DE4008522A1 - Fluegelzellenverdichter - Google Patents
FluegelzellenverdichterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flügelzellenverdichter zur
Verdichtung von Kältemittel, das im Kreislauf durch eine
Klimaanlage für Kraftfahrzeuge od. dgl. geführt wird.
Ein konventioneller Flügelzellenverdichter dieser Art ist
z. B. in der vorläufigen JP-Patentveröffentlichung
59-1 76 492 (JP-PS 1-21 358) angegeben, wobei entsprechend
Fig. 1 jede Flügelgegendruckkammer 113 a mit einer Förder
druckkammer 110 über eine Ringnut 134, einen Innenspielraum
in einem Radialrollenlager 109, das eine Antriebswelle 120
abstützt, eine durch den äußeren Laufring des Kugellagers
109 gehende Durchgangsöffnung 109 b sowie einen in einem
Seitenblock 102 gebildeten Kanal 136 verbunden ist. In dem
Kanal 136 ist ein Ventil 141 angeordnet, das den Kanal 136
öffnet, wenn der Druck von Kältemitteldampf in der Förder
druckkammer 110 unter einem vorbestimmten Wert liegt, und
den Kanal schließt, wenn dieser Druck einen vorbestimmten
Wert übersteigt.
Selbst wenn die den Flügel 114 beaufschlagende Fliehkraft
gering und der Gegendruck in der Flügelgegendruckkammer 113 a
beim Anfahren des Verdichters nicht hoch genug ist, wird
der in die zugehörige Flügelnut 113 eingefahrene Flügel 114
ausgefahren, während der Rotor 102 umläuft, da Kältemittel
dampf der Gegendruckkammer 113 a über den Kanal 136, die
Durchgangsöffnung 109 b, den Innenspielraum des Kugellagers
109 und die Ringnut 134 zugeführt wird. Somit wird der
Flügel gegen die Innenrandfläche eines Nockenrings 101 be
aufschlagt und beginnt den Verdichterbetrieb ohne Rattern
der Flügel bzw. Lärm etc.
Bei einem anderen bekannten Flügelzellenverdichter, z. B.
gemäß der vorläufigen JP-Patentveröffentlichung 56-1 07 992
(Fig. 2), ist in einer Endfläche eines dem Rotor 161 zuge
wandten Seitenblocks 151 eine Nut (nicht gezeigt) ausge
bildet, die Flügelgegendruckkammern (nicht gezeigt) gegen
übersteht. Die Flügelgegendruckkammer steht mit einem Käl
temittelförderkanal 153, durch den in einer Verdichtungs
kammer 155 verdichteter Kältemitteldampf zugeführt wird,
über einen den Seitenblock 151 durchsetzenden Kanal 152 in
Verbindung. In dem Kanal 152 ist ein Ventil 154 angeordnet,
das den Kanal 152 öffnet, wenn ein Differenzdruck zwischen
dem Druck im Kältemittelförderkanal 153 und dem Druck in
der Nut einen vorbestimmten Wert unterschreitet, und diesen
schließt, wenn der Differenzdruck einen vorbestimmten Wert
übersteigt. Beim Anfahren des Verdichters wird jeder Flügel
157 ohne weiteres aus der zugehörigen Flügelnut (nicht ge
zeigt) ausgefahren, da Kältemitteldampf aus dem Kältemit
telförderkanal 153 durch den Kanal 152 in die Flügelgegen
druckkammer eingeführt wird. Es ist daher möglich, die
Erscheinung zu verhindern, daß beim Anfahren des Verdich
ters die Nut und die Flügelnuten verschlossen sind, so daß
die Flügel nicht aus den Flügelnuten ausfahren können.
Bei dem Flügelzellenverdichter nach Fig. 1 fließt jedoch im
Kugellager 109 gesammeltes Schmieröl in den Kanal 136 durch
die Durchgangsöffnung 109 b und blockiert diese manchmal.
Andererseits sammelt sich bei dem Flügelzellenverdichter
nach Fig. 2 in das Kugellager 160 durch einen Kanal 158 und
eine Durchgangsöffnung 159 eingeleitetes Schmieröl in der
Nut über einen Spielraum zwischen dem Seitenblock 151 und
dem Rotor 161. Das in der Nut angesammelte Schmieröl kann
in den Kanal 152 fließen und diesen manchmal blockieren.
