[go: up one dir, main page]

DE471536C - Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen - Google Patents

Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen

Info

Publication number
DE471536C
DE471536C DED53622D DED0053622D DE471536C DE 471536 C DE471536 C DE 471536C DE D53622 D DED53622 D DE D53622D DE D0053622 D DED0053622 D DE D0053622D DE 471536 C DE471536 C DE 471536C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tab
workpiece
pressure piece
roller
rings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED53622D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
REICHSBAHN GES DEUTSCHE
REICHSBAHNWERK BRANDENBURG WES
Original Assignee
REICHSBAHN GES DEUTSCHE
REICHSBAHNWERK BRANDENBURG WES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by REICHSBAHN GES DEUTSCHE, REICHSBAHNWERK BRANDENBURG WES filed Critical REICHSBAHN GES DEUTSCHE
Priority to DED53622D priority Critical patent/DE471536C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE471536C publication Critical patent/DE471536C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H7/00Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons
    • B21H7/005Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons railway sleepers or chains

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufarbeiten von-:Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen Die im Betriebe durch dauernde Erschütterung des Bahnkörpers abgenutzten und infolgedessen unbrauchbar gewordenen Schienenlaschen müssen von Zeit zu Zeit in -der Weise aufgearbeitet werden, daß die Laschen wieder die erforderliche Breite erhalten. Dieses Aufarbeiten wurde bisher mit Hilfe eines Preßverfahrens durchgeführt, bei dem die Lasche in ein Gesenk gebracht und dann durch den Druck eines Preßstempels auf die gewünschte Breite gebracht wurde. Das Aufarbeiten der Laschen mittels einer Presse erfordert jedoch einen verhältnismäßig großen Aufwand an Zeit und Arbeit. Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird nach der Erfindung die Schienenlasche in ein ausgespartes Druckstück gebracht und zusammen mit diesem Druckstück durch ein Walzwerk hindurchgeführt, dessen eine Walze mit einem oder mehreren Ringen versehen ist, durch welche in die von dem Druckstück atgekehrte Seite der Lasche eine oder mehrere Rillen eingewalzt werden und welche so gestaltet sind, daß die Lasche von der Mantelfläche der mit dem oder den Ringen versehenen Walze nicht berührt wird. Durch das Einwalzen der Rille oder Rillen wird der Werkstoff der Lasche seitlich so verdrängt, daß die Lasche verbreitert wird. Dadurch, daß die Lasche an der einen Seite in das ausgesparte Druckstück eingebettet ist und an der anderen Seite (itrn Druck des vorher genannten Ringes oder der Ringe ausgesetzt wird. ohne jedoch mit der ITantelfläche der den Ring oder die Ringe tragenden Walze in Berührung zu kommen, ist das Strecken der Lasche in der Längsrichtung verhütet. .
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung kann die Aufarbeitung der Laschen viel rascher erfolgen als bei dem bekannten Preßverfahren, so daß durch die Erfindung eine erhebliche Ersparnis an Betriebskosten erzielt ist.
  • Auf der Zeichnung ist eine zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung bestimmte Einrichtung zum Walzen-von Schienenlaschen in einer Ausführungsform dargestellt.
  • Abb. r ist ein senkrechter Schnitt durch die Einrichtung nach der Linie A-B der Abb. 2, wobei einige Teile in Ansicht dargestellt sind. Abb. 2 ist ein Grundriß der Einrichtung. Abb. 3 ist eine Seitenansicht eines Teils des Walzwerkes. Abb. 4. ist ein senkrechter Schnitt durch eine Ausführungsform des ausgesparten Druckstückes in größerem Maßstabe und veranschaulicht die Walzen in Ansicht. Abb. 5 stellt eine abgenutzte Lasche dar. Abb.6 ist ein Schnitt nach der Linie E-F der Abb. 5. Abb. 7 veranschaulicht eine aufgearbeitete Lasche. Abb.8 ist ein senkrechter Schnitt durch eine andere Ausführungsform des Druckstückes in größerem Maßstabe und veranschaulicht die Walzen in Ansicht.
