DE3925119A1 - Schraubverschluss fuer weithalsbehaelter, der mit einer orginalitaetssicherung versehen ist - Google Patents
Schraubverschluss fuer weithalsbehaelter, der mit einer orginalitaetssicherung versehen istInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schraubverschluß gemäß dem Ober
begriff des Patentanspruches 1.
Schraubverschlüsse mit Originalitätssicherungen sind bekannt,
wobei der Zweck der Originalitätssicherung darin besteht,
durch eine optische Kontrolle das erstmalige Öffnen des Ver
schlusses bzw. Abnehmen des Deckels feststellen zu können.
Üblicherweise wird für eine solche Originalitätssicherung ein
Sicherungsring verwendet, der über Stege am Deckel angebunden
ist und beim Abschrauben des Deckels reißt bzw. sich vom Dec
kel abtrennt, so daß jedwede Manipulation am Deckel von außen
her ohne weiteres erkennbar ist.
Für Enghalsbehälter gibt es diverse verschiedene Ausführungs
möglichkeiten solcher Schraubverschlüsse, jedoch lassen sich
derartige Originalitätssicherungen nicht ohne weiteres auf
Weithalsbehälter übertragen, also auf Behälter, bei denen der
Öffnungsdurchmesser gleich oder größer etwa 35 mm ist. Dies
trifft insbesondere für Glasbehälter zu, auf welche die Er
findung in besonderer Weise anwendbar ist. Bei Glasbehältern
ergeben sich nämlich herstellungsbedingt völlig andere Tole
ranzverhältnisse als es für den aus Kunststoff üblicherweise
durch Spritzgießen hergestellten Deckel der Fall ist. Insbe
sondere sind bei der Herstellung von Glasbehältern wesentlich
größere Toleranzen zu berücksichtigen, insbesondere mit zu
nehmendem Öffnungsdurchmesser. Bei Weithalsbehältern können
diese Toleranzunterschiede trotz der Flexibilität der Kunst
stoffdeckel nicht aufgenommen werden, da eine Grenze durch
die Gewährleistung der Dichtheit des Verschlusses gesetzt
ist. Dies erschwert die geeignete Ausbildung von Sicherungs
ringen als Originalitätssicherung, da trotz der Toleranzun
terschiede zwischen dem Glasbehälter und dem Kunststoffdeckel
bei der Verwirklichung einer Originalitätssicherung jeweils
die Zerstörung oder Ablösung des Ringes gegenüber dem Deckel
sichergestellt sein muß, sobald der Deckel geöffnet wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen einfach herstellbaren und
funktionssicheren Schraubverschluß für Weithalsbehälter zu
schaffen, der mit einer Originalitätssicherung versehen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen
den Teil des Anspruches 1 enthaltenen Maßnahmen gelöst.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind durch die in
den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale gekennzeichnet.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß am Sicherungs
ring Rastlippen angeordnet, insbesondere angeformt sind, die
in Verschlußstellung des Deckels hinter ein am Behälterhals
ausgebildetes Verschlußteil oder einen entsprechenden Vor
sprung des Behälterhalses greifen und sich beim Öffnen daran
verspannen, so daß beim Abnehmen des Deckels der Sicherungs
ring nicht zugleich mit abgenommen werden kann, vielmehr auf
dem Behälterhals verbleibt. Ferner ist am Behälterhals in
Höhe des Sicherungsringes eine Auflaufnocke bzw. mehrere Auf
laufnocken angeordnet, die derart ausgebildet sind, daß beim
Überlaufen der Nocken durch die Rastlippe(n) oder den Siche
rungsring beim Öffnen des Schraubverschlusses sich eine Auf
weitung des Sicherungsrings ergibt, wodurch infolge am Siche
rungsring ausgebildeter Schwach- oder Sollbruchstellen ein
Bruch des Sicherungsringes eintritt. Die Anordnung der Auf
laufnocken hängt hierbei jeweils von der Ausbildung des Dec
kels und/oder des Behälterhalses ab, jedoch ist die Anordnung
und Ausbildung so vorzunehmen, daß in der Öffnungsphase des
Deckels bzw. des Schraubverschlusses entweder die Rastlippe
oder ein Abschnitt des Sicherungsringes über die Auflaufnocke
läuft und es somit zu einem Aufweiten des Sicherungsrings
kommt, der infolge der Verspannung über der Zunge am Behäl
terhals nach oben hin nicht ausweichen kann, so daß der Bruch
des Sicherungsringes eintritt.