Wenn die Kanäle 136, 152 in den Fig. 1 bzw. 2 verstopft
sind, wird in den Flügelgegendruckkammern am Grund der
Flügelnuten ein Unterdruck erzeugt, wenn die Flügel aus den
jeweiligen Flügelnuten herausgeschoben werden. Daher können
beim Anfahren des Verdichters, während die auf die Flügel
aufgebrachte Fliehkraft gering ist, die Flügel kaum aus den
Flügelnuten ausgefahren werden, so daß sie zu rattern be
ginnen. Insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen tritt
diese Erscheinung häufig auf. Durch den Einsatz eines
Schmieröls höherer Viskosität, das wegen der Verwendung von
Aluminium oder Aluminiumlegierungen als Verdichterwerkstoff
benötigt wird, tritt diese Erscheinung häufiger auf.
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Flügel
zellenverdichters, bei dem ein die Verbindung zwischen der
Flügelgegendruckkammer und der Förderdruckkammer herstel
lender Kanal nicht durch Schmieröl verstopfbar ist und bei
dem somit kein Rattern der Flügel auftritt.
Zur Lösung der angegebenen Aufgabe sieht die Verbindung
einen Flügelzellenverdichter vor mit einem Zylinder mit
einem Paar von Seitenblöcken, einem in dem Zylinder drehbar
aufgenommenen Rotor, der Flügelnuten aufweist, wobei jeder
Seitenblock eine dem Rotor zugewandte Endfläche hat und der
Zylinder und der Rotor zwischen sich wenigstens einen Ver
dichtungsraum zur Verdichtung eines Kältemittels definie
ren, ferner mit in die Flügelnuten verschiebbar eingesetz
ten Flügeln, wobei jede Flügelnut einen jeweils zusammen
mit dem eingesetzten Flügel eine Gegendruckkammer definie
renden unteren Teil hat, und mit einer Förderdruckkammer,
in die aus dem Verdichtungsraum verdichtetes Kältemittel
gefördert wird, gekennzeichnet durch einen durch wenigstens
einen der Seitenblöcke hindurch geformten Verbindungskanal,
dessen eines Ende in die Förderdruckkammer mündet und des
sen anderes Ende in die Endfläche des wenigstens einen der
Seitenblöcke an einer Stelle, die der Gegendruckkammer ent
spricht, mündet; und durch ein in dem Verbindungskanal an
geordnetes Ventil, das den Verbindungskanal öffnet, wenn
eine Differenz zwischen dem Druck in der Förderdruckkammer
und dem Druck in der Gegendruckkammer einen vorbestimmten
Wert unterschreitet, und ihn schließt, wenn diese Druck
differenz den vorbestimmten Wert überschreitet.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der Verbindungskanal schräg durch den wenigstens einen
Seitenblock verläuft, wobei sein eines Ende in einen oberen
Teil der Förderdruckkammer mündet.
Besonders bevorzugt hat dabei das andere Ende des Verbin
dungskanals Kreisquerschnitt.
Alternativ hat das andere Ende des Verbindungskanals die
Form eines in Umfangsrichtung verlaufenden Langschlitzes.
