DE19507975A1 - Flügelzellenverdichter - Google Patents
FlügelzellenverdichterInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04C—ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
- F04C28/00—Control of, monitoring of, or safety arrangements for, pumps or pumping installations specially adapted for elastic fluids
- F04C28/10—Control of, monitoring of, or safety arrangements for, pumps or pumping installations specially adapted for elastic fluids characterised by changing the positions of the inlet or outlet openings with respect to the working chamber
- F04C28/14—Control of, monitoring of, or safety arrangements for, pumps or pumping installations specially adapted for elastic fluids characterised by changing the positions of the inlet or outlet openings with respect to the working chamber using rotating valves
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flügelzellenverdichter (im folgenden:
FZV), bei welchem die Fördermenge verstellbar ist, also einen
FZV mit variabler Fördermenge.
Die japanische Patent-Offenlegungsschrift 63-259 190 zeigt und
beschreibt einen FZV mit variabler Fördermenge. Dieser hat einen
Hubring, der innerhalb eines Gehäuses ausgebildet ist und in dem
ein Rotor drehbar angeordnet ist. Die beiden axialen Enden des
Hubrings werden durch Seitenteile verschlossen, die an diesen
axialen Enden befestigt sind. In Schlitzen des Rotors sind Flügel
verschiebbar angeordnet, um den Raum zwischen der Innenseite des
Hubrings und der Außenseite des Rotors in mehrere Verdichtungs
kammern zu unterteilen. Diese Verdichtungskammern werden jeweils
entweder mit einer Einlaßöffnung
oder mit einer Auslaßöffnung in Verbindung gebracht, um ein Kühlgas
(z. B. für eine Klimaanlage) anzusaugen, zu verdichten, und das
verdichtete Kühlgas auszustoßen. Bei diesem bekannten FZV ist
eine verdrehbare Platte vorgesehen, die verdrehbar zwischen einem
der Seitenteile, z. B. einem vorderen Seitenteil, und dem Rotor,
angeordnet ist, um die maximale Fördermenge der einzelnen Verdich
tungskammern zu steuern, wenn diese von der Außenseite abgeschlossen
werden. Ein Steuerschieber ist verschiebbar angeordnet in einer
zur Aufnahme dieses Steuerschiebers vorgesehenen Ausnehmung im
vorderen Seitenteil, und ein mit der verdrehbaren Platte verbundener
Stift steht in Eingriff mit diesem Steuerschieber. Die zur Aufnahme
des Steuerschiebers dienende Ausnehmung ist durch den Steuerschieber
unterteilt in eine erste Druckkammer, der das Kühlgas mit einem
Druck zugeführt wird, der dem Förderdruck entspricht, und eine
zweite Druckkammer, der Öl mit einem Druck zugeführt wird, der
dem Förderdruck entspricht, und zwar über einen Ventilmechanismus,
der den Saugdruck verwendet, wodurch infolge der entgegengesetzten
Wirkung zwischen den Drücken in der ersten und der zweiten Druck
kammer die verdrehbare Platte entsprechend verdreht wird. - Zwischen
der verdrehbaren Platte und dem vorderen Seitenteil ist ein dichtender
Abschnitt vorgesehen, um Gebiete höheren und tieferen Drucks
voneinander zu trennen. Eine Zufuhrleitung ist vorgesehen, welche
mit dem dichtenden Abschnitt in Verbindung steht, um letzterem
Öl mit einem Druck zuzuführen, der dem Förderdruck entspricht.
Wenn bei einem solchen FZV mit variabler Fördermenge der Spalt
zwischen der verdrehbaren Platte und dem Hubring groß wird, nimmt
die Menge an vorbeiströmendem Kühlgas zu, das von den Verdichtungs
kammern im Hubring über diesen Spalt nach außen leckt. Dies reduziert
den Verdichtungs-Wirkungsgrad (volumetrischen Wirkungsgrad ηv).
Der Druck, der auf die Unterseite der Flügel einwirkt, nimmt ab,
so daß die Flügel klappern, und ggf. entstehen auch durch das
Spiel der verdrehbaren Platte weitere Geräusche. Aus diesen Gründen
sollte die verdrehbare Platte gegen den Hubring gepreßt werden.
Bei dem FZV nach der genannten JP-OS ist zur Verhinderung von
Leckverlusten von Kühlgas, das in die erste Druckkammer eingeleitet
wird und dessen Druck dem Förderdruck entspricht, ein Dichtabschnitt,
nämlich eine ringförmige Nut und ein darin angeordneter Dichtring
zwischen dem vorderen Seitenteil und der verdrehbaren Platte angeordnet.
Dieser Dichtabschnitt dient zur dichtenden Trennung der Gebiete
mit höherem und niedrigerem Druck voneinander, und er wird versorgt
mit Schmieröl, das unter Förderdruck steht. Dieses Schmieröl übt
folglich einen dem Förderdruck entsprechenden hohen Druck direkt
auf die verdrehbare Platte aus, um diese gegen die Seite des Hubrings
zu pressen.
Um jedoch mittels des Dichtrings und des Schmieröls in ausreichendem
Maße zu verhindern, daß Kühlgas, welches in die erste Druckkammer
eingeleitet wird, und dessen Druck dem Förderdruck entspricht,
aus der ersten Druckkammer nach außen leckt, muß man den Dichtring
so stark gegen die verdrehbare Platte pressen, daß man ein Lecken
des Schmieröls zwischen dem Dichtring und der verdrehbaren Platte
verhindern kann. Infolgedessen bewirkt die Reibungskraft zwischen
dem Dichtring und der verdrehbaren Platte einen großen Widerstand
für die Drehung der verdrehbaren Platte und verhindert so eine
geschmeidige, leichte Drehung der verdrehbaren Platte.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen neuen Flügelzellenverdichter
(FZV) mit variabler Fördermenge bereitzustellen.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch den Gegenstand
des Patentanspruchs 1. Da das ringförmige Anpreßglied, das man
auch als Ringkolben bezeichnen kann, die vom Verdichterteil abgewandte
Stirnfläche der verdrehbaren Platte über das Axiallager beaufschlagt,
und da der Hochdruck auf diejenige Stirnfläche des ringförmigen
Anpreßgliedes geleitet wird, die von der verdrehbaren Platte abgewandt
ist, wirkt der Hochdruck über das Axiallager auf die verdrehbare
Platte und preßt diese gegen den Hubring. Infolgedessen kann man
verhindern, daß der Spalt zwischen der verdrehbaren Platte und
dem Hubring zunimmt, und die verdrehbare Platte erfährt einen
verringerten Reibungswiderstand, was eine leichte, geschmeidige
Drehung derselben ermöglicht.
In bevorzugter Weise wird als Hochdruck der Förderdruck des Kühlgases
verwendet, das aus einer Verdichtungskammer gefördert wird. Auf
diese Weise wirkt der Förderdruck, welcher als hoher Druck aus
der Verdichtungskammer im Hubring gefördert wird, auf diejenige
Stirnfläche des ringförmigen Anpreßgliedes, die vom Hubring abgewandt
ist. Deshalb nimmt auch beim Zustand mit kleinster Last die Kraft,
welche über das Axiallager auf die verdrehbare Platte wirkt, nicht
stark ab und hält dadurch die Kraft, welche die verdrehbare Platte
gegen den Hubring preßt, auf einem hohen Wert, um den Spalt zwischen
der verdrehbaren Platte und dem Hubring klein zu halten.
In bevorzugter Weise wird eine Kammer zur Zufuhr von Förderdruck
an einer Zwischenstelle des Durchlasses für die Zufuhr des hohen
Druckes angeordnet, um Schwankungen des Kühlgasdruckes zu dämpfen.
