DE3700967A1 - Rollenpruefstand zur leistungsmessung und/oder funktionspruefung von kraftfahrzeugen - Google Patents
Rollenpruefstand zur leistungsmessung und/oder funktionspruefung von kraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Rollenprüfstand zur Leistungsmes
sung und/oder Funktionsprüfung, insbesondere Bremskraftmessung von
Fahrzeugen nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Es ist schon ein
solcher Rollenprüfstand aus der DE-GMS 18 47 186 bekannt, bei dem
zwei Rollenpaare beiderseits einer begehbaren Arbeitsgrube angeord
net sind. Als Sicherungsmittel zum Schutz einer Bedienungsperson vor
sich bewegenden Teilen ist hier ein örtlich begrenztes Schutzgitter
zwischen den Gestellen der Rollenpaare vorgesehen. Von Nachteil bei
diesem Rollenprüfstand ist, daß diese Sicherungsmittel für eine Be
dienungsperson in der Arbeitsgrube nur einen schlechten Schutz er
geben, so daß eine Gefährdung einer Person z.B. durch eine laufende
Kardanwelle bzw. eine Bremstrommel kaum ausreichend erscheint. Unter
Umständen kann das Schutzgitter auch abgenommen werden, so daß seine
Schutzfunktion vollständig entfällt. Ein derartiges Schutzgitter er
fordert somit einen relativ hohen Aufwand und ergibt nur einen eng
begrenzten Schutzbereich, der zudem leicht umgehbar bzw. ganz außer
Funktion setzbar ist. Ein Rollenprüfstand mit einem die Arbeitsgrube
über einen längeren Abschnitt abdeckenden Schutzgitter ist zudem un
erwünscht, da es die Bedienungsperson bei ihrer Prüfarbeit behindern
könnte.
Ferner ist es auch bekannt, bei einem Rollenprüfstand als Unfall
schutz am Boden der Arbeitsgrube ausgelegte Kontaktmatten zu ver
wenden, bei deren Belastung bzw. Betreten durch eine Bedienungs
person eine Sicherheitsfunktion ausgelöst wird. Solche Kontaktmatten
haben den Nachteil, daß sie eine Bedienungsperson bei ihrer Arbeit
stören können. Insbesondere können sie bei einem Rollen des Werk
zeugwagens auf dem Boden der Grube hinderlich sein. Zudem sind diese
Kontaktmatten auch durch Überlastung leicht zerstörbar.
Der erfindungsgemäße Rollenprüfstand zur Leistungsmessung und/oder
Funktionsprüfung, insbesondere Bremskraftmessung, von Kraftfahrzeu
gen mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demge
genüber den Vorteil, daß er mit relativ wenig Aufwand eine billige
Schutzvorrichtung ermöglicht, die zudem ein hohes Maß an Sicherheit
gewährleistet. Durch die Verwendung einer Gitter-Lichtschranke baut
der Rollenprüfstand billiger als bei Verwendung von Einzelgeräten.
Ferner ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung der Sicherungsmit
tel eine genaue Lage der Schutzgeometrie, wodurch ein hohes Maß an
Sicherheit erzielt wird. Zudem weist die Gitter-Lichtschranke eine
große Störsicherheit auf, da ein Ausfall einzelner Elemente über die
vorhandene Ansteuerung leicht erkennbar ist. Die Sicherheitseinrich
tung ist ohne weiteres auf unterschiedlich bauende Arten von Rollen
prüfständen anwendbar und kann auch bei vorhandenen Rollenprüfstän
den leicht nachgerüstet werden. Ferner können zu ihrem Aufbau han
delsübliche und damit billige Sensoren verwendet werden.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch
angegebenen Rollenprüfstandes möglich. Ein besonders hohes Maß an
Sicherheit läßt sich erreichen, wenn nach Anspruch 2 eine einzige
Gitter-Lichtschranke im Gefahrenbereich des Rollenprüfstandes ange
ordnet ist. Dies hat auch den Vorteil, daß der Monteur bei den Ein
stell- und Prüfarbeiten die Arbeitsgrube nicht verlassen muß. Eine
besonders vorteilhafte und wirksame Ausbildung der Sicherungsmittel
beim Rollenprüfstand ergibt sich gemäß Anspruch 3. Zweckmäßig ist es
auch, wenn gemäß Anspruch 4 die Gitter-Lichtschranke zur Absicherung
des Rollenprüfstandes aus zwei gitterförmigen Teilen besteht, die an
den beiden Längsenden der Arbeitsgrube angeordnet werden. Diese Aus
bildung hat den Vorteil geringer Gerätekosten. Zudem gewährleistet
sie ein besonders hohes Maß an Sicherheit, wenn die Bedienungsperson
in der Arbeitsgrube bei Einstellarbeiten die Arbeitsgrube mehrmals
verlassen muß. Äußerst vorteilhaft ist ferner eine Ausbildung nach
Anspruch 6, wodurch der Schutzbereich der Gitter-Lichtschranke mit
Hilfe des Profilsystem beliebig verändert werden kann. Weitere vor
teilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen,
der Beschreibung sowie der Zeichnung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Rollenprüfstand mit
erfindungsgemäßen Sicherungsmitteln in der zugehörigen Arbeitsgrube
und
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Rollenprüfstand nach Fig. 1
ohne Kraftfahrzeug.