  • Auf einer Grundplatte i sind Lagerböcke 2 befestigt, in denen die Wellen 3 und 4 zweier übereinandergeordneter Walzen 5 bzw. 6 -gelagert sind. Die Welle 3 der Unterwalze 5 ist außerdem in einem dritten Bock 7 gelagert und trägt ein Zahnrad 8, das durch eine beliebige Kraftquelle, z. B. durch -einen nicht dargestellten Elektromotor, angetrieben wird. Die drei Lager 9 für die Welle 3 der Unterwalze sind in den Böcken 2, 2, 7 ortsfest -angebracht. Die Welle 4 der Oberwalze 6 ist in schlittenartigen Lagern io (Abb. 3) angeordnet, die zu einem unten näher beschriebenen Zweck in Führungen i i der Böcke 2 senkrecht verschiebbar sind.
  • Die Unterwalze 5 ist bei der in Abb. i und 4 dargestellten Ausführungsform mit einem Ring 12 versehen, durch den, wie unten näher erörtert ist, in die aufzuarbeitende Lasche 15 eine Rille 14 eingewalzt wird. Der Querschnitt des Ringes 12 bildet am Umfang einen rechten :oder stumpfen Winkel, so daß zwei in einer abgerundeten Kante zusammenlaufende Flächen 12, r3 entstehen. Die Fläche 12 wird durch eine senkrecht zur Walzenachse verlaufende Fläche begrenzt, so daß in das Werkstück beim Walzen eine keilförmige Rille 14 eingepreßt wird. Die Lasche 15 erhält daher beim Walzvorgang die gewünschte Breite, ohne daß die lichte Weite der Schraubenlöcher iSa (Abb. 4) geändert wird. Der Ring 12 hat einen solchen Durchmesser, daß das Werkstück 15 *beim Durchgang durch die Walzen 5, 6 in gewissem Abstand von der Mantelfläche 16 der Walze 5 bleibt und daher nicht von dieser Mantelfläche einem Walzdruck unterworfen wird.
  • An den beiden Enden der Walze 5 ist außerdem eine kegelförmige Fläche i3a vorgesehen, die als Widerlager bei der Formgebung der Lasche r 5 dienen.
  • Die Oberwalze 6 ist mit einer glatten, zylindrischen Mantelfläche 17 versehen. Beim Walzvorgang wirkt, wie unten näher beschrieben ist, die Walze 6 nicht unmittelbar, sondern unter Vermittelung eines 'Druckstückes L8 auf das Werkstück 15 ein. Dieses -Druckstück ist mit einer dem Umriß des fertigen Werkstückes 15 entsprechenden Aussparung i9 versehen und umfaßt -daher -an -der einen Seite schuhartig dieses Werkstück. Die Aussparung i9 ist in der Mitte an beiden Seiten bei 2o (Abb. 2) verbreitert. Das Druckstück i8 ist ferner, wie Abb. r rechts erkennen läßt, zu einem unten angegebenen Zweck dachartig so ausgebildet, daß es in der Mitte bei-2r größere Höhe als an den- Enden besitzt.
  • Beim Durchgang des -Druckstückes i8 mit dem Werkstück 15 durch die Walzen 5, 6 drückt die dachartige Erhöhung2i die Walzeh nach oben. Um hierbei den erforderlichen regelbaren Druck mittels der Oberwalze 6 zu erzielen, wird diese Walze durch Federdruck gegen das Druckstück i8 gepreßt. Jeder der oben beschriebenen Lagerschlitten io (Abb.3) ist oben an einem Querstück 22 befestigt. Dieses Querstück ist durch Stangen 23 und auf diesen Stangen sitzenden Schraubenmuttern 24, 23 mit dem einen Ende eines im Grundriß T-förmigen Rahmens 26 verbunden, der unterhalb der Grundplatte i in einem Schacht 27 des Bodens angeordnet ist. Der Rahmen 26 ist hebelartig um einen Gelenkzapfen 28 schwenkbar, der mit dem unteren Ende einer Schraubenspindel 29 verbunden ist. Am anderen Ende des Rahmens 26 ist eine starke Blattfeder 3o befestigt.
