DE4003670C2 - Einrichtung zur tomographischen Messung dreidimensionaler mikromagnetischer oder mikroelektrischer Felder mit einer Drehvorrichtung - Google Patents
Einrichtung zur tomographischen Messung dreidimensionaler mikromagnetischer oder mikroelektrischer Felder mit einer DrehvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zu einer tomo
graphischen Messung des an einem felderzeugenden Meßobjektes
austretenden dreidimensionalen mikromagnetischen oder mikro
elektrischen Feldes mit einem Elektronenstrahlteil, in dessen
Vakuumraum
- - ein scharf gebündelter Elektronenstrahl durch das Feld des Meßobjektes zu führen ist und
- - eine Vorrichtung zur Drehung des auf einem Drehteller be festigten Meßobjektes um eine senkrecht zu dem Elektronen strahl verlaufende Achse vorgesehen ist,
sowie mit einem nachgeordneten Ausleseteil zur Auswertung und
Darstellung der Intensitätsverteilung des in dem Feld des Meß
objektes abgelenkten Elektronenstrahls. Eine derartige Meß
einrichtung ist in der Veröffentlichung "IEEE Trans. Magn.",
Vol. MAG-21, No. 5, Sept. 1985, Seiten 1593 bis 1595 angegeben.
Dieser bekannten Meßeinrichtung ist eine Apparatur zugrundege
legt, die aus der Veröffentlichung "IEEE Trans. Magn.", Vol.
MAG-20, No. 5, Sept. 1984, Seiten 866 bis 868 hervorgeht. Mit
dieser bekannten Apparatur kann das Magnetfeld eines magnet
felderzeugenden Meßobjektes (Probanden) indirekt zweidimen
sional detektiert werden. Hierzu wird in dem Vakuumraum eines
modifizierten Rasterelektronenmikroskops ein scharf gebündel
ter Elektronenstrahl in unmittelbarer Nähe des magnetfeld
erzeugenden Meßobjektes vorbeigeführt. Bei dem Meßobjekt kann
es sich insbesondere um einen Dünnfilm-Magnetkopf handeln, wie
er für eine Datenspeicheranlage geeignet ist. Solche Magnet
köpfe erzeugen in einem begrenzten Volumen ein magnetisches
Streufeld, das äußerst schwach ist. So sind z. B. an den Pol
spiegeln der Magnetpole solcher Magnetköpfe Feldstärken in der
Größenordnung von nur 10 kA/m zu messen. Derartige Magnetfel
der werden deshalb auch als mikromagnetische Felder bezeich
net. Aufgrund solcher sehr schwachen Felder muß der Abstand
zwischen dem Elektronenstrahl und der Meßobjektebene sehr
gering gewählt werden und beispielsweise bei nur etwa 0,5 µm
liegen. Unter der Meßobjektebene wird dabei im Falle eines
Magnetkopfes die Feldaustrittsebene seiner Magnetschenkel
verstanden, die auch als Polspiegelebene bezeichnet wird.
Bei der bekannten Meßapparatur wird also der Elektronenstrahl
durch die Komponenten der magnetischen Induktion Bx bzw. By des
Streufeldes des Meßobjektes in die entsprechende y- bzw.
x-Richtung in einem angenommenen x-y-Koordinatensystem abge
lenkt. Aus der Größe der Ablenkung der Elektronen können dann
die Komponenten der magnetischen Induktion berechnet werden. Um
die Elektronen sichtbar zu machen, trifft bei der bekannten
Meßapparatur der abgelenkte Elektronenstrahl auf eine inner
halb des Vakuumraums des modifizierten Elektronenmikroskops be
findliche Mikrokanalplatte, der eine Phosphorschicht nachgeord
net ist. In dieser Phosphorschicht wird die Elektronenintensitäts
verteilung in eine Lichtintensitätsverteilung umgewandelt. Das
nun aus dem Vakuumraum des Elektronenmikroskops austretende
Licht wird dann über eine Transferoptik einer TV-Kamera zuge
führt, mit der die Lichtintensitätsverteilung in Abhängigkeit
von dem Streufeld des Meßobjektes zweidimensional beobachtet
werden kann.
