DE68912671T2 - Doppelbandstranggiessmaschine mit Führung und Kühlung für das Giessprodukt zum Hochgeschwindigkeitsgiessen von Produkten mit flüssigem Kern. - Google Patents
Doppelbandstranggiessmaschine mit Führung und Kühlung für das Giessprodukt zum Hochgeschwindigkeitsgiessen von Produkten mit flüssigem Kern.Info
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Description
- Um eine Doppelbandstranggießmaschine mit einem Konstantgeschwindigkeitswalzwerk, im Gegensatz zu einem Planetenwalzwerk, zum Stranggießen eines Stahlproduktes in Reihe zu schalten, muß die Doppelbandgießmaschine aus Gründen, die im nachsten Absatz erklärt werden, mit hoher Geschwindigkeit gefahren/betrieben werden. Dieser Begriff "Hochgeschwindigkeit" soll eine lineare Förderrate/Ausstoßrate von wenigstens ca. 7,62 m/m in (300 inch pro Minute (25 Fuß pro Minute)) bedeuten.
- Wenn eine Heißguß-Stahlbramme in ein Konstantgeschwindigkeitswalzwerk mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit als der oben definierten einführt, tritt ein unzulässiger Warmeübergang vom zu walzenden Produkt auf die Berührungsfläche jeder mit dem Frodukt in Kontakt kommenden Walze ein. So geschieht eine zu große Abkühlung des Produktes, bevor es das Walzwerk verläßt und die Walzen selbst werden durch örtliche Überhitzung der Arbeitsflächen nachteilig betroffen/angegriffen.
- Die US-A-2,640,235 offenbarte Kühlkammern oder Wasserkühlmäntel (44, 45, 46, 48, 49 und 50 wie in den Figuren 1, 5, 7, und 8 darin bezeichnet) anliegend an den Außenoberflächen von transversal geneigten Gußbändern im Eintrittsabschnitt eines Doppelbandgießapparats. Andere Kühlkammern oder Wasserkühlmäntel (56 und 59 in den Figuren 1, 2 und 2a) lagen an den Gießbändern im Gießabschnitt dieser Maschine. Um zu verhindern, daß der Druck des Kühlwassers in diesen letzteren Kammern die Bänder verzieht, hielt elektromagnetische Anziehung die Bänder gegen nichtmagnetische Kupfer- oder Messing-Abstandhalter (58 oder 58a). Das Lenken jedes Bandes wurde, wie darin in Figur 6 gezeigt, ausgeführt durch Drehung der Orientierung der Zulauftrommelwalze (19) um die Achse der bandstraffenden Kolbenstange (21). In Fig.1 und Fig.9 des obengenannten Patents ist angemerkt. daß beide Gießbünder (17 und 18) vom Gußprodukt weg auseinanderlaufen bevor die Bänder die jeweiligen Austrittstrommelwalzen (25 und 40) erreicht hatten, welche als Bandantriebsrollen dienten.
- Die US-A-2,904,860 zeigte Gießbänder (14 und 16), die sich den ganzen Weg bis zur jeweiligen Austrittstrommelwalze (130 und 122 darin in Fig. 2) anliegend an dem Gußprodukt erstreckten. Diese Gießmaschine enthielt jedoch vier Trommelwalzen (126, 134, 130 und 142 darin in Fig. 2) für das obere Gießband (14) und drei Trommelwalzen (118, 206 und 122) für das untere Gießband (16). Wie darin in den Figuren 2 und 6 gezeigt, wurde die Lenkung der Bänder, damit sie zentral laufen, ausgeführt durch Schrügstellen der Achse einer Zwischenrolle (142 oder 206, manchmal "dritte Rolle" genannt) aus der Querlage zum Band, das in Kontakt mit der jeweiligen Lenkrolle vorbeilief. Diese Drittroll-Lenkanordnung hing in großem Maße vom Reibschluß zwischen dem passierenden Band und der Lenkrolle selbst ab und war nicht völlig wirkungsvoll oder verläßlich aufgrund von Schwankungen des Reibungskoeffizienten, von thermischen Bedingungen und von kleinsten Mangeln der Bandform.
- Die US-A-3,036,348 und die verwandte US-A-3,123,874 offenbarten eine Doppelbandgießmaschine, worin das obere Gießband (20 in Fig.3 und Fig. 12 der US-A-3, 036,348) eine beträchtliche Entfernung vom Gußprodukt zulaufseitig von der Austrittstrommelwalze (78 in Fig.12 der US-A-3,036,348) weglief. Die Lenkung des oberen Gießbandes wurde ausgeführt durch Neigen der Austrittstrommelwalze (78) in einer Ebene, die senkrecht zur Ebene des Gießabschnitts liegt. Das Weglaufen des oberen Bandes vom Gußprodukt sorgte für Spielraum zu einer derartigen Austrittstrommelwalzen-Lenkeinwirkung. In dieser in US-A-3,036,348 gezeigten Maschine wurde das untere Gießband (22) durch Neigen der Achse von der unteren Zulauftrommelwalze (80) in einer Ebene senkrecht zur Gießebene gelenkt. Die Figuren 13A und 13B darin erklären die durch eine derartige Neigung Achse einer Trommelwalze erzeugte Lenkungseinwirkung.
- US-A-3,176,830 offenbarte eine Lenkanordnung ähnlich der für das obere Band in der US-A-3,036,348, worin die Achse der Austrittstrommelwalze in einer Ebene senkrecht zur Ebene des Gießabschnitts gekippt wurde, ausgenommen, daß im US-A 3,167,830 die Achsen beider Austrittstrommelwalzen zur Lenkung der jeweiligen Bänder gekippt wurden, in den Figuren 3, 6 und 7 der US-A-3,167,830 wurde eine Bandgegendruckwalze (46) kleineren Durchmessers dicht an den Eingangstrommelwalzen (28 und 30) angebracht. Die anderen Bandgegendruckwalzen (44) waren größer im Durchmesser als diese erste Stützwalze (46).
- Die US-A-3,310,849 beschrieb eine Vier-Trommelwalzen-Anordnung für beide Bänder in einer Doppelbandgießmaschine. Die Lenkung eines Bandes wurde erreicht durch gleichzeitige Neigung der Achsen beider Austrittstrommelwalzen in einer zur Gießebene senkrechten Ebene, wie in Figuren 7 und 8 darin gezeigt. In den Figuren 2 und 7 darin ist angemerkt,daß die Gießbänder vom Gußprodukt weg auseinanderliefen bevor sie die Ausgangstrommeiwatzen (22) und (26) erreichten, um Spielraum für die Bandlenkungseinwirkung zu liefern.
- Die US-A-3,878,883 und die verwandten US-A-3,949,805 und 3,963,068 offenbarten eine Lenkvorrichtung zum Neigen der Achsen (144 in Figuren 16. 17 und 18) der Ausgangstrommelwalze (22 oder 18) in einer zur Gießebene senkrechten Ebene.
- Die Figuren 1, 2 und 3 hierin stellen die Verhältnisse dar, die eine solche Bandlenkanordnung nach dem Stand der Technik mit sich bringt, wie in der US-A-3,949,805 und im Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben, wo die Achse jeder Ausgangstrommelwalze 20 und 22 in eine Ebene senkrecht zur Ebene des Gießabschnittes C zur Lenkung des jeweiligen oberen und unteren Bandes 24 und 26 geneigt wurde, wie in den Figuren 2 und 3 hierin gezeigt. Nachdem jedes Gießband 24 und 36 hinter die letzte Stützwulze 28 weitergelaufen war, war es notwendig, das Band von der Gießebene C weg laufen zu lassen, um Spielraum bezüglich des austretenden Gußprodukts P zu schaffen. Dieser Spielraum war, wie in Fig. 2 gezeigt, notwendig, eine Neigung (Winkel Θ) der Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 zu ermöglichen, ohne sie oder die um laufenden Bänder dazu zu veranlassen, das frisch gegossene, aus der Doppelbandbmaschine austretende Produkt P zu stören.