Zweckmäßigerweise stehen die Rastlippen bezüglich des Siche
rungsrings nach innen vor und zwar vorzugsweise unter einem
spitzen Winkel zur Vertikalen schräg nach innen und nach oben
hin. Dadurch läßt sich der Sicherungsring zusammen mit dem
Deckel aufsetzen und in die Verschlußstellung des Deckels
verbringen, sperrt sich jedoch beim Abschrauben des Deckels
gegenüber dem Verschlußteil oder dem Vorsprung am Behälter
hals, so daß der Sicherungsring unten gehalten bleibt.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind an ei
nem Sicherungsring insgesamt vier Zungen angeordnet und zwar
mit gleichmäßigem Abstand zueinander unter einem Winkel von
90° zueinander versetzt.
Zweckmäßigerweise sind die Schwachstellen des Sicherungsrin
ges durch Nuten oder Einkerbungen, insbesondere V-förmige Nu
ten gebildet, die von der Außenfläche her in den Sicherungs
ring eingearbeitet sind. Infolge der V-förmigen Nuten oder
Einkerbungen verbleiben punktuell an mehreren Stellen über
den Umfang am Sicherungsring filmartige oder stegartige
Bereiche, die bei entsprechender Aufweitung des Sicherungs
rings brechen. Im Falle der zweiteiligen Ausführungsform des
Schraubverschlusses kann dann der Sicherungsring ohne wei
teres von der Flasche abgenommen werden. Im Falle der
zweiteiligen Ausführungsform des Schraubverschlusses ist es
zweckmäßig, die Verbindung zwischen dem Sicherungsring und
dem Deckel durch eine Einschnappverbindung entsprechend den
Merkmalen der Ansprüche 7 und 8 zu realisieren.
Aufgrund der Originalitätssicherung kann eine Primärdichtung
entfallen, jedoch wird zweckmäßigerweise eine Sekundärdich
tung verwirklicht, entweder durch einen am Deckelboden ange
ordneten Dichtring oder eine Dichtscheibe, durch eine am Dec
kelboden aufgebrachte Compound-Schicht oder aber durch ein
stückig am Deckelboden angeformte Dichtlippen. Im Falle eines
Deckels aus Kunststoff kann eine gasfeste Barriereschicht
durch das sogenannte in-mould-Verfahren auf der Außenseite
des Deckelbodens aufgebracht werden. Hierbei wird eine zweck
mäßigerweise mehrlagige Alufolie in die Form zur Herstellung
des Deckels eingebracht und danach das Kunststoffmaterial
eingespritzt, so daß es zu einer intensiven Anbindung der
Alufolie als Barriere an den Deckel kommt. Möglich ist auch
die Herstellung des Deckels mit der Dichtung durch Spritzen
zweier Materialien, so daß sich ein quasi einstückiger Deckel
mit Dichtung ergibt.
Besonders zweckmäßig ist es, den Sicherungsring weniger fle
xibel, insbesondere steifer als den Deckel zu machen, um das
Bruchverhalten des Sicherungsringes bei entsprechendem Auf
weiten des Ringes zu fördern.
