DE4006811A1 - Mittelpufferkupplung mit sicherheitseinrichtung - Google Patents
Mittelpufferkupplung mit sicherheitseinrichtungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G7/00—Details or accessories
- B61G7/10—Mounting of the couplings on the vehicle
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Description
Die Erfindung betrifft eine Mittel- bzw. Mittelpufferkupplung
mit Sicherheiteinrichtung, bei der der Kuppelkopf mit einer
Kuppelstange kardanisch am Fahrzeug oder Drehgestell angelenkt
ist und in der Kuppelstange eine etwa vertikale Achse vorgesehen
ist, mittels der der Kuppelkopf aus der Arbeitsstellung seitlich
in Ruhestellung abgeschwenkt werden kann.
Aus US-PS 26 56 046 ist eine Kupplung bekannt, bei der der Kuppelkopf
in der Horizontalen schwenkbar an der Kuppelstange angelenkt
ist, wohingegen der hintere Teil mit der Zug- und Stoßvorrichtung
in der Horizontalen festgelegt ist. Der Nachteil dieser Konstruktion
liegt darin, daß sie eine große Unfallgefahr in sich trägt
und das Risiko durch die überstehende Kupplung erhöht ist. Außerdem
werden über die Anlenkung des Kuppelkopfs an der Kuppelstange
alle Seitenbewegungen insbesondere in Kurven übertragen und es
ist keine Mittenrückstellungsvorrichtung vorgesehen. Ansonsten
ist im allgemeinen der Kuppelkopf mit einer Schalenmuffe an der
Kuppelstange befestigt. Der Kuppelkopf kann also nur mit der gesamten
Kuppelstange in deren Anlenkung am Fahrzeug verschwenkt
werden. Der Winkel zur Verschwenkung ist im allgemeinen recht
klein und wird nur bei engen Kurven voll in Anspruch genommen.
Weiter hat es sich als Nachteil erwiesen, daß der Fahrer eines
Zuges nicht in der Lage ist, an jedem Halt zu prüfen, ob sich
Personen zwischen den Wagenenden befinden. Dies ist besonders
an stark frequentierten ebenerdigen Haltestellen der Fall.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
diese bekannten Nachteile der Kupplungen zu vermeiden und darüber hinaus
Vorkehrungen zu treffen, die automatisch beim Kuppeln
den Zwischenraum zwischen zwei Wagen mit Barrieren abschließen.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß der mittlere, größere
Teil einer sich quer über die Frontpartie eines Schienenfahrzeugs
erstreckenden Stoßstange mit dem abschwenkbaren Teil der Kuppelstange
bzw. dem Kuppelkopf verbunden ist und der schwenkbare
Teil der Stoßstange in kuppelbereitem Zustand der Kupplung eine
etwa parallel zur Fahrzeuglängsachse liegende und den Abstand
zweier miteinander gekuppelter Fahrzeuge überbrückende Lage
einnimmt.
Zweckmäßig ist der schwenkbare Teil der Stoßstange jeweils in
Fahrtrichtung gesehen nach der gleichen Seite ausschwenkbar.
Vorteilhaft ist durch die Kinematik der Stoßstangenführung die
Kurvengängigkeit des Fahrzeugs in gekuppeltem Zustand voll
gewährleistet.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht vor
allem darin, daß in gekuppeltem Zustand die parallel zur
Wagenlängsachse ausgeschwenkten Teile der beiden Stoßstangen
eines Barriere gegen das möglicherweise Eintreten von Personen
zwischen die Fahrzeuge. Der Fahrzeugführer hat nämlich normalerweise
keine Möglichkeit, jedesmal vor dem Anfahren zu kontrollieren,
ob sich zwischen den Fahrzeugen Personen befinden.
Dies ist bei den heutigen Zügen mit sehr wenig Personal ein
äußerst wichtiger sicherheitstechnischer Aspekt. Weiter bildet
die Stoßstange ein homogenes Bild der Fahrzeugfrontpartie,
sobald die Kupplung bzw. die Stoßstange in ihre nicht gekuppelte
Stellung verschwenkt ist. Wird die Stoßstange mit der Anlenkungsfeder
verbunden, so kann die Stoßstange im Aufstoßfall
die Stoßenergie weiterleiten.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 die Frontpartie eines Fahrzeugs mit eingeschwenkter
Kupplung und Stoßstange,
Fig. 2 die gleiche Frontpartie eines Fahrzeugs wie Fig. 1, jedoch
in kuppelbereiter Stellung des Kuppelkopfes etc.,
Fig. 3 zwei miteinander gekuppelte Wagen in perspektivischer
Ansicht.
Nach den Fig. 1 bis 3 trägt die Frontpartie 11 eines Fahrzeugs
12 eine sich quer über die Frontpartie 11 erstreckende Stoßstange
13, welche aus einem größeren verschwenkbaren Teil 14 und zwei
seitlichen Schwenkteilen 15 besteht.