- In der Maschine der US-A-2,904,860 wurde eine Lenkung durch eine dritte Rolle erreicht, wie in Fig. 6 dieses Patents gezeigt. So war es für die Gießbänder nicht notwendig vom Gußprodukt weg auseinanderzulaufen. Eine derartige Drittroll-Lenkeinwirkung jedoch war aus Gründen, wie oben diskutiert, nicht völlig zufriedenstellend.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, die Kühlung des Gußprodukts zu verbessern. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche gelöst.
- Um einen Hochgeschwindigkeitsbetrieb einer Doppelbandgießmaschine zur Produktion eines Gußstahlerzeugnisses zustande zu bringen, gibt es eine Anzahl von gemeinsam anzuwendenden Punkten: (1) Jedes Gießband ist innerhalb des Gießapparates veschiebbar gelagert und zur Wölbungskontrolle und zur gesteigerten Kühlung des Gußpradukts an der Ausgangstrommelwalze des Gießapparates anliegend. (2) Seitenschrägstellung jedes Bandes liefert einen wirksamen Anstieg der Laufformlänge, da jedes Gießband das Gußprodukt den ganzen Weg bis zur Austrittstrommelwalze festhalten kann. So wird eine Stetigkeit des Wärmeübergangs geliefert, welche vorher mit früheren Bandlenkanordnungen nicht erhalten wurde. (3) Das austretende Gußprodukt wird (gegen Wölbung der relatv dünnen Gießhaut oder des Mantels/Hülle) außerhalb des Gießapparates geführt und unterstützt, und (4) eine Sprühkühlung ist zur Sekundärkühlung des frisch gegossenen Produkts, das aus dem Doppelbandgießapparat austritt, in der Ausgangsführungsvorrichtung vorgesehen.
- Die verschiedenen Merkmale, Aspekte, Gegenstände und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden besser verständlich durch eine Betrachtung der folgenden, detaillierten Beschreibung der zur Zeit bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung zusammen mit den anliegenden Zeichnungen, welche nicht maßstabsgetreu gezeichnet sind, sondern eher angeordnet sind. die vorliegende Erfindung klar darzustellen, und worin übereinstimmende Bezugszeichen verwendet werden, übereinstimmende Elemente überall in den verschiedenen Ansichten anzuzeigen.
- Fig 1 ist eine schematische Seitenansicht des Laufform-Gießabschnitts C und der zwei Bänder in einer Metallstranggießmaschine vom Doppelbandtyp nach dem Stand der Technik.
- Fig. 2 ist ein schematischer Aufriß vom Austrags-(Austritts-) Ende des Doppelband- Gießapparates in Fig. 1, wie von der Positionslinie 2-2 in Fig. 1 aus gesehen. Fig. 2 stellt die Neigung (Winkel Θ) der jeweiligen Ausgangstrommelwalzenachse zur Lenkung des zugehörigen Gießbandes dar.
- Fig. 3 ist eine schematische Draufsicht des oberen Gießbandes und seiner zwei Trommelwalzen 20 und 29 um die Art darzustellen, in welcher eine Neigung der Achse einer Ausgangstrommelwalze 20 bewirkt, wie das umlaufende Band gelenkt werden soll, als eine Folge seines resultierenden leicht schrägen Zulaufs zur Zulauftrommelwalze 29.
- Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Teils des Gießabschnitts direkt im Zulauf der Ausgangstrommelwalzen, der verglichen mit Fig. 1 erheblich vergrößert gezeigt wird. Diese Fig. 4 zeigt die Bandstütz-Aufspannplatten, die sich zwischen den letzten Stützwalzen 28 und den Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 erstrecken.
- Fig. 5 ist eine Teilseiten- und Teilschnittansicht der unteren Bandstütz-Aufspannplatte, wie in Zulaufrichtung bei 5-5 in Fig. 4 blickend gesehen. Fig. 5 zeigt die Rippen der unteren Aufspannplatte, um Kühlwasser zu erlauben, mit hoher Geschwindigkeit entlang der Innenfläche des unteren Gießbundes (nicht gezeigt in Fig. 5) zu fließen.
- Fig. 6 ist eine schematische Seitenansicht, ähnlich der in Fig. 1, zur Darstellung, daß eine Seitenschräglauflenkung den Gießbändern ermöglicht, das Gußprodukt zwischen den letzten Stützwalzen und Ausgangstrommelwalzen festzuhalten, weil nicht länger Spielraum zur Neigung der Achse jeder Ausgangstrommelwalze in einer Ebene senkrecht zur Gießebene benötigt wird.
- Fig. 7 ist eine schematische Draufsicht des oberen Gießbandes und seiner zwei Trommelwalzen 20 und 29, zur Darstellung der Art, in welcher eine Seitenschräglauflenkung der Ausgangstrommelwalze bewirkt, wie das umlaufende Band 24 gelenkt werden soll. Diese Fig. 7 unterscheidet sich von Fig. 3.
- Fig. 8 ist ein Aufriß, der die Seitenschräglauflenkung- und Bandspannvorrichtung für das untere Gießband zeigt.
- Fig. 9 ist eine Vergrößerung eines Teils von Fig. 8, zur klareren Darstellung der Seitenschräglaufvorrichtung.
- Fig. 10 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung von Fig. 9.
- Fig. 11 ist eine teilweise im Schnitt gezeigte Seitenansicht der Ausgangsführungs- und Kühlvorrichtung für das aus dein Doppelbandgießapparat austretende Gußprodukt.
- In neueren Doppelbandgießmaschinen wurden, wie dargestellt in Fig. 1, das obere und untere Band 24 und 26 jedes durch zwei Haupttrommelwalzen im Umlauf bewegt; wohingegen frühere Doppelbandgießapparate. wie in den in der Einleitung diskutierten Patenten gezeigt, manchmal mehr als zwei Haupttrommelwalzen für jedes Band verwendeten. In der Maschine von Fig. 1 wird das obere und untere Band 24 und 26 jeweils durch die Eingangstommelwalzen 29 und 30 angetrieben und die Bänder werden durch die Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 gespannt bzw. gestrafft und gelenkt.
- Die Gießbänder 24 und 26 werden wie Laufformglieder durch vielfach gerippte Stützwalzen 28 (in Fig. 1 sind aus Gründen der Darstellungsklarheit nur zwei gezeigt) geführt und festgehalten, so daß die gegenüberliegenden Bandgieß- oder Formoberflächen in einem vorgewählten Verhältnis über die gesamte Länge des Laufformabschnitts C beibehalten werden. Diese grippten Stützwalzen 28 sind von dem in der US-A-3,167,830 gezeigten und beschriebenen Typ.
- Ein flexibler, endloser Seitenlauf-Sperrdamm 32 (Fig. 11), gewöhnlich Kantendamm genannt, ist auf jeder Seite des Formabschnitts zum Einsperren der Metallschmelze 34 angeordnet. Die Gießbänder 24 und 26 sind normalerweise parallel zueinander über dein Formabschnitt C bis zu den letzten Stützwalzen 28 (Fig. 1).
