[go: up one dir, main page]

DE405729C - Verfahren zur Herstellung von Gebissplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gebissplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen

Info

Publication number
DE405729C
DE405729C DEJ21082D DEJ0021082D DE405729C DE 405729 C DE405729 C DE 405729C DE J21082 D DEJ21082 D DE J21082D DE J0021082 D DEJ0021082 D DE J0021082D DE 405729 C DE405729 C DE 405729C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
wax
plaster
heater
steam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ21082D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHRISTE JOANNIDES DR
Original Assignee
CHRISTE JOANNIDES DR
Publication date
Priority to DEJ21082D priority Critical patent/DE405729C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE405729C publication Critical patent/DE405729C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/12Tools for fastening artificial teeth; Holders, clamps, or stands for artificial teeth
    • A61C13/14Vulcanising devices for artificial teeth

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gebißplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen. Künstliche Gebisse werden meist in der `'eise hergestellt, daß man ein Wachsmodell mit den künstlichen Zähnen in eine zweiteilige Gipsform einbettet, dann beide Hälften auseInanderninmit (wobei meist Verbiegungen der "Zahnbefestigung und der Wachsmodelle eintreten), das Wachs durch Aufgießen von heißem Wasser ausschmilzt, rosa Kautschuk an die vorderen Stellen des Zahnfleisches in kleinen Stücken in die dann hohle Form einstopft, danach letztere mit gewöhnlichen roten Kautschukstückchen vollstopft (wobei letzterer sehr schwer gleichmäßig zu stopfen ist und auch auf der vorderen Zahnfleischfläche stellenweise unschön sichtbar wird, (la er die Lücken des vorderen rosa Kautschuks in pnschöner "'eise füllt) und dann in einem @ ulkanisierapparate vulkanisiert. Außer den bereits erwähnten ilängeln kostet dieses Verfahren viel Zeit, gibt zu Verbiegungen und anderen Defekten Anlaß, erzielt keine gleichmäßige Kautschukfüllung und macht den Kautschuk brüchig.
  • llan hat auch versucht, das Wachsmodell in einem einzigen Gipsblock einzubetten und durch verschiedene in ihm angebrachte Löcher durch trockene Hitze auszuschmelzen, was sich aber nicht bewährt hat, weil sich die Gipsform mit Wachs vollsaugt und letzteres nicht völlig aus der Form beseitigt wird. Ein geringer Fortschritt wurde durch das Einpressen des Kautschuks mittels einer Presse erzielt, es war aber letztere nicht genügend an die Gipsform angeschlossen. Die Erfindung hat ein neues Verfahren zum Gegenstand, bei welchem die Entfernung des Wachses (los von Gips allseitig in einem Block eingeschlossenen l odelles durch Ausspritzen mittels eines Strahles gepreßten, heißen Wassers, Dampfes oder Luft erfolgt, der alles dann flüssige Wachs und auch etwa noch feste' Wachsteilchen mit sich aus der Form reißt und durch die Gewalt seiner Strömung viel energischer und rascher als das bisherige Erhitzen und Ausschmelzen wirkt. Einpressen des Kautschuks und Vulkanisieren erfolgt dann wie üblich in andern Apparaten.
  • Eine weitere Vervollkommnung dieses Verfahrens kann auch dadurch erzielt «-erden, daß man das Einpressen des Kautschuks bei demselben Apparat wie (las Ausspritzen vornimmt, wobei dann der von einer Presse eingedrückte Kautschuk denselben Weg durch das hohle Modell nehmen kann, wie die Einspritzflüssigiceit.
  • Noch mehr wird das Verfahren vereinfacht, wenn man <las Gipsmodell in ein heißes Bad (von Wasser, Dampf oder Luft) bringt, das Ausschmelzen und Ausspritzen des Modells und - nach dem Einpressen des .Kautschuks - auch noch das Vulkanisieren in einem und demselben Apparat und mit derselben Flüssigkeit vornimmt, wobei man zur Vulkanisierung nur die Temperatur des Bades zu steigern braucht. Große Ersparnis an Arbeit, Wärme und an Zeit ist die Folge.
