h. mit einem Punkt zwi
schen den Strichen, während der Kreislauf des Formsandes
durch die Formstation 11, den Formförderer 22, den Verschie
beförderer 31, die Entformstation 41 und die Sandbehandlungs
station 46 durch eine Strich-Punkt-Punkt-Linie, d.h. mit
zwei Punkten zwischen den Strichen, angedeutet ist.
Außer den bereits erwähnten Stationen kann die Anlage noch
eine Sortierstation 47 enthalten, hier als eine "Fußbodenöff
nung" am Zulieferende des Verschiebeförderers 31 darge
stellt, wenn dieser sich in der gestrichelt gezeichneten
Stellung 31′ befindet. Die Sortierstation 47 kann zum Aussor
tieren von Formen mit oder ohne Gußmetall in ihrem Inneren
benutzt werden, die aus irgendeinem Grund nicht zu der Ent
formstation 41 gelangen sollen.
Zusätzlich umfaßt die gezeigte Anlage Dosierungseinheiten
für Wasser, neuen Formsand, Binder usw. in Form
- - einer Wasserdosierungseinheit 42, die ausgelegt ist zur Zuführung von Wasser durch ein Wasserdosierungsrohr 4241 zu der Entformstation 41 (wie sich aus der Zeichnung ergibt, sind die Bezugszeichen für die Rohre oder Leitun gen zwischen verschiedenen Einheiten so festgelegt, daß die ersten beiden Ziffern identisch mit dem Bezugszeichen der Einheit sind, von der die jeweils zutreffende Funktion oder Strömung herkommt, während die letzten beiden Ziffern den Bezugszeichen der Einheit entsprechen, die den jeweili gen Strom oder die jeweilige Funktion erhält),
- - eine Frischsanddosierungseinheit 43, die zum Zuführen von fri schem Formsand durch ein Frischsandrohr 4346 zu der Sandbe handlungsstation 46 dient,
- - eine Binderdosierungseinheit 44, die zum Zuführen von Binder durch ein Binderrohr 4446 zur Sandbehandlungsstation 46 dient, und
- - eine Zusatzdosierungseinheit 45, ausgelegt zur Zuführung von weiteren Zusätzen durch ein Zusatzrohr 4546 zur Sandbe handlungsstation 46.
Alle Dosierungseinheiten 42-45 sind zur Steuerung durch
eine Steuereinheit 53 ausgelegt und werden
über jeweilige Steu
erleitung 5342 bis 5345 angesteuert, wie nachfolgend erklärt
wird.
Die Ausrüstung zur Ausführung der automatischen Kontrollfunktionen
enthält außer Füh
lern oder Sensoren, Steuerwandlern usw., die hier nicht dar
gestellt sind, in den verschiedenen Stationen oder Einheiten
- - eine Parameter-Aufzeichnungseinheit 51,
- - eine Rechnereinheit 52,
- - die bereits erwähnte Steuereinheit 53,
- - eine Dateneingabeeinheit 54, und
- - eine Datenanzeigeeinheit 55.
Die Einheiten 51 bis 55 können in einer an sich prinzipiell
bekannten Weise als Computer mit Tastenfeld, Monitor
usw. verwirklicht sein, bei dem die verschiedenen, hier be
schriebenen Funktionen mehr oder weniger in der Hardware in
tegriert sind, oder sie können in anderer Weise als eben be
schrieben unterteilt sein, ohne daß sich dadurch irgendeine
Änderung der Gesamtfunktion ergibt.
Die Parameter-Aufzeichnungseinheit 51 kann Eingangsdaten als
Signale von
- - der Formstation 11 durch eine Parameterleitung 1151,
- - dem Kerneinleger 13 durch eine Parameterleitung 1351,
- - der Gießstation 21 durch eine Parameterleitung 2151 und
- - der Dateneingabeeinheit 54 durch eine Eingangsdatenlei tung 5451 erhalten.
Zusätzlich ist die Parameter-Aufzeichnungseinheit 51 dazu
einsetzbar, Signale in Form von Ausgangsdaten an die Rechner
einheit 52 abzugeben.
Die Rechnereinheit 52 ist, wie bereits angedeutet, ausge
legt,
- - Eingangsdatensignale von der Parameter-Aufzeichnungsein heit 51 zu erhalten,
- - Ausgangsdaten in Form von Vielfach-Steuersignalen an die Steuereinheit 53 auszugeben, und
- - entsprechende, für die Bedienungsperson bestimmte Daten über eine Datenleitung 5255 zur Datenanzeigeeinheit 55 auszuge ben.
