DE4040200C2 - Kühlmittelpumpe zur Montage an dem Pumpengehäuse einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Kühlmittelpumpe zur Montage an dem Pumpengehäuse einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühlmittelpumpe zur Montage
an dem Pumpengehäuse einer Brennkraftmaschine gemäß Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
Eine Kühlmittelpumpe der vorstehend genannten Art ist aus
US 3 632 220 bekannt. Zum einen bereitet bei dieser Konstruktion die
Überdeckung des Flügelrads durch das Pumpengehäuse Schwierigkei
ten, da die dem Pumpengehäuse zugewandt liegende Zone des
Flügelrads offen ist, und daher die tatsächlich erzielbare
Förderleistung in hohem Maße von der fertigungstechnisch
bedingten Präzision des dort gebildeten Spalts zwischen dem
Flügelrad und dem Pumpengehäuse abhängig ist. Auch ist die Größe
des Spalts temperaturabhängig Veränderungen unterworfen. Ferner
besteht die Gefahr eines Kontakts zwischen dem Flügelrad und dem
Pumpengehäuse, wenn sich beanspruchungsbedingt radiale Ver
lagerungen der Pumpenwelle ergeben oder die Lager für die
Pumpenwelle verschleißbedingt zu Verschiebungen der Lagerstelle
der Pumpenwelle führen. Wenn derartige Berührungskontakte
auftreten, wird hierdurch nicht nur die Förderleistung der
Kühlmittelpumpe beeinflußt, sondern auch ihre Standzeit her
abgesetzt.
Aus US 4 655 684 ist eine Zentrifugalpumpe bekannt, bei der die
Gestalt der Flügel des Flügelrads derart gewählt wird, daß sich
Berührungskontakte zwischen einem feststehenden Pumpengehäuse und
dem Laufrad möglichst vermeiden lassen, wenn Verschiebungen bzw.
Verlagerungen der Flügelradantriebswelle sich ergeben. Allerdings
ergibt sich auch dort die Schwierigkeit der präzisen Einstellung
des Spalts, da dieser zwischen der dem Pumpengehäuse zugewandten
Fläche des Flügelrads und dem Pumpengehäuse vorgesehen ist, und
daher toleranzbedingte und montagebedingte Abweichungen unver
meidbar sind. Eine präzise vorherbestimmbare Förderleistung läßt
sich daher hierbei ebenfalls nicht erzielen.
Bei der aus US 2 922 374 bekannten Pumpe schließlich wird der
Spalt ebenfalls in Verbindung mit dem Pumpengehäuse und der
dieser zugewandten Fläche des Flügelrads gebildet, welcher
fertigungstechnisch und montagetechnisch Schwankungen und
Veränderungen unterworfen ist. Auch erhält man bei dieser Pumpe
eine gegenüber der Kühlmittelpumpe nach dem Oberbegriff ab
weichenden Durchströmung, da insbesondere ein radial ausgerichte
ter. Einlaßbereich vorhanden ist. Auch hierbei kann es zu
Berührungen zwischen dem Flügelrad und dem Lagerdeckel wie bei
den anderen, zuvor abgehandelten Ausführungsformen von Pumpen
kommen.
Demgegenüber liegt daher der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Kühlwasserpumpe der gattungsgemäßen Art derart weiterzuentwickeln,
daß sich eine präzise vorherbestimmbare Förderleistung
ergibt und Berührungen zwischen dem Flügelrad und dem Lagerdeckel
vermieden werden.
Nach der Erfindung zeichnet sich hierzu eine Kühlmittelpumpe zur
Montage an dem Pumpengehäuse einer Brennkraftmaschine der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 umrissenen Art durch die
Merkmale seines Kennzeichens aus.
Bei der erfindungsgemäßen Kühlmittelpumpe wird der Spalt zwischen
dem vom Pumpengehäuse abgewandt liegenden Bereich und dem
Lagerdeckel gebildet, und dieser läßt sich genau vorherbestimmbar
und auf relativ kleine Wert in Verbindung mit der Lageranordnung
der Pumpenwelle einstellen, so daß sich die Förderleistung
präzise vorherbestimmen läßt. Die montagetechnisch und ferti
gungstechnisch kritische Zone zwischen der dem Pumpengehäuse
zugewandten Flügelradseite und dem Pumpengehäuse wird mit Hilfe
der ersten Abdeckung abgedeckt, so daß keine Beeinträchtigungen
der vorherbestimmten Förderleistung hierdurch verursacht werden
können. Um ferner Berührungen zwischen dem Flügelrad und dem
Lagerdeckel beispielsweise bei Verlagerungen der Pumpenwelle
weitgehend zu vermeiden, endet das Flügelrad im Bereich der
offenen Zone axial in einer Fläche, die den Mittelpunkt des
Lagers in allen Teilbereichen in einem gleich großen Abstand
umschließt. Daher führen Kippbewegungen der das Flügelrad
tragenden Pumpenwelle, die sich infolge eines verschleißbedingten
Auslaufens des Lagers oder aus der Bauart des Lagers ergeben
können, nicht zu einem unmittelbaren Berührungskontakt zwischen
dem Flügelrad und dem Lagerdeckel, sondern die einander beider
seits gegenüberliegenden Flächen können sich unter derartigen
Bedingungen verschieben. Da ferner die Einlauföffnung in allen
Teilbereichen von festliegenden Teilen des Flügelrads umschlossen
ist, läßt sich auch der Eintrittsquerschnitt auf präzise Weise
vorbestimmen. Durch die hierbei erhaltene genau definierbare
Förderleistung lassen sich die Teile des Kühlsystems in optimale
rer Weise aufeinander abstimmen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Ansprüchen 2 bis 7 wiedergegeben.
