DE4012227A1 - Elektronische steuereinrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektronische
Steuereinrichtung für ein Flurförderfahrzeug,
insbesondere Gabelstapler, das in einem Gang zwischen
Regalen verfahrbar ist, mit einem Infrarot-Bauteil,
dessen Strahlenkegel in den Gang gerichtet ist und bei
dessen Ansprechen eine Schaltstufe das Fahrzeug anhält.
Ein Flurförderfahrzeug, insbesondere Gabelstapler, soll,
beispielsweise bei einem Hochregallager, einen Gang
befahren, der gerade ebenso breit ist wie das Fahrzeug.
Befindet sich im Gang eine Person oder ein Hindernis,
dann besteht bei Unaufmerksamkeit des Fahrers des
Fahrzeugs ein erhebliches Unfallrisiko.
Es wurde vorgeschlagen, an dem Flurförderfahrzeug einen
passiven Infrarot-Detektor als Wärmemelder anzuordnen,
dessen Strahlenkegel schräg von oben in den Gang
gerichtet ist. Der Gabelstapler wird selbsttätig
gebremst, wenn an dem Detektor eine entsprechende
Temperaturänderung auftritt. Eine solche kann durch eine
Person im Gang hervorgerufen werden. Dies ist jedoch
unsicher, insbesondere wenn die Person stark bekleidet
ist, so daß sie keine hinreichende Wärmestrahlung abgibt.
Darüber hinaus kann die vorgeschlagene Einrichtung nicht
ansprechen, wenn sich andere Hindernisse, wie Leitern,
Kisten oder Paletten, in dem Gang befinden, deren
Temperatur sich von der Umgebung nicht unterscheidet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine elektronische
Steuereinrichtung der eingangs genannten Art
vorzuschlagen, die auf alle im Gang befindlichen
Hindernisse unabhängig von deren Temperatur anspricht.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer
Steuereinrichtung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß am Fahrzeug stirnseitig über die
Fahrzeugbreite verteilt mehrere Infrarot-Sendebauteile
und mehrere Infrarot-Empfangsbauteile angeordnet sind,
daß die Strahlenkegel der einzelnen Sendebauteile
gemeinsam ein Strahlenbündel bilden, das eine Raumzone in
Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug weitgehend lückenlos
abdeckt, wobei die Länge der Raumzone in Fahrtrichtung
wenigstens ebenso groß ist wie der Bremsweg des Fahrzeugs
und die Breite der Raumzone der Gangbreite bzw. der
Fahrzeugbreite im wesentlichen gleich ist, und daß dann,
wenn eines der Empfangsbauteile ein an einem Hindernis
reflektiertes Signal eines der Sendebauteile empfängt,
die Schaltstufe anspricht und das Fahrzeug anhält.
Dadurch ist eine sichere Überwachung des in Fahrtrichtung
vor dem Fahrzeug liegenden Gangbereichs gewährleistet.
Befindet sich in diesem Gangbereich eine Person oder ein
anderes Hindernis, wie beispielsweise Palette, Kiste oder
Leiter, dann wird das Fahrzeug - unabhängig vom Fahrer -
zwangsweise bis zum Stillstand abgebremst. Weil die
überwachte Raumzone nicht kürzer ist als der Bremsweg des
Fahrzeugs ist gewährleistet, daß das Fahrzeug vor der
Person bzw. dem Hindernis zum Stillstand kommt. Da das
Strahlenbündel der Sendebauteile auf die Gangbreite
begrenzt ist, ist erreicht, daß die Regale oder deren
Inhalt nicht zu einem unerwünschten Anhalten des
Fahrzeugs führen.
Das die Raumzone abdeckende Strahlenbündel läßt sich
durch die Verteilung der mehreren Sendebauteile und
Empfangsbauteile am Fahrzeug erreichen.
Günstig ist auch, daß die Sendebauteile und die
Empfangsbauteile nicht an beweglichen Teilen, wie
beispielsweise einem Hubmast, angeordnet werden müssen.