  • Die Spindel 29 ist am unteren Ende an dem Zapfen 28 angelenkt, während sie am oberen Ende in eine Mutter eines in einem Halslager 32 drehbaren Schneckenrades 33 geschraubt ist. Das Lager 32 ist mit dem Bock 2 verbunden. In das Schneckenrad -33 greift eine Schnecke 34. Die an den Böcken 2 gelagerte Welle 35 dieser Schnecke trägt ein Kegelrad 36, das in ein auf einer schrägen Welle 37 befestigtes Kegelrad 38 greift. Die Welle 37 ist unten in einem Lager 39 der Grundplatte i und oben in einem Lager 4o eines in folgendem noch näher beschriebenen wagerechten Tisches 41 gelagert. Am oberen Ende der Spindel 37 ist ein Handrad 42 befestigt. Durch Drehen dieses Handrades wird an jeder Seite des Walzwerks unter Ver mittelung der Kegelräder 36, 38, der Welle 35 und des Schneckengetriebes 33, 34 die Spindel 29 -in senkrechter Richtung verstellt. Auf diese Weise wird die Höhenlage des mit der Spindel29 verbundenen Zapfens 28 geändert und die Feder 30 mehr oder weniger stark zusammengepreßt. Wird die Oberwalze 6 mit ihren Lagern io gehoben, so wird an jedem Ende der Walze 6 der betreffende Rahmen 26 unter Vermittelung des Querstückes 22 und der Stangen 23 unter Zusammenpressung der Feder 3o um den Zapfen 28 geschwenkt.
  • Der bereits erwähnte Tisch 4i ist kreisförmig ausgebildet und umgibt das vorher beschriebene Wälzwerk 5, 6. Mit Hilfe einer aus einem Blechzylinder bestehenden Stütze 43 ist der Tisch 41 auf der Grundplatte i ortsfest angebracht. In der -Mitte ist der Tisch 41 mit einer Aussparung 44 (Abb. 4) versehen, durch die die Unterwalze 5 am oberen -Teil um ein geringes Stück hindurchragt. In der Nähe der Aussparung L1:4. sind auf dem Tisch 41 als Führungen für das Druckstür,k i8 Winkeleisen 45 vorgesehen. außerdem ist der Tisch 41 mit einer zweiten Aussparung 46 (Abb. 2) versehen, welche, wie unten näher beschrieben ist, zum Durchtritt des fertiggewalzten Werkstückes 15 dient. Unter der Aussparung 46 ist- ein schematisch dargestelltes Förderband 47 vorgesehen, durch das das Werkstück nach einem zweiten, ebenfalls schematisch veranschaulichten Förderband 48 geführt wird. Durch die Förderbänder 47, .I8, deren besondere Ausbildung für das Wesen der -Erfindung nicht in Betracht kommt, wird das Werk stück nach einer Sammelstelle geleitet.
  • Der ortsfeste Tisch 41 ist von einem zwei ten,- drehbaren Tisch 49 umgeben. Der Tisch 4.9 ist ringförmig ausgebildet und mittel Kugellagern 5o (Abb. i) auf einem ortsfesten, ringartigen Konsol 51 gelagert. An dem Tisch 49 sind in Winkelabständen von 9o° je zwei Rollenpaare 52 angeordnet, auf welche in unten beschriebener Weise das Druckstück 18 gelegt wird.
  • Zwischen den Lagern 9 der Böcke 2 ist ein Kasten 53 (Abb. i und 4) befestigt, durch den mittels nicht dargestellter Leitungen fließendes Wasser oder eine andere Kühlflüssigkeit geleitet wird. Die Unterwalze 5 taucht an der Unterseite in diese Flüssigkeit und wird daher dauernd gekühlt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird mittels der beschriebenen Einrichtung wie folgt ausgeübt: Im Eisenbahnbetrieb wird die Lasche in geringerem Maße an der Fläche 54 (Abb. 4), mit der sie sich an dem Fuß der Schiene 59 (Abb. 6) anlegt, und in stärkerem Maße an der Fläche 57, mit der sie sich an dem Kopf der Schiene 55 anlegt, abgenutzt.
  • In Abb. 5 und 6 ist eine abgenutzte Lasche 15 veranschaulicht, die noch mit den Schieiien 59 verbunden ist.