Nach dieser bevorzugter Ausführungsform werden Druckschwankungen
des Kühlgases, welches aus der Verdichtungskammer über den Durchlaß
für die Zufuhr des hohen Druckes der von der verdrehbaren Platte
abgewandten Seite des Anpreßgliedes, also der dortigen Anpreß
druckkammer zugeführt wird, durch die Kammer zur Zufuhr von
Förderdruck gedämpft. Förderdruck mit einem im wesentlichen konstanten
Druckwert wird auf diese Weise der Anpreßdruckkammer zugeführt,
unabhängig von Kapazitätsänderungen des Verdichters, wodurch es
möglich ist, die Anpreßkraft zum Anpressen der verdrehbaren Platte
gegen den Hubring im wesentlichen konstantzuhalten.
In bevorzugter Weise weist die Antriebsvorrichtung eine Steuerdruck
kammer auf, welcher ein Steuerdruck zuführbar ist, ferner einen
Kolben, der abhängig von der Variation des Steuerdrucks eine hin-
und hergehende Bewegung ausführt, um die verdrehbare Platte zu
verdrehen, ferner eine Hochdruckkammer, welcher der aus der Verdich
tungskammer kommende Förderdruck zuführbar ist, ferner einen ersten
gedrosselten Durchlaß, welcher eine Verbindung zwischen der Steuer
druckkammer und der Hochdruckkammer bildet, und eine Drucksteuer
ventilanordnung, welche abhängig von der Höhe des Saugdrucks
den Zustand der Verbindung zwischen der Saugdruckkammer und der
Steuerdruckkammer steuert, um so den Steuerdruck abhängig vom
Saugdruck zu verändern. Dies ermöglicht eine sichere Steuerung
der Fördermenge des Verdichters abhängig von der Höhe des Saugdrucks.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der FZV
mit variabler Fördermenge eine Anpreßdruckkammer auf der von der
verdrehbaren Platte abgewandten Seite des ringförmigen Anpreßgliedes
auf, ferner einen zweiten gedrosselten Durchlaß, der eine Verbindung
zwischen der Hochdruckkammer und der Anpreßdruckkammer bildet,
wobei der zweite gedrosselte Durchlaß einen kleineren Durchmesser
aufweist als der erste gedrosselte Durchlaß.
Wenn bei dieser bevorzugten Ausführungsform die Drehzahl des Verdichters
plötzlich stark abfällt, so daß der Steuerdruck und der Anpreßdruck
infolge Unterbrechung der Verbindung zwischen der Steuerdruckkammer
und der Saugdruckkammer ansteigen, wird der Anpreßdruck in der
Anpreßdruckkammer niedriger als der Steuerdruck in der Steuerdruckkammer,
wodurch die Reibung zwischen der verdrehbaren Platte und dem Hubring
reduziert wird. Deshalb tritt in diesem Fall das sogenannte Festhalte
phänomen nicht auf, bei dem durch eine zu hohe Anpreßkraft auf
die verdrehbare Platte diese - durch zu hohe Reibung - an einer
Drehung (zur Anpassung der Fördermenge) gehindert wird. Dieses
Festhaltephänomen würde sonst auftreten, wenn die Drehzahl des
Verdichters plötzlich abfällt. Da es bei dieser bevorzugten
Ausführungsform nicht auftritt, kann bei ihr der Saugdruck bei
allen Betriebszuständen im wesentlichen konstant gehalten werden.
In bevorzugter Weise ist die Kapazität der Anpreßdruckkammer größer
als die Kapazität der Steuerdruckkammer dann, wenn sich die ver
drehbare Platte in ihrer Stellung für kleinste Last befindet.
Hierdurch wird in zuverlässiger Weise eine Differenz zwischen
dem Steuerdruck und dem Anpreßdruck erzeugt, was eine noch stabilere
Regelung der Fördermenge ermöglicht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Flügelzellen
verdichter mit variabler Fördermenge eine Anpreßdruckkammer auf
der von der verdrehbaren Platte abgewandten Seite des ringförmigen
Anpreßgliedes auf, ferner einen zweiten gedrosselten Durchlaß,
der eine Verbindung zwischen der Hochdruckkammer und der Anpreß
druckkammer bildet, wobei der Förderdruck in der Hochdruckkammer
der Anpreßdruckkammer über den ersten gedrosselten Durchlaß, die
Steuerdruckkammer, und die zweite Drossel zuführbar ist.
Wenn bei dieser bevorzugten Ausführungsform die Drehzahl des
Verdichters plötzlich stark abfällt, so daß der Steuerdruck und
der Anpreßdruck infolge Unterbrechung der Verbindung zwischen
der Steuerdruckkammer und der Saugdruckkammer zunehmen, wird der
Anpreßdruck in der Anpreßdruckkammer niedriger als der Steuerdruck
in der Steuerdruckkammer, wodurch die Reibung zwischen der verdreh
baren Platte und dem Hubring reduziert wird. Deshalb tritt das
Festhaltephänomen (siehe oben) nicht auf, das sonst auftreten
würde, wenn die Drehzahl des Verdichters plötzlich abfällt, und
dies macht es möglich, den Saugdruck ständig im wesentlichen
konstant zu halten.
In bevorzugter Weise hat der zweite gedrosselte Durchlaß einen
kleineren Durchmesser als der erste gedrosselte Durchlaß. Hierdurch
wird in zuverlässiger Weise eine Differenz zwischen dem Steuerdruck
und dem Anpreßdruck erzeugt, was eine noch stabilere Regelung
der Fördermenge bei einem solchen FZV mit variabler Fördermenge
ermöglicht.
Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den im folgenden beschriebenen und in der Zeichnung
dargestellten, in keiner Weise als Einschränkung der Erfindung
zu verstehenden Ausführungsbeispielen, sowie aus den übrigen Unter
ansprüchen. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen FZV mit variabler Fördermenge,
nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung, welche einen
Teil des Verdichters der Fig. 1 zeigt,
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein Ende des Verdichters der Fig.
1, gesehen in Richtung des Pfeiles A der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt, gesehen längs der Linie E-E der Fig. 8,
Fig. 5 einen Schnitt, gesehen längs der Linie D-D der Fig. 3,
Fig. 6 eine Draufsicht auf das hintere Seitenteil, gesehen längs
der Linie B-B der Fig. 1,
Fig. 7 eine Ansicht, gesehen längs der Linie C-C der Fig. 1,
welche einen Zustand zeigt, bei dem sich der Kolben in
der Stellung für kleinste Last befindet,
Fig. 8 eine Darstellung analog Fig. 7, aber bei einem Zustand,
bei welchem sich der Kolben in der Stellung für mittlere
Last befindet,
Fig. 9 eine schematische Darstellung, welche wesentliche Teile
eines FZV mit variabler Fördermenge nach einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt,
Fig. 10 eine vergrößerte Teildarstellung analog Fig. 2, welche
einen Teil eines FZV mit variabler Fördermenge nach
einem zweiten Ausführungsbeispiel darstellt,
Fig. 11 eine Schnittdarstellung ähnlich Fig. 5, welche Teile
des Verdichters der Fig. 10 zeigt,
Fig. 12 ein Diagramm, welches die Ergebnisse von Versuchen zeigt,
die bei dem Verdichter mit variabler Fördermenge gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 9 bis 11
durchgeführt wurden; abweichend vom Üblichen erstreckt
sich hier die Zeitachse von rechts nach links, wie durch
den Pfeil angedeutet,
Fig. 13 eine schematische Darstellung, welche wesentliche Teile
eines FZV mit variabler Fördermenge nach einem dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt, und
Fig. 14 ein Schaubild analog Fig. 12, welches Ergebnisse von
Versuchen zeigt, die bei einer Abwandlung des ersten
Ausführungsbeispiels durchgeführt wurden; auch hier geht
die Zeitachse, abweichend vom Üblichen, von rechts nach
links.
Fig. 1 zeigt einen Flügelzellenverdichter (FZV) mit variabler
Fördermenge, nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Dieser FZV hat einen Hubring 1 mit einer Innenseite 1a, welche
einen im wesentlichen elliptischen Querschnitt hat. Ein vorderes
Seitenteil 2 ist am vorderen Ende 1b des Hubrings 1 befestigt.
