DE4000104A1 - Ablaufarmatur fuer eine brausewanne - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ablaufarmatur für eine
Brausewanne mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs.
Ablaufarmaturen dieser Art dienen dazu in Brausewannen
das bodenseitig anfallende Wasser aufzunehmen und an die
gebäudeseitige Abwasserleitung weiterzuführen. Eine solche
Armatur kann in ein bodenseitiges Loch der Brausewanne
eingesetzt und durch Verschrauben zweier zylindrischer
Teile am Lochrand festgeklemmt werden. Die Armatur wird
oben durch einen Deckel abgeschlossen, der trittfest
gehalten sein muß. Der Deckel steht soweit vor, daß das
Wasser ringsum zwischen Deckelrand und einem unmittelbar
an die Wanne anschließenden Kragen einfließen kann.
Die Ablaufarmatur ist mit Elementen für einen
Geruchsverschluß ausgerüstet.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen,
eine Ablaufarmatur der in Rede stehenden Art so
auszubilden, daß der Deckel einerseits trittfest gehalten
ist, daß jedoch andererseits der überstehende Deckel nicht
die Ursache von Verletzungen sein kann, wenn eine Person
in der Brausewanne ausrutscht.
Diese Aufgabe wird durch eine Ablaufarmatur mit den
Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.
Bei einer solchen Armatur besteht der Deckel im
wesentlichen aus einem weichen Kunststoff. Er ist jedoch
durch eine fest damit verbundene Metallplatte so stabil
gemacht, daß die Kräfte über radiale Stege, die aus hartem
Kunststoff bestehen, in die im Beton verankerte Armatur
weitergeleitet werden können. Trotz der stabilen Ausführung
des Deckels besteht dessen Randbereich aus weichem
Kunststoff, der nachgibt, wenn eine Person mit dem Fuß
dagegen rutscht und somit unfallsicher ist. Im übrigen
ist das gesamte Oberteil, von dem der Deckel ein Teil ist,
mit den festgehaltenen Teilen durch eine Verrastung
verbunden, die zwar eine richtige Positionslage des Deckels
gewährleistet, andererseits sich jedoch von selbst löst,
wenn hart dagegen geschlagen wird, so daß auch
diesbezüglich eventuellen Veletzungen vorgebeugt ist.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Einzelteile
einer Ablaufarmatur nach der Erfindung in der
Anordnung, wie sie montiert werden;
Fig. 2 ist ein lotrechter Schnitt durch die
funktionsfähig montierte Ablaufarmatur;
Fig. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab einen lotrechten
Schnitt durch das Oberteil allein;
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf das Oberteil gemäß Fig. 3.
Die Einzelteile der Ablaufarmatur für eine Brausewanne
sind Topf 10, zylindrisches Rohr 20, Einsatzteil 30 und
Oberteil 40. Die Teile bestehen im wesentlichen aus
Kunststoff.
Am Topf 10 ist seitlich an der zylindrischen Topfwand ein
Auslaufstutzen 11 angeformt. Oben am Topfrand ist ein
vorstehender Kragen 12 angeformt, innen ist an der
Topfwand ein Gewinde 13 gebildet. Der Kragen 12 ist zur
Auflage für einen Dichtungsring 14 ausgebildet.
Es ist ein zylindrisches Rohr 20 mit Außengewinde 21
vorgesehen, das in den Topf eingeschraubt werden kann,
fast vollständig, bis ein oben am Rohr 20 angeformtes
Widerlager 23 (Kragen) in der Nähe des Kragens 12 am Topf
gelangt. Wenn die Armatur in ein Loch der Brausewanne
eingesetzt ist, dann wird der Lochrand zwischen die Kragen
12 und 23 eingeklemmt, wobei der Dichtungsring 14
zwischengelegt ist und für eine Abdichtung sorgt. Durch
die Einklemmung wird die Armatur mit der Wanne 1 verbunden.