Fig. 3 zeigt in vereinfachter Darstellung ein
Blockschaltbild einer Sicherheitsschaltung im Rollenprüfstand nach
Fig. 1.
Die Fig. 1 zeigt einen Rollenprüfstand 10, der eine zugeordnete,
von einer Bedienungsperson begehbare Arbeitsgrube 11 aufweist. Sol
che Rollenprüfstände werden bei Kraftfahrzeugen zur Leistungsmessung
bzw. zur Bremskraftmessung verwendet. Der Rollenprüfstand 10 weist,
wie aus Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 2 näher erkennbar ist, bei
derseits der Arbeitsgrube 11 einander gegenüberliegende Gestelle 12
bzw. 13 auf, in denen jeweils ein Rollenpaar 14 bzw. 15 in an sich
bekannter Weise gelagert ist. Die Gestelle 12, 13 des Rollenprüf
standes 10 sind relativ zum Grubenrand 16 bzw. 17 so angeordnet, daß
sie mit ihren Stirnflächen geringfügig über die Grubenränder 16, 17
hinaus in die Arbeitsgrube 11 hineinragen. Wie Fig. 1 in Verbindung
mit Fig. 2 näher zeigt, ist an den Seitenwänden der Arbeitsgrube 11
zwischen den Gestellen 12, 13 und einem Boden 18 der Grube 11 eine
Gitter-Lichtschranke 19 angeordnet, die sich in Längsrichtung der
Grube 11 über den gesamten Gefahrenbereich 21 des Rollenprüfstandes
10 erstreckt. Bei den üblichen Abmessungen des Rollenprüfstandes 10
für Lastkraftwagen verläuft die Gitter-Lichtschranke 19 somit hori
zontal in einer Höhe von ca. 1 m über dem Boden 18 der Grube 11. Die
Gefahrenzone kann sich bei einem derartigen Rollenprüfstand 10 über
eine Länge von ca. 4 m erstrecken, um somit Personen in einem Be
reich abzusichern, von dem aus sich drehende Fahrzeug-Räder und Ge
lenkwellen erreichbar sind.
Wie Fig. 2 näher zeigt, besteht die Gitter-Lichtschranke 19 aus ei
nem dem Grubenrand 16 zugeordneten Lichtgitter-Sender 22 und einem
letzteren gegenüberliegenden, dem Grubenrand 17 zugeordneten Licht
gitter-Empfänger 23. Die Gitter-Lichtschranke 19 besteht somit aus
einer Vielzahl von einzelnen, mit Infrarotstrahlen arbeitenden
Lichtschranken 24, von denen die einzelnen Senderzellen 25 in einem
im Querschnitt U-förmigen Profilgehäuse 26 des Lichtgitter-Senders
22 angeordnet sind. In entsprechender Weise sind die den einzelnen
Senderzellen 25 zugeordnete Empfängerzellen 27 in einem U-förmigen
Profilgehäuse 28 des Lichtgitter-Empfängers 23 zusammengefaßt. Die
elektrischen Mittel zum Ansteuern und Verschalten der einzelnen
Lichtschranken 24 sind ebenfalls in den Profilgehäusen 26, 28 unter
gebracht, und über einen Kabelanschluß 29 mit einer Sicherheits
schaltung des Rollenprüfstandes 10 verbunden.