Zweckmäßigerweise hat die Fläche in allen Teilbereichen einen
gleichen Abstand von der Gegenfläche des Lagerdeckels, um
hierdurch einen definierten und vorbestimmbaren Spalt zu bilden.
Vorzugsweise ist das Flügelrad radial innerhalb der offenen Zone
des von dem Pumpengehäuse abgewandten, axialen Endes durch eine
in axialer Richtung flüssigkeitsundurchlässige, konzentrisch
ausgebildete, zweite Abdeckung überdeckt. Bei möglichst geringem
Werkstoffeinsatz erhält man hierbei eine möglichst große
Steifigkeit der Anordnung. Sie läßt sich besonders kostengünstig
im Spritzgießverfahren oder durch Pressen unter Einsatz eines nur
zweiteiligen Werkzeuges herstellen.
Vorzugsweise sind die beiden Abdeckungen auf den einander zuge
wandten Seiten durch gleichsinnig gewölbte Oberflächen begrenzt,
so daß man eine stetige Profilierung der zusammenwirkenden Flä
chen im Hinblick auf eine gute Förderleistung erhält. Hierdurch
lassen sich nämlich Strömungswiderstände so weit wie möglich
herabsetzen. Ferner läßt sich hierdurch der Wirkungsgrad
steigern.
Vorzugsweise kann die zweite Abdeckung einen Außendurchmesser
aufweisen, welcher maximal ebenso groß ist wie der Innendurch
messer der ersten Abdeckung. Die Flügel des Flügelrades sind bei
einer derartigen Ausgestaltung in jedem beliebigen Abstand von
der Drehachse mit einer Abdeckung verbunden, wodurch die mecha
nische Widerstandsfähigkeit verbessert wird. Insbesondere ist es
zweckmäßig, wenn das Flügelrad und die Abdeckungen einstückig
ineinander übergehend ausgebildet sind. Sie können wahlweise aus
Metall oder Kunststoff bestehen, und bei der Herstellung für das
Spritzgieß- oder Preßverfahren eingesetzt werden.
Eine besonders präzise relative Zuordnung der Kühlwasserpumpe zu
dem Pumpengehäuse läßt sich erreichen, wenn der Lagerdeckel durch
eine O-Ringdichtung gegenüber dem Pumpengehäuse abgedichtet ist.
Eine beispielhafte Ausführung einer Kühlmittelpumpe ist in
der in der Anlage beigefügten Zeichnung dargestellt und wird
nachfolgend näher erläutert.
Die gezeigte Kühlmittelpumpe ist zur Montage an dem
Pumpengehäuse 1 einer Brennkraftmaschine bestimmt. Sie
umfaßt einen am Pumpengehäuse 1 fest
legbaren Lagerdeckel 3, in dem eine Pumpenwelle 4 gelagert
ist. Das Pumpengehäuse hat eine Bohrung 2. Die Pumpenwelle 4 kann beispielsweise einstückig mit
einer Riemenscheibe 6 aus einem metallischen Werkstoff
hergestellt sein. Die Verwendung eines Kunststoffes ist eben
falls möglich. Die Pumpenwelle 4 trägt auf ihrem axial in
Richtung des Pumpengehäuses 1 vorstehenden Ende ein unver
drehbar festgelegtes Flügelrad 5 und ist mittels eines
Wälzlagers 16 über die Riemenscheibe 6 auf einem vor
springenden Ansatz des Lagerdeckels 3 relativ verdrehbar
gelagert. Der Ansatz umschließt zugleich eine Gleitring
dichtung 17, welche das Flügelrad 5 auf der von dem Pumpen
gehäuse 1 in axialer Richtung abgewandten Seite relativ
verdrehbar und dichtend berührt.
Der Lagerdeckel 3 ist mit einer umlaufenden Flanschfläche
14 versehen, welche durch eine in Richtung des Pumpenge
häuses 1 offene, umlaufende Nut 15 unterbrochen ist. In der
Nut 15 ist eine O-Ringdichtung 13 angeordnet, welche aus
gummielastischem Werkstoff besteht und welche nach dem
Anbringen des Lagerdeckels 3 an dem Pumpengehäuse 1 die
Kontaktflächen zueinander abdichtet.
