DE4041787A1 - Einrichtung zum kuehlen der presswerkzeuge einer stauchpresse und verfahren zum betreiben der einrichtung - Google Patents
Einrichtung zum kuehlen der presswerkzeuge einer stauchpresse und verfahren zum betreiben der einrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Kühlen der
Preßwerkzeuge einer Stauchpresse zur Breitenreduktion
von Walzgut, insbesondere der Breite von Brammen in
Warmbreitband-Vorstraßen mit beidseitig zur Brammenkante
angeordneten, die aufeinander zuweisenden Preßwerkzeuge
aufnehmenden und gegeneinander bewegbaren Werkzeugträgern
und ein Verfahren zum Betreiben der Kühleinrich
tung.
Die Preßwerkzeuge einer Stauchpresse zur Reduzierung der
Breite von Brammen in Warmbreitband-Vorstraßen sind
einer außerordentlich hohen mechanischen und thermischen
Belastung ausgesetzt. Da die Temperatur der in die
Stauchpresse einlaufenden heißen Bramme ungefähr 1250°C
beträgt und das Preßwerkzeug während des Pressens dem
unmittelbaren Wärmekontakt mit der Bramme und ansonsten
der von der heißen Bramme ausgehenden Strahlungswärme
ausgesetzt ist, muß das Preßwerkzeug gekühlt werden,
damit betrieblich vertretbare Werkzeugstandzeiten er
reicht werden.
Bei einer bekannten Einrichtung zum Ändern des Quer
schnitts von aus einer Brammengießanlage kommenden
heißen Brammen gemäß der DE-OS 25 31 591 wird deshalb
vorgeschlagen, die Kühlung der Preßwerkzeuge durch
inneren Umlauf eines Mediums stattfinden zu lassen,
wobei dafür gesorgt wird, daß die arbeitenden Seiten der
Werkzeuge sich auf oder nahe der höchstens zulässigen
Temperatur befinden, um der Bramme die geringste Wärme
menge zu entziehen und eine übernormale Abnutzung der
Werkzeuge zu vermeiden.
Der vorliegenden Erfindung liegt jedoch die Erkenntnis
zugrunde, daß der Wärmefluß von der mit der heißen
Bramme in Berührung kommenden Vorderkante des Preßwerk
zeugs zu den Materialbereichen des Preßwerkzeugs, wo die
aus Festigkeitsgründen Kühlmittelkanäle eingelassen
sind, zu langsam erfolgt, und daß deshalb durch einen
inneren Umlauf eines Kühlmediums vom Preßwerkzeug nicht
genügend Wärme abgeführt werden kann mit der Folge, daß
die Werkzeugtemperatur nach einer gewissen Betriebszeit
weit oberhalb der höchstens zulässigen Temperaturen
einpendelt. Eine Verlegung der Kühlmittelkanäle im
Werkzeug in einem geringen Abstand zu den zu kühlenden
Preßflächen hat zur Folge, daß die Preßflächen des
Preßwerkzeugs nur noch bedingt nachgearbeitet werden
können und dessen Einsatzzeiten deshalb in einem wirt
schaftlich nicht vertretbaren Ausmaß vermindert werden.