An diesem Teil 2 ist seinerseits ein vorderes Kopfteil 4 befestigt,
und die Teile 2 und 4 definieren zwischen sich eine Förderdruckkammer
3. Ein hinteres Seitenteil 5 ist am hinteren Ende 1c des Hubrings
1 befestigt. Ein hinteres Kopfteil 7 ist am rechten Ende des hinteren
Seitenteils 5 befestigt, und diese beiden Teile definieren zwischen
sich eine Saugdruckkammer 6. Im Hubring 1 ist ein Rotor 8 drehbar
angeordnet, und es ist eine Rotationsachse 9 vorgesehen, auf welcher
der Rotor 8 starr befestigt ist.
Die Drehachse 9 ist in Radiallagern 10, 11 gelagert, welche im
vorderen Seitenteil 2 bzw. dem hinteren Seitenteil 5 angeordnet
sind.
Ein Auslaßanschluß 4a ist in einem oberen Wandabschnitt des vorderen
Kopfteils 4 ausgebildet, und durch diesen Anschluß 4a wird im
Betrieb Kühlgas gefördert. In einer Wand des hinteren Kopfteils
7 ist ein Ansauganschluß 7a ausgebildet, durch welchen das Kühlgas
angesaugt wird. Der Auslaßanschluß 4a steht mit der Förderdruckkammer
3 in Verbindung, und der Sauganschluß 7a steht mit der Saugdruckkammer
6 in Verbindung.
Zwischen der Innenseite 1a des Hubrings 1 und dem Außenumfang
des Rotors 8 ist an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen
je ein Verdichtungsraum 12, 12 ausgebildet. Am Außenumfang des
Rotors 8 sind axiale Schlitze 8a mit gleichen Umfangsabständen
angeordnet. In jedem dieser Schlitze 8a ist ein Flügel 13 radial
verschiebbar angeordnet. Dies entspricht dem üblichen Aufbau eines
FZV, und hinsichtlich näherer Einzelheiten solcher FZV kann hinge
wiesen werden auf folgende Schriften:
DE 36 23 825.2 C2 (D37),
DE 38 00 324.4 C2 (D41),
DE 39 10 659.4 C2 (D44),
DE 39 36 357.0 C2 (D46),
EP 0 301 312 C (EP42).
DE 38 00 324.4 C2 (D41),
DE 39 10 659.4 C2 (D44),
DE 39 36 357.0 C2 (D46),
EP 0 301 312 C (EP42).
Die beiden Verdichtungsräume 12 werden durch die Flügel 13,
welche bei ihrer Drehung in Gleitkontakt mit der Innenseite
1a des Hubrings 1 stehen, in mehrere Verdichtungskammern variabler
Kapazität unterteilt.
Wie Fig. 1 zeigt, sind Kühlmittel-Auslaßöffnungen 14 durch gegen
überliegende Seitenwände des Hubrings 1 an diametral gegenüber
liegenden Stellen angeordnet. Fig. 1 zeigt nur ein solches Paar
von Auslaßöffnungen 14. Ein Auslaßventil 15 ist an jeder der
Auslaßöffnungen 14 vorgesehen. Ferner werden zwischen der Außen
seite des Hubrings 1 und den daran befestigten Deckeln 16 für
die Auslaßventile Förderdruckräume 17 definiert, in welche das
verdichtete Kühlgas fließt, das aus den Auslaßöffnungen 14
gefördert wurde. Die Förderdruckräume 17 stehen mit der Förder
druckkammer 3 übel Förderdurchlässe 18 in Verbindung, welche
im vorderen Seitenteil 2 ausgebildet sind.
Fig. 3 zeigt die hintere Stirnseite des hinteren Kopfteils 7,
gesehen in Richtung des Pfeiles A der Fig. 1.
Fig. 6 zeigt eine Stirnseite des hinteren Seitenteils 5, gesehen
in Richtung der Pfeile B der Fig. 1, und Fig. 7 zeigt die andere
Stirnseite des hinteren Seitenteils 5, gesehen in Richtung der
Pfeile C der Fig. 1, und zwar bei einem Zustand, wo sich der
(nachfolgend beschriebene) Kolben 17 in seiner Stellung für
mittlere Last befindet.
Die eine Stirnseite des hinteren Seitenteils 5, welche dem Hubring 1
gegenüberliegt, ist mit einer ringförmigen Ausnehmung 5a versehen,
vgl. Fig. 6. Diese Ausnehmung 5a dient zur Aufnahme einer
verdrehbaren Platte 20, welche durch eine Antriebsvorrichtung
30 antreibbar ist, die nachfolgend beschrieben wird.
Im hinteren Seitenteil 5 sind an zwei diametral gegenüberliegenden
Stellen zwei Kühlmitteleinlässe 5b ausgebildet. Die verdrehbare
Platte 20 ist ihrerseits an diametral gegenüberliegenden Stellen
mit jeweils einer Aussparung 20a versehen. Das Kühlgas in der
Saugdruckkammer 6 wird über die Kühlmittel-Einlaßöffnungen 5b
im hinteren Seitenteil 5 und die Aussparungen 20a in der verdreh
baren Platte 20 in die Verdichtungsräume 12 des Verdichterteils
angesaugt.
Die verdrehbare Platte 20 in der ringförmigen Ausnehmung 5a kann
verdreht werden zwischen einer Stellung für minimale Last und
einer Stellung für maximale Last. In der Stellung für minimale
Last wird die Lage der verdrehbaren Platte 20, welche den
Zeitpunkt der Beendigung des Saughubs zum Ansaugen des Kühlgases
über die Kühlmittel-Einlaßöffnungen 5b und die Aussparungen 20a
(Beginn des Verdichtungshubs) bestimmt, eingestellt auf eine sehr
stark verzögerte Stellung, wodurch die Fördermenge bzw. Kapazität
der Verdichtungskammern jeweils auf ein Minimum eingestellt wird.
In der Stellung für maximale Last wird die Lage der verdrehbaren
Platte 20, welche den Zeitpunkt der Beendigung des Ansaughubes
festlegt, in eine stark voreilende Stellung eingestellt, wodurch
die Fördermenge bzw. Kapazität der einzelnen Verdichtungskammern
jeweils auf einen Maximalwert eingestellt wird. Auf diese Weise
ist es möglich, die Fördermenge bzw. Kapazität der einzelnen
Verdichtungskammern kontinuierlich zu verändern.
Fig. 8 zeigt die andere Seite des hinteren Seitenteils 5 in einer
Darstellung analog Fig. 7, aber bei einem Zustand, bei welchem
sich der Kolben 32 in einer Stellung für mittlere Last befindet.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch das hintere Seitenteil 5, gesehen
längs der Linie E-E der Fig. 8, und Fig. 5 zeigt einen teilweisen
Schnitt, gesehen längs der Linie D-D der Fig. 3.
Die Antriebsvorrichtung 30 (Fig. 4) ist verschiebbar angeordnet
in einer zylindrischen Kammer 5c, welche im hinteren Seitenteil
5 ausgebildet ist, und sie weist hauptsächlich den erwähnten
Kolben 32 auf, der in Eingriff steht mit einem Verbindungszapfen
oder -stift 31 (vgl. Fig. 1), der an der verdrehbaren Platte 20
befestigt ist, um letztere zu verdrehen, und aus einer Druck
steuervorrichtung 70 zum Steuern der hin- und hergehenden Bewegung
des Kolbens 32. Der Verbindungszapfen 31 ragt in Richtung zum
hinteren Kopfteil 7, und sein freies Ende greift ein in eine
Ringnut 32a, welche sich um den Umfang des Kolbens 32 herum erstreckt,
wie in den Fig. 1 und 7 dargestellt, und dieser Zapfen ist auch
verschiebbar im Eingriff in einer bogenförmigen Führungsöffnung 5d,
welche im hinteren Seitenteil 5 ausgebildet ist. Hierdurch kann
der Kolben 32 eine hin- und hergehende Bewegung in der Zylinder
kammer 5c ausführen, wodurch das freie Ende des Verbindungszapfens
31 in der bogenförmigen Führungsöffnung 5d gleitet und dabei die
verdrehbare Platte 20 verdreht.