In weiterer bevorzugter Ausbildung der Erfindung umfaßt das
Ventil einen Kugelventilkörper, der in dem Verbindungskanal
aufgenommen ist, einen im Verbindungskanal geformten Ven
tilsitz und eine zwischen dem Kugelventilkörper und dem
Ventilsitz angeordnete Feder, die den Kugelventilkörper in
eine Richtung vom Ventilsitz weg beaufschlagt.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Flügelzellenverdichters
umfaßt eine in der Endfläche des wenigstens einen der Sei
tenblöcke gebildete Umfangsnut, die aufweist: wenigstens
einen durchmessergrößeren Teil, der sich in einem Abschnitt
zwischen einer Saughub-Startstellung und dem Bereich einer
Verdichtungshub-Endstellung erstreckt und mit der Gegen
druckkammer jedes Flügels innerhalb dieses Abschnitts in
Verbindung bringbar ist, und wenigstens einen durchmesser
kleineren Teil, der sich in einem Abschnitt zwischen dem
Bereich der Verdichtungshub-Endstellung und einer Förder
hub-Endstellung erstreckt und die Verbindung zwischen der
Umfangsnut und der Gegendruckkammer jedes Flügels innerhalb
dieses zweitgenannten Abschnitts unterbricht; und wenig
stens eine Ölförderbohrung, die in die Endfläche des wenig
stens einen der Seitenblöcke an einer radial außerhalb des
wenigstens einen durchmesserkleineren Teils mündet und der
Umfangsnut Hochdruckschmieröl zuführt; wobei das andere
Ende des Verbindungskanals radial außerhalb des wenigstens
einen durchmessergrößeren Teils liegt.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Teillängsschnitt, der wesentliche Teile
eines konventionellen Flügelzellenverdichters
zeigt;
Fig. 2 einen Teillängsschnitt, der wesentliche Teile
eines anderen konventionellen Flügelzellen
verdichters zeigt;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbei
spiel des regelbaren Verdichters nach der
Erfindung;
Fig. 4 einen Teilquerschnitt, der wesentliche Teile
des Verdichters von Fig. 3 zeigt;
Fig. 5 einen Querschnitt V-V nach Fig. 3;
Fig. 6 einen Querschnitt VI-VI nach Fig. 3, wobei
sich ein Stellelement in der Stellung für
maximale Leistung befindet;
Fig. 7 einen der Fig. 6 ähnlichen Querschnitt, wobei
sich das Stellelement in der Stellung für
minimale Leistung befindet; und
Fig. 8 eine der Fig. 5 ähnliche Darstellung, die eine
Abwandlung der Erfindung zeigt.
Die Fig. 3-7 zeigen ein Ausführungsbeispiel des Flügel
zellenverdichters.
Nach den Fig. 3 und 6 besteht der Flügelzellenverdichter
hauptsächlich aus einem von einem Nockenring 1 gebildeten
Zylinder mit einer Innenumfangsfläche 1 a mit allgemein
Ellipsenquerschnitt sowie aus einem vorderen Seitenblock 3
und einem hinteren Seitenblock 4, die die entgegengesetzten
offenen Enden des Nockenrings 1 verschließen, einem im
Zylinder drehbar aufgenommenen zylindrischen Rotor 2, einem
vorderen Kopf 5 und einem hinteren Kopf 6, die jeweils an
äußeren Enden des vorderen bzw. des hinteren Seitenblocks 3
bzw. 4 befestigt sind, und einer Antriebswelle 7, auf der
der Rotor 2 befestigt ist. Die Antriebswelle 7 ist in zwei
Radiallagern 8 und 9, die in den entsprechenden Seiten
blöcken 3 und 4 vorgesehen sind, drehbar gelagert.
In einer oberen Wand des vorderen Kopfs 5 ist eine Förder
öffnung 5 a gebildet, durch die Kältemitteldampf als Wärme
medium zu fördern ist, und in einer oberen Wand des hinte
ren Kopfs 6 ist eine Ansaugöffnung 6 a gebildet, durch die
der Kältemitteldampf in den Verdichter angesaugt werden
soll. Die Förderöffnung 5 a bzw. die Ansaugöffnung 6 a kom
munizieren jeweils mit einer Förderdruckkammer 10, die
durch den vorderen Kopf 5 und den vorderen Seitenblock 3
begrenzt ist, bzw. einer Ansaugkammer 11, die durch den
hinteren Kopf 6 und den hinteren Seitenblock 4 begrenzt
ist.
Ein Paar von Verdichtungsräumen 12 ist an diametral entge
gengesetzten Stellen zwischen der Innenumfangsfläche 1 a des
Nockenrings 1, der Außenumfangsfläche des Rotors 2 und
einer nockenringseitigen Endfläche des vorderen Seiten
blocks 3 sowie einer nockenringseitigen Endfläche eines
Stellelements 23 begrenzt. Die Außenumfangsfläche des
Rotors 2 ist mit einer Mehrzahl von axial verlaufenden, in
Umfangsrichtung gleichbeabstandeten Flügelnuten 13 ausge
bildet, in die jeweils ein Flügel 14 radial verschiebbar
eingesetzt ist. Ein unterer Teil jeder Flügelnut 13 und des
entsprechenden Flügels 14 definieren gemeinsam eine Gegen
druckkammer 13 a, die an entgegengesetzten Enden in entge
gengesetzte Endflächen des Rotors 2 mündet und in die Flü
gelgegendruck aus dem Verdichtungsraum 12 durch einen
Spielraum zwischen einer Endfläche des Rotors 2 und einer
rotorseitigen Endfläche des vorderen Seitenblocks 3 bzw.
durch einen Spielraum zwischen der anderen Endfläche des
Rotors 2 und einer rotorseitigen Endfläche des Stellele
ments 24 eingeleitet wird.