  • Das künstliche Gebiß aus rotem Kautschuk leidet an dein Mangel, daß die Farbe des Zahnfleisches zu dunkel ist; man hat daher bisher in das hohle Modell kleine Stücke rosa Kautschuk eingestopft, so daß die vordere Ansicht des Gebisses aus rosa Kautschuk besteht. Dies Verfahren ist sehr umständlich und setzt eine zweiteilige Gipsform voraus, welche wieder die großen in der Einleitung erwähnten Nachteile der Verschiebung der beiden Formhälften gegeneinander besitzt. Nach der E rfindting wird der rosa Kautschuk in Gestalt eines dünnen Bandes, welches an den Zahnwurzeln ausgebogen sein kann, über die vordere Fläche des Wachsmodals und der Zahnhälse übergelegt, in die Form finit eingeformt und einvulkanisiert. Alle bisherigen Nachteile sind so tiiit einem Schlage durch die Verwendung des rosa Kautschuks in Bandform beseitigt, vor allem die übermäßige Dicke des sehr brüchigen rosa Kautschuks und das mühevolle lind die Form schädigende Einstopfen. Auch schon durch die Vereinigung des Einpressens des Kautschuks mit seiner Vulkanisierung in einem einzigen Apparat wird eine erhebliche Vereinfachung erzielt.
  • Um sicher zu gehen, daß heim Einpressen des Kautschuks letzterer auch eine genügende Pressung besitzt, um in alle Winkel sicher einzudringen, wird weiter ein Druckregelungsverfahren angewendet, welches den austretenden Kautschuk etwas abdrückt, seine Pressting also erhöht und dann durch den Austritt des Kautschuks die vollständige Füllung anzeigt. Zur Ausübung des Verfahrens dient folgende Vorrichtung, die in den Abb. i bis .I dargestellt ist und im wesentlichen aus zwei Teilen besteht, aus dem Gießkasten - dessen einzelne Teile mit a, a, bis an bezeichnet sind - und einem Erhitzertopf - dessen Teile mit b, b, his b, bezeichnet sind. Am Erhitzertopf befindet sich rechts die Kautschukpresse f, f, bis f,p, links der Austritt e, e, his es und g, g, bis g,;.
  • Der Gießkasten besteht ,aus dem Deckel a" dem Unterteil a=, mit dem Einlaß a3, dem Auslaß a,, nebst Hähnen a,, (zum Abschluß nach Herausnahnie des Gießkastens), drei Vertikalrippen a,, mit Befestigungsschrauben a; für den Deckel a" einem abnehmbaren Bodenteil a.r, sowie Schlitzen und Vorsprüngen a8, (Abb. -2a) für den zu sichernden 'Deckel. Geeignete Mittel können ferner vorgesehen sein, um den einen oder anderen Hahn a; von der Außenseite zu drehen, während sich der Gießkasten unter Dampfdruck befindet. Es kann auch ein einziger Hahnzapfen wagerecht angeordnet wenden, so d.aß er quer durch die Eimaß- und Auslaßöffnung hindurchgeht und diese gleichzeitig schließt bzw. öffnet. Endlich kann auch eine andere Vorrichtung vorgesehen sein, um dem heißen Wasser den Durchfiuß durch die Form zu ermöglichen. Das Verschließen des Gießkastens kann ferner durch Drehen von Hahnzapfen bewirkt werden, weiche von der Außenseite des Erhitzers zugänglich sind. Der Erhitzertopf b trägt den Deckel b,, die Dichtungsleiste b; mit Dichtung b4 und Halteleiste b" für den Gießkasten a. Eine stellbare Druckschraube b., dient als eViderlager für einen Bügelverschluß mit Exzenteranpressung d, dl, d.,, d, Der Erhitzertopf enthält heißes Wasser, gespannten Dampf oder gespannte heiße Luft, welche den Gießkasten umspült und gleichmäßig im Bade erwärmt.
  • Der Zapfen c des Deckels b, ist derart angeordnet, daß er mittels einer oder mehrerer Stellschrauben cl abwärts verstellt werden kann, zu welchem Zwecke eine Öffnung, in «-elche der Zapfen c einpaßt, wie in punktierten Linien (Abb.3) bei c, angedeutet ist, eine Vertiefung besitzt. Auf diese Weise kann auch die dein Bügel entgegengesetzte Seite des Deckels durch Anpreßdruck noch besonders abgedichtet werden, wenn der Dampf aus ;lein Erhitzer entweichen sollte, so daß der Deckel auf seineirr ganzen Umfang sicher anliegt.
