DE1090391B - Kuehlstrecke fuer Giessformen - Google Patents
Kuehlstrecke fuer GiessformenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D31/00—Cutting-off surplus material, e.g. gates; Cleaning and working on castings
- B22D31/002—Cleaning, working on castings
Landscapes
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Description
Es ist bekannt, bei Gießereianlagen mit Förderstrecken die Gießformen nach dem Abgießen auf der
Förderstrecke selbst eine bestimmte Weglänge weiterlaufen zu lassen, um die Abkühlung der Gießformen
bis zu dem Zustand des Gußstückes zu bringen, in welchem ohne Gefahr ausgepackt werden darf.
Es wird hierbei angestrebt, jede Gießform so bald als möglich auszupacken, um möglichst viel von den
Zusätzen zum Formsand, d. h. Kohlenstaub und Bindeton, erhalten zu können. Da jedoch aus Gründen der
Erstarrungsgeschwindigkeit dünnwandige Gußstücke früher als dickwandige Gußstücke ausgepackt werden
dürfen, ergeben sich für verschiedene Gießformen auf einer Förderstrecke verschieden lange Kühlzeiten.
Verschieden lange Kühlzeiten für verschiedene Formen,
die in periodischer Reihenfolge angeliefert werden, können mit den bekannten Einrichtungen nicht gefahren
werden. Es ist bekannt, einzelne Gießformen mit besonders langer Kühlzeit vor der Auspackstelle
aus den übrigen Formen herauszunehmen und auf so einer besonderen Förderstrecke vor dem Auspacken
zu stapeln. Durch dieses Herausnehmen einzelner Formen wird jedoch die periodische Formenfolge vor
dem Auspacken verändert. Es ist ferner bekannt, den Abstand vom Abgießplatz bis zum Auspackplatz unter
Aufrechterhaltung der gegebenen Kühlzeit dadurch zu verkürzen, daß zwei entsprechend verkürzte Förderstrecken
nebeneinander angeordnet werden, denen Konvois von Formen abwechselnd zugeführt und entnommen
werden. Ein weiteres bekanntes Mittel zur Verkürzung des Abstandes besteht darin, in einem
Gestell auf senkrecht übereinanderliegenden Teilstrecken die zu kühlenden Formen zu führen, die dabei
von einer Teilstrecke auf die andere übergesetzt werden. .
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Lücke zu schließen und Gießformen mit verschiedenen Kühlzeiten
im normalen automatischen Ablauf der Förderstrecken bis zur Auspackstelle zu bringen ohne Einwirkung
von Bedienungspersonal. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, die Gießformen, welche verschiedene
Kühlzeiten erfordern, in einer bestimmten Reihenfolge wechselweise periodisch anzuliefern. Ist
diese Voraussetzung erfüllt, so kann ein automatischer Ablauf der Fertigung gemäß der vorliegenden Erfindung
dadurch erreicht werden, daß mindestens so viele Rolltische, als verschiedene Kühlzeiten zu fahren
sind, zwischen, einer zuführenden und einer wegführenden, mechanischen Förderstrecke eingeschaltet
werden. Für die Erreichung einer besonders langen Kühlzeit können, falls mehr Rolltische als Kühlzeiten
vorhanden sind, zwei Rolltische benutzt werden.
Die Zeichnungen stellen verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. Es zeigt
Kühlstrecke für Gießformen
Anmelder:
Georg Fischer Aktiengesellschaft,
Schaffhausen (Schweiz)
Schaffhausen (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Hoffmann, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 34
München 22, Widenmayerstr. 34
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 28. August 1956
Schweiz vom 28. August 1956
Dipl.-Ing. Erwin Bührer, Schaff hausen (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 1 einen schematischen Grundriß eines ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Hubrolltisch,
Fig. 3 einen schematischen Grundriß eines zweiten Ausführungsbeispiels,
Fig. 4 einen Ausschnitt aus einem Rolltisch des zweiten Ausführungsbeispiels.
In Fig. 1 und 2 bedeutet 1 eine zuführende Förderstrecke mit Gießformen 2, welche auf der Förderstrecke
1 mit flüssigem Metall, beispielsweise Eisen, gefüllt worden sind und in Richtung des Pfeiles 3 angeliefert
werden. Mit 4 sind Abstoßvorrichtungen, welche aus druckluftbetätigten Stoßkolben bestehen,
bezeichnet. Die Abstoßvorrichtungen 4 schieben die ankommenden Gießformen 2 wahlweise auf die Rolltische
5, 6, 7 und 8, je nach der Kühlzeit der jeweiligen Gießformen 2. Die Rolltische 5 bis 8 sind mit
Gefälle verlegt und weisen Rollen 9 auf, auf welchen sich die Gießformen durch ihr Eigengewicht in Richtung
des Pfeiles 34 gegen den Hubrolltisch 10 zu bewegen. Am Ende der Rolltische 5 bis 8 sind Haltevorrichtungen
23 bekannter Bauart angeordnet. Der Hubrolltisch 10 nimmt die von den Kühlstrecken 5
bis 8 herkommenden Gießformen 2 auf und erteilt denselben eine Bewegung in Richtung der wegführenden
Förderstrecke 13 des Pfeiles 36. Die letztere endigt bei einer in den Zeichnungen nicht dargestellten Auspackstelle,
wo die inzwischen erstarrten Gußstücke aus den Formkasten entfernt werden.