Bei der aus der eingangs genannten Veröffentlichung "IEEE
Trans. Magn.", Vol. MAG-21 zu entnehmenden Meßeinrichtung wird
von der aus der genannten Veröffentlichung "IEEE Trans. Magn.",
Vol. MAG-20 bekannten Meßapparatur ausgegangen, um mittels
einer tomographischen Meßmethode eine dreidimensionale Be
stimmung der Streufelder eines Magnetkopfes vornehmen zu
können. Hierzu ist zusätzlich in dem Vakuumraum des Elektronen
mikroskops eine Vorrichtung zur Drehung des Meßobjektes um eine
senkrecht zu dem Elektronenstrahl verlaufende Achse vorgesehen.
Mit dieser Vorrichtung wird das auf einem Drehteller (bzw. Pro
bentisch) befestigte magnetfelderzeugende Meßobjekt sukzessive
um insgesamt 180° gedreht. Bei jeder einzelnen Winkelstellung
wird eine Linienmessung durchgeführt, die sich aus einer Viel
zahl von Punktmessungen zusammensetzt. Mit Dünnfilm-Magnet
köpfen sind bei dem erforderlichen geringen Arbeitsabstand zwi
schen der Meßobjektebene und dem Elektronenstrahl solche drei
dimensionalen Messungen nur mit einem Drehteller durchführbar,
der bei der erforderlichen Drehung des Meßobjektes die Dreh
achse, die Meßobjekt ebene sowie den Abstand zur Meßebene
konstant hält. Die Meßebene wird dabei durch den Elektronen
strahl aufgespannt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, die Dreh
vorrichtung der Meßeinrichtung mit den eingangs genannten Merk
malen dahingehend auszugestalten, daß mit ihr auf verhältnis
mäßig einfache Weise die geforderte exakte Position der Meß
ebene des Meßobjektes bezüglich des Elektronenstrahls einzu
halten ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwi
schen einem Antriebsteil der Drehvorrichtung und dem Drehteller
drei sich parallel zur Drehachse erstreckende, mit dem An
triebsteil starr verbundene und auf einem bezüglich der Dreh
achse konzentrischen gedachten Kreis befindliche Stellglieder
vorgesehen sind, deren axiale Länge jeweils piezoelektrisch
einstellbar ist und die jeweils über Verbindungselemente mit
Kugelgelenken an dem Drehteller angreifen, wobei die drei
Angriffspunkte dieser Verbindungselemente an dem Drehteller
ebenfalls auf einem bezüglich der Drehachse konzentrischen
gedachten Kreis liegen, dessen Radius kleiner ist als der Ra
dius des gedachten Kreises, auf dem sich die piezoelektrischen
Stellglieder befinden.
Die mit dieser Ausgestaltung der Meßeinrichtung verbundenen
Vorteile sind insbesondere darin zu sehen, daß das gebildete
piezoelektrische Dreibein ohne größere Schwierigkeiten erlaubt,
die Meßobjektebene bei der Drehung des Drehtellers parallel zur
Meßebene des Elektronenstrahls einzustellen. Dabei ist eine
spielfreie Verkippung des Drehtellers in allen Richtungen durch
die Verwendung der drei auf einem Kreis mit verhältnismäßig
kleinem Radius befindlichen Kugelgelenke zu gewährleisten.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Meßeinrich
tung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird nachfolgend auf die
Zeichnung Bezug genommen, in deren Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsge
mäßen Meßeinrichtung skizziert ist. Fig. 2 zeigt schematisch
eine Schrägansicht auf eine Drehvorrichtung dieser Meßeinrich
tung. Aus den Fig. 3 und 4 sind ein Verbindungselement bzw.
eine Kugelhalteplatte dieser Drehvorrichtung ersichtlich. In
den Figuren sind sich entsprechende Teile mit denselben Be
zugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist der prinzipielle Aufbau eines Ausführungsbeispiels einer Meßeinrichtung
nach der Erfindung schematisch veranschaulicht. Hierbei sind an
sich bekannte Ausführungsformen entsprechender Einrichtungen
zugrundegelegt (vgl. die genannten Textstellen aus "IEEE Trans.
