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Beschreibung
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Titel: (technische Bezeichnung) Verfahren und Maschine für das Abtrennen
des Gießsystems von Gußstücken, Anwendungsgebiet: (Wiedergabe des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1) Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zum Abtrennen
des Gießsystems von Gußstücken, die in Fließarbeit auf Formanlagen hergestellt werden,
insbesondere von Serienteilen aus dem Fahrzeugbau und / oder ähnlichen Teilen aller
vergleichbaren Sparten.
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Zweck: Bei einem derartigen Abtrennen des Gießsystems von den Gußstücken
kommt es darauf an diese so zu behandeln, daß keine Rißbildung, Deformierung oder
sogar Bruch eintreten. Die Zeit für den Abtrennvorgang muß unterhalb der von der
Formanlage vorgegebenen Taktzeit minus der Bewegungszeit der Anlage von einem Takt
zum anderen liegen. Hierbei können es auch nach Form und Größe mehrere und verschiedene
Gußstücke je Takt sein.
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Menschliche Arbeitskraft soll nicht beansprucht werden wegen Befreiung
von schwerer körperlicher Anstrengung, lästigen Umwelteinflüssen wie Hitze und Staub
sowie Monotonie am Arbeitsplatz.
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Durch Rationalisierung der Produktion soll die Produktivität erhöht
werden.
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Beschreibung Stand der Technik: Es ist bekannt, zur Erfüllung dieser
Erfordernisse das Gießsystem bzw. die Reste des Gießsystems nach dem Ausleeren mit
Vorschlaghämmern oder Handhämmern von geeigneter Größe durch gezielte Schläge in
eine bestimmte Richtung die möglichst optimal Rißbildung, Deformierung oder sogar
Bruch verhindern, abzuschlagen. Diese Tätigkeit wird durch eine Gruppe von Arbeitskräften
durchgeführt, deren Größe von der jeweiligen Formanlagenleistung bestimmt wird.
Hierbei wird innerhalb der Gruppe die Arbeit noch einmal aufgeteilt in Transportarbeiten
und Abschlagen des Gießsystems. Besonders größere Gußstücke müssen mit Hebezeugen
vom Plattenband nach der Ausleerung auf einen anliegenden Abschlagplatz gehoben
werden, auf dem dann mit Vorschlaghämmern die Abtrennung des Gießsystems erfolgt.
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Anschließend gelangen die Gußstücke zum Gebläse, während die abgeschlagenen
Reste des Gießsystems in Spezialbehältern wieder der Schmelzanlage zugeführt werden.
Ferner ist eine Beseitigung des Altformsandes, der mit den größeren Gußstücken auf
die Abschlagstelle kommt, notwendig.
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Bei Gußstücken von bestimmter Formgebung, die wegen größerer Empfindlichkeit
ein Abschlagen mit dem Vorschlaghammer nicht zulassen, ist ein Abtrennen des Gießsystems
unter geeigneten Pressen oder an besonderen Abtrennmaschinen erforderlich.
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Ein weiteres Verfahren ist das Abschießen des Gießsystems mit Hilfe
einer Pistole.
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Diese hat etwa die Form eines Drucklufthammers und ist mit einer bestimmten
Anzahl von Patronen geladen, deren Stärke der jeweiligen Größe der abzutrennenden
Angüsse oder Steiger entspricht.
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Beschreibung: Kritik des Standes der Technik: Diesen angegebenen Verfahren
haften folgende Mängel an: Die Arbeit ist vollständig oder zum größten Teil manuell.
Sie ist körperlich schwer und gesundheitsschädlich. Auch ist Unfallgefahr durch
abgeschlagene Teile des Gießsystems in der dicht zusammenarbeitenden Gruppe dauernd
gegeben.
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Trotz aller eingehaltenen Vorsicht besteht ständig die Möglichkeit,
daß das Gußstück beschädigt, ja sogar durch Bruch zerstört werden kann. Gußstücke,
die nicht unmittelbar hinter der Ausschlagstelle aus bestimmten Gründen abgeschlagen
werden können, müssen an einen anderen Arbeitsplatz zu einer geeigneten Abtrennmaschine
transportiert werden.