Die Steuereinheit 53 ist dazu ausgelegt,
- - in der erwähnten Weise Mehrfachsteuersignale von der Rech nereinheit 52 zu erhalten, und
- - Steuersignale in folgender Weise auszugeben:
- - durch eine Steuerleitung 5321 zur Gießstation 21,
- - über eine oder mehrere Steuerleitungen 5331, 5332 und ggf. 5331′ zu den Verschiebeförderern 31 und 32,
- - über eine Steuerleitung 5347 zur Sortierstation 47,
- - durch die Steuerleitung 5342 zur Wasserdosiereinheit 42,
- - durch die Steuerleitung 5343 zu der Frischsanddosierungsein heit 43,
- - durch die Steuerleitung 5344 zu der Binderdosierungsein heit 44, und
- - durch die Steuerleitung 5345 zu der Zusatzdosierungsein heit 45.
Die Anlage kann ferner eine Anzahl von Leitungen
zur Sammlung oder Weiterleitung von Parametern und
weitere, nicht dargestellte Leitungen enthalten,
die sich auf andere Funktionen als die durch die vorliegende
Erfindung behandelten beziehen.
Um ein optimales Gießen in der Gießstation 21 zu erreichen,
ist es notwendig, daß die zum Steuern dieser Station benutz
ten Signale mindestens Daten mit folgenden
Informationen enthalten:
- - die Art der Form, die von der Formstation 11 angeliefert wird,
- - ob der Kerneinleger 13 die erforderlichen Kerne in die betreffende Form eingesetzt hat,
- - ob die Form die erforderliche Gießfestigkeit besitzt, und
- - ob die Form auch in anderer Hinsicht als der der Festig keit zum Eingießen geeignet und bereit ist.
Mittels (nicht dargestellter) Sensoren in der Formstation 11
und dem Kerneinleger 13 werden Signale erzeugt, die den erwähn
ten Daten entsprechen. Diese Signale werden über die Pa
rameterleitungen 1151 bzw. 1351 zur Parameteraufzeichnungs
einheit 51 übertragen. Die sich auf eine bestimmte Form be
ziehenden Daten werden in einer Datenaufzeichnung gesammelt,
die über entsprechende Schaltungen und/oder Programme in den
Einheiten 51, 52 und ggf. 53 die einzel
nen Formen auf ihrem Weg durch die Anlage von der Formsta
tion 11 bis zur Entformstation 41 begleitet.
Die genannten Daten, die in der Parameteraufzeichnungssta
tion 51 angelangt sind, werden zu der Rechnereinheit 52 wei
tergegeben, in der sie zu Mehrfachsteuersignalen der erwähn
ten Art gewandelt werden, die wiederum zur Steuereinheit 53
übertragen werden; diese steuern dann aufgrund der Teilda
ten, die sich auf die Steuerung der Gießstation 21, bezie
hen, die Funktion dieser Station über die Steuerleitung
5321. Durch diese Steuerung kann beispielsweise
- - der Auslaß für Metallschmelze in der Gießstation 21 in eine Lage bewegt werden, die der errechneten Lage des Ein lasses (Eingusses) der Form entspricht, die sich in diesem Moment unter dem Auslaß befindet,
- - den Metallschmelzenauslaß in der Gießstation 21 sperren, falls die betreffenden Daten Informationen enthalten, daß ein erforderlicher Kern nicht eingelegt wurde, daß die Form nicht die erforderliche Festigkeit besitzt und/oder daß die Form irgendwie unvollständig ist, so daß nicht in die betreffende Form eingegossen wird.
Die Bedienungsperson kann auch, wenn eine oder mehrere
Formen sichtbare Zeichen aufweisen, daß sie zum Gießen ungeeignet sind,
den Metallauslaß in der Gießstation 21 manuell
über die Eingabedateneinheit 54 sperren.