  • Die aufzuarbeitenden Laschen werden in einem Ofen weißwarm erhitzt. Jede aus dem Ofen kommende Lasche 15 wird mit Hilfe einer nicht dargestellten Fördervorrichtung auf den Drehtisch 49 unter das an der Beschickungsstelle, d. h. an der Eintrittsseite des Walzwerks 5, 6, auf den Rollen 52 ruhende Druckstück 18 niedergebracht (vgl. Abb. 2). Das Druckstück 18 wird zunächst durch die Rollen 52 in geringem Abstand über dem auf dem Tisch 49 ruhenden Werkstück 15 gehalten. Hierauf werden das Druckstück 18 und das darunterliegende Werkstück- 15 mittels eines Werkzeuges auf den ortsfestenTisch 41 geschoben. Hierbei gleitet das Druckstück 18 von den Rollen 52 herunter und legt sich derartig über das Werkstück 15, daß das Werkstück nunmehr mit der Aussparung des Druckstückes i 8 in Eingriff kommt. Beim weiteren Vorschub werden die Teile 15, 18 derartig zwischen die Walzen 5, 6 gebracht, daß die Fläche 6o (Abb. 4) der Lasche 15 die als seitliches Widerlager wirkende kegelförmige Fläche i3a der Unterwalze 5 berührt. Die Unterwalze wird durch das oben beschriebene Zahnrad 8 (Abb. i) dauernd in Drehung versetzt. Die Lasche 15 wird daher von der Unterwalze 5 erfaßt und mit dem Druckstück 18 zwischen beiden Walzen 5, 6 hindurchbewegt. Hierbei wird das Werkstück 15 durch das Druckstück 18, das dem nachgiebigen Druck der Oberwalze 6 ausgesetzt ist, gegen den Ring i2 und die Kegelfläche 13a der Unterwalze 5 geprellt, wobei durch den Ring 12 eine Rille 14 in das Werkstück eingewalzt und infolgedessen dieses Werkstück verbreitert wird. Die bei der Lasche gewünschte größere Mittelbreite wird dadurch erzielt, daß infolge der dachförmigen Ausbildung des Druckstückes 18 in der Mittelstellung der Teile 15, i8 bei dem Durchgang durch die Walzen 5, 6 ein verstärkter Druck ausgeübt wird. Auf diese Weise wird der Werkstoff in der Mitte der Lasche 15 stärker als an den Laschenenden nach -beiden Seiten auseinandergewalzt. Durch die größere Verbreiterung der Lasche 15 in der Mitte ist eine Anpassung der Lasche an die abgenutzte Laschenkammer der Schienen 59 erzielt.
  • Die Lasche wird bei dem beschriebenen Verfahren an beiden Seiten so ausgewalzt, daß die Fläche 54 des Werkstückes mit der Fläche 55 des Druckstückes 18 in Berührung kommt, während die dachartige Fläche 57 des Werkstückes mit der Kegelfläche 13 der Unterwalze 5 und mit der schrägen Fläche 61 des Druckstückes 18 in Berührung gebracht wird. Die Verbreiterung des Werkstückes wird hierbei hauptsächlich durch das Einpressen einer Rinne durch die Kegelfläche 12 herbeigeführt. Durch die den Flächen 13, 61 zugekehrte Keilfläche des Ringes i2 wird der Werkstoff nach den Flächen 13, 61 hingedrängt. Eine Änderung der lichten Weite der Schraubenlöcher 15a tritt daher nicht ein. Außerdem drängt auch die linke Kegelfläche i.3a der Unterwalze 5 den Werkstoff -der Lasche 15 nach der Fläche 55 des Druckstückes 18.
  • Da das Werkstück 15 beim Walzen weder mit der Oberwalze 6 noch mit der Mantelfläche 16 der Unterwalze 5 in Berührung kommt, ist ein Strecken des Werkstückes in der Längsrichtung und ein seitliches Verziehen des Werkstückes verhütet. Dieses Strecken und Verziehen wäre namentlich bei einem Walzverfahren, bei dem das Druckstück 18 nicht benutzt wird, schwierig zu vermeiden.