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Dadurch entstehen Zeitverluste und zusätzliche Transportkosten.
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Aufgabe: Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die kraftraubende
manuelle und gesundheitsschädliche Arbeit maschinell zu ersetzen. Die Gefahr der
Beschädigung des Gußstückes oder sogar des vollständigen Bruches ist ganz auszuschalten.
Erzielung von Zeit- und Kosteneinsparung durch Wegfall des umständlichen Transportes
bestimmter Gußstücke mit ihren Gießsystemen zu anderen Arbeitsplätzen. Aus Gründen
der Rationalisierung soll die Produktivität wesentlich gesteigert werden.
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Lösung: (Wiedergabe des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1) Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gießsystem in der
letzten Taktstelle vor der Ausleerung, also noch vollständig im Formkasten im ausreichend
abgekühlten Zustand durch eine elektronisch gesteuerte, hydraulische Abstütz- und
Abtrenn-
Beschreibung.
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Lösung: (Wiedergabe des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1) maschine vom Gußstück bzw. den Gußstücken getrennt wird.
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Die gesamte Abtrennmaschine besteht jeweils für Unter- und Oberkasten
aus einem im rechteckigen System, entsprechend der Kastengröße der Formanlage, von
möglichst dicht nebeneinander angeordneten Zylindern, die nach der speziellen Charakteristik
des vorhandenen Gießsystems mit den Gußstücken die Aufgabe des Abstützens oder des
Abtrennens übernehmen.
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Die Steuerung dieser Zylinder erfolgt elektronisch durch eine Steckkarte
mit dem Modul für die jeweilige Charakteristik von Gießsystem und Gußstücken eines
bestimmten Kastens. Diese wird gleich an der Formmaschine der Anlage beim Einwechseln
der Modellplatten des Unter- und Oberkastens für die nächste Losgröße zugeschaltet
und kommt nach der Anzahl der Takte von der Formmaschine über die Gießstelle und
Kühlstrecke zur Abtrennmaschine vor der Ausschlagstelle zur Wirkung.
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Bei mehreren Formmaschinen einer Anlage muß auch die Lage der einzelnen
Formmaschine im Modul der Steckkarte wegen der unterschiedlichen Anzahl der Takte
bis zur Abtrennmaschine berücksichtigt werden.
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Der Modul einer Steckkarte steuert die für die Abstützung und Ab
trennung bestimmten Zylinder über eine Hydraulik nach Weglänge und Zeit sowie den
Aufgaben Abstützen der Gußstücke und Abtrennen des Gießsystems.
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Jeder Zylinder besitzt eine ballige Stirnfläche um beim Abstützen
des Gußstückes im Unter- und Oberkasten diese an seiner Oberfläche vor Eindrücken
mehr zu schonen. Außerdem ist jeder Zylinder mit einer hydraulischen Teleskopfederung
ausgerüstet. Diese
Beschreibung.
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Lösung: (Wiedergabe des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1) berücksichtigt die am Gußstück vorhandenen Unregelmäßigkeiten wie sie zum Beispiel
durch Treiben im Formsand entstehen können. Nach dem die Zylinderstirnfläche den
vorprogrammierten Kontaktpunkt des Gußstückes oder des Gießsystems erreicht hat
wird durch eine elektronische Schaltung über den Modul der Steckkarte die Teleskopfederung
blockiert mit Hilfe eines Leistungstransistors.
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Ferner hat jeder Zylinder auf der entgegengesetzten Seite der balligen
Stirnfläche ein Schlagwerk das in Tätigkeit gesetzt wird, wenn er zum Abtrennen
bestimmt ist.
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Die für das Abstützen und Abtrennen vorgesehenen Zylinder werden gleichzeitig
hydraulisch im Eilgang durch den Formsand des Unter-und Oberkastens gedrückt bis
die Stirnflächen die vorprogrammierten Kontaktpunkte erreichen.
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Um ein Verkanten des Gußstückes und des Gießsystems durch die ungleich
langen Wege von der Ausgangslage bis zu den Kontaktpunkten hin zu verhindern, läßt
man jeden einzelnen Zylinder mit einer entsprechend vorprogrammierten Geschwindigkeit
gleichzeitig mit allen Zylindern auf die Kontaktpunkte auftreffen.
