DE4014307C2 - Packmaschine - Google Patents
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Classifications
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- B65B13/18—Details of, or auxiliary devices used in, bundling machines or bundling tools
- B65B13/22—Means for controlling tension of binding means
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Packmaschine zum Umspannen
von Packgut mit einem Band nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Es ist bekannt, Packgut wie Kartons, Palettenladungen,
Zeitungsstapel u. dgl. mit Bändern aus thermoplastischem
Kunststoff zu umspannen. Hierzu werden Packmaschinen
benutzt, die das von einer Vorratsrolle kommende Band
in einer geschlossenen Schleife um das Packgut herum
legen, wobei sich die Schleifenenden überlappen. Nach
dem Vortreiben des Bandes in einem Führungskanal wird
das vordere Bandende festgeklemmt. Danach wird das Band
in Rückwärtsrichtung angetrieben, um es um das Packgut
herum zu spannen, und schließlich werden die sich über
lappenden Bandabschnitte miteinander verschweißt. Da
derartige Packmaschinen für unterschiedliche Packgüter
verwendbar sein sollen, die unterschiedliche Band
spannungen erfordern, ist es zweckmäßig, wenn die Band
spannung auf einfache Weise in weiten Bereichen ein
stellbar ist. Beispielsweise erfordert ein Stapel
Steine, der mit Bändern umspannt werden soll, eine er
heblich höhere Spannkraft als relativ weiches Packgut,
z. B. Kartons. In Abhängigkeit von dem Packgut variiert
auch die Elastizität der benutzten Bänder, wobei eben
falls eine Einstellung der Bandspannung in weiten Be
reichen erforderlich ist.
Aus CH-668 402 A5 ist eine Packmaschine bekannt, die
die Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1
aufweist. Die Antriebseinrichtung enthält zwei pa
rallele Antriebszweige, von denen jeder mit einer
Schaltkupplung versehen ist, so daß die Antriebszweige
alternativ eingeschaltet werden können. Die das Band
antreibende Antriebsrolle wird über den jeweils ein
geschalteten Antriebszweig angetrieben und beide An
triebszweige liefern unterschiedliche Bandgeschwindig
keiten. Zum Herumführen des Bandes um das Packgut wird
ein Antriebsmotor zunächst in Vorwärtsrichtung ange
trieben, während der die größere Drehzahl der Antriebs
rolle liefernde erste Antriebszweig eingeschaltet ist.
Wenn eine geschlossene Bandschleife entstanden ist,
wird der Antriebsmotor reversiert, d. h. auf Rücklauf
geschaltet, wodurch der erste Antriebszweig eine Rück
zugsbewegung des Bandes veranlaßt. Wenn diese Rück
zugsbewegung sich infolge des größer werdenden Band
widerstandes verlangsamt, wird vom ersten auf den
zweiten Antriebszweig umgeschaltet, der dann das
Spannen des Bandes bewirkt. Nachteilig ist bei dieser
Packmaschine, das ein reversierbarer erster
Antriebszweig benötigt wird und daß bei Umkehr der
Drehrichtung größere Massen abgebremst und wieder
beschleunigt werden müssen.
Aus EP-0 321 623 A1 ist eine Packmaschine bekannt, bei
der das Band während des Vorlaufs von einem ersten
Antriebsrollenpaar angetrieben wird und während des
Rücklaufs von einem gegenläufig zu dem ersten Antriebs
rollenpaar rotierenden zweiten Antriebsrollenpaar. Die
einzusetzenden Antriebsrollen können durch Verschwenken
eines Hebels an das Band angesetzt werden. Hierbei muß
die Andrückkraft zwischen den jeweils zum Einsatz
kommenden Antriebsrollen ausschließlich von der Umschalt
vorrichtung der Rollen aufgebracht werden. Diese Kraft
ist nicht lastabhängig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Packma
schine zum Umspannen von Packgut mit einem Band zu
schaffen, bei der sich während des Spannens des Bandes
die Kraft, mit der das Band gegen die betreffende
Antriebsrolle gedrückt wird, erhöht, so daß auch beim
Spannen ein schlupffreier Bandtransport gewährleistet
ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den
im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei der erfindungsgemäßen Packmaschine läuft das Band
über eine Andrückrolle, die an einem schwenkbaren Hebel
gelagert ist. An diesem Hebel befindet sich eine Druck
backe, die beim Bandspannen das Band gegen eine dann
wirksame zweite Antriebsrolle drückt. Beim Vorlauf wird
das Band lediglich von einer Vorratsrolle abgezogen, und
vorgeschoben, jedoch sind keine größeren Kräfte zu
überwinden. Beim anschließenden Bandrücklauf wird
ebenfalls zuerst nur mit geringer Anzugskraft gearbeitet,
wobei das Band von der Druckbacke gegen die zweite
Antriebsrolle gedrückt wird. Erhöht sich beim Zurück
ziehen die Bandkraft, wird durch die Hebelwirkung des
Hebels und dadurch, daß das Band um die erste Andrück
rolle herumgeführt ist, die Druckbacke verstärkt gegen
die zweite Antriebsrolle gedrückt. Die Anpreßkraft ist
umso größer je größer der Zugwiderstand des Bandes ist.