Das Flügelrad 5 ist an dem dem Pumpengehäuse 1 zugewandten
axialen Ende mit einer kreisringförmig begrenzten, kon
zentrischen Einlauföffnung 7 versehen, wobei das Flügelrad 5
in der radial außerhalb der Einlaßöffnung 7 liegenden Zone
durch eine in axialer Richtung flüssigkeitsundurchlässige,
konzentrisch ausgebildete, erste Abdeckung 8 überdeckt ist
und wobei das Flügelrad 5 in der der ersten Abdeckung axial
gegenüberliegenden Zone 9 des anderen Endes in axialer
Richtung offen ist. Das Flügelrad 5 ist radial innerhalb der
offenen Zone 9 des von dem Pumpengehäuse 1 abgewandten,
axialen Endes durch eine in axialer Richtung flüssigkeits
undurchlässige, konzentrisch ausgebildete, zweite Abdeckung
10 überdeckt, wobei die erste und die zweite Abdeckung 8, 10
auf den einander zugewandten Seiten durch gleichsinnig
gewölbte Oberflächen 11 begrenzt sind. Die Oberflächen 11
können einander aber auch auf andere Weise zugeordnet sein.
Sie haben vorliegend ein Profil, das in den verschiedenen
Teilbereichen an die Strömungsrichtung 12 des durchgehenden Kühlmittels
angepaßt ist. Des weiteren ist es vorgesehen, daß die zweite
Abdeckung 10 einen Außendurchmesser aufweist, der maximal
ebenso groß ist, wie der Innendurchmesser der ersten Ab
deckung 8. Das Flügelrad 5 läßt sich hierdurch problemlos
einstückig aus Metall oder Kunststoff im Preß-, Spritz- oder
Spritzgießverfahren herstellen unter Verwendung eines
Formwerkzeuges, welches nur zwei Formhälften aufweist. Es
zeichnet sich neben einer großen Formtreue durch eine
besonders große mechanische Widerstandsfähigkeit aus sowie
durch glatte Oberflächen. Dem Auftreten von Kavitations
erscheinungen im Betrieb der Kühlmittelpumpe wird
hierdurch wirksam begegnet.
In Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, daß
das Flügelrad 5 im Bereich der offenen Zone 9 axial in
Flächen endet, die den Mittelpunkt 18 des Lagers 16 in allen
Teilbereichen mit gleichgroßem Abstand R umschließen. Die
Flächen haben in allen Teilbereichen einen gleichen Abstand D
von der rotationssymmetrisch aus
gebildeten Gegenfläche des Lagerdeckels 3. Hierdurch wird
erreicht, daß eine durch Verschleiß des Lagers 16 verur
sachte oder bedingte Verkantung der Pumpenwelle 4 und des
Flügelrades 5 nicht unmittelbar zu einer Berührung
zwischen den im Bereich der Zone 9 einander gegenüber
liegenden Flächen führt. Die Flächen erfahren lediglich eine
Verschiebung in Bezug aufeinander. Eine Veränderung
der Förderleistung der Kühlmittelpumpe wird mit Sicherheit
vermieden.
Claims (7)
1. Kühlmittelpumpe zur Montage an dem Pumpengehäuse einer
Brennkraftmaschine mit einem am Pumpengehäuse festlegbaren
Lagerdeckel, in dem eine Pumpenwelle in einem Lager drehbar
gelagert ist, mit einem Flügelrad und einer Riemenscheibe,
welche an der Pumpenwelle befestigt sind, wobei das Flügel
rad an dem dem Pumpengehäuse zugewandten, axialen Ende mit
einer kreisförmig begrenzten, konzentrischen Einlauföffnung
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelrad (5)
in der radial außerhalb der Einlauföffnung (7) liegenden
Zone durch eine in axialer Richtung flüssigkeitsundurch
lässige, konzentrisch ausgebildete, erste Abdeckung (8)
überdeckt ist, und in der der ersten Abdeckung (8) axial
gegenüberliegenden Zone (9) offen ist, daß das Flügelrad (5)
im Bereich der offenen Zone (9) axial in einer Fläche endet,
die den Mittelpunkt (18) des Lagers (16) in allen Teilberei
chen in einem gleich großen Abstand (R) umschließt, und die
mit der Gegenfläche des Lagerdeckels (3) zusammenwirkt.
2. Kühlwasserpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fläche in allen Teilbereichen einen gleichen Abstand (D)
von der Gegenfläche des Lagerdeckels (3) hat.
3. Kühlwasserpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Flügelrad (5) radial innerhalb der offenen
Zone (9) des von dem Pumpengehäuse (1) abgewandten, axialen
Endes durch eine in axialer Richtung flüssigkeitsundurch
lässige, konzentrisch ausgebildete, zweite Abdeckung (10)
überdeckt ist.
4. Kühlwasserpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und die zweite Abdeckung (8, 10) auf den einander
zugewandten Seiten durch gleichsinnig gewölbte Oberflächen
begrenzt sind.
5. Kühlwasserpumpe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Abdeckung (10) einen Außendurch
messer aufweist, der max. ebenso groß ist wie der Innen
durchmesser der ersten Abdeckung (8).
6. Kühlwasserpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Flügelrad (5) und die Abdeckungen
(8, 10) einstückig ineinander übergehend ausgebildet sind.
7. Kühlwasserpumpe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Lagerdeckel (3) durch eine O-Ringdichtung
(13) gegenüber dem Pumpengehäuse (1) abgedichtet ist.
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