Nachfolgend werden zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben, darin zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Sicherungsring des
Schraubverschlusses,
Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie A-A aus
Fig. 1, jedoch in Verbindung mit dem Deckel,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Sicherungsring längs
der Linie A-A von Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt durch den Sicherungsring gemäß
Fig. 1 längs der Linie B-B,
Fig. 5 eine in Fig. 1 mit X bezeichnete Einzelheit,
Fig. 6 eine Schnittansicht längs der Linie B-B von
Fig. 1, jedoch in Verbindung mit dem Deckel,
Fig. 7 eine Ansicht des Verschlusses,
Fig. 8 eine Schnittansicht des Deckels längs der
Linie C-C von Fig. 7,
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform eines Sicherungs
rings,
Fig. 10 eine Schnittansicht längs der Linie A-A von
Fig. 9, jedoch mit Deckel,
Fig. 11 einen Schnitt durch den in Fig. 9 darge
stellten Sicherungsring längs der Linie A-A,
Fig. 12 einen Schnitt durch den Sicherungsring gemäß
Fig. 9 längs der Linie B-B,
Fig. 13 eine Schnittansicht längs der Linie B-B von
Fig. 9, jedoch mit Darstellung des Deckels,
Fig. 14 eine Ansicht des Verschlusses gemäß den Fig.
9 bis 13 sowie
Fig. 15 einen Schnitt durch den Deckel längs der Linie
C-C von Fig. 14.
In den Fig. 1 bis 8 ist ein Schraubverschluß mit einem
Deckel 1 und einem Sicherungsring 2 für einen Weithalsbehäl
ter vorgesehen, wobei der Deckel und der Sicherungsring im
wesentlichen einen viereckigen Grundriß mit nach außen gebo
genen Seiten aufweisen, wie sich am besten aus der Ansicht in
Fig. 1 ergibt. Der Deckel 1 besteht aus einem Deckelboden 3
und einer Wand 4, wobei in der Ausführungsform nach Fig. 2
im Deckelboden 3 zwischen nach unten vorspringenden Rippen 5
ein Dichtring 6 aufgenommen ist, der beispielsweise als Com
pound ausgebildet sein kann.
Der Sicherungsring 2 dient als Originalitätssicherung, d.h.
zur optischen Kontrolle dahingehend, ob der Deckel bereits
einmal geöffnet worden ist. Der Ring weist umlaufend einen L-
förmigen Querschnitt auf, wobei an den vier in Draufsicht ge
rundeten Ecken gemäß Fig. 1 Rastlippen 7 ausgebildet bzw.
angeformt sind. Diese Rastlippen 7 ergeben sich im Detail aus
Fig. 3 und in ihrer Wirkstellung mit dem Deckel aus Fig. 2.
Gemäß Fig. 3 ist jede Rastlippe 7 am horizontalen L-Schenkel
8 des Sicherungsringes 2 einstückig angeformt und erstreckt
sich vom L-Schenkel 8 nach oben über den vertikalen L-Schen
kel 9 hinaus schräg nach innen zur Mittelachse des Deckels
bzw. des Sicherungsringes. Die Rastlippen 7 sind im wesentli
chen, vorzugsweise in Form eines Trapezes, zungenförmig aus
gebildet und sind bei der Ausführungsform nach Fig. 3 unter
einem Winkel von 35° zur Vertikalen nach innen geneigt. An
der Rückseite bzw. der Außenseite 10 ist eine Rastnase 11 an
geformt, wobei die Zunge 7 unterhalb dieser Rastnase 11 eine
besser aus Fig. 6 ersichtliche Öffnung 12 für den Eingriff
eines noch zu beschreibenden Rastvorsprungs aufweist.
Wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, greift der Deckel 3 in
Verschlußstellung mit seinem unteren Rand 13 über den verti
kalen L-Schenkel 9 des Sicherungsringes 3 insbesondere in
eine zwischen dem Schenkel 9 und der Zunge 7 begrenzte Aus
nehmung 14, wobei der Deckel 3 mit am unteren Rand 13 ausge
bildeten Rastvorsprüngen 15 hinter die Rastnasen 11 der Zun
gen 7 eingeschnappt ist. Dadurch ist der Deckel 3 mit dem Si
cherungsring 2 arretiert.