Magn.", Vol. MAG-20 und MAG-21). Die allgemein mit 2 bezeich
nete Meßeinrichtung umfaßt unter anderem einen als modifizier
tes Rasterelektronenmikroskop ausgebildeten Teil 3. Dieser in
bekannter Weise aufgebaute Elektronenstrahlteil 3 enthält
innerhalb des Vakuumraums 4 seines Vakuumgehäuses 4a eine Elek
tronenstrahlquelle 5, mit der ein Elektronenstrahl 6 erzeugt
wird. Nachdem dieser Strahl die üblichen elektrostatischen oder
elektromagnetischen Linsen 7a und 7b durchlaufen hat, tritt er
scharf gebündelt in ein zu detektierendes Magnetfeld geringer
Stärke, beispielsweise zwischen 10 und 500 A/m ein. Dieses
Magnetfeld bzw. seine damit verbundene Induktion B wird von
einem in den Vakuumraum 4 eingebrachten magnetfelderzeugenden
Meßobjekt 10 hervorgerufen. Bei diesem Meßobjekt 10 kann es
sich insbesondere um einen in Dünnfilm-Technik erstellten, in
der Figur übertrieben groß gezeichneten Magnetkopf handeln, der
insbesondere für Datenspeicheranlagen geeignet ist. Aufgrund
der in dem Magnetfeld auf den Elektronenstrahl 6 einwirkenden
Lorentz-Kräfte wird dieser entsprechend in x- und/oder y-
Richtung eines angenommenen x-y-Koordinatensystems abgelenkt.
Die Ablenkung ist dabei ein Maß für die magnetische Induktion
B. Der Ablenkungswinkel α ist in der Figur übertrieben groß
eingezeichnet und beträgt im allgemeinen nur wenige Winkel
grade.
Um für eine tomographische, dreidimensionale Bestimmung die
hierfür erforderliche Drehung des zu detektierenden Magnetfel
des gemäß der eingangs genannten Veröffentlichung "IEEE Trans.
Magn.", Vol. MAG-21 durchführen zu können, ist außerdem eine in
dieser Figur nicht näher ausgeführte Drehvorrichtung 11 vorge
sehen. Die Vorrichtung enthält einen Drehteller 12, der um
eine senkrecht zu dem Elektronenstrahl 6 verlaufende Achse 13
sukzessive um jeweils einen vorbestimmten Drehwinkel zu drehen
ist und dessen Tellerebene zumindest annähernd parallel zur
Richtung des Elektronenstrahls 6 liegen soll. Auf dem Dreh
teller 12 ist das Meßobjekt 10 bzw. der Magnetkopf so angeord
net, daß das von ihm erzeugte zu detektierende Magnetfeld mit
der Induktion B senkrecht zur Richtung des Elektronenstrahls 6
verläuft. Die Meßobjektebene, d.h. die Ebene der Polspiegel
P des Kopfes liegt somit ebenfalls parallel zur Richtung
des Elektronenstrahls 6.
Der abgelenkte und mit 6′ bezeichnete Elektronenstrahl
trifft dann auf einen nachgeordneten Ausleseteil der Einrichtung,
mit dem die Intensitätsverteilung des Elektronenstrahls
in bekannter Weise detektiert, ausgewertet und
bildlich dargestellt wird. Entsprechende Ausleseteile, deren
Geräteteile innerhalb und/oder außerhalb des Vakuumraums
4 des Elektronenstrahlteils 3 angeordnet sein können,
sowie die erforderliche Elektronik sind an sich bekannt
(vgl. z. B. die genannten Literaturstellen aus "IEEE
Trans. Magn."). Auf ihre bildliche Darstellung wurde deshalb
in der Zeichnung praktisch verzichtet. Lediglich ein
Eintrittsbereich des Ausleseteils ist in Fig. 1 schematisch
angedeutet und mit 15 bezeichnet. Für den Ausleseteil
kommen insbesondere auch Gestaltungsmerkmale wie z. B.
positionsempfindliche, zweidimensionale Fotodioden oder
Diodenreihenanordnungen in Frage, die aus den nicht-vorveröffentlichten,
DE-Offenlegungsschriften 40 03 307 (mit
dem Titel: "Detektionseinrichtung zur Messung mikromagnetischer
oder -elektrischer Felder"), 40 03 308 (mit dem
Titel: "Einrichtung zur Detektion mikromagnetischer oder
mikroelektrischer Felder") und 40 03 356 (mit dem Titel:
"Detektionseinrichtung zur dreidimensionalen Bestimmung
mikromagnetischer oder mikroelektrischer Felder") zu entnehmen
sind.