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Nach deren Erreichung erfolgt die Blockierung der Teleskopfederungen.
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Während die Abstützzylinder das Gußstück oder die Gußstücke in ihrer
gegossenen Position halten, beginnen die Abtrennzylinder jetzt im Arbeitsgang mit
einem angemessenen wesentlich geringerem Vorschub an allen Kontaktpunkten gleichzeitig
mit dem Abtrennen des ganzen Gießsystems. Hierbei sind ihre Schlagwerke eingeschaltet
um insbesondere bei größeren Querschnitten zum Gußstück hin den Abtrennvorgang wirkungsvoll
zu unterstützen.
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Uber die vorprogrammierten Kontaktpunkte hin-
Beschreibung
-Lösung: (Wiedergabe des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1) aus legen
die Abtrennzylinder noch einen Weg zurück der ausreicht um das Gießsystem vollständig
von den Gußstücken zu trennen.
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Nach der Ab trennung fahren Abstütz- und Abtrennzylinder im Eilgang
in ihre ursprüngliche Ausgangsstellung zurück. Dabei werden die Blockierungen der
Teleskopfederungen wieder aufgehoben.
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Der gesamte Abtrennvorgang muß zeitlich unter der Taktzeit minus der
Bewegungszeit der Formanlage liegen oder darf ihr im höchsten Falle gleich sein.
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Nach der Ab trennung liegen die Gußstücke und das abgetrennte Gießsystem
zusammen im Formkasten und werden im nächsten Takt über der Ausschlagstelle entleert.
Von hier gelangen sie über Plattenbänder zum Gebläse bzw. in Sammelbehältern zur
Schmelzanlage ohne manuelle Bearbeitung.
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Weitere Ausgestaltung der Erfindung: (Wiedergabe des kennzeichnenden
Teils eines Unteranspruchs) Zum Abtrennen des Gießsystems von Gußstücken aus kastenlosen
Gußformen einer Strangformmaschine wird zwischen der Abtrennmaschine vor der Ausschlagstelle
und der nächsten auf der automatischen Sandform-Transporteinrichtung zum Abtrennen
ankommenden Sand form zusätzlich ein Industrieroboter geschaltet.
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Dieser hat die Aufgabe, die mit senkrechter Teilungsnaht gegossene
Sand form ohne Deformation in eine Horizontallage in die Abtrennmaschine zu bringen.
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Ermöglicht wird es dadurch, daß die ankommende Sandform mit Hilfe
des Preßkolbens der Strangformmaschine und durch die automatische Sandform-Transporteinrichtung
in einen vom Roboter senkrecht gehaltenen Rahmen, der am Ende des Sandform-Gleitrostes
aufliegt, hineingeschoben wird.
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Beschreibung Weitere Ausgestaltung der Erfindung: (Wiedergabe des
kennzeichnenden Teils eines Unteranspruchs) Der Innenquerschnitt des Rahmens entspricht
dem Außenquerschnitt der Sand form.
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Das Ende des Sandform-Gleitrostes hat eine Vertiefung von der Stärke
des Rahmens damit bei Rahmenauflage die untere Innenfläche des Rahmens mit der Oberfläche
der Stäbe des Gleitrostes horizontal verläuft.
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Um ein Durchfallen der Sand form aus dem Rahmen beim Schwenken von
der Senkrechten in die Horizontallage zu verhindern, werden von allen vier Innenseiten
des Rahmens Klemmleisten elektromagnetisch, pneumatisch oder hydraulisch gegen die
Außenkontur der Sand form gedrückt. Diese Klemmleisten besitzen einen keilförmigen
Querschnitt um verhältnismäßig leicht genügend tief in die Sandform eindringen zu
können.
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Die so gegen Herausfallen im Rahmen gesicherte Sand form kann nun
vom Roboter in Richtung Abtrennmaschine gezogen, in Horizontalrichtung geschwenkt
und in die Abtrennmaschine geschoben werden.
