DE4009868A1 - Vorrichtung zum kuehlen von walzband - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen von vor
zugsweise Walzbändern auf Kühlrollgängen in Walzstraßen mit
mindestens zwei in Bewegungsrichtung der Bänder hinterein
ander angeordneten, quer zur Bewegungsrichtung ausgerichte
ten Spritzbalken, die jeweils mindestens eine Kühlmittelaus
trittsöffnung aufweisen, wobei die gesamte mit Kühlmittel
öffnungen versehene Breite im wesentlichen der maximalen
Walzbandbreite entspricht.
Derartige Kühlvorrichtungen sind bereits in großer Anzahl
bekannt. Mit ihnen lassen sich Temperaturgenauigkeiten über
die Bandlänge bis zu +/-15°C für ca. 95% der Bandlänge
erreichen. Über die Bandbreite treten jedoch nicht selten
Temperaturdifferenzen von mehr als 50°C auf. Die Temperatur
unterschiede über die Bandbreite haben ihre Ursache in Band
profilabweichungen, in unterschiedlicher Kühlmittelmengen
verteilung auf dem Walzband, in unterschiedlichen Kühlmit
teltemperaturen über die Walzbandbreite, in unterschiedli
cher Kühlwirkung unterhalb und oberhalb des Walzbandes in
unterschiedlichen Temperaturprofilen des einlaufenden Bandes
und in vielem mehr.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kühlvorrichtung der gat
tungsgemäßen Art aufzuzeigen, mit der Walzband sowohl in
Längsrichtung als auch in Querrichtung mit sehr kleinen
Temperaturtoleranzen gekühlt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Kühlvorrichtung nach den Merk
malen des Anspruchs 1 gelöst. Weiterführende Ausgestaltungs
merkmale lassen sich den Unteransprüchen 2 bis 23 entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf die erfindungsgemäße Kühlvor
richtung in schematischer Darstellung,
Fig. 2 zwei Spritzbalkengruppen nach der Erfindung in
perspektivischer Ansicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht nach Fig. 2,
Fig. 4 die Prinzipdarstellung der Funktion der erfin
dungsgemäßen Kühlvorrichtung,
Fig. 5a bis 5g Möglichkeiten der Düsenverteilung auf den Spritz
balken sowie die jeweils resultierende Kühlmittel
verteilung,
Fig. 6a die Draufsicht auf einen Kühlrollgang mit darunter
angeordneten Abweisblechen,
Fig. 6b einen Schnitt entlang der Linie A-A nach Fig. 5a,
Fig. 6c die Draufsicht auf ein Abschirmblech und
Fig. 7 ein Regelschema zur erfindungsgemäßen Beeinflus
sung der Kühlmittelverteilung.
In Fig. 1 ist zwischen dem letzten Gerüst 1 der Walzstraße
sowie dem Treiber 2 und dem Haspel 3 für das Walzband die
erfindungsgemäße Kühlvorrichtung gezeigt. Entlang der Kühl
strecke sind acht Gruppen von Spritzbalken 4 bis 11 vorge
sehen, von denen jeweils zwei Gruppen 4, 5; 6, 7; 8, 9; 10,
11 ineinander verschachtelt sind. Jede Gruppe von Sprühbal
ken 4 bis 11 weist an ihren beiden Enden jeweils einen Ver
schiebeantrieb 12, 12′ bis 19, 19′ auf. Über die Verschiebe
antriebe 12, 12′ bis 19, 19′ lassen sich die Gruppen von
Spritzbalken 4 bis 11 horizontal quer zur Bandlaufrichtung
20 verschieben. Dabei werden jeweils die beiden Verschiebe
antriebe 12, 12′ bzw. .... bzw. 19, 19′ einer Spritzbalken
gruppe 4 bis 11 gleich beaufschlagt. Die Spritzbalkengruppen
4 bis 11 können jedoch gegeneinander unterschiedlich weit
gleich bzw. gegensinnig verschoben werden.
