DE4009160C2 - Optisches Meßgerät für eine Mehrmodenfaser - Google Patents
Optisches Meßgerät für eine MehrmodenfaserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches Meßgerät für eine
Mehrmodenfaser gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein
solches Meßgerät ist aus der EP-A1 1 50 434 bekannt.
Meßgeräte für die Lichtwellenleitertechnik besitzen im
allgemeinen eine optische Steckerverbindung als Eingang,
wenn das Gerät ein Empfänger ist, oder als Ausgang, wenn
das Gerät einen Sender darstellt. In optischen
Nachrichtenübertragungsstrecken werden ebenfalls
Steckverbindungen verwendet, wobei hier die Kopplung zweier
Lichtwellenleiter eine möglichst geringe Dämpfung aufweisen
soll, um die Verluste auf der Strecke klein zu halten.
Wechselnde Ankopplungen sind selten, so daß die
Reproduzierbarkeit einer solchen optischen Steckverbindung
innerhalb der Nachrichten-Übertragungsstrecke kein
wesentliches Kriterium darstellt.
In der optischen Meßtechnik liegen dagegen die Verhältnisse
anders. Eine geringe optische Übergangsdämpfung ist zwar
wünschenswert, weil sie die Meßdynamik vergrößert, jedoch
wird hier auf eine möglichst gute Reproduzierbarkeit
besonderer Wert gelegt. Zum einen, weil das extern an das
Meßgerät angeschlossene Lichtwellenleiterkabel häufig
gewechselt wird, zum anderen, weil unterschiedliche
optische Fasern an das gleiche Meßgerät angeschlossen
werden. Die Fasern können beispielsweise bezüglich ihres
Kerndurchmessers und ihrer numerischen Apertur variieren.
Selbst im Bereich der wohl künftig überwiegend verwendeten
Einmodenfasern gibt es unterschiedliche Faser-Standards mit
beispielsweise Felddurchmessern von 9 µm und 10 µm.
Weicht nun die geräteinterne Faser beispielsweise bezüglich
ihres Durchmessers von der extern angeschlossenen Faser ab
oder treten in der Steckverbindung Dejustierungen bezüglich
der beiden aufeinandertreffenden Lichtwellenleiter auf, so
ergeben sich Verluste im Bereich einiger 0,1 dB, so daß
eine genau definierte, in den externen Lichtwellenleiter
eingekoppelte Leistung nicht mehr erreichbar ist. Bei den
bekannten optischen Meßgeräten für
Nachrichtenübertragungsstrecken mit Lichtwellenleitern
überwiegen die Stecker-Übergangsfehler sämtliche andere
Geräte-Fehleranteile.
Aus der DE 36 16 841 A1 ist eine Vorichtung zur Messung der
Durchgangsdämpfung eines Lichtwellenleiters (LWL) bekannt mit
einem optischen Sender und einem Sende-LWL, dessen Sendelicht
in einen zu prüfenden und koaxial zum Sende-LWL angeordneten
Prüf-LWL geleitet ist, und mit einem optischen
Detektor, durch den aus Ausgangslicht des Prüf-LWL empfangen
wird. Die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit von
Dämpfungsmessungen wird dadurch verbessert, daß zwischen der
Ausgangsfläche des Sende-LWL und Eingangsfläche des Prüf-LWL
ein Luftstrom oder ein strahlaufweitendes Element angeordnet ist.
Aus der GB 20 82 342 A ist ein Verbindungselement für Lichtleitfasern
mit Strahlaufweitern bekannt.
Aus der DE 32 18 014 A1 ist ein Verfahren zur Erweiterung der
numerischen Apertur einer Lichtquelle bekannt. Dabei wird
das Licht der Lichtquelle z. B. nacheinander durch eine Gradientenprofilfaser,
eine Stufenprofilfaser und eine zweite
Gradientenprofilfaser gesandt. Um eine volle Ausleuchtung der
zweiten Gradientenprofilfaser zu erreichen, sollte die Stufenprofilfaser
einen größeren Kerndurchmesser und eine größere
numerische Apertur als die zweite Gradientenprofilfaser haben.
In ntz Bd. 39 (1986) Heft 1, S. 28 bis 35, ist der Einfluß des
Kerndurchmessers und der numerischen Apertur auf die Weiterleitung
von Licht durch Spleißverbindungen beschrieben.
Aus telcom report 6 (1983) Beiheft "Nachrichtenübertragung
mit Licht" April 1983, S. 102 bis 108, ist bei Stirnflächenkopplung
in Steckverbindern bekannt, wie sich das Verhältnis
von Austrittsfläche zu Empfangsfläche auf die Lichtübertragung
auswirkt.
