DE4009193A1 - Drehender raffkopf zum axialen raffen von schlauchhuellenmaterial - Google Patents
Drehender raffkopf zum axialen raffen von schlauchhuellenmaterialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen drehenden Raffkopf zum axialen
Raffen von zur Weiterverarbeitung, insbesondere auf Wurstfüllautomaten,
bestimmtem Schlauchhüllenmaterial in Verbindung
mit einem in den offenen Hüllenanfang ragenden und Blähluft
in die Hülle leitenden hohlen Raffdorn unter Bildung
einer durchgehenden schraubenförmigen Hauptfalte, bestehend
aus einem um den Raffdorn drehbaren Rahmen, in welchem mindestens
drei am Rollenumfang regelmäßig verteilte und um quer
zur Dornachse gerichtete Achsen drehend angetriebene Raffräder
gelagert sind, welche am Umfang mit ebenen Zähnen versehen
sind, deren Kopfenden dem Dornquerschnitt entsprechend
ausgekehlt sind und die von Raffrad zu Raffrad um einen durch
die Räderzahl bestimmten Bruchteil der Zahnteilung in Umfangsrichtung
zueinander versetzt sind.
Ein derartiger Raffkopf ist aus der DE-PS 29 44 623 bekannt.
Bei dem bekannten Raffkopf sind die Zähne parallel zur
Raffradachse gerichtet und weisen eine solche Breite auf, daß
sich ihre Auskehlungen am Dornumfang überlappen. In Verbindung
hiermit ist der Rahmen in solcher Drehrichtung angetrieben,
daß die Zähne eines beliebigen Raffrades den Zähnen des
in Richtung des Drehens um die Dornachse nacheilenden Raffrades
in Vorschubrichtung des Schlauchmaterials unmittelbar
folgen, wobei ferner die Drehzahl des Rahmens mindestens die
Hälfte der Drehzahl der Raffräder beträgt. Wie umfangreiche
Versuche an unterschiedlichen Schlauchkalibern ergeben haben,
lassen sich mit dem bekannten Raffkopf äußerst kompakte
Schlauchraupen mit einer durchgehenden schraubenförmigen
Hauptfalte herstellen. Da die um ihre Achse rotierenden
Raffräder das Schlauchmaterial ständig vorschieben, wird für
das Drehen der Raffräder um den Dorn nur eine verhältnismäßig
geringe Drehzahl benötigt. Die Beanspruchung des Schlauchmaterials
bei der Faltenbildung ist demzufolge vergleichsweise
gering, und die gesamte Vorrichtung arbeitet auch bei hoher
Drehzahl des Raffkopfes äußerst ruhig. Dennoch ist die Leistung
des bekannten Raffkopfes beschränkt, weil die Drehzahl
des Rahmens mindestens die Hälfte der Drehzahl der Raffräder
betragen muß.
Bei einer anderen, bereits früher bekanntgewordenen Vorrichtung
(DE-PS 16 32 137) wird eine einzige durchgehende Hauptfalte
in Schraubenform durch Verwendung von drei um feste
Achsen innerhalb einer Querebene zum Raffdorn antreibbare
Raffräder mit ausgekehlten Zähnen am Umfang erzielt, die
schräg zu den Raffradachsen verlaufen und je ein Drittel des
Raffdornumfangs erfassen. Durch Versatz der Raffräder in Umfangsrichtung
um je ein Drittel der Zahnteilung liegen die
Zahnflanken somit im Eingriffsbereich auf einer praktisch unterbrochenen
Schraubenlinie, die das Schlauchmaterial unter
Bildung der gewünschten durchgehenden Schraubenfalte auf dem
Dorn vorschiebt und gegen einen darauf angeordneten Anschlag
bzw. die darauf bereits gebildete Raupe andrückt. Bei dieser
bekannten Vorrichtung besteht jedoch die Gefahr, daß das
Schlauchmaterial beim Einzug in die Raffzone zwischen die
Zähne zweier benachbarter Raffräder gelangt und beschädigt
wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Raffkopf der eingangs genannten
Art dahingehend weiterzubilden, daß ohne die Gefahr
einer Beschädigung des Schlauchmaterials noch höhere Raffleistungen
als bei dem zuerst erwähnten bekannten Raffkopf erzielt
werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in an
sich bekannter Weise die Zähne die Form von Kreissektoren
aufweisen, deren Zentriwinkel gleich oder geringfügig kleiner
als 360°, geteilt durch die Anzahl der Raffräder, ist, und um
einen solchen Winkel zur Achse des zugehörigen Raffrades geneigt
sind, daß die Seitenkanten eines jeden Zahns in der
tiefsten Eingriffstellung am Raffdorn im wesentlichen stufen-
und knicklos an die Seitenkanten der Zähne der benachbarten
Raffräder anschließen.