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Es erfolgt dann die Trennung des Gießsystems von den Gußstücken im
Prinzip wie auf der Formanlage mit Kastenguß. Die elektronische Steuerung der Zylinder
der Abtrennmaschine geschieht ebenfalls durch eine Steckkarte mit dem jeweiligen
Modul für die Charakteristik von Gußstücken und Gießsystem. Sie wird beim Einwechseln
der Modellplatten für die nächste Losgröße unmittelbar an der Strangformmaschine
zugeschaltet.
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Die Anzahl der zu berücksichtigenden Takte, nach der die Steckkarte
an der Abtrennmaschine zur Wirkung kommt, hängt von der Länge des Formstranges und
des Form-Vorschubes einer bestimmten Sandform ab.
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Im Gegensatz zum Kastenguß mit Unter- und Oberkasten befindet sich
jetzt in der Abtrenn-
Beschreibungg Weitere Ausgestaltung der Erfindung:
(Wiedergabe des kennzeichnenden Teils eines Unteranspruchs) maschine nur die in
einen Rahmen geschobene und von Klemmleisten gesicherte, gegossene Sandform. Auf
der Oberseite der Sandform liegen die Gußstücke mit dem Gießsystem frei.
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Um die Lage der Gußstücke mit dem Gießsystem für die Abtrennung zu
sichern, läßt man zuerst die Abstütz- und Abtrennzylinder des Abtrennmaschinen-Oberteiles
die vorprogrammierten Kontaktpunkte gleichzeitig im Eilgang erreichen. Nach der
Blockierung der Teleskopfederungen dieser Zylinder beginnt die Durchdringung der
Abstütz- und Abtrennzylinder des Formsandes von der unteren Seite der Abtrennmaschine
her im Eilgang bis zu den vorprogrammierten Kontaktpunkten. Der hierbei entstehende
Druck auf die Gußstücke mit dem Gießsystem durch die Sand form wird von den Abstütz-
und Abtrennzylindern des Maschinen-Oberteiles aufgefangen.
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Die gleichzeitige Ankunft der Zylinderstirnflächen auf ihre Kontaktpunkte
wird wieder wegen der verschieden langen Wege eines jeden Zylinders mit Hilfe von
vorprogrammierten Geschwindigkeiten für jeden Zylinder erreicht.
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Nach erfolgter Blockierung der Teleskopfederungen sämtlicher Abstütz-
und Abtrennzylinder des Maschinenunterteils beginnt die Ab trennung des Gießsystems
mit Unterstützung der Schlagwerke aller Abtrennzylinder des Unter- und Oberteiles
im Arbeitsgang mit einem angemessenen wesentlich geringerem Vorschub über die Kontaktpunkte
hinaus bis das Gießsystem vollständig von den Gußstücken getrennt ist.
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Im Anschluß daran werden mit dem Rückgang der Zylinder in ihre Ausgangsstellung
auch die Klemmleisten im Rahmen wieder zurückgezogen.
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Gleichzeitig erfolgt die Aufhebung der Blockierungen sämtlicher Teleskopfederungen
der aktiv
Beschreibung.: Weitere Ausgestaltung der Erfindung: (Wiedergabe
des kennzeichnenden Teils eines Unteranspruchs) gewesenen Zylinder.
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Nun schiebt der Roboter den Rahmen mit den Gußstücken und dem abgetrennten
Gießsystem horizontal zur Ausschlagstelle weiter.
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Nach erfolgter Ausleerung zieht und schwenkt er den Rahmen wieder
zurück in die senkrechte Ausgangslage auf die Vertiefung am Ende des Sandform-Gleitrostes.
Der Zeitpunkt des Aufsetzens auf die Vertiefung muß vor, spätestens jedoch gleich
sein mit dem Bewegungsbeginn der nächsten Sand form, damit diese vom Preßkolben
der Strangformmaschine und der automatischen Sandform-Transporteinrichtung hineingeschoben
werden kann.
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Die Gesamtzeit für den Transport mit dem Roboter, das Abtrennen des
Gießsystems und das Ausleeren muß unter bzw. gleich sein mit der Taktzeit der Strangformmaschine
minus der Bewegungszeit der automatischen Sandform-Transporteinrichtung.
