DE4000603A1 - Verfahren zur zwischenspeicherung von gegenstaenden, wie briefen, belegen o.ae. in einem automatischen lesesystem - Google Patents
Verfahren zur zwischenspeicherung von gegenstaenden, wie briefen, belegen o.ae. in einem automatischen lesesystemInfo
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Landscapes
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- Sorting Of Articles (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf automatische und
halbautomatische Lesesysteme, wie sie in automatischen Brief
verteilanlagen sowie in Anlagen zum Lesen von Belegen und
Formularen Verwendung finden.
Eine Briefverteilanlage mit einem automatischen Anschriften
lesesystem ist aus der Zeitschrift "Postpraxis" 9/79, S. 197-203
bekannt. Bei diesem System werden Briefsendungen von
einem Eingabegerät aus automatisch einzeln einem optischen
Abtaster zugeführt, der das optische Bild der Anschrift in
elektrische Signale umwandelt. Anschließend gelangen die Sen
dungen in eine mechanische Speicherstrecke - z. B. eine mäan
derförmig geführte Förderstrecke. Während des Durchlaufs
einer Sendung durch diese Speicherstrecke, wird ihr Anschrif
tenbild von einer Leseelektronik ausgewertet. Nach Verlassen
der Speicherstrecke wird der Sendung von einem Codedrucker
ein Strichcode aufgedruckt, so daß sie zu beliebiger Zeit und
an beliebigem Ort in der Briefverteilanlage automatisch ver
teilt werden kann. Der Strichcode wird unmittelbar nach sei
ner Aufbringung von einem Kontrollabtaster geprüft.
Anschließend erfolgt eine Weiterverarbeitung, z. B. werden
die Sendungen in die Fächer einer Verteilfachstrecke gelei
tet. Anschriften, die nicht innerhalb eines vorgegebenen
Zeitintervalls automatisch gelesen wurden, werden von dem
System zurückgewiesen und zur Codierung und Vorverteilung in
eine Videocodieranlage geleitet, bei der ein Bild der
Anschrift auf einem Videoschirm dargestellt wird. Eine
Bedienkraft wertet das Videobild aus und nimmt eine den gele
senen Zeichen entsprechende manuelle Eintastung vor.
Ein bei automatischen Briefverteilanlagen, aber auch bei den
erwähnten Beleglesersystemen auftretendes Problem besteht
darin, den Bearbeitungsmittelwert der Anlage über eine mög
lichst lange Zeit bei einer nicht vorhersehbaren Mischung
zwischen maschinenlesbaren und nicht maschinenlesbaren Sen
dungen dem maximalen möglichen Maschinendurchsatz-Spitzenwert
anzunähern, ohne daß ein unwirtschaftlicher Überhang an
Videocodierkräften erforderlich wäre. Ein Versuch zur Lösung
dieses Problems besteht darin, eine Speicherstrecke als Puf
ferspeicher zum Abfangen von Spitzenmengen von Sendungen mit
nicht lesbaren Anschriften zu verwenden, die dann über einen
bestimmten Zeitraum sukzessive den Videocodierkräften zur
Nachcodierung zugeführt werden.
Nachteilig bei einer solchen Lösung ist jedoch, daß Speicher
strecken dieser Art mechanisch und elektrisch sehr aufwendig
sind und für die Aufnahme von größeren Mengen an speichernden
Sendungen außerordentlich viel Raum in Ansruch nehmen wür
den. Dies schließt auch ihre Verwendung in kleineren Anlagen
zur Verarbeitung von Belegen oder Formularen praktisch aus.
Ein weiteres Problem bei allen Systemen, bei denen eine Ver
teilung und eventuell auch Kennzeichnung von Gegenständen
aufgrund von Lesevorgängen stattfindet, ist, daß die Lesevor
gänge abhängig von den individuellen Parametern der Gegen
stände, unterschiedliche Zeiten beanspruchen, die im einzel
nen nicht vorhersagbar sind und ohne Korrekturmaßnahmen zu
einem nicht optimalen Briefstrom führen. Ein bekannter
Lösungsansatz für dieses Problem besteht im Einsatz von Speicher
strecken als Pufferspeicher mit Einrichtungen zur dynami
schen Verfolgung der einzelnen Sendungen, so daß die Position
der einzelnen Sendungen in der Speicherstrecke zu verschie
denen Zeiten identifizierbar ist, insbesondere auch bestimmt
werden kann, wann eine bestimmte vorher eingegebene Sendung
die Speicherstrecke verläßt.
