DE4009450A1 - Elektrodendrahtzufuhreinrichtung in einer elektrischen drahtschneide- und entladungsmaschine - Google Patents
Elektrodendrahtzufuhreinrichtung in einer elektrischen drahtschneide- und entladungsmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Elektrodendrahtzufuhr
einrichtung in einer elektrischen Drahtschneide- und
Entladungsmaschine.
Fig. 3 zeigt eine konventionelle Elektrodendrahtzufuhr
einrichtung, die zum Beispiel in der Japanischen
Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer 10 130/1981 und
47 134/1987, veröffentlicht ist. In der konventionellen
Vorrichtung sind ein Drahtführungsabschnitt zur
Elektrodendrahtzufuhr und ein Drahtführungsabschnitt zum
Elektrodendrahtempfangen auf beiden Seiten eines zu
bearbeitenden Werkstückes vorgesehen, und ein
Elektrodendraht wird von der ersten Drahtführung zur
letzteren Drahtführung übertragen, während er von einem
herausströmenden Wasserstrahl gehalten wird. Die
Vorrichtung wird im folgenden detailliert beschrieben.
In Fig. 3 bezeichnet die Referenznummer 1 ein zu
bearbeitendes Werkstück; 2 bezeichnet eine
Bearbeitungsstartöffnung in dem Werkstück; 3 bezeichnet
einen Elektrodendraht; 4 bezeichnet einen
Drahtführungsabschnitt zur Elektrodendrahtzufuhr; 5 ein
Halterungsmittel; 6 eine obere Drahtführung mit einem
Führungseinlauf 7 auf der Oberseite, der wenig Raum für
den Elektrodendraht 3 bietet; 8 einen Führungseinlauf;
und 9 einen in die obere Drahtführung eingebauten
elektrischen Zubringer. Der Elektrodendraht 3 wird von
dem Führungseinlauf 8 und Führungseinlauf 7 auf beiden
Seiten des elektrischen Zubringers 9 in einer Weise
gehalten, daß er sich entlang einer mittleren Achse des
Drahtzufuhr- und Führungsabschnittes 4 erstreckt. Daher
wird der Elektrodendraht 3 mit dem elektrischen Zubringer
9 in Kontakt gebracht, wobei er kräftig gerieben wird.
Weiter bezeichnet die Referenznummer 10 in Fig. 3 eine
Einspritzdüse mit einer kleinen Öffnung auf dem inneren
Boden, welche koaxial zu dem Elektrodendraht 3 liegt; die
Einspritzdüse 10 ist in der Halterung 5 vertikal
verschiebbar angeordnet; 11 bezeichnet eine Druckfeder,
die zwischen der Einspritzdüse 10 und der Halterung 5
angeordnet ist, wobei die Druckfeder 11 die Einspritzdüse
10 normalerweise aufwärts treibt, so daß eine schmale
Lücke zwischen der inneren Bodenfläche der Einspritzdüse
10 und dem unteren Endabschnitt der oberen Drahtführung 6
entsteht; 12 bezeichnet eine Düse zum Einspritzen von
Bearbeitungslösung; und 13, 14 und 15 bezeichnen
Einlauföffnungen für Bearbeitungslösung. Wenn
Bearbeitungslösung durch die Einlauföffnung 13
eingeleitet wird, wird sie in eine durch die Halterung 5
und die Innenseite der Einspritzdüse 10 gebildete Kammer
gefüllt. Als Ergebnis wird eine abwärts gerichtete Kraft
auf die Flanschoberfläche und die innere Grundfläche der
Einspritzdüse ausgeübt, so daß die Einspritzdüse 10
abwärts gegen die elastische Kraft der Druckfeder 11
bewegt wird. Wenn die Bearbeitungslösung durch die
Einlauföffnung 14 eingeführt wird, wird sie in die durch
die Halterung 5 und die Außenseite der Einspritzdüse 10
gebildete Kammer eingefüllt und dann durch die
Einlauföffnung 15 in die Düse zum Einspritzen von
Bearbeitungslösung 12, so daß die Bearbeitungslösung
durch die Öffnung der Einspritzdüse 12 auf das Werkstück
1 gespritzt wird.
