-
A b b e e r m a s c h i n e
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abbeermaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
-
Es ist eine Abbeermaschine bekannt, bei der über einen Zuführtrichter
die Trauben zum Entstielen in die Maschine eingebracht werden. Hierzu gelangen sie
in einen Abbeerzylinder, der an seinen Umfang Stacheln aufweist und der mit einer
Stachelwalze zusammenarbeitet, die gegenläufig zum Abbeerzylinder läuft. Infolge
dieser gegenläufigen Bewegung werden die Stiele von den Trauben getrennt, die darm
durch den Abbeerzylinder nach unten in den Bereich zweier Quetschwalzen fallen.
Die Stiele werden innerhalb des Abbeerzylinders infolge ihres spezifischen leichteren
Gewichtes weiter bis ans Ende gefördert und fallen dann dort durch eine Rutsche
nach außen. Zum Antrieb des Abbeerzylinders, der Stachelwalze und der Quetschwalzen
ist ein aufwendiger Riemen- und Kettentrieb notwendig, der nicht nur sehr aufwendig
im Aufbau, sondern darüberhinaus auch eine sehr hohe Gerçuschentwicklung sowie einen
schlechten 'tfirkungsgrad und einen sehr hohen Verschleiß hat.
-
Der Abbeerzylinder besteht in bekannter Weise aus einem Drahtgeflecht
oder einem Lochblech. Durch diese Ausbildung des Zylinders ist er über seine gesamte
Länge mit Löcher gleicher Größe versehen.. Eine Veränderung der Querschnitte der
Löcher beziehungsweise verschiedene Querschnitte der Löcher in einem Zylinder vorzusehen,
ist nicht möglich. Hierdurch können am Ende des Abbeerzylinders Trauben mit kleinen
Stielen durchfallen, was sich nachteilig auf die Weiterverarbeitung auswirkt.
-
Auch ist eine Stachelwalze bekannt, auf deren Umfang radial abstehende
-liolzstäbe oder Kunststoffstäbe befestigt sind und zwar in der Weise, daß diese
Stäbe eine bestimmte Steigung in Förderrichtung der Trauben aufweisen. Es ist aber
häufig notwendig, die Steigung dieser Stäbe zu ändern, um dadurch die Maschine an
die zu verarbeitenden Trauben anpassen zu können. Je nach Größe der Trauben ist
es namlich notwendig, die Einzuggeschwindigkeit der Trauben in den Abbeerzylinder
zu verändern. Bei einer vorgegebenen Steigung der Stacheln der Walze ist dies.nur
dadurch möglich, daß die gesamte Stachelsalze ausgebaut und gegen eine entsprechende
Walze mit einer anderen Steigung ausgetauscht wird Ein solcher Umbau ist sehr zeitaufwendig
und bedingt eine erhebliche Stillstandzeit der Maschine.
-
Auch sind Quetschwalzen für eine Abbeermaschine bekannt, die über
einen Kettentrieb angetrieben werden. Da es zum Verarbeiten von Trauben aller Größen
erforderlich ist, den Spalt zwischen der Walze entsprechend der Traubengröße einzustellen,
aber unter Umständen die Trauben auch überhaupt nicht zu quetschen, ist ein Antrieb
erforderlich, der eine solche Verschiebung der Walzen zueinander zuläßt. Ein Kettentrieb
der bekannten Art läßt nur eine relativ geringe Verschiebung der Walzen zu.
-
Die Gehäuse bekannter Abbeermaschinen weisen einen tragenden Rahmen
aus Profilen auf, der mit Blechplatten oder dergleichen verkleidet ist.
-
Diese Ausführung hat den Nachteil, daß wenig durchgehende glatte Flächen
bestehen, so daß eine Innenreinigung der Maschine wesentlich erschwert wird.
-
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Abbeermaschine so auszubilden,
daß sie mit einem möglichst einfachen, nur aus wenigen Teilen bestehenden Getriebe
mit hohem Wirkungsgrad und relativ gerouscharm arbeiten kann und darüberhinaus die
Maschine so auzubilden, daß eine Anpassung an die jeweilig zu verarbeitenden Trauben
und den Verarbeitungsvorgang in einfacher Weise möglich wird. Ferner sollen Auswechslungen
von Teilen an der Walze beziehungsweise am Zylinder schnell und problemlos erfolgen
können Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelost.
Weitere vorteilhafte Merkmale beinhalten die Urrterem serüche .
