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Vorrichtung zur Umhüllung von Flaschen mit undurchlässiger masse.
Flaschenumhüllungsmaschinen, bei welchen die Flaschen auf mechanischem Wege mit
einem lichtundurchlässigen Material umgeben werden, sind mehrfach bekannt geworden.
Diesen Vorrichtungen haftet jedoch der Nachteil an, daß sie sehr kompliziert und
namentlich für eine genaue Regelung der Druckkolbentiefe sowie deren Relativbewegung
in bezug auf die Hauptspindel ungeeignet sind, so daß es nicht selten vorkommt,
daß die-Flaschen zu stark belastet und zerdrückt werden.
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Diesen Mängeln hilft die nachstehend beschriebene Umhüllungsmaschine
in einfachster Weise ab.
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Ein Ausführungsbeispiel ist auf der Zeichnung in fünf Abbildungen
dargestellt; es zeigt Abb. i .eine Ansicht der geschlossenen, Abb. 2 eine solche
der geöffneten Maschin--, Abb.3 eine umhüllte Flasche in Ansicht, Abb. 4 einen teilweisen
Längsschnitt, Abb. 5 eine Ausstoßvorrichtung für die fertige Flasche.
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Die Flaschenumhüllungsmaschine besteht in einem Sockel i, in welchem
die Ausstoßeinrichtung für die fertige Flasche untergebracht und auf dem ein Preßzylinder
2, 14., i 5 in schwalbenschwanzförmigen Schienen 3 wagerecht verschiebbar geführt
und durch Krampen :4 feststellbar gelagert ist. Zu diesem Zwecke wird das Unterteil
5 des Preßzylinderfußes 2 als Grundplatte ausgebildet, die ein Ganzes mit dem senkrechten
Fortsatz 2 darstellt. Mittels seitlich an dem Sockel i angebrachter Augen 6 und
Verbindungsstangen 7 ist ein Kopfstück ß in geeigneter Höhe über dem Sockel i festgehalten,
in welchem eine Preßspindel9 mit zwei Stellringen i o drehbar eingelagert ist. Auf
der Spindel 9 ist ferner ein mit Gewindemuffe 13 ausgestattetes Handrad 12 angeordnet,
durch dessen Drehung der Druckkolben i i in das aus zwei Halbzylindern gebildete
Oberteil 14,
15 des Druckzylinders eingeführt werden kann.
Der letztere ist um ein Scharnier auseinanderklappbar oder mittels einer Verschlußklaue
16 und einem am Halbzylinder 14 gelenkig angeschlossenen Klappverschlußriegel
17 zum Verschließen geeignet. Unter dem Druckzylinder 14, 15 ist ein
gelochter Innentrichter 14a, I 5a und ein mit Löchern 19
versehener trichterförmiger
Mantel i8 angebracht. Am oberen Ende der Spindelg und außerhalb des Kopfstückes
8 ist ein zweites Handrad i 9a angeordnet, welches sich dauernd gegen den Querbalken
8 abstützt. In dem Preßkolben i i ist ein zweiter Kolben 20 geführt, der an seiner
Bodenfläche 2 1 dem Boden der mit Masse zu umgebenden Glasflasche F entsprechend
ausgewölbt ist, während der Kolben i i mittels einer Greiflasche 22, die in eine
Ringnut 23 der Muffe 13 eingreift, drehbar an derselben gehalten wird. Die in Abb.
5 dargestellte Ausstoßeinrichtung ain Sockel i besitzt einen in einer nach unten
zeigenden Stütze 2 4. um die Welle 2 5 kippbar gelagerten Hebe126, welcher mit einem
Fußtritt 27 zum Aufstellen und Niederdrücken mit dem Fuße versehen und am inneren
Ende gegen einen durch eine Feder 29 belasteten Bolzen 28 abgestützt ist, dessen
oberer Druckteller 3o unter Zwischenlagerung eines Gummi- o. dgl. Buffers,-,i gegen
den Kopf der Flasche F anliegt.
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Die Wirkungsweise dieser Maschine ist folgende: Die Flasche F wird
mit dem Hals nach unten eingesetzt, nachdem die Umhüllungsmasse m in den Innentrichter
i 4a, 15a und den Zylinder 14, 15 eingegossen wurde. Die beiden Zylinderhälften
14, 15 nehmen hierbei die in Abb. i und 4 gezeichnete geschlossene Stellung
ein. Nachdem nach eine gewisse Schicht der Umhüllungsmasse auf den Boden der Flasche
F gebracht ist, wird mittels des Handrades 12 durch Niedersenken des Kolbens i i
die zylindrische Außenwand der Umhüllung nach unten vorgepreßt, wobei der Kolben
2o, welcher zuvor mit dem Boden des Zylinders i i bündig war, stehenbleibt, also
nach innen zurücktritt, bis er mit seinem inneren Ende an den inneren Boden des
Kolbens i i anstößt (Zwischenstellung, Abb. 4.). Alsdann wird der Kolben i i wieder
nach oben soweit zurückgebracht, bis die Nabe des Handrades 12 an dem unteren Stellring
i o zum Anschlag kommt. Dadurch sind die beiden Kolben an ihren Böden wieder bündig.
Nunmehr wird mit dem Handrad i 9a die Hauptspindel 9 nach unten bewegt, bis der
obere Stellring i o an der Nabe des Handrades i 9a aufsitzt.
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Dadurch wird erreicht, daß die beiden Kolben i i -und 2o gemeinsam
in die Zylinderhälften 14 und 15 eingeführt werden, wodurch eine gleichmäßige Dicke
des Bodens erreicht wird.
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Durch die Lagerung der Stellringe io auf der Spindel 9 kann man demnach
einen ganz genauen Tiefgang des Preßkolbens der Länge der Flasche entsprechend einstellen,
so daß ein Zerdrücken derselben vollkommen ausgeschlossen ist, andererseits aber
auch erreicht wird, daß jeweils der Flaschenboden mit einer gleichdicken Schicht
wie der Flaschenumfang belegt wird. Während des Einpressens fließt das Betriebswasser,
welches aus der Massem entweicht, durch die Löcher 19 nach außen ab. Ist
die Umhüllung genügend gepreßt, so wird der Riegel 17 mit der Handradspindel
ein wenig gelockert, so daß er bequem über die Vorsprünge 16 herübergeklappt und
die beiden Zylinderhälften 14, 15 geöffnet werden können (Abb. 2). Durch
Niedertreten des Hebels 26 wird alsdann die fertig umhüllte Flasche F nach oben
weggehoben, worauf sie zur Trocknung beiseite gestellt werden kann.