- Die Gießbänder in neueren Doppelband-Gießapparaten des Standes der Technik liefen vom austretenden Gußprodukt P weg auseinander, nachdem sie das letzte Paar Stützwalzen 28 passiert hatten, um Spielraum zur Lenkeinwirkung zu liefern, die durch Neigung der Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 ausgeführt wird, wie durch den Winkel Θ angezeigt.
- Wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt, wurden die Bänder 24 und 26 durch Neigung der Achse der jeweiligen Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 in der Ebene senkrecht zur Ebene des Gießabschnitts C gelenkt, wie durch Θ in Fig. 2 gezeigt. Diese Neigung einer Ausgangstrommelwalze, z.B. der Walze 20 in Fig. 3, veranlaßte das gelenkte Band 24 die Eintrittstrommel 29 leicht schräg anzulaufen. Falls beispielsweise das Ende A von Trommelwalze 20 leicht erhöht wäre, während Ende B leicht abgesenkt wäre, wie in Fig. 3 gezeigt würde das Gießband 24 dazu veranlaßt werden, in Richtung 36 gelenkt zu werden. Das Band würde in die Gegenrichtung gelenkt, falls Ende B angehoben wäre, während Ende A abgesenkt wäre.
- Im Seitenschräglauf-Lenkverfahren und der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist die Achse der Ausgangstrommelwalze, z.B. der Walze 20 in Fig. 7, schräg gelegt in eine Ebene, die parallel zu der Ebene des Gießabschnitts ist, und in eine Ebene, die durch die (koplanar mit der) Achse der Eingangstrommelwalze 29 verläuft. Schrägstellung in Richtung des Pfeils 38 -im Gegenuhrzeigersinn von oben gesehenveranlaßt, daß das Band 24 in die Richtung von Pfeil 40 gelenkt wird. Umgekehrt erzeugt eine Schrägstellung der Ausgangstrommelwalze in die Gegenrichtung eine Lenkung in die Gegenrichtung von Pfeil 40.
- Die Schrägstellung von Ausgangstrommelwalze 20 veranlaßt, daß das umlaufende Band 24 die Eingangstrommelwalze 29 leicht schräg anläuft und bewirkt so, daß das Band in der gewünschten Achsenrichtung entlang der Eingangstrommel weiterläuft, um das Band in seiner gewünschten seitlichen Position im Doppelbandgießapparat zu halten. Darüberhinaus wird das Band auch sofort seitlich in die gewünschte Lenkrichtung durch Seitenschrägstellung einer joch-befestigten Ausgangstrommelwalze verstellt, wie später erläutert wird.
- Aufgrund dieser Seitenschräglenkung werden die Gießbänder 24 und 26 befähigt das gegossene Produkt P, wie in Fig. 6 gezeigt, den ganzen Weg bis zu den Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 festzuhalten, wo die Bänder beginnen auf der Walze umzulaufen. So wird eine effektive Vergrößerung der Laufformlänge plus einer Stetigkeit des Wärmeübergangs aus dem gegossenen Produkt geliefert. Diese Seitenschräglenkung befähigt auch jedes Gießband 24 und 26, angrenzend an die Gießerausgangstrommel 20 und 22 mittels gerippter Aufspannplatten verschiebbar gelagert zu werden, wie in den später zu beschreibenden Figuren 4 und 5 gezeigt.
- Die Figuren 8, 9 und 10 zeigen eine Vorrichtung zur Erzeugung der oben beschriebenen Lenkeinwirkung, und eine solche Vorrichtung wird für das untere Band 26 beschrieben, das in Fig. 8 in gestricheltem Umriß gezeigt ist. Das Band 26 wird durch Antrieb der Eingangstrommelwalze 30, wie durch den Antriebspfeil 31 angezeigt, um die Eingangs- und Ausgangstrommelwalzen 30 und 22 gedreht. Der Pfeil 33 zeigt die Austrittsrichtung des Gußprodukts P (Fig. 6) an. Die Ausgangstrommelwalze 22 wird von einem Joch 50 getragen, das eine verschiebbar angebrachte Stützwelle 52 besitzt. Diese Welle 52 ist in Übergangsrohren 54 und 56 innerhalb eines zylindrischen Trägers 58 angebracht, der an einem Rahmenträger 62 des Rahmens 60 des Transportlaufträgers für das unter Gießband 26 befestigt ist.
- Um Spannung auf das Gießband 26 auszuüben, gibt es einen großen hydraulisch betriebenen Zylinder 64, der am Träger 58 befestigt ist und der eine Kolbenstange 66 besitzt, die versteift ist mit der längs angeordneten, seitlich eingeklemmten aber verschiebbaren Jochwelle 52. Die Kolbenstange 66 reicht in die Hohlfassung 68 innerhalb des Zulaufendes der verschiebbaren Jochwelle und ist mit einem Stift 70 an dieser Welle befestigt.
- Eine Neigung des Jochs 50 wird durch einen hydraulisch betriebenen Lenkzylinder 72 (Fig. 8) eingestellt, die auf dem Transportrahmen 60 montiert ist und deren Kolbenstange 74 mittels eines Drehgelenks 76 mit einem Lenkhebel 78 verbunden ist.
- Dieser Hebel 78 besitzt ein Drehpunktgelenk 80 auf einer Halterung 82, die auf dem Transportrahmen 60 befestigt ist. Das Gegenende deses Hebels 78 ist mittels eines Drehgelenks 84 mit einem Gehäuse 86 verbunden, das am Joch 50 befestigt ist.
- Es sei angemerkt, daß dieser Lenkhebel 78 ein zweiseitiger Hebel ist und sein mit der Kolbenstange 74 angetriebener Kraftarm ist beträchtlich länger als sein Lastarm, der über Gehäuse 86 mit dem Joch 50 verbunden ist. So wird durch diesen Hebel 78 ein Kraftgewinn geliefert beim Bewegen des Gehäuses 86 und des Jochs 50, wie durch den Doppelpfeil 88 angezeigt.
- Die Wirkung des Lenkzylinders 72 ist in Abhängigkeit von Lenkkommandos alternativ, zu drücken, zu ziehen oder neutral zu sein. Die so auf das Stahljoch 50 ausgeübte Kraft 88 veranlaßt das Joch, eine elastische Winkelauslenkung oder Schrägstellung durchzumachen, die in der Ebene liegt, die definiert ist durch die Rotationsachsen der Trommelwalzen 22 und 30, d.h. komplanar mit jener Ebene -- daher die Bezeichnung koplanare (oder seitliche) Schräglenkung.
- Bei der gegebenen hohen Steifigkeit metallischer Bänder ist nur ein sehr kleiner Betrag an Bewegung in transversaler/Quer-Richtung 88 nötig oder ausführbar beim seitlichen Schröglenken, in der vorliegenden Vorrichtung ist der Betrag normalerweise 0,020 Inch (0,5 mm). Dies stellt eine Winkelauslenkung von ungefähr 1/1000 rad oder ungefähr 3,4 Bogenminuten dar. Die Obergrenze einer nützlichen Winkelauslenkung wurde noch nicht erforscht, aber es wird vermutet, sie liegt innerhalb 3/1000 rad oder 10 Bogenminuten. In der beschriebenen Vorrichtung ist die bevorzugte kraftausübende Einrichtung am Ende vom Kraftarm des Hebels 78 -der Lenkzylinder 72- ist ein Kurzhubzylinder, manchmal "Stoßzylinder" genannt, der einen Gesamthub von nur ungefähr ¼ inch (6 mm) besitzt.