-
Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin,
daß durch die Getriebe ausbildung mit Zahnrädern und die tber tra,,-ung des Drehmoments
vom Motor zur Getriebewelle mittels eines Rielaentriebes ein leistungsfähigeres
Getriebe gebildet wird. Es besteht auch die Möglichkeit, durch den Einsatz entsprechender
Zahnräder, die Einzugschnecke mit dem Abbeerzylinder gegenüber der Stachelwalze
gegensinnig als auch gleichsinnig anzutreiben. Au:3erdem ist eine unterschiedliche
Drehgeschwindigkeit zwischen den beiden Einheiten möglich, so daß eine Relativdrehung
stattfinden kann.
-
Das Zahnradgetriebe ist vorzugsweise in einem separaten Gehause gelagert,
das gleichzeitig die Lagerungen für die Wellen aufnimmt. Es ist zur Aufnahme von
Schmiermittel dichtgeschlossen ausefUüirt. Durch seine kompakte Ausbildung und da
es eine in sich geschlossene Einheit bildet, ist ein relativ einfacher Einbau und
Ausbau möglich.
-
Die Verbindung der Hohlwelle der Einzugschnecke mit dem Abbeerzylinder
erfolgt über eine Buchse,die zur Aufnahme von Querbewegungen der Welle vorzugsweise
über ein Pendellager nachgeben kann, so daß Lagerbeschädigungen unterbunden werden.
-
Das Zusammensetzen des Abbeerzylinders aus einer Vielzahl von Segmenten
ermöglicht es, ohne Austausch des.gesamten Abbeerzylinders lediglich die bereits
vorhandenen Segmente gegen Semente mit anderem Zapfenabstand beziehungsweise -teilung
aus zum tauschen. Es ist dadurch in optimaler Weise möglich,die Maschine genau auf
die zu verarbeitenden Trauben einzustellen. Insbesondere kann dadurch der Abstand
zwischen den Zapfen am Ende des Zylinders in Förderrichtung gesehen, verkleinert
werden, so daß auch noch in diesem Bereich sichergestellt ist, daß die Trauben mit
kleinen Stielen en-tstielt werden können.
-
Zur einfachen minderung der Steigung der Stacheln an der Stachelwalze
in Anpassung an die zu verarbeitenden Trauben, ist vorgesehen, die Stachelwalze
aus einer Vielzahl von Segmenten zusammenzusetzen. Durch gegenseitige Arretierung
der Segmente kann eine Stachelwalze geschaffen werden, die optimal an die Gegebenheiten
anzupassen ist. Darüberhinaus ist aber auch die Auswechselbarkeit der Segmente erleichtert,
was die Stillstandzeit der Maschine wesentlich herabsetzt.
-
Der Antrieb der Quetschwalzen über in Gelenkkupplungen gelagerte
Zwischenwellen ermöglicht eine Verschiebung der Walzen zueinander, in der Weise,
daß die Spaltbreite in einen großen Bereich einstellbar ist.
-
Das Gehäuse der Maschine ist glattflächig ausgeführt und durch Zwischenwände
versteift, die gleichzeitig Lagerstellen bilden.
-
Durch die großflächige Bauweise des Gehäuses unter Vermeidung von
Winkeln als tragende Elemente wird ein leicht zu reinigendes Innengehäuse geschaffen,
das zudem durch einen gegliederten Auf bau entsprechend der Anordnung der Einzugschnecke
und dem Abbecrzylinder mit Stachelwalze den Ein- und Ausbau dieser Einrichtung wesentlich
erleichtert.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
-
Es zeigt Figur 1 eine Seitenansicht der Abbeermaschine teilweise im
Schnitt, Figur 2 eine Ansicht in Pfeilrichtung D der Figur 1 gesehen, Figur 3 einen
Schnitt nach der Linie III-III der'Figur 2, Figur 4 einen Schnitt nach der Linie
IV-IV der Figur 1 Figur 5 eine Seitenansicht auf eine Mitnahmeeinrichtung für den
Abbeerzylinder, Figur 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Figur 1, Figur 7
eine Seitenansicht des Abbeerzylinders, Figur 8 eine Ansicht auf den Abbeerzylinder
in Pfeilrichtung Z gesehen, Figur 9 ein Segment des Abbeerzylinders, Figur 10 eine
Draufsicht auf das Segment des Abbeerzylinders, Figur 11 eine schaubildliche Darstellung
einer aus mehreren axial zusammengesetzten Segmenten bestehenden Stachelwalze Figur
12 eine Vorderansicht der Stachelwalze, Figur 13 eine Vorderansicht eines Segments
mit seinen Schleuderflügeln, Figur 14 einen Schnitt nach der Linie XIV-XIV der Figur
13 durch das Segment mit seinen Schleuderflügeln, Figur 15 eine Seitenansicht auf
die Quetschwalzen mit ihren Antrieb unter Zwischenschaltung eines Wendegetriebes,
Figur 16 eine Draufsicht auf die Quetschwalzen mit ihrem Antrieb, Figur 17 eine
Seitenansicht des Riementriebes-in einer weiteren Ausführungsform mit verstellbaren
Keilriemenscheiben.