Wie in Fig. 4 dargestellt, ist in die Zylinderkammer 5c an einem
Ende derselben ein Federführungsglied 33 eingesetzt, welches einen
Führungsabschnitt 33a in Form einer Stange bzw. eines Zapfens
aufweist. Dieses Ende der Zylinderkammer 5c ist dichtend abgeschlossen
durch ein Feder-Widerlagerteil 33b des Federführungsglieds 33,
und durch einen O-Ring 34. Das Feder-Widerlagerteil 33b ist mittels
eines Stifts 35 am hinteren Seitenteil 5 befestigt. Das andere
Ende der Zylinderkammer 5c ist dichtend abgeschlossen durch einen
Stopfen 36 und einen O-Ring 37. Der Stopfen 36 ist mittels eines
Stifts 38 am hinteren Seitenteil 5 befestigt.
Zwischen einer Stirnseite des Kolbens 32 und der inneren Stirnseite
des Feder-Widerlagerteils 33b des Federführungsglieds 33 ist eine
Niederdruckkammer 39 definiert, in welche der Saugdruck Ps eingelei
tet wird, welcher in der Saugdruckkammer 6 herrscht. Zwischen
der anderen Stirnseite des Kolbens 32 und der inneren Stirnseite
des Stopfens 36 ist eine Steuerdruckkammer 40 definiert, in welche
ein Steuerdruck Pc eingeleitet wird, der nachfolgend erläutert
wird.
Auf den Kolben 32 wirken entgegengesetzte Kräfte. In Richtung
nach links (bezogen auf Fig. 4) wirkt die Summe der Kraft einer
Feder 41, welche zwischen dem rechten Ende des Kolbens 32 und
dem Feder-Widerlagerteil 33b des Federführungsglieds 33 angeordnet
ist, ferner der Saugdruck Ps, der in die Niederdruckkammer 39
eingeleitet wird. Diese beiden Kräfte sind bestrebt, den Kolben
32 in seine Stellung für minimale Last zu verschieben, also
bezogen auf Fig. 4 nach links, und in dieser Stellung wird die
Fördermenge des Verdichters auf ein Minimum eingestellt. Dagegen
ist der Steuerdruck Pc in der Steuerdruckkammer 40 bestrebt, den
Kolben 32 nach rechts in seine Stellung für maximale Last zu ver
schieben, in der die Fördermenge ihr Maximum erreicht.
Infolgedessen bewegt sich je nach den Änderungen des Steuerdrucks
Pc der Kolben 32 in der Zylinderkammer 5c hin und her.
Überschreitet der Steuerdruck Pc den Saugdruck Ps plus die
Beaufschlagungskraft der Feder 41, so wird der Kolben 32 in
Richtung zur Vollaststellung verschoben; wird dagegen der
Steuerdruck Pc kleiner als der Saugdruck Ps plus die
Beaufschlagungskraft der Feder 41, so wird der Kolben 32 in
Richtung zur Kleinstlaststellung verschoben.
Fig. 5 zeigt eine Drucksteuervorrichtung 70, deren Funktion es
ist, den Steuerdruck Pc, welcher in die Steuerdruckkammer 40
eingeleitet wird, abhängig vom Saugdruck Pc in der
Saugdruckkammer 6 zu verändern. Diese Drucksteuervorrichtung 70
weist ein Kugelventil 45 auf zum Öffnen und Schließen eines
Verbindungsdurchlasses, welcher eine Verbindung zwischen einem
Hochdruckraum (Steuerdruckraum) 43 und einer Balgenkammer 44
herstellt. Ferner weist sie eine Feder 55 auf zum Beaufschlagen
des Kugelventils 45 in Schließrichtung, ferner einen Stößel 50,
der beaufschlagt wird vom Förderdruck Pd, welcher über einen
Hochdruck-Verbindungsdurchlaß 47 zugeführt wird, um das Kugelventil
45 in Schließrichtung zu beaufschlagen. Die Drucksteuervorrichtung
weist ferner einen Balgen 46 (in der Balgenkammer 44) auf, und
der Saugdruck Ps aus der Saugdruckkammer 6 wird der Balgenkammer
44 zugeführt, um eine Expansion oder Kontraktion des Balgens 46
abhängig von Variationen des Saugdrucks Ps zu bewirken, welcher
Saugdruck augenblicklich in der Balgenkammer 44 herrscht. Wie
dargestellt, ist ein Stößel 51 an einem freien Ende des Balgens
46 befestigt, und dieser Stößel beaufschlagt das Kugelventil 45
in Öffnungsrichtung, wenn der Balgen 46 expandiert. Der Balgen
46 arbeitet nach dem Barometerprinzip und enthält hierzu, wie
dargestellt, eine Druckfeder.
Der Durchlaß 47 zum Einleiten von Hochdruck wird gebildet von
einem Verbindungsdurchlaß 47a im Hubring 1, einer Anschlußöffnung
47b, einem Verbindungsdurchlaß 47c, einer Förderdruck-Einleitungs
kammer 47d mit entsprechend großem Volumen, und einem Verbindungs
durchlaß 47e, welche alle im hinteren Seitenteil 5 ausgebildet
sind. Der Verbindungsdurchlaß 47a steht in direkter Verbindung
mit dem Förderraum 17 (vgl. Fig. 1), in welchen das Kühlgas aus
dem Verdichtungsraum 12 gefördert wird. Der Verbindungsdurchlaß
47e steht in Verbindung mit dem Hochdruckraum 43 über eine
Drossel 42, durch welche das aus dem Verdichtungsraum 12
geförderte Kühlgas in den Hochdruckraum 43 eingeleitet wird, um
dort den Steuerdruck Pc zu erzeugen.
Ferner steht der Hochdruckraum 43 über einen Verbindungsdurchlaß 48
in Verbindung mit der Steuerdruckkammer 40 (vgl. Fig. 4), und
durch diesen Verbindungsdurchlaß 48 wird der Steuerdruck Pc,
welcher im Hochdruckraum 43 wirksam ist, der Steuerdruckkammer 40
zugeführt.
Wird der Saugdruck Ps kleiner als ein vorgegebener Wert, so expandiert
der Balgen 46 - unter der Wirkung seiner Feder - gegenüber dem
Zustand, welcher in Fig. 5 dargestellt ist, um das Kugelventil
45 zu öffnen und dadurch den Steuerdruck Pc im Hochdruckraum 43
und der Steuerdruckkammer 40 zu senken. Wird dagegen der Saugdruck
Ps höher als ein vorgegebener Wert, so kontrahiert der Balgen
46 in den in Fig. 5 dargestellten Zustand, erhöht dadurch den
Steuerdruck Pc im Hochdruckraum 43, und dadurch auch den Steuerdruck
in der Steuerdruckkammer 40. Der vorgegebene Wert (Sollwert) kann
eingestellt werden mittels einer Stellschraube 52.
Wie in Fig. 2 dargestellt, ist ein ringförmiger Kolben
(ringförmiges Anpreßglied) 54 in einer ringförmigen Aussparung 5e
angeordnet, welche im Boden der ringförmigen Ausnehmung 5a des
hinteren Seitenteils 5 ausgebildet ist. Wie dargestellt, umschließt
dieser Ringkolben 54 die Welle 9. Der Ringkolben 54 liegt an gegen
ein Axiallager 53 auf einer Stirnseite 20b der verdrehbaren Platte
20, und zwar auf deren vom Hubring 1 abgewandten Seite.
Zwischen dem Boden 5f der ringförmigen Aussparung 5e und einer
Stirnseite 54a des Ringkolbens 54 auf dessen von der verdrehbaren
Platte 20 abgewandten Seite ist eine Anpreßdruckkammer 60
ausgebildet, in welche der Förderdruck Pd über einen Verbindungs
durchlaß 55 eingeleitet wird, vgl. Fig. 2. Der Verbindungsdurchlaß
55 ist im hinteren Seitenteil 5 ausgebildet, und sein eines Ende
öffnet sich zu der Förderdruck-Einleitungskammer 47d (vgl. Fig.