Die einzelnen Datenaufzeichnungen, die bei der Herstellung
und Vorbereitung der einzelnen Formen in der Formstation 11
und ggf. mittels des Kerneinlegers 13 erzeugt werden,
können in einem Register vom FIFO-Puffertyp in geeigneter Weise auf
gezeichnet werden. In diesem Register wird die gesamte Datenschlange je
weils um einen Schritt weiter bewegt, wenn eine neue Da
tenaufzeichnung ankommt, wobei in verschiedenen Stellungen
längs der Datenschlange Daten
von bzw. zu den verschiedenen Stationen oder anderen ge
steuerten Einheiten ein- und/oder ausgelesen werden. Auf diese Weise können die verschiede
nen Stationen oder andere gesteuerte Einheiten die verschie
denen Daten exakt in dem Zeitpunkt erhalten, in dem sich die betrof
fene Form oder das betroffene Material dort befindet.
Bei der Parameteraufzeichnungseinheit können Daten
z. B. über die Dateneingabe 54, mit
Informationen über z. B. die gerade bei der Gießstation 21 be
nutzte Metall-Legierungscharge eingelesen werden. In diesem
Fall können (nicht dargestellte) Mittel vorgesehen sein, um
jede Form mit einer dieser Information entsprechenden Markie
rung zu versehen, so daß in späteren Arbeitsschritten
festgestellt werden kann, von welcher Charge das Gußteil
stammt. Die Markierung kann an
der Form selbst als sichtbare oder maschinenlesbare Markie
rung (z.B. in Strichkode) angebracht werden, oder es kann
stattdessen oder zusätzlich eine Markierung in der die entsprechende Form betreffenden Da
tenaufzeichnung vorgesehen werden, um in späteren Arbeitsschritten
Verwendung zu finden. Beispielsweise können hiermit
in der Sortierstation 47
Formen mit einem Gießmetall aussortiert werden, das von einer
Charge hergestellt wurde, die nach Laborun
tersuchungen als für den Zweck ungeeignet befunden wurde.
Um die in der Gießstation 21 mit Metallschmel
ze gefüllten Formen vor der Weiterbeförderung zur Entformstation 41 ausreichend abkühlen zu lassen,
muß eine bestimmte
Zeit verstreichen. Die Geschwindigkeit, mit der die Formen
zu, durch und von der Gießstation befördert werden, ist
jedoch so hoch, daß bei einer Weiterförderung dieser Formen
geradewegs zur Entformstation 41 eine Förderlänge erforder
lich wäre, die nur schwierig oder unmöglich in einer beste
henden Gießereihalle verwirklicht werden könnte. Um die Gesamt
länge der Anlage zu verringern, wird deshalb der Förderab
stand von der Gießstation 21 zur Entformstation 41
in verschiedene (in der gezeigten Anlage zwei) nebeneinan
der gelegene Verschiebeförderer 31 und 32 aufgeteilt. Diese sind so angeordnet,
daß dann, wenn der mit dem Formförderer 22 ausgerichte
te Förderer gefüllt ist, dieser durch den anderen Förderer
ersetzt und gleichzeitig angehalten wird, während der andere
Förderer gestartet wird. Auf diese Weise haben die auf dem
"weggeschobenen" Verschiebeförderer stehenden Formen genü
gend Zeit zum Abkühlen, während neue Formen dem anderen, nun
mit dem Formförderer 42 ausgerichteten Förderer zugeführt
werden. Wenn der andere Förderer aufgefüllt ist (oder ggf.
schon früher) werden die beiden Förderer 31 und 32 wieder
verschoben, so daß die abgekühlten Formen auf dem ersterwähn
ten Förderer zur Entformstation 41 und neue
heiße Formen von dem Formförderer 22 wieder auf diesen Förde
rer geleitet werden.
Bisher wurde dieses Verschieben zwischen den verschiedenen
Verschiebeförderern von Hand oder halbautomatisch gesteuert.
Dabei mußte der Gießvorgang bei
einer Anzahl von Formen unterbrochen werden, die sich zum
Zeitpunkt der Verschiebung in der Nähe der Übergangsstelle
zwischen dem Formförderer 22 und dem jeweils ausgerichteten
Verschiebeförderer 31 bzw. 32 befanden, was
eine beträchtliche Verschwendung von
Formsand und wertvoller Produktionszeit zur Folge
hatte. Dieses Problem ist durch die Rechnereinheit 52
gelöst worden, die mit Hilfe von Daten, die sich auf die sum
mierte Abmessung der Formen in Laufrichtung beziehen, einen
entsprechenden Zeitpunkt zur Einleitung der Bewe
gung der Schiebeförderer 31 und 32 festsetzt, bei dem keine Formen an
der Übergangsstelle selbst vorhanden sind. Die dafür notwen
dige Steuerung findet in der Steuereinheit 53 und über die
Steuerleitungen 5331 und 5332 zu den Verschiebeförderern 31
bzw. 32 statt.