Die Fig. 3 zeigt nun in vereinfachter Form als Blockschaltbild eine
Sicherheitsschaltung 31 des Rollenprüfstandes 10. Dabei liegt die
Gitter-Lichtschranke 19 in Serie zu einem vorgeschalteten Haupt
schalter 32 des Rollenprüfstandes 10 und zu einer Stromquelle 33,
welche den Rollenprüfstand 10 mit Energie versorgt. Der stromabwärts
von der Gitter-Lichtschranke 19 liegende Block 34 kann je nach Bau
art des Rollenprüfstandes 10 einen Antriebsmotor für die Rollen 14,
15, eine Bremseinrichtung oder z.B. auch Warnsignalanzeige sein.
Die Wirkungsweise des Rollenprüfstandes 10 wird wie folgt erläutert,
wobei dessen Arbeitsweise als solche als an sich bekannt vorausge
setzt wird.
Eine Inbetriebnahme des Rollenprüfstandes 10 durch Betätigen des
Hauptschalters 32 kann nur erfolgen, wenn alle von der Gitter-Licht
schranke 19 erfaßten Sicherheitsbedingungen gleichzeitig erfüllt
sind. Von der Gitter-Lichtschranke 19 werden die einzelnen Licht
schranken 24 nach einem an sich bekannten Multiplex-System gesteuert
und abgefragt, wobei die ermittelten Signale sowohl darüber Auskunft
geben, ob sich eine Bedienungsperson in der Arbeitsgrube 11 inner
halb der Gefahrenzone 21 befindet und ob darüber hinaus einzelne
Lichtschranken defekt sind. Sind diese Sicherheitsbedingungen nicht
erfüllt, so kann der Rollenprüfstand 10 nicht in Betrieb genommen
werden bzw. wird ein laufender Rollenprüfstand abgeschaltet. Durch
das knapp unterhalb der Gestelle 12, 13 verlaufende Lichtschranken
gitter ist der gesamte Gefahrenbereich 21 der Arbeitsgruppe 11 so
eingerichtet, daß beim Prüfstand eine Bedienungsperson mit sich be
wegenden Fahrzeugrädern oder mit Gelenkwellen nicht in Berührung
kommen kann. Die Bedienungsperson kann sich dabei außerhalb der Ge
fahrenzone 21 in der Arbeitsgrube 11 aufhalten, muß also die Ar
beitsgrube während der laufenden Einstellarbeiten nicht verlassen.
Durch eine getaktete Abfrage der einzelnen Lichtschranken 24 nach
einem an sich bekannten Multiplex-Verfahren sowie durch eine ge
meinsame Auswerteschaltung ergibt sich der Vorteil, daß eine hohe
Störsicherheit der Gitter-Lichtschranke 19 erreicht wird, wobei der
Ausfall von einzelnen Elementen sofort erkannt wird. Die Anordnung
der einzelnen Lichtschranken 24 in schienenartigen Profilgehäusen
28, 26 führt zu einer genauen Lage der Schutzgeometrie, die von ei
ner Bedienungsperson kaum überwunden werden kann. Zudem läßt sich
dadurch der Schutzbereich mit Hilfe dieses Profilsystems beliebig
verändern. Mit Hilfe der Gitter-Lichtschranke 19 läßt sich somit
eine Sicherheitseinrichtung erreichen, die in dem gefährdeten Be
reich der Arbeitsgrube 11 nicht ohne weiteres außer Funktion gesetzt
werden kann, die zudem relativ billig nachrüstbar und einfach hand
habbar ist.