Fig. 2 zeigt den Rollgang 21, auf dem Walzband 22 in Band
laufrichtung 20 transportiert wird. Neben dem Rollgang 21
sind Ständer 23, 23′ angeordnet, die über I-Träger 24, 24′
kopfseitig miteinander verbunden sind. Zwischen den I-Trä
gern 24, 24′ sind zwei Spritzbalkengruppen 4, 5 vorgesehen,
die an den I-Trägern 24, 25 geführt sind. Die Spritzbalken
gruppen 4, 5 sind derart ineinander verschachtelt, daß ein
gegenseitiges Verschieben rechtwinklig zur Bandlaufrichtung
20 ohne Behinderungen möglich ist, daß jedoch die Öffnungen
der Spritzrohre 25 und die Spritzbalken 26 in einer gemein
samen waagerechten Ebene über dem Kühlrollgang 21 liegen, so
daß von daher keine Unterschiede in der Kühlmittelverteilung
auftreten können.
Über die Verschiebeantriebe 12, 12′ bzw. die nicht darge
stellten Verschiebeantriebe 13, 13′ können die Spritzbal
kengruppen 4, 5 gegeneinander verschoben werden. In der
äußerst eingezogenen Stellung der Verschiebeantriebe 12,
12′; 13, 13′ ist der Rollgang 21 von oben frei zugänglich,
ohne daß die Spritzbalken 26, 27 den Zugang versperren. Ein
Verschwenken der Spritzbalken, wie es nach dem Stand der
Technik notwendig war, um an das Walzgut 22 im Falle einer
Störung heranzukommen, erübrigt sich bei dieser Betriebswei
se. Bei sehr beschränktem Raumangebot neben dem Rollgang 21
oder auch aus Kostengründen besteht jedoch die Möglichkeit,
daß die verschiebbaren Spritzbalkengruppen nur um kleine
Wege verschiebbar ausgeführt werden, dadurch ständig über
dem Rollgang 22 angeordnet sind und im Falle einer Störung
aus dem Bereich über dem Rollgang 22 herausgeschwenkt wer
den.
Ebenfalls neben dem Rollgang 21 angeordnet ist die Kühlmit
telversorgungsleitung 28. Über Ventile 29, 29′ und Schlauch
leitungen 30, 31 sind die Spritzbalkengruppen 4, 5 mit der
Versorgungsleitung 28 verbunden.
Fig. 3 zeigt die auf den I-Trägern 24, 24′ geführten und auf
den Ständern 23, 23′ abgestützten Spritzbalkengruppen 4, 5
sowie 6, 7 in der Seitenansicht. Die Spritzbalkengruppe 4
ist über Rollen 32, 32′; 33, 33′ an den I-Trägern 24, 24′
geführt, während die Spritzbalkengruppe 5 über die Rollen
34, 34′; 35, 35′ geführt ist.
Jeweils zwei benachbarte Spritzbalken 26, 27 der beiden
Spritzbalkengruppen 4, 5 sind über Schlauchleitungen 30, 31;
30′, 31′ ... über ein Ventil 29; 29′; ... an die Versor
gungsleitung 28 angeschlossen. Es besteht jedoch auch die
Möglichkeit, mehrere Spritzbalken 26, 26′ ... 27, 27′ ... an
eine Schlauchleitung 30; 31 anzuschließen. In Fig. 2 ist
bspw. gezeigt, daß je eine gesamte Spritzbalkengruppe 4; 5
über eine Schlauchleitung 30; 31 über die Ventile 29, 29′
mit der Versorgungsleitung 28 verbunden sind.
Die Fig. 4 zeigt das Verschiebeprinzip an einem einzelnen,
nicht in einer Gruppe dargestellten Spritzbalken. Der Fig. 4
ist der Rollgang 21 zu entnehmen, auf dem das Walzband 22
transportiert wird. Über dem Band ist ein Spritzbalken 27 zu
erkennen, der an dem I-Träger 24 über die Rollen 34, 35
geführt ist. Der I-Träger 24 stützt sich auf den Ständer 23,
23′′ ab. Die Versorgungsleitung 28 ist hier oberhalb des
I-Trägers 24 gezeigt, so daß der Flur zwischen den Ständern
23, 23′′ freibleibt. Der Verschiebeantrieb 12 greift einer
seits am I-Träger 24 und andererseits an der Rolle 34 an.
Zur Veränderung der Kühlmittelverteilung auf dem Walzband 22
kann der Spritzbalken 27 in der Fig. 4 nach links bzw.
rechts verfahren werden. In der gezeigten Stellung wird z. B.
der linke Teil des Bandes 22 nicht direkt von Kühlmittel
beaufschlagt. Wird der Spritzbalken 27 dagegen ganz nach
links verfahren, so ist der Rollgang 21 von oben z. B. mit
einem Kran für Inspektions- bzw. Reparaturzwecke frei zu
gänglich.