- Aufgrund der Montierung des bandstraffenden Zylinders 64 auf einem Träger 58, welcher seinerseits auf dem Transportrahmen bei 62 nahe der Drehhalterung montiert ist und durch Verwendung einer Gelenkverbindung 70 zwischen der Kolbenstange 66 und der verschiebbaren Jochwelle 52, ist die bandspannende Vorrichtung in Bezug auf seitliche Schräg-Kraft und -Bewegung 88 im wesentlichen isoliert vom Joch 50. So widersetzt sich die bandstraffende Vorrichtung vorteilhaft nicht der oder behindert nicht die seitliche Schräglenkeinwirkung 88.
- Die Befestigungsanordnung jeder Ausgangstrommelwalze liefert vorteilhafterweise einen effektiven Befestigungspunkt M (Fig. 7), zulaufseitig der jeweiligen Ausgangstrommelwalze gelegen, wobei jener Befestigungspunkt und die Achse der jeweiligen Ausgangstrommelwalzen eine Ebene definieren, die annähernd parallel zur Ebene des Gießabschnitts C (Fig. 6) ist.
- Die Figuren 9 und 10 zeigen, daß der Lenkzylinder 72 auf Zapfen 90 montiert ist, die getragen werden durch am Transportrahmen 60 befestigte Lagerstühle 92. Die Halterung 82 fährt über den Lenkhebel 78, welcher auf Muffenlager 94 montiert ist und auf seinem Hebeldrehgelenk 80 durch Abstandunterlegscheiben 96 positioniert wird. In Fig. 10 ist angemerkt, daß der nahe beim Hebeldrehgelenk 80 gelegene Teil des Lenkhebels 78 im Querschnitt vergrößert ist, um zusätzliche Festigkeit dafür zu liefern, dem in einem solchen Hebel wirkenden Biegemoment zu widerstehen.
- Um das Gehäuse 86 von der der Vor-/Rück-Bewegung (rechts/links in Fig.10) des Drehgelenks 84 als Ergebnis einer Schwenkbewegung (Pfeil 98) des Hebels 78 um sein Hebeldrehgelenk 80 zu isolieren, ist das Drehgelenk 84 auf einem Gleitstück 100 montiert, das im Gehäuse 86 sitzt und relativ zum Gehäuse 86 auf und ab verschiebbar ist.
- Fig. 9 zeigt die Rippen 102 auf der Ausgangstrommelwalze 22, die erlauben, daß das mit hoher Geschwindigkeit entlang der Innenfläche des umlaufenden Bandes 26 (nicht gezeigt in Fig. 9) laufende Kühlwasser (nicht gezeigt) durch Abfließen in den Rillen zwischen diesen Rippen auf der Trommelwalze 22 entfernt wird. Der Betrieb eines Doppelband-Gießapparats einschließlich Kuhlung der Gießbänder wird genauer in den in der Einleitung aufgelisteten und unter Bezugnahme in der Beschreibung aufgenommenen Entgegenhaltungen erläutert.
- Um die Orientierungsjustierung der Achse der Ausgangstrommelwalze 22 relativ zum Transportrahmen 60 für eine präzise Ausrichtung dieser Ausgangstrommelwalze zur Gießebene C (Fig. 6) zu ermöglichen, wird ein Trommelwalzenlager (nicht gezeigt) in einem drehbaren Exzenterteil 104 geführt. Dieser Exzentereinbau 104 für das Trommelwalzenlager wird in eine gewünschte Justierposition gedreht und wird dann durch Haltebolzen 106 am Ort gesichert, die von einem Stellring 108 gehalten werden und in Stecklöchern 110 im Exzentereinbauteil 104 einkuppeln.
- Eine vorteilhafte und nützliche Folge des Seitenschräglenkverfahrens und der Vorrichtung, die das Joch 50 wie beschrieben verwenden, ist, daß die Ausgangstrommelwalze 20 und mit ihr das Band, wie in Fig. 7 durch Pfeil 112 gezeigt ist, sofort leicht in die gewünschte Lenkrichtung 40 verstellt wird, wenn ein Lenkbefehl den Lenkzylinder 72 veranlaßt, das Joch 50 zu bewegen.
- Die Aufmerksamkeit sei auf Figuren 4 und 5 gerichtet, dort sind jeweils eine obere und eine untere Stützaufspannplatte 124 und 126 für das obere und untere Gießband 24 und 26 (Fig. 6) gezeigt. Die oberen und unteren Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 sind in gestricheltem Umriß gezeigt, und ihre Rippen sind mit 102 bezeichnet. Der obere und untere Transportrahmen sind jeweils in gestricheltem Umriß bei 61 und 60 gezeigt.
- Die obere Aufspannplatte 124 ist am oberen Transportrahmen 61 mittels exzentrisch justierbaren Befestigungswellen 127 und 128 angebracht. Beide dieser Wellen werden durch eine Backe 129 festgehalten, die in gestricheltem Umriß gezeigt ist und mit Kopfschraube 130 am Transportrahmen 61 befestigt wird. Die Zulaufwelle 127 wird vertikal von einem Schieber 132 festgehalten, welcher verschiebbar in einer Steckvertiefung 134 aufgenommen ist, die sich in Zulauf-/Austritts-Richtung in der oberen Aufspannplatte 124 zur Erleichterung einer exzentrisch justierbaren Montage dieser Aufspannplatte in der Doppelbandmaschine erstreckt. Diese obere Aufspannplatte enthält viele relativ enge Rippen 136 die sich in Zulauf-/Austritts- Richtung (links/rechts in Fig. 4) erstrecken und mit ihren Arbeitsflächen mit der Innenfläche des jeweiligen Gießbandes komplanar sind. Die Rippen unterdrücken eine Wölbung des oberen Gießbandes (nicht gezeigt), während sie den Hochgeschwindigkeitsfluß von Kühlwasser in die Austrittsrichtung entlang der Innenfläche des oberen Gießbandes anpassen. Die Rippen jeder der jeweiligen Aufspannplatten 124 und 126 sind miteinander verbunden. Der Steg ist in den Bereichen 141 weggelassen, um Spielraum zum Ineinandergreifen mit den kreisförmigen Rippen 102 der jeweiligen Ausgangswalzen 20 und 22 zu liefern.
- Die untere Aufspannplatte 126 ist am unteren Transportrahmen 60 mittels exzentrisch justierbaren Befestigungswellen 137 und 138 angebracht. Die Zulaufwelle 137 wird von einer Klemme 139 gehalten, die mit einer Klemmschraube 140 festgezogen ist. Die Austrittswelle 138 wird von einer andern Klemme 142 gehalten, die mit einer Klemmschraube 144 festgezogen ist. Eine Backe 146 ist mit Schrauben 154 auf der Außenseite des unteren Transportrahmens anstoßend an die Wellenklemmen 139 und 142 festgemacht, um sie justierbar festzuhalten.
- Der Exzenter 150 der Austrittswelle 128 für die obere Aufspannplatte 126 ist in Fig. 4 in gestricheltem Umriß gezeigt. Der Exzenter 150 der Austrittswelle 138 für die untere Aufspannplatte 126 ist in Fig. 5 gezeigt. Diese Exzenter 150 sind in den jeweiligen Aufspannplatten drehbar in Muffen 152 aufgenommen. Jede justierbare Befestigungswelle 127, 128, 137 und 138 enthält ein offenliegendes konzentrisches hexagonales Teil 143, an welchem ein Schraubenschlüssel angesetzt werden kann zur Justierung der Orientierung der Exzenter 150 und damit der vertikalen Position der jeweiligen Aufspannplatten.