Selbstverständlich sind an der gezeigten Ausführungsform Änderun
gen möglich, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen. So kann
die Gitter-Lichtschranke anstelle der in Fig. 1 gezeigten Bauart,
mit einem einzigen, durchgehenden Profilgehäuse auch so ausgebildet
werden, daß sie in nicht näher gezeichneter Weise aus zwei gitter
förmigen Teilen besteht, die an den beiden Längsenden der Arbeits
grube 11 angeordnet werden. Auf diese Weise kommt ein Teil der Git
ter-Lichtschranke bei einer Treppe 35 zu liegen, während der andere
Teil der Gitter-Lichtschranke das andere Ende der Arbeitsgrube ab
sichert. Die Baulänge der gitterförmigen Teile kann dabei kürzer ge
halten werden, so daß die Gesamtlänge der Gitter-Lichtschranke 19
nach Fig. 1 verkürzt wird, wodurch sich geringere Gerätekosten er
geben. Ein besonders hohes Maß an Sicherheit läßt sich dabei dadurch
erreichen, daß die beiden Teile der Gitter-Lichtschranke so ge
steuert sind, daß eine Bedienungsperson bei ihren Einstellarbeiten
die Arbeitsgrube jedesmal verlassen muß, wenn der Rollenprüfstand 10
in Betrieb genommen wird. Obwohl die in Fig. 1 gezeigte Bauart mit
geraden und horizontal angeordneten Profilgehäusen eine besonders
vorteilhafte Gitter-Lichtschranke ergeben, ist es ohne weiteres auch
möglich, die Gitter-Lichtschranke 19 auch zur Horizontalen etwas ge
neigt anzuordnen oder anstelle der geraden Profilgehäuse nach oben
- bezogen auf Fig. 1 - gebogenen bzw. V-förmig geknickte Profilge
häuse zu verwenden. Auch kann es unter Umständen zweckmäßig sein,
die Gitter-Lichtschranke aus drei gitterförmigen Teilen aufzubauen,
von denen zwei Teile im Bereich der Längsenden der Arbeitsgrube 11
und das dritte Teil nahe dem Gestell 12, 13 des Rollenprüfstandes 10
angeordnet sind. Weitere Änderungen sind möglich, ohne vom Gedanken
der Erfindung abzuweichen.
Claims (10)
1. Rollenprüfstand zur Leistungsmessung und/oder Funktionsprüfung,
insbesondere Bremskraftmessung, von Kraftfahrzeugen, bei dem die Rä
der einer Fahrzeugachse auf Rollen abrollen, die vorzugsweise für
jedes Rad paarweise beiderseits einer für eine Bedienungsperson be
gehbaren Arbeitsgrube angeordnet sind, wobei Sicherungsmittel zum
Schutz der Bedienungsperson gegen sich bewegende Teile angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsmittel (19) in der
Arbeitsgrube (11) angeordnet und als Gitter-Lichtschranke (19) aus
gebildet ist.
2. Rollenprüfstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
einzige Gitter-Lichtschranke (19) in dessen Gefahrenbereich (21) an
geordnet ist.
3. Rollenprüfstand nach Anspruch 1 oder 2, mit einem jedes Rollen
paar aufnehmenden Gestell, dadurch gekennzeichnet, daß die Git
ter-Lichtschranke (19) im wesentlichen horizontal und unterhalb des
Gestells (12, 13) angeordnet ist.
4. Rollenprüfstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gitter-Lichtschranke (19) aus zwei gitterförmigen Teilen besteht,
die nahe den beiden Längsenden der Arbeitsgrube (11) angeordnet sind.
5. Rollenprüfstand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gitter-Lichtschranke (19) aus einem
Lichtgitter-Sender (22) und einem zugeordneten Lichtgitter-Empfänger
(23) besteht.
6. Rollenprüfstand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gitterlichtschranke (19) eine Viel
zahl von einzelnen Lichtschranken (24) aufweist, deren Senderzellen
(25) und Empfängerzellen (27) in durchgehenden, länglichen Profilge
häusen (26, 28) angeordnet sind.
7. Rollenprüfstand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilgehäuse (26, 28) gerade ausgebildet sind.
8. Rollenprüfstand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Sender- und Empfängerzel
len (25, 26) der Gitter-Lichtschranke (19) zur getakteten Abfrage an
ein Multiplex-Steuergerät (19) angeschlossen sind.
9. Rollenprüfstand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gitter-Lichtschranke (19) in Serie in einem elek
trischen Sicherheits-Schaltkreis (31) des Rollenprüfstandes (10)
liegt.
10. Rollenprüfstand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (22) und der Empfänger (23)
zum Arbeiten mit Infrarot-Strahlung ausgebildet sind.
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