Ferner ist es aus Kostengründen nicht vertretbar, die
Preßflächen des Werkzeugs mit solch hochwertigen Materi
alien - bspw. durch Auftragsschweißen - zu beschichten,
welche die extrem hohen Betriebstemperaturen Stand
halten. Auch lassen solche hochwertigen Metallegierung
en eine Nacharbeit der Preßflächen nur mit erheblichem
technischen Aufwand zu.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Einrichtung zum Kühlen
der Preßwerkzeuge einer Stauchpresse zu konzipieren, mit
welcher das Preßwerkzeug zuverlässig und nachhaltig auf
solche höchstens zulässige Materialtemperaturen herun
tergekühlt wird, bei welchen herkömmliche temperatur
wechsel-beständige Werkstoffe einsetzbar sind, welche
ein mehrfaches Nacharbeiten der hochbeanspruchten Preß
flächen des Werkzeugs zulassen. Auch sollen für das
Preßwerkzeug preiswerte Werkstoffe eingesetzt werden
können; gleichwohl sollen die betrieblichen Standzeiten
dieser Werkzeuge erhöht werden. Diese Aufgabe wird in
einer für den Fachmann unvermutet einfachen Weise
dadurch gelöst, daß die Stauchpresse mindestens eine
gegen die Bereiche der Vorderkante eines jeden Preßwerk
zeugs gerichtete Kühlmitteldüse aufweist, wobei mit
Hilfe dieser Kühlmitteldüse in besonders zweckmäßiger
Fortsetzung der Erfindung der Bereich der Vorderkante
jedes Preßwerkzeugs von außen mit dem Kühlmedium ständig
sprühgekühlt wird. Entgegen der allgemeinen Erwartung
stellt sich bereits nach kurzer Betriebszeit ein fast
stationärer Temperaturverlauf ein, der im Bereich der
Preßfläche deutlich unterhalb der zulässigen Werkstoff
temperatur bleibt und zum Innern des Werkzeugs weiter
abnimmt. Als besonders vorteilhafte Kühlmitteldüse hat
sich eine Flachstrahldüse mit einem vorgegebenen Streu
winkel erwiesen, wodurch die gesamte Vorderkante des
Preßwerkzeugs gleichmäßig mit dem Kühlmedium beauf
schlagt werden kann.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor,
daß mehrere Flachstrahldüsen zu einem Düsenbalken zusam
mengefaßt sind, der oberhalb und unterhalb zur Brammen
mitte angeordnet ist, zweckmäßigerweise zwischen zwei
die Bramme niederhaltende Druckrollen; so wird unter
Ausnutzung engster Platzverhältnisse die Versorgung und
Verteilung des Kühlmediums erleichtert. Wenn nach einer
anderen Ausgestaltung der Erfindung der Düsenbalken als
eine Baueinheit mittels einer Schnellschlußverbindung
mit mindestens einer Kühlmittel-Versorgungsleitung
verbindbar ist, so wird hierdurch eine erheblich Ratio
nalisierung der Wartung der Düsen erreicht. Beschädi
gungen einzelner Düsen können auf einem separaten War
tungsplatz behoben werden, da der beschädigte Düsenbal
ken insgesamt gegen einen neuen bzw. reparierten Düsen
balken ausgetauscht werden kann.
Eine Fortsetzung der Erfindung besteht darin, daß die
Achsen der Flachstrahldüsen nach Maßgabe der Brammen
breite und des Abstandes des Preßwerkzeuges von der
Brammenmitte mit unterschiedlichen Winkeln gegen die
Vorderkante des Preßwerkzeuges ausgerichtet sind, und
daß jede einzelne Düse abschaltbar bzw. zuschaltbar
ausgestaltet ist. Die Flachstrahldüsen können in dem
Düsenbalken fest eingestellt werden, so daß einzelne
Düsen bestimmten Arbeitspositionen der Preßwerkzeuge in
der Stauchpresse zugeordnet sind und dann abgeschaltet
werden, wenn die Preßwerkzeuge auf eine neue Arbeitspo
sition z. B. wegen geänderter Brammenbreite - einge
stellt werden; der neuen Arbeitsposition der Preßwerk
zeuge entsprechend werden dann neue, zugeordnete Düsen
zugeschaltet. Insgesamt wird hierdurch die Anpassung
der Düsen an die verschiedenen Arbeitspositionen der
Preßwerkzeuge ganz erheblich vereinfacht. Zweckmäßig
ist, daß der Düsenbalken abschnittsweise mit mehreren
Düsenreihen ausgerüstet ist, jede Düsenreihe mit einer
separaten Kühlmittelleitung verbunden ist und jede
Düsenreihe abschaltbar bzw. zuschaltbar ausgestaltet
ist. Die Zuordnung von einzelnen Düsenreihen zu ver
schiedenen Arbeitsposition der Preßwerkzeuge erhöht und
vergleichmäßigt die Wirkung der Sprühkühlung dieser
Flachstrahldüsen.