Weiter bezeichnet in Fig. 3 die Referenznummer 20 eine
Befestigungsplatte, 21 einen Führungseinlauf, 22 eine
Capstanrolle, 23 einen Gleichstrommotor zum Antreiben der
Capstanrolle 22; 24 eine Andruckrolle, die auf der
Befestigungsplatte 20 über einen Halterungsarm 25 und
einen Befestigungshebel 26 beweglich montiert ist; 27
eine Druckfeder, die zwischen dem Halterungsarm 25 und
der Befestigungsplatte 20 so angeordnet ist, daß die
Andruckrolle 24 zu jeder Zeit gegen die Capstanrolle 22
gepreßt wird; 30 und 31 bezeichnen Führungsröhren; 32
einen Führungsröhrenhalter; und 33 einen zylindrischen
Block. Die Führungsröhre 30 ist durch den
Führungsröhrenhalter 32 im zylindrischen Block 33
gesichert. Der obere Abschnitt der Führungsröhre 31 ist
als Flansch ausgeführt. Die Führungsröhre 31 ist in dem
zylindrischen Block 33 in der Weise eingepaßt, daß sie
vertikal verschiebbar ist und die anderen Führungsröhren
30 mit einer festgelegten Lücke umgibt. Der zylindrische
Block 33 hat Lufteinlauföffnungen 34 und 35, durch welche
Luft durch eine Luftzufuhreinheit (nicht gezeigt)
zugeführt werden kann, um die Führungsröhre auf und ab zu
bewegen.
Weiter bezeichnet in Fig. 3 die Referenznummer 36 a einen
in einer NC-(numerical control)-Einheit 36 vorgesehenen
Kontaktdetektor, der feststellt, ob der Elektrodendraht 3
in Kontakt mit dem Werkstück 1 ist oder nicht. Der
Kontaktdetektor arbeitet in folgender Weise. Er gibt eine
Gleichspannung auf den Elektrodendraht 3 und das
Werkstück 1 und vergleicht die Spannung zwischen den
Elektroden mit einer Referenzspannung. Wenn die Spannung
zwischen den Elektroden geringer als die Referenzspannung
ist, dann steht fest, daß der Elektrodendraht in Kontakt
mit dem Werkstück ist. Weiterhin bezeichnet in Fig. 3 die
Referenznummer 36 b eine Drahtzufuhrsteuereinrichtung, die
in der NC-Einheit 36 angeordnet ist, um den
Gleichstrommotor 23 (DC) zu steuern; 36 c bezeichnet eine
in der NC-Einheit 36 vorgesehene Steuereinrichtung für
Bearbeitungslösung, die Bearbeitungslösung von einer
Zufuhreinheit 36 e den Einlauföffnungen 13 und 14 zuführt;
und 36 d bezeichnet eine in der NC-Einheit 36 vorgesehene
Tischantriebssteuerung, zum Betreiben eines
X-Achsen-Antriebsmotors 37 und eines Y-Achsen-Antriebs
motors 38, um einen XY-Kreuztisch 39 zu bewegen, wobei
der Elektrodendraht 3 und die Bearbeitungsstartöffnung 2
relativ zueinander bewegt werden.
Nun soll die Arbeitsweise der Elektrodendrahtzufuhr
einrichtung, die auf diese Weise aufgebaut ist,
beschrieben werden.
In dem Fall, daß der Durchmesser der
Bearbeitungsstartöffnung 2 größer ist als der Durchmesser
des Einspritzstrahls (üblicherweise in der Größe von 1
bis 1,5 mm), ist die Arbeitsweise der Zufuhr des
Elektrodendrahts 3 wie folgt: Luft kann in den
zylindrischen Block 33 durch die Lufteinlauföffnung 34
einströmen, um die Oberfläche des Flansches der
Führungsröhre 31 anzutreiben, so daß sie in die unterste
Grenzposition gebracht wird. Es ergibt sich somit, daß
das Gebiet zwischen der Führungsröhre 30 und dem
Führungseinlauf 8 geschlossen ist. Zur gleichen Zeit
liefert die Bearbeitungslösungszufuhreinheit 36 e
Bearbeitungslösung durch die Einlauföffnung 13 in die
Halterung 5. Durch diese Operation wird der Flansch der
Einspritzdüse 10 durch die auf diese Weise zugeführte
Bearbeitungslösung angetrieben, so daß die Einspritzdüse
10 abgesenkt wird. Es ergibt sich, daß die Öffnung der
Einspritzdüse ausreichend von der Drahtführung der
Elektrodendrahtzufuhrseite wegbewegt wird, so daß die
Bearbeitungslösung direkt durch die Öffnung der