Ein Stauraum 34 für den Geruchsverschluß wird durch ein
Einsatzteil 30 gebildet und zwar zwischen einer Außenwand
31 und einer Innenwand 33 dieses Einsatzteiles, das in
Achsrichtung in das Rohr 22 eingesetzt wird, bis ein Kragen
35 des Einsatzteiles auf einem Absatz in der Nähe des
Widerlagers 23 des Rohres aufliegt. Für die achsparallelen
Stege 22, die am Rohr 20 zum Ansetzen eines Werkzeuges
beim Einschrauben angeformt sind, sind am Einsatzteil 30
seitliche Nischen 32 gebildet. Der Ringraum 34 (Stauraum)
dient zur Aufnahme des für den Geruchsverschluß notwendigen
Wassers.
Weiter ist ein Oberteil 40 vorgesehen, mit einem Deckel
43, der aus weichem Kunststoff besteht und einer
angeformten Tauchwand 41. Wenn der Deckel positioniert
ist, dann ragt die Tauchwand 41 in den Ringraum 34. Am
Oberteil sind in radialer Anordnung mehrere Stege 42 aus
hartem Kunststoff angeformt, die sich am Widerlager 23
des Rohres 20 abstützen. Dabei ist die Lage des Oberteils
durch Verrastung positioniert, indem an den Stegen
angeformte Nasen 42a in Kerben 31a am Einsatzteil
einrasten. Durch die Stege ist der Deckel so gehalten,
daß zwischen der unteren Deckelfläche und dem Widerlager
23 ein Ringspalt bleibt, durch den das Wasser allseitig
einfließen kann und in den Stauraum 34 gelangt. Wenn
dieser voll ist, überläuft das Wasser die Innenwand 33,
gelangt auf den Topfboden, wo es am Stutzen 11 auslaufen
kann.
Der Deckel 43 besteht aus weichem elastischen Kunststoff.
Er ist durch eine aufliegende Metallplatte 44 stabilisiert.
Der Plattenrand 44a ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, im
Profil umgebogen, so daß sich eine Verankerung im Deckel
ergibt. Im übrigen erstreckt sind die Metallplatte 44
nicht bis zum Rand des Deckels, so daß der Randbereich
allein durch den weichen Kunststoff gebildet wird. Die
Verbindung zwischen Deckel und Metallplatte ist weiter
durch Noppen 43a hergestellt, die aus dem weichen
Kunststoff des Deckels bestehen und wie Niete an
Durchbrechungen der Metallplatte nach oben vorstehen.
Die zur Abstützung dienenden Stege 43 mit Rastelementen
42a bestehen aus hartem Kunststoff und sind in den weichen
Kunststoff des Deckels eingeformt, wobei sie bis zur
Metallplatte 44 hochgeführt sind, so daß sie unmittelbar
die Kräfte, die beim Aufdrehen entstehen, von der
Metallplatte aufnehmen und weiterleiten können.
Claims (2)
- Ablaufarmatur für eine Brausewanne mit den Merkmalen:
- - sie besteht aus einem Topf mit einem Kragen;
- - es ist ein Zylinder in den Topf eingeschraubt, mit einem Kragen, der zusammen mit dem Kragen am Topf zum Festklemmen der Armatur an der Brausewanne dient;
- - der Topf nimmt einen Einsatz auf, mit einem Ringraum, der als Stauraum für den Geruchsverschluß dient;
- - es ist ein Oberteil vorgesehen, bestehend aus einem Deckel, der sich mit radialen Stegen am Kragen des Zylinders abstützt, und der mit einer in den Ringraum ragenden Tauchwand versehen ist;
- gekennzeichnet durch die nachfolgend genannten Merkmale:
- - der Deckel (43) besteht aus einem weichen elastischen Kunststoff und ist mit einer eingeformten Metallplatte (44) abgedeckt, wobei jedoch der Deckel-Randbereich nicht durch Metall abgedeckt ist;
- - die Stege (42) bestehen aus hartem Kunststoff, sind in den weichen Kunststoff des Deckels eingeformt und erstrecken sich bis zur Metallplatte (44);
- - an den Stegen (42) sind Nasen (42a) gebildet, die mit entsprechenden Gegenelementen (31a) an der Außenwand des Einsatzteils eine lösbare Rastverbindung bilden.
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