-
Die Abbeermaschine umfaßt eine - in Förderrichtung 2 der Trauben
gesehene - Einzugschnecke 3, an die sich ein koaxial zu dieser angeordneter Abbeerzylinder
4 mit einer innenliegenden und zentrisch angeordneten Stachelwalze 5 anschließt.
Unterhalb des Abbeerzylinders 4 sind 2 Quetschwalzen 9, 9a gelagert.
-
Diese Einrichtungen 3, 4, 5 und 9, 9a sind in einem Gehäuse b gelagert,
das hierzu zum Beispiel entsprechende Stützwande l, 8 aufweist. Oberhalb der Einzugschnecke
3 ist im Gehäuse 6 eine Einlaßöffnung 10 vorgesehen. Ein Auslaß 11 für die von den
Trauben entfernten Stiele ist in Bezug auf die Förderrichtung 2 der Trauben gesehen,
am Ende des Gehäuses 6 angeordnet, der als Rutsche ausgeführt ist, die ins Freie
mündet.
-
Der Antrieb der Maschine erfolgt über einen Motor 12, der vorzugsweise
als E-Motor ausgef;jhrt ist, welcher mittels eines Riementriebes 13 unter Zwischenschaltung
einer Antriebseinrichtung 14, die Einzugschnecke 3, den Abbeerzylinder 4 und die
Stachelwalze 5 antreibt. Ein weiterer Riementrieb 15 dient zum Betreiben der Quetschwalzen
9 und 9a.
-
Die Antriebseinrichtung umfaßt im wesentlichen ein Zahnradgetriebe
mit mindestens einem auf einer gemeinsamen Getriebewelle 16 gelagerten Zahnradpaar
17, das aus einem ersten großen Zahnrad 18 und einem zweiten im Durchmesser kleineren
Zahnrad 19 besteht. Das größere Zahnrad 18 kämmt mit einem auf einer Welle 20 gehaltenem
Zahnrad 21, wodurch die Welle20 zum Beispiel in Pfeilrichtung 22 angetrieben wird.
Gleichzeitig greift das im Durchmesser kleinere Zahnrad 19 in eine Innenverzahnung
eines Zahnrades 24 ein, das drehfest mit einer Hohlwelle 25 verbunden ist, die Teil
der Einzugschnecke 3 ist. Durch diesen Antrieb wird die Welle 20 zur Hohlwelle 25
gegenläufig angetrieben. Anstelle des gegenläufigen Antriebes kann die Maschine
auch so ausgebildet sein, daß die beiden Wellen 20 und 25 gleichsinnig angetrieben
werden. Auch ist der Antrieb in der Weise möglich, daß eine Relativverdrehung zwischen
diesen beiden Wellen 20 und 25 stattfindet.
-
Ebenfalls ist auf der gemeinsamen Getriebewelle 16 ein Paar Keilriemenscheiben
26 gelagert. Die äußere, im Durchmesser große Scheibe 27 ist über einen Riemen mit
dem Motor 12 antriebsverbunden und die im Durchmesser kleinere Scheibe 28 ist über
einen weiteren Riemen mit den Quetschwalzen 9, 9a antriebsverbunden. Die Anordnung
dieser beiden Riemenscheiben 13 und 15 sind in Figur 2 niher gezeigt.
-
Die Antriebseinrichtung 14 ist in einem geschlossenen vorzugsweise
aus zwei Schalen 29 und 30 gebildeten Gehäuse 31 gelagert, das zur Aufnahme von
Schmiermittel dicht ausgeführt ist.
-
Wie in Figur 3 näher zu erkennen ist, weist das Gehäuse 31 auch eine
Lagerung 32 für die Welle 20 sowie eine weitere Lagerung 33 für die Hohlwelle 25
auf.
-
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Riementriebes 13 gemäß der
Figur 17 kann dieser statt der gerillen Riemenscheibe auch eine Riemenscheibe umfassen,
die zur Drehzahlregulierung der Maschine beziehungsweise Nachstellung der Riemenspannung
verstellbar ausgeführt ist.