In der Verschlußstellung nach Fig. 2 greift das obere Ende
der Zunge 7 bzw. einer jeden Zunge 7 von unterhalb hinter
einen Vorsprung 16 des Behälterhalses, wobei es sich im Aus
führungsbeispiel nach Fig. 2 um eine gewindegangartige Rippe
handelt, die Teil des Schraubverschlusses darstellt, der in
Zusammenhang mit Fig. 6 noch näher erläutert wird.
Unterhalb dieses Vorsprunges 16 ist am Behälterhals eine er
habene Nocke 17 ausgebildet und zwar in einer Anzahl, die der
Anzahl der Zungen 7 eines Sicherungsringes 2 entspricht. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Zungen 7 verwen
det, so daß am Behälterhals auch vier erhabene Nocken 17 aus
gebildet sind. Im Falle eines Weithalsbehälters mit unrundem
Öffnungsquerschnitt können die Nocken 17 durch die Eckberei
che gebildet sein, so daß nicht separate Nocken 17 ausgebil
det sein müssen. Wesentlich ist, daß durch die erhabenen Noc
ken 17 eine Durchmesservergrößerung gegenüber den übrigen Be
reichen des Behälterhalses erreicht wird. Bei der Ausfüh
rungsform nach Fig. 1 befinden sich die Nocken 17 in Ver
schlußstellung des Deckels im Bereich der Ecken, also den
Zungen 7 gegenüberliegend angeordnet bzw. gemäß Fig. 7 um
45° zu den Verschlußglieder 18 an der Innenfläche der Wand 4
des Deckels 3 versetzt. Wird der Verschluß, d.h. der Deckel 3
gedreht, um den Deckel 3 abzunehmen, so dreht sich infolge
des Schnappeingriffs bzw. Rasteingriffs des Rastvorsprungs 15
mit der Rastnase 11 auch der Sicherungsring 2, was bedeutet,
daß der in Fig. 1 mit D bezeichnete Durchmesser sich in
Richtung der Diagonalen I bewegt und hierbei aufgrund der
dort, also im Eckbereich angeordneten Nocken 17 entsprechend
aufgeweitet wird. Infolge des Verdrehens wird zwar der Deckel
3 aufgrund des Gewindeeingriffs nach oben bewegt, jedoch der
Sicherungsring 2 infolge der Verspannung der Rastlippe 7 mit
dem Verschlußteil 16 bzw. dem Vorsprung 16 unten gehalten, so
daß es zu einer radialen lokalen Aufweitung des Sicherungs
ringes 2 kommt, der infolge der über den Umfang ausgebildeten
Sollschwachstellen 19 schließlich bricht. Dadurch ist optisch
sichtbar gemacht, daß der Deckel 3 einmal geöffnet wurde.
Selbst wenn der Deckel 3 wieder aufgeschraubt wird, ist somit
von außen infolge des zerstörten Sicherungsringes 2 optisch
die erfolgte Öffnung des Behälters ersichtlich.
Die Ausbildung der Sollschwachstellen 19 ergibt sich am be
sten aus den Fig. 4 und 5. Durch V-förmige Einkerbungen 20
in den Schenkeln 8 und 9 des Sicherungsrings 2 ist der Siche
rungsring in regelmäßigen Abständen über den Umfang auf eine
Filmstärke beschränkt, so daß bei entsprechender Aufweitung
des Sicherungsrings 2 infolge des Auflaufens auf die Auflauf
nocken 17 es zu einem Bruch des Ringes 2 kommt. Im darge
stellten Ausführungsbeispiel sind insgesamt 12 V-förmige Ein
kerbungen 20 vorgesehen.
Aus Fig. 6 ergibt sich am besten der Verschlußmechanismus.