Die Ausgestaltung der Drehvorrichtung 11 bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist in Fig. 2 näher veranschaulicht. Hierbei wird von
einer Drehvorrichtung ausgegangen, die aus der ebenfalls eine Meßeinrichtung der eingangs genannten
Art beschreibenden Dissertation
von J. B. Elsbrock mit dem Titel "Quantitative Bestimmung
statischer und dynamischer mikromagnetischer Streufelder
im Rasterelektronenmikroskop" der Universität (Gesamthochschule)
Duisburg, Oktober 1986, insbesondere Seiten
75 und 76 hervorgeht. Diese bekannte Drehvorrichtung
ist mit einem Probentisch (Kreuztisch) zur Aufnahme des
Meßobjektes versehen, der u. a. die folgenden Gestaltungsmerkmale
aufweist, nämlich
- a) eine Drehvorrichtung mit einem Antrieb über Zahnrad und Schnecke,
- b) einen mechanisch feinverstellbaren Kippmechanismus zur Kippung der Drehachse,
- c) eine mechanisch zu betätigende Bewegungsvorrichtung für eine Verschiebung in zwei Richtungen sowie
- d) einen Justierkopf zur Justierung des Meßobjektes mittels Stellschrauben.
Gemäß der in Fig. 2 gezeigten schematischen Schrägansicht
auf ein wesentliches Teilstück der Drehvorrichtung 11 enthält
diese eine mit einem nicht-dargestellten Antrieb verbundene
Welle 18, die um die Drehachse 13 um vorbestimmte
Drehwinkel drehbar ist. An der Stirnseite dieser Welle befindet
sich ein Kreuztisch 19 für eine manuelle Grobpositionierung.
Auf der oberen Flachseite 19a dieses Kreuztisches
sind drei säulenartige Stellglieder 20, 21 und 22
befestigt, die auf einem gedachten, bezüglich der Drehachse
13 konzentrischen Kreis Kl regelmäßig verteilt angeordnet
sind. Bei den sich parallel zu der Drehachse 13 erstreckenden
Stellgliedern 20 bis 22 handelt es sich um
prinzipiell bekannte, bei der bekannten Drehvorrichtung
jedoch nicht eingesetzte Elemente, deren jeweilige axiale Länge L
piezoelektrisch für eine Feinpositionierung einstellbar
ist.
Diese
Stellglieder sind nicht wie beim Stand der Technik direkt
und starr an dem Drehteller 12 befestigt, sondern zwischen
ihnen und dem Drehteller ist jeweils ein besonderes Verbindungselement
vorgesehen. Von den drei allgemein mit 23
bis 25 bezeichneten Verbindungselementen sind in Fig. 2
im wesentlichen nur Teile der beiden Elemente 23 und 24
ersichtlich. Die Verbindungselemente müssen dabei so ausgestaltet
sein, daß sie ein geringfügiges Verkippen der
Ebene der das Meßobjekt aufnehmenden Flachseite 12a des
Drehtellers 12 gegenüber der Ebene der Flachseite 19a des
Kreuztisches 19 ermöglichen. Hierzu ist für jedes Verbindungselement
ein Kugelgelenk vorgesehen.
Gemäß dem gewählten Ausführungsbeispiel sind dabei die Kugelgelenke
an der Rückseite des Drehtellers 12 ausgebil
det, wobei die in entsprechenden pfannenartigen Ausnehmungen
des Drehtellers befindlichen Kugelköpfe dieser allgemein
mit 26 bis 28 bezeichneten Gelenke in der Figur nur
angedeutet sind. Die Köpfe dieser Gelenke sollen dabei
ebenfalls auf einem gedachten, bezüglich der Drehachse 13
konzentrischen Kreis K2 regelmäßig verteilt angeordnet
sein. Der Radius des gedachten Kreises K2 ist dabei
verhältnismäßig klein, auf jeden Fall kleiner als der
Radius des gedachten Kreises Kl.