Bei umlaufendem Rotor 2 gleitet das Vorderende des Flügels
14 entlang der allgemein elliptischen Umfangsfläche 1 a des
Nockenrings 1.
Kältemitteleinlässe 15, von denen in Fig. 3 nur einer ge
zeigt ist, sind in dem hinteren Seitenblock 4 an diametral
entgegengesetzten Stellen gebildet (da Fig. 3 einen Quer
schnitt unter einem Winkel von 90° zur Längsachse des Ver
dichters darstellt, ist nur ein Kältemitteleinlaß gezeigt).
Diese Kältemitteleinlässe 15 verlaufen in Axialrichtung
durch den hinteren Seitenblock 4, und die Ansaugkammer 11
und die Verdichtungsräume 12 sind durch die Kältemittelein
lässe miteinander verbunden.
Kältemittelauslässe 16 mit jeweils zwei Öffnungen sind
durch entgegengesetzte Seitenwände des Nockenrings 1 hin
durch an diametral entgegengesetzten Stellen gebildet, wie
Fig. 6 zeigt. (In Fig. 3 ist aus den gleichen Gründen wie
im Fall der Kältemitteleinlässe nur ein Kältemittelauslaß
gezeigt.) An jeder der entgegengesetzten Seitenwände des
Nockenrings 1 ist ein Förderventildeckel 17 mit einem Stop
per 17 a mittels eines Bolzens 18 befestigt. Zwischen der
Seitenwand des Nockenrings 1 und dem Ventilstopper 17 a
befindet sich ein Förderventil 19, das von dem Förderven
tildeckel 17 festgelegt ist. Jedes Förderventil 19 öffnet
aufgrund von Förderdruck und öffnet dadurch den entspre
chenden Kältemittelauslaß 16. Ferner ist durch den Nocken
ring 1 und die jeweiligen Förderventildeckel 17 ein Paar
von Kanälen 20 definiert, die jeweils mit einem der Kälte
mittelauslässe 16 kommunizieren, wenn das Förderventil 19
öffnet. Ein Paar von Kanälen 21 ist im vorderen Seitenblock
3 an diametral entgegengesetzten Stellen desselben gebil
det, und jeder Kanal kommuniziert jeweils mit einem der
Kanäle 20, so daß, wenn das Förderventil 19 öffnet und
damit den Kältemittelauslaß 16 öffnet, verdichteter Kälte
mitteldampf im Verdichtungsraum 12 aus der Auslaßöffnung 5 a
durch den Kältemittelauslaß 16, die Kanäle 20 und 21 und
die Förderdruckkammer 10 in dieser Reihenfolge gefördert
wird.
Wie die Fig. 3 und 6 zeigen, sind im hinteren Seitenblock 4
Leistungsregelmittel vorgesehen, um die Verdichterleistung
zu regeln. Insbesondere hat der hintere Seitenblock 4 eine
dem Rotor 2 zugewandte Endfläche, in der eine ringförmige
Aussparung 22 geformt ist. In der ringförmigen Aussparung
22 ist ein Stellelement 23 in Form eines Ringkörpers um
seine eigene Achse in entgegengesetzte Umfangsrichtungen
drehbar aufgenommen. Das Stellelement 23 regelt den Zeit
punkt des Verdichtungsbeginns des Verdichters, und sein
Außenumfangsrand ist mit einem Paar von diametral entge
gengesetzten bogenförmigen Ausschnitten 25 ausgebildet, und
seine eine Seitenfläche ist integral mit einem Faar von
diametral entgegengesetzten Druckaufnahmevorsprüngen (nicht
gezeigt) geformt, die davon in Axialrichtung vorstehen und
als Druckaufnahmeelemente wirken. Eine Seitenfläche jedes
Druckaufnahmevorsprungs wird mit Saugdruck Ps, der Nieder
durch eine Öffnung (nicht gezeigt) eingeleiteten Förder
druck erzeugt wird und Hochdruck ist, wird auf die andere
Seitenfläche jedes Druckaufnahmevorsprungs aufgebracht. Der
Stelldruck Pc wird von einem Regelventilmechanismus 27 so
geregelt, daß der Saugdruck Ps einen vorbestimmten Pegel
annimmt. Ferner ist das Stellelement 23 von einer als
Schraubenfeder ausgeführten Torsionsfeder in Richtung der
minimalen Leistungsstellung beaufschlagt, in der der Ver
dichtungshub zum spätesten Zeitpunkt beginnt, wie Fig. 7
zeigt. Daher ist das Stellelement 23 in entgegengesetzte
Richtungen zwischen der maximalen Leistungsstellung (in
Fig. 6 gezeigt), in der der Verdichtungshub zum frühesten
Zeitpunkt beginnt, und der minimalen Leistungsstellung (in
Fig. 7 gezeigt), in der der Verdichtungshub zum spätesten
Zeitpunkt beginnt, aufgrund der Differenz zwischen der
Summe des Saugdrucks Ps und der Beaufschlagungskraft der
Schraubenfeder 30 einerseits und dem Stelldruck Pc anderer
seits drehbar.