Auf diese Weise wird erreicht, daß bei geringer Zugkraft
des Bandes von der Druckbacke nur eine relativ kleine
Druckkraft ausgeübt wird. Die Reibungsverluste werden
hierbei geringgehalten. Mit größerer werdender Zugspan
nung wird die Druckbacke verstärkt gegen die zweite
Antriebsrolle gedrückt, um eine schlupffreie Mitnahme des
Bandes zu erreichen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht der Packmaschine,
Fig. 2 eine Ansicht der Packmaschine aus Richtung
des Pfeiles II von Fig. 1,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch die Packmaschine
entlang der Linie III-III von Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV von
Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht der Maschine, teilweise aufgebro
chen, während der Rückzugsbewegung des Bandes,
Fig. 6 in vergrößertem Maßstab in gleicher Darstel
lung wie Fig. 3 die Funktion der Klemmbacken und des
Schwingers während des Reibschweißens,
Fig. 7 einen Horizontalschnitt entlang der Linie VII-VII
von Fig. 6,
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII von
Fig. 3,
Fig. 9 einen Schnitt entlang der Linie IX-IX von
Fig. 8,
Fig. 10 eine Draufsicht von Fig. 9 aus Richtung des
Pfeiles X und
Fig. 11 einen Schnitt entlang der Linie XI-XI von
Fig. 5.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung dient dazu,
Packgut 10 mit einem thermoplastischen Band 11 fest zu
umschließen und zusammenzuschnüren. Die Vorrich
tung weist ein Gehäuse 12 auf, auf dem ein Antriebsmo
tor 13 befestigt ist, der den Bandantrieb und die übrigen
Teile der Vorrichtung über ein Getriebe 14 und über
verschiedene Kupplungen antreibt. An einem Arm des
Gehäuses 12 ist eine Band-Vorratsrolle 15 gelagert, von
der das Band 11 abgezogen wird.
An der Unterseite des Gehäuses 12 ist ein Rahmen
befestigt, der einen das Packgut 10 mit Abstand um
schließenden Führungskanal 16 bildet. In diesen Füh
rungskanal wird das Band 11 durch einen im Gehäuse 12
befindlichen Antriebsmechanismus 17 derart eingeführt,
daß es gemäß Fig. 1 in Richtung des Pfeiles 18 bewegt
wird, bis im Führungskanal 16 eine geschlossene Schlau
fe gebildet worden ist. Dann wird das Band vom An
triebsmechanismus zurückgezogen, wodurch sich Klap
pen an der Innenseite des Führungskanals 16 öffnen und
das Band den Führungskanal nach innen verläßt. Das
Band wird nunmehr nur noch durch den an der Unter
seite des Gehäuses 12 vorgesehenen Spann- und Ver
bindungsmechanismus festgehalten, bis es das Packgut
10 straff umschließt. Dann erfolgt das Verbinden der
Bandenden und das Abschneiden von dem Band der
Vorratsrolle.