Die Erfindung stellt somit gleichsam eine Kombination der
beiden eingangs erwähnten Raffsysteme dar, wobei im Unterschied
zu dem erst erwähnten bekannten Raffkopf die Drehzahl
des Rahmens kleiner als die Hälfte der Drehzahl der Raffräder
bemessen sein kann, so daß bei gleicher absoluter Drehzahl
des Rahmens eine größere Raffleistung erzielt wird, ohne daß,
wie bei der zweiten bekannten Vorrichtung, die Gefahr besteht,
daß das Schlauchmaterial beim Einzug in die Raffzone
zwischen die Zähne zweier benachbarter Raffräder gelangt und
beschädigt wird.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung beträgt die
Drehzahl des Rahmens mindestens ein Zehntel der Drehzahl der
Raffräder. Bereits mit einem solchen Drehzahlverhältnis wird
jegliche Beschädigung des Schlauchmaterials beim Einzug in
die Raffzone mit Sicherheit verhindert. Größere Rahmendrehzahlen
im Verhältnis zur Drehzahl der Raffräder sind selbstverständlich
möglich; sie können jedoch die Raffleistung entsprechend
mindern. In jedem Fall ist eine Einstellbarkeit
zwischen den Drehzahlen der Raffräder und des Rahmens nicht
erforderlich, so daß gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung
das Verhältnis der Drehzahl der Raffräder zur Drehzahl
des Rahmens um den Raffdorn konstant ist.
Die Mindestanzahl der Raffräder beträgt, wie bereits bei dem
zuerst erwähnten bekannten Raffkopf, mindestens "drei". Besonders
zweckmäßig hat sich jedoch auch hier eine Anzahl von
vier Raffrädern erwiesen.
Ansonsten ist die Anzahl der Zähne je Raffrad nicht an die
Anzahl der Raffräder und der Dicke der Zähne gebunden, da es
an einem Überlappungsbereich wie bei dem gekannten Raffkopf
fehlt.
Als besonders vorteilhaft hat es sich ferner erwiesen, die
beiden Enden der Auskehlungen zu den seitlichen Endkanten der
Zähne hin abzurunden. Durch diese Maßnahme wird das Schlauchmaterial
beim Raffen besonders schonend behandelt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Raffkopfes gemäß
der Erfindung mit vier Raffrädern wird nachstehend in Verbindung
mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Ansicht
auf die Auslaßseite des Raffkopfes,
mit dem die Raupe gebildet wird,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Raffkopfes, teilweise
im Axialschnitt,
Fig. 3 in größerem Maßstab eine Stirnansicht des
Eingriffsbereichs der Zähne der im übrigen
weggebrochenen Raffräder in Richtung der
Pfeile III-III in Fig. 2 und
Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt durch
den nur mit seinen Raffrädern dargestellten
Raffkopf und den Dorn mit der darauf
gebildeten Raupe, wobei die in der
Schnittebene liegenden Raffräder perspektivisch
dargestellt sind.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, ist an einem Lagerbock
10 eine Lagerhülse 12 beispielsweise durch Schweißen befestigt,
in welcher mittels Kugellagern 14, 16 eine hülsenförmige
Welle 18 drehbar gelagert ist. An dem einen Stirnende
der Welle 18 ist eine kreisförmige Tragplatte 20 angeschraubt,
an welcher auf der der Welle 18 abgewandten Seite
eine ringförmige Riemenscheibe 22 festgeschraubt ist. Die
Tragplatte 20 ist ferner mit einer zentralen Durchbrechung 24
versehen.