Aus diesem Grunde muß jedes der drei Verbindungselemente 23 bis
25 als ein entsprechendes Übergangsstück vom Radius des grö
ßeren Kreises Kl auf den Radius des kleineren Kreises K2 aus
gebildet sein. Ein Ausführungsbeispiel eines entsprechenden
Verbindungselementes ist in Fig. 3 als Schnitt gezeigt. Dabei
ist für die Figur das Verbindungselement 25 ausgewählt. Dieses
Element braucht nicht einstückig ausgebildet zu werden, sondern
kann insbesondere aus Montagegründen auch aus mehreren Teil
stücken zusammengesetzt sein. Es ist an einem Ende 25a starr
mit dem zugewandten, auf dem Kreis K1 mit Radius R1 befind
lichen piezoelektrischen Stellglied verbunden, beispielsweise
mit diesem verschraubt. An dem anderen, dem Drehteller 12
zugewandten Ende ist das Verbindungselement 25 als Kugelkopf
25b ausgebildet, der auf dem Radius R2 des Kreises K2 anzu
ordnen ist. Dieser Kugelkopf 25a ist in einer entsprechenden
Ausnehmung 30 gelagert, die an der dem Antriebsteil der Dreh
vorrichtung 11 zugewandten Unterseite des Drehtellers 12 aus
gebildet ist. Er bildet somit zusammen mit der Ausnehmung 30
eines der Kugelgelenke, nämlich das Kugelgelenk 28.
Um eine feste Halterung jedes Kugelkopfes an dem Drehteller 12
zu gewährleisten, ist eine zerlegbare Kugelhalteplatte 31
vorgesehen, die an der Unterseite des Drehtellers 12 zu be
festigen, beispielsweise dort anzuschrauben ist. Die Kugel
halteplatte 31 und die Unterseite des Drehtellers 12 sind dabei
so ausgestaltet, daß sie die den Kugelkopf 25a aufnehmende Aus
nehmung 30 jeweils zur Hälfte ausbilden. Für die beiden an
deren, in der Figur nicht gezeigten Kugelgelenke gilt entspre
chendes.
Aus Montagegründen ist die Kugelhalteplatte 31 zerlegbar aus
geführt. Eine Aufsicht auf diese Platte 31 ist in Fig. 4
schematisch dargestellt. Die Platte 31 setzt sich dabei aus
drei gleichen Plattensegmenten 31a bis 31c zusammen. Sie weist
drei kreisförmige Durchführungen 32a bis 32c auf, die auf dem
Kreis K2 mit dem Radius R2 liegen. Der Durchmesser dieser
Durchführungen ist dabei so gewählt, daß jeweils zwar der ge
stängeartige Teil des zugeordneten Verbindungselementes unge
hindert hindurchragen kann, jedoch ein Herausrutschen des
zugeordneten Kugelkopfes mit größerem Durchmesser verhindert
wird. In der Figur sind ferner noch drei Punkte 33a bis 33c zur
Befestigung der einzelnen Plattensegmente 31a bis 31c an der
Unterseite des Drehtellers 12 ersichtlich.
Die in den Figuren dargestellte Ausgestaltung der Drehvorrich
tung 11 erlaubt es somit, die Meßobjektebene bei der Drehung
des Drehtellers parallel zur Meßebene einzustellen. Eine spiel
freie Verkippung des Drehtellers in alle Richtungen wird dabei
durch die Verwendung der drei Kugelgelenke gewährleistet. Die
Überprüfung der Parallelität der Meßobjektebene mit der Meß
ebene und das Einhalten des Arbeitsabstandes zwischen diesen
Ebenen kann z. B. direkt durch elektronenmikroskopische Beobach
tung erfolgen.
Im Hinblick auf eine dreidimensionale Bestimmung von mikro
magnetischen Streufeldern ist es zur Erzielung einer möglichst
hohen Meßgenauigkeit mit einem Meßfehler von z. B. nur einigen
Prozent und im Hinblick auf eine möglichst kurze Meßzeit vor
teilhaft, wenn bei der tomographischen Messung mit der beschriebenen
Meßeinrichtung etwa 45 verschiedene Winkel einge
stellt und jeweils etwa 60 Punktmessungen durchgeführt werden.