  • Sobald sich das Druckstück r8 mit der Lasche 15 durch die Walzen 5, 6 hindurchbewegt hat, wird ein neues Druckstück i8 mit einer neu aufzuarbeitenden Lasche 15 durch die Walzen 5, 6 be-,vegt. Das jedesmal durch die Walzen 5, 6 hindurchgeführte Druckstück i8 schiebt die Reihe der vorherliegenden Teile 15, 18 weiter. Jede fertig aufgearbeitete Lasche fällt, sobald sie über die Aussparung 46 des Tisches 41 gelangt, auf das Förderband 47 und wird durch dieses Förderband sowie durch das zweite Förderband 48 nach der Sammelstelle befördert. Das Herabfallen des Druckstückes 18 wird durch die Ränder der Aussparung 46 verhindert. Das jeweilig leere Druckstück i8 wird bei dem Vorschub der Druckstückreihe auf die an der Austrittsstelle des Walzwerkes 5, 6 befindlichen Rollen 52 des Drehtisches 49 gehoben. Dieser Drehtisch wird absatzweise gedreht, um die leeren Druckstücke wieder nach der Beschickungsstelle an der Eintrittsseite des Walzwerkes 5, 6 zu befördern.
  • Gelangt zufällig eine Lasche in einer falschen Lage in die Aussparung des Druckstücks i8, so gestatten die oben beschriebenen Federn 3o ein Ausweichen der Oberwalze 6, ohne daß ein Bruch des Walzwerkes eintreten kann.
  • Die Leistungsfähigkeit der beschriebenen Einrichtung ist so groß, daß etwa io Laschen in der Minute aufgearbeitet werden können. Durch die Umspülung der Unterwalze 5 mit der im Behälter 53 befindlichen Kühlflüssigkeit wird eine gute Kühlung der Walze gewährleistet und hierdurch die Leistungsfähigkeit der Einrichtung gesteigert.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 wird die Lasche r5 in einer solchen Stellung gewalzt, daß der am Schienenfuß anliegende Teil der Lasche nach unten gerichtet ist. Dieser Teil kann auch, wie in Atb. 8 veranschaulicht ist, beim Walzen nach oben gerichtet sein. Bei der Ausführungsform nach Abb. 8 ist auch abweichend von der oben beschriebenen Ausführungsform die Unterwalze 5 nicht mit einem einzigen, sondern mit zwei Ringen 62 versehen, durch welche zwei Rinnen 63 in das Werkstück eingewalzt werden. Die Ringe 62 sind mit voneinander abgekehrten Keilflächen versehen. Die Unterwalze 5 ist auch wiederum mit kegelförmigen Begrenzungsflächen 13, 13a versehen.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 8 wird durch die beiden Ringe 62 der Unterwalze 5 der Werkstoff beim Walzen nach den Außenkanten der Lasche 15 weggedrängt, so ' daß die gewünschte Verbreiterung des Werkstückes :erreicht wird. Die Kegelflächen 13, 13a dienen zur Begrenzung der Verbreiterung der Lasche 15. Auch bei der Ausführungsform nach Abb. 8 ist ein Strecken der Lasche in der Längsrichtung und ein seitliches Verziehen dieser Lasche verhütet.
  • Mittels des beschriebenen Verfahrens können an Stelle gewöhnlicher Schienenlaschen auch andere Platten, durch welche Schienen miteinander verbunden werden sollen, beispielsweise sogenannte Klemmplatten, aufgearbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück in ein ausgespartes Druckstück (18) gebracht und zusammen mit diesem Druckstück durch ein Walzwerk (5, 6) hindurchgeführt wird, dessen eine Walze (5) mit einem oder mehreren Ringen versehen ist, durch welche in die von dem Druckstück abgekehrte Seite des Werkstückes eine oder mehrere Rillen eingewalzt werden, und daß die Ringe einen solchen Durchmesser haben, daß das Werkstück von der Mantelfläche der mit dem oder den Ringen versehenen Walze nicht berührt wird, so; daß das Werkstück nur eine Verbreiterung, aber keine Strekkung in der Längsrichtung erfährt. z. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der an der einen Walze (5) -vorgesehene Ring (12, Abb. 4) oder die Ringe (62, Abb. 8) je mit einseitiger Kegelfläche. versehen sind, die derartig liegen, daß der Werkstoff beim Einwalzen der Rillen (14, 63) nach dem Rande der Lasche (15) gedrängt wird. 3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Walze (5), die mit einer oder mehreren Ringen (12, 62) zum Einwalzen von Rillen (14, 63) in die Lasche (15) versehen ist, kegelförmige Druckflächen `(13, 13a) vorgesehen sind, die als Widerlager bei der Formge'-ung der Lasche (15) dienen. 4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (18) quer zur Walzrichtung mit einer dachförmigen Erhöhung (21) versehen ist, um die Lasche (15) in der Mitte in stärkerem Maße zu verbreitern.