Am oberen Ende des Lagerbocks 10 ist eine Konsole 26 angeschweißt,
die einen regelbaren Elektromotor 28 trägt. An der
Abtriebswelle 30 des Elektromotors 28 ist eine weitere Riemenscheibe
32 befestigt, die über einen Keilriemen 34 mit der
Riemenscheibe 22 der Tragplatte 20 antriebsmäßig verbunden
ist.
Die Tragplatte 20 trägt auf der von der Welle 18 abgewandten
Seite rings um die zentrale Durchbrechung 24 verteilt vier U-förmige
Lagerböcke 36, in denen die Wellen 38 je eines
Raffrades 40 gelagert sind. Die Tragplatte 20 bildet demgemäß
mit den Lagerböcken 36 einen am festen Lagerbock 10 drehbaren
Rahmen. Die Raffräder befinden sich zwischen den Schenkeln
der Lagerböcke und bilden dadurch, in Stirnansicht der Vorrichtung
betrachtet, einen regelmäßigen Stern, in dessen Zentrum
sich ein in Fig. 1 nicht gezeigter hohler Raffdorn 42
befindet, der sich von einer nicht gezeigten Einspannstelle
fliegend durch den Raffkopf und koaxial zur Welle 18 erstreckt
und das in Richtung des Pfeils 44 (Fig. 2) zugeführte
Schlauchmaterial beim Raffen führt und als Raupe aufnimmt,
die sich gegen einen gleichfalls nicht gezeigten Anschlag am
Dorn 42 abstützt.
Die Wellen 38 mit den Raffrädern 40 sind durch drei Paare von
Kegelrädern 46, 48 in gleichem Drehsinn miteinander verbunden.
Eine der Wellen 38, die nur ein Kegelrad trägt, ist an
ihrem anderen Ende mit einer Zahnriemenrolle 50 versehen. Auf
der der hülsenförmigen Welle 18 zugewandten Seite der Tragplatte
20 ist nahe der Peripherie ein weiterer Lagerbock 52
befestigt, in welchem eine Welle 54 gelagert ist, die an
ihrem vorstehenden Ende eine Zahnriemenrolle 56 trägt, die
über einen Zahnriemen 58 mit der Zahnriemenrolle 50 und damit
sämtlichen Raffrädern 40 antriebsmäßig verbunden ist. Auf der
Welle 54 ist zwischen den Schenkeln des Lagerbocks ein
Schneckenrad 60 befestigt, dessen Zähne in Eingriff mit den
schneckenförmig ausgebildeten Gewindegängen 62 eines Ringteils
64 stehen, das an der Lagerhülse 12 festgeschraubt ist.
Es leuchtet ein, daß, wenn der Elektromotor 28 eingeschaltet
wird und die Tragplatte 20 mit den Raffrädern um den Raffdorn
42 dreht, das Schneckenrad 60 von den Schneckengängen 62 des
Ringteils 64 eine Drehbewegung erhält und dadurch die Raffräder
40 um deren Achsen 38 dreht. Die Steilheit der Schneckengänge
62 und des Schneckenrades 60 ist vorzugsweise so gewählt,
daß die Raffräder 40 bei einer Umdrehung der Tragplatte
20 um ihre Achse gleichfalls eine Umdrehung ausführen.
Wie den Fig. 1, 2 und 4 zu entnehmen, ist jedes Raffrad 40
an seinem Umfang mit im Beispielsfall zehn eben ausgebildeten
Zähnen 66 versehen, die in bezug auf die Achse des Raffdorns
sektorförmig mit einem Zentriwinkel von 90° ausgebildet sind.
Die Zähne bestehen aus einem elastischen Material wie künstlichem
Gummi und weisen eine gleichbleibende Dicke auf.