Während die bisher erwähnten Techniken on-line orientiert
sind, wird bei einem weiteren Versuch zur Optimierung der
Auslastung solcher Anlagen Sendungen, die beim Durchlauf
durch einen Anschriftenleser nicht erkannt werden konnten,
eine Identifizierungsnummer aufgespritzt, mit dem jeweils
abgetasteten Bildinhalt der Sendung verknüpft und zusammen
mit ihm abgespeichert. Die abgespeicherten Bildinhalte wer
den Videocodierplätzen zugeführt und dort off-line codiert.
Anschließend kann mit Hilfe der vorher aufgespritzten Identifizierungs
nummer ein Strichcode o. ä. auf die der codierten
Anschrift entsprechende Sendung aufgebracht werden. Nachtei
lig ist hier ebenfalls der erhebliche technische und
betriebsorganisatorische Aufwand durch mehrfaches Bedrucken
oder Bespritzen der Sendungen und die fehlende Möglichkeit,
bereits im ersten Bearbeitungsgang die vom automatischen
Lesegerät nicht erkannten Sendungen vorzuverteilen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Stand der
Technik zu verbessern und ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens anzugeben, mit dem es möglich
ist, optisch abzutastende und zu codierende Gegenstände, wie
z. B. Briefe, Belege oder ähnliches, beliebig lange zwischen
zuspeichern und anschließend weiterzuverarbeiten, insbeson
dere bei einer großen Speichermenge eine beliebige vorgebbare
Verzögerungszeit zwischen dem Abtasten und dem Codieren der
Gegenstände zu erreichen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren
mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 und eine Vorrichtung mit
den Merkmalen gemäß Anspruch 11. Weitere vorteilhafte Ausfüh
rungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung geht aus von der Idee, daß eine beliebig lange
Zwischenspeicherung der zu verarbeitenden Gegenstände dadurch
erreicht wird, daß vorgegebene relevante Merkmale oder Para
meter, die die einzelnen Gegenstände eindeutig charakterisie
ren gemessen und abgspeichert werden, bevor die Gegenstände
in den Zwischenspeicher gelangen und daß nach Auslaufen der
Gegenstände aus dem Zwischenspeicher eine weitere Messung
dieser Parameter zur Identifizierung der Gegenstände vorge
nommen wird. Allgemein können vor der Zwischenspeicherung
gewonnene Leseergebnisse daher den Gegenständen einfach wie
der zugeordnet werden. Insbesondere können solche Gegen
stände, deren Anschriften o. ä. von der automatischen Zei
chenerkennungsvorrichtung zurückgewiesen wurden, vorzugsweise
vor, grundsätzlich aber auch nach der Zwischenspeicherung
ihrer Bilder von erfolgreich gelesenen getrennt und einer
Videocodierung zugeführt werden, wobei die Zwischenspeiche
rung eine Zeitoptimierung des Einsatzes sowohl der automati
schen Zeichenerkennungseinrichtung als auch der Video
codieranlage ermöglicht.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter
Bezugnahme auf Zeichnungen für Briefverteilanlagen näher
erläutert. Die Erfindung bezieht sich jedoch darüber hinaus
allgemein auf automatische und halbautomatische Lesesysteme,
insbesondere auch auf Formularleser für Banken und Versiche
rungen. Im einzelnen zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei Zwi
schenspeichern,
Fig. 1a ein Diagramm der wesentlichen Material- und
Informationsflüsse in der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 2 schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
mit einem Zwischenspeicher,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Zwi
schenspeicher für solche Sendungen, die einer Videocodierung
bedürfen,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform, bei der nur die
Sendungen, die einer Videocodierung bedürfen, zwischen