-
Die zu entstielenden Trauben werden durch die Einlaßöffnung 10 in
die Maschine 1 eingebracht und von der Einzugschnecke 3 in Pfeilrichtung 2 gefördert.Die
Trauben gelangen dann in den anschließenden Abbeerzylinder 4, der über die Hohlwelle
25 in pfeilrichtlmg 22a umlaufend angetrieben wird. Die Drehverbindung der Hohlwelle
25 und dem Abbeerzylinder 4 wird durch eine Buchse 34 erreicht, die über eine Keilverbindung
35 mit der Hohlwelle 25 antriebsvt3rbunden ist. Die Hohlwelle 25 trägt einen Mitnehmer
36, der als leistenförmiges Teil ausgebildet ist und radial von der Buchse 34 absteht.
An einem Ende des Abbeerzylinders 4 ist ein ringförniges Druckteil 37 vorgesehen,
das an seiner Stirnseite einen fianschartigen, teilkreisförmig gekrümmten Lappen
38 trägt, der einen sich in timlaufrichtung erstreckenden Schlitz 39 aufweist, in
dem der Mitnehmer 36 eingreift und dadurch die Antrieb verbindung zum Abbeerzylinder
4 herstellt.
-
Die Buchse 34.ist vorzugsweise in einem Pendellager 40 aufgehängt,
das über einen Träger 41 an einem Ringflansch 42 des Gehäuses 6 abgestützt wird.
-
Anschließend an die Einzugschnecke 3, die im Eingangsbereich der
Maschine 1 angeordnet ist, ist der Abbeerzylinder 4 mit der Stachelwalze 5 vorgesehen.
-
Die Trauben mit den Stielen werden zwischen dem Abbeerzylinder 4 und
den Schleuderflügeln 44 der Walze 5 entstielt, wobei dann die entstielten Trauben
nach unten in den Bereich der Quetschwalzen 9, 9a fallen, während die Stiele weiter
transportiert und am Ende des Abbeerzylinders 4 zum Auslaß 11 auf die Rutsche gelangen,
auf der sie dann nach unten aus der Maschine 1 ins Freie fallen.
-
Der Abbeerzylinder 4 umfaßt eine Vielzahl von kreisförmigen Segmenten
45, die sowohl in Umfangsrichtung zu einem geschlossenen Kreissegment, als auch
in Axialrichtung zu einem Hohlzylinder zusammengesetzt werden, wie es in Figur 7
näher dargestellt ist.
-
Die Segmente 45 sind leistenförmig ausgebildet und haben an ihrer
einen Breitseite 46 vorstehende Zapfen 47. Die dieser Breitseite 46 abgekehrte Breitseite
48 weist koaxial zu den Zapfen 47 verlauSende Zentrierbohrungen 49 auf. In diesen
Bohrungen 49 wird ein axial anschließendes Segment fixiert. An den beiden stirnseitigen
Enden 50 und 51 ist das Segment 45 jeweils als Formschlußelement ausgebildet. Das
Formschlußelement besteht am Ende 50 aus einer keilförmigen Vertiefung 52 und am
Ende 51 aus einer keilförmigen Spitze 53. Hierdurch wird erreicht, daß die Spitze
53 des Segments 45 formschlüssig in die entsprechende Vertiefung 52 des anschließenden
Segments eingreift. Die Segmente 45 werden auf Stangen 54 aufgereiht, die parallel
zur Welle 20 verlaufen und durch Durchgangsöffnungen 55 der Segmente 45 ragen. Auf
diese Weise können auf die einzelnen Stangen 54 die Segmente 45 aufgefädelt werden,
die dann im eingebauten Zustand zwischen dem dem Getriebe zugewandten Druckteil
37 und einem weiteren Druckteil 57 eingespannt werden, in dem auf die mit Gewinde
versehenen Enden der Stangen 54 Muttern aufgesetzt werden. Dadurch sind die einzelnen
Segmente 45 fest gegeneinander gespannt und bilden so den Abbeerzylinder 4. Zum
axialen Fixieren der Segmente 45 weisen die Zapfen 4l Ansätze 58 mit einem geringeren
Durchmesser auf.
-
Infolge der segmentförmigen Ausbildung ist es möglich, über die Länge
des Abbeerzylinders 4 Segmente mit Zapfen 47 zu verwenden, die unterschiedlichen
Abstand voneinander haben. Dadurch kann der zwischen benachbarten Zapfen 47 des
Segmentes 45 gebildete Abstand, der die größte Durchfallöffnung für die Trauben
bildet, innerhalb des Abbeerzylinders 4 geändert werden, wie auch die Zeichnung
zeigt. Es ist hierdurch möglich, o-hne Austausch eines gesamten Abbeerzylinders
4 lediglich die bereits vorhandenen Segmente gegen Segmente mit anderem Zapfenabstand
bzw. Teilung auszutauschen.