Die Fig. 3 bis 7 zeigen den Spann- und Verbindungs
mechanismus 19. Dieser weist ein die Oberseite des
Packgutes 10 berührendes Widerlager 20 auf, das seit
lich zum Band bewegt werden kann und nach Beendi
gung des Verschließvorganges seitlich unter dem Band
11 herausgezogen wird. Das Widerlager 20 weist in
Längsrichtung des Bandes hintereinander eine geriffelte
Haltefläche 21, eine weitere geriffelte Haltefläche 22
und eine erhabene und glatte Stützfläche 23 auf. Über
der Haltefläche 21 befindet sich eine vertikal bewegbare
Klemmbacke 24, deren Unterseite zum Zusammenwir
ken mit der Haltefläche 21 ebenfalls geriffelt ist. Über
der Stützfläche 23 befindet sich eine weitere Klemm
backe 25, ebenfalls mit geriffelter Unterseite, und über
der Haltefläche 22 befindet sich der Schwinger 26, der
eine geriffelte Unterseite aufweist. Die Klemmbacken
24, 25 und der Schwinger 26 werden von vertikal ver
schiebbar geführten Stößeln 27, 28, 29 vertikal bewegt,
wobei die Klemmbacke 25 und der Schwinger 26 an
dem jeweiligen Stößel 27 bzw. 28 mit Rollen 30 gelagert
sind, um Horizontalbewegungen quer zum Band ausfüh
ren zu können.
Die Stößel 27, 28, 29 werden jeweils von einer Feder
31 niedergedrückt und sie werden über Hebel 32 be
wegt, die auf einer Achse 32a gelagert von einer Nockenwelle
33 gesteuert sind. Die Kurvenscheibe 33a steu
ert die Vertikalbewegung der Klemmbacke 24, die Kur
venscheibe 33b die Vertikalbewegung des Schwingers
26 und die Kurvenscheibe 33c die Vertikalbewegung
der Klemmbacke 25. Die Nockenwelle 33 ist über eine
Kupplung 34 mit einer von dem Motor 13 angeriebe
nen Antriebswelle 35 verbunden und in Lagern 36 des
Gehäuses 12 gelagert.
Die Nockenwelle 33 weist noch weitere Kurvenschei
ben 33d und 33e auf, die jeweils über einen am Gehäuse
gelagerten Hebel 37 bzw. 37a die Querbewegungen des
Widerlagers 20 und einer auf dem Widerlager 20 be
wegbaren Anschlagplatte 38 steuern.
Schließlich ist an der Nockenwelle 33 noch eine wei
tere Kurvenscheibe 33f vorgesehen, die über einen bei
39b gelagerten Hilfshebel 39a einen Hebel 39 des An
triebsmechanismus 17 steuert. Dieser Hebel 39 ist an
einem Lager 40 des Gehäuses 12 gelagert und an seinem
Ende befindet sich eine frei drehbare Andrückrolle 41,
um die das von der Vorratsrolle 15 kommende Band 11
herumläuft. Am Gehäuse sind zwei Antriebsrollen 42
und 43 gelagert, die gemeinsam angetrieben und durch
einen Treibriemen 44 derart gekoppelt sind, daß sie mit
gleichem Drehsinn rotieren.
Der Hebel 39 kann, gesteuert durch die Kurvenschei
be 33f, zwei verschiedene Stellungen einnehmen. In der
einen Stellung drückt er das Band 11 mit der Andruck
rolle 41 gegen die Antriebsrolle 42 und in der anderen
Stellung drückt er das Band 11 mit einer Druckbacke 45
gegen die Antriebsrolle 41. Die Druckbacke 45 ist zu
sammen mit einer Ersatz-Druckbacke 45a an einem
schwenkbaren Druckbackenträger 45b angebracht. In
der ersten Stellung des Hebels 39 wird das Band von der
Antriebsrolle 42 in Richtung auf den Spann- und Ver
bindungsmechanismus 19 getrieben und in der zweiten
Stellung wird das Band von der Antriebsrolle 43 in Ge
genrichtung gezogen und somit gespannt
Beim Vorschieben des Bandes durch die Antriebsrolle
42 läuft das Band durch einen Kanal 46 der Klemmbacke
24 hindurch, um anschließend den Führungskanal 16
zu durchlaufen. Der vordere Bandabschnitt 11a läuft
dann in den Spann- und Verbindungsmechanismus 19
zurück und stößt hierbei gegen einen Anschlag 38a der
Anschlagplatte 38 (Fig. 3). Dieses Anstoßen des vorde
ren Bandabschnittes gegen die Anschlagplatte 38 be
wirkt über einen (nicht dargestellten) Schalter das Ein
schalten der Kupplung 34. Dabei wird zunächst über die
Nockenscheibe 33a die Klemmbacke 24 herunterbe
wegt, so daß der vordere Bandabschnitt 11a zwischen
der Klemmbacke 24 und der Haltefläche 21 festge
klemmt wird. Ferner wird der Hebel 39 umgeschaltet, so
daß das Band durch die Antriebsrolle 43 in Rückzugs
richtung angetrieben wird (Fig. 5). Das Band löst sich
nun aus dem Führungskanal 16, dessen Wandteile nach
innen aufschnappen, und legt sich um das Packgut 10.