Ausgehend von einem Meßgerät gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 ist es Aufgabe der Erfindung, dieses Meßgerät
so weiterzubilden, daß der Meßgeräteanschluß eine möglichst
geringe Empfindlichkeit bezüglich Fehlanpassungen aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die im Anspruch 1
angegebenen Merkmale erhalten. Durch die bewußte
Fehlanpassung im Bereich des Meßausgangs bzw. Meßeingangs
des Meßgeräts erhält man zwar eine höhere Grunddämpfung des
Faserübergangs am jeweiligen Meßgeräteanschluß, jedoch wird
eine wesentlich bessere Reproduzierbarkeit erzielt. Dies
bedeutet, daß bei Anschluß unterschiedlicher externer
Lichtwellenleiterkabel, die unterschiedliche Toleranzen
aufweisen, nur verhältnismäßig geringe Meßsignaländerungen
entstehen. Im Bereich der Meßeingänge bzw. Meßausgänge
können prinzipiell folgende zwei Fälle auftreten:
Fall A) Der interne Lichtwellenleiter ist als Mehrmodenfaser (MMF) ausgebildet, wobei der externe Lichtwellenleiter ebenfalls als Mehrmodenfaser ausgebildet ist. In diesem Fall können die Feldgrößen intern kleiner gewählen werden als die externen Feldgrößen.
Fall B) Der interne Lichtwellenleiter ist als Einmodenfaser ausgebildet, wobei der externe Lichtwellenleiter als Mehrmodenfaser ausgebildet ist. Die internen Feldgrößen sind in diesem Fall per definitionem kleiner als die externen Feldgrößen.
Fall A) Der interne Lichtwellenleiter ist als Mehrmodenfaser (MMF) ausgebildet, wobei der externe Lichtwellenleiter ebenfalls als Mehrmodenfaser ausgebildet ist. In diesem Fall können die Feldgrößen intern kleiner gewählen werden als die externen Feldgrößen.
Fall B) Der interne Lichtwellenleiter ist als Einmodenfaser ausgebildet, wobei der externe Lichtwellenleiter als Mehrmodenfaser ausgebildet ist. Die internen Feldgrößen sind in diesem Fall per definitionem kleiner als die externen Feldgrößen.
Im Fall A) wird eine bewußte Fehlanpassung
vorgenommen. Nimmt in Übertragungsrichtung der Kerndurchmesser
um 30% ab,
so kann von einer "70%-Ankopplung"
gesprochen werden, wodurch man den zusätzlichen
Vorteil einer angenäherten Gleichgewichtsanregung
gewinnt. In diesem Fall wird der Einfluß der
Kopplungsunsicherheit von 0,29 dB auf 0,02 dB
reduziert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigt
Die einzige Figur eine Meßanordnung mit einem Meßsender und einem
Meßempfänger.
Die in der einzigen Figur dargestellte Meßanordnung besteht aus
einem Meßsender 1, einem Meßempfänger 2 und einem externen
Lichtwellenleiter 3, der über einen Meßausgang 4
und einen Meßeingang 5 an interne Lichtwellenleiter 6,
7 angeschlossen ist. Der Meßsender 1 mit Lichtwellenleiter
6 und der Meßempfänger 2 mit Lichtwellenleiter 7
sind im dargestellten Ausführungsbeispiel zu einem Meßgerät
8 zusammengefaßt, jedoch werden häufig Meßsender
und Meßempfänger an unterschiedlichen Orten als separate
Meßgeräte verwendet.
Der externe Lichtwellenleiter 3 gehört zu einem nicht
näher dargestellten optischen Nachrichtenübertragungssystem
9, welches Verstärker und weitere hier nicht
dargestellte Einrichtungen umfassen kann.
Mit dem Meßgerät 8 kann vom Meßsender 1 ein Meßsignal
über den als Steckverbindung ausgebildeten Meßausgang 4
in den Lichtwellenleiter 3 eingespeist werden. Der Meßempfänger
2 empfängt dieses Meßsignal über den ebenfalls
als Steckverbindung ausgebildeten Meßeingang 5.
Anhand von Pegelabweichungen zwischen gesendetem und
empfangenem Meßsignal wird beispielsweise die Dämpfung
der gesamten Übertragungsstrecke ermittelt. Damit diese
Messungen auch beim Anschluß anderer externer Lichtwellenleiter
reproduzierbar ausgeführt werden können,
sollte an den beiden Steckverbindungen des Meßausgangs
4 und des Meßeingangs 5 möglichst stets die gleiche
Übergangsdämpfung auftreten. Dabei ist es von untergeordneter
Bedeutung, ob diese Grunddämpfung kleiner
oder größer ist, jedoch sollte sie möglichst immer
gleich sein, und zwar unabhängig von dem jeweils angeschlossenen
externen Lichtwellenleiter.
Als Beispiel wird die Kopplung mit einer gebräuchlichen
Telecomfaser untersucht, die eine numerische Apertur
von 0,2 und ein Gradientenindexprofil (50/125 µm)
aufweist.
Der Koppelwirkungsgrad ergibt sich näherungsweise bei
einer derartigen Mehrmodenfaser bei angepaßten Kernradien
a:
mit:
nx = Koppelwirkungsgrad.