gespeichert werden.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Anlage zur automatischen
Briefverteilung. Dabei bezeichnet 1 eine Stoffeingabeeinrich
tung, in der die Sendungen vereinzelt werden. Die aus den
beiden Stoffeingaben 1 abgezogenen Sendungen werden im
Bereich 2 zusammengefädelt, in der Freilaufstrecke 3 ausge
richtet und in das Modul 4 transportiert. Da möglicherweise
bereits codierte Sendungen zusammen mit nicht codierten Sen
dungen gemischt angeliefert werden und solche Sendungen im
allgemeinen einer weiteren optischen Abtastung nicht bedür
fen, sorgt ein pre-bar-code-Detektor 5 oder Pre-bar-code-
Leser 5a über eine Mitteilung an die hier nicht weiter darge
stellte Anlagenelektronik dafür, daß diese Sendungen nicht
weiter erkennungstechnisch bearbeitet, insbesondere nicht
noch einmal codiert werden. Die übrigen Sendungen werden in
der Anschriftenabtastung (OCR-Abtastung) 6 optisch abgeta
stet, wobei bekannte Verfahren verwendet werden können. Die
bei der Abtastung gewonnenen Signale werden der Anlagenelektro
nik, d. h. insbesondere Mitteln zur automatischen Zeichener
kennung, wobei auch zwischen automatisch lesbaren und nicht
lesbaren Sendungen unterschieden wird, zur Auswertung über
mittelt. Im Modul 7 erfolgt eine Messung von vorgegebenen
relevanten Parametern der Sendungen. Während in dem Ausfüh
rungsbeispiel nach Fig. 1 diese Messung erfolgt, nachdem
eine Sendung die Abtasteinrichtung 6 durchlaufen hat, ist
diese Messung auch zu einem früheren Zeitpunkt oder gleich
zeitig mit der Abtastung in der Vorrichtung 6 möglich.
Die obengenannten vorgegebenen relevanten Parameter sind
dabei so ausgewählt, daß aus den ihnen ensprechenden Signa
len Muster ausgewählt werden können, die für die individuellen
Gegenstände charakteristisch sind und ähnlich wie ein
Fingerabdruck (Fingerprint) eine Identifizierung der einzel
nen Sendungen ermöglichen. Beispiele hierfür können je nach
den konkreten Umständen Länge, Gewicht, Farbe oder auch
andere optisch detektierbare Oberflächenmerkmale der Sendun
gen sein, die ausreichen, eine einzelne Sendung aus einer
bestimmten Menge von Sendungen eindeutig zu identifizieren
oder dies jedenfalls mit größerer Wahrscheinlichkeit erwarten
lassen. Vorzugsweise werden dabei solche relevanten Merkmale
verwendet, deren Messung einfacher und schneller erfolgen
kann als die Zeichenerkennung für das automatische Adressen
lesen. Es können jedoch auch Teile der bei der Anschriftenab
tastung gewonnenen Informationen, vorzugsweise auch in Kombi
nation mit Merkmalen, wie den oben genannten, zur Identifi
zierung verwendet werden.
Nach erfolgter Messung der vorgegebenen relevanten Merkmale
werden durch die Weiche 8 maschinenlesbare von zurückgewiese
nen Sendungen getrennt, wobei erstere über eine Transport
strecke 9 in einen Speicher 10 und letztere über eine Trans
portstrecke 11 in einen Speicher 12 geleitet werden. Als
Speicher 10 bzw. 12 werden vorzugsweise Stapelspeicherein
richtungen verwendet. Im Unterschied zu Speicherstrecken mit
dynamischer Sendungsverfolgung können in solchen Einrichtun
gen die Sendungen beliebig lange zwischengespeichert werden
und zu einem beliebigen Zeitpunkt durch einen Abzugsmechani
mus wieder entfernt werden, wobei allerdings wegen des Auf
tretens von Stapel- und Abzugsfehlern im allgemeinen nicht
gewährleistet ist, daß die Sendungen in derselben Reihenfolge
den Speicher verlassen, in der sie in ihn eingestapelt worden
sind. Bilder der Sendungen aus dem Speicher 12 werden zu
einem vorgegebenen Zeitpunkt eine Videocodiereinrichtung
13 gegeben, wo eine Bedienkraft eine Auswertung des Videobildes