Wie aus Fig. 11 hervorgeht, weist der Führungskanal
16 einen mit dem Gehäuse 12 verbundenen starren Rah
men 60 auf, von dem Stäbe 61 seitlich abstehen. Auf
diesen Stäben ist eine Schiene 62 befestigt, an der zwei
L-förmige Klappen 63, 64 seitlich anliegen, und zwar
derart, daß sie mit ihren freien Schenkeln unterhalb der
Schiene 62 einen Aufnahmeraum für das Band 11 be
grenzen. Die Klappen 63 und 64 werden von Federn 65
gegen die Schiene 62 gedrückt gehalten. Wenn die
Spannung des Bandes 11 zunimmt, stößt das Band gegen
die Schenkel der L-förmigen Klappen 63 und 64, wobei
schließlich die Kraft der Federn 65 überschritten wird
und die Klappen 63, 64 in die mit 63′ und 64′ bezeichne
ten Positionen aufklappen, so daß das Band 11 den Füh
rungskanal 16 nach innen hin verlassen kann. Das Auf
klappen der Klappe 63 wird von einem an dem Rahmen
60 montierten Sensor 66 erkannt, der daraufhin den An
triebszweig für den Schnellauf abschaltet und den An
triebszweig für das Spannen einschaltet.
Nachdem das Band fest um das Packgut herumgezo
gen ist, wird von der Nockenscheibe 33e die Anschlag
platte 38 seitlich herausgezogen, während das Widerla
ger 20 noch unter dem Band 11 verbleibt. Dann werden
durch die Nockenscheiben 33c und 33b die Klemmbacke
25 und der Schwinger 26 niedergedrückt, so daß sich
der in Fig. 4 dargestellte Zustand ergibt. Ein am Schwin
ger 26 angebrachtes Messer 47 trennt das Band am
Ende des Durchtrittskanals 46 der Klemmbacke 24. In
dem Überlappungsbereich zwischen den beiden
Klemmbacken 24 und 25 liegen die Bandabschnitte 11a
und 11 b doppelt. In diesem Überlappungsbereich ist der
Schwinger 26 wirksam, wobei der untere Bandabschnitt
11a auf der Haltefläche 22 festgehalten wird, während
der obere Bandabschnitt 11b an der Unterseite dem
Schwingers 26 festgehalten wird. Der Schwinger 26
wird nun in eine oszillierende Horizontalbewegung ver
setzt. Dies geschieht durch eine Kurbelwelle 48′ die über
eine Kupplung 49 an eine ständig rotierende Weile 50
angekuppelt wird. Die Kurbelwelle 48 treibt über den
Kurbeltrieb 51 den Schwinger 26 an, so daß dieser hin-
und hergehende Horizontalschwingungen ausführt,
während er fest gegen den oberen Bandabschnitt 11b
gedrückt gehalten wird. Dadurch bewegt sich der obere
Bandabschnitt 11b relativ zu dem festgehaltenen unte
ren Bandabschnitt 11a. Innerhalb einer Zeit, die etwa
eine Sekunde beträgt, werden durch die Reibungswär
me die beiden Bandabschnitte miteinander verschweißt.
Die Kurbelwelle 48, die in Lager 48a gelagert ist,
treibt über einen weiteren Kurbeltrieb 52 die Klemm
backe 25, die den oberen Bandabschnitt 11b festhält.
Dabei gleitet der Bandabschnitt 11b auf der glatten
Stützfläche 23, während er von der Riffelung an der
Unterseite der Klemmbacke 25 mitgenommen wird. Die
Klemmbacke 25 wird gleichphasig und mit gleicher Am
plitude bewegt wie der Schwinger 26, so daß das Band
11 zwischen Klemmbacke 25 und Schwinger 26 keine
Scherbeanspruchung erleidet.