Im einzelnen sind an der Innenfläche der Wand 4 des Deckels 3
ankerförmige Vorsprünge 18 ausgebildet, und zwar ingesamt 4,
die mit entsprechenden Verschlußteilen 16 des Behälterhalses
zusammenwirken. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die
Verschlußteile 16 durch gewindeartige Rippen gebildet, die
sich jedoch nur über einen geringen Teil des Umfangs des Be
hälterhalses erstrecken. Insgesamt sind über den Umfang gese
hen vier rippenartige Vorsprünge 16 als Verschlußteile ange
ordnet, die mit den ankerförmigen Verschlußgliedern 18 zusam
menwirken. Die rippenartigen Vorsprünge 16 sind hierbei ent
sprechend eines Gewindeganges schräg angeordnet, so daß bei
entsprechender Drehung des Deckels 2 der Deckel entweder nach
unten in die Verschlußstellung oder nach oben in die Öff
nungsstellung verbracht wird. Hierbei handelt es sich aller
dings um konventionelle Verschlußmechanismen, so daß eine
weitergehende Beschreibung entbehrlich ist. Wesentlich ist
lediglich, daß die Rastlippen 7 beim Aufdrehen des Deckels
hinter den Verschlußteilen 16 einschnappen und beim Aufdrehen
des Deckels verhindert ist, daß der Sicherungsring 2 infolge
des Eingriffs der Rastlippen 7 mit den Verschlußteilen 16
nach oben mit dem Abnehmen des Deckels abgezogen werden kann.
Vielmehr kommt es zu einer Verspannung der Rastlippen 7 ge
genüber den Verschlußteilen 16, so daß beim Drehen des Dec
kels 3 nach oben der Sicherungsring 2 unten gehalten wird.
Dadurch ist Sorge getragen, daß der Sicherungsring 2 nicht
nach oben beim Überfahren der den Sicherungsring aufweitenden
Auflaufnocken 17 ausweichen kann. Fig. 6 zeigt schließlich
die Öffnung 12 in der Zunge 7, durch die der Rastvorsprung 15
des Deckels 3 ersichtlich ist.
Die Ausführungsform nach den Fig. 9 bis 15 unterscheidet
sich von der vorhergehend beschriebenen Ausführungsform im
wesentlichen dadurch, daß der Deckel nunmehr einen kreisrun
den Querschnitt in Übereinstimmung mit dem Querschnitt des
Behälterhalses aufweist, dessen Außenkontur in Fig. 9
strichpunktiert dargestellt und mit 21 bezeichnet ist. Die
Ausgestaltung des Sicherungsringes, insbesondere der Zunge 7
ist ansonsten wie im Falle der vorhergehenden Ausführungs
form. Wie am besten aus Fig. 10 hervorgeht, sind an der In
nenfläche der Wand 4 des Deckels 1 zwei Gewindegänge 22 als
Verschlußglieder und entsprechend komplementär zwei Gewinde
gänge 23 auf Seiten des Behälterhalses als Verschlußteile
ausgebildet. Hierbei ist es nicht erforderlich, daß sich die
Gewindegänge über den gesamten Umfang erstrecken, vielmehr
können die Gewindegänge in vier Umfangsabschnitte aufgeglie
dert sein. Durch das Zusammenwirken der Verschlußglieder 22
und 23 ergibt sich ein Schraubverschluß, mit dem je nach
Drehrichtung der Deckel 1 nach oben oder nach unten bezüglich
des Behälterhalses auf- oder abgeschraubt werden kann. Zur
Anlage des oberen Endes der Zunge 7 ist unterhalb des unter
sten Gewindeganges 23 ein eigener Vorsprung 16 ausgebildet,
hinter den die Zunge 7 einschnappt und gegen den sich die
Zunge 7 versperrt, wenn der Deckel 1 nach oben abgeschraubt
werden soll. Die Nocken 17, die aus Fig. 10 und Fig. 9 er
sichtlich sind, sind bei dieser Ausführungsform insofern den
Zungen 7 zugeordnet, als die Aufweitung des Sicherungsrings 2
durch das Auflaufen der Zungen 7 auf den Nocken 17 erfolgt.
Dadurch ergibt sich eine entsprechende Durchmesseraufweitung
des Sicherungsringes 2, die infolge der exakt einander gegen
überliegenden Anordnung je zweier Nocken 17 entsprechend groß
ist, so daß es im Bereich der Sollschwachstellen 19 zu einem
Bruch des Sicherungsringes 2 kommt.