Kann man einen Meßfehler von etwa 10% tolerieren, so sind nur
40 Winkeleinstellungen mit 50 Punktmessungen erforderlich. Für
grobe Orientierungsmessungen mit einem Fehler bis zu 25%
können sogar nur 30 Winkeleinstellungen mit 40 Punktmessungen
ausreichen.
Bei der beschriebenen Meßeinrichtung wurde davon ausge
gangen, daß mit dem Kreuztisch 19 eine manuelle Grobpositionie
rung bzw. -justage vorgenommen wird. Selbstverständlich ist es
auch möglich, für die Positionierung dieses Tisches piezoelek
trische Teile vorzusehen.
Ferner wurde bei dem gewählten Ausführungsbeispiel angenommen,
daß mit der erfindungsgemäßen Meßeinrichtung mikromagnetische
Felder eines Meßobjektes detektiert werden. Es liegt jedoch auf
der Hand, daß diese Meßeinrichtung und das ihr zugrundeliegende
Verfahren ebensogut auch auf eine Detektion von mikroelektri
schen Feldern anwendbar sind.
Claims (6)
1. Einrichtung zu einer tomographischen Messung des an einem
felderzeugenden Meßobjektes austretenden dreidimensionalen
mikromagnetischen oder mikroelektrischen Feldes mit einem
Elektronenstrahlteil, in dessen Vakuumraum
- - ein scharf gebündelter Elektronenstrahl durch das Feld des Meßobjektes zu führen ist und
- - eine Vorrichtung zur Drehung des auf einem Drehteller be festigten Meßobjektes um eine senkrecht zu dem Elektronen strahl verlaufende Achse vorgesehen ist,
sowie mit einem nachgeordneten Ausleseteil zur Auswertung und
Darstellung der Intensitätsverteilung des in dem Feld des
Meßobjektes abgelenkten Elektronenstrahls, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen einem Antriebs
teil (18, 19) der Drehvorrichtung (11) und dem Drehteller (12)
drei sich parallel zu der Drehachse (13) erstreckende, mit dem
Antriebsteil (19) starr verbundene und aus einem bezüglich der
Drehachse (13) konzentrischen gedachten Kreis (Kl) befindliche
Stellglieder (20 bis 22) vorgesehen sind, deren axiale Länge
(L) jeweils piezoelektrisch einstellbar ist und die jeweils
über Verbindungselemente (23 bis 25) mit Kugelgelenken (26 bis
28) an dem Drehteller (12) angreifen, wobei die drei Angriffs
punkte der Verbindungselemente an dem Drehteller ebenfalls auf
einem bezüglich der Drehachse (13) konzentrischen gedachten
Kreis (K2) liegen, dessen Radius (R2) kleiner ist als der Ra
dius (R1) des gedachten Kreises (K1), auf dem sich die piezo
elektrischen Stellglieder (20 bis 22) befinden.
2. Meßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß jedes der Verbindungselemente
(23 bis 25) an seinem dem Drehteller (12) zugewandten Ende
(25a) als Kugelkopf (25b) gestaltet ist, der in einer entspre
chenden Ausnehmung (30) gelagert ist, die an der dem Antriebs
teil (18, 19) zugewandten Unterseite des Drehtellers (12) aus
gebildet ist.
3. Meßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur Halterung der Kugelköpfe
(25b) eine zerlegbare Kugelhalteplatte (31) an der Unterseite
des Drehtellers (12) zu befestigen ist und daß die die Kugel
köpfe (25b) aufnehmenden Ausnehmungen (30) jeweils zur einen
Hälfte in dem Drehteller (12) und zur anderen Hälfte in der
Kugelhalteplatte (31) ausgebildet sind.
4. Meßeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kugelhalteplatte (31) aus
drei baugleichen Plattensegmenten (31a bis 31c) zusammensetz
bar ist.
5. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die piezoelek
trischen Stellglieder (20 bis 22) auf ihrer dem Antriebsteil
(18) zugewandten Seite auf einem Kreuztisch (19) befestigt
sind, der mittels piezoelektrischer Teile justierbar ist.
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