Vorzugsweise ist das Strahlenbündel horizontal
ausgerichtet. Bevorzugt sind die Sende- und
Empfangsbauteile etwa in Stoßstangenhöhe des Fahrzeugs
angeordnet. Es ist dadurch gewährleistet, daß auch
niedere Kisten oder Paletten von dem Strahlenbündel
erfaßt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung sind auf einer Platine
mehrere Sende- und Empfangsbauteile angeordnet und an
einer Trägerleiste des Fahrzeugs sind nebeneinander
mehrere solche Platinen vorgesehen. Dadurch ist ein
einfacher Aufbau in Baugruppen erreicht. Bei größeren
Fahrzeugbreiten sind entsprechend mehr Baugruppen als bei
weniger breiten Fahrzeugen vorgesehen. Die Baugruppen
lassen sich im Wartungsfalle einfach austauschen.
Da das Fahrzeug im Gang in beiden Richtungen verfahrbar
ist, sind vorzugsweise an beiden gegenüberliegenden
Seiten des Fahrzeugs Sende- und Empfangsbauteile
angeordnet.
In Weiterbildung der Erfindung sind neben den Sende- und
Empfangsbauteilen Kontrollbauteile, beispielsweise
Leuchtdioden angeordnet, die ein Signal abgeben, wenn
sich ein Hindernis in der Raumzone befindet. Damit ist
eine einfache Kontrolle der Funktionsfähigkeit der
Steuereinrichtung möglich. Es wird hierfür ein Gegenstand
in die genannte Raumzone gestellt. Bei richtiger Funktion
der Einrichtung leuchtet dann das betreffende
Kontrollbauteil auf.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Steuereinrichtung
über einen Sensor aktiviert, wenn sich das Fahrzeug im
Gang befindet. Die Steuereinrichtung ist abgeschaltet,
wenn sich das Fahrzeug außerhalb des Ganges befindet.
Dadurch ist erreicht, daß die Steuereinrichtung
wirkungslos ist, wenn das Fahrzeug im Freien gefahren
wird. Es sind dann unerwünschte Zwangsbremsungen des
Fahrzeugs vermieden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 einen Gabelstapler in einem Gang eines
Hochregallagers schematisch von oben,
Fig. 2 eine Ansicht längs der Linie II-II nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Trägerleiste des Gabelstaplers mit den ihr
zugeordneten Baugruppen schematisch und
Fig. 4 ein Blockschaltbild.
Zwischen zwei Regalen (1, 2) besteht ein Gang (3), der eine
Breite (B) aufweist. Der Gang (3) ist mittels eines
Gabelstaplers (4) befahrbar. Dessen Fahrzeugbreite (G) ist
nur geringfügig kleiner als die Gangbreite (B). Der
Gabelstapler (4) ist im Gang (3) wahlweise in der
Richtung (V oder Z) verfahrbar.
Der Gabelstapler (4) ist aus einer Batterie
elektromotorisch angetrieben. Seine Gabel (5) ist an einem
Hubmast (6) gelagert. Neben der Gabel (5) ist ein
Fahrersitz (7) mit Bedienpult (8) vorgesehen.
An dem Gabelstapler (4) ist an seiner vorderen
Stirnseite (9) eine Trägerleiste (10) befestigt. Diese
besteht aus einem Aluminium-U-Profil, das in
Fahrtrichtung optisch offen ist. Die Trägerleiste (10)
erstreckt sich praktisch über die gesamte Breite (G) der
Stirnseite (9). Sie ist in Stoßstangenhöhe (H) über dem
Boden (11) des Ganges (3) angeordnet. Die Höhe (H) liegt bei
etwa 30 cm bis 60 cm.