Einspritzdüse 10 gespritzt wird, so daß der
Elektrodendraht 3 zum Drahtführungsabschnitt der
Elektrodendrahtempfangsseite (nicht gezeigt)
transportiert wird. Der Elektrodendraht wird durch einen
konventionellen Elektrodendrahtschneidemechanismus (nicht
gezeigt) geschnitten, der in der japanischen
Patentanmeldung (OPI) No. 80 528/1985 veröffentlicht ist
("OPI" bedeutet in diesem Falle Offenlegungsschrift). Das
Vorderende des Elektrodendrahtes ist in der Führungsröhre
31 oberhalb des Führungseinlaufes 8 angeordnet. Nachdem
die Führungsröhre 31 abgesenkt wurde, wird der
Elektrodendrahtzufuhrmotor 23 gestartet, so daß die
Capstanrolle 22 und die Andruckrolle 24 gedreht werden,
wobei der Elektrodendraht in Richtung auf den
Drahtführungsabschnitt 4 auf der
Elektrodendrahtzufuhrseite bewegt wird; das bedeutet, daß
der Elektrodendraht durch den Führungseinlauf 8, die
obere Drahtführung und die Einspritzdüse 10 in der
erwähnten Weise hindurchgeführt wird. Der Elektrodendraht
wird durch den Einspritzstrahl eingegrenzt und wird
weiter durch die Bearbeitungsstartöffnung 2 und den
Drahtführungsabschnitt auf der Elektrodendraht
empfangsseite (nicht gezeigt) hindurchgeführt, und er
wird durch die Flüssigkeit, ein Band oder Rollen zu einem
Drahtaufnahmemechanismus befördert, wo er auf eine Rolle
gewickelt wird oder in einen bestimmten Behälter gesetzt
wird. Somit kann die elektrische Drahtschneide- und
Abgabeoperation begonnen werden.
Nun soll die Arbeitsweise der Zufuhr des
Elektrodendrahtes in dem Fall, daß der Durchmesser der
Bearbeitungsstartöffnung geringer ist als der Durchmesser
des Einspritzstrahls (zum Beispiel in der Größenordnung
von 0,5 mm), anhand der Fig. 4 und 5 beschrieben werden.
Die Teile (a) bis (d) der Fig. 4 sind erklärende
Diagramme, die die Positionen und Bewegungen des
Elektrodendrahtes 3 in einer Elektrodendrahtzufuhr
operation zeigen, und die Teile (a) bis (b) der Fig. 5
sind erklärende Diagramme zur Beschreibung eines
Beispiels für eine relative Ortsbewegung des
Elektrodendrahtes 3 und des Werkstückes 1.
In Fig. 3 wird der Elektrodendraht über den XY-Kreuztisch
39 zum Werkstück 1 geführt, während die Zufuhreinheit für
Bearbeitungslösung 36 e die Bearbeitungslösung über die
Einlauföffnung 14 in die Einspritzdüse 12 eingibt, so daß
die Bearbeitungslösung auf das Werkstück 1 gespritzt
wird. Der Einspritzstrahl säubert die Bearbeitungsstart
öffnung 2 und spannt den Elektrodendraht 3, so daß dieser
geradlinig transportiert wird. Falls die Vorderseite des
Elektrodendrahtes 3 nicht in die Bearbeitungsstartöffnung
2 eingeführt wird, d.h. falls er mit der Oberfläche des
Werkstückes 1 in Kontakt gebracht wurde, gibt der
Kontaktdetektor 36 a ein Kontaktdetektionssignal zur NC-
Einheit 36. Auf das Kontaktdetektionssignal hin gibt die
NC-Einheit 36 Steuersignale zur Drahtzufuhrsteuer
einrichtung 36 b und zur Steuereinrichtung für die Zufuhr
der Bearbeitungslösung 36 c. Auf das Steuersignal hin
stoppt die Drahtzufuhrsteuereinrichtung 36 b die Zufuhr
des Elektrodendrahtes 3 mit einer Verzögerungszeit, die
durch Verzögerungselemente erzeugt wird oder die für die
Steuereinrichtung 36 b typisch ist, während die
Steuereinrichtung für Bearbeitungslösung 36 c das
Einspritzen der Bearbeitungslösung durch die
Einspritzdüse für Bearbeitungslösung 12 stoppt. Die Teile
(a) der Fig. 4 zeigen den Zustand, in dem die Zufuhr des
Elektrodendrahtes 3 gestoppt ist. Das bedeutet, daß der
Elektrodendraht 3 leicht gelockert wird, so daß er später
in die Bearbeitungsstartöffnung richtig eingesetzt werden