Wie Fig. 3 zeigt, ist ein Ende 31 der schraubenförmigen
Torsionsfeder 30 in eine im Stellelement 23 gebildete Öff
nung 23 a eingesetzt, während ihr anderes Ende 32 in eine
Verbindungsnut 26 a eingesetzt ist, die in der Endfläche
einer Nabe 26 vorgesehen ist, die vom hinteren Seitenblock
4 integral damit in einer vom Rotor 2 wegführenden Richtung
vorsteht.
Nach den Fig. 3 und 5 ist in der rotorseitigen Endfläche 3 a
des vorderen Seitenblocks 3 eine Ringnut (Umfangsnut) 34 um
eine Durchgangsöffnung 3 b herum, durch die die Antriebs
welle 7 verläuft, gebildet. Die Ringnut 34 hat ein Paar von
durchmessergrößeren Teilen 34 a, die an diametral entgegen
gesetzten Stellen gebildet sind, um mit Gegendruckkammern
13 a am jeweiligen Grund der die Flügel 14 aufnehmenden
Flügelnuten 13, die innerhalb des Abschnitts zwischen der
Saughub-Startstellung und dem Bereich der Verdichtungshub-
Endstellung liegen, zu kommunizieren, und ein Paar von
durchmesserkleineren Teilen 34 b, die an diametral entge
gengesetzten Stellen gebildet sind und die Verbindung zwi
schen der Ringnut 34 und den Flügelnuten 13, die innerhalb
des Abschnitts zwischen dem Bereich der Verdichtungshub-
Endstellung und der Förderhub-Endstellung liegen, unter
brechen. Die beiden durchmessergrößeren Teile 34 a kommuni
zieren miteinander über die durchmesserkleineren Teile 34 b.
Im vorderen Seitenblock 3 ist ein Paar von Ölförderbohrun
gen 35 gebildet, die in die Endfläche 3 a an Stellen münden,
die radial außerhalb der jeweiligen durchmesserkleineren
Teile 34 b liegen. Die Bohrungen 35 sind mit Ölförderkanälen
(nicht gezeigt) verbunden, die in dem vorderen Seitenblock
3 gebildet sind, so daß Hochdruckschmieröl durch die Kraft
des Förderdrucks aus einem Ölsumpf (nicht gezeigt) am Boden
der Förderdruckkammer 10 zu den Gegendruckkammern 13 a ge
fördert wird, die Flügeln 14 zugeordnet sind, die innerhalb
des Abschnitts zwischen dem Bereich der Verdichtungshub-
Endstellung und der Förderhub-Endstellung liegen.
Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, geht durch den vorderen Sei
tenblock 3 ein Verbindungskanal 36 zur direkten Verbindung
zwischen der Förderdruckkammer 10 und jeder Gegendruckkam
mer 13 a. Der Verbindungskanal 36 verläuft schräg durch den
vorderen Seitenblock 3 und hat ein Oberende, das in einen
oberen Teil der Förderdruckkammer 10 mündet, während sein
anderes bzw. unteres Ende 36 c in die Endfläche 3 a des vor
deren Seitenblocks 3 mündet, auf der der Rotor 2 gleitet,
und zwar an einer radialen Stelle, die der Umlaufbahn des
Endes der Gegendruckkammer 13 a entspricht, und radial
außerhalb der durchmessergrößeren Teile 34 a der Ringnut 34,
wie Fig. 5 zeigt. In einem oberen Endabschnitt des Verbin
dungskanals 36 ist ein Ventil 40 angeordnet, das den Ver
bindungskanal 36 öffnet, wenn die Differenz Pd-Pv zwi
schen dem Enddruck Pd in der Förderdruckkammer 10 und dem
Gegendruck Pv in der Gegendruckkammer 13 a einen vorbestimm
ten Wert überschreitet, und ihn schließt, wenn die Diffe
renz Pd-Pv den vorbestimmten Wert unterschreitet. Wie
Fig. 4 am besten zeigt, hat das Ventil 40 einen Kugelven
tilkörper 41, der in einer als Ventilbohrung dienenden
erweiterten zylindrischen Ausnehmung 36 a angeordnet ist und
zwischen einer Offenstellung, in der die Ventilkugel 41 von
einem durch eine stufenartige Schulter gebildeten Ventil
sitz 36 b weg beaufschlagt wird (Fig. 4), und einer Schließ
stellung, in der die Ventilkugel 41 auf dem Ventilsitz 36 b
aufliegt, verlagerbar ist; ferner hat das Ventil 40 eine
zwischen dem Ventilkörper 41 und dem Ventilsitz 36 b ange
ordnete Schraubenfeder 42 sowie einen Anschlagbolzen 43,
der in den vorderen Seitenblock 3 quer zur Ventilbohrung
36 a eingesetzt ist, um die Ventilkugel 41 in der Offenstel
lung zu halten.
Nachstehend wird der Betrieb des so aufgebauten Ausfüh
rungsbeispiels erläutert.
Beim Anfahren des Verdichters wird, wenn der Rotor 2 umzu
laufen beginnt, Hochdruckschmieröl durch die Kraft des För
derdrucks aus dem Ölsumpf (nicht gezeigt) am Grund der För
derdruckkammer 10 durch die Ölförderbohrungen 35 zu den
Gegendruckkammern 13 a gefördert, die Flügeln 14 zugeordnet
sind, die in dem Abschnitt zwischen dem Bereich der Ver
dichtungshub-Endstellung und der Förderhub-Endstellung
liegen. Ferner wird, bis die Differenz Pd-Pv zwischen dem
Enddruck Pd in der Förderdruckkammer 10 und dem Gegendruck
Pv in der Gegendruckkammer 13 a den vorbestimmten Wert er
reicht, die Ventilkugel 41 des Ventils 40 durch die Kraft
der Schraubenfeder 42 in die Offenstellung gemäß Fig. 2
beaufschlagt, um dadurch eine direkte Verbindung zwischen
der Förderdruckkammer 10 und der Gegendruckkammer 13 a her
zustellen. Wenn daher der Flügel 14 aus der zugehörigen
Flügelnut 13 geschoben wird, wird in der Gegendruckkammer
13 a kein Unterdruck erzeugt. Selbst wenn also die auf den
Flügel 14 wirkende Fliehkraft beim Anfahren des Verdichters
noch gering ist, gleitet der Flügel 14 leicht aus der Flü
gelnut 13, so daß kein Rattern auftritt.
Wenn die Differenz Pd-Pv den vorbestimmten Wert nach dem
Anfahren des Verdichters erreicht hat, so daß dessen Nor
malbetrieb beginnt, wird die Ventilkugel 41 innerhalb der
zylindrischen Ausnehmung 36 gegen die Vorspannkraft der
Schraubenfeder 42 nach unten verlagert und gelangt in An
lage am Ventilsitz 36 (d. h. das Ventil 40 wird in die
Schließstellung gebracht), wodurch der Verbindungskanal 36
geschlossen wird.