-
Die Segmente 45 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff, können aber
auch aus Materialien bestehen, die für Spritzguß geeignet sind, beispielsweise aus
Aluminiun.
-
Die koaxial zum Abbeerzylinder 4 angeordnete Stachelwalze 5 besteht
aus einer Vielzahl von axial hintereinander auf einer Welle 20 angeordneten Segmenten
60. Die Segmente 60 weisen jewelle diametral einander gegenüberliegende Schleuderflügel
61, 62 auf, wie insbesondere die Figuren 13 und 14 näher zeigen.
-
Das Segment 60 besteht aus einem Ring 63, der mittig eine Durchgangsj'i'fnung
G4 für die Welle 20 aufweist und das auf seinen beiden Stirnseiten 65 und 66 jeweils
eine Rasteinrichtung 67 und 68 trägt. Diese besteht aus einer zwischen zwei benachbarten
Segr,enten 60 gebildeten Verzahnung, wobei das Segment 60 an seiner einen Stirnseite
66 einen Kreisbereich mit RastzEhnen 69 und an seiner abgekehrten Stirnseite 65
einen Kreisringtereich mit einer entsprechenden Nutung 70 aufweist. Auf der t.Jelle
20 sitzen Endanschläge 71 und 72, die die axialeLage der Stachelwalze 5 bestimmen.
-
Zum Auffädeln der Stachelwalzensegmente 60 wird ein Gehäuse deckel
73 abgenommen, eine I;Tutt.er 74 gelöst und dann der Endanschlag 72 von der Welle
20 abgezogen.
-
Dann können nacheinander die einzelnen Segmente 60 auf die reelle
20 aufgeschoben werden. Auf der einen Seite des Stachelfalzensegmentes 60 stehen
die Rastzähn-e 69 über, während auf der gegenüberliegenden Seite die entsprechenden
Nuten 70 für die Zähne der benachbarten Stachelwalzensegmente vorgesehen sind.
-
Dadurch können die einzelnen Stachelwalzensegmente 60 ane-nandergesetzt
und entsprechend der Teilung der Rastzähne 69 verdreht zueinander eingestellt. werden.
Auf diese Weise läßt sich die Steigung der Schleuderflügel 61 und 62 individuell
einstellen und gleichzeitig eine verdrehsichere Verbindung zwischen den einzelnen
Stachelwalzensegmenten 60 erreichen. Die Rastzahne 69 und die entsprechenden Nuten
70 der einzelnen Stachelwalzensegmente sind so ausgebildet, daß eine dichte Verbindung
zwischen benachbarten Teilen erreicht wird, so daß das zu verarbeitende Gut nicht
in den Bereich innerhalb der Stachelwalze gelangen kann.
-
In einen Bereich unterhalb des Abbeerzylinders 4 sind die beiden
Quetschwalzen 9, 9a in einer horizontalen Ebene angeordnet. Wie -eingangs ausgeführt,
erfolgt der Antrieb der Quezschwalzen vom Motor 12 über einen Riementrieb 15 unter
Zwischenschaltung eines Wendegetriebes 56. Dieses weist eine Eingangswelle 59, sowie
zwei Ausgangswellen 75 und 76 auf. Mit diesen sind jeweils über Zwischenwellen 79,
80 die beiden Quetschwalzen 9, 9a antriebsverbunden. Die Zwischenwellen 79 und 80
sind endseitig in GelenEcupplungen 77 und 78 der Ausgangswellen 75 und 76 und in
Gelenklcupplungen 81 und 82 der Quetschwalzen 9, 9a gehalten.
-
Infolge der Gelenkkupplungen können die beiden Quetscfrlzen 9, 9a
quer zueinander in einem großen Bereich verstellt werden, ohne daß eine Beeinträchtigung
des Antriebes der Quetschwalzen 9, 9a erfolgt. Bei der dargestellten Ausführung
wird nur eine der beiden Quetschwalzen verstellt. Es könnten aber auch beide aI:ii
gegeneinander verstell-t werden.
-
Zur Querverstellung der einen Quetschwalze ist eine Verstellvorrichtung
83 vorgesehen. Diese weist eine im Lagergehäuse 84 der Quetschwalze 9 gelagerte
Spindelmutter auf, in die eine im Gehäuse b der Maschine 1 befestigte Spindel 85
eingreift. Durch entsprechendes Drehen der Spindel 86 wird die zugehörige Quetschwalze
9 zwangsläufig in der gevunschten Richtung verschoben.
-
Dadurch kann der Walzenspalt 8/ in seiner Breite verändert uld eingestellt
werden.