- Aus Bequemlichkeit der Darstellung zeigt Fig. 4 die Aufspannplatten 124 und 126 sich in Zulauf-/Austrittsrichtung horizontal erstreckend. Es muß verstanden werden, daß die Gießebene C dieses Doppelband-Gießapparats und dieser Aufspannplatten abwarts in Austrittrichtung mit einem geeigneten Winkel, z.B. 6 Grad zur Horizontalen, geneigt sind, wie in Fig. 6 dargestellt.
- In Fig. 5 ist ein Abschnitt der unteren Aufspannplatte 126 gezeigt, wie zu sehen bei Blick in Richtung 5-5 in Fig. 4. Ein Abschnitt des unteren Transportrahmens 60 ist in gestricheltem Umriß gezeigt. Die exzentrisch justierbare Befestigungswelle 138 wird gesehen, wie sie sich durch Befestigungsloch 148 im Rahmen 60 erstreckt und in einem exzentrischen zylindrischen Ende 150 endigt, das in einem Loch 152 in der Aufspannplatte 126 aufgenommen wird. Ein Abschnitt der Befestigungswelle 138 ist hexagonalförmig, um für einen Schraubenschlüssel zu dienen, die vertikale Position von Aufspannplatte 126 zu justieren. Die Plattenrippen 136 können mit entfernbaren Einsätzen versehen sein, solche wie mit 156 bezeichnet, und durch Schraube 158 gehalten sein.
- Wie in Figur 11 gezeigt wird das aus dem Doppelband - Gießapparat austretende Gußprodukt P geführt und gestützt durch eine Ausgangsführungs- und Stützvorrichtung 160, die direkt anschließend an die umlaufenden Gießbänder 24 und 26 am Ausgang E der Gießmaschine positioniert ist. Der Zweck dieser Vorrichtung 160 ist, einer Wöllbung der relativ dünnen Gießhaut 162 entgegenzuwirken, welche sich ergeben kann durch den metallostatischen Druck des noch geschmolzenen Innern 34, was herrührt vom Hochgeschwindigkeits-Gießbetrieb, sowie eine direkte Spruhkühlung des Gußprodukts P bereitzustellen. Wenn dieses Produkt eine Stahlbramme mit einer Dicke von der Größenordnung von ungefähr 1 Inch/Zoll ist, wird geschätzt, daß ihr geschmolzenes Inneres oder flüssiger Kern 34 sich abwärts von Ausgang E über eine Entfernung bis zu ungefähr 10 Fuß in solch einem Hochgeschwindigkeits- Stranggießbetrieb erstrecken kann.
- Aus Bequemlichkeit der Darstellung, sind das Gußprodukt P und seine Austrittsvorrichtung 160 in Figur 11 in horizontaler Beziehung gezeigt. Es muß verstanden werden, daß sie in Austrittsrichtung abwärts geneigt sind, um zum Winkel der Gießebene C zu passen (Figur 6).
- Die Austrittsvorrichtung 160 umfaßt eine Sprühkammereinfassung 164, die eine geeignete Austaßröhre und Entwässerung (nicht gezeigt), Druckkühlwasser- Verbindungsleitungen 166, 167 zur Versorgung von oberen und unteren Sprühverteilerrohren 168, 169 mit Vielfachdüsen, die noch beschrieben werden und eine Vielzahl gegenüberliegender Paare von Stütz- und Führungswalzen 170, 172, 174 und 176 besitzt.
- Unter Druck stehendes Kühlwasser 178 wird unter einem Druck im Bereich zwischen ca 30 Pounds pro Zoll² (p. s. i.) und 120 p. s. i. durch die Verbindungsleitungen 166 und 167 in die Sprühverteilerrohre 168, 169 geliefert. Diese Verteilerrohre 168 und 169 überspannen die gesamte Breite des Gußprodukts und besitzen vielfach interne Gewinderohrmuffen 180, die in Durchgangsoffnungen in der Wandung des jeweiligen Verteilerrohres eingeschweißt und senkrecht auf das Gußprodukt gerichtet sind. In jede dieser Verbindungsleitungen 180 ist eine Sprühdüse 184 geschweißt, um ein gleichmäßig verteiltes konisches Sprühstrahlmuster 184 von Kühlwasser auf die Gießhaut 162 zu richten. Diese Düsen sind beispielsweise "Full Jet" - Düsen erhältlich von Spraying System Company in Wheaton, Illinois 60187, die gestaltet sind, einen vollständigen Spruhkonus 184 mit gleichmaßiger Verteilung des Sprühstrahlmusters zu erzeugen.
- Es muß verstanden werden, daß die Düsen 182 mit gleichmäßigen Abständen seitlich in drei Reihen angeordnet sind, die sich entlang der vollen Breite der Gußbramme P erstrecken und genügend nah in ihren jeweiligen Reihen mit Zwischenraum angeordnet sind, damit ihre Sprühstrahlen 184 in seitlicher Richtung überlappen, um eine starke Kuhlung zu erzeugen. In der Zulauf- / Austritts- Richtung ist, wie in Figur 11 zu sehen, die zweite Reihe Düsen 182 in der Mitte zwischen den Achsen der zweiten und dritten Walze 172 und 174 und die dritte Reihe Düsen 182 ist so angeordnet, daß ihre Sprühstrahlmuster in der Mitte zwischen den Krümmungsflächen der dritten und vierten Walzen 174 und 176 gelegen sind. Die erste Reihe Düsen 182 ist ungefähr in der Mitte zwischen den ersten und zweiten Walzen 170, 172 angeordnet, aber in Austrittsrichtung ist sie etwas versetzt, um einen Spielraum zwischen den Sprühverteilerrohren und der Krümmung der umlaufenden Gießbänder 24, 26 zu liefern. Um einen Spielraum zur Kühlung des Gußprodukts P relativ nah am Stranggießerausgang E zu liefern, während gleichzeitig die Gußhaut 162 gestützt und geführt wird, hat das erste Paar Rollen 170 den kleinsten Durchmesser, z. B. in der Größenordnung 4.44cm bis 5.1 cm (1.75 Zoll bis 2.00 Zoll). Es muß verstanden werden, daß jede dieser Rollen 170 in relativ kurze Abschnitte segmentiert ist, die Zwischen-Stützen und - Lager (nicht gezeigt) besitzen, um einer Biegung dieser Rollen relativ kleinen Durchmesser entgegenzuwirken, welche sich über die gesamte Breite des Gußprodukts P erstrecken.
- Kühlmittelversorgungsrohre 186 und 187 treten im Gebiet zwischen den gewölbten Außenflächen der jeweiligen um die Ausgangstrommelwalzen 20 und 22 laufenden Gießbänder 24 und 26 hervor. Diese Röhre 186 und 187 tragen vielfache Sprühdusen 188, die mit gleichmäßigen Abständen seitlich entlang der Breite der Gußbramme P angeordnet sind, um ihre Sprühstrahlen 190 in seitlich überlappender Weise für eine starke Kühlung zu lenken. Die Düsen 188 sind mit einem Auftreff-Winkel von ca. 45º relativ zur Ebene des Gußprodukts in Zulaufrichtung auf den Gießerausgang E gerichtet, um zu bewirken, daß ihre Spruhstrahlen 190 auf der Gießhaut 162 über den ganzen Bereich dieser Haut zwischen dem Ausgang E und den ersten Rollen 170 auftreffen. Der Auftreffwinkel der Düsen 188 kann wesentlich geringer als 45º sein , sollte aber nicht weniger als etwa 10º betragen, um die Sprühflüssigkeit nicht zu zwingen über den Ausgang E hinaus in den Formabschnitt C vorzudringen.