Neben dem Rollgang 21 sind Kühlmittel-Auffangkästen 36, 37
vorgesehen, die das Kühlmittel aus den Spritzrohren, die
über die Bandkante hinausstehen, auffangen und dem Kühlmit
telkreislauf zurückführen.
Fig. 5a zeigt eine von mehreren Möglichkeiten der Spritz
rohr-Anordnung. Dabei zeigt z. B. der obere Teil der Fig. 5a
die Spritzrohröffnungen des Spritzbalkens 26 während der
untere Teil der Fig. 5a die Spritzrohröffnungen des Spritz
balken 27 zeigt. Die Rohre haben hier gleiche Durchmesser,
sind jedoch mit ungleichmäßigem Abstand voneinander angeord
net. Die Spritzrohre des Spritzbalken 26 sind spiegelbild
lich zu den Spritzrohren des Spritzbalken 27 verteilt.
In Fig. 5b ist die spezifische Wassermengenverteilung der
Spritzbalken über deren Breite gesehen, aufgetragen. Der
obere Teil der Fig. 5b zeigt die Wassermengenverteilung des
Spritzbalkens 26 während im unteren Teil der Fig. 5b die
Kühlmengenverteilung des Spritzbalkens 27 aufgetragen ist.
Die unterschiedlichen Abstände der Spritzrohre auf den un
terschiedlichen Spritzbalken sind deutlich durch die unter
schiedliche Kühlmengenverteilung zu erkennen. An den hier
geklettet dargestellten Verteilungskurven ist auch der spie
gelbildliche Verlauf der Kühlmengenverteilung deutlich zu
erkennen.
In der Fig. 5b ist neben der mit durchgezogenem Strich dar
gestellten Mittelstellung beider Spritzbalken eine linksver
schobene Stellung des Spritzbalkens 26 (strichpunktiert)
sowie eine rechtsverschobene Stellung des Spritzbalkens 26
(gestrichelt) dargestellt. Für den Spritzbalken 27 ist eben
falls eine linksverschobene Stellung (gestrichelt) sowie
eine rechtsverschobene Stellung (strichpunktiert) gezeigt.
Die Addition der Wassermengen beider Spritzbalken ist im
Summenschaubild nach Fig. 5c erkennbar. Die durchgezogene
Linie zeigt die Wassermengensumme bei mittig eingestellten
Spritzbalken. Die strichpunktierte Linie zeigt die Wasser
mengensumme bei linksverschobenem Spritzbalken 26 und
rechtsverschobenem Spritzbalken 27 während die gestrichelte
Linie der Summe der Wassermenge bei rechtsverschobenem
Spritzbalken 26 und linksverschobenem Spritzbalken 27 zeigt.
Die Fig. 5d und 5e entsprechen den Fig. 5b und 5c. Sie zei
gen jedoch die Wassermengenverteilung und Wassermengensumme
für einen Spritzbalken 26 mit von links nach rechts konti
nuierlich ansteigender Spritzrohrzahl während die Wasser
mengenverteilung für den Spritzbalken 27 mit von links nach
rechts kontinuierlich abnehmender Spritzrohrzahl dargestellt
ist.
Fig. 5f zeigt Spritzbalken 26 und 27 mit kontinuierlicher
Spritzrohrverteilung. Die Verteilung der spezifischen Was
serbeaufschlagung bei diesen Spritzbalken ist konstant.
Durch Verschieben der Spritzbalken läßt sich ein bandkanten
orientiertes Kühlen erreichen.
Eine weitere Alternative mit der ein optimales bandkanten
orientiertes Kühlen erreicht wird, zeigt die Fig. 5g.
Die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung mit quer zur Bandlauf
richtung verschiebbaren Kühlbalken kann mit Abschirmblechen
kombiniert werden, die durch entsprechendes Verschieben
Spritzrohre abdecken können, so daß das Kühlmittel der abge
deckten Spritzrohre nicht auf das Walzband gelangt.
Die Fig. 6a bis 6c zeigen Abschirmbleche sowie deren Einsatz
in der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung. Unterhalb des
Rollgangs 21 sind in Fig. 6b Spritzdüsenreihen 38 gezeigt,
die, wie hier nicht gezeigt, auch axial verschiebbar ausge
führt sein können. Zwischen dem Rollgang 21 und den Spritz
düsenreihen 38 ist ein Abschirmblech 39 zu erkennen.