In Fig. 2 ist in einem Querschnitt durch einen Hubrolltisch 10 in etwas vergrößertem Maßstab dar-
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gestellt, wie die Querrollbahnen 11 kombiniert mit Längsrollen 12 angeordnet sind. 13 ist eine wegführende
Förderstrecke, welche zu einer in der Zeichnung nicht dargestellten Auspackstelle führt. Der
Hubrolltisch besteht aus· einem in Stahlkonstruktion erstellten Rahmen 14. Ein Motor 16 treibt über ein
angeflanschtes Getriebe eine Kette 17 an, welche über seitlich an den Rollen 12 angeordneten Kettenrädern
18 läuft.
Ein Druckzylinder 19 ist über eine Stange 21 mit dem längeren Arm der Winkelhebel 20 verbunden.
Der kürzere Arm der Winkelhebel 20 greift am Rahmen 14 des Hubrolltisches 10 an. Die Winkelhebel
20 sind um die Schwenkachsen 22 schwenkbar.
In Fig. 2 ist der Hubrolltisch 10 in angehobener Stellung gezeichnet. Die Kühlstrecke für Gießformen
gemäß Fig. 1 und 2 arbeitet wie folgt:
Von einem Steuerorgan, welches mit der Förderstrecke 1 zusammenarbeitet oder die Förderstrecke 1
selber steuert, werden die vier Abstoßvorrichtungen 4 ao
in periodischen Zeitabständen betätigt. Diese Zeitabstände werden zweckmäßigerweise so bemessen, daß
die Abstoßvorrichtungen 4 dann betätigt werden, wenn normalerweise eine Gruppe von vier Gießformen
2 vor den Rolltischen 5 bis 8 angelangt ist. Die Abstoßvorrichtungen 4 schieben die Gießformen 2
auf die Rolltische 5 bis 8, wo dieselben infolge des Gefälles entweder bis zu der Festhaltevorrichtung 23
oder bis zur letzten aufgeschlossenen Gießform rollen. Auf jedem der Rolltische 5 bis 8 wird ein der vorgeschriebenen
Kühlzeit entsprechender Stapel von abgegossenen Gießformen angelegt. Sind diese Stapel
formiert, so lösen die Festhaltevorrichtungen 23 in denselben Zeitabständen, mit welchen die Abstoßvorrichtungen
4 neue Gießformen auf die Kühlstrecke schieben, je eine Gruppe von vier Gießformen aus und
geben dieselben frei zum Abrollen auf die Querrollen 11 des Hubrolltisches 10. Die Festhaltevorrichtungen
23 halten die nachrollenden Gießformen auf den Rolltischen 5 bis 8 fest. Gleichzeitig wird der Hubrolltisch
10 durch den Druckzylinder 19 angehoben und hierauf der Motor 16 eingeschaltet. Die angetriebenen Längsrollen
12 befördern die vier auf den Hubrolltisch gelangten Gießformen auf die wegführende Förderstrecke
13, von wo sie infolge ihres eigenen Gewichtes auf dem leichten Gefälle dieser Förderstrecke zur
Auspackstelle gelangen.
Die Beladung der einzelnen Rolltische mit einer unterschiedlichen Zahl von Formen bzw. mit einer
unterschiedlichen Stapellänge, die der auf denselben zu fahrenden unterschiedlichen Kühlzeiten entspricht,
ist von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung, wenn die Festhaltevorrichtungen aller Rolltische
gleichzeitig und in gleichen Zeitabständen betätigt werden sollen. Es ergibt sich hieraus der Vorteil, daß
die Kühlstrecke für den vollautomatischen Betrieb mit einfachsten Steuermitteln auskommt, da eine individuelle
Betätigung der Festhaltevorrichtungen zur Beeinflussung der Kühlzeiten überhaupt nicht notwendig
ist.
Im zweiten Ausführungsbeispiel von Fig. 3 ist die zuführende Förderstrecke mit 25 bezeichnet. Abstoßvorrichtungen
26 schieben die ankommenden Gießformen 27 auf Rolltische 28, 29, 30 und 31. Ein Hubrolltisch
32, welcher ähnlich gebaut ist, wie in Fig. 2 dargestellt ist, übernimmt die Gießformen und läßt
die letzteren auf die wegführende Förderstrecke 33 gelangen. Das Ausführungsbeispiel von Fig. 3 unterscheidet
sich von demjenigen von Fig. 1 dadurch, daß die Rolltische 28 bis 31, welche die eigentliche Kühlstrecke
bilden, mit je zwei Umlenkungen von 90° angeordnet sind. Mit dieser Anordnung ist es möglich,
die einzelnen Rolltische verschieden lang zu machen und dadurch den Gießformen, welche eine längere
Kühlzeit beanspruchen, mehr Raum zum Stapeln bieten.