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Weitere Ausgestaltung der Erfindung: (Wiedergabe des kennzeichnenden
Teils eines anderen Unteranspruchs) Um auch auf Formanlagen mit Kastenguß und solchen
mit kastenlosen Gußformen Gießsysteme mit Angüssen und Steigern von größerem Querschnitt
an der Bruchstelle unmittelbar am Gußstück abtrennen zu können, verstärkt man den
Arbeitsgang mit hydraulischem Druck und gleichmäßig arbeitendem Schlagwerk zusätzlich
durch einen oder mehrere Patronenschüsse hintereinander.
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Hierfür ist jeder Zylinder wie ein Pistolen-oder Gewehrlauf durchbohrt
und trägt oberhalb des Schlagwerkes über dem Abtrennmaschinen-Oberteil einen Schußautomat
mit Selbstladeeinrichtung. Das gleiche gilt für das Abtrennmaschinen-Unterteil.
Hier ist der Schußautomat mit Selbstladeeinrichtung unterhalb des Schlagwerkes angeordnet.
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Beschreibung, Weitere Ausgestaltung der Erfindung: (Wiedergabe des
kennzeichnenden Teils eines anderen Unteranspruchs) Die Auslösung von einem oder
mehreren Schüssen hintereinander in den betreffenden Abtrennzylindern erfolgt elektronisch
über den Modul für die Charakteristik auf der Steckkarte der beiden Modellplatten
einer Gießform.
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Je nach Größe des Bruchstellenquerschnittes verwendet man Patronen
mit der angemessenen Treibladungsstärke.
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Uberdeckt der Grundrißquerschnitt eines abzutrennenden Angusses oder
Steigers den Bereich von mehreren zusammenliegenden Abtrennzylindern, so können
aus diesen gleichzeitig und hintereinander Schüsse abgegeben werden um die schlagartig
abtrennende Wirkung nochmals zu erhöhen.
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Erzielbare Vorteile: Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß durch die Ausschließung der manuellen Tätigkeit die Produktivität
erheblich gesteigert wird.
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Das vorprogrammierte, maschinelle, gleichmäßige Abtrennen des Gießsystems
sichert den Gußstücken optimal eine schonende Behandlung. Die Gefahr der Rißbildung,
Deformation oder des Bruches durch dieses Verfahren ist so gut wie ausgeschlossen.
Eine Verringerung des Ausschusses in diesem Bereich der Produktion wird somit erzielt.
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Weitere Einsparungen an Zeit und Kosten ergeben sich durch das Unterbleiben
des umständlichen Transportes von empfindlichen Teilen zu Spezialabtrennmaschinen.
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Mit dem Entfallen der kraftraubenden, ungesunden und gefährlichen
manuellen Tätigkeit wird die Arbeit des Abtrennens des Gießsystems humanisiert.
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Beschreibung Beschreibung von zwei Ausführungsbeispielen: Zwei Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden nach Aufbau
und Wirkungsweise näher beschrieben.
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Beschreibung des 1. Ausführungsbeispiels: Es zeigen für das erste
Ausführungsbeispiel von Formanlagen mit Kastenguß Fig. 1, 2, und 3 einen senkrechten
Längsschnitt durch die aktuellen Teile des Unter- und Oberkastens auf einem Rollband
vor, in und hinter der Abtrennmaschine. Fig. 2 veranschaulicht schematisch von dieser
eine erfindungsgemäße Ausführungsform. Fig. 4 zeigt den Grundriß der beiden Gußstücke
mit dem Gießsystem in der Formteilungsebene und der Anordnung der Zylinder als Abstütz-,
Abtrenn- oder als passive Zylinder in Ausgangsstellung für den Unter- und Oberkasten.
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In Fig; 1 bezeichnet 1 den Unterkasten auf Rollband 3, der gemeinsam
mit Oberkasten 2 die in den Formstoff gegossenen Gußstücke 4 und das Gießsystem
bestehend aus Eingußtrichter 5, Schlackenlauf 6, Angüsse 7 und Steigern 8 umschließt.