5) der Hochdruck-Zuführleitung 47, und sein anderes Ende öffnet
sich zum Boden 5f der ringförmigen Aussparung 5e. Der Verbindungs
durchlaß 55, die Anschlußöffnung 47b, der Verbindungsdurchlaß
47c und die Förderdruck-Einführungskammer 47d bilden einen Hochdruck-
Einleitungsdurchlaß 61, welcher es ermöglicht, das Kühlgas, welches
aus dem Verdichtungsraum 12 gefördert wird, in die Anpreßdruck
kammer 60 einzuleiten, also zur Stirnfläche 54a des Ringkolbens
54 auf der von der verdrehbaren Platte 20 abgewandten Seite dieses
Kolbens.
Um zu verhindern, daß der Förderdruck Pd, welcher in der Anpreß
druckkammer 60 herrscht, zur Niederdruckseite abströmt, also zur
Saugdruckkammer 6, sind O-Ringe 56 (innen) und 57 (außen) zwischen
dem Ringkolben 54 und der Ringnut 5e vorgesehen. Der Ringkolben 54
ist mit mindestens einem Innengewinde 54b versehen, um sein
Herausnehmen aus der ringförmigen Aussparung 5e zu erleichtern.
Bei Betriebsbeginn des Verdichters ist der Steuerdruck Pc niedrig,
so daß der Kolben 32 sich in seiner Stellung für minimale Last
befindet, wie in Fig. 4 dargestellt, wodurch sich die verdrehbare
Platte 20 ebenfalls in ihrer Stellung für kleinste Last befindet
und der Verdichter mit reduzierter Fördermenge betrieben wird.
Überschreitet der Saugdruck Ps den vorgegebenen Wert, so zieht
sich der Balgen 46 in seine in Fig. 5 dargestellte Stellung
zusammen und bewirkt, daß sich das Kugelventil 45 schließt,
wodurch der Steuerdruck Pc, welcher im Hochdruckraum 43 und der
Steuerdruckkammer 40 herrscht, zunimmt, um den Kolben 32 aus der
Stellung für kleinste Last in Richtung zur Stellung für maximale
Last zu verschieben, also, bezogen auf Fig. 4, nach rechts.
Beispielsweise kann der Kolben 32 aus der in Fig. 8 dargestellten
Stellung für kleinste Last verschoben werden in die in Fig. 7
dargestellte Stellung für mittlere Last. Über den Verbindungs
zapfen 31 wird diese Verschiebung übertragen auf die verdrehbare
Platte 20, und dadurch wird diese aus der Stellung für Kleinstlast
in Richtung zur Stellung für maximale Last verdreht und folglich
die Förderkapazität des Verdichters erhöht.
Wird der Saugdruck Ps kleiner als der vorgegebene Wert, so
expandiert der Balgen 46 ausgehend von dem in Fig. 5 dargestellten
Zustand (unter der Wirkung der in ihm angeordneten Feder), und
bewirkt, daß sich das Kugelventil 45 öffnet, wodurch der Steuer
druck Pc im Hochdruckraum 43 und der Steuerdruckkammer 40 abnimmt
und der Kolben 32 aus der Stellung für maximale Last in Richtung
zur Stellung für kleinste Last verschoben wird. Bezogen auf Fig.
4 ist dies eine Bewegung nach links, und diese wird über den
Verbindungszapfen 31 auf die verdrehbare Platte 20 übertragen,
wodurch letztere in Richtung von der Stellung für maximale Last
zur Stellung für kleinste Last verdreht wird und dadurch die
Fördermenge reduziert wird.
Auf diese Weise wird die verdrehbare Platte 20 abhängig vom Saugdruck
Ps verdreht, um die Fördermenge bzw. Kapazität des Verdichters
in kontinuierlicher Weise zu verändern.
Bei dem FZV mit variabler Fördermenge nach dem ersten Ausführungs
beispiel wird der Ringkolben 54 aufgenommen von der ringförmigen
Aussparung 5e des hinteren Seitenteils 5 und beaufschlagt über
das Axiallager 53 die vom Hubring 1 abgewandte Stirnseite 20b
der verdrehbaren Platte 20. Der Förderdruck Pd, welcher der
Stirnseite 54a des Ringkolbens 54 auf dessen von der verdrehbaren
Platte 20 abgewandten Seite zugeführt wird, wirkt über das
Axiallager 53 auf die verdrehbare Platte 20, um diese gegen den
Hubring 1 zu pressen. Dadurch wird der Reibungswiderstand, der
auf die verdrehbare Platte 20 wirkt, reduziert, und dies ermög
licht eine leichte, geschmeidige Drehung der verdrehbaren Platte
20 und verhindert, daß der Spalt zwischen ihr und dem Hubring
1 zunimmt.
Die in Fig. 5 dargestellte Förderdruck-Zuleitungskammer 47d hat
eine große Kapazität (Volumen). Sie ist in einem Zwischenbereich
der Hochdruck-Zuführleitung 61 angeordnet, welche Leitung dazu
dient, das Kühlgas, das aus dem Verdichtungsraum 12 im Hubring
1 gefördert wird, in die Anpreßdruckkammer 60 einzuleiten, also
zu der Stirnseite 54a des Ringkolbens 54, welche von der
verdrehbaren Platte 20 abgewandt ist. Das große Volumen der
Förderdruck-Zuleitungskammer 47d bewirkt eine Dämpfung von
Schwankungen des Drucks im Kühlgas, das vom Verdichtungsraum 12
über die Hochdruck-Zuführungsleitung 61 der Stirnfläche 54a des
Ringkolbens 54 auf dessen von der verdrehbaren Platte 20
abgewandten Seite zugeführt wird. Dies verringert Druckpulsationen,
so daß der Förderdruck Pd mit einem im wesentlichen konstanten
Wert der erwähnten Stirnfläche 54a des Ringkolbens 54 über die
Hochdruck-Zuführleitung 61 zugeführt wird, unabhängig von
Änderungen der Kapazität (Fördermenge) des Verdichters. Dies
ermöglicht es, den Spalt zwischen der verdrehbaren Platte 20 und
dem Hubring 1 im wesentlichen konstant zu halten, unabhängig von
Änderungen der Kapazität des Verdichters, und dabei eine leichte,
geschmeidige Drehung der verdrehbaren Platte 20 aufrechtzuerhalten.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 9 bis 12 wird nun ein FZV mit
variabler Fördermenge nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der
Erfindung beschrieben.
Beim ersten Ausführungsbeispiel steht die Anpreßdruckkammer 60
über den Verbindungsdurchlaß 55 in Verbindung mit dem Förderdruck-
Zuführkanal 47d, und gleichzeitig steht die Steuerdruckkammer
40 über den Verbindungsdurchlaß 48 in Verbindung mit dem
Hochdruckraum 43 Deshalb ist der Anpreßdruck Pa (beim ersten
Ausführungsbeispiel entspricht dieser Anpreßdruck Pa dem Förder
druck Pd) stets höher als der Steuerdruck Pc in der Steuerdruck
kammer 40. Ferner ist bei einer Variante des ersten Ausführungs
beispiels, bei welcher die Anpreßdruckkammer 60 mit dem Hochdruck
raum 43 über einen zweiten gedrosselten Durchlaß in Verbindung
steht, der einen Durchmesser hat, der größer ist als derjenige
des Verbindungsdurchlasses (ersten gedrosselten Durchlasses) 48,
der Anpreßdruck Pa stets größer als der Steuerdruck Pc.