  • Gegenüber der Einlaßöffnung a3 ist die Füllpresse f an dem Stutzen b" befestigt. Sie ist mit einem Kolben f, und einer schraubenf;',rinigen Spindel f , versehen, durch welche ihr Inhalt durch Düse f, in die Einlaßöffnung a; des Gießkastens eingepreßt «-erden kann. Der Kolben f, kann sich an dem Ende der Spindel frei drehen. Die Spindel f., ist an ihrem Ende mit einem Handrad f", versehen und in ein Jochstück f; gelagert, welches bei fs angelenkt ist, so daß es samt der Spindel seitwärts verschwenkt -werden kann, um die Zylinderöffnung f freizulegen. Der Zylinder f ist außerdem mit einem Mantel oder einer Hülse f,, versehen, in welche er eingeschraubt ist, wobei ein ringförmiger Raum zwischen einem rohrförinigen Teil b,; des Erhitzers und der Hülse f,, freigelassen ist, vermöge dessen der Zylinder möglichst weit erhitzt werden kann. Das Zusammenfügen erfolgt derart, daß die mit einer kegelförmigen Düse f;, versehene Hülse f,, in den rolirfFrmigen Vorsprung b,; des Erhitzers eingeschraubt ist, um in ein die Einlaßöffnung a3 umgebendes, trichterförmiges :Mundstück f,; eingepaßt zu werden. Der Zylinder mit seinem Kautschukinhalt kann also aus dem Apparat herausgenommen werden, ohne daß die Flüssigkeit des Bades entweicht: Um die Hülse f., ist ferner eine kräftige Schraubenfeder f, gelegt, welche gegen die benachbarte Ecke a, des Gießkastens drückt, um letzteren vom Füllzylinder f fortzuschieben, wenn ein Hohlstutzen g verstellt wird, wodurch die Einlaßöffnung a3 durch Abdrücken des Mundstückes f,; von den konzentrischen Düsen f3, f,; freigelegt wird, so daß die Flüssigkeit des Bades aus dem Erhitzer in den Gießkasten strömen kann.
  • An der (entgegengesetzten) Atislaßseite besitzt der Erhitzer einen weiteren rohrförmigen Vorsprung b;, in welchem eine Schrauhmuffe e1 eingeschraubt ist. In diese letztere ist ein Schraubenzapfen g1 eingeschraubt, von welchem der genannte Hohlstutzen g sich nach einwärts erstreckt. Das Ende des Hohlstutzens g ist kegelförmig ausgebildet und paßt in ein trichterförmiges -Mundstück bzw. einen Sitz -ü der Auslaßöffnung a, Eine weitere -Neuerung besteht in der Vorrichtung zur Ausübung des Kontroll- und Regeltingsverfalirens, welches feststellen soll, wenn beim Einpressen des Kautschuks die hohle Form v('*)llig mit Kautschuk gefüllt ist, und welche auch die Pressung des Kautschuks regeln soll. Gegenüber dem Auslaß a, der Gebißform (Abb. i ) sitzt in einer Büchse e1 mit Grunddichtung E#; ein verschraubharer Stutzen gl, der gegen die Offnung gü und den Hahn a., durch Handrad g., angepreßt wird und an den Stellen g4, e; eine Austrittsöffnung hat. Wesentlich ist ein im Hohlstutzen g vorgeschobener Kolben e, der durch das Stopfmittel e, und den Stopfen e,; gedichtet ist. Er wird, sobald die Form durch Kautschuk gefüllt ist, von dem dann austretenden Kautschuk zurückgeschoben, ist also ein äußeres Zeichen dafür, daß die Form völlig gefüllt ist. Außerdem kann man durch Druck auf den Kolben von Hand oder durch eine eingeschaltete (nicht gezeichnete) Feder den Druck innerhalb der Form regeln. Dieser anzeigende Kolben kann abnehmbar eingerichtet sein. Eine geeignete Einrichtung, z. B. eine StellschKauhe, kann benutzt werden, um den Kolben e in seiner innersten Lage festzustellen, z. B. um die Auslaßöffnung beim Vulkanisieren abzuschließen.