Die Abschaltbarkeit bzw. die Zuschaltbarkeit ganzer
Düsenreihen im Düsenbalken läßt es auch zu, daß der
Bereich der Vorderkante jedes Preßwerkzeugs während der
von der Brammenkante abgehobenen Bewegungsphase von
außen und an der Bramme vorbei mit einem Kühlmedium in
Form einer Sprühkühlung beaufschlagt wird. Die Steuerung
der Düsenventile ist in diesem Falle zweckmäßigerweise
mit der Steuerung der Preßwerkzeuge gekoppelt. Das
Kühlmittel wird weitgehend von der Bramme insbesondere
der Brammenkante ferngehalten, so daß die von den Preß
werkzeugen in die Bramme eingebrachte Verformungsenergie
ausreicht, um den Wärmeverlust der Bramme durch Wärme
strahlung auszugleichen. Eine weitere Ausgestaltung der
Erfindung sieht vor, daß zusätzlich zu der von außen
auf gebrachten Sprühkühlung des Preßwerkzeugs eine
Innenkühlung dieses Preßwerkzeugs erfolgt. In diesem
Fall können die Kühlmittelkanäle im Preßwerkzeug soweit
von der Werkzeugvorderkante zurückverlegt werden, daß
ein mehrfaches Nacharbeiten der Preßflächen des Preß
werkzeugs gewährleistet ist.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels
einer Kühleinrichtung für die Preßwerkzeuge einer
Stauchpresse näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 Die Anordnung von gegen die Preßwerkzeuge
gerichteten Kühldüsen oberhalb und unterhalb
der Brammenmitte.
Fig. 2 Die Anordnung eines mit mehreren Kühldüsen
versehenen Düsenbalkens zwischen den Nieder
halterollen der Stauchpresse in einer Sei
tenansicht.
Fig. 3 Der Düsenbalken mit Flachstrahldüsen in
vergrößerter Darstellung.
Fig. 4 Der Düsenbalken gem. Fig. 3 teilweise im
Schnitt.
Fig. 1 zeigt eine Stauchpresse 1 mit einem Pressenge
rüst, bestehend aus zwei oberen und zwei unteren Stän
derholmen 2, 3 sowie aus zwei die Ständerholme verbin
denden Querholmen 4,5, wobei die unteren Ständerholme 3
auf einem Fundament 6 aufliegen. Die Stauchpresse weist
ferner zwei Kurbelgehäuse 7 auf, in denen ein nicht
näher dargestellter Exzenterantrieb für die translato
rische Bewegung der Werkzeugträger 8 und des Preßwerk
zeugs 9 angeordnet sind. Zwischen den Preßwerkzeugen 9
der Stauchpresse 1 befindet sich die zu stauchende
Bramme 10. Die Bramme 10 wird auf einem nicht näher
dargestellten Rollgang durch die Stauchpresse bewegt. Im
Bereich der Preßwerkzeuge 9 sind oberhalb und unterhalb
der Bramme je zwei Niederhalterollen 11 (Fig. 2) ange
ordnet. Der im Kurbelgehäuse 7 befindliche Exzenteran
trieb für Werkzeugträger 8 und Preßwerkzeug 9 wird von
einer Gelenkwelle 12 angetrieben, die über ein Getriebe
13 mit einem Antriebsmotor 14 in Verbindung steht. Die
Lage des Kurbelgehäuses 7 im Pressengerüst und damit die
Stellung der Preßwerkzeuge in Bezug auf die Breite der
Bramme wird mit Hilfe der Anstellvorrichtung 15 einge
stellt. Mittels der Antriebseinrichtungen der Stauch
presse, nämlich Antriebsmotor 14, Getriebe 13, Gelenk
welle 11 sowie Exzenterantrieb im Kurbelgehäuse 7 wird
der Werkzeugträger 8 und das Preßwerkzeug 9 in Richtung
des Pfeiles 16 gegen die Kanten der Bramme in horizon
taler Richtung bewegt, wodurch die Bramme um vorge
schriebene Maße in der Breite reduziert wird. Da die
Brammentemperatur bei etwa 1250°C liegt und das Preß
werkzeug während der Preßdauer an der Brammenkante
angreift wird es mechanisch und thermisch hoch bean
sprucht. Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, zum
Zweck des Kühlens der Preßwerkzeuge die Stauchpresse mit
mehreren gegen die Bereiche der Vorderkante 17 eines
jeden Preßwerkzeuges 9 gerichteten Kühlmitteldüse 18 zu
versehen. Die Kühlmitteldüsen 18 sind als Flachstrahl
düsen mit einem vorgegebenen Streuwinkel 19 ausgebildet
und mehrere Flachstrahldüsen 18, 18′,18′′,18′′′ sind zu
einem Düsenbalken 20 zusammgefaßt, der oberhalb und
unterhalb zur Brammenmitte 21 angeordnet ist.