Aus verschiedenen Gründen kann es wünschenswert sein, einen
bestimmten Zwischenraum zwischen der Form zu schaffen, die
am Abgabeende des Formförderers 22 steht und der Form, die
am Eingabeende des jeweils vorhandenen Verschiebeförderers
31 oder 32 steht, bevor die seitliche Verschiebung der Förde
rer eingeleitet wird. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die einzelnen in
der Formstation 11 erzeugten Formen keine unabhängigen For
men sind, sondern jeweils eine rückwärts gewendete Formhälf
te umfassen, die an eine vorwärts gewendete Formhälfte am
nächsten Formblock zur Bildung des Formhohlraums angepaßt
ist.
In solchen Fällen be
steht eine entsprechende Steuerfunktion darin, daß der Kerneinle
ger 13 das Einlegen von einigen Kernen unterläßt
und die Gießstation das Eingießen in die auf diese
Weise ungeeigneten Formhohlräume unterbricht.
All dies ist durch Daten-Ein
gabe und -Ausgabe von bzw. zu den sich auf die entsprechenden Formen beziehenden Datenaufzeichnungen realisierbar,
wenn diese in der
Datenschlange entsprechend der betroffenen Station angeord
net sind, bzw. in der Übergangszone zwischen dem Formförde
rer 22 und dem Verschiebeförderer 31 bzw. 32.
Wie bereits angeführt, kann die Wasserdosiereinheit 42
durch die Steuereinheit 53 gesteuert werden, um das ent
sprechende Wasservolumen zu irgendeinem Zeitpunkt zur Entformstation
41 zu leiten und sicherzustellen, daß der die
Entformstation 41 verlassende Formsand im Übergang zur Sand
behandlungsstation 46 und von da zurück zur Formstation 11
den richtigen Wassergehalt hat. Die Wichtigkeit dieser Tatsa
che ist dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannt. Wie oben erwähnt,
können zusätzlich die Dosiereinheiten 43 bis 45
durch die Steuereinheit 53 gesteuert
werden, um frischen Formsand, Binder bzw.
Zusätze, zur Sandbehandlungsstation 46 zuzuführen, in der die
hinzugefügten Bestandteile mit dem "alten" Formsand gemischt
werden. Die Gesamtmenge wird dann zur Formstation 11 zur
Wiederverwendung bei der Herstellung neuer Formen zurückge
führt.
Die neuen, in der Formstation 11 hergestellten Formen enthalten
deshalb zusätzlich zum originalen Formsand eine bestimmte
Menge Wasser und bestimmte Anteile von neuem Formsand, Bin
der bzw. Zusätzen, die insgesamt notwendig sind,
um verbrauchten Formsand zu ersetzen,
die Formen ausreichend zu verfestigen und den Vor
gang zu beeinflussen, bei dem die Metallschmelze die Wände
des Formhohlraums berührt, z.B. um die Oberfläche von Gieß
teilen zu beeinflussen oder ein gutes Formtrennen oder
-lösen zu erreichen.
Die durch die eingegossene Metallschmelze auf die Form übertrage
ne Wärme läßt eine bestimmte Wassermenge
verdampfen. Diese Verdampfung findet nicht statt,
wenn aus irgendeinem Grund
kein Metalleingießen in den betroffenen Formhohl
raum erfolgt.
Um sicherzustellen, daß die an der Entformstation 41 zudo
sierte Wassermenge jederzeit so genau wie möglich dem aktuel
len Bedürfnis entspricht, sendet die Gießstation 21
Informationen durch die Parameterleitung 2151
- - ob die betroffene Form mit Metallschmelze verse hen wurde, und
- - wie hoch das Gewicht der Form, das Gewicht oder die Temperatur des eingegossenen Metalls usw. sind.
Diese Informationen werden dann, in gleicher Weise wie bereits
beschrieben, in die der betreffenden Form zugeordnete Daten
aufzeichnung aufgenommen, und steuern bei Erreichen derjenigen Stelle der
"Schlange", die der Entformstation 41 entspricht, die Wasser
dosiereinheit 42 entsprechend. Auch dieser Steu
ervorgang kann selbstverständlich durch Eingabe entsprechen
der Daten über die Dateneingabeeinheit 54 beeinflußt werden.