- Es sei angemerkt, daß die unteren Rohrleitungen 187 dazu angeordnet sind, die zwei Seitensperren 32 (nur eine ist in Figur 11 zu sehen) zu reinigen, welche aus dein Gießerausgang E laufen, über das Gußprodukt fahren und dann abwärts abbiegen, und die auf der Außenfläche des unteren Gießbandes 26 befördert werden.
- Die zweiten und dritten gegenüberliegenden Paare von Rollen 172 und 174 sind mit gleichem Durchmesser gezeigt, z. B. jede mit 7.62 cm (3 inch), während die vierten Rollen 176 die größten sind, z. B. jede mit 10.2 cm (4 inch) Durchmesser. Aufgrund ihrer erhöhten Steifigkeit gegenüber Biegeverformung verglichen mit den Rollen 170, enthalten die Rollen 172 und 174 weniger Segmente und weniger Zwischenstützen und Lager als die ersten, kleinsten Rollen 170, während die größten vierten Rollen 176 abhängig von der Spannbreite über die volle Breite der Gußbramme P segmentiert sein können/müssen.
- Die in Figur 11 gezeigte Führungs-, Stütz- und Kühlvorrichtung 160 erstreckt sich über eine Länge von etwa 36 inch vom Gießerausgang E. Der erste Satz gegenüberliegender Rollen 170 ist mit ihren Zentren etwa 23.2 cm (9 1/8 Inch) vom Ausgang angeordnet gezeigt. Der zweite Satz Rollen 172 ist etwa 7 ¼ Inch bei Zentrum-Zentrum-Messung der Rollen 170 angeordnet gezeigt, und die dritten Rollen 174 befinden sich 7 ½ Inch von den Zentren der zweiten Rollen 172 und die vierten Rollen 176 befinden sich 7 3/4 Inch von den Zentren der dritten Rollen 174 entfernt. So besitzen alle diese vier Sätze von Rollen Zentrum-Zentrum-Abstande im Bereich von etwa 7 inch bis etwa B inch. Der Abstand zwischen Rollen 174 und 176 kann bis auf 14 inch erhöht werden, ohne eine unerwünschte Wölbung der Gußhaut 162 zu erlauben.
- Die Stichstrecke abwärts etwa 16 Fuß von Gießerausgang E kann eine Druckwalzvorrichtung, gefolgt von einem Walzwerk, wie in der Einleitung diskutiert, gelegen sein. Eine zusätzliche ähnliche Führungs-, Stütz- und Kühlvorrichtung wird austrittsseitig von dieser Vorrichtung 160 verwendet zum Stranggießen und Walzen eines Stahlbrammenerzeugnisses P. Eine derartige Vorrichtung erstreckt sich soweit wie die Druckwalzen, welche Paare gegenuberliegender Rollen umfassen, ähnlich den Rollen 176 aber viel größer im Durchmesser sind, mit Druckauftreff- Konussprühdüsen, die ähnlich wie die Düsen 182 zwischen diesen Rollen angeordnet sind.
- Es sei angemerkt, daß Außenflächen (Gießflächen) der Bänder 24 und 26 von den Sprühstrahlen 190 naß werden. So ist es wichtig, die Außenflächen beider Bänder während ihres Rücktaufs (bitte siehe Figur 6) zu den Eingangstrommelwalzen 29 und 30 vollständig zu trocknen. Eine derartige vollständige Trocknung der äußeren Bandflächen wird mit Druckluftströmen ausgeführt; bei den näher an den Trommelwalzen 20, 22 befindlichen ersten Luftströmen handelt es sich um Luft bei Raumtemperatur. Die letzten Luftströme näher an den Eingangstrommelwalzen 29, 30 sind erhitzte Luft mit genügend hoher Temperatur für eine vollständige Verdampfung jeglicher an der Bandoberfläche haftender Restfeuchte.
- Dauergießgeschwindigkeiten von 12.2 m/min (480 Inch/min (40 Fuß/min)) wurden für 1-Inch (25.3 mm) Gußdicke eines kohlenstoffarmen Stahls von 17 inch (432 mm) Breite erreicht unter Anwendung des Verfahrens und der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung mit einer effektiven Laufformlänge von 75 inch (1905 mm).
Claims (19)
1. Verfahren zum Lenken eines Gießbandes (24 oder 26) in
einer Stranggießanlage für Stahl (34), wobei eine
Doppelband-Gießmaschine, die obere und untere Gießbänder (24,26)
besitzt, welche jeweils um obere und untere
Ausgangstrommelwalzen (20,22) umlaufen, ein Stahlgußerzeugnis P
produziert, das relativ hohe Gießgeschwindigkeitsanforderungen
stellt, wobei diese umlaufenden Gießbänder einen ebenen
Laufformgießabschnitt C zwischen sich definieren, worin
das jeweilige umlaufende Gießband über eine letzte
Stützwalze (28) hinaus läuft, die zulaufseitig von der
jeweiligen Ausgangstrommelwalze (20 oder 22) liegt, und
wobei das Gußstahlerzeugnis P zwischen den umlaufenden
Gießbändern bei einem Ausgang herausbefördert wird, der
zwischen den Ausgangstrommelwalzen (20 und 22) liegt, wobei
das Lenkverfahren, das relativ hohe
Hochgeschwindigkeitsgießanforderungen eines Stahlerzeugnisses P mittels einer
derartigen Doppelband-Gießmaschine erreicht, durch die
folgenden Schritte gekennzeichnet ist:
jedes umlaufende Gießband (24 oder 26) wird durch
seitliches Schrägstellen (38 und 112) der jeweiligen
Ausgangstrommelwalze (20 oder 22), um welche das Gießband umläuft,
gelenkt, wobei die seitliche Schrägstellung der
Ausgangstrommelwalze in koplanarer Beziehung zu dem ebenen
Laufgießabschnitt C steht, so daß jedes umlaufende Gießband
das gegossene Produkt im Abschnitt zwischen der letzten
Stützwalze (28) und der jeweiligen Ausgangstrommelwalze
(20 oder 22) festhalten kann,
ein Gegenwalzkontakt (170) wird an das Gußstahlerzeugnis p
bei einem Abstand vom Ausgang E angelegt, der effektiv ist
für den Wölbungswiderstand, wobei der
wölbungswiderstandeffektive Abstand eine wesentliche Wölbung der erstarrten
Haut (162) des Gußstahlerzeugnisses p verhindert, der den
Flüssigstahlkern (34) umschließt, und
ein Wassersprühstrahl (190) wird auf die erstarrte Haut
(162) zwischen dem Ausgang E und dem Gegenwalzkontakt
(170) geleitet (188), und
der Wassersprühstrahl (190) wird in Zulaufrichtung mit
einem gegen den Ausgang E geneigten Winkel gerichtet
(188), wobei der Winkel bezüglich der erstarrten Haut
(162) besteht und ein spitzer Winkel größer als etwa 10º
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die obere Trommelwalze
(20) in dem koplanaren Verhältnis gleichzeitig mit dem
Schrägstellen (38,112) verschoben (112) wird, wobei das
Verschieben (112) der oberen Trommelwalze (20) in eine
Richtung (40) geht, in der das obere Band (24) gelenkt
werden soll, und wobei die untere Trommelwalze (26) in dem
koplanaren Verhältnis gleichzeitig mit dem Schrägstellen
(38,112) verschoben wird und wobei das Verschieben (112)
der unteren Trommelwalze (26) in eine Richtung (40) geht,
in die das untere Band gelenkt werden soll.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei jede
Ausgangstrommelwalze (20 und 22) drehbar in einem Joch
(50) angeordnet ist, das wiederum auf seiner eigenen längs
angeordneten, verschiebbaren Welle (52) gelagert ist, die
