DE4014307A1 - Packmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Packmaschine zum Umspannen
von Packgut mit einem Band nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Es ist bekannt, Packgut wie Kartons, Palettenladungen,
Zeitungsstapel u. dgl. mit Bändern aus thermoplastischem
Kunststoff zu umspannen. Hierzu werden Packmaschinen
benutzt, die das von einer Vorratsrolle kommende Band
in einer geschlossenen Schleife um das Packgut herum
legen, wobei sich die Schleifenenden überlappen. Nach
dem Vortreiben des Bandes in einem Führungskanal wird
das vordere Bandende festgeklemmt. Danach wird das Band
in Rückwärtsrichtung angetrieben, um es um das Packgut
herum zu spannen, und schließlich werden die sich über
lappenden Bandabschnitte miteinander verschweißt. Da
derartige Packmaschinen für unterschiedliche Packgüter
verwendbar sein sollen, die unterschiedliche Band
spannungen erfordern, ist es zweckmäßig, wenn die Band
spannung auf einfache Weise in weiten Bereichen ein
stellbar ist. Beispielsweise erfordert ein Stapel
Steine, der mit Bändern umspannt werden soll, eine er
heblich höhere Spannkraft als relativ weiches Packgut,
z. B. Kartons. In Abhängigkeit von dem Packgut variiert
auch die Elastizität der benutzten Bänder, wobei eben
falls eine Einstellung der Bandspannung in weiten Be
reichen erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pack
maschine der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ange
gebenen Art zu schaffen, die auf einfache Weise eine
exakte Erzielung der gewünschten Bandspannung er
möglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit
den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei der erfindungsgemäßen Packmaschine ist eine ge
häusefeste Haltekupplung vorgesehen, die ein Getriebe
teil desjenigen Antriebszweiges festhält, über den das
Band während der Spannbewegung angetrieben wird. So
lange das Getriebeteil von der Haltekupplung festgehal
ten ist, überträgt das Getriebe die Antriebskraft über
den betreffenden Antriebszweig auf das zu spannende
Band. Wenn die Spannkraft so groß wird, daß die Halte
kupplung das Getriebeteil nicht mehr festhalten kann,
beginnt die Haltekupplung zu drehen, wobei das genannte
Getriebeteil mitdreht. Diese Drehung von Getriebeteil
oder Haltekupplung wird von einem Sensor erkannt, der
daraufhin die Beendigung der Spannbewegung steuert. Ein
wesentlicher Vorteil besteht darin, daß in dem An
triebszweig für das Spannen keine mitdrehende Überlast
kupplung vorhanden ist. Die Haltekupplung ist vielmehr
ortsfest bzw. gehäusefest angeordnet. Eine Bewegung der
Ausgangswelle der Haltekupplung oder des festgehaltenen
Getriebeteils kann sehr leicht mit einem gehäusefesten
Sensor festgestellt werden. Dabei besteht die Möglich
keit, die Abschaltung der Spannbewegung unmittelbar bei
Beginn des Drehens vorzunehmen oder eine Drehung um
einen vorbestimmten Drehwinkel zuzulassen und dann die
Abschaltung vorzunehmen.
Die erfindungsgemäße Steuerung der Beendigung des Span
nens des Bandes ist bei Packmaschinen anwendbar, die
zwei getrennte Antriebszweige für Vorlauf und Rücklauf
aufweisen. Im allgemeinen erfolgt das Spannen des Ban
des beim Rücklauf mit verminderter Antriebsgeschwindig
keit, um eine hohe Bandspannung zu erreichen und diese
exakt einzuhalten. Wenn der gesamte Rücklauf mit der
Spanngeschwindigkeit durchgeführt wird, wird hierfür
eine relativ lange Zeit benötigt. Gemäß einer bevor
zugten Weiterbildung der Erfindung ist ein erster An
triebszweig für den Schnellauf, und zwar sowohl für
Vorlauf als auch für Rücklauf, vorgesehen und ein
zweiter Antriebszweig für das Spannen des Bandes. Hier
bei geschieht nach Vervollständigung der Bandschleife
zunächst ein schneller Rücklauf über den ersten An
triebszweig, der von Vorlauf auf Rücklauf umschaltbar
ist. Erst nachdem die Bandschleife sich verkleinert
hat, erfolgt das Spannen über einen separaten zweiten
Antriebszweig, wobei der erste Antriebszweig abgeschal
tet ist. Das Spannen geschieht natürlich beim Rücklauf
des Bandes, jedoch mit einer gegenüber der ersten Rück
laufbewegung verringerten Geschwindigkeit.