In der Trägerleiste (10) sind drei gleiche
Platinen (12, 13, 14) nebeneinander angeordnet. Jede der
Platinen (12, 13, 14) trägt drei Infrarot-Sendedioden (S),
zwei Infrarot-Empfangsdioden (E) und zwei
lichtemittierende Dioden (K1, K2). Die Sendedioden (S) und
die Empfangsdioden (E) sind wechselweise nebeneinander
angeordnet. Insgesamt sind also über die Breite (G) des
Gabelstaplers (4) neun Sendedioden (S) und sechs
Empfangsdioden (E) verteilt. Bei einem Gabelstapler (4)
größerer Breite (G) lassen sich in dessen Trägerleiste (10)
entsprechend mehr Platinen anordnen. Es hat sich gezeigt,
daß je 40 cm Gangbreite (B) eine Platine zu verwenden,
günstig ist.
Jede Platine (12, 13, 14) umfaßt eine weiter unten näher
beschriebene Sendeschaltung und eine Empfangsschaltung,
die als Baugruppe (15) auf die betreffende
Platine (12, 13, 14) aufgesteckt ist. In Fig. 3 sind aus
Gründen der Übersichtlichkeit die Platinen (12, 13, 14)
außerhalb der Trägerleiste (10) dargestellt.
Die Platinen (12, 13, 14) sind an eine gemeinsame
Verteilerplatine (16) angeschlossen. Die
Verteilerplatine (16) weist auch Anschlußmöglichkeiten für
drei weitere, den Platinen (12, 13, 14) gleiche Platinen
auf, die bei größeren Breiten (G) des Gabelstaplers (4)
erforderlich sind. Über die Verteilerplatine (16) sind die
Platinen (12, 13, 14), insbesondere deren aktive
Bauelemente, mit einer von der Batterie des
Gabelstaplers (4) abgezweigten Stromversorgungsleitung (17)
verbunden. Außerdem sind alle Platinen (12, 13, 14) über die
Verteilerplatine (16) mit einer Sammelleitung (18)
verbunden, die zu einer Ansteuerschaltung (19) führt. Wird
von einer der Platinen (12, 13, 14) ein Signal an die
Sammelleitung (18) gelegt, dann schaltet die
Ansteuerschaltung (19) den Elektromotor des
Gabelstaplers (4) ab und betätigt dessen Bremse. Dies wird
weiter unten näher beschrieben.
Jede der Sendedioden (S) gibt eine Infrarot-Strahlung in
einem Strahlenkegel mit einem Öffnungswinkel ab. Der
Öffnungswinkel ist möglichst klein. Er beträgt
beispielsweise 12,5°. Die Strahlenkegel der in der
Breite (G) nebeneinander angeordneten Sendedioden (S)
bilden gemeinsam ein Strahlenbündel (20), das in den
Fig. 1 und 2 strichliert angedeutet ist. Das
Strahlenbündel (20) deckt eine Raumzone (21) vor dem
Gabelstapler (4) ab. Die Länge (L) der Raumzone (21) in
Fahrtrichtung ist wenigstens ebenso groß wie der Bremsweg
des Gabelstaplers (4) aus maximaler Geschwindigkeit.
Beispielsweise beträgt die Länge (L) 2 m. Die Breite (M)
der Raumzone (21) ist im wesentlichen gleich der Breite (G)
des Gabelstaplers (4) bzw. der Breite (B) des Ganges (3).
Das Strahlenbündel (20) deckt die Raumzone (21) im
wesentlichen lückenlos ab. Es ist horizontal gerichtet
(vgl. Fig. 2). Auch die Empfangsdioden (E) weisen
Strahlenachsen auf. Sie sind so ausgerichtet, daß die
Strahlenachsen in der Raumzone (21) liegen. Der
Öffnungswinkel der Empfangsdioden (E) ist geringfügig
größer als der der Sendedioden (S). Er beträgt
beispielsweise 20°.
In Fig. 4 ist das Blockschaltbild einer der
Platinen (12, 13, 14) gezeigt. Die anderen Platinen weisen
die gleiche Schaltung auf. Der Sender ist mit (22) und
der Empfänger ist mit (23) bezeichnet.