vornimmt. Andererseits können solche Sendungen auch noch
weiter von den automatischen Zeichenerkennungsmitteln bear
beitet werden. Die Sendungen werden zu einem vorgegebenen
Zeitpunkt rechnergesteuert aus den Speichern 10 und 12 abge
zogen und einer Meßeinrichtung 14 zur Messung der oben
genannten vorgegebenen relevanten Parameter zugeführt. Hieran
anschließend erfolgt die Aufbringung eines Strichcodes im
Codeprinter 15 und eine Kontrolle des aufgebrachten Codes im
Bar-Code-Reader 16.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung sei auf die Fig. 1a
verwiesen, in der zusätzlich zum Materialfluß, der mit durch
gezogenen Linien bezeichnet ist, die wichtigsten Informati
onsflüsse dargestellt sind. Danach erfolgt für die in der
Station 6 erfolgreich gelesenen Adressen eine Verknüpfung 17
mit den in der Station 7 ermittelten, die einzelnen Gegen
stände charakterisierenden Merkmalen oder Fingerprints. Diese
Sendungen werden nach Durchlaufen der Weiche 8 in den Speicher
10 abgelegt und zu einem späteren Zeitpunkt in die Sta
tion 14 transportiert, wo erneut eine Fingerprint-Messung
vorgenommen wird. Daraufhin erfolgt eine Zuordnung 17a der
Adresse zu dem jeweilig vorliegenden Fingerprint und damit
der betreffenden Sendung. Der Adresse wiederum wird, wie
bereits aus dem Stand der Technik bekannt, ein Code zugeord
net, der im Codeprinter 15 auf die Sendung aufgebracht wird.
Zurückgewiesene Sendungen werden nach Durchlaufen der Weiche
8 in den Speicher 12 gegeben. Die ihnen entsprechenden Bilder
werden zu einem geeigneten Zeitpuntk videocodiert (13).
Danach wird für diese Sendungen eine Verknüpfung 18 zwischen
den Adresen und zugeordneten Codes vorgenommen und diese
Information zur Steuerung des Codeprinters 15 verwendet.
Für den Transport zwischen den Stationen 6 und 7 bzw. 7 und 8
bzw. 14 und 15 ist es vorteilhaft, die Sendungen durch Mittel
zur dynamischen Sendungsverfolgung individuell zu unterschei
den. Hierfür können die aus dem Stand der Technik bereits
bekannten Transportstrecken mit Schieberegistern verwendet
werden.
Eine mechanisch einfache Ausführungsform der Erfindung ist in
Fig. 2 dargestellt. Nach Durchlaufen der Bearbeitungs
schritte im Modul 4 und Aufnahme der Fingerprints in der Sta
tion 7 werden alle Sendungen im Speicher 19 zwischengespei
chert und zu einem späteren Zeitpunkt der Station 14 zuge
führt, in der die Aufnahme der Fingerprintmerkmale erfolgt.
Vor Aufnahme der Fingerprints in der Station 14 wird von der
Anlagenelektronik eine Verknüpfung zwischen erfolgreich auto
matisch gelesenen Adressen und sortierfähigen Codes vorgenom
men; die zurückgewiesenen Bilder werden zur Videocodierung
weitergeleitet. Durc die Codierkräfte eventuell hinzugefügte
Informationen oder Korrekturen können ebenfalls mit den Daten
verknüpft werden; anschließend werden die Sendungen rechner
gesteuert dem Codeprinter 15 zugeführt.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, mit einem direkten Sendungsdurchlauf von erfolg
reich automatisch gelesenen Sendungen zum Printer 15, wobei
nur die zurückgewiesenen Sendungen in einem Speicher 20 zwi
schengespeichert und ihre Bilder zu einem geeigneten Zeit
punkt der Videocodiereinrichtung zugeführt werden. Bei dieser
Ausführungsform werden nur die videocodierten Sendungen der
Station 21 zur Messung der Fingerprints zugeführt, während
die automatisch gelesenen Sendungen von einer Einrichtung mit
dynamischer Sendungsverfolgung zum Printer geleitet werden.
Eine Modifikation der vorhergehenden Ausführungsformen ist in
Fig. 4 dargestellt, bei der alle Sendungen der Station 24
zugeführt werden.