kann. Bei dieser Bedingung gibt die NC-Einheit 36 eine
Anweisung, um die Steuereinrichtung zum Antreiben des
XY-Tisches dazu zu bringen, eine Elektrodeneinsetzungs
operation zu beginnen. Auf die Anweisung hin steuert die
Steuereinrichtung für den XY-Tischantrieb 36 d den
X-Achsen-Antriebsmotor 37 und/oder den Y-Achsen-
Antriebsmotor 38, um die obere Drahtführung 6 und die
Bearbeitungsstartöffnung 2 relativ zueinander wie in den
Teilen (a) bis (d) der Fig. 4 gezeigt, zu bewegen. Teil
(a) der Fig. 4 zeigt den Zustand, daß das Vorderende des
Elektrodendrahtes in Kontakt mit der rechten Seite der
Bearbeitungsstartöffnung 2 ist, und die Zufuhr des
Elektrodendrahtes gestoppt ist. Wenn die
Bearbeitungsstartöffnung 2 relativ zu der oberen
Drahtführung nach rechts und links wie in den Teilen (b)
und (c) der Fig. 4 gezeigt bewegt wird, dann wird das
vordere Ende des Elektrodendrahtes 3 ebenfalls nach
rechts und links bewegt, während es in Kontakt mit der
Oberfläche des Werkstückes 1 bleibt, so daß das
Vorderende des Elektrodendrahtes 3 in die
Bearbeitungsstartöffnung 2 ohne Fehler wie in Teil (d)
der Fig. 4 gezeigt eingesetzt wird. Die relative Bewegung
des Elektrodendrahtes 3 und der Bearbeitungsstartöffnung
2 ist im Teil (b) der Fig. 5 gezeigt. Das heißt, die
relative Bewegung wird von einem Anfangspunkt P 0 in
einer Vielzahl von Richtungen ausgeführt, so daß der
Elektrodendraht in die Bearbeitungsstartöffnung 2
eingesetzt werden kann, unabhängig davon, wo der
Elektrodendraht mit der Umgebung der
Bearbeitungsstartöffnung in Kontakt gebracht wurde. Die
relative Bewegung ist auf einen bestimmten Bereich
beschränkt (einige mm gemessen vom Anfangspunkt der
Bewegung P 0), so daß die Schwierigkeit vermieden wird,
daß die Vorderseite des Elektrodendrahtes, die auf diese
Weise eingesetzt wurde, aus der Bearbeitungsstartöffnung
2 wieder herausgezogen wird.
Wenn die Vorderseite des Elektrodendrahtes 3 wie oben
beschrieben richtig in die Bearbeitungsstartöffnung 2
eingesetzt wurde, gibt die Kontaktdetektoreinrichtung 36 a
ein Signal, daß der Elektrodendraht 3 nicht in Kontakt
mit dem Werkstück 1 ist. Als Reaktion auf das Signal
stoppt die Steuereinrichtung für den XY-Tischantrieb 36 d
den XY-Kreuztisch 39. Auf dasselbe Signal hin bringt die
Drahtzufuhrsteuereinrichtung 36 b den
Elektrodendrahtzufuhrmotor 23 dazu, den Elektrodendraht 3
wieder zu transportieren, während die Steuereinrichtung
für die Bearbeitungslösungszufuhr 36 c bewirkt, daß
Bearbeitungslösung durch die Einspritzdüse 12 gespritzt
wird. Danach wird der Elektrodendraht 3 durch die
Bearbeitungsstartöffnung 2 hindurchgeführt und wird dann
durch den Drahtführungsabschnitt auf der
Elektrodendrahtempfangsseite (nicht gezeigt) und den
Drahtaufnahmemechanismus in der geschilderten Weise
transportiert. Auf diese Weise kann die Drahtzufuhr
erreicht werden.
Eine konventionelle Elektrodendrahtzufuhreinrichtung in
einer elektrischen Drahtschneide- und Entladungsmaschine
ist aufgebaut wie oben beschrieben. Die Düse zum
Einspritzen von Bearbeitungslösung 12 ist vorzugsweise so
angeordnet, daß die Bearbeitungslösung zum
Bearbeitungsbereich unter Hochdruck zugeführt wird, um so
überschüssiges Material
zu beseitigen, das während der Bearbeitung entsteht, so
daß die Bearbeitungsrate erhöht wird. Zusätzlich ist es
ratsam, die Drahtführung dicht an das Werkstück 2 zu
setzen, weil die Anplitude der Schwingung des
Elektrodendrahtes zwischen den Drahtführungen dadurch
reduziert werden kann, so daß sich eine verbesserte
Bearbeitungsgenauigkeit und Bearbeitungsrate ergibt.