Der Sender (22) weist einen Impulsgenerator (24) auf, der
Rechteckimpulse mit einer Impulsdauer von etwa 0,2 ms und
einer Frequenz von etwa 2 kHz abgibt, die über einen
Verstärker (25) die drei Sendedioden (S) ansteuern. Die
drei Sendedioden (S) bilden dadurch den ihnen zugeordneten
Teil des Strahlenbündels (20). Der Verstärker (25) schaltet
außerdem die lichtemittierende Diode (K1). Diese leuchtet
sichtbar, wenn die Sendedioden (S) arbeiten. Dadurch ist
eine optische Sendestromüberwachung möglich. Die
Diode (K1) ist über einen Optokoppler (26) an die
Sammelleitung (18) angeschlossen. Dadurch erfolgt, wie
weiter unten näher beschrieben, eine Zwangsbremsung des
Gabelstaplers (4), wenn die Diode (K1) erlischt, der
Sendestrom der Sendedioden (S) also unterbrochen ist.
Im Empfänger (23) ist den beiden Infrarot-
Empfangsdioden (E) ein 100-Hz-Filter nachgeschaltet, das
Störungen im 100-Hz-Bereich unterdrückt. An das
Filter (27) ist eine Verstärkerstufe (28) angeschlossen,
die das Ausgangssignal der Empfangsdioden (E) demoduliert
und verstärkt. Dabei ist die Verstärkerstufe (28) über
eine Synchronisierleitung (29) von dem Impulsgenerator (24)
synchronisiert. Die Verstärkerstufe (28) richtet außerdem
das Empfangssignal gleich und glättet dieses, so daß an
ihrem Ausgang ein Gleichspannungssignal ansteht, das den
von den Empfangsdioden (E) empfangenen IR-Signalen
entspricht, die auf einer Reflexion der von den
Sendedioden (S) ausgestrahlten IR-Impulse beruhen.
Der Verstärkerstufe (28) ist ein Komparator (30)
nachgeschaltet, an den ein Potentiometer (31)
angeschlossen ist. Mittels des Potentiometers (31) läßt
sich die Empfindlichkeit des Empfängers (23) und damit im
Endergebnis diejenige Länge (L) der Raumzone (21)
einstellen, in der ein Hindernis gerade noch zum
Ansprechen des Empfängers (23) führt. Der Ausgang des
Komparators (30) liegt über die Verteilerplatine (16) an
der Sammelleitung (18). Außerdem ist an den Ausgang des
Komparators (30) die lichtemittierende Diode (K2)
angeschlossen. Bei einem Ausgangssignal am Komparator (30)
leuchtet die Diode (K2) auf. Dies gibt eine
Kontrollmöglichkeit. Denn es kann bei stilllstehendem
Gabelstapler (4) ein Hindernis in die Raumzone (21)
gebracht werden. Das dann erfolgende Aufleuchten der
Diode (K2) ist ein Zeichen für die Funktionsbereitschaft
der Steuereinrichtung.
Die an die Ansteuerschaltung (19) angeschlossene
Sammelleitung (18) liegt über eine Verknüpfungslogik (32)
an einem Relais (33) des Gabelstaplers (4). Liegt an der
Sammelleitung (18) ein Signal, dann spricht das Relais (33)
an. Dadurch wird der Elektromotor des Gabelstaplers (4)
abgeschaltet und ein Bremsvorgang des Gabelstaplers (4)
ausgelöst.
An die Verknüpfungslogik (32) ist ein Sensor (34)
angeschlossen. Der Sensor (34) ist am Gabelstapler (4) so
angeordnet, daß er dann anspricht, wenn sich der
Gabelstapler (4) in dem Gang (3) befindet. Beispielsweise
steht der Sensor (34) einem in Gangrichtung durchgehenden
Träger (35) eines der Regale (1, 2) gegenüber. Die
Verknüpfungslogik (32) ist so ausgelegt, daß, so lange der
Sensor (34) dem Träger (35) gegenübersteht, ein Signal der
Sammelleitung (18) das Relais (33) zum Ansprechen bringt.