Bei Verwendung von zwei Zwischenspeichern wird vorzugsweise
aus dem Speicher abgezogen, dessen Füllstand am höchsten ist
bwz. dessen zugehöriger Bildspeicher einer Überfüllung näher
ist.
Die im vorangehenden erwähnten Zuordnungen zwischen Finger
prints, Adressen und Codes werden von der Anlagenelektronik
vorgenommen und im folgenden genauer erläutert.
Ein wesentliches Element der vorliegenden Erfindung ist die
Messung von relevanten Größen zur eindeutigen Charakterisie
rung der individuellen Gegenstände. Erfindungsgemäß sind als
solche Größen zunächst Sendungsparameter wie Länge, Höhe,
Dicke und beispielsweise auch Steifigkeit vorgesehen, die
auch, wie aus der europäischen Patentanmeldung 02 27 998
bekannt ist, zur Optimierung der Sendungsabstände geeignet
sind. Als weiterer Parameter ist die Sendungsfarbe vorgese
hen. Eine Vor-Identifizierung der Gegenstände ist dadurch
möglich, daß die Gegenstände beim Ein- bzw. Auslaugen aus dem
Speicher jeweils gezählt werden.
Voraussetzung für eine einwandfreie Funktion der Erfindung
ist, daß mit den verwendeten Parametern jedes Element einer
zwischenzuspeichernden Menge von Sendungen eindeutig charak
terisiert werden kann. Daher werden vorzugsweise neben oder
zusätzlich zu den bisher angeführten Parametern weitere rele
vante Parameter gemessen.
Identifizierungs-Parameter können aus den Sendungsan
schriften, Formulareintragung oder anderem bei der optischen
Abtastung zur Zeichenerkennung gewonnenen Daten erhalten wer
den. Hierbei kann ausgenutzt werden, daß der eigentlichen
Zeichenerkennung eine Bildvorbereitung und eine Merkmalsredu
zierung vorgeschaltet ist, wie z. B. in der Druckschrift wis
senschaftliche Berichte AEG-Telefunken 47 (1974), S. 90-110
beschrieben wird. Die nach der Merkmalsreduzierung anfallen
den Daten können als eine Art Grobbild des abgetasteten
Gegenstandes zur Kennzeichnung der zu verarbeitenden Gegen
stände verwendet werden.
Eine weitere Möglichkeit, charakterisierende Muster zu gewin
nen, besteht darin, die oben genannten Parameter einem neuro
nalen Netzwerk zur Musterspeicherung zuzuführen. Die Muster
speicherung in neuronalen Netzwerken ist aus den Druck
schriften Physikalische Blätter 44 (1988), S. 29-33 und
Biological Cybernetics 60 (1988), S. 17-22, S. 107-109
bekannt. Die gespeicherten Muster können in dem neuronalen
Netzwerk mit den automatisch gelesenen oder durch Videocodierung
bestimmten Zeichen oder mit sortierfähigen Codes gela
belt werden. Da neuronale Netzwerke inhaltsadressierbare
Speicher realisieren, kann bei einer zweiten Zuführung der
Meßsignale das zugehörige Label ermittelt werden. Zur Entla
stung des neuronalen Speichers wird nach Wiedererkennung des
Muster dieses vorzugsweise wieder gelöscht.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden die in
die Zwischenspeichereinrichtung (z. B. 10, 12, 19, 20) einlau
fenden und auslaufenden Sendungen jeweils gezählt. Jeder ein
laufenden Sendung wird somit eine Zahl als Label zugeordnet,
die beim Auslaufen eine Vor-Identifizierung erlaubt, die
allerdings wegen der Möglichkeit des Auftretens von Stapel
fehlern oder Doppelabzügen bei Stapelspeichern die Abtastung
von Fingerprints nicht erübrigt.