Jedoch ist abhängig von der Konfiguration eines
Werkstückes 1 und der Konfiguration einer Halterung des
Werkstückes 1 die Einspritzdüse für Bearbeitungslösung 12
manchmal soweit von dem Werkstück 1 angeordnet, daß sie
nicht mit dem Werkstück 1 oder der Halterung während der
Bearbeitung in Übereinstimmung zu bringen ist. Falls
unter dieser Bedingung der Elektrodendraht 3 in eine
Bearbeitungsstartöffnung von geringem Durchmesser (zum
Beispiel der Größenordnung von 0,5 mm) eingesetzt wird,
dann ist der Abstand zwischen der Einspritzdüse für
Bearbeitungslösung 12 und dem Werkstück 1 wie in Fig. 6
gezeigt so groß, daß der sich krümmende Elektrodendraht 3
nicht hinreichend durch den Einspritzstrahl der
Einspritzdüse für Bearbeitungslösung 12 ausgerichtet
werden kann. Weil zusätzlich die Öffnung der
Einspritzdüse für Bearbeitungslösung 12 im allgemeinen in
der Größenordnung von 4 mm bis 10 mm im Durchmesser
liegt, ist es unmöglich, das Vorderende des
Elektrodendrahtes in einem engen Bereich zu halten, um es
auf diese Weise zum Werkstück 1 zu bewegen. Daher wird
manchmal die Vorderseite des Elektrodendrahtes weit von
der Bearbeitungsstartöffnung weggeschoben; das heißt, sie
wird in Kontakt mit dem Werkstück gebracht, worauf die
Zufuhr des Elektrodendrahtes unterbunden wird. Auch wenn
in diesem Fall die Einführungsoperation durchgeführt
wird, die von den Teilen (a) bis (c) der Fig. 7 bekannt
ist, ist es aus den folgenden Gründen nicht möglich, den
Elektrodendraht 3 in die Bearbeitungsstartöffnung 2
einzusetzen:
Der Elektrodendraht ist stark verbogen. Weil zusätzlich
die obere Drahtführung 6 weit weg von dem Werkstück 1
ist, ist die Starrheit des Elektrodendrahtes 3, welcher
durch die obere Drahtführung 6 hindurchgeführt wurde,
offensichtlich herabgesetzt. Wenn daher die Drahtführung
6 relativ zum Werkstück 1 bewegt wird, wird das vordere
Ende des Elektrodendrahtes nicht an der Oberfläche des
Werkstückes entlang bewegt, oder falls es bewegt wird,
ist der Betrag der Bewegung ungenügend. Daher kann der
Elektrodendraht 3 nicht in die Bearbeitungsstartöffnung 2
eingesetzt werden.
Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, in einer
konventionellen Elektrodendrahtzufuhreinrichtung in einer
elektrischen Drahtschneide- und Entladungsmaschine die
oben beschriebenen Schwierigkeiten zu beseitigen.
Weiter ausführend ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine
Elektrodendrahtzufuhreinrichtung für eine elektrische
Drahtschneide- und Entladungsmaschine zu schaffen, die
einen Elektrodendraht richtig in die
Bearbeitungstartöffnung eines Werkstückes einsetzen kann,
auch wenn die Drahtführung vom Werkstück weit entfernt
ist.
Die beschriebene Aufgabe und weitere Aufgaben der
Erfindung können gelöst werden durch eine
Elektrodendrahtzufuhreinrichtung in einer elektrischen
Drahtschneide- und Entladungsmaschine, die gemäß der
Erfindung folgendes aufweist:
Kontaktdetektormittel zum Feststellen, wie ein
Elektrodendraht, der durch einen Drahtführungsabschnitt
einer Elektrodendrahtzufuhrseite geführt wird, mit einem
Werkstück in Kontakt gebracht wird, zum Ausgeben eines
Kontaktdetektionssignals, und eine Steuereinrichtung zum
Reagieren auf das Kontaktdetektionssignal, um die Zufuhr
des Elektrodendrahtes zu unterbinden, und um den
Elektrodendraht in eine Bearbeitungsstartöffnung in einem
Werkstück einzusetzen, während ein Einspritzstrahl den
Elektrodendraht hält.