DED53622D 1927-08-09 1927-08-09 Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen Expired DE471536C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED53622D DE471536C (de) 1927-08-09 1927-08-09 Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED53622D DE471536C (de) 1927-08-09 1927-08-09 Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE471536C true DE471536C (de) 1929-02-14

Family

ID=7055113

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED53622D Expired DE471536C (de) 1927-08-09 1927-08-09 Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE471536C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1527473B1 (de) * 1963-06-15 1970-06-04 Mo Wysscheje Tekhn Utschilisch Verfahren zur Beseitigung der beidseitigen Gesenkschraegen von Raupenkettenglieder-Zwischenrohteilen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1527473B1 (de) * 1963-06-15 1970-06-04 Mo Wysscheje Tekhn Utschilisch Verfahren zur Beseitigung der beidseitigen Gesenkschraegen von Raupenkettenglieder-Zwischenrohteilen und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3878602T2 (de) Ausbesserung von walzwerkwalzen und geraet dafuer.
DE69400051T2 (de) Vorrichtung zum schnellen Wechseln und Halten einer Seitenwand einer Doppelrollenstranggiessvorrichtung beim Giessen eines Metallproduktes
WO2024008354A1 (de) Umformmaschine zum drücken und drückwalzen
DE4025389C2 (de) Gekühlte Förder- bzw. Niederhaltevorrichtung für eine Stauchpresse zur Breitenreduktion von Walzgut
DE102007012765B4 (de) Umformmaschine und Verfahren zum Drücken/Drückwalzen
DE471536C (de) Verfahren zum Aufarbeiten von Oberbauteilen, insbesondere Schienenlaschen
WO2018091023A1 (de) Vorrichtung zum beseitigen von brennbärten an brammenkanten
CH647431A5 (en) Apparatus and process for the cold rolling of sections by rolling on the circumference of a simultaneously rotating workpiece
EP0102014B1 (de) Walzgerüst zum Auswalzen von Bandmaterial unterschiedlicher Breite
DE1286379B (de) Brammen-Fraesmaschine
DE2135220C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum thermochemischen Flämmen der Außenfläche eines zylindrischen metallischen Werkstückes
DE1928333A1 (de) Biege- und Richtmaschine fuer profilierte Stangenabschnitte,z.B. Laufschienen,Gleise,Ausbau usw.
DE517373C (de) Vorrichtung zum Biegen von Metallstangen, Staeben, Traegern u. dgl.
DE2107049C3 (de) Horizontalradwalzwerk
DE1935396B2 (de) Vorrichtung zum verhindern und oder beseitigen von formaende rungen ringfoermiger praezisionskoerper insbesondere waelz lager laufringen waehrend des haertens derselben
DD225851A3 (de) Presswerkzeuge fuer drehtischpresse zum verpressen von pulver- oder granulatfoermigen stoffen
DE959009C (de) Glattwalzgeraet fuer runde, von der Zylinderform abweichende Werkstuecke
DE4129029A1 (de) Flachbett-stanzmaschine zum stanzen von flachen gegenstaenden, insbesondere boegen aus papier, pappe oder dergleichen
DE493527C (de) Vierwalzenmuehle
DE2251750C3 (de) Vorrichtung zum Markieren von auf einer Rollenbahn bewegten Profilteilen
DE459568C (de) Maschine zum Reinigen der Oberflaeche von Metallplatten durch Abnehmen einer moeglichst gleich dicken Schicht
DE510075C (de) Teigpresse
DE10024411C2 (de) Ringwalzvorrichtung
DE718052C (de) Schleifverfahren bei spitzenlosen Schleifmaschinen
DE2952012A1 (de) Andrueckvorrichtung fuer kantenumleimer