Claims (15)
1. Verfahren zur Zwischenspeicherung von Gegenständen wie
Briefen, Belegen o. ä. in einem automatischen Lesesystem,
wobei die Gegenstände Mitteln zum optischen Abtasten
zugeführt werden und für die Erkennung von auf den
Gegenständen aufgebrachten Zeichen eine erkennungstech
nische Bearbeitung der bei der optischen Abtastung ent
stehenden Signale erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
- - daß für jeden Gegenstand eine Messung von vorgege benen Parametern erfolgt und aus den dieser Messung entsprechenden Signalen für die individuellen Gegenstände charakteristische Muster ausgewählt und abgespeichert werden,
- - daß die Gegenstände nach der optischen Abtastung und der Messung der vorgegebenen Parameter minde stens einem Speicher zur Zwischenspeicherung zuge führt werden, aus dem sie zu einem vorgebbaren Zeitpunkt wieder entfernt werden und daß daran anschließend eine zweite Messung der vorgegebenen Parameter und zur Identifizierung des jeweiligen Gegenstandes ein Vergleich zwischen den dieser Mes sung entsprechenden Signalen und den gespeicherten Mustern erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für jeden Gegenstand dem charakteristischen Muster des
individuellen Gegenstandes das Resultat der erkennungs
technischen Bearbeitung der bei der optischen Abtastung
entstehenden Signale zugeordnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erkennung von auf den Gegenständen angebrachten Zei
chen durch Mittel zum automatischen Lesen oder durch
Mittel zur Videocodierung erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
für jeden Gegenstand, bei dem die aufgebrachten Zeichen
erfolgreich automatisch gelesen wurden, dem ihm entspre
chenden charakteristischen Muster die erkannten Zeichen
zugeordnet werden, und daß ein diesen Zeichen zugeordne
ter Code auf den Gegenstand aufgebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Gegenstände, bei denen die aufgebrachten Zeichen
nicht erfolgreich gelesen wurden, eine Videocodierung
erfolgt und ein den Zeichen zugeordneter Code aufge
bracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Videocodierung solange die Gegenstände sich im Zwi
schenspeicher befinden und vor der zweiten Messung der
vorgegebenen Parameter erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich
net, daß eine Zwischenspeicherung und eine zweite Mes
sung der vorgegebenen Parameter nur bei den Gegenständen
erfolgt, die nicht erfolgreich automatisch gelesen wur
den.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß vorgegebene Parameter Gewicht,
Länge, Breite, Dicke, Steifigkeit, Farbe oder eine Kom
bination dieser Parameter vorgesehen sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die vorgegebenen Parameter aus den
Signalen der optischen Abtastung zur Zeichenerkennung
gewonnen werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gegenstände beim Einlaufen in
bzw. Auslaufen aus dem Speicher gezählt werden und diese
Zählung zur Vor-Identifizierung der Gegenstände verwen
det wird.
11. Vorrichtung zur Zwischenspeicherung von Gegenständen,
wie Briefen, Belegen usw. in einem automatischen Lese
system mit Mitteln zur optischen Abtastung der Gegen
stände sowie zum Erkennen von auf den Gegenständen auf
gebrachten Zeichen, dadurch gekennzeichnet, daß
- - erste Mittel zur Messung von vorgegebenen Parame tern für jeden Gegenstand und zur Gewinnung von für die individuellen Gegenstände charakteristischen Mustern aus den dieser Messung entsprechenden Signalen vorgesehen sind,
- - mindestens ein Speicher für eine Zwischenspeiche rung der Gegenstände vorgesehen ist,
- - zweite Mittel vorgesehen sind, um die vorgegebenen Parameter nach Entfernung der Gegenstände aus dem Speicher zu messen und zur Identifizierung der Gegenstände die dieser Messung entsprechenden Signale mit den gespeicherten Mustern zu verglei chen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils ein separater Zwischenspeicher für Gegen
stände, bei denen die aufgebrachten Zeichen erfolgreich
bzw. nicht erfolgreich automatisch gelesen wurden, vor
gesehen ist.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß nur für Gegenstände, bei denen die aufgebrachten
Zeichen nicht erfolgreich automatisch gelesen wurden,
ein Zwischenspeicher vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß als Speicher ein Stapelspeicher vor
gesehen ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Gewinnung und Speicherung der
charakteristischen Muster und für den Vergleich mit den
Signalen der zweiten Messung der vorgegebenen Parameter
ein neuronales Netzwerk vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
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Publications (3)
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| DE4000603C5 DE4000603C5 (de) | 2009-07-02 |
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