Bei dem beschriebenen und gezeigten Ausführungsbeispiel hat
das rotorseitige offene Ende 36 c des Verbindungskanals 36
zwar Kreisquerschnitt, aber dies stellt keine Einschränkung
dar; die gleichen Auswirkungen wie bei dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel können erzielt werden, wenn es wie in
Fig. 8 als in Umfangsrichtung verlaufender Langschlitz aus
geführt ist.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind zwar der
Kanal 36 und das Ventil 40 nur in dem vorderen Seitenblock
3 vorgesehen, sie können aber auch entweder im vorderen
oder im hinteren Seitenblock 3 bzw. 4 oder in beiden vor
gesehen sein, wobei die Anordnung jeweils gleichartig wie
beim Ausführungsbeispiel ist.
Claims (7)
1. Flügelzellenverdichter mit einem Zylinder (1) mit einem
Paar von Seitenblöcken (3, 4), einem in dem Zylinder dreh
bar aufgenommenen Rotor (2), der Flügelnuten (13) aufweist,
wobei jeder Seitenblock eine dem Rotor (2) zugewandte End
fläche hat und der Zylinder (1) und der Rotor (2) zwischen
sich wenigstens einen Verdichtungsraum (12) zur Verdichtung
eines Kältemittels definieren, ferner mit in die Flügel
nuten (13) verschiebbar eingesetzten Flügeln (14), wobei
jede Flügelnut (13) einen jeweils zusammen mit dem einge
setzten Flügel (14) eine Gegendruckkammer (13 a) definie
renden unteren Teil hat, und mit einer Förderdruckkammer
(10), in die aus dem Verdichtungsraum (12) verdichtetes
Kältemittel gefördert wird,
gekennzeichnet durch
einen durch wenigstens einen der Seitenblöcke (3, 4) hindurch geformten Verbindungskanal (36), dessen eines Ende in die Förderdruckkammer (10) mündet und dessen anderes Ende (36 c) in die Endfläche (3 a) des wenigstens einen (3) der Seitenblöcke (3, 4) an einer Stelle, die der Gegen druckkammer (13 a) entspricht, mündet; und
ein in dem Verbindungskanal (36) angeordnetes Ventil (40), das den Verbindungskanal öffnet, wenn eine Differenz zwischen dem Druck in der Förderdruckkammer (10) und dem Druck in der Gegendruckkammer (13) einen vorbestimmten Wert unterschreitet, und ihn schließt, wenn diese Druckdifferenz den vorbestimmten Wert überschreitet.
einen durch wenigstens einen der Seitenblöcke (3, 4) hindurch geformten Verbindungskanal (36), dessen eines Ende in die Förderdruckkammer (10) mündet und dessen anderes Ende (36 c) in die Endfläche (3 a) des wenigstens einen (3) der Seitenblöcke (3, 4) an einer Stelle, die der Gegen druckkammer (13 a) entspricht, mündet; und
ein in dem Verbindungskanal (36) angeordnetes Ventil (40), das den Verbindungskanal öffnet, wenn eine Differenz zwischen dem Druck in der Förderdruckkammer (10) und dem Druck in der Gegendruckkammer (13) einen vorbestimmten Wert unterschreitet, und ihn schließt, wenn diese Druckdifferenz den vorbestimmten Wert überschreitet.
2. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbindungskanal (36) schräg durch den wenigstens
einen Seitenblock verläuft und sein eines Ende in einen
oberen Teil der Förderdruckkammer (10) mündet.
3. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das andere Ende (36 c) des Verbindungskanals (36) Kreis
querschnitt hat.
4. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das andere Ende (36 c) des Verbindungskanals (36) als in
Umfangsrichtung verlaufender Langschlitz ausgebildet ist.
5. Flügelzellenverdichter nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (40) aufweist: einen Kugelventilkörper (41),
der in den Verbindungskanal (36) eingesetzt ist, einen im
Verbindungskanal (36) ausgebildeten Ventilsitz (36 b) und
eine zwischen dem Kugelventilkörper (41) und dem Ventilsitz
(36 b) angeordnete Feder (42), die den Kugelventilkörper
(41) in eine vom Ventilsitz (36 b) wegführende Richtung
beaufschlagt.