Daraus erhält man für die relative Dämpfungsänderung
Die bevorzugte Lösung der Fehlanpassung arbeitet mit
verkleinerten Werten der internen Faserparameter, d. h.
verringerter Fläche im Phasenraumdiagramm. Eine
mögliche, jedoch nicht hierauf beschränkte Dimensionierung
ergibt sich durch Anwendung der
70%-Einkopplung:
mit:
NA₁ = numerische Apertur der internen Faser.
Die geräteinterne Faser ist als Stufenindexfaser
ausgebildet. Somit erhält man für den
Koppelwirkungsgrad:
Für die relative Dämpfungsänderung ergibt sich:
Bei einem Radialversatz von 10% des Kernradius, entsprechend
2,5 µm bei einer 50-µm-Faser, ändern sich die
Dämpfungen wie folgt:
0,29 dB im angepaßten Fall (Stand der Technik),
0,02 dB im Fall der bewußten Fehlanpassung gemäß vorliegender Erfindung.
0,02 dB im Fall der bewußten Fehlanpassung gemäß vorliegender Erfindung.
Die Ausbildung der geräteinternen Faser als Stufenindexfaser
bringt zusätzlich Vorteile bei der Ankopplung
an eine externe Einmodenfaser, die dann allerdings
übererregt wird. Eine Verwendung von nach dem Innenbeschichtungsverfahren
hergestellten Fasern ist dabei jedoch
nicht erstrebenswert, da der zentrale Brechzahleinbruch
genau im Bereich des Kopplungsübergangs zur
Einmodenfaser liegt und sich somit störend auswirkt.
Deshalb wird bei Ankopplung an eine Einmodenfaser eine
interne Stufenindexfaser ohne den zentralen Brechzahleneinbruch
vorgesehen.
Claims (4)
1. Optisches Meßgerät für eine Mehrmodenfaser mit
vorgegebenem Kernradius r₂, dessen Meßausgang und
Meßeingang jeweils intern über einen internen
Lichtwellenleiter mit einem Meßsender bzw. Meßempfänger
verbunden sind, an dessen Meßausgang und Meßeingang die
Mehrmodenfaser angeschlossen ist und bei dem der
Kerndurchmesser am Meßausgang und Meßeingang in der
optischen Übertragungsrichtung von einem kleineren zu einem
größeren Wert übergehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden internen Lichtwellenleiter
(6, 7) Stufenindexfasern sind und daß am Meßausgang (4) und
am Meßeingang (5) in der optischen Übertragungsrichtung der
Kerndurchmesser um 20% bis 50%, vorzugsweise um 30%,
abnimmt.
2. Meßanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der interne
Lichtwellenleiter (6, 7) nach dem an sich bekannten
Außenbeschichtungsverfahren hergestellt ist und somit
keinen zentralen Brechzahleinbruch aufweist.
3. Meßanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zur
Strahlaufweitung des übertragenen Lichts ein Abstand
zwischen den Faserenden von internem und externem
Lichtwellenleiter (6, 7; 3) vorgesehen ist.
4. Meßanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am
Übergang zwischen internem und externem Lichtwellenleiter (6, 7; 3)
ein abbildendes optisches Element zur Strahlaufweitung
angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904009160 DE4009160C2 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Optisches Meßgerät für eine Mehrmodenfaser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904009160 DE4009160C2 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Optisches Meßgerät für eine Mehrmodenfaser |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4009160A1 DE4009160A1 (de) | 1991-09-26 |
| DE4009160C2 true DE4009160C2 (de) | 1993-11-18 |
Family
ID=6402781
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904009160 Expired - Fee Related DE4009160C2 (de) | 1990-03-22 | 1990-03-22 | Optisches Meßgerät für eine Mehrmodenfaser |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE4009160C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4342783A1 (de) * | 1993-12-15 | 1995-06-22 | Laser Lab Goettingen Ev | Frequenzkonversion am Auskoppelende von Lichtwellenleitern |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2082342B (en) * | 1980-08-14 | 1984-01-04 | Standard Telephones Cables Ltd | Optical fibre connector manufacture |
| DE3232059A1 (de) * | 1981-09-04 | 1983-03-24 | Westinghouse Electric Corp., 15222 Pittsburgh, Pa. | Glasfaserdetektor |
| DE3218014A1 (de) * | 1982-05-13 | 1984-02-02 | ANT Nachrichtentechnik GmbH, 7150 Backnang | Verfahren zur erweiterung der numerischen apertur einer lichtquelle |
| JPS60142228A (ja) * | 1983-12-29 | 1985-07-27 | Sumitomo Electric Ind Ltd | 光フアイバの特性測定方法 |
| DE3616841A1 (de) * | 1986-05-17 | 1987-11-19 | Philips Patentverwaltung | Vorrichtung zur messung der durchgangsdaempfung eines lichtwellenleiters |
-
1990
- 1990-03-22 DE DE19904009160 patent/DE4009160C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4342783A1 (de) * | 1993-12-15 | 1995-06-22 | Laser Lab Goettingen Ev | Frequenzkonversion am Auskoppelende von Lichtwellenleitern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4009160A1 (de) | 1991-09-26 |
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