Wird dagegen der Gabelstapler (4) aus dem Gang (3)
gefahren, dann sperrt der Sensor (34) die
Verknüpfungslogik (32), so daß ein Signal der
Sammelleitung (18) das Relais (33) nicht mehr zum
Ansprechen bringen kann.
Die Verteilerplatine (16), an die die jeweils Sender (22)
und Empfänger (23) umfassenden Platinen (12, 13, 14)
angeschlossen sind, beinhaltet eine ODER-Funktion in der
Weise, daß dann, wenn einer der Komparatoren (30) bzw.
einer der Optokoppler (26) anspricht, an der
Sammelleitung (18) ein Signal ansteht, in dessen Folge das
Relais (33) anspricht und der Gabelstapler (4) durch
Abschalten des Motors und durch Auslösen der Bremse
angehalten wird.
Die Funktionsweise der beschriebenen Steuereinrichtung
ist etwa folgende:
Wird der Gabelstapler (4) im Gang (3) in Richtung (V) verfahren, dann strahlen die Sendedioden (S) der Platinen (12, 13, 14) ständig Infrarot-Impulsfolgen in die Raumzone (21) ab. Solange der Gang (3) von Hindernissen frei ist, bleibt der Betrieb des Gabelstaplers (4) unbehindert. Die Dioden (K1) lassen erkennen, daß die Sendedioden (S) arbeiten.
Wird der Gabelstapler (4) im Gang (3) in Richtung (V) verfahren, dann strahlen die Sendedioden (S) der Platinen (12, 13, 14) ständig Infrarot-Impulsfolgen in die Raumzone (21) ab. Solange der Gang (3) von Hindernissen frei ist, bleibt der Betrieb des Gabelstaplers (4) unbehindert. Die Dioden (K1) lassen erkennen, daß die Sendedioden (S) arbeiten.
Sobald in der Raumzone (21) ein Hindernis, entweder eine
Person oder einen Gegenstand, auftritt, wird ein Teil des
Strahlenbündels (20) reflektiert. Dieser reflektierte
Anteil des Strahlenbündels (20) gelangt zu den
Empfangsdioden (E) der betreffenden Platine (12, 13 bzw.
14). Daraufhin gibt der betreffende Komparator (30) über
die Sammelleitung (18) ein Signal an das Relais (33), so
daß der Motor des Gabelstaplers (4) abgeschaltet wird und
der Gabelstapler (4) abgebremst wird. Das zwangsweise
Abbremsen des Gabelstaplers (4) erfolgt auch dann, wenn er
sich einer Wand am Ende des Ganges (3) nähert. Ergibt
sich, daß der Gabelstapler (4) deshalb nicht nahe genug an
die Wand heranzufahren ist, dann kann die Wand mit einer
reflexionsarmen Verkleidung versehen werden. Es kann auch
vorgesehen sein, daß der Fahrer nach der zwangsweisen
Bremsung einen Kriechgang einschaltet, um nahe genug an
die Wand heranfahren zu können.
Das zwangsweise Anhalten des Gabelstaplers (4) erfolgt
auch dann, wenn die Sendedioden (S) einer der
Platinen (12, 13 bzw. 14) ausfallen. Der betreffende
Opto-Koppler (26) gibt dann über die Sammelleitung (18) ein
Ansprechsignal an das Relais (33). Innerhalb des Gangs (3)
ist dann gegebenenfalls nur noch eine Bewegung des
Gabelstaplers (4) im Kriechgang möglich.
Die drei Sender der Platinen (12, 13, 14) brauchen nicht
miteinander synchronisiert zu werden. In jeder
Platine (12, 13 bzw. 14) sind die Sendedioden (S) mit den
betreffenden Empfangsdioden (E) miteinander
synchronisiert. Eine Synchronisierung der Impulsfolgen
der Sendedioden (S) der Platinen (12, 13, 14) wäre jedoch
möglich.