In der Fig. 6a sind die Rollgangsrollen 21′, 21′′ ... des
Rollgangs 21 zu erkennen, zwischen denen die Spritzdüsenrei
hen bzw. Gruppen von Spritzdüsenreihen 38, 38′ ... angeord
net sind. Zwischen den Spritzdüsenreihen 38, 38′ ... und den
Rollgangsrollen 21′, 21′′ ... sind Abschirmbleche 39, 39′
... gezeigt. Die Abschirmbleche 39 können eine nach Fig. 6c
gezeigte Form, z. B. eine Rechteckform aufweisen, an dessen
einen Längsseite ein im wesentlichen trapezförmiger Aus
schnitt bzw. kammartige Ausschnitte vorgesehen sind. Fig. 6a
zeigt, daß die Abschirmbleche 39, 39′ ... an ihren über den
Rollgang 21 hinausragenden Enden miteinander verbunden sind.
Jede der verbundenen Seiten ist mit Antrieben 40, 41 verse
hen, die ein Verschieben der Abschirmbleche 39, 39′ ... in
bzw. entgegen der Bandlaufrichtung bewirken können. Dadurch
werden die Spritzdüsenreihen 38, 38′ ... mehr oder weniger
abgedeckt, so daß eine beliebige Beeinflussung der Wasser
verteilung vor allem im Randbereich des Walzbandes möglich
ist.
Die unterhalb des Rollgangs gezeigten Abschirmbleche 38
können zusätzlich oder ersatzweise auch oberhalb des Roll
gangs 21 angeordnet werden. Hier müßten jedoch an den Kanten
der Abschirmbleche senkrechte Wände sowie ein Ablauf in
dieser so gebildeten Abschirmwanne vorgesehen werden, damit
das Kühlmittel nicht über die Ränder der Abschirmbleche
ablaufen und auf das Walzband gelangen kann. Auch bei Ab
schirmblechen, die an der Unterseite des Walzbandes vorgese
hen sind, sind senkrechte Wände sinnvoll. Diese senkrechten
Bleche verhindern, daß das auf das Abschirmblech treffende
Kühlmedium sich nicht seitlich ausbreiten und dabei nicht
Nachbarstrahlen behindern kann.
Die Kühlmittelverteilung auf dem Walzband läßt sich damit
durch die gegenseitige Verschiebung der Spritzbalken bzw.
Spritzdüsenreihen, durch die Wahl der Abstände der Spritz
rohre und Spritzdüsen, durch die Wahl des Durchmessers der
Spritzrohre, durch die Stellung der Abschirmbleche und durch
die Stellung der Ventile sehr beliebig komplex einstellen,
so daß eine optimale Kühlung nicht nur über die Länge des
Walzbandes, sondern auch über dessen Breite bewirkt wird.
Der Fig. 7 ist ein Prinzip zur Regelung der Kühlmittelver
teilung in der Kühlvorrichtung zu entnehmen.
In Abhängigkeit von der Temperaturverteilung in Längs- und
in Querrichtung des Bandes und/oder in Abhängigkeit von der
Bandplanheit kann mittels dieses Regelprinzips die Verschie
bung der Spritzbalken bzw. Sprühdüsenreihen, die Kühlmit
telmenge, sowie die Abschirmblechverschiebung eingestellt
werden.
Dazu sind hinter dem letzten Walzgerüst 1 mindestens drei
quer zur Durchlaufrichtung 20 des Walzbandes 22 angeordnete
Temperatursensoren 42, 42′, 42′′ vorgesehen. Eine gleiche
Temperatursensorgruppe 34, 34′, 34′′ ist in der Mitte der
Kühlstrecke und eine weitere Temperatursensorgruppe 44, 44′,
44′′ vor dem Treiber 2 vorgesehen. Die Temperatursensoren 42
bis 44′′ arbeiten auf einen Rechner 45, der die Einstellung
der Verschiebung der Spritzbalken 26, 27 bzw. der Spritzbal
kengruppen 4 bis 11 sowie der Spritzdüsenreihen bzw. der
Gruppen von Spritzdüsenreihen 38, 38′ ... die Einstellung
der Ventile 29 sowie der Abschirmbleche 39 in Abhängigkeit
von vorgegebenen Temperaturprofilen und weiteren Parametern,
sowie physikalische Gesetzmäßigkeiten festlegt. Zusätzlich
bzw. alternativ kann die Regelung auch in Abhängigkeit der
Signale von Bandplanheitsmeßgeräten 46, 47 erfolgen.
