DE4041228C2 - Verfahren zur Herstellung von Hygieneerzeugnissen mit verstärkter Saugfähigkeit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Hygieneerzeugnissen mit verstärkter SaugfähigkeitInfo
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- A61F13/00987—Apparatus or processes for manufacturing non-adhesive dressings or bandages
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Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Hygieneerzeugnissen,
wie z. B. Damenbinden, Windelhöschen und Betteinlagen,
bei der eine Zellstoffkartonbahn durch mechanische Behandlung
zu einer voluminösen Fluff-Schicht aufbereitet, eine
Wäscheschutzfolienbahn parallel zur Fluff-Schicht zugeführt
wird und diese Bahnen gemeinsam durch Tissue-Zellstoff und
Vliesstoff umhüllt werden.
Auf dem Gebiet der Hygieneerzeugnisse ist eine Vielzahl
unterschiedlicher Lösungen bekannt. Gebräuchlich ist der
Aufbau solcher Erzeugnisse aus einer Fluff-Schicht, die durch
mechanische Behandlung aus einer Zellstoffkartonbahn hergestellt
wird, und einer Wäscheschutzfolienbahn, welche gemeinsam
durch Tissue-Zellstoff und Vliesstoff umhüllt werden.
Zur Erhöhung des Feuchtigkeitsaufnahmevermögens wurden als
Superabsorber bezeichnete chemische Verbindungen entwickelt
und in die Hygieneerzeugnisse aufgebracht. Dies geschieht
meist, indem der Superabsorber in Pulverform auf die Fluff-
Schicht gestreut wird, wie es z. B. in DE-PS 30 48 965 beschrieben
ist. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin,
daß durch seine Konzentration des Superabsorbers in einer
Schicht seine Wirkung im Erzeugnis eingeschränkt und nicht
in jedem Fall eine völlig gleichmäßige Auftragung des Pulvers
gewährleistet ist. Als günstiger für die Verstärkung
der Saugfähigkeit wird daher die gleichmäßige Verteilung des
Superabsorbers in der gesamten Fluff-Schicht betrachtet.
Eine Lösung zur Herstellung eines derartigen Erzeugnisses ist
in US-PS 39 03 889 beschrieben. Dabei wird die Fluff-Schicht
mit einer Mischung eines Superabsorbers und eines Bindemittels
besprüht bzw. begossen. Nachteilig ist bei diesem Verfahren
insbesondere, daß es für eine kontinuierliche Fließfertigung,
die durch eine hohe Maschinengeschwindigkeit gekennzeichnet
ist, ungeeignet ist, da die durchfeuchtete
Fluff-Schicht erst getrocknet werden müßte, bevor sie mit den
anderen Bahnen umhüllt werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung
von Hygieneerzeugnissen mit verstärkter Saugfähigkeit
zu entwickeln, das hochproduktiv ist und eine größt
mögliche Wirksamkeit des Superabsorbers im Erzeugnis gewähr
leistet, und dabei den Verfahrensschritt des Einbringens des
Superabsorbers in die Fluff-Schicht so zu gestalten, daß
eine gleichmäßige Verteilung des Superabsorbers in der Fluff-
Schicht erreicht und eine Störung des Verfahrensablaufs der
maschinellen Fließfertigung der Hygieneerzeugnisse vermieden
wird.
Erfindungsgemäß wird auf den Zellstoffkarton, der durch mechanische
Behandlung zu einer voluminösen Fluff-Schicht aufbereitet
und gemeinsam mit einer parallel zugeführten Wäsche
schutzfoliebahn durch Tissue-Zellstoff und Vliesstoff umhüllt
wird, eine wasserhaltige Suspension eines Superabsorbers
aufgetragen.
Die Suspension kann sowohl aufgesprüht als auch aufgepflatscht
werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch seine
große Einfachheit aus. Ohne den gebräuchlichen Verfahrensablauf
der Fließfertigung von Hygieneerzeugnissen zu stören,
wird zusätzlich der Superabsorber in die Fluff-Schicht eingebracht.
Dies ist möglich, da der in Form einer Suspension auf
der Oberfläche der Zellstoffkartonbahn befindliche Superabsorber
durch die mit mechanischen Mitteln erfolgende Auflösung
des Zellstoffkartons zu Flocken so verteilt wird, daß er in
der aus den Flocken gebildeten Fluff-Schicht eine homogene
Verteilung aufweist. Während der mechanischen Behandlung verliert
sich auch die durch die Suspension erzeugte Feuchtigkeit,
so daß ein zusätzlicher Trocknungsprozeß nicht erforderlich
ist.