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Die Stirnwände 9 und 10 in Fig. 2 tragen Unterteil 11 und Oberteil
12. Im Unter- und Oberteil befindet sich die Hydraulik, welche die Abstützzylinder
13 und die Abtrennzylinder 14 mit deren Teleskopfederungen 15 in einer nicht näher
gezeigten Weise vom Modul für die Charakteristik der Modellplatten auf der Steckkarte
des Unter- und Oberkastens steuert. Die pneumatischen Schlagwerke 17 aller Zylinder
sind an ein Druckluft- Versorgungssystem 18 angeschlossen.
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In Fig. 3 werden das abgetrennte Gießsystem, die Gußstücke und der
Formstoff mit Hilfe des Stempels 19 ausgeschlagen. Dieser kann mittels einer Kolbenstange
20 in auf- und abgehende Bewegung versetzt werden, so wie es durch den Doppelpfeil
21 angedeutet ist.
Beschreibung Beschreibung des 2. Ausführungsbeispiels:
Eine erfindungsgemäße Anlage des zweiten Ausführungsbeispiels für kastenlose Gußformen
von Strangformmaschinen wird durch die teilweise schematische Zeichnung veranschaulicht.
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Es zeigen Fig. 5, 6, 7 und 8 einen senkrechten Längsschnitt durch
die aktuellen Teile einer Ausführungsform dieser Anlage. Die kastenlose Gußform
befindet sich in einem schwenkbaren Rahmen, der mit seinen beiden Zapfen in den
Lagern der gabelförmigen Halterung eines nicht näher gezeigten Industrieroboters
gelagert ist in den Positionen am Ende des Sandform-Gleitrostes in Fig. 5, vor der
Abtrennmaschine in Fig. 6, innerhalb derselben in Fig. 7 und hinter ihr über dem
Ausschlag in Fig. 8.
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Fig. 7 veranschaulicht von der Abtrennmaschine eine erfindungsgemäße
Ausführungsform.
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Fig. 9 zeigt den Grundriß des Gußstückes mit dem Gießsystem in der
Formteilungsebene und der Anordnung der Zylinder als Abstütz-, und Abtrennzylinder
oder als passive Zylinder in Ausgangsstellung im Unter- und Oberteil der Ab trennmaschine.
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In Fig. 5 bezeichnet 1 das Ende des Sandform-Gleitrostes, welches
auf Bock 3 aufliegt.
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An diesem Gleitrost ist die Auflage 2 befestigt, in deren Vertiefung
der Rahmen 6 vom Roboter aufgesetzt wird um die Sandform mit Gußstück 4 und Gießsystem
5 durch den Schub vom Preßkolben der Strangformmaschine und der automatischen Sandform-Transporteinrichtung
aufzunehmen. Nach Beendigung des Schubes werden die Klemmleisten 7 in den Führungen
8 von allen vier Seiten gleichzeitig auf eine hier nicht näher gezeigte Weise in
die Sandform eingedrückt.
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Danach zieht der Roboter den Rahmen 6 mit der durch die Klemmleisten
gesicherte Gußform in senkrechter Lage von Position A in Fig. 5 in
Beschreibung
Beschreibung des 2. Ausführungsbeispiels: die gestrichelt gezeichnete Position B
in Fig. 6.
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Anschließend schwenkt er den Rahmen um die Achse der Zapfen 22 in
den Lagern der gabelförmigen Halterung um 900 in eine horizontale Lage von Position
B nach Position C in Fig. 6.
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Der Roboter zieht nun den Rahmen horizontal weiter in die Abtrennmaschine
von Position C nach Position D in Fig. 7. In der Abtrennmaschine liegt der Rahmen
mit der Gußform auf einem Gleitblech 23 auf, das für den Durchlaß der Zylinder des
Unterteils die gleiche Anzahl von Bohrungen 24 aufweist.