Wenn sich beim ersten Ausführungsbeispiel und der beschriebenen
Variante der Verdichter in einem Übergangszustand befindet, bei
welchem die Drehzahl des Verdichters plötzlich von einem hohen
zu einem niedrigen Wert fällt, tritt ein Festhaltephänomen auf,
bei welchem der Kolben nicht verschoben werden kann. Infolgedessen
wird es unmöglich, die Fördermenge so zu verändern, daß der
Saugdruck Ps im wesentlichen konstant wird, nämlich gleich einem
Soll-Saugdruck Po.
Bei einem solchen Übergangszustand des Verdichters erfährt der
Saugdruck Ps eine vorübergehende Änderung relativ zum Soll-
Saugdruck Po. Wenn die Drucksteuervorrichtung 70 die Verbindung
zwischen dem Hochdruckraum 43 und der Saugdruckkammer 6 unter
bricht, um den Steuerdruck Pc und den Anpreßdruck Pa zu erhöhen,
gilt, daß der Anpreßdruck Pa größer oder gleich dem Steuerdruck
Pc ist, so daß die Kraft des Ringkolbens 54, mit der dieser über
das Axiallager die verdrehbare Platte 20 gegen den Hubring 1 preßt,
exzessiv groß wird, wodurch der Reibungswiderstand zwischen der
verdrehbaren Platte 20 und dem Hubring 1 vergrößert wird, und
eine leichte, geschmeidige Verdrehung der verdrehbaren Platte
20 verhindert. Dies bewirkt das oben erwähnte Festhaltephänomen.
Fig. 14 zeigt Ergebnisse von Versuchen, die bei der vorstehend
beschriebenen Variante durchgeführt wurden, wobei der Durchmesser
des ersten gedrosselten Durchlasses (Verbindungsdurchlaß 48) auf
etwa 2,0 mm eingestellt wurde, der Durchmesser des zweiten
gedrosselten Durchlasses 55 auf etwa 2,5 mm, und das Volumen
(Kapazität) der Anpreßdruckkammer 60 auf 1,84 cm³. Es ist darauf
hinzuweisen, daß sich in Fig. 14 die Zeitachse von rechts nach
links erstreckt, abweichend von sonstigen Darstellungen. Wie man
Fig. 14 entnimmt, erfährt bei einem plötzlichen Abfall der
Drehzahl Nc des Verdichters von einer hohen Drehzahl zu einer
niedrigen Drehzahl der Saugdruck Ps, welcher im wesentlichen auf
einen festgelegten Wert geregelt wird (Soll-Saugdruck Po), eine
vorübergehende Änderung, nämlich eine Zunahme, bezogen auf den
Soll-Saugdruck Po. Das Ergebnis ist das Festhaltephänomen, welches
von der strichpunktierten Linie der Fig. 14 umrandet ist.
Der FZV mit variabler Fördermenge nach dem zweiten Ausführungsbeispiel
ergibt eine Verbesserung gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel,
und es wird verhindert, daß das Festhaltephänomen bei einem
plötzlichen Abfall der Drehzahl auftritt, so daß der Saugdruck
im wesentlichen konstant gehalten wird.
Fig. 9 zeigt in schematischer Form wesentliche Teile und Elemente
eines FZV mit variabler Fördermenge nach dem zweiten
Ausführungsbeispiel.
Wie in Fig. 9 und 11 dargestellt, steht der Verbindungsdurchlaß
47e über einen Verbindungsdurchlaß 42′, dessen Durchmesser größer
ist als derjenige des Verbindungsdurchlasses 42 nach dem ersten
Ausführungsbeispiel, mit dem Steuerdruckraum 43 in Verbindung.
Dies ermöglicht es, den Förderdruck Pd in den Raum 43 einzuführen,
weshalb dieser auch als Hochdruckraum bezeichnet wird.
Ferner steht der Hochdruckraum 43 mit der Steuerdruckkammer 40
(Fig. 9) über eine Steuerdruck-Zuführleitung (den ersten
gedrosselten Durchlaß) 48 in Verbindung, und der Förderdruck Pd
im Hochdruckraum 43 wird hinsichtlich seiner Ausbreitungs
geschwindigkeit gedrosselt durch die Steuerdruck-Zuführverbindung 48,
um den Steuerdruck Pc in der Steuerdruckkammer 40 zu erzeugen.
Wie die Fig. 9 und 10 zeigen, steht die Anpreßdruckkammer 60 mit
dem Hochdruckraum 43 über eine Anpreßdruck-Zuführleitung (den
zweiten gedrosselten Durchlaß) 5g im hinteren Seitenteil 5 in
Verbindung. Hierdurch kann der Förderdruck Pd im Hochdruckraum
43 in die Anpreßdruckkammer 60 eingeleitet werden, um dort den
Anpreßdruck Pa zu erzeugen, während der Förderdruck Pd
hinsichtlich seiner Ausbreitungsgeschwindigkeit gedrosselt wird
durch die Anpreßdruck-Zufuhrleitung 5g.
Der Durchmesser der Anpreßdruck-Zufuhrleitung 5g wird auf einen
kleineren Wert eingestellt als denjenigen der Steuerdruck-
Zuführleitung 48, so daß der Anpreßdruck Pa niedriger ist als
der Steuerdruck Pc, und zwar um eine erforderliche Differenz,
wenn der Steuerdruck Pc und der Anpreßdruck Pa zunehmen, nachdem
die Verbindung zwischen dem Hochdruckraum 43 und der Balgenkammer
44 durch das Kugelventil 45 unterbrochen wird. Beispielsweise
wird der Durchmesser der Anpreßdruck-Zufuhrleitung 5g auf 0,3
mm eingestellt, während der Durchmesser der Steuerdruck-
Zuführleitung 48 auf 0,5 mm eingestellt wird.
Um sicherzustellen, daß der Anpreßdruck Pa um die erforderliche
Differenz niedriger ist als der Steuerdruck Pc, wird das Volumen
der Anpreßdruckkammer 60 größer gemacht als dasjenige der
Steuerdruckkammer 40 in der in Fig. 4 dargestellten Stellung für
kleinste Last. Beispielsweise wird das Volumen der Anpreß
druckkammer 60 auf 3,5 cm³ eingestellt.
Bei dem FZV mit variabler Fördermenge nach dem zweiten Ausführungs
beispiel wird der Durchmesser der Zufuhrleitung 5g für den Anpreßdruck,
also des zweiten gedrosselten Durchlasses, kleiner gemacht als
der Durchmesser der Steuerdruck-Zuführleitung (des ersten gedrosselten
Durchlasses) 48. Fällt in einem Übergangsbereich des Verdichters
dessen Drehzahl plötzlich ab, so wird der Anpreßdruck Pa, welcher
in der Anpreßdruckkammer 60 erzeugt wird, wenn der Steuerdruck
Pc und der Anpreßdruck Pa infolge Unterbrechung der Verbindung
zwischen dem Hochdruckraum 43 und der Balgenkammer 44 zunehmen,
niedriger als der Steuerdruck Pc, welcher in der Steuerdruckkammer
40 erzeugt wird, und hierdurch wird der Reibungswiderstand zwischen
der verdrehbaren Platte 20 und dem Hubring 1 verringert.
Ferner wird beim zweiten Ausführungsbeispiel das Volumen der
Anpreßdruckkammer 60 größer gemacht als das Volumen der Steuerdruck
kammer 40 dann, wenn sich der Kolben 32 in seiner - in Fig. 4
dargestellten - Stellung für kleinste Last befindet. Deshalb wird
der Anpreßdruck Pa zuverlässig kleiner als der Steuerdruck Pc,
und zwar um die erforderliche Differenz, wodurch eine stabilere
Fördermengenregelung ermöglicht wird.
Auch in Fig. 12 erstreckt sich die Zeitachse, abweichend vom Üblichen,
von rechts nach links. Diese Figur zeigt Ergebnisse eines Versuchs,
der beim Verdichter nach der zweiten Ausführungsform durchgeführt
wurde, wobei der Durchmesser der Anpreßdruck-Zufuhrleitung 5g
auf 0,3 mm und der Durchmesser der Steuerdruck-Zufuhrleitung 48
auf 0,5 mm eingestellt wurde, wobei das Volumen der Anpreßdruckk
ammer 60 auf 3,5 mm³ eingestellt wurde. Wie aus Fig. 12 klar
hervorgeht, wird bei einem plötzlichen Abfall der Drehzahl Nc
(ausgehend von einer hohen Drehzahl) der Saugdruck Ps im wesentlichen
auf seinen Sollwert geregelt, und er nimmt nur an der in Fig.