Als Absorbermaterial dient vorzugsweise eine wäßrige oder
wäßrig-alkoholische Suspension eines Zelluloseacetatsulfats
mit einem Substitutionsgrad an Sulfatestergruppen (DSs) von
0,1-0,6 und an Acetylgruppen (DSAc) von 2-2,5. Als Sus
pensionsmittel dienen Wasser oder Alkohol-Wasser-Mischungen
mit Alkoholgehalten von 5-40 bzw. 70-96 Volumenanteilen
in %. Der Polymergehalt der Suspension liegt zwischen 2 und
20 Masseanteilen in %, wobei im unteren Konzentrationsbereich
das Aufsprühen, im oberen das Aufpflatschen zur Anwendung
kommt.
Überraschend wurde gefunden, daß sich die Superabsorberteilchen
während des Prozesses der mechanischen Behandlung so an
die Zellstoff-Flocken anlagern, daß der Einsatz zusätzlicher
Bindemittel überflüssig ist. Dies ist besonders deshalb vorteilhaft,
da bei Hygieneerzeugnissen hohe Anforderungen an
die Körperverträglichkeit aller im Erzeugnis enthaltenen Substanzen
gestellt werden und jede zusätzliche Substanz negative
Auswirkungen haben könnte.
Das Aufbringen der Suspension auf den Zellstoffkarton kann in
einfacher Weise durch Aufsprühen erfolgen. Soll aber eine
höhere Superabsorber-Konzentration im Erzeugnis erreicht und
zu diesem Zweck eine höhere Konzentration in der Suspension
gewählt werden, beeinträchtigt dies die Sprühfähigkeit. In
diesem Fall ist ein Aufpflatschen vorteilhaft.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung
zeigt eine Prinzipiendarstellung der Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Auf von einer Rolle abgezogenen Zellstoffkarton 1 wird aus
einem Vorratsbehälter 2 mittels einer aus mehreren Walzen
bestehenden Pflatscheinrichtung 3 die Suspension 2 eines
Superabsorbers aufgetragen.
Als Superabsorber wird ein Natriumzelluloseacetatsulfat mit
DSs = 0,35 und DSAc = 2,2 verwendet. Die Suspension 2 weist
einen Polymergehalt von 10 Masseanteilen in % in 25 Volumen
anteile in % Wasser enthaltendem Ethanol auf.
In einer Flockenanlage 4 wird der Zellstoffkarton 1 mit
mechanischen Mitteln zu Flocken aufgelöst und aus diesen
Flocken eine voluminöse Fluff-Schicht 5 gebildet. Dabei wird
der Superabsorber so mit Flocken gemischt, daß er in
gleichmäßiger Verteilung in der Fluff-Schicht 5 vorliegt.
Nachfolgend werden nacheinander Wäscheschutzfolie 6 und
Tissue-Zellstoff 7 zugeführt, Fluff-Schicht 5 und Wäsche
schutzfolie 6 durch den Tissue-Zellstoff 7 umhüllt und diese
Bahnen mittels einer Schneideeinrichtung 8 auf die gewünschte
Länge zugeschnitten. Danach erfolgt eine weitere Umhüllung
mit dem Hüllvliesstoff 9, der Verschluß des Erzeugnisses
mittels einem Leimauftragssystem 10 und die Fertigstellung
durch eine Schneid- und Prägeeinrichtung 11.
Die fertigen Erzeugnisse werden danach einem Stapel- und Ver
packungssystem 12 zugeführt.
An Stelle einer Pflatscheinrichtung kann auch eine Sprühvorrichtung
zum Aufbringen des Superabsorbers verwendet werden.
Dazu kommt eine Suspension von 3 Masseanteilen in % Natrium
zelluloseacetatsulfat mit DSs = 0,4 und DSAc = 2,2 in Wasser
zum Einsatz.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Hygieneerzeugnissen mit verstärkter
Saugfähigkeit, bei dem eine Zellstoffkartonbahn
durch mechanische Behandlung zu einer voluminösen Fluff-
Schicht aufbereitet, eine Wäscheschutzfolienbahn parallel
zur Fluff-Schicht zugeführt wird und diese Bahnen gemeinsam
durch Tissue-Zellstoff und Vliesstoff umhüllt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß eine wasserhaltige Suspension
eines Superabsorbers (2) auf den Zellstoffkarton (1) auf
getragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Suspension (2) aufgesprüht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Suspension (2) aufgepflatscht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33631689A DD290805A5 (de) | 1989-12-27 | 1989-12-27 | Verfahren zur herstellung von hygieneerzeugnissen mit verstaerkter saugfaehigkeit |
Publications (2)
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| DE4041228C2 true DE4041228C2 (de) | 1996-02-22 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904041228 Expired - Fee Related DE4041228C2 (de) | 1989-12-27 | 1990-12-18 | Verfahren zur Herstellung von Hygieneerzeugnissen mit verstärkter Saugfähigkeit |
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|---|---|---|---|---|
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| DE3048965C2 (de) * | 1980-12-24 | 1983-03-03 | Bikoma GmbH, Spezialmaschinenfabrik, 5440 Mayen | Verfahren zur Herstellung einer sanitären Einlage sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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Also Published As
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