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In Fig. 7 tragen die Stirnwände 9 und 10 Unterreil 11 und Oberteil
12 der Abtrennmaschine. Im Unter- und Oberteil befindet sich die Hydraulik, welche
die Abstützzylinder 13 und die Abtrennzylinder 14 mit deren Teleskopfederungen 15
in einer nicht näher gezeigten Weise vom Modul für die Charakteristik der beiden
Modellplatten auf der Steckkarte steuert. Die pneumatischen Schlagwerke 17 aller
Zylinder sind an ein Druckluft-Versorgungssystem 18 angeschlossen, Nach dem Abtrennen
des Gießsystems 5 zieht der Roboter den Rahmen 6 mit Gußstück 4, und dem abgetrennten
Gießsystem 5 im Formstoff über das Gleitblech 23 zur Ausschlagstelle von Position
D nach Position E in Fig. 8. Hierbei fahren die Klemmleisten 7 in ihren Führungen
8 in einer hier nicht näher gezeigten Weise in ihre Ausgangsstellung zurück. Das
Gleitblech 23 hat über der Ausschlagstelle einen rechteckigen Durchlaß 25 von der
Größe des Gußformquerschnittes. Hierdurch werden das abgetrennte Gießsystem, das
Gußstück und der Formstoff mit Hilfe des Stempels 19 ausgeschlagen. Dieser kann
mittels einer Kolbenstange 20 in auf- und abgehende Bewegung versetzt werden, so
wie es durch den
Beschreibung - -Beschreibung des 2. Ausführungsbeispiels:
Doppelpfeil 21 angedeutet ist.
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Nach dem Ausschlagen schiebt der Roboter den leeren Rahmen 6 wieder
zurück über das Gleitblech 23, durch die Abtrennmaschine hindurch nach Position
C in Fig. 6.
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Dann schwenkt er den Rahmen 6 um die Achse der Zapfen 22 in den Lagern
der gabelförmigen Halterung um 900 in eine senkrechte Lage in die gestrichelt gezeichnete
Position B der Fig. 6 und schiebt anschließend den Rahmen 6 in senkrechter Lage
von Position B nach Position A in Fig. 5 auf die Vertiefung der Auflage 2 am Ende
des Sandform-Gleitrostes.
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Der leere Rahmen 6 ist wieder zu Beginn des neuen Taktes für die nächste
Sand form aufnahmebereit.
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Die Fig. 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 und 17 verdeutlichen im einzelnen
die Bewegungen des Rahmens 6 mit Hilfe des hier nicht näher gezeigten Industrieroboters
in den Lagern seiner gabelförmigen Halterung innerhalb eines Taktes.
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Hierbei gibt die gestrichelte Lage die jeweils vorletzte Position
an.
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In Fig. 10 findet keine Bewegung des Rahmens 6 statt. Der leere Rahmen
steht senkrecht auf der Vertiefung der Auflage 2. Er wird vom Preßkolben der Strangformmaschine
und der automatischen Sandform-Transporteinrichtung mit einer neuen Gußform gefüllt.
Die vorletzte gestrichelte Position deckt sich mit der ausgezogenen Position A.
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In Fig. 11 erfolgt die Ziehung des Rahmens 6 in senkrechter Lage
durch den Roboter von Position A nach Position B.
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In Fig. 12 wird durch eine Schwenkung des Rahmens 6 um die Achse
der Zapfen 22 um 900 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn mittels des hier nicht näher
gezeigten Schwenkflügelmotors
Beschreibung: Beschreibung des 2.
Ausführungsbeispiels: des Roboters die Horizontallage von Position C erreicht.
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In Fig. 13 wird der Rahmen -horizontal von Position C nach Position
D vom Roboter in die Abtrennmaschine gezogen. In dieser liegt er auf Gleitblech
23 auf. Es erfolgt die Ab trennung des Gießsystems durch die Abtrennzylinder 14
bei gleichzeitiger Abstützung des Gußstückes durch die Abstützzylinder 13.
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In Fig. 14 befindet sich Rahmen 6 mit Gußstück und abgetrennten Gießsystem
im Formstoff über der Ausschlagstelle, nachdem ihn der Roboter aus der Abtrennmaschine
von Position D nach Position E gezogen hat. Mit Hilfe des Stempels 19 und der auf-
und abgehenden Kolbenstange 20 wird der Ausschlag getätigt.
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In Fig. 15 ist der entleerte Rahmen 6 wieder in Position C. Der Roboter
hat ihn durch eine horizontale Rückwärtsbewegung auf dem Gleitblech 23 durch die
Abtrennmaschine hindurch von Position E aus nach dort befördert.