  • Die Abb. d. zeigt eine Abänderung des Apparates in der Weis, daß der Austritt g, e und die Füllpresse f im Deckel und nicht an den Seitenwänden angeordnet sind. Die Feder f,, fällt fort, und die Öffnungen al, a., sind am oberen Ende des Gießkastens vorgesehen, «-elchen durch Tragstützen b, am Boden des Erhitzers getragen wird. Der Deckel a1 des Gießkastens wird anstatt durch Schrauben durch die Teile f,, und g nach abwärts gepreßt, welche durch die entsprechenden Öffnungen des Deckels hl des Erhitzers hindurchgeschraubt sind. Die Abflußdüse e., ist in dem gleichen Deckel b1 eingeschraubt. Der obere Rand des Gießkastens a ist mit zwei oder mehreren Stellschrauben a1" versehen, welche in entsprechende Öffnungen in dem Deckel a1 passen, so daß letzterer stets in der richtigen Lage sitzt. Zwecks Abdichtung rund um den Auslaßzapfen g ist eine nachgiebige Scheibe g.-. und ein Schraubring g,, vorgesehen. Bei dieser Einrichtung wird der Kolben mittels eines Hebels eingetrieben. Diese Hülse fl ist mittels der Stopfbüchse f11 abgedichtet und kann nach abwärts in dichte Berührung finit dem Trichter oder Sitz f , eingeschraubt werden.
  • Die Kontroll- und Regelungsvorrichtung ist bei der Anordnung nach Abb.4 durch eine Stopfbuchse e,; geführt und derart angeordnet, daß in ihrer tiefsten Stellung ihr innerer Kolben e die Auslaßöffnung a4 dicht abschließt. Zwecks dessen Festsetzung in dieser Lage besitzt der Knopf der Kolbenstange einen gekrümmten oder schraubenfFrmigen Schlitz e;, welcher finit einem Haken eines Schraubenzapfens e" auf der Stopfbuchse e,; in Eingriff gebracht werden kann.
  • Die Wirkungsweise dieser abgeänderten Vorrichtung ist der erstbeschriebenen ähnlich. Der (nicht dargestellte) Kolben f1 ist über dem abnehmbaren Zylinder f angeordnet. Nachdein der letztere nach dem Füllen der Form niit Kautschuk abgenommen worden ist, wird die Einlaßöffnung a. durch einen Schraubenpfropfen verschlossen, welcher in die Hülse f4 einschraubbar ist, wonach auch die Auslaßöffnung geschlossen wird. Die Vorrichtung ist dann zum Vulkanisieren gebrauchsfertig, indem man einiiach die Temperatur auf die erforderliche Höhe steigert.
  • Der Gießkasten a kann nicht nur für ,ein sondern auch für mehrere -Todelle ausgebildet sein, beispielsweise für die obere und die untere Zahnreihe, wobei z. B. bei zwei Füllungen die Modelle Ende an Ende mittels durch das Gips hindurchgehender Wachszapfen verbunden sind, so <Maß das geschmolzene Wachs von dem einen Ende zum andern fließen kann. Die Modelle können. auch parallel mittels eines einfachen Einlasses und Auslasses miteinander verbunden werden. Da das Einfüllen des Kautschuks leicht nachgeprüft werden kann, wenn der Gießkasten gleichmäßig erhitzt worden ist, so ist es möglich, in einem einzigen Gießkasten mehrere Modelle anzuordnen, indem der .Kautschuk bei entsprechender Temperatur des Gießkastens flüssig genug ist, um in die entferntesten Teile der Form einzudringen.
  • Eine besondere Einrichtung ist getroffen für das Einführen der üblichenWachszapfen h, so daß diese genau an die Einlaß- und Auslaßöffnungen a3, a4 anschließen (Abb. .4). Zu diesem Zwecke sind die Wachszapfen an einem Metallstreifen oder einer flachen Stange hl, welche auf das Kopfende des Gipfblockes für das Gebiß gelegt ist und mit den genannten festen Öffnungen übereinstimmende Bohrungen besitzt, freitragend befestigt, wodurch die Zapfen an ihrer Backe in richtiger Lage gehalten werden und quer zu dem Streifen lil bleiben können. Das freitragende Ende wird j e nach dem Anschluß an das Modell passend verbogen; (las Wachsmodell, in welches. die Wachszapfen lt eingeführt sind, ist durch strichpunktierte Linie li, angedeutet.