Wie weiter aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, sind die Zähne
es im Kopfbereich mit teilkreisförmigen Auskehlungen 68 versehen
und um einen solchen Winkel zur Achse des zugehörigen
Raffrades geneigt, daß die Seitenkanten eines jeden Zahns in
der tiefsten Eingriffsstellung am Raffdorn im wesentlichen
stufen- und knicklos an die nächsten Seitenkanten der Zähne
der benachbarten Raffräder anschließt. Dadurch liegen die
Auskehlungen im Eingriffsbereich auf einer praktisch ununterbrochenen
Schraubenlinien und graben sich bei der Drehung der
Tragplatte 20 um den Raffdorn 42 in Richtung des Pfeils 70
(Fig. 3) und der gleichzeitigen Drehung der Raffräder um ihre
Achsen unter Bildung einer durchgehenden schraubenförmigen
Hauptfalte, wie in Fig. 4 gezeigt, in das Schlauchmaterial
ein.
Aus insbesondere Fig. 3 geht ferner hervor, daß die Auskehlung
68 jedes Zahns 66 an beiden Enden zu den Seitenkanten
hin abgerundet ist, wie dies dort bei 72 angedeutet ist.
Durch diese Abrundungen wird die Sicherheit erhöht, daß kein
Schlauchmaterial zwischen die Raffräder gelangt.
Claims (4)
1. Drehender Raffkopf zum axialen Raffen von zur Weiterverarbeitung,
insbesondere auf Wurstfüllautomaten, bestimmtem
Schlauchhüllenmaterial in Verbindung mit einem in den
offenen Hüllenanfang ragenden und Blähluft in die Hülle
leitenden hohlen Raffdorn unter Bildung einer durchgehenden
schraubenförmigen Hauptfalte, bestehend aus einem um
den Raffdorn drehbaren Rahmen, in welchem mindestens drei
am Rollenumfang regelmäßig verteilte und um quer zur
Dornachse gerichtete Achsen drehend angetriebene Raffräder
gelagert sind, welche am Umfang mit ebenen Zähnen
versehen sind, deren Kopfenden dem Dornquerschnitt
entsprechend ausgekehlt sind und die von Raffrad zu
Raffrad um einen durch die Räderzahl bestimmten Bruchteil
der Zahnteilung in Umfangsrichtung zueinander versetzt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter
Weise die Zähne die Form von Kreissektoren aufweisen,
deren Zentriwinkel gleich oder geringfügig kleiner als
360°, geteilt durch die Anzahl der Raffräder (40) ist,
und um einen solchen Winkel zur Achse des zugehörigen
Raffrades geneigt sind, daß die Seitenkanten eines jeden
Zahns (66) in der tiefsten Eingriffstellung am Raffdorn
(42) im wesentlichen stufen- und knicklos an die Seitenkanten
der Zähne (66) der benachbarten Raffräder (40) anschließen.
2. Raffkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehzahl des Rahmens (20, 36) mindestens ein Zehntel der
Drehzahl der Raffräder (40) beträgt.
3. Raffkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Raffräder (40) "vier"
beträgt.
4. Raffkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Enden (72) der Auskehlungen (68)
zu den seitlichen Endkanten eines jeden Zahns (66) abgerundet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904009193 DE4009193A1 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Drehender raffkopf zum axialen raffen von schlauchhuellenmaterial |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19904009193 DE4009193A1 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Drehender raffkopf zum axialen raffen von schlauchhuellenmaterial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4009193A1 true DE4009193A1 (de) | 1991-09-26 |
Family
ID=6402803
Family Applications (1)
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| DE19904009193 Ceased DE4009193A1 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Drehender raffkopf zum axialen raffen von schlauchhuellenmaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4009193A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4436911A1 (de) * | 1994-10-15 | 1996-04-18 | Eichel Packomat Gmbh | Vorrichtung zum axialen Raffen von Schlauchfolien |
| DE102010019883A1 (de) | 2010-05-07 | 2011-11-10 | Tbm Maschinenbau Gmbh | Raffrad |
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-
1990
- 1990-03-22 DE DE19904009193 patent/DE4009193A1/de not_active Ceased
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| DE102010019883A1 (de) | 2010-05-07 | 2011-11-10 | Tbm Maschinenbau Gmbh | Raffrad |
| DE102010019883B4 (de) * | 2010-05-07 | 2013-10-31 | Tbm Maschinenbau Gmbh | Raffrad |
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