12 mit einem X bezeichneten Stelle etwas zu, wird danach aber
im wesentlichen auf den festgelegten Wert geregelt, also den Soll-
Saugdruck Po. Mit anderen Worten tritt das Festhaltephänomen,
das in Fig. 14 mit der strichpunktierten Linie umrandet ist, beim
zweiten Ausführungsbeispiel nicht auf.
Fig. 13 zeigt in schematischer Weise wesentliche Teile und Elemente
eines FZV mit variabler Fördermenge nach einem dritten Ausführungs
beispiel der Erfindung.
Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom zweiten dadurch,
daß die Anpreßdruckkammer 60 mit der Steuerdruckkammer 40 über
die Anpreßdruck-Zuführleitung (den zweiten gedrosselten Durchlaß)
5g in Verbindung steht, wodurch der Förderdruck Pd im Hochdruckraum
43 zu der Anpreßdruckkammer 60 über die Steuerdruck-Zufuhrleitung
(den ersten gedrosselten Durchlaß) 48, die Steuerdruckkammer 40,
und die Anpreßdruck-Zufuhrleitung 5g zugeführt wird.
Bei dem FZV nach dem dritten Ausführungsbeispiel ist also die
Anpreßdruckkammer 60 hinter, d. h. auf der Abströmseite, der
Steuerdruckkammer 40 angeordnet. Ähnlich wie beim zweiten
Ausführungsbeispiel wird bei einem Übergangszustand des
Verdichters, bei dem dessen Drehzahl plötzlich abfällt, der
Anpreßdruck Pa, welcher in der Anpreßdruckkammer 60 erzeugt wird,
wenn der Steuerdruck Pc und der Anpreßdruck Pa infolge Unterbrechung
der Verbindung zwischen dem Hochdruckraum 43 und dem Balgenraum
44 zunehmen, niedriger als der Steuerdruck Pc, der in der Steuerdruck
kammer 40 erzeugt wird, wodurch der Reibungswiderstand zwischen
der verdrehbaren Platte 20 und dem Hubring 1 verringert wird.
Deshalb wird bei einem solchen Übergangszustand des Verdichters
verhindert, daß das Festhaltephänomen auftreten kann, also eine
Verhinderung der Verschiebung des Kolbens 32, und dadurch wird
der Saugdruck im wesentlichen auf einem festen Wert gehalten,
nämlich dem gewünschten Sollwert.
Da beim dritten Ausführungsbeispiel der Durchmesser der Anpreßdruck-
Zufuhrleitung 5g kleiner gemacht wird als derjenige der Steuerdruck-
Zufuhrleitung 48, drosselt die Anpreßdruck-Zufuhrleitung 5g die
Ausbreitungsgeschwindigkeit des Steuerdrucks Pc ausgehend von
der Steuerdruckkammer 40 zur Anpreßdruckkammer 60, und hierdurch
wird in zuverlässiger Weise eine Differenz erzeugt zwischen dem
Steuerdruck Pc und dem Anpreßdruck Pa, was es ermöglicht, die
Fördermengenregelung auf eine stabilere Weise auszuführen.
Naturgemäß sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung vielfache
Abwandlungen und Modifikationen möglich. Zur Verlangsamung des
Druckanstiegs in der Anpreßdruckkammer 60 bei transienten,
schnellen Drehzahländerungen wurden vorstehend verschiedene
Möglichkeiten beschrieben, und diese können naturgemäß auch in
geeigneter Weise miteinander kombiniert werden, um ein zuverlässiges
Arbeiten der Fördermengenverstellung bei allen Betriebszuständen
sicherzustellen.
Claims (12)
1. Flügelzellenverdichter mit variabler Fördermenge,
mit einem Hubring (1), der eine innere Umfangsfläche (1a) mit im wesentlichen elliptischem Querschnitt hat,
mit einem im Hubring (1) drehbar angeordneten Rotor (8), welcher eine äußere Umfangsfläche und darin ausgebildete, jeweils einen radial verschiebbaren Flügel (13) aufnehmende Schlitze aufweist,
mit zwei an gegenüberliegenden Enden des Hubrings (1) befestigten Seitenteilen (2, 5), welche jeweils innere, dem Hubring (1) zugewandte Seiten aufweisen, von denen eine mit einer ringförmigen Ausnehmung (5a) versehen ist,
mit mindestens einer Verdichtungskammer (12), welche von der inneren Umfangsfläche (1a) des Hubrings (1) und der äußeren Umfangsfläche des Rotors (8) begrenzt ist,
ferner mit einer verdrehbaren Platte (20), welche in der ringförmigen Ausnehmung (5a) des einen Seitenteils (5) angeordnet ist zwecks Verdrehung zwischen einer Stellung für Mindestlast, welche die Fördermenge des Verdichters auf ein Minimum einstellt, und einer Stellung für Höchstlast, welche die Fördermenge des Verdichters auf ein Maximum einstellt, mit einer Saugdruckkammer (6), in welche im Betrieb ein Kühlgas angesaugt wird,
und mit einer vom Saugdruck (Ps) in der Saugdruckkammer (6) beeinflußten Antriebsvorrichtung (30) zum drehenden Antrieb der verdrehbaren Platte (20),
ferner mit einem Axiallager (53), das auf einer vom Hubring (1) abgewandten Seite der verdrehbaren Platte (20) angeordnet ist,
einem ringförmigen Anpreßglied (54), das in dem einen Seitenteil (5) angeordnet ist und im Betrieb die vom Hubring (1) abgewandte Seite der verdrehbaren Platte (20) über das Axiallager (52) beaufschlagt,
und mit einem Durchlaß (5g) zur Zufuhr von Hochdruck zu einer von der verdrehbaren Platte (20) abgewandten Seite (54a) des ringförmigen Anpreßgliedes (54), um letzteres in Richtung auf das Axiallager (53) zu beaufschlagen.
mit einem Hubring (1), der eine innere Umfangsfläche (1a) mit im wesentlichen elliptischem Querschnitt hat,
mit einem im Hubring (1) drehbar angeordneten Rotor (8), welcher eine äußere Umfangsfläche und darin ausgebildete, jeweils einen radial verschiebbaren Flügel (13) aufnehmende Schlitze aufweist,
mit zwei an gegenüberliegenden Enden des Hubrings (1) befestigten Seitenteilen (2, 5), welche jeweils innere, dem Hubring (1) zugewandte Seiten aufweisen, von denen eine mit einer ringförmigen Ausnehmung (5a) versehen ist,
mit mindestens einer Verdichtungskammer (12), welche von der inneren Umfangsfläche (1a) des Hubrings (1) und der äußeren Umfangsfläche des Rotors (8) begrenzt ist,
ferner mit einer verdrehbaren Platte (20), welche in der ringförmigen Ausnehmung (5a) des einen Seitenteils (5) angeordnet ist zwecks Verdrehung zwischen einer Stellung für Mindestlast, welche die Fördermenge des Verdichters auf ein Minimum einstellt, und einer Stellung für Höchstlast, welche die Fördermenge des Verdichters auf ein Maximum einstellt, mit einer Saugdruckkammer (6), in welche im Betrieb ein Kühlgas angesaugt wird,
und mit einer vom Saugdruck (Ps) in der Saugdruckkammer (6) beeinflußten Antriebsvorrichtung (30) zum drehenden Antrieb der verdrehbaren Platte (20),
ferner mit einem Axiallager (53), das auf einer vom Hubring (1) abgewandten Seite der verdrehbaren Platte (20) angeordnet ist,
einem ringförmigen Anpreßglied (54), das in dem einen Seitenteil (5) angeordnet ist und im Betrieb die vom Hubring (1) abgewandte Seite der verdrehbaren Platte (20) über das Axiallager (52) beaufschlagt,
und mit einem Durchlaß (5g) zur Zufuhr von Hochdruck zu einer von der verdrehbaren Platte (20) abgewandten Seite (54a) des ringförmigen Anpreßgliedes (54), um letzteres in Richtung auf das Axiallager (53) zu beaufschlagen.
2. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 1, bei welchem als hoher
Druck der Förderdruck (Pd) des Kühlgases verwendet wird, das
aus der Verdichtungskammer (12) gefördert wird.
3. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem
eine Kammer (47d) zur Zufuhr von Förderdruck (Pd) an einem
Zwischenabschnitt des Durchlasses (47c, 47e, 5g) für Hochdruck
vorgesehen ist, um Druckschwankungen des Kühlgases zu dämpfen.
4. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei welchem
der Boden der ringförmigen Ausnehmung (5a) des einen
Seitenteils (5) mit einer zusätzlichen ringförmigen Aussparung (5f)
versehen ist, welche das ringförmige Anpreßglied (54) aufnimmt.
5. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 4, bei welchem eine
Anpreßdruckkammer (60) zwischen dem Boden der zusätzlichen
ringförmigen Aussparung (5f) und der von der verdrehbaren
Platte (20) abgewandten Seite des ringförmigen Anpreßglieds
(54) vorgesehen ist, wobei dieser Druckkammer (60) der
Hochdruck von dem Durchlaß (5g) für Hochdruck zuführbar ist.
6. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 5, bei welchem mindestens
ein Dichtglied (56, 57) zwischen dem Boden (5f) der
zusätzlichen ringförmigen Aussparung und der von der
verdrehbaren Platte (20) abgewandten Seite (54a) des
ringförmigen Anpreßgliedes (54) vorgesehen ist, um ein Lecken
des hohen Druckes aus der Druckkammer (60) nach außen zu verhindern.
7. Flügelzellenverdichter nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Antriebsvorrichtung
(30) eine Steuerdruckkammer (40) aufweist, welcher ein
Steuerdruck (Pc) zuführbar ist,
ferner einen Kolben (32), der abhängig von der Höhe dieses Steuerdrucks (Pc) im Betrieb eine hin- und hergehende Bewegung ausführt, um die verdrehbare Platte (20) zu verdrehen,
ferner eine Hochdruckkammer (47d), welcher der aus der Verdichtungskammer kommende Förderdruck (Pd) zuführbar ist,
ferner einen ersten gedrosselten Durchlaß (42), welcher eine Verbindung zwischen der Steuerdruckkammer (40, 43) und der Hochdruckkammer (47d) herstellt,
und eine Drucksteuerventilanordnung (45), welche abhängig von der Höhe des Saugdrucks (Ps) den Zustand der Verbindung zwischen der Saugdruckkammer (6, 44) und der Steuerdruckkammer (40, 43) steuert, um den Steuerdruck (Pc) abhängig vom Saugdruck (Ps) zu verändern.
ferner einen Kolben (32), der abhängig von der Höhe dieses Steuerdrucks (Pc) im Betrieb eine hin- und hergehende Bewegung ausführt, um die verdrehbare Platte (20) zu verdrehen,
ferner eine Hochdruckkammer (47d), welcher der aus der Verdichtungskammer kommende Förderdruck (Pd) zuführbar ist,
ferner einen ersten gedrosselten Durchlaß (42), welcher eine Verbindung zwischen der Steuerdruckkammer (40, 43) und der Hochdruckkammer (47d) herstellt,
und eine Drucksteuerventilanordnung (45), welche abhängig von der Höhe des Saugdrucks (Ps) den Zustand der Verbindung zwischen der Saugdruckkammer (6, 44) und der Steuerdruckkammer (40, 43) steuert, um den Steuerdruck (Pc) abhängig vom Saugdruck (Ps) zu verändern.
8. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 7, bei welchem auf der
von der verdrehbaren Platte (20) abgewandten Seite des
ringförmigen Anpreßgliedes (54) eine Anpreßdruckkammer (60)
vorgesehen ist, ferner ein zweiter gedrosselter Durchlaß (5g),
welcher eine Verbindung zwischen der Hochdruckkammer (43)
und der Anpreßdruckkammer (60) bildet und welcher einen
kleineren Durchmesser aufweist als der erste gedrosselte
Durchlaß (48).
9. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 8, bei welchem die
Kapazität der Anpreßdruckkammer (60) größer ist als die
Kapazität der Steuerdruckkammer (40) dann, wenn sich die
verdrehbare Platte (20) in ihrer Stellung für kleinste Last
befindet.
10. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 7, bei welchem auf der
von der verdrehbaren Platte (20) abgewandten Seite des
ringförmigen Anpreßgliedes (54) eine Anpreßdruckkammer (60)
vorgesehen ist,
ferner ein zweiter gedrosselter Durchlaß (5g), der eine Verbindung zwischen der Hochdruckkammer (43) und der Anpreß druckkammer (60) bildet,
wobei der Förderdruck (Pd) in der Hochdruckkammer (43) der Anpreßdruckkammer (60) über den ersten gedrosselten Durchlaß (48), die Steuerdruckkammer (40) und den zweiten gedrosselten Durchlaß (5g) zuführbar ist (Fig. 13).
ferner ein zweiter gedrosselter Durchlaß (5g), der eine Verbindung zwischen der Hochdruckkammer (43) und der Anpreß druckkammer (60) bildet,
wobei der Förderdruck (Pd) in der Hochdruckkammer (43) der Anpreßdruckkammer (60) über den ersten gedrosselten Durchlaß (48), die Steuerdruckkammer (40) und den zweiten gedrosselten Durchlaß (5g) zuführbar ist (Fig. 13).
11. Flügelzellenverdichter nach Anspruch 10, bei welchem der
zweite gedrosselte Durchlaß (5g) einen kleineren Durchmesser
bzw. eine stärkere Drosselwirkung aufweist als der erste
gedrosselte Durchlaß (48) (Fig. 13).
12. Flügelzellenverdichter mit variabler Fördermenge,
mit einer zwecks Veränderung der Fördermenge des Verdichters verdrehbaren, neben dem Hubring (1) des Verdichters angeordneten Seitenplatte (20),
mit einer Vorrichtung zum Verdrehen dieser Seitenplatte (20) in der Weise, daß der Saugdruck (Ps) des Verdichters im wesentlichen auf einem Sollwert (Po) gehalten wird,
mit einer Anpreßvorrichtung (54) zum Anpressen der verdrehbaren Seitenplatte (20) gegen den Hubring (1) mittels eines vom Verdichter erzeugten, in einer Anpreßdruckkammer (60) wirksamen Druckes,
und mit Verzögerungsmitteln (40, 42, 43, 47d, 48; 5g; 42′) zum Verzögern eines Druckanstiegs in dieser Anpreßdruck kammer (60) bei einem plötzlichen Rückgang der Drehzahl (Nc) des Verdichters.
mit einer zwecks Veränderung der Fördermenge des Verdichters verdrehbaren, neben dem Hubring (1) des Verdichters angeordneten Seitenplatte (20),
mit einer Vorrichtung zum Verdrehen dieser Seitenplatte (20) in der Weise, daß der Saugdruck (Ps) des Verdichters im wesentlichen auf einem Sollwert (Po) gehalten wird,
mit einer Anpreßvorrichtung (54) zum Anpressen der verdrehbaren Seitenplatte (20) gegen den Hubring (1) mittels eines vom Verdichter erzeugten, in einer Anpreßdruckkammer (60) wirksamen Druckes,
und mit Verzögerungsmitteln (40, 42, 43, 47d, 48; 5g; 42′) zum Verzögern eines Druckanstiegs in dieser Anpreßdruck kammer (60) bei einem plötzlichen Rückgang der Drehzahl (Nc) des Verdichters.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Patent Citations (6)
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