Zur Abstützung der Klemmbacke 25 beim Festziehen
des Bandes sind am Gehäuse zwei Rollen 53, 54 vorge
sehen, die um vertikale Achsen herum drehbar sind und
ein reibungsarmes Gleiten der Klemmbacke ermögli
chen.
Wie Fig. 8 zeigt, erfolgt der Antrieb der Antriebsrol
len 42 und 43 über den ersten Antriebszweig 70 für den
Schnellauf, während das Spannen des Bandes 11 durch
den zweiten Antriebszweig 71 erfolgt. Beide Antriebs
zweige sind gemeinsam von einem Treibriemen 72 über
Riemenscheiben 73 und 74 vom Motor 13 angetrieben.
Jeder Antriebszweig enthält eine elektromagnetische
Kupplung 75 bzw. 76. Diese Kupplungen werden wech
selseitig betätigt,so daß zu jedem Zeitpunkt immer nur
eine Kupplung eingeschaltet ist. Der erste Antriebszweig
70 enthält hinter der Kupplung 76 eine Welle 77,
die eine Riemenscheibe 78 und die damit fest verbun
dene Antriebsrolle 42 treibt. Die Riemenscheibe 78
treibt über den Riemen 44 eine weitere Riemenscheibe
79, die drehfest mit der Antriebsrolle 43 für den schnel
len Rücklauf verbunden ist. Wenn die Kupplung 76 ein
geschaltet ist, werden beide Antriebsrollen 42 und 43
angetrieben. Wenn der Hebel 39 in der in Fig. 3 darge
stellten Stellung ist, wird das Band 11 gegen die An
triebsrolle 42 gedrückt und damit vorwärtsbewegt. Ist
der Hebel 39 dagegen in der in Fig. 5 gezeigten Stellung,
in der das Band 11 gegen die Antriebsrolle 43 gedrückt
wird, wird das Band in Rückwärtsrichtung angetrieben
Wenn beim Öffnen des Führungskanals 16 der Sensor
66 (Fig. 11) anspricht, wird durch Ausschalten der
Kupplung 76 der erste Antriebszweig 70 abgeschaltet
und durch Einschalten der Kupplung 75 der zweite An
triebszweig 71 eingeschaltet. Die Kupplung 75 treibt
dann ein im zweiten Antriebszweig enthaltenes Plane
tengetriebe 80, dessen Getriebegehäuse 81 im Gehäuse
12 drehbar gelagert ist. Das Planetengetriebe 80 weist in
üblicher Weise ein mit der Eingangswelle verbundenes
Sonnenrand, Planetenräder und, mit dem Getriebege
häuse 81 fest verbunden, eine Innenverzahnung auf. Der
Träger der Planetenräder ist mit der Ausgangswelle 82
verbunden und diese ist an einen Freilauf 83 angeschlos
sen, der mit der Riemenscheibe 79 verbunden ist. Der
Freilauf 83 bewirkt, daß die Antriebsrolle 43 über den
zweiten Antriebszweig 71 gedreht werden kann, ohne
daß über den Riemen 44 der erste Antriebszweig 70
mitgedreht würde. Anstelle des Freilaufs 83 könnte auch
eine weitere Schaltkupplung vorgesehen sein.