Vorzugsweise ist dasjenige Getriebe, das ein durch die
Haltekupplung festgehaltenes Getriebeteil aufweist, ein
im (zweiten) Antriebszweig für das Spannen enthaltenes
Untersetzungsgetriebe. Generell ist es aber auch mög
lich, ein Getriebe zu verwenden, das keine Drehzahl
untersetzung vornimmt. Im Falle eines Untersetzungs
getriebes wird vorzugsweise ein Planetenradgetriebe
eingesetzt, das eine Eingangswelle, eine Ausgangswelle
und ein Gehäuse aufweist. Das Getriebegehäuse ist in
dem Gehäuse der Maschine drehbar gelagert und wird von
der Haltekupplung gegen Drehung festgehalten, um die
Reaktionskraft des Planetengetriebes abzuleiten. Über
steigt die auf das Getriebegehäuse einwirkende Reak
tionskraft die Haltekraft der Haltekupplung, dann dreht
das Getriebegehäuse, während die Ausgangswelle des Ge
triebes langsam läuft oder stillsteht. Durch das Mit
drehen des Getriebegehäuses bzw. durch das Drehen der
Haltekupplung wird das Erreichen der geforderten Band
spannung erkannt. Anschließend wird das zweite Bandende
von einer Klemmbacke fixiert und schließlich werden im
Überlappungsbereich der Bandenden die Bandenden mit
einander verschweißt.
Als Haltekupplung eignet sich in besonderer Weise eine
elektromagnetische Überlastkupplung, bei der das Aus
lösemoment elektrisch verändert werden kann. Eine
solche elektromagnetische Haltekupplung oder Bremse
erfordert keine mechanischen Eingriffe zur Verstellung
des Auslösemoments.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht der Packmaschine,
Fig. 2 eine Ansicht der Packmaschine aus Richtung des
Pfeiles II von Fig. 1,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch die Packmaschine
entlang der Linie III-III von Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV von
Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht der Maschine, teilweise aufge
brochen, während der Rückzugsbewegung des
Bandes,
Fig. 6 in vergrößertem Maßstab in gleicher Darstellung
wie Fig. 3 die Funktion der Klemmbacken und des
Schwingers während des Reibschweißens,
Fig. 7 einen Horizontalschnitt entlang der Linie VII-
VII von Fig. 6,
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII von
Fig. 3,
Fig. 9 einen Schnitt entlang der Linie IX-IX von
Fig. 8,
Fig. 10 eine Draufsicht von Fig. 9 aus Richtung des
Pfeiles X und
Fig. 11 einen Schnitt entlang der Linie XI-XI von
Fig. 5.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung dient dazu,
Packgut 10 mit einem thermoplastischen Band 11 fest zu
umschließen und zusammenzuschnüren. Die Vorrichtung
weist ein Gehäuse 12 auf, auf dem ein Antriebsmotor 13
befestigt ist, der den Bandantrieb und die übrigen
Teile der Vorrichtung über ein Getriebe 14 und über
verschiedene Kupplungen antreibt. An einem Arm des Ge
häuses 12 ist eine Band-Vorratsrolle 15 gelagert, von
der das Band 11 abgezogen wird.
An der Unterseite des Gehäuses 12 ist ein Rahmen be
festigt, der einen das Packgut 10 mit Abstand um
schließenden Führungskanal 16 bildet. In diesen Füh
rungskanal wird das Band 11 durch einen im Gehäuse 12
befindlichen Antriebsmechanismus 17 derart eingeführt,
daß es gemäß Fig. 1 in Richtung des Pfeiles 18 bewegt
wird, bis im Führungskanal 16 eine geschlossene
Schlaufe gebildet worden ist. Dann wird das Band vom
Antriebsmechanismus zurückgezogen, wodurch sich Klappen
an der Innenseite des Führungskanals 16 öffnen und das
Band den Führungskanal nach innen verläßt. Das Band
wird nunmehr nur noch durch den an der Unterseite des
Gehäuses 12 vorgesehenen Spann- und Verbindungsmecha
nismus festgehalten, bis es das Packgut 10 straff um
schließt. Dann erfolgt das Verbinden der Bandenden und
das Abschneiden von dem Band der Vorratsrolle.
Die Fign. 3 bis 7 zeigen den Spann- und Verbindungs
mechanismus 19. Dieser weist ein die Oberseite des
Packgutes 10 berührendes Widerlager 20 auf, das seit
lich zum Band bewegt werden kann und nach Beendigung
des Verschließvorganges seitlich unter dem Band 11
herausgezogen wird. Das Widerlager 20 weist in Längs
richtung des Bandes hintereinander eine geriffelte
Haltefläche 21, eine weitere geriffelte Haltefläche 22
und eine erhabene und glatte Stützfläche 23 auf. Über
der Haltefläche 21 befindet sich eine vertikal beweg
bare Klemmbacke 24, deren Unterseite zum Zusammenwirken
mit der Haltefläche 21 ebenfalls geriffelt ist. Über
der Stützfläche 23 befindet sich eine weitere Klemm
backe 25, ebenfalls mit geriffelter Unterseite, und
über der Haltefläche 22 befindet sich der Schwinger 26,
der eine geriffelte Unterseite aufweist. Die Klemm
backen 24, 25 und der Schwinger 26 werden von vertikal
verschiebbar geführten Stößeln 27, 28, 29 vertikal be
wegt, wobei die Klemmbacke 25 und der Schwinger 26 an
dem jeweiligen Stößel 27 bzw. 28 mit Rollen 30 gelagert
sind, um Horizontalbewegungen quer zum Band ausführen
zu können.
Die Stößel 27, 28, 29 werden jeweils von einer Feder 31
niedergedrückt und sie werden über Hebel 32 bewegt, die
auf einer Achse 32a gelagert von einer Nockenwelle 33
gesteuert sind. Die Kurvenscheibe 33a steuert die Ver
tikalbewegung der Klemmbacke 24, die Kurvenscheibe 33b
die Vertikalbewegung des Schwingers 26 und die Kurven
scheibe 33c die Vertikalbewegung der Klemmbacke 25. Die
Nockenwelle 33 ist über eine Kupplung 34 mit einer von
dem Motor 13 angetriebenen Antriebswelle 35 verbunden
und in Lagern 36 des Gehäuses 12 gelagert.
Die Nockenwelle 33 weist noch weitere Kurvenscheiben
33d und 33e auf, die jeweils über einen am Gehäuse ge
lagerten Hebel 37 bzw. 37a die Querbewegungen des
Widerlagers 20 und einer auf dem Widerlager 20 beweg
baren Anschlagplatte 38 steuern.
Schließlich ist an der Nockenwelle 33 noch eine weitere
Kurvenscheibe 33f vorgesehen, die über einen bei 39b
gelagerten Hilfshebel 39a einen Hebel 39 des Antriebs
mechanismus 17 steuert. Dieser Hebel 39 ist an einem
Lager 40 des Gehäuses 12 gelagert und an seinem Ende
befindet sich eine frei drehbare Andrückrolle 41, um
die das von der Vorratsrolle 15 kommende Band 11
herumläuft. Am Gehäuse sind zwei Antriebsrollen 42 und
43 gelagert, die gemeinsam angetrieben und durch einen
Treibriemen 44 derart gekoppelt sind, daß sie mit
gleichem Drehsinn rotieren.
Der Hebel 39 kann, gesteuert durch die Kurvenscheibe
33f, zwei verschiedene Stellungen einnehmen. In der
einen Stellung drückt er das Band 11 mit der Andruck
rolle 41 gegen die Antriebsrolle 42 und in der anderen
Stellung drückt er das Band 11 mit einer Druckbacke 45
gegen die Antriebsrolle 43. Die Druckbacke 45 ist zu
sammen mit einer Ersatz-Druckbacke 45a an einem
schwenkbaren Druckbackenträger 45b angebracht. In der
ersten Stellung des Hebels 39 wird das Band von der
Antriebsrolle 42 in Richtung auf den Spann- und Ver
bindungsmechanismus 19 getrieben und in der zweiten
Stellung wird das Band von der Antriebsrolle 43 in
Gegenrichtung gezogen und somit gespannt.
Beim Vorschieben des Bandes durch die Antriebsrolle 42
läuft das Band durch einen Kanal 46 der Klemmbacke 24
hindurch, um anschließend den Führungskanal 16 zu
durchlaufen. Der vordere Bandabschnitt 11a läuft dann
in den Spann- und Verbindungsmechanismus 19 zurück und
stößt hierbei gegen einen Anschlag 38a der Anschlag
platte 38 (Fig. 3). Dieses Anstoßen des vorderen Band
abschnittes gegen die Anschlagplatte 38 bewirkt über
einen (nicht dargestellten) Schalter das Einschalten
der Kupplung 34. Dabei wird zunächst über die Nocken
scheibe 33a die Klemmbacke 24 herunterbewegt, so daß
der vordere Bandabschnitt 11a zwischen der Klemmbacke
24 und der Haltefläche 21 festgeklemmt wird. Ferner
wird der Hebel 39 umgeschaltet, so daß das Band durch
die Antriebsrolle 43 in Rückzugsrichtung angetrieben
wird (Fig. 5). Das Band löst sich nun aus dem Führungs
kanal 16, dessen Wandteile nach innen aufschnappen, und
legt sich um das Packgut 10.
Wie aus Fig. 11 hervorgeht, weist der Führungskanal 16
einen mit dem Gehäuse 12 verbundenen starren Rahmen 60
auf, von dem Stäbe 61 seitlich abstehen. Auf diesen
Stäben ist eine Schiene 62 befestigt, an der zwei
L-förmige Klappen 63, 64 seitlich anliegen, und zwar
derart, daß sie mit ihren freien Schenkeln unterhalb
der Schiene 62 einen Aufnahmeraum für das Band 11 be
grenzen. Die Klappen 63 und 64 werden von Federn 65
gegen die Schiene 62 gedrückt gehalten. Wenn die Span
nung des Bandes 11 zunimmt, stößt das Band gegen die
Schenkel der L-förmigen Klappen 63 und 64, wobei
schließlich die Kraft der Federn 65 überschritten wird
und die Klappen 63, 64 in die mit 63′ und 64′ bezeich
neten Positionen aufklappen, so daß das Band 11 den
Führungskanal 16 nach innen hin verlassen kann. Das
Aufklappen der Klappe 63 wird von einem an dem Rahmen
60 montierten Sensor 66 erkannt, der daraufhin den An
triebszweig für den Schnellauf abschaltet und den An
triebszweig für das Spannen einschaltet.
Nachdem das Band fest um das Packgut herumgezogen ist,
wird von der Nockenscheibe 33e die Anschlagplatte 38
seitlich herausgezogen, während das Widerlager 20 noch
unter dem Band 11 verbleibt. Dann werden durch die
Nockenscheiben 33c und 33b die Klemmbacke 25 und der
Schwinger 26 niedergedrückt, so daß sich der in Fig. 4
dargestellte Zustand ergibt. Ein am Schwinger 26 ange
brachtes Messer 47 trennt das Band am Ende des Durch
trittskanals 46 der Klemmbacke 24. In dem Überlappungs
bereich zwischen den beiden Klemmbacken 24 und 25
liegen die Bandabschnitte 11a und 11b doppelt. In
diesem Überlappungsbereich ist der Schwinger 26 wirk
sam, wobei der untere Bandabschnitt 11a auf der Halte
fläche 22 festgehalten wird, während der obere Band
abschnitt 11b an der Unterseite des Schwingers 26 fest
gehalten wird. Der Schwinger 26 wird nun in eine oszil
lierende Horizontalbewegung versetzt. Dies geschieht
durch eine Kurbelwelle 48, die über eine Kupplung 49 an
eine ständig rotierende Welle 50 angekuppelt wird. Die
Kurbelwelle 48 treibt über den Kurbeltrieb 51 den
Schwinger 26 an, so daß dieser hin- und hergehende
Horizontalschwingungen ausführt, während er fest gegen
den oberen Bandabschnitt 11b gedrückt gehalten wird.
Dadurch bewegt sich der obere Bandabschnitt 11b relativ
zu dem festgehaltenen unteren Bandabschnitt 11a. Inner
halb einer Zeit, die etwa eine Sekunde beträgt, werden
durch die Reibungswärme die beiden Bandabschnitte mit
einander verschweißt.
Die Kurbelwelle 48, die in Lager 48a gelagert ist,
treibt über einen weiteren Kurbeltrieb 52 die Klemm
backe 25, die den oberen Bandabschnitt 11b festhält.
Dabei gleitet der Bandabschnitt 11b auf der glatten
Stützfläche 23, während er von der Riffelung an der
Unterseite der Klemmbacke 25 mitgenommen wird. Die
Klemmbacke 25 wird gleichphasig und mit gleicher Ampli
tude bewegt wie der Schwinger 26, so daß das Band 11
zwischen Klemmbacke 25 und Schwinger 26 keine Scher
beanspruchung erleidet.
Zur Abstützung der Klemmbacke 25 beim Festziehen des
Bandes sind am Gehäuse zwei Rollen 53, 54 vorgesehen,
die um vertikale Achsen herum drehbar sind und ein
reibungsarmes Gleiten der Klemmbacke ermöglichen.
Wie Fig. 8 zeigt, erfolgt der Antrieb der Antriebs
rollen 42 und 43 über den ersten Antriebszweig 70 für
den Schnellauf, während das Spannen des Bandes 11 durch
den zweiten Antriebszweig 71 erfolgt. Beide Antriebs
zweige sind gemeinsam von einem Treibriemen 72 über
Riemenscheiben 73 und 74 vom Motor 13 angetrieben.
Jeder Antriebszweig enthält eine elektromagnetische
Kupplung 75 bzw. 76. Diese Kupplungen werden wechsel
seitig betätigt, so daß zu jedem Zeitpunkt immer nur
eine Kupplung eingeschaltet ist. Der erste Antriebs
zweig 70 enthält hinter der Kupplung 76 eine Welle 77,
die eine Riemenscheibe 78 und die damit fest verbundene
Antriebsrolle 42 treibt. Die Riemenscheibe 78 treibt
über den Riemen 44 eine weitere Riemenscheibe 79, die
drehfest mit der Antriebsrolle 43 für den schnellen
Rücklauf verbunden ist. Wenn die Kupplung 76 einge
schaltet ist, werden beide Antriebsrollen 42 und 43
angetrieben. Wenn der Hebel 39 in der in Fig. 3 darge
stellten Stellung ist, wird das Band 11 gegen die An
triebsrolle 42 gedrückt und damit vorwärtsbewegt. Ist
der Hebel 39 dagegen in der in Fig. 5 gezeigten Stel
lung, in der das Band 11 gegen die Antriebsrolle 43
gedrückt wird, wird das Band in Rückwärtsrichtung an
getrieben.
Wenn beim Öffnen des Führungskanals 16 der Sensor 66
(Fig. 11) anspricht, wird durch Ausschalten der Kupp
lung 76 der erste Antriebszweig 70 abgeschaltet und
durch Einschalten der Kupplung 75 der zweite Antriebs
zweig 71 eingeschaltet. Die Kupplung 75 treibt dann ein
im zweiten Antriebszweig enthaltenes Planetengetriebe
80, dessen Getriebegehäuse 81 im Gehäuse 12 drehbar
gelagert ist. Das Planetengetriebe 80 weist in üblicher
Weise ein mit der Eingangswelle verbundenes Sonnenrand,
Planetenräder und, mit dem Getriebegehäuse 81 fest ver
bunden, eine Innenverzahnung auf. Der Träger der
Planetenräder ist mit der Ausgangswelle 82 verbunden
und diese ist an einen Freilauf 83 angeschlossen, der
mit der Riemenscheibe 79 verbunden ist. Der Freilauf 83
bewirkt, daß die Antriebsrolle 43 über den zweiten An
triebszweig 71 gedreht werden kann, ohne daß über den
Riemen 44 der erste Antriebszweig 70 mitgedreht würde.
Anstelle des Freilaufs 83 könnte auch eine weitere
Schaltkupplung vorgesehen sein.
Das Getriebegehäuse 81 ist über einen schlupffreien
Antrieb, nämlich einen Zahnriementrieb 84, mit der
Ausgangswelle 85 einer im Gehäuse 12 fest angebrachten
Haltekupplung 86 verbunden. Die Haltekupplung 86 ist
eine elektromagnetische Bremse, die über den Zahn
riementrieb 84 das Getriebegehäuse 81 festhält. Solange
das Getriebegehäuse 81 gegen Drehung festgehalten ist,
kann das Getriebe 80, das als Untersetzungsgetriebe
wirkt, die Drehung von der Kupplung 75 zum Freilauf 83
und somit zur Antriebsrolle 43 übertragen. Da das Ge
triebe ein Untersetzungsgetriebe ist, erfolgt das
Drehen der Antriebsrolle 43 beim Spannen des Bandes 11
mit verminderter Geschwindigkeit. Mit zunehmender Band
spannung wird die Kraft, mit der der Zahnriementrieb 84
das Getriebehäuse 81 gegen Drehung festhalten muß,
immer größer. Übersteigt diese Festhaltekraft die
Haltekraft der Haltekupplung 86, dann dreht die Welle
85 der Haltekupplung 86 und erlaubt es dem Getriebe
gehäuse 81 ebenfalls sich drehen. Am Getriebegehäuse 81
ist eine Markierungsscheibe 87 in Form einer Loch
scheibe (Fig. 9) befestigt. Die Löcher der Markierungs
scheibe 87 werden von einem im Gehäuse 12 ortsfest an
gebrachten Sensor 88 erkannt. Wenn der Sensor 88 das
Drehen der Markierungsscheibe 87, und somit des Ge
triebegehäuses 81, erkennt, kann ein Signal erzeugt
werden, das die Kupplung 75 ausschaltet und die Kupp
lung 34 (Fig. 3) einschaltet, um die Klemmbacke 25 in
die Klemmposition zu bewegen und den Verbindungsvorgang
durchzuführen. Es ist aber auch möglich, die durch die
Markierungsscheibe 87 am Sensor 88 erzeugten Impulse zu
zählen und die Umschaltung erst dann vorzunehmen, wenn
eine vorbestimmte Impulszahl gezählt wurde.
Claims (9)
1. Packmaschine zum Umspannen von Packgut (10) mit
einem Band (11), mit einer Antriebseinrichtung
(17), die das Band in einer das Packgut umgebenden
Führungsvorrichtung (16) zur Bildung einer ge
schlossenen Bandschleife vortreibt, einer Steuer
einrichtung, die die Antriebseinrichtung nach Ver
vollständigung der Bandschleife umschaltet und
eine Rückzugsbewegung des Bandes zum Spannen ein
leitet, und mit einer Verbindungsvorrichtung (19),
die nach dem Spannen sich überlappende Band
abschnitte der Bandschleife miteinander verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung (17) in einem An
triebszweig (71) für das Spannen des Bandes (11)
ein Getriebe (80) mit einem von einer feststehen
den Haltekupplung (86) festgehaltenen Getriebeteil
(81) aufweist und daß ein Sensor (88) vorgesehen
ist, der das Bewegen dieses Getriebeteils (81)
oder das Auslösen der Haltekupplung (86) bei Über
schreiten der Kraft der Haltekupplung erkennt und
die Beendigung der Spannbewegung steuert.
2. Packmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Haltekupplung (86) eine elektro
magnetische Bremse mit einstellbarem Bremsmoment
ist.
3. Packmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein erster Antriebszweig (70)
für den Schnellauf und ein zweiter Antriebszweig
(71) für das Spannen des Bandes (11) jeweils über
eine schaltbare Kupplung (76, 75) von demselben
Antrieb (72) angetrieben sind, daß der erste An
triebszweig (70) eine Antriebsrolle (42) für den
Vorlauf und eine Antriebsrolle (43) für den Rück
lauf aufweist, die gemeinsam angetrieben und
wechselseitig in Angriff mit dem Band (11) bring
bar sind.
4. Packmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antriebsrolle (43) für den Rück
lauf des Bandes (11) über einen Freilauf (83) mit
dem Ausgang des Getriebes (80) gekuppelt ist.
5. Packmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (80) ein
Untersetzungsgetriebe ist.
6. Packmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Getriebe (80) ein Planeten
getriebe ist und daß das von der Haltekupplung
(86) festgehaltene Getriebeteil (81) das drehbar
gelagerte Hohlrad oder Gehäuse des Planeten
getriebes ist.
7. Packmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß mit dem festgehaltenen
Getriebeteil (81) oder mit dem drehbaren Teil der
Haltekupplung (86) eine Markierungsscheibe (87)
verbunden ist, deren Markierungen an dem orts
festen Sensor (88) vorbeilaufen.
8. Packmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sensor (88) mit einer Zähl
einrichtung gekoppelt ist, die die Anzahl der vor
beigelaufenen Markierungen zählt und die Beendi
gung der Spannbewegung bei Erreichen einer vorbe
stimmten Anzahl bewirkt.
9. Packmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Umschalten von dem ersten An
triebszweig (70) auf den zweiten Antriebszweig
(71) durch einen Sensor (66) erfolgt, der auf das
Öffnen der Führungsvorrichtung (16) während des
Bandantriebs durch die Antriebsrolle (43) für den
Rücklauf anspricht.
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