In Fig. 1 ist eine spezielle Stauchposition für eine
Bramme dargestellt, wobei die Achsen der Flachstrahl
düsen 18 oberhalb und unterhalb der Bramme 10 gegen die
Werkzeugvorderkante 17 gerichtet sind. Sollen fallweise
breitere bzw. schmalere Brammen reduzierend gepreßt
werden, so sind die Flachstrahldüsen 18 im Düsenbalken
20 abgeschaltet und bspw. die Flachstrahldüsen 18′,
deren Achsen nunmehr auf die neue Brammmenbreite ausge
richtet sind, sind zugeschaltet. Die Düsen des Düsen
balkens werden aus einem Behälter 22 mit Kühlmedium,
vorzugsweise Wasser versorgt, welches mittels einer
Pumpe 23 zugefördert wird. Die Zuschaltung und Abschal
tung der Flachsstrahldüsen im Düsenbalken wird mit Hilfe
von schaltbaren Ventilen 24 vorgenommen, die in der
einzelnen der jeweiligen Flachstrahldüse zugeordneten
Versorgungsleitung 25 angeordnet sind.
Fig. 2 zeigt die Anordnung des Düsenbalkens 20 ober
halb und unterhalb der Bramme 10 zwischen den Nieder
halterollen 11. Erkennbar ist der Düsenbalken 20 als
eine Baueinheit mit in dieser Baueinheit intergrierten
Flachstrahldüsen ausgebildet, wobei der Düsenbalken
mittels Schnellschlußverbindungen 26 an die Wasser-Ver
sorgungsleitungen 25 angeschlossen ist.
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen den Düsenbalken 20 und die im
Düsenbalken angeordneten Flachstrahldüsen 18, wonach der
Düsenbalken abschnittsweise mit mehreren Düsenreihen 18,
18′, 18′′, 18′′′ ausgerüstet ist und jede Düsenreihe mit
einer separaten Anschlußbohrung 27, 27′, 27′′, 27′′′
verbunden ist. Wie zuvor beschrieben ist jede Düsenreihe
für sich genommen abschaltbar bzw. zuschaltbar. Die
Düsenreihe 18 steht bspw. mit den Anschlußbohrungen 27,
im Düsenbalken in Verbindung sowie mit dem Anschlußkopf
28 und der zugehörigen Anschlußleitung (Fig. 4). Die
Düsenreihe 18′′′ steht sodann mit der Anschlußbohrung
27′′′ in Verbindung sowie mit dem Anschlußkopf 28′′′ und
der zugehörigen Anschlußleitung. Die Anschlußleitungen
28 und 28′′′ sind jeweils über einen Flansch
29 mit der Wasser-Versorgungsleitung 25 schnell koppel
bar bzw. entkoppelbar, so daß der Düsenbalken 20 als
eine Baueinheit schnell durch einen neuen Düsenbalken
auswechselbar ist. In Fig. 4 ist der für jede Flach
strahldüse vorgegebene Streuwinkel 19 schematisch ange
deutet sowie die unter verschiedenen Winkeln 1 bzw.
2 ausgerichteten Achsen 30° der Flachstrahldüsen, die
nach Maßgabe der Brammenbreite und des Abstandes des
Preßwerkzeuges von der Brammenmitte fest eingestellt
werden.
Im Betrieb der Stauchpresse läßt sich die beste Kühlung
der Preßwerkzeuge dann bewirken, wenn der Bereich der
Vorderkante jedes Preßwerkzeuges von außen mit dem
Kühlmedium, vorzugsweise Wasser ständig sprühgekühlt
wird. Nach einer kurzen Betriebszeit hat sich ein ther
mische stationärer Zustand eingestellt, so daß die
Temperatur der Vorderkante des Preßwerkzeugs unterhalb
der maximal zulässigen Werkstofftemperatur bleibt. Zum
Innern des Werkzeugs fällt die Temperatur weiter ab.
Eine geringfügig bessere Kühlwirkung für das Preßwerk
zeug läßt sich dann erreichen, wenn zusätzlich zu der
von außen aufgebrachten Sprühkühlung eine Innenkühlung
des Preßwerkzeugs erfolgt bspw. durch in dem Preßwerk
zeug mit Abstand zu dessen Vorderkante 17 zusätzlich
angeordneten Kühlmittelkanäle (nicht näher dargestellt),
die an eine Kühlmittelversorgung angeschlossen werden.