Die Steuerung der Dosiereinheiten 43 bis 45 kann in gleicher
Weise stattfinden und in dem Ausmaß, in dem es möglich ist,
die wichtigen Parameter für die verschiedenen Dosierungen zu erfas
sen. Sofern das Erfassen solcher Parameter nicht möglich ist,
muß die Steuerung empirisch ausgeführt werden, z. B. durch An
fertigen von Laboruntersuchungen von Formsandproben an ir
gendeiner Stelle im Sandkreislauf, welche als Grundlagen für
Steuerdaten dienen, die wieder in die Dateneingabeeinheit
54 eingegeben werden. Es ist jedoch offensichtlich, daß ins
besondere die Dosierung von Binder (Dosierungseinheit 44)
und Zusätzen (Dosierungseinheit 45) für jede Form von der
verwendeten Menge von Formsand abhängt, so daß die relevan
ten Daten von der Formstation 11 beim Steuern
dieser Dosierungen verwendet werden können.
Claims (5)
1. Automatisierte Gießereianlage des Typs mit:
- a) einer Formstation (11) zur Herstellung und Vorbereitung von Formen,
- b) einem an die Formstation (11) anschließenden Formförderer (22) zum Fördern der in der Formstation (11) hergestellten und vorbereiteten Formen,
- c) einer am Ende des Formförderers (22) angeordneten Gießstation (21), in der Metallschmelze in die auf dem Formförderer (22) befindlichen Formen gegossen wird,
- d) mindestens zwei Zwischenförderern, von denen einer eine Fortsetzung des Formförderers (22) bildet und die auf diesem Formförderer (22) beförderten Formen übernehmen kann, und
- e) einer Entformstation (41), der die Formen von einem Zwischenförderer zugeführt werden und in der die Formen, Gußteile und ggf. Kerne voneinander getrennt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
- f) die beiden Zwischenförderer als quer zur Förderrichtung verschiebbare Verschiebeförderer (30, 31) ausgebildet sind, und
- g) eine Parameter-Aufzeichnungseinheit (51), eine Rechnereinheit (52) und eine Steuereinheit (53) vorgesehen sind, um mindestens
- g1) eine Information über die Gesamtlänge der auf dem Formförderer (22) seit dem letzten Querverschieben der Verschiebeförderer (31, 32) durchgelaufenen Formen zu empfangen, und
- g2) in Abhängigkeit dieser Information die Verschiebeförderer (31, 32) so zu steuern, daß dann, wenn die Formen auf dem mit dem Formförderer (22) ausgerichteten Verschiebeförderer (31 oder 32) eine vorbestimmte Länge erreicht haben, der Verschiebeförderer in Querrichtung verschoben und durch einen anderen Verschiebeförderer (32 oder 31) ersetzt wird.
2. Gießereianlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Parameter-Aufzeichnungseinheit (51), die Rechnereinheit
(52) und die Steuereinheit (53) den sich an den
Formförderer (22) anschließend und mit diesem ausgerichteten
Verschiebeförderer (31 oder 32) derart ansteuern,
daß dieser eine besondere Förderbewegung vor
der Einleitung der Querverschiebung ausführt.
3. Gießereianlage nach Anspruch 1 oder 2 zum Gießen in
Formen, deren in Förderrichtung hinterster Formabschnitt
mit dem in gleicher Richtung vordersten Formabschnitt
zur Bildung eines Formhohlraums zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Parameter-Aufzeichnungseinheit (51), die Rechnereinheit
(52) und die Steuereinheit (53).
- a) die Gießstation (21) steuern, um das Eingießen in Formhohlräume zu unterbinden, bei denen die hinteren und vorderen Formabschnitte durch die Querverschiebung der Verschiebeförderer (31, 32) voneinander entfernt werden, und
- b) gegebenenfalls einen Kerneinlegemittel (13) steuern, um das Einlegen von Kernen in diese Formhohlräume und/oder in die Formabschnitte zu unterbinden.
4. Gießereianlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die Parameter-Aufzeichnungseinheit (51) die aufgezeichneten Parameter in Informationssignalgruppen überführt, beispielsweise in Form von Datenaufzeichnungen, von denen jede mittels der Rechnereinheit (52) den einzelnen Formen zugeordnet wird, auf die sich die betreffenden Parameter beziehen, und
- b) die den Arbeitsstationen zugeordnete Steuereinheit (53) die in den Informationssignalgruppen enthaltenen Parametersignale als Steuersignale benutzt.
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