  • Zwecks entsprechender Begrenzung der Temperatur können xvie üblich zwei Thermometer benutzt werden, welche wagrecht in Nuten des Erhitzerdeckels angeordnet werden. Indern die beiden Thermometer den Deckel auf ihrer ganzen Länge berühren, können sie die Temperatur genauer angeben.
  • Die beschriebene Vorrichtung erspart sowohl Arbeitszeit wie die Anwendung von großen Vulkanisierapparaten und gestattet das Vulkanisieren von zwei oder mehreren Füllungen unter demselben Druck und den gleichen Arbeitsbedingungen, so daß diese den gleichen Härtegrad erhalten.
  • Die Benutzungsweise des Apparates ist die folgende: Das nach dem Verfahren fertiggestellte, in Gips eingebettete Modell wird in den Gießlasten eingelegt und vor dem weiteren Füllen des Gießkastens mit Gips werden Wachszapfen in die beiden Öffnungen a3, a4 gelegt, so claß sie,die Enden des Wachsmodelles rechts und links berühren. Der Gießkasten wird dann mit dem Modell in das Bad des Erhitzers gesetzt und erhitzt, wobei die Wachszapfen schmelzen und die Öffnungen für das Ausfließen des Wachses, für den freien Durchgang des heißen Wassers (Dampfes oder Luft) und für den eingepreßten Kautschuk (Zelluloid usw.) freimachen.
  • Wenn das Wachsmodell zu schmelzen beginnt, wird der Schraubenzapfen g1 und auch der Haltezapfen g nach links durch Drehen des Handrades g3 verstellt, wodurch die Schraubenfeder f, des Füllzylinders den Gießlasten ein wenig nach links verschiebt, so claß heißes '\@'asser (Dampf oder heiße Luft) in die nunmehr freigelegte Ofl nung a3 gegebenenialls auch unter Druck einstrFnnen, das resclicnolzene Wachs aus dem Gießkasten v iillig Herausspritzen, die Form vollständig ausspülen und von zurückgebliebenen Wachsresten befreien kann. Hierauf wird der Gießkasten durch entgegengesetzte Verstellung des Schraubenzapfens g, und auch des Hohlstutzens g gegen die Düsen f3, f ; angepreßt, wodurch die Zwischenräume Für Wasser und Dampf an der Einlaßöffnung a;; geschlossen werden, so daß durch diese letztere mittels des Preßkolbens f, der Kautschuk eingepreßt werden kann.
  • Die Blöcke und Patronen des Kautschuks besitzen vorzugsweise zylindrische dem Zylinder angepaßte Gestalt, so daß ein vorheriges l,' oriiien entbehrlich wird. Diese zviindrischen Blöcke, Patronen oder Füllungen werden zum Schutz gegen atmosphärische Einflüsse in Hüllen oder Röhrchen aus gewachster Seide, Karton oder Zinn fertig auf den Markt gebracht. Diese Gestalt bietet ferner den Vorteil, daß die freie Oberfläche im Vergleich mit den dünnen Blättern, wie sie sonst üblich sind, stark vermindert wird, so daß die Beeinflußung durch die Luft und deren Feuchtigkeit sowie das Austrocknen vermieden wird.
  • Nach der Beschickung der Form und auch des Gießkastens mit Kautschuk wird .der Zylinder fabgeschraubt, wobei jedoch die Hülse f,, mit ihrer Düse f3 an Ort und Stelle bleibt, so daß der Trichter f,, geschlossen und das Entweichen des Bades aus dem Erhitzer verhindert ist.
  • Ein Schießpfropfen, der durch einen in das Gewinde der Hülse f4 einpassenden Schraubenblock getragen wird, kann an Stelle des Zylinder f., dessen Gestalt er besitzt, derart eingeführt werden, daß die Einlaßöffnung a3 abgeschlossen wird. Die Temperatur des Erhitzers kann dann auf die zum Vulkanisieren der in dem Gießkasten befindlichen Platte erforderlichen Höhe gebracht werden, ohne daß der Gießkasten aus dein Erhitzer herausgenommen zu werden braucht. Iti diesem Falle können die Hahnzapfen a" in Fortfall kommen.