Bezugszeichenübersicht
1 Letztes Gerüst
2 Treiber
3 Haspel
4-11 Gruppe von Spritzbalken
12-19′ Verschiebeantriebe
20 Bandlaufrichtung
21 Kühlrollgang
22 Walzband
23 Ständer
24 I-Träger
25 Spritzrohre
26 Spritzbalken
27 Spritzbalken
28 Versorgungsleitung
29 Ventil
30 Schlauchleitung
31 Schlauchleitung
32 Rolle
33 Rolle
34 Rolle
35 Rolle
36 Kühlmittelauffangkasten
37 Kühlmittelauffangkasten
38 Spritzdüsenreihe
39 Abschirmblech
40 Antrieb
41 Antrieb
42-44′′ Temperatursensoren
45 Rechner
46 Planheitsmeßgerät
47 Planheitsmeßgerät
2 Treiber
3 Haspel
4-11 Gruppe von Spritzbalken
12-19′ Verschiebeantriebe
20 Bandlaufrichtung
21 Kühlrollgang
22 Walzband
23 Ständer
24 I-Träger
25 Spritzrohre
26 Spritzbalken
27 Spritzbalken
28 Versorgungsleitung
29 Ventil
30 Schlauchleitung
31 Schlauchleitung
32 Rolle
33 Rolle
34 Rolle
35 Rolle
36 Kühlmittelauffangkasten
37 Kühlmittelauffangkasten
38 Spritzdüsenreihe
39 Abschirmblech
40 Antrieb
41 Antrieb
42-44′′ Temperatursensoren
45 Rechner
46 Planheitsmeßgerät
47 Planheitsmeßgerät
Claims (23)
1. Vorrichtung zum Kühlen von vorzugsweise Walzbändern auf
Kühlrollgängen in Walzstraßen mit mindestens zwei in
Bewegungsrichtung der Bänder hintereinander angeordneten
quer zur Bewegungsrichtung ausgerichteten Spritzbalken,
die jeweils mindestens eine Kühlmittelaustrittsöffnung
aufweisen, wobei die gesamte mit Kühlmittelöffnungen
versehene Breite im wesentlichen der maximalen Walzband
breite entspricht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzbalken (26, 27) quer zur Bewegungsrichtung (20) verschiebbar gelagert sind,
daß jedem Spritzbalken ein Verschiebeantrieb (12, 12′; 13, 13′ bis 19, 19′) zugeordnet ist und daß vorgebbare Verschiebestellungen einstellbar sind.
daß die Spritzbalken (26, 27) quer zur Bewegungsrichtung (20) verschiebbar gelagert sind,
daß jedem Spritzbalken ein Verschiebeantrieb (12, 12′; 13, 13′ bis 19, 19′) zugeordnet ist und daß vorgebbare Verschiebestellungen einstellbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzbalken (26, 27) gegensinnig verschiebbar
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzbalken gleichsinnig verschiebbar sind.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Spritzbalken (26, 26′, 26′′ ...; 27, 27′,
27′′ ...) zu Gruppen (4 bis 11) zusammengefaßt sind und
jeder Gruppe (4 bis 11) ein Verschiebeantrieb (12, 12′
bis 19, 19′) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gruppen (4 bis 11) von Spritzbalken (26, 27)
ineinander verschachtelt sind, und daß die Spritzbalken
(26, 27) vorzugsweise zweier Gruppen (4, 5; 6, 7; 8, 9;
10,11) jeweils alternieren.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
mit an den Spritzbalken beidseitig jeweils versetzt zu
einander angeordneten Spritzrohren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzrohre einer Spritzbalkenseite gleiche
Durchmesser und gleiche Abstände zueinander aufweisen.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
mit an den Spritzbalken beidseitig jeweils versetzt zu
einander angeordneten Spritzrohren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzrohre einer Spritzbalkenseite gleiche
Durchmesser jedoch unterschiedliche Abstände zueinander
aufweisen.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
mit an den Spritzbalken beidseitig, jeweils versetzt
zueinander angeordneten Spritzrohren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzrohre einer Spritzbalkenseite unterschied
liche Durchmesser und vorzugsweise gleiche Abstände zu
einander aufweisen.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4
mit an den Spritzbalken angeordneten Schlitzdüsen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Weite des Düsenspaltes an der Auslauföffnung über
die Spaltbreite konstant ist.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4
mit an den Spritzbalken angeordneten Schlitzdüsen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Weite des Düsenspaltes an der Auslauföffnung über
die Spaltbreite ungleichmäßig ist.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
mit an den Spritzbalken angeordneten Schlitzdüsen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwand der Schlitzdüsen derart zueinander
verstellbar sind, daß die Weite des Düsenspaltes zur
Auslauföffnung hin variierbar ist.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzbalken (26, 27) über Ventile (29, 29′ ...)