Das Getriebegehäuse 81 ist über einen schlupffreien
Antrieb, nämlich einen Zahnriementrieb 84, mit der
Ausgangswelle 85 einer im Gehäuse 12 fest angebrach
ten Haltekupplung 86 verbunden. Die Haltekupplung 86
ist eine elektromagnetische Bremse, die über den Zahn
riementrieb 84 das Getriebegehäuse 81 festhält. Solange
das Getriebegehäuse 81 gegen Drehung festgehalten ist,
kann das Getriebe 80, das als Untersetzungsgetriebe
wirkt, die Drehung von der Kupplung 75 zum Freilauf
83 und somit zur Antriebsrolle 43 übertragen. Da das
Getriebe ein Untersetzungsgetriebe ist, erfolgt das Dre
hen der Antriebsrolle 43 beim Spannen des Bandes 11
mit verminderter Geschwindigkeit. Mit zunehmender
Bandspannung wird die Kraft, mit der der Zahnriemen
trieb 84 das Getriebegehäuse 81 gegen Drehung festhalten
muß, immer größer. Übersteigt diese Festhaltekraft die
Haltekraft der Haltekupplung 86, dann dreht die Weile
85 der Haltekupplung 86 und erlaubt es dem Getriebe
gehäuse 81 ebenfalls sich drehen. Am Getriebegehäuse
81 ist eine Markierungsscheibe 87 in Form einer Loch
scheibe (Fig. 9) befestigt. Die Löcher der Markierungs
scheibe 87 werden von einem im Gehäuse 12 ortsfest
angebrachten Sensor 88 erkannt. Wenn der Sensor 88
das Drehen der Markierungsscheibe 87, und somit des
Getriebegehäuses 81, erkennt, kann ein Signal erzeugt
werden, das die Kupplung 75 ausschaltet und die Kupp
lung 34 (Fig. 3) einschaltet, um die Klemmbacke 25 in
die Klemmposition zu bewegen und den Verbindungs
vorgang durchzuführen. Es ist aber auch möglich, die
durch die Markierungsscheibe 87 am Sensor 88 erzeug
ten Impulse zu zählen und die Umschaltung erst dann
vorzunehmen, wenn eine vorbestimmte Impulszahl ge
zählt wurde.
Claims (3)
1. Packmaschine zum Umspannen von Packgut (10) mit
einem Band (11), mit
einer Antriebseinrichtung (17), die das Band von einer Vorratsrolle (15) in einer das Pack gut umgebenden Führungsvorrichtung (16) zur Bildung einer geschlossenen Bandschleife vor treibt und einen ersten Antriebszweig (70) für den Schnellauf und einen zweiten Antriebszweig (71) für das Spannen des Bandes (11) enthält, die jeweils über eine schaltbare Kupplung (76, 75) von demselben Antrieb (21) angetrieben sind,
einer Steuereinrichtung (34, 39), die die An triebseinrichtung (17) nach Vervollständigung der Bandschleife auf Rücklauf umschaltet und eine Rückzugsbewegung des Bandes einleitet,
einem Sensor (66), der bei Bandrücklauf bei Überschreiten eines Grenzwertes der Band spannung den ersten Antriebszweig (70) ab schaltet und den zweiten Antriebszweig (71) einschaltet, und
einer Verbindungsvorrichtung (19), die nach dem Spannen sich überlappende Bandabschnitte der Bandschleife miteinander verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung (17) eine erste An triebsrolle (42) für den Vorlauf und eine zweite Antriebsrolle (43) für den Rücklauf aufweist, die über den jeweils eingeschalteten Antriebszweig (70, 71) gemeinsam angetrieben und wechselseitig in Angriff mit dem Band (11) bringbar sind, und daß ein schwenkbar gelagerter Hebel (39) vorgesehen ist, der eine das Band (11) gegen die zweite An triebsrolle (43) drückende Druckbacke (45) und eine das Band (11) gegen die erste Antriebsrolle (42) drückende Andrückrolle (41) trägt, und daß das von der Vorratsrolle (15) kommende Band um die Andrückrolle (41) herumläuft und dabei den Hebel (39) mit der Druckbacke (45) gegen die zweite An triebsrolle (43) zieht.
einer Antriebseinrichtung (17), die das Band von einer Vorratsrolle (15) in einer das Pack gut umgebenden Führungsvorrichtung (16) zur Bildung einer geschlossenen Bandschleife vor treibt und einen ersten Antriebszweig (70) für den Schnellauf und einen zweiten Antriebszweig (71) für das Spannen des Bandes (11) enthält, die jeweils über eine schaltbare Kupplung (76, 75) von demselben Antrieb (21) angetrieben sind,
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2. Packmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebsrollen (42,43) mit gleichem
Drehsinn rotieren und das zwischen ihnen hindurch
laufende Band (11) mit seiner einen Fläche an die
eine und seiner anderen Fläche an die andere An
triebsrolle angedrückt werden kann.
3. Packmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Andrückrolle (41) an dem
Ende des Hebels (39) gelagert und die Druckbacke
(45) im Mittelbereich des Hebels (39) angeordnet
ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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