  • Da es nach vorstehender Beschreibung möglich ist, das Wachs mit starkem Druck bis auf den letzten Rest auszuspritzen und den Kautschuk dann in der beschriebenen Weise einzuführen, so kann die Gipsform aus einem Stück oder Block angefertigt werden, anstatt claß sie aus zwei Hälften - wie sonst meistens - zusammengesetzt wird. Dadurch wird es möglich, den Kautschuk der Mundplatte stets bis auf die genaue Dicke des Wachsmodelles zu formen, wobei irgendwelche Störung oder Verschiebung infolge der sonstigen Zweiteilung vermieden wird, während andernfalls Dickenänderungen bei zweiteiligen Formen eintreten würden. Ferner werden Kanten oder Nähte vermieden, welche leicht beim Einpressen des Kautschuks abbrechen würden, so daß die Bruchstücke im Kautschuk eingebettet bleiben und die Platte schädigen würden.
  • Die Anwendung von Sicherheitsventilen in dem Deckel hl gestattet, Druck und Temperatur leicht und sicher zu regeln.
  • Die gleiche Vorrichtung kann für Zelltiloidformung verwendet werden, wobei die Beseitigung des Wachsmodells in ähnlicher Weise erfolgen kann. Das Weichmachen des Zelluloids kann entweder durch Dampf oder durch trockne Hitze bewirkt werden, nachdem die Feuchtigkeit aus dem Erhitzer abgedampft worden ist. Das Zelluloid wird dann in einem Gießkasten mittels des Füllzylinders in der beschriebenen Weise eingepreßt. Die Zelltiloidpatr onen oder Blöcke können ebenfalls von derselben Gestalt seiü wie die Bohrung ,les Füllzylinders.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. --erfahren zur Herstellung von Gebißplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene in Gips eingebettete Wachs des Modells durch einen Strahl Wasser (Dampf oder Luft) aus der Form ausgespritzt wird, worauf in anderen oder denselben Apparaten die Füllung des 1Modelles mit Kautschuk und das Vulkanisieren erfolgt.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Ausspritzen des Wachsmodelles als auch die Füllung mit Kautschuk in demselben Apparat erfolgt, während zum Vulkanisieren aber ein besonderer Apparat dient.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem gleichen Apparat sich auch noch das Vulkanisieren wie das Ausspritzen und Füllen des llodelles vornehmen läßt, welches letztere finit seiner Gipseinbettung in einem heißen Wasser- (Luft-oder Dampf-) Bade sich befindet. d.. \-erfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Zahnfleischfläche des Wachsmodelles vor dessen Einsetzen in den Gips, mit einem dünnen Streifen von rosa Kautschuk bedeckt wird, der nach Ausschmelzen des Wachses und Einpressen des roten Kautschuks sich beim Vulkanisieren mit letzterem verbindet. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis d., gekennzeichnet durch -Mittel, vermöge deren der austretende Kautschuk die vollständige Füllung der Form anzeigt und einen Druckregler für die Pressung des Kautschuks betätigt. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, claß ein Gießkasten (a) finit erforderlichenfalls herausnehmbarem Boden (al") in einen 1?rhitzertopf (b) eingebaut und finit einer liritrittsöffnuiig (aj und mit einer Austrittsöffnung (a4j versehen ist, an welche die Enden des Modelles sich derart ausschmelzen lassen, (Maß nach Ausschmelzen des Wachses durch das Wasser-(Dampf- oder Luft-) Bad heißes Wasser (Dampf oder Luft) aus dem Erhitzerkasten in die Form eintreten un(l letztere ausspritzen kann, so (Maß nach Abschluß des Spritzwassers (Dampfes oder der Luft) Kautschuk durch eine seitliche Presse(f) eingepreßt werden kann, und daß dann erforderlichenfalls das Wasser .des Erhitzers durch Steigerung seiner Temperatur zum Vulkanisieren in demselben Apparate und ohne Berühren der Form verwendbar ist. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitige Lage der Einlaßöffnung (a" f,) des Gießkastens (a) zur Austrittslage (,f@, f@) des Füllzylinders (f) derart verstellbar ist, daß .ein Durchlaß von dem Erhitzer nach der Einlaßöffnung des Gießkastens für .das heiße Wasser (Dampf oder Luft) im Erhitzer geöffnet und wieder geschlossen «-erden kann. B. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllpresse für den Kautschuk einen herausnehmbaren Zylinder (f) besitzt, an dessen Gehäuse (f.,) besondere Dichtungsflächen (f5, fr) angeordnet sind, welche nach Herausnahme des Zylinders (f) die Dichtung bewirken. g. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Gehäuse (f4) und Stutzen (b") ein Ringraum vorgesehen ist, vermöge dessen auch der herausragende Tea des Preßzylinders heizbar ist. io. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Anzeigezapfen (e), welcher in der Bohrung eines an die Austrittsöffnung (aj angeschlossenen Zapfens (g, g1) gleitet und den Austritt des Kautschuks und somit die völlige Füllung der Form anzeigt und den Druck des Kautschuks regelt. i i. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßöffnung (aj und die -Atislaß#iffnting (a4) des Gießkastens (a) indessen Deckel (al vorgesehen sind (Abb. d.), so (Maß durch Anpressen von hohen Schraubzapfen (f." g), welche mit dem Füllzylinder (f) und auch der Austrittsöffnung (aj der Eintrittsöffnung in Verbindung stehen, der Gießlasten an dem Boden des Erhitzers festgestellt werden kann. i 2. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß (las -.Modell (oder die -Modelle) mit der Eintritts- und der Austrittsöffnung (a, a4 j (und auch unter sich) durch Wachszapfen (1i) (Abb. d.) verbunden sind, deren gegenseitige Lage durch einen Streifen (h,) gesichert ist.
DEJ21082D Verfahren zur Herstellung von Gebissplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen Expired DE405729C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ21082D DE405729C (de) Verfahren zur Herstellung von Gebissplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ21082D DE405729C (de) Verfahren zur Herstellung von Gebissplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE405729C true DE405729C (de) 1924-11-07

Family

ID=7200449

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ21082D Expired DE405729C (de) Verfahren zur Herstellung von Gebissplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE405729C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4022862C2 (de)
DE2521304A1 (de) Verfahren zur herstellung eines kuenstlichen gebisses und vorrichtung zur durchfuehrung desselben
DE3110694A1 (de) Verfahren zur herstellung eines modells fuer zahnprothetische arbeiten
DE60108906T2 (de) Vorrichtung für die kontrollierte abgabe von wachs in der zahnärztlichen praxis
DE405729C (de) Verfahren zur Herstellung von Gebissplatten aus Kautschuk mit Hilfe von in Gips eingeschlossenen Wachsmodellen
WO2003011168A1 (de) Verfahren zur herstellung von presskeramik in der zahntechnik; keramikpressofen, muffel und muffellehere hierfür
CH640757A5 (de) Verfahren und einrichtung zum verdichten von formstoffen.
DE1454190A1 (de) Vorgepackte Kaffeepatrone
AT128556B (de) Vorrichtung zur Herstellung künstlicher Gebißteile durch Einpressen von Kautschuk od. dgl. in eine Form.
DE838478C (de) Zahntechnisches Geraet zum Einpressen von Kunststoffen in die geschlossene Kuevette
DE745823C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Lagensicherung von in einen oder mehrere Zahnstuempfe einzusetzenden Haltestiften fuer Zahnersatzstuecke
DE537796C (de) Verfahren zur Herstellung von Mantelkronen
DE805495C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten von Druckplatten in Schleudermaschinen
DE52072C (de) Vorrichtung zum Formen und Vulkanisiren der Gaumenplatten für künstliche Gebisse
DE875988C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstharzprothesen als Zahnersatz
DE856940C (de) Vorrichtung an Zahnprothesen und Verfahren zur Herstellung derselben
DE7439254U (de) Vorrichtung zum Verarbeiten von Modellierwachsen
DE744225C (de) Verfahren zum Herstellen von Einstoffprothesen
DE613132C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Zahnersatzteilen durch Pressen von erweichtem Gussporzellan
CH246832A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Abdrücken, die für die Anfertigung von Zahnprothesen angewandt werden.
DE366738C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Pressgiessen
DE9213321U1 (de) Gußform
DE893570C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Zaehne aus thermoplastischen Massen
DE587442C (de) Verfahren zum Vorbereiten und Zusammensetzen von Sicherungspatronen
DE581007C (de) Guss-Pressluftapparat zur Herstellung von Ersatzstuecken und Platten fuer zahnaerztliche Zwecke in nackten Giessformen