Nach Fig. 1 ist im Wagen 12 eine Kuppelstange 16 angebracht, welche
aus zwei Teilen 16A und 16B besteht. Das Teil 16A ist über eine
an sich bekannte Anlenkung am Fahrzeugrahmen oder Drehgestell
angelenkt und das Teil 16B ist über eine vertikale Achse seitlich
verschwenkbar angeordnet und trägt den Kuppelkopf 17. Über Lenker
18 ist der mittlere Teil 14 der Stoßstange 13 mit der Kuppelstange
16A und 16B verbunden. Diese Lenker 18 sind dabei in an
sich bekannter Weise so ausgebildet, daß bei Verschwenken des
Kuppelkopfs 17 in Kupplungsstellung, wie in Fig. 2 dargestellt,
der mittlere Teil 14 der Stoßstange 13 ebenfalls verschwenkt wird,
und zwar so, daß dieser Teil 14 der Stoßstange 13 etwa parallel
zur Fahrzeuglängsachse sich vom Fahrzeug weg erstreckt. Falls
es notwendig sein sollte, kann der Teil 14 mit einem Gelenk am
seitlichen Schwenkteil 15 angelenkt sein.
Wird jetzt gekuppelt, so ergibt sich das Bild nach Fig. 3,
aus dem zu ersehen ist, daß die beiden Teile 14 der Stoßstange
13 den Raum zwischen den beiden Wagenenden 11 so abschließen,
daß sich niemand in diesem Raum aufhalten kann.
Beim Entkuppeln geht der vorbeschriebene Vorgang in umgekehrter
Reihenfolge vor sich, das heißt, nach dem Entkuppeln der beiden
Kuppelköpfe 17 können die beiden Fahrzeuge auseinander fahren,
wobei jeder Wagen ein Teil 14 mit sich nimmt. Sind die Wagen
auseinandergefahren, so wird der Kuppelkopf 17 mit dem Teil 16B
der Kuppelstange von Hand oder motorisch in die in Fig. 1 dargestellte
Lage gebracht, wobei sich der Teil 14 der Stoßstange 13
in die dafür vorgesehene Öffnung in der Frontpartie 11 legt,
wodurch die Frontpartie 11 geschlossen ist.
Die seitlichen Schwenkteile 15 sollen dann ausgeschwenkt werden
können, wenn engere Kurvenradien befahren werden.
Der Teil 14 kann auch vorteilhaft mit einem Kletterschutzprofil
versehen werden, um das Aufklettern der Fahrzeuge im Aufstoßfall
zu verhindern.
Claims (5)
1. Mittelpuffer- bzw. Mittelkupplung mit Sicherheitseinrichtung,
bei der der Kuppelkopf mit einer Kuppelstange kardanisch am
Fahrzeug oder Drehgestell angelenkt ist und in der Kuppelstange
eine etwa vertikale Achse vorgesehen ist, mittels der der Kuppelkopf
aus der Arbeitsstellung seitlich in die Ruhestellung abgeschwenkt
werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der
mittlere größere Teil (14) einer sich quer über die Frontpartie
(11) eines Schienenfahrzeugs (12) erstreckende Stoßstange (13)
mit dem abschwenkbaren Teil (16B) der Kuppelstange bzw. dem
Kuppelkopf (17) verbunden ist und der schwenkbare Teil (14) der
Stoßstange (13) in kuppelbereitem Zustand (Fig. 2) der Kupplung
eine etwa parallel zur Fahrzeuglängsachse liegende und den Abstand
zweier miteinander gekuppelter Fahrzeuge (12) überbrückende
Lage einnimmt.
2. Mittelpuffer- bzw. Mittelkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der schwenkbare Teil (14) der Stoßstange (13)
jeweils vom Fahrzeug aus gesehen nach der gleichen Seite
ausschwenkbar ist.
3. Mittelpuffer- bzw. Mittelkupplung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßstange (13) zur Aufnahme
von Stoßenergie mit der Feder der Kupplungsanlenkung verbunden
ist.
4. Mittelpuffer- bzw. Mittelkupplung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Kinematik der
Stoßstangenführung die Kurvengängigkeit des Fahrzeugs in gekuppeltem
Zustand gewährleistet ist.
5. Mittelpuffer- bzw. Mittelkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Teil (14) der Stoßstange
(13) ein Kletterschutzprofil trägt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006811 DE4006811A1 (de) | 1990-03-05 | 1990-03-05 | Mittelpufferkupplung mit sicherheitseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006811 DE4006811A1 (de) | 1990-03-05 | 1990-03-05 | Mittelpufferkupplung mit sicherheitseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4006811A1 true DE4006811A1 (de) | 1991-09-12 |
Family
ID=6401416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904006811 Withdrawn DE4006811A1 (de) | 1990-03-05 | 1990-03-05 | Mittelpufferkupplung mit sicherheitseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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