Bei derartigen Deckeln erreicht man eine Primärdichtung da
durch, daß an der Unterseite des Deckelbodens 3 eine Karto
nette entweder angeklebt oder hinter einem Vorsprung einge
zwickt ist, die sich aus einer Karton-, Papp- oder stärkeren
Papierlage benachbart des Deckelbodens, einer darauf angeord
neten PVDC-Schicht und einer daran durch Wachspunktkaschie
rung angebundenen Aluminiumfolie zusammensetzt. Nach der Fül
lung der Behälter wird der die Behälteröffnung umgebende Rand
des Behälterhalses stirnseitig mit einem Kleber belegt, so
daß nach dem Aufsetzen des Deckels die Alufolie am Behälter
hals anhaftet. Infolge der Wachspunktkaschierung, also der
punktuellen Anbindung der Alufolie an die Kunststoffschicht
der Kartonette, ist beim Öffnen des Deckels die Klebeverbin
dung zwischen dem Behälterhals und der Aluminiumfolie größer
als zwischen Aluminiumfolie und der PVDC-Kunststoffschicht,
so daß die Aluminiumfolie am Behälterhals haften bleibt und
die Behälteröffnung abschließt. Dadurch erreicht man eine
Primärdichtung, da durch die Alufolie sichergestellt werden
kann, ob bereits ein Zugriff zum Behälterinhalt durchgeführt
wurde oder nicht. Diese Primärdichtung kann aufgrund der
vorbeschriebenen Originalitätssicherung entfallen, da der
beschädigte Sicherungsring 2 ein erstmaliges Öffnen oder den
Versuch einer erstmaligen Öffnung anzeigt. Zweckmäßigerweise
sind jedoch die Deckel mit einer Sekundärdichtung versehen,
so daß auch nach erstmaligem Öffnen und erneutem Verschließen
des Behälters eine Dichtfunktion gewährleistet ist.
Hierzu kann die übliche Kartonette verwendet werden, wobei
nach Ablösen der Alufolie die verbleibende Kunststoffschicht
die Sekundärdichtung beim erneuten Aufschrauben des Deckels
übernimmt.
Alternativ kann aber auch eine herkömmliche Compound-Dichtung
verwendet werden. Hierbei handelt es sich um einen pastöse
Masse, die sich beim Erkalten stabilisiert oder durch Mikro
wellen aushärtbar ist. Alternativ können eine Dichtscheibe
oder ein Dichtring oder eine andere Dichtung am Deckelboden
angeordnet werden. Insbesondere können einstückig Dichtlippen
angeformt werden, die sich in Verschlußstellung an den Behäl
terhals oder die Stirnseite der Behälteröffnung dichtend an
legen. Außenseitig kann eine gasdichte Barriere dadurch ver
wirklicht werden, indem im sogenannten in-mould-Verfahren
eine mehrlagige Alufolie auf die Außenseite des Deckels auf
gebracht wird. Durch diese Barriere wird im Falle eines
Kunststoffdeckels eine Sperre gegen Sauerstoffzutritt zum Be
hälterinneren erreicht. Die Herstellung erfolgt so, daß die
Alufolie praktisch in die Form zur Herstellung des Deckels
eingelegt und danach das Kunststoffmaterial in die Form ein
gespritzt wird, so daß sich eine feste Anbindung der Alufolie
als Barriere an den Deckel ergibt.
In den beiden Ausführungsbeispielen ist der Verschluß je
zweiteilig aus Deckel und Sicherungsring aufgebaut, jedoch
ist auch eine einstückige Realisierung zweckmäßig. Hierbei
kann der Sicherungsring über dünne Stege mit dem Deckel ein
stückig verbunden sein.