Das Prinzip, die Eigenschaft und die Benutzung der
Erfindung wird durch die folgende detaillierte
Beschreibung in Verbindung mit den begleitenden Figuren
weiter verdeutlicht werden, wobei gleiche Teile durch
gleiche Referenznummern oder Buchstaben bezeichnet sind.
In den begleitenden Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 ein erklärendes Diagramm mit einem Beispiel
für die Anordnung einer Elektrodendraht
zufuhreinrichtung in einer elektrischen
Drahtschneide- und Entladungsmaschine gemäß
der Erfindung;
Fig. 2 ein erklärendes Diagramm zur Beschreibung
des Einsetzens eines Elektrodendrahtes in
die Elektrodendrahtzufuhreinrichtung gemäß
der Erfindung;
Fig. 3 ein erklärendes Diagramm mit der Anordnung
einer konventionellen Elektrodendraht
zufuhreinrichtung in einer elektrischen
Drahtschneide- und Entladungsmaschine;
Fig. 4 und 5 zeigen erklärende Diagramme zur
Beschreibung des Einsetzens eines
Elektrodendrahtes in eine konventionelle
Elektrodendrahtzufuhreinrichtung; und
Fig. 6, 7(a), (b) und (c) sind erklärende Diagramme zur Beschreibung
der Schwierigkeiten, die in der
konventionellen Elektrodendrahtzufuhr
einrichtung auftreten.
Ein Beispiel einer Elektrodendrahtzufuhreinrichtung in
einer elektrischen Drahtschneide- und Entladungsmaschine
gemäß der Erfindung soll unter Bezugnahme auf die
begleitenden Zeichnungen beschrieben werden.
In Fig. 1 bezeichnet die Referenznummer 36 f eine
Zufuhrsteuerung für Bearbeitungslösung, ähnlich zu der in
der oben beschriebenen konventionellen Elektrodendraht
zufuhreinrichtung, die einen Elektrodendraht 3
transportiert und gemäß dem Kontaktdetektionssignal
arbeitet, das von dem Kontaktdetektor 36 a erzeugt wird,
so daß während einer Elektrodendrahteinsetzung ein
kontinuierlicher Einspritzstrahl erzeugt wird. Fig. 2
zeigt ein erklärendes Diagramm zur Beschreibung des
Standes und der Bewegung des Elektrodendrahtes 3 in der
Elektrodendrahtzufuhreinrichtung gemäß der Erfindung. In
den Fig. 1 und 2 sind die Komponenten, die schon unter
Bezugnahme auf die in Fig. 3 gezeigte konventionelle
Elektrodendrahtzufuhreinrichtung beschrieben worden sind,
mit den gleichen Referenznummern oder Buchstaben
bezeichnet.
In den Fig. 1 und 2 steuert die Drahtzufuhrsteuer
einrichtung 36 b den Elektrodendrahtzufuhrmotor 23, so daß
der Elektrodendraht 3 in Richtung des Werkstückes 1 auf
dem XY-Kreuztisch 39 transportiert wird, während die
Steuerung der Zufuhr von Bearbeitungslösung 36 f die
Bearbeitungslösungszufuhreinheit 36 e zur Zufuhr der
Bearbeitungslösung bringt. Die auf diese Weise zugeführte
Bearbeitungslösung wird dazu gebracht, durch die
Einlauföffnung 13 in die Einspritzdüse 10 zu fließen, so
daß die Bearbeitungslösung als Einspritzstrahl 50 von der
Einspritzdüse 10 auf das Werkstück 1 gespritzt wird.
Der Einspritzstrahl 50 arbeitet, um die Krümmung des
Elektrodendrahtes 3 zu korrigieren, und um den
Elektrodendraht 3 in der Weise festzuhalten, daß er an
der zentralen Achse des Einspritzstrahles 50 festgehalten
wird. Die Begrenzung des Einspritzstrahles 50 ist in der
Flüssigkeitsscherkraft begründet. Die Geschwindigkeit des
Einspritzstrahls 50 ist größer als die Geschwindigkeit
der Zufuhr des Elektrodendrahtes 3. Daher ist die
Flüssigkeitsscherkraft gleichförmig auf alle kleinen
Abschnitte des Elektrodendrahtes 3 in der Richtung der
Drahtzufuhr gerichtet und eine zu der Distanz zwischen
dem Punkt und dem vorderen Ende des Elektrodendrahtes
proportionale Kraft ist auf einen Punkt auf dem
Elektrodendraht 3 gerichtet, so daß der Elektrodendraht 3
auf der Seite der Elektrodendrahtzufuhreinrichtung
gezogen wird, so daß die Krümmung des Elektrodendrahtes
begradigt wird und der Elektrodendraht 3 entlang der
mittleren Achse des Einspritzstrahles 50 gehalten wird.