6. Flügelzellenverdichter nach einem der Ansprüche 1-5,
gekennzeichnet durch
eine in der Endfläche (3 a) des wenigstens einen (3) der Seitenblöcke (3, 4) gebildete Umfangsnut (34);
wobei diese Umfangsnut (34) aufweist: wenigstens einen durchmessergrößeren Teil (34 a), der sich in einem Abschnitt zwischen einer Saughub-Startstellung und dem Bereich einer Verdichtungshub-Endstellung erstreckt und mit der Gegen druckkammer (13 a) jedes Flügels (14) innerhalb dieses Ab schnitts in Verbindung bringbar ist, und wenigstens einen durchmesserkleineren Teil (34 b), der sich in einem Ab schnitt zwischen dem Bereich der Verdichtungshub-Endstel lung und einer Förderhub-Endstellung erstreckt und die Verbindung zwischen der Umfangsnut (34) und der Gegendruck kammer (13 a) jedes Flügels (14) innerhalb dieses zweitge nannten Abschnitts unterbricht;
und wenigstens eine Ölförderbohrung (35), die in die Endfläche des wenigstens einen der Seitenblöcke (3, 4) an einer radial außerhalb des wenigstens einen durchmesser kleineren Teils (34 b) mündet und der Umfangsnut (34) Hoch druckschmieröl zuführt;
wobei das andere Ende (36 c) des Verbindungskanals (36) radial außerhalb des wenigstens einen durchmessergrößeren Teils (34 a) liegt.
eine in der Endfläche (3 a) des wenigstens einen (3) der Seitenblöcke (3, 4) gebildete Umfangsnut (34);
wobei diese Umfangsnut (34) aufweist: wenigstens einen durchmessergrößeren Teil (34 a), der sich in einem Abschnitt zwischen einer Saughub-Startstellung und dem Bereich einer Verdichtungshub-Endstellung erstreckt und mit der Gegen druckkammer (13 a) jedes Flügels (14) innerhalb dieses Ab schnitts in Verbindung bringbar ist, und wenigstens einen durchmesserkleineren Teil (34 b), der sich in einem Ab schnitt zwischen dem Bereich der Verdichtungshub-Endstel lung und einer Förderhub-Endstellung erstreckt und die Verbindung zwischen der Umfangsnut (34) und der Gegendruck kammer (13 a) jedes Flügels (14) innerhalb dieses zweitge nannten Abschnitts unterbricht;
und wenigstens eine Ölförderbohrung (35), die in die Endfläche des wenigstens einen der Seitenblöcke (3, 4) an einer radial außerhalb des wenigstens einen durchmesser kleineren Teils (34 b) mündet und der Umfangsnut (34) Hoch druckschmieröl zuführt;
wobei das andere Ende (36 c) des Verbindungskanals (36) radial außerhalb des wenigstens einen durchmessergrößeren Teils (34 a) liegt.
7. Flügelzellenverdichter nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenblöcke einen vorderen Seitenblock (3) und einen hinteren Seitenblock (4) umfassen;
daß der Verdichter im hinteren Seitenblock (4) angeordnete Leistungsrregelmittel (23) zur Leistungsregelung des Ver dichters aufweist; und
daß der Verbindungskanal (36) den vorderen Seitenblock (3) durchsetzend ausgebildet ist.
daß die Seitenblöcke einen vorderen Seitenblock (3) und einen hinteren Seitenblock (4) umfassen;
daß der Verdichter im hinteren Seitenblock (4) angeordnete Leistungsrregelmittel (23) zur Leistungsregelung des Ver dichters aufweist; und
daß der Verbindungskanal (36) den vorderen Seitenblock (3) durchsetzend ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1068589A JPH02248682A (ja) | 1989-03-20 | 1989-03-20 | ベーン型圧縮機 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4008522A1 true DE4008522A1 (de) | 1990-09-27 |
| DE4008522C2 DE4008522C2 (de) | 1992-05-27 |
Family
ID=13378133
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4008522A Granted DE4008522A1 (de) | 1989-03-20 | 1990-03-16 | Fluegelzellenverdichter |
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| US (1) | US5096387A (de) |
| JP (1) | JPH02248682A (de) |
| KR (1) | KR930008393B1 (de) |
| DE (1) | DE4008522A1 (de) |
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- 1989-03-20 JP JP1068589A patent/JPH02248682A/ja active Pending
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- 1990-03-08 US US07/490,414 patent/US5096387A/en not_active Expired - Fee Related
- 1990-03-16 DE DE4008522A patent/DE4008522A1/de active Granted
- 1990-03-17 KR KR1019900003577A patent/KR930008393B1/ko not_active Expired - Lifetime
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| US5096387A (en) | 1992-03-17 |
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|---|---|---|---|
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