sich senkrecht zur Achse der Lenktrommelwalze (20 oder 22)
erstreckt, und daß eine Kraft auf das Joch (50) ausgeübt
wird (88), was zu einer kleinen Winkelschrägstellung
(38,112) der Achse der Ausgangstrommelwalze (20 oder 22)
in einer Ebene führt, die im wesentlichen parallel zu der
ebenen Laufform C ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die verschiebbare Welle
(52) und das Joch (50) proportioniert, seitlich geführt
und gestützt werden, um elastisch flexibles Schwenken
(38,112) der Lenktrommel (20 oder 22) um einen effektiven
Drehpunkt M in der Ebene als Reaktion auf die Kraft (88)
zum Erzeugen der kleinen Winkelschrägstellung zu gewähren.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem die kleine
Winkelschrägstellung auf 10 Bogenminuten beschränkt ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei jedes
der umlaufenden Gießbänder (24,26) eine Außenfläche, die
durch einen Zwischenraum getrennt der Außenfläche des
anderen Gießbandes gegenüberliegt, um den
Laufformgießabschnitt C zwischen ihnen zu definieren, sowie eine
Innenfläche
besitzt, um das Band mit einem flüssigen Kühlmittel
zu kühlen, das längs entlang der Innenflächen läuft, wobei
das Verfahren die Schritte einschließt:
ein Paar von Aufspannplatten (124,126) wird vorgegeben,
von denen jede sich längs erstreckende parallele,
koplanare Rippen (136) aufweist,
die Rippen einer Aufspannplatte (124 oder 126) werden in
Gleitkontakt mit der Innenseite eines Gießbandes (24 oder
26) in dem Abschnitt zwischen der jeweiligen letzten
Stützwalze (28) und der jeweiligen Ausgangstrommelwalze
(20 oder 22) gebracht, wobei sich die Rippen (136) längs
entlang der Innenfläche des einen Bandes (24 oder 26)
erstrecken, um das längs entlang der Innenflächen fließende
Kühlmittel unterzubringen und mit der Außenfläche des
einen Bandes (24 oder 26) das Gußprodukt P festzuhalten,
und
die Rippen (136) der anderen Aufspannplatte (126 oder 124)
werden in Gleitkontakt mit der Innenfläche des anderen
Gießbandes (26 oder 24) in den Abschnitt zwischen der
jeweiligen letzten Stützwalze (28) und der jeweiligen
Ausgangstrommelwalze (22 oder 20) gebracht, wobei sich die
Rippen (136) längs entlang der Innenfläche des anderen
Bandes (26 oder 24) erstrecken, um das längs entlang der
Innenfläche fließende Kühlmittel unterzubringen und mit
der Außenfläche des anderen Bandes (26 oder 24) das
Gußprodukt P festzuhalten.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei
wenigstens ein zweiter und dritter dem Gußstahlerzeugnis p
gegenüberliegender Rollkontakt (172,174) austrittsseitig
vom ersten gegenüberliegenden Rollkontakt (170) mit einem
Mittenabstand von weniger als zehn Inch (Zoll) zwischen
aufeinanderfolgenden Rollkontakten zur weiteren Stützung
und Führung des Gußstahlerzeugnisses p angewendet und
wenigstens ein zweiter und dritter Sprühstrahl (184)
direkt auf das Gußstahlerzeugnis P zulaufseitig von dem
jeweils zweiten bzw. dritten gegenüberliegenden Rollkontakt
(172,174) zur weiteren Kühlung gegen das Gußstahlerzeugnis
P gerichtet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei ein vierter dem
Gußstahlerzeugnis P gegenüberliegender Rollkontakt (176)
austrittsseitig von dem dritten gegenüberliegenden
Rollkontakt (174) und mit einem Mittenabstand von weniger als
vierzehn Inch (Zoll) von dem dritten Rollkontakt (174)
angewendet und ein vierter Wassersprühstrahl (184) direkt
auf das Gußstahlerzeugnis P zwischen dem dritten und
vierten gegenüberliegenden Rollkontakt (174,176) gerichtet
wird.
9. Vorrichtung zum Lenken eines Gießbandes (24 oder 26) in
einer Doppelband-Stranggießmaschine für Stahl (34) zur
Produktion eines Gußstahlerzeugnisses P, das relativ hohe
Gießgeschwindigkeitsanforderungen stellt, wobei die
Doppelband-Gießmaschine obere und untere Gießbänder (24 und
26) aufweist, die jeweils um obere und untere
Ausgangstrommelwalzen (20,22) umlaufen, und das jeweilige
umlaufende Gießband (24 oder 26) hinter eine letzte Stützwalze
(28) läuft, die zulaufseitig von der jeweiligen
Ausgangstrommelwalze (20 oder 22) angeordnet ist, wobei das
Gußstahlerzeugnis P zwischen den umlaufenden Gießbändern bei
einem Ausgang E zwischen den Ausgangstrommelwalzen (20 und
22) herauskommt und wobei das Gußstahlerzeugnis P eine
erstarrte Haut (162) aufweist, die ein Stahlschmelzeinneres
(34) umschließt, wobei die Vorrichtung einen Guß des
Stahlerzeugnisses bei relativ hoher Geschwindigkeit durch
die Doppelband- Gießmaschine erreicht,
gekennzeichnet durch eine Lenkeinrichtung, die die
jeweilige Ausgangstrommelwalze (20 oder 22) in koplanarer
Beziehung mit jener erstarrten Haut (162) des
Gußstahlerzeugnisses P seitlich schräg stellt, wobei die
Lenkeinrichtung erste Befestigungseinrichtungen (50,52) zur
Befestigung der oberen Ausgangstrommelwalze (20) aufweist,
indem ein effektiver Befestigungspunkt M zulaufseitig von
der oberen Ausgangstrommelwalze (20) vorgesehen wird, und
der erste effektive Befestigungspunkt M und die Achse der
oberen Ausgangstrommelwalze eine erste Ebene definieren,
die parallel ist zu dem ebenen Laufformgießabschnitt C,
und erste Einrichtungen (72,78,80,84,86) zum Schrägstellen
der oberen Ausgangstrommelwalze (20) in der ersten Ebene
um den ersten effektiven Befestigungspunkt M, um das obere
Band (24) seitlich zu lenken (40), zweite
Befestigungseinrichtungen (50,52), um die untere Ausgangstrommelwalze
(22) zu befestigen, indem ein zweiter effektiver
Befestigungspunkt M zulaufseitig von der unteren
Ausgangstrommelwalze (22) vorgesehen ist, wobei der zweite effektive
Befestigungspunkt M und die Achse der unteren
Ausgangstrommelwalze (22) eine zweite Ebene definieren, die parallel
zu dem ebenen Laufformgießabschnitt C ist, und zweite
Einrichtungen (72,78,80,84,86) zum Schrägstellen der unteren
Ausgangstrommelwalze (22) in der zweiten Ebene um den
zweiten effektiven Befestigungspunkt M, um das untere Band
(26) seitlich zu lenken (40).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Lenkeinrichtung
eine Einrichtung aufweist, um die jeweilige
Ausgangstrommelwalze (20 oder 22) seitlich (112) in koplanarem
Verhältnis zu der erstarrten Haut (162) gleichzeitig mit dem
seitlichen Schrägstellen (38,112) der jeweiligen
Ausgangstrommelwalze (20 oder 22) zu verschieben, wobei die
Verschiebung (112) der jeweiligen Ausgangstrommelwalze (20