Fig. 4 zeigt in einem Ausschnitt des Rolltisches in Fig. 3, wie eine Umlenkung von 90° praktisch ausgeführt
werden kann. Eine Gruppe von Rollen 40 gehören zu einer geraden Strecke eines Rolltisches von
Fig. 3, beispielsweise zum Rolltisch 31. Die nicht angetriebenen Rollen 40 sind in einem Gefalle angeordnet,
so daß sich die Gießformen 2, in Fig. 4 strichpunktiert angedeutet, darauf durch ihr eigenes Gewicht
fortbewegen. Vor der Umlenkung ist eine Gruppe von Rollen 41 angeordnet, welche durch eine Kette 42 angetrieben
sind. Die Gruppe der Rollen 41 weist eine schwache Steigung von beispielsweise 0,2% auf. Von
den Rollen 41 gelangen die Gießformen auf die Gruppe von Rollen 43, deren Oberkante in horizontaler
Ebene verlegt ist. Auf den Rollen 43 werden die Gießformen um 90° in ihrer Bewegungsrichtung umgelenkt.
Die Gruppe der Rollen 43 ist ebenfalls durch einen nicht dargestellten Motor angetrieben. Die
Rollen 44 gehören wieder einer geraden Strecke des Rolltisches 31 an und sind im Gefälle angeordnet. Hat
eine Gießform die Rollengruppe 43 verlassen, so bewegt sie sich wieder infolge ihres Eigengewichtes
weiter. Zweckmäßigerweise wird nach der Umlenkung, in Nähe der Rolle 45, ein von den Gießformen betätigter
Schalter eingebaut, welcher die beiden Antriebsmotoren der Rollengruppen 41 und 43 abschaltet,
wenn der Rolltisch, welchem die Rollengruppe 44 angehört, keine weiteren Gießformen mehr aufnehmen
kann. Durch diese Abschaltvorrichtung kann vermieden werden, daß sich Gießforpien auf einer Umlenkung
stauen und dadurch in ihrem Bewegungslauf gestört werden.
Es ist ohne weiteres möglich, eine Kühlstrecke, die in Fig. 3 dargestellt ist, mit nur einem oder zwei
Rolltischen arbeiten zu lassen und ein oder mehrere Rolltische als Ausweich-Kühlstrecke in Bereitschaftsstellung zu behalten, bis eine Modelländerung eine von
den bisher gefahrenen Kühlzeiten verschiedene Kühlzeit verlangt. Diese Anordnung kann auch so getroffen
werden, daß ein Rolltisch mehr angeordnet ist, als verschiedene Kühlzeiten zu fahren sind. Dieser zusätzliche
Rolltisch ist bei einer Verminderung der Kühlzeit einzuschalten. Hauptvorteil der vorliegenden
Erfindung bildet ein reibungsloser Ablauf der selbsttätigen, mechanischen Förderung von abgegossenen
Gießformen zwischen Gießstrecke und Auspackstelle unter Berücksichtigung von verschieden langen Kühlzeiten.
Eine derartige Kühlstrecke beansprucht wesentlich weniger Raum, als ein normaler Stapelplatz für
Gießformen mit verschiedenen Kühlzeiten.
Claims (5)
1. Kühlstrecke für Gießformen, welche in periodischer Reihenfolge von einer zuführenden
Förderstrecke zur weiteren Kühlung angeliefert und nach erfolgter Kühlung in gleicher periodischer
Reihenfolge an eine wegführende Förderstrecke abgegeben werden, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Fahren verschiedener Kühlzeiten für verschiedene Formen zwischen der zuführenden
Förderstrecke und der wegführenden Förderstrecke mindestens so viele Rolltische angeordnet sind, als
verschiedene Kühlzeiten zu fahren sind.
2. Kühlstrecke für Gießformen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rolltisch mehr
angeordnet ist, als verschiedene Kühlzeiten zu fahren sind.
3. Kühlstrecke für Gießformen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Überführung
der Gießformen von der zuführenden Förderstrecke auf die Kühlstrecke durch seitliches
Wegstoßen druckluftbetätigte Stoßkolben angeordnet sind.
4. Kühlstrecke für Gießformen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Überführung
der Gießformen von der Kühlstrecke auf
die wegführende Förderstrecke ein Hubrolltisch angeordnet ist.
5. Kühlstrecke für Gießformen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die als Kühlstrecke wirkenden Rolltische mit einer durch die zuführende Förderstrecke gesteuerten
Haltevorrichtung für die Gießformen ausgerüstet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschriften Nr. 314389,
428;
Schweizerische Patentschriften Nr. 314389,
428;
USA.-Patentschrift Nr. 2229 492.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 610/345 9.60
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH1090391X | 1956-08-28 |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1090391B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CH314389A (de) * | 1952-06-09 | 1956-06-15 | Buderus Eisenwerk | Giessanlage |
| CH320428A (de) * | 1952-07-21 | 1957-03-31 | Buderus Eisenwerk | Giessanlage |
-
1957
- 1957-05-17 DE DEF23053A patent/DE1090391B/de active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2229492A (en) * | 1939-02-17 | 1941-01-21 | Herbert S Simpson | Mold conveyer system |
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