Nach der obigen Beschreibung ist es deutlich, daß eine
Ziehkraft des Elektrodendrahtes gemäß der
Flüssigkeitsscherkraft an dem vorderen Endabschnitt des
Elektrodendrahtes geringer ist als an den anderen
Abschnitten, und daß daher der vordere Endabschnitt des
Elektrodendrahtes nicht immer in der mittleren Achse des
Einspritzstrahles 50 positioniert ist. Weil jedoch der
Durchmesser des Einspritzstrahles 50 im allgemeinen klein
ist, in der Größenordnung von 1 bis 1,5 mm, ist, wenn der
Elektrodendraht 3 in Kontakt mit dem Werkstück 1 gebracht
wird, die Position des vorderen Endes des
Elektrodendrahtes auf die Nachbarschaft der
Bearbeitungsstartöffnung 2 beschränkt.
Wenn das vordere Ende des Elektrodendrahtes 3 mit der
Oberfläche des Werkstückes 1 in Kontakt gebracht wird,
erzeugt die Kontaktdetektoreinrichtung 36 a ein
Kontaktdetektionssignal und liefert es an die NC-Einheit
36. Als Reaktion auf das Kontaktdetektionssignal liefert
die NC-Einheit 36 eine Anweisung für die
Drahtzufuhrsteuereinrichtung 36 b und die
Steuereinrichtung für die Bearbeitungslösung 36 f. Die
Drahtzufuhrsteuereinrichtung 36 b unterbricht die Zufuhr
des Elektrodendrahtes mit einer Verzögerungszeit, die von
Verzögerungsmitteln erzeugt wird oder mit einer
Verzögerungszeit, die typisch für die Steuereinrichtung
36 ist. Auf der anderen Seite hält die Steuereinrichtung
zur Zufuhr von Bearbeitungslösung 36 f den Einspritzstrahl
50 von der Einspritzdüse 10 so wie er ist aufrecht. Der
Teil (a) der Fig. 2 zeigt den Zustand, daß die Zufuhr des
Elektrodendrahtes 3 unterbunden ist; das heißt, daß das
vordere Ende des Elektrodendrahtes 3 in der Nähe der
Bearbeitungsstartöffnung 1 angeordnet ist, und daß der
Elektrodendraht etwas gelockert wird, so daß er später
richtig in die Bearbeitungsstartöffnung 2 eingesetzt
werden kann.
Unter dieser Bedingung erzeugt die NC-Einheit 36 eine
Anweisung an die Antriebssteuerung für den XY-Tisch 36 d,
um die Elektrodendrahteinsetzoperation zu starten. Auf
die Anweisung hin steuert die XY-Tisch-Antriebssteuerung
36 d den X-Achsen-Antriebsmotor 37 und/oder den
Y-Achsen-Antriebsmotor 38, so daß der XY-Kreuztisch 39
entlang der relativen Ortsbewegung nach Fig. 5 bewegt
wird; das bedeutet, daß die obere Drahtführung 6 und die
Bearbeitungsstartöffnung 2 relativ zueinander mit dem
Einspritzstrahl 50 der Einspritzdüse 10 bewegt werden.
Der Teil (a) der Fig. 2 zeigt den Zustand, daß das
vordere Ende des Elektrodendrahtes mit der rechten Seite
der Bearbeitungsstartöffnung 2 in Kontakt ist, und daß
die Zufuhr des Elektrodendrahtes 3 unterbunden ist. Weil
die relative Bewegung wie in den Teilen (b) und (c) der
Fig. 2 gezeigt ausgeführt wird, wird das vordere Ende des
Elektrodendrahtes 3 durch die Eingrenzung des
Einspritzstrahles nach rechts und links bewegt, während
es in Kontakt mit der Oberfläche des Werkstückes 2
gehalten wird, so daß der vordere Abschnitt des
Elektrodendrahtes ohne Fehler in die
Bearbeitungsstartöffnung 2 eingeführt wird. Danach wird
der Elektrodendraht abwärts entlang der
Bearbeitungsstartöffnung transportiert. Das bedeutet, daß
die Zufuhrsteuereinrichtung für die Bearbeitungslösung
36 f so arbeitet, daß der Einspritzstrahl 50 geradewegs
abwärts durch die Bearbeitungsstartöffnung 2 durch
Einspritzen der Bearbeitungslösung über die Einspritzdüse
10 geführt wird. So wird ähnlich zu der konventionellen
Elektrodendrahtzufuhreinrichtung die
Elektrodendrahtzufuhroperation ausgeführt, so daß der
Elektrodendraht 3, nachdem er durch die
Bearbeitungsstartöffnung 2 hindurchgeführt wurde, zu dem
Drahtführungsabschnitt des Elektrodendrahtempfangs
abschnittes (nicht gezeigt) und zu dem Drahtaufnahme
mechanismus transportiert wird, wie geschildert. So kann
die Drahtzufuhroperation ausgeführt werden.