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In Fig. 16 erreicht der leere Rahmen 6 durch eine Schwenkung von
900 im Uhrzeigersinn um die Achse der Zapfen 22 mittels des hier nicht näher gezeigten
Schwenkflügelmotors des Roboters die senkrechte Lage von Position C nach Position
B.
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In Fig. 17 steht Rahmen 6 auf der Vertiefung der Auflage 2 nach einer
Horizontalbewegung in senkrechter Lage durch den Roboter von Position B nach Position
A und ist wieder zu Beginn des neuen Taktes für die nächste Sandform aufnahmebereit.
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Ein Industrieroboter mit elektropneumatischem Translations- und Schwenkantrieb
für die Handhabung der Bewegungen des Rahmens 6 in den Fig. von 10 bis 17 wird durch
die teilweise schematische Zeichnung in den Fig. 18 und 19
Beschreibung.
Beschreibung des 2. Ausführungsbeispiels: veranschaulicht. Es zeigt Fig. 18 die
Vorderansicht der aktuellen Teile einer Ausführungsform des Roboters mit Rahmen
6 im Zusammenhang mit der Auflage 2 am Ende des Sandform-Gleitrostes, der Abtrennmaschine
und dem Ausschlag und Fig. 19 eine Draufsicht von dieser Anlage.
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In Fig. 19 bezeichnet 26 den Pneumatikzylinder in dem die beschleunigenden
Kräfte erzeugt werden und dessen zugehöriges Pneumatikventil 25 Je nach Bewegungsrichtung
geschaltet wird. Die hin- und her fahrenden Massen werden über ein Führungsrohr
35 in Wälzlagern 36 geführt. Die mechanische Verkopplung von Kolben 27 über Kolbenstange
28 mit Führungsrohr 35 und der gabelförmigen Halterung 31 für den Rahmen 6 mit den
beiden Zapfen 22 geschieht durch die Traverse 29 und den beiden Verbindungsbolzen
30.
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Zusätzlich werden die hin- und her fahrenden Massen nach unten hin
durch die beiden Prismenrollen 33, die mit der Halterung 31 über die beiden Achsen
32 verbunden sind, auf den zwei Prismenschinen 34 abgestützt und geführt. Sie werden
von den Prismenstützen 46 getragen.
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Der Betrag der Bremsgeschwindigkeit wird über Zahnstange 38 und Ritzel
39 mit Hilfe einer Elektromagnetbremse 40 kontrolliert, indem das Bremsmoment gerade
so geregelt wird, daß der spielfrei angekoppelte Tachogenerator 41 die gewünschte
Drehzahl anzeigt. Die Position des Systems wird der Steuerung über ein Präzisions-Potentiometer
42 mitgeteilt.
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Zur Schwenkung von 90° des Rahmens 6 um die Achse der Zapfen 22 von
Position B nach Position C in Fig. 12 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn und von
Position C nach Position B in Fig. 16 im Uhrzeigersinn dient der elektropneumatische
Schwenkflügelmotor 44 mit dem Drehpotentiometer 45. Er ist durch die Kupplung 43
mit Zapfen 22 von Rahmen 6 verbunden.
Beschreibung: Beschreibung
des 2. Ausführungsbeispiels: Um eine Schwenkung zu ermöglichen, gleitet die Grundplatte
47 des Schwenkflügelmotors in der Führung der horizontalen Schine 49. Diese wird
von den beiden Stützen 49 getragen.
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In der gezeigten Situation befindet sich Rahmen 6 mit seinen Zapfen
22 in der gabelförmigen Halterung 31 des Roboters auf der Vertiefung der Auflage
2 am Ende des Sandform-Gleitrostes nach Beendigung der Füllung mit einer neuen Sand
form und deren Sicherung durch die Klemmleisten 7 in der linken Extremlage (Fig.
10).
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Die gestrichelt gezeichneten Prismenrollen 33 auf der Prismenschine
34 deuten die rechte Extremlage an. In dieser Position befindet sich Rahmen 6 über
dem Ausschlag (Fig. 14).