und die Bewegung der Spritzbalken (26, 27) ausgleichende
Schlauchleitungen (30, 31; 30′, 31′ ...) mit einer orts
festen Versorgungsleitung (28) verbunden sind.
13. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzbalken (26, 27, 38) oberhalb und/oder
unterhalb des Kühlrollgangs (21) vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13,
mit im Bereich zwischen dem das Walzband tragende Kühl
rollgang und den Spritzbalken angeordneten Abschirmble
chen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abweisbleche (39) über den Rand des Kühlrollgangs
(21) herausragen, daß an den beiden herausragenden Seiten
der Abschirmbleche (39) jeweils ein Verschiebeantrieb
(40, 41) angreift, die jedes Abschirmblech (39, 39′ ...)
in bzw. entgegen Bandlaufrichtung (20) zu bewegen vermö
gen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschrimbleche (39, 39′ ...) rechtwinklig ausge
bildet sind, an mindestens einer ihrer beiden Längsseiten
im wesentlichen trapezförmige Ausschnitte aufweisen und
quer zum Kühlrollgang (21) angeordnet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschirmbleche rechtwinklig ausgebildet sind und
an mindestens einer ihrer beiden Längsseiten Kammform
aufweisen.
17. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche
14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschirmbleche (39, 39′ ...) oberhalb und/oder
unterhalb des Kühlrollgangs (21) vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche
14 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zumindest oberhalb des Rollgangs (21) angeord
neten Abschirmbleche an ihren Rändern senkrechte Wände
aufweisen, die zusammen mit dem Abschirmblech eine Wanne
bilden, daß an den oberhalb des Rollgangs angeordneten
Abschirmblechen mindestens je eine Ablauföffnung vorgese
hen ist und daß die Ablauföffnung außerhalb des Bereichs
des Rollgangs (21) liegt.
19. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche
12 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Abschirmbleche (39, 39′ ...) an ihren über
den Kühlrollgang (21) hinausragenden Enden fest miteinan
der verbunden sind, daß diese Gruppen von Abschirmblechen
vorzugsweise der Größe der Gruppen von Spritzbalken (4
bis 11) entsprechen und daß diese Gruppen gemeinsam mit
tels beidseitig angeordneter Verschiebeantriebe (40, 41)
verschiebbar sind.
20. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens drei Temperatursensoren quer zur Bewe
gungsrichtung (20) des Walzbandes (22) im Bereich des
Kühlrollgangs (21) vorgesehen sind und daß in Bewegungs
richtung hintereinander mindestens zwei dieser Tempera
turmeßbereiche angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet
daß die Temperatursensoren bandkantenorientiert ausricht
bar vorzugsweise verschiebbar bzw. verdrehbar sind.
22. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß Rechner (45) bzw. Regler vorgesehen sind, die in
Abhängigkeit der sowohl in Quer- als auch in Längsrich
tung des Walzbandes (22) ermittelten Temperaturen bzw.
deren Differenzen die Antriebe (12 bis 19′) für die
Spritzbalken (4 bis 11, 26, 27) und/oder die Antriebe für
die Spritzdüsenreihen (38, 38′ ...) und/oder die Antriebe
(40, 41) für die Abschirmbleche (39, 39′ ...) und/oder
die Anstellung der Ventile (29) für das Kühlmittel steu
ern und/oder regeln.
23. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Bandlaufrichtung (20) vor und hinter dem Kühlroll
gang (21) Planheitsmeßgeräte (46, 47) vorgesehen sind,
die auf den Rechner (45) bzw. Regler arbeiten, und daß in
Abhängigkeit der ermittelten Planheitswerte und/oder der
ermittelten Temperaturen bzw. Temperaturdifferenzen die
Antriebe für die Spritzbalken/Spritzdüsen und/oder die
Antriebe für die Abschirmbleche und/oder die Ventile für
die Kühlmittelzufuhr gesteuert und/oder geregelt werden.
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