Dies ist allerdings mit einem technisch höheren Aufwand
verbunden. In diesen Fällen lassen sich temperaturwech
selbeständige Werkstoffe für das Preßwerkzeug einsetzen,
deren Herstellung wirtschaftlich günstig ist und deren
Preßflächen sich mit erwartungsgemäßen Aufwand mehrfach
nachbearbeiten lassen. Befriedigende Kühlergebnisse für
das Preßwerkzeug lassen sich auch dann erzielen, wenn
das Preßwerkzeug nur während des Vorgangs des Stauchens
einer Bramme und nicht in den Pausenzeiten zwischen
zwei zu bearbeitenden Brammen sprühgekühlt wird oder
wenn der Bereich der Vorderkante jedes Preßwerkzeugs
während der von der Brammenkante abgehobenen Bewegungs
phase von außen und an der Bramme vorbei mit einem
Kühlmittel in Form einer Sprühkühlung beaufschlagt wird.
Hier müßten allerdings hochwarmfeste Werkstoffe einge
setzt werden, wobei die Kühlintensität der Sprühkühlung
ebenfalls nach Maßgabe der maximal zulässigen Tempera
turen für den hochwarmfesten Werkstoff des Preßwerkzeugs
geregelt wird.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, wenn mindestens eine
Kühlmitteldüse in einer in den Bereich der Vorderkante
des Preßwerkzeug einschwenkbaren Führung angeordnet ist
oder wenn auf andere Weise der Kühlmittelstrahl der
Bewegung der Vorderkante des Preßwerkzeugs geregelt
nachgeführt wird.
Bezugszeichenübersicht
1 Stauchpresse
2, 3 Ständerholm
4, 5 Querholm
6 Fundament
7 Kurbelgehäuse
8 Werkzeugträger
9 Preßwerkzeug
10 Bramme
11 Niederhalterolle
12 Gelenkwelle
13 Getriebe
14 Antriebsmotor
15 Anstellvorrichtung
16 Bewegungspfeil
17 Vorderkante des Preßwerkzeugs
18 Kühlmitteldüse/Flachstrahldüse
19 Streuwinkel
20 Düsenbalken
21 Brammenmitte
22 H₂O-Behälter
23 Pumpe
24 Ventil
25 Versorgungsleitung
26 Schnellschlußverbindung
27 Anschlußbohrung im Düsenbalken
28 Anschlußkopf/Anschlußleitung
29 Flansch
30 Düsenachse
2, 3 Ständerholm
4, 5 Querholm
6 Fundament
7 Kurbelgehäuse
8 Werkzeugträger
9 Preßwerkzeug
10 Bramme
11 Niederhalterolle
12 Gelenkwelle
13 Getriebe
14 Antriebsmotor
15 Anstellvorrichtung
16 Bewegungspfeil
17 Vorderkante des Preßwerkzeugs
18 Kühlmitteldüse/Flachstrahldüse
19 Streuwinkel
20 Düsenbalken
21 Brammenmitte
22 H₂O-Behälter
23 Pumpe
24 Ventil
25 Versorgungsleitung
26 Schnellschlußverbindung
27 Anschlußbohrung im Düsenbalken
28 Anschlußkopf/Anschlußleitung
29 Flansch
30 Düsenachse
Claims (16)
1. Einrichtung zum Kühlen der Preßwerkzeuge einer
Stauchpresse zur Breitenreduktion von Walzgut, insbe
sondere der Breite von Brammen in Warmbreitband-Vor
straßen mit beidseitig zur Brammenkante angeordneten,
die aufeinander zuweisenden Preßwerkzeuge aufnehmen
den und gegeneinander bewegbaren Werkzeugträgern,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stauchpresse (1) mindestens eine gegen die
Bereiche der Vorderkante (17) eines jeden Preßwerk
zeugs (9) gerichtete Kühlmitteldüse (18) aufweist.
2. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlmitteldüse (18) als Flachstrahldüse mit
einem vorgegebenen Streuwinkel (19) ausgebildet ist.
3. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach Anspruch 1
oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Flachstrahldüsen (18) zu einem Düsenbal
ken (20) zusammengefaßt sind, der oberhalb und unter
halb zur Brammenmitte (21) angeordnet ist.
4. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach Anspruch 1,
2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenbalken (20) zwischen zwei die Bramme
niederhaltenden Druckrollen (21) angeordnet ist.
5. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen (30) der Flachstrahldüsen (18) nach
Maßgabe der Brammenbreite und des Abstandes des
Preßwerkzeugs (9) von der Brammenmitte (21) mit
unterschiedlichen Winkeln ( ) gegen die Vorderkante
(17) des Preßwerkzeugs (9) ausgerichtet sind, und daß
jede einzelne Düse (18) von einem Ventil (24) ab
schaltbar bzw. zuschaltbar ausgestaltet ist.
6. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenbalken (20) abschnittsweise mit mehreren
Düsenreihen (18, 18′, 18′′, 18′′′) ausgerüstet ist,
jede Düsenreihe mit einer separaten Kühlmittelleitung
(27, 28) verbunden ist und jede Düsenreihe mittels
Ventil (24) abschaltbar bzw. zuschaltbar ausgestaltet
ist.
7. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenbalken (20) als eine Baueinheit mittels
einer Schnellschlußverbindung (26) mit mindestens
einer Kühlmittelversorgungsleitung (25) verbindbar
ist.
8. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Kühlmitteldüse (18) in einer in
den Bereich der Vorderkante (17) des Preßwerkzeugs
(9) einschwenkbaren Führung angeordnet ist.
9. Kühleinrichtung für das Preßwerkzeug nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Preßwerkzeug mit Abstand zu dessen Vorder
kante zusätzliche Kühlmittelkanäle angeordnet sind.
10. Betriebsverfahren für die Einrichtung zum Kühlen der
Preßwerkzeuge der Brammenstauchpresse nach den An
sprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bereich der Vorderkante jedes Preßwerkzeugs
von außen mit einem Kühlmedium ständig sprühgekühlt
wird.
11. Betriebsverfahren für die Einrichtung zum Kühlen der
Preßwerkzeuge der Brammenstauchpresse nach den An
sprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bereich der Vorderkante jedes Preßwerkzeugs
während der von der Brammenkante abgehobenen Be
wegungsphase von außen und an der Bramme vorbei mit
einem Kühlmedium in Form einer Sprühkühlung beauf
schlagt wird.
12. Betriebsverfahren für die Einrichtung zum Kühlen der
Presswerkzeuge der Brammenstauchpresse nach den
Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bereich der Vorderkante jedes Preßwerkzeugs
in der Pausenzeit zwischen dem Stauchen einzelner
Brammen nicht sprühgekühlt wird.
13. Betriebsverfahren nach mindestens einem der Ansprüche
10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu der von außen aufgebrachten Sprüh
kühlung des Preßwerkzeugs eine Innenkühlung des Preß
werkzeugs erfolgt.
14. Betriebsverfahren nach mindestens einem der Ansprüche
10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlmedium als fluider Kühlmittelstrahl mit
einem vorgegebenen Streuwinkel von mindestens einer
Seite gegen die Werkzeugvorderkante geleitet wird.
15. Betriebsverfahren nach mindestens einem der Ansprüche
10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus einem Bündel von Kühlmittelstrahlen einzelne
nach Maßgabe der Breite der Bramme sowie der Stellung
des Preßwerkzeuges zur Brammenkante zuschaltbar bzw.
abschaltbar sind.
16. Betriebsverfahren nach mindestens einem der Ansprüche
10 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlintensität der Kühlmittelstrahlen
und/oder der Innenkühlung des Preßwerkzeugs nach
Maßgabe der maximal zulässigen Temperatur für den
Werkstoff des Preßwerkzeuges geregelt wird.
Priority Applications (10)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4041787A DE4041787A1 (de) | 1990-12-24 | 1990-12-24 | Einrichtung zum kuehlen der presswerkzeuge einer stauchpresse und verfahren zum betreiben der einrichtung |
| TW080109207A TW206169B (de) | 1990-12-24 | 1991-11-23 | |
| EP91121014A EP0492227B1 (de) | 1990-12-24 | 1991-12-07 | Einrichtung zum Kühlen der Presswerkzeuge einer Stauchpresse und Verfahren zum Betreiben der Einrichtung |
| AT91121014T ATE113874T1 (de) | 1990-12-24 | 1991-12-07 | Einrichtung zum kühlen der presswerkzeuge einer stauchpresse und verfahren zum betreiben der einrichtung. |
| DE59103501T DE59103501D1 (de) | 1990-12-24 | 1991-12-07 | Einrichtung zum Kühlen der Presswerkzeuge einer Stauchpresse und Verfahren zum Betreiben der Einrichtung. |
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