In der oben beschriebenen Ausführungsform wird der
Einspritzstrahl 50 von der Einspritzdüse erzeugt. Jedoch
kann auch die Düse zum Einspritzen der Bearbeitungslösung
12 so modifiziert werden, daß die Öffnung kleiner im
Durchmesser ist, um so den Einspritzstrahl 50 zu
erzeugen. In diesem Fall kann die Düse zum Einspritzen
der Bearbeitungslösung 12 in einer elektrischen
Drahtschneide- und Entladungsmaschine ebenso als
Elektrodendrahtzufuhreinspritzdüse dienen.
In der oben beschriebenen Ausführungsform ist der
Einspritzstrahl zum Festhalten des Elektrodendrahtes 3
aus Wasser; jedoch ist die Erfindung nicht beschränkt
darauf oder dadurch. Das bedeutet, daß der gleiche Effekt
auch erreicht wird, indem Strahlen anderer Flüssigkeiten
oder zum Beispiel Luft benutzt wird.
Wie oben beschrieben, detektiert der Kontaktdetektor in
der Elektrodendrahtzufuhreinrichtung gemäß der Erfindung,
wie der Elektrodendraht, der durch den
Drahtführungsabschnitt zugeführt wird, in Kontakt mit dem
Werkstück gebracht wird, um das Kontaktdetektionssignal
auszugeben, wobei auf das Kontaktdetektionssignal hin die
Steuereinrichtung die Zufuhr des Elektrodendrahtes
unterbindet, und den Elektrodendraht in die
Bearbeitungsstartöffnung einsetzt, während bewirkt wird,
daß der Einspritzstrahl den Elektrodendraht festhält.
Daher kann der Elektrodendraht, auch wenn der
Drahtführungsabschnitt vom Werkstück entfernt ist,
richtig in die Bearbeitungsstartöffnung eingesetzt
werden.
Während die Erfindung in Verbindung mit den bevorzugten
Ausführungsbeispielen beschrieben wurde, wird es für den
Fachmann offensichtlich sein, daß verschiedene
Veränderungen und Modifikationen möglich sind, ohne sich
von der Erfindung abzusetzen, und daß es beabsichtigt
ist, in den angefügten Ansprüchen alle diese Änderungen
und Modifikationen einzuschließen, die in die Idee und
den Geist der Erfindung fallen.
Claims (2)
1. Elektrodendrahtzufuhreinrichtung in einer
elektrischen Drahtschneide- und Entladungsmaschine,
welche aufweist:
- - Kontaktdetektormittel zum Feststellen, wie ein Elektrodendraht, der durch einen Drahtführungsabschnitt einer Elektrodendraht zufuhrseite hindurchgeführt ist, mit einem Werkstück in Kontakt gebracht wird, um ein Kontaktdetektionssignal zu liefern, und
- - Steuereinrichtung zum Unterbinden der Zufuhr des Elektrodendrahtes auf das Kontaktdetektionssignal hin, und zum Einführen des Elektrodendrahtes in eine Bearbeitungsstartöffnung in dem Werkstück, während ein Einspritzstrahl den Elektrodendraht festhält.
2. Elektrodendrahtzufuhreinrichtung gemäß Anspruch 1,
in welcher der Durchmesser des Einspritzstrahles in
der Größenordnung von 1 mm bis 1,5 mm liegt.
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|---|---|---|---|
| JP1131036A JPH02311221A (ja) | 1989-05-24 | 1989-05-24 | ワイヤ放電加工装置のワイヤ電極供給装置 |
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| DE4009450C2 DE4009450C2 (de) | 1996-10-02 |
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