Claims (19)
1. Schraubverschluß für Weithalsbehälter, der mit einer
Originalitätssicherung versehen ist und einen auf den
Behälterhals aufsetzbaren Deckel aufweist, an dessen
Innenwandfläche mindestens ein Verschlußglied ausgebil
det ist, das mit einem am Behälterhals ausgebildeten
vorspringenden Verschlußteil einen Schraubverschluß
bildet, wobei unterhalb des Deckels ein Sicherungsring
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungsring (2) Rastlippen (7) aufweist, die
in Verschlußstellung des Deckels (1) hinter ein Ver
schlußteil oder einen entsprechenden Vorsprung (16) des
Behälterhalses greifen, und daß am Behälterhals in Höhe
des Sicherungsringes eine Auflaufnocke (17) für jede
Rastlippe oder Auflaufnocken (17) für den Sicherungs
bildet ist bzw. sind, daß beim Überlaufen der Nocken
(17) durch die Rastlippen (7) oder den Sicherungsring
(2) beim Öffnen des Schraubverschlusses der Sicherungs
ring (2) aufgeweitet wird, und daß am Sicherungsring
(2) Sollschwachstellen (19) ausgebildet sind, die durch
Aufweiten des Sicherungsrings (2) brechen.
2. Verschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastlippen (7) bezüglich des Sicherungsrings
(2) nach innen vorstehen.
3. Verschluß nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastlippen (7) durch Zungen gebildet sind, die
unter einem spitzen Winkel zur Vertikalen bezüglich des
Sicherungsrings (2) schräg nach innen und nach oben
vorstehen.
4. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zungen (7) im unbelasteten Zustand unter einem
Winkel zwischen 10° und 40° zur Vertikalen geneigt an
geordnet sind.
5. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungsring (2) vier unter einem Winkel von
90° zueinander versetzt angeordnete Rastlippen (7) auf
weist.
6. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwachstellen (19) des Sicherungsringes (2)
durch über den Umfang verteilte, vorzugsweise V-förmige
Einkerbungen (20) an der Ringaußenfläche und/oder der
Außenfläche des Ringbodens gebildet sind.
7. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungsring (2) einen L-förmigen Querschnitt
aufweist, und daß die Rastlippen (7) am freien Ende des
radial nach innen gerichteten L-Schenkels (8) des
Sicherungsrings angeformt sind.
8. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Außenseite der Rastlippen (7) Rastnasen (11)
ausgebildet sind, hinter welche am unteren Deckelrand
(13) ausgebildete Rastvorsprünge (15) einrastbar sind.
9. Verschluß nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungsring (2) und die angeformten Rastlip
pen (7) zwischen sich eine Einstecknut (14) zur Auf
nahme des unteren Deckelrands (13) begrenzen.
10. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungsring (2) einstückig an den Deckel (1)
angeformt ist.
11. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastlippen (7) bei einem Sicherungsring mit un
rundem Grundriß in den Eckbereichen ausgebildet sind.
12. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Deckelboden eine Primär- und/oder Sekundärdich
tung vorgesehen ist, die mit der Halsmündung zusammen
wirkt.
13. Verschluß nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Deckelinnenfläche eine Kartonette, bestehend
aus einer Karton-, Papp- oder Papierlage, einer Kunst
stoffschicht und einer durch eine punktuelle Kaschie
rung angeklebten Aluminiumfolie angeordnet ist.
14. Verschluß nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Deckelinnenfläche eine Compound-Dichtung an
geordnet ist, die vorzugsweise durch eine pastöses,
sich beim Erkalten stabilisierendes oder durch Mikro
wellen aushärtbares Dichtmaterial gebildet ist.
15. Verschluß nach einem der Ansprüche 11 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Dichtscheibe oder ein Dichtring am Deckelboden
angeordnet sind.
16. Verschluß nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung einstückig mit dem Deckel durch Sprit
zen zweier Materialien geformt ist.
17. Verschluß nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Deckelboden Dichtlippen angeformt sind, die in
Verschlußstellung an der Innenwand oder der Stirnfläche
der Behälteröffnung anliegen.
18. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Außenseite des Deckelbodens (3) eine im in-
mould-Verfahren angeformte mehrlagige Alufolie als gas
feste Barriere angeordnet ist.
19. Verschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Material des Sicherungsrings (2) steifer bzw.
weniger flexibel als das Material des Deckels (1) ist.
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| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
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