oder 22) in eine Richtung geht, welche die gleiche ist wie
die Lenkrichtung (40) des jeweiligen umlaufenden
Gießbandes (24 oder 26) durch dessen Schrägstellung (38,112), um
eine sofortige Lenkreaktion zu liefern.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die erste
Befestigungseinrichtung erste Zugeinrichtungen (64,66) zur
Bewegung der Achse der oberen Ausgangstrommelwalze (20) in die
Austrittsrichtung in der ersten Ebene aufweist, um das
obere Gießband (24) zu spannen, und die zweite
Befestigungseinrichtung zweite Zugeinrichtungen (64,66) zur
Bewegung der Achse der unteren Ausgangstrommelwalze (22) in
die Austrittsrichtung in der zweiten Ebene aufweist, um
das untere Band (26) zu spannen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der die erste
Befestigungseinrichtung ein erstes Joch (50) aufweist, das
drehbar die obere Ausgangstrommelwalze (20) trägt und eine
erste Welle (52) besitzt, die sich senkrecht zur Achse der
oberen Ausgangstrommelwalze (20) erstreckt, wobei die
Achse der ersten Welle (52) in der ersten Ebene liegt und
in axialer Richtung verschiebbar ist, und die erste
Zugeinrichtung (64,66) mit der ersten Welle (52) verbunden
(70) ist, um die Welle (52) axial zur Austrittsseite zu
verschieben, um das obere Band (24) zu spannen, und die
zweite Befestigungseinrichtung ein zweites Joch (50)
aufweist, das die untere Ausgangstrommelwalze (22) drehbar
trägt und eine zweite Welle (52) besitzt, die sich
senkrecht zur Achse der unteren Ausgangstrommelwalze (22)
erstreckt, wobei die Achse der zweiten Welle (52) in der
zweiten Ebene liegt und die zweite Welle in axialer
Richtung verschiebbar ist, und wobei die zweite
Spanneinrichtung (64,66) mit der zweiten Welle (52) verbunden (70)
ist, um die Welle (52) zum Austritt axial zu verschieben,
um das untere Band (26) zu spannen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei die
erste Einrichtung (72,78,80,84,86) zum Schrägstellen
(38,112) der oberen Ausgangstrommelwalze (20) einen ersten
Hebel (78) mit Kraftgewinn aufweist, und die zweite
Einrichtung (72,78,80,84,86) zum Schrägstellen (38,112) der
unteren Ausgangstrommelwalze (22) einen zweiten Hebel (78)
mit Kraftgewinn aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die erste
Einrichtung (72,78,80,84,86) zum Schrägstellen jener oberen
Ausgangstrommelwalze (20) einen ersten Hebel (78), der mit
dem ersten Joch (50) verbunden ist (84,86) und einen
Kraftgewinn besitzt, und die zweite Einrichtung
(72,78,80,84,86) zum Schrägstellen (38,112) der unteren
Ausgangstrommelwalze (22) einen zweiten Hebel (78)
aufweist, der mit dem zweiten Joch (50) verbunden ist (84,86)
und eine Kraftgewinn besitzt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, bei der
jeder Hebel (78) ein längs angeordneter zweiarmiger Hebel
ist, und der Hebel (78) einen Drehpunkt (80) und einen
Kraftarm (78) aufweist, der länger ist als der Lastarm,
wobei der Kraftarm (78) mit einer krafterzeugenden
Einrichtung (72,74) verbunden und der Lastarm mit dem Joch
(50) verbunden (84,86) ist.
16. Vorrichtung zum Lenken eines Gießbandes in einer
Doppelband-Gießmaschine, um ein Gießen eines Stahlerzeugnisses p
mit relativ hoher Gießgeschwindigkeit zu erreichen, nach
einem der Ansprüche 9 bis 15, mit:
Einrichtungen (124,126), um jedes Gießband (24 oder 26)
dazu zu veranlassen, das Produkt P festzuhalten, welches
in dem Abschnitt zwischen jener letzten Stützwalze (28)
und der jeweiligen Ausgangstrommelwalze (20 oder 22)
gegossen wird,
einem Paar gegenüberliegender Walzen (170), die in
Rollkontakt mit jener erstarrten Haut (162) in
Austrittsrichtung vom Ausgang E stehen, wobei das Paar von
gegenüberliegenden Walzen (170) bei einem
wölbungswiderstand-effektiven Abstand von dem Ausgang E angeordnet sind, um einer
wesentlichen Wölbung der erstarrten Haut (162)
entgegenzuwirken,
einer Sprühdüseneinrichtung (186,187), die oberhalb und
unterhalb des Gußstahlerzeugnisses P angeordnet ist, um
Kühlsprühstrahlen (190) von Wasser auf die erstarrte Hajut
(162) von oben und von unten in einem Abschnitt zwischen
dem Ausgang E und dem Paar gegenüberliegender Walzen (170)
auf zutragen, wobei die Sprühdüseneinrichtung (186,187) auf
die erstarrte Haut (162) mit einer Zielrichtung bei einem
spitzen Winkel relativ zu der erstarrten Haut (162)
gerichtet (188) und die Zielrichtung in Zulaufrichtung gegen
den Ausgang E geneigt ist, um die erstarrte Haut (162)
direkt an dem Ausgang E zu kühlen.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, bei der die Einrichtung, die
jedes Band veranlaßt, das im Abschnitt zwischen der
letzten Stützwalze (28) und der jeweiligen
Ausgangstrommelwalze (20 oder 22) gegossene Produkt festzuhalten,
aufweist:
ein Paar Aufspannplatten (124,126), von denen jede sich
longitudinal erstreckende, parallele, koplanare Rippen
(136) besitzt, und Einrichtungen (127,128,129 und
137,138,146) zur Befestigung der Aufspannplatten (124,126)
in Gleitkontakt mit dem oberen und unteren Gießband
(24,26) an einer Fläche jedes Bandes (24,26), die
entgegengesetzt zu dem Produkt P ist, das in einem Abschnitt
zwischen der letzten Stützwalze (28) und der jeweiligen
Ausgangstrommelwalze (20,22) gegossen wird.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, mit wenigstens
zweiten und dritten gegenüberliegenden Walzen (172,174), die
in Kontakt mit dem Gußprodukt P austrittsseitig von den
ersten gegenüberliegenden Walzen (170) kommen und mit
Mittenabständen von weniger als 10 Inch (25,4 cm) zwischen
aufeinanderfolgenden Walzen (170,172,174) entfernt sind,
um das Gußstahlprodukt
P weiter zu stützen und zu führen,
und mit einer Einrichtung (180,182), die wenigstens zweite
und dritte Sprühstrahlen (184) auf das Gußstahlerzeugnis P
zulaufseitig von den zweiten bzw. dritten
gegenüberliegenden Walzen (172,174) zur weiteren Kühlung des
Gußstahlerzeugnisses P auftreffen lassen.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, mit vierten
gegenüberliegenden Walzen (176) in Rollkontakt mit dem Gußerzeugnis P
austrittsseitig von den dritten gegenüberliegenden Walzen
(174) und die mit Mittenabständen von weniger als 14 Inch
(35,5 cm) von den dritten Walzen (174) entfernt sind, und
mit Einrichtungen (180,182), die vierte
Wassersprühstrahlen (184) auf das Gußprodukt P zwischen jenen dritten und
vierten Walzen (174,176) auftreffen lassen.
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