Es hat sich gezeigt, daß die Aufteilung der insgesamt
über die Breite (G) verteilten Sendedioden (S) und
Empfangsdioden (E) auf mehrere Platinen (12, 13 bzw. 14)
günstig ist, wobei jede Platine (12, 13 bzw. 14) mehrere
Sendedioden (S) und wenigstens eine Empfangsdiode (kE)
umfaßt. Dadurch ergibt sich eine hohe Zuverlässigkeit der
Steuereinrichtung und eine einfache Auswechselbarkeit im
Störungsfall. Bei anderen Ausführungsbeispielen der
Erfindung kann jede Platine (12, 13 bzw. 14) mehr oder
weniger als drei Sendedioden (S) und/oder mehr oder
weniger als zwei Empfangsdioden (E) aufweisen.
An dem Gabelstapler (4) ist auch an seiner hinteren
Stirnseite (36), die der Stirnseite (9) gegenüberliegt, in
Fahrtrichtung (Z) eine Trägerleiste (37) angeordnet. Diese
weist den Platinen (12, 13, 14) gleiche Platinen auf. Es ist
möglich, diese Platinen über die Verteilerplatine (16)
direkt an die Sammelleitung (18) anzuschließen, oder sie
mit einer eigenen Verteilerplatine (16) zu verbinden, die
dann über eine weitere Sammelleitung (18) mit einer
Steuerschaltung (19) verbunden ist. Dadurch ist erreicht,
daß der Gabelstapler (4) bei Hindernissen in der
Richtung (V) oder in der Richtung (Z) in gleicher Weise
angehalten wird. Es ist auch möglich, bei Fahrt in
Richtung (V) nur die Platinen (12, 13, 14) der
Trägerleiste (10) und bei Fahrt in Richtung (Z) nur die
Platinen der Trägerleiste (37) zu aktivieren.
Im Rahmen der Erfindung ist es möglich für das
Strahlenbündel (20) eine Neigung zur Horizontalen
vorzusehen. Dies läßt sich durch eine entsprechende
Anordnung der Sendebauteile (S) und/oder der
Empfangsbauteile (E) oder der Trägerleiste (30, 37)
erreichen.
Anstelle der durchgehenden Trägerleiste (30, 37) können die
Funktionsgruppen in Modulbauweise nebeneinander montiert
werden.
Statt für jede Platine (12, 13, 14) einen eigenen Sender (22)
und Empfänger (23) vorzusehen, lassen sich auch mehrere
Platinen (12, 13, 14) durch einen gemeinsamen Sender
ansteuern.
Claims (15)
1. Elektronische Steuereinrichtung für ein
Flurförderfahrzeug, insbesondere Gabelstapler, das in
einem Gang zwischen Regalen verfahrbar ist, mit einem
Infrarot-Bauteil, dessen Strahlenkegel in den Gang
gerichtet ist und bei dessen Ansprechen eine Schaltstufe
das Fahrzeug anhält, dadurch gekennzeichnet, daß am
Fahrzeug (4) stirnseitig über die Fahrzeugbreite (G)
verteilt mehrere Infrarot-Sendebauteile (S) und mehrere
Infrarot-Empfangsbauteile (E) angeordnet sind, daß die
Strahlenkegel der einzelnen Sendebauteile (S) gemeinsam
ein Strahlenbündel (20) bilden, das eine Raumzone (21) in
Fahrtrichtung (V, Z) vor dem Fahrzeug (4) weitgehend
lückenlos abdeckt, wobei die Länge (L) der Raumzone (21) in
Fahrtrichtung (V, Z) wenigstens ebenso groß ist wie der
Bremsweg des Fahrzeugs (4) und die Breite (M) der
Raumzone (21) der Gangbreite (B) bzw. der Fahrzeugbreite (G)
im wesentlichen gleich ist, und daß dann, wenn eines der
Empfangsbauteile (E) ein an einem Hindernis reflektiertes
Signal eines der Sendebauteile (S) empfängt, die
Schaltstufe (19) anspricht und das Fahrzeug (4) anhält.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Empfangsbauteile (E) so
ausgerichtet sind, daß ihre Strahlenachsen in der
Raumzone (21) liegen.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Strahlenbündel (20) horizontal
gerichtet ist.
4. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sendebauteile (S) und die Empfangsbauteile (E) etwa in
Stoßstangenhöhe am Fahrzeug (4) angeordnet sind.
5. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Empfangsbauteil (E) jeweils zwischen den Sendebauteilen (S)
angeordnet ist.
6. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer
Platine (12, 13, 14) mehrere Sende- und
Empfangsbauteile (S, E) angeordnet sind und daß an einer
Trägerleiste (10; 37) des Fahrzeugs (4) mehrere
Platinen (12, 13, 14) nebeneinander angeordnet sind.
7. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden
gegenüberliegenden Seiten (9; 36) des Fahrzeugs (4) Sende-
und Empfangsbauteile (S, E) angeordnet sind.
8. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß neben den Sende-
und Empfangsbauteilen (S, E) Kontrollbauteile (K2)
angeordnet sind, die ein Signal abgeben, wenn sich ein
Hindernis in der Raumzone (21) befindet.
9. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß neben den Sende-
und Empfangsbauteilen (S, E) ein Kontrollbauteil (K1)
vorgesehen ist, das ein Signal abgibt, wenn die
Sendebauteile (S) arbeiten.
10. Steuereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kontrollbauteil (K1) die
Schaltstufe (19) schaltet.
11. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie über einen
Sensor (34) aktiviert ist, wenn sich das Fahrzeug (4) im
Gang (3) befindet, und daß die Steuereinrichtung
abgeschaltet ist, wenn sich das Fahrzeug (4) außerhalb des
Ganges (3) befindet.
12. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sendebauteile (S) eine Impulsfolge abstrahlen, mit der die
Empfangsbauteile (E) synchronisiert sind.
13. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß empfängerseitig
ein Potentiometer (31) zur Einstellung der Empfindlichkeit
vorgesehen ist.
14. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Platinen (12, 13, 14) an eine gemeinsame
Verteilerplatine (16) angeschlossen sind, die über eine
Sammelleitung (18) mit der Schaltstufe (19) verbunden ist.
15. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Platine (12, 13, 14) einen eigenen Sender (22) und einen
eigenen Empfänger (23) aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4012227A DE4012227A1 (de) | 1990-04-14 | 1990-04-14 | Elektronische steuereinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE4012227A DE4012227A1 (de) | 1990-04-14 | 1990-04-14 | Elektronische steuereinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4012227A1 true DE4012227A1 (de) | 1991-10-17 |
Family
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Family Applications (1)
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| DE4012227A Withdrawn DE4012227A1 (de) | 1990-04-14 | 1990-04-14 | Elektronische steuereinrichtung |
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|---|---|
| DE (1) | DE4012227A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4215891A1 (de) * | 1992-05-14 | 1993-11-18 | Banss Kg Maschf | Vorrichtung zur automatischen Bewegungsabschaltung bei Hebebühnen |
| DE19609007A1 (de) * | 1996-03-08 | 1997-09-11 | Wada Foerdertechnik Entwicklun | Steuereinrichtung zum Stoppen der Vorschubbewegung der Lastaufnahmegabel von Gabelstaplern mit Teleskopmast bei Annäherung an ein Hindernis |
| WO2003019233A1 (de) * | 2001-08-20 | 2003-03-06 | Siemens Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur erkennung eines hindernisses |
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| DE202007010159U1 (de) * | 2007-07-19 | 2008-12-04 | Rema Lipprandt Gmbh & Co. Kg | Kraftgetriebenes Flurfördergerät |
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-
1990
- 1990-04-14 DE DE4012